Was ist Sucht? Stiftung Gesundheitswissen https://www.youtube.com/watch?v=f6z3y5tUXrk Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Was ist Sucht? Fast jeder hat etwas, von dem er gar nicht genug kriegen kann. 0:06 In der Regel ist das unbedenklich. Doch wenn wir die Kontrolle über unser Verhalten verlieren und nicht aufhören 0:13 können, obwohl sich schon schädliche Folgen bemerkbar machen, kann eine Sucht vorliegen. 0:20 Dabei gilt in Deutschland nicht alles, wonach man süchtig sein kann, aus medizinischer Sicht als Sucht. 0:26 Auch wenn das Verhalten starke Ähnlichkeiten zu einer Sucht aufweist. So spricht man z.B. von Mediensucht oder 0:33 Kaufsucht, obwohl es sich in beiden Fällen um andere Erkrankungsbilder handelt. Manche Fachleute unterscheiden 0:40 dennoch zwei Arten von Sucht. Einerseits die sogenannte Substanzgebundene Sucht, wie z.B. die 0:48 Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Nikotin, Medikamenten oder illegalen Drogen. 0:55 Andererseits die sogenannte nicht Substanzgebundene Sucht, bzw. Verhaltenssucht, wie Mediensucht oder 1:03 Kaufsucht. In Deutschland soll zukünftig auch krankhaftes Glücksspiel und krankhaftes 1:08 Computerspielen als Sucht eingeordnet werden. Im Folgenden geht es um 1:13 Substanzgebundene Sucht. Man geht davon aus, dass das Auftreten einer Sucht durch ein Zusammenspiel von 1:20 biologischen, psychologischen und sozialen Einflüssen begünstigt werden kann. 1:26 Ein biologischer Einfluss kann z.B. die erbliche Veranlagung sein. Auf psychischer Ebene können 1:34 beispielsweise fehlende gute Strategien zur Stressbewältigung zur Entstehung einer Sucht beitragen. 1:43 Ebenso können soziale Einflüsse, wie z.B. Freunde und Familie, eine Sucht begünstigen. 1:51 Eine Substanzgebundene Sucht liegt dann vor, wenn mindestens drei der nachfolgenden Merkmale innerhalb eines 1:57 Jahres ein Monat gleichzeitig aufgetreten sind. Ein starkes Verlangen oder Zwang eine 2:04 Substanz zu konsumieren. Verminderte Kontrolle darüber, wann, wie lange und wie viel konsumiert wird. 2:11 Entzugserscheinungen, wenn die Substanz abgesetzt wird. Eine Toleranzentwicklung, sodass immer mehr 2:16 konsumiert werden muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Vernachlässigung von allem anderen zugunsten des Konsums. 2:23 Oder es wird weiter konsumiert, obwohl bereits gesundheitliche Schäden entstanden sind. 2:30 Sucht ist behandelbar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die sich nach der Art der Sucht und der 2:35 persönlichen Situation der Betroffenen richten. Doch der erste Schritt von einer Sucht loszukommen ist die 2:42 Erkenntnis, dass man süchtig ist. Weitere Informationen über Sucht und welche Anlaufstellen Unterstützung 2:49 bieten, finden Sie auf dem Gesundheitsportal der Stiftung Gesundheitswissen. 2:56 Wissen ist gesund.