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MedAT - Biologie - Nervensystem und Gehirn wirklich verstehen! (Matura, Abitur)

Medizin und Biologie mit Dr. Jakob Malik2:37:17 6.571 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 790 Zeilen
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  1. ich darf alle Zuhörenden ganz herzlich begrüßen zu einem Überblick über die Anatomie und die Funktionsweise des Nervensystems
  2. das Nervensystem ist ja neben dem Hormonsystem das zweite große informationsübertragungsnetzwerk im Körper
  3. und das zeichnet sich dadurch aus dass es deutlich schneller reagiert und den Körper kurzfristiger steuert als das Hormonsystem
  4. beispielsweise eine Muskel Aktivierung durch einen Nervenimpuls nimmt nur Millisekunden in Anspruch auf der anderen Seite
  5. braucht es Minuten wenn ich sogar Stunden bis die Schilddrüse nach Ausschüttung ihrer Hormone die Effekte im Körper auslösen kann
  6. das heißt das Nervensystem ist schneller als das Hormonsystem und deshalb ist es auch so wichtig für uns und für alle Prozesse die sehr schnell und
  7. kurzfristig gesteuert werden müssen die gröbste Einteilung des Nervensystems ist in zentralen Nervensystem und peripheres Nervensystem abgekürzt seit
  8. NS und PNs zum zentralen Nervensystem zählen nur Gehirn und Rückenmark wobei das Gehirn dann noch in mehrere Abschnitte
  9. untergliedert werden kann Gehirn und Rückenmark sind gemeinsam quasi die Steuerzentrale des Körpers hier laufen die ganzen
  10. Informationsverarbeitungsprozesse ab und hier werden die Aufgaben quasi geplant die der Rest des Körpers dann durchzuführen hat
  11. damit das Gehirn und das Rückenmark ihre Funktion übernehmen können brauchen Sie Informationen von den Sinnesorganen das heißt von den Augen von der Haut oder
  12. vielleicht auch von der Zunge und Sie müssen selber Signale zu den verschiedenen Körperbereichen schicken können um zum Beispiel die Muskeln zu
  13. steuern oder die Organe das heißt Gehirn und Rückenmark müssen verbunden werden mit allen
  14. Körperbereichen und diese Verbindung ist das periphere Nervensystem das periphere Nervensystem lässt sich einmal grobgliedern Nerven und spinalen
  15. Nerven der einzige Unterschied ist dass Hirnnerven
  16. im Hirnstamm vor allem ihren Ursprung haben und von dort aus den gesamten Kopf Halsbereich durchziehen und steuern
  17. während die Spinalnerven vom Rückenmark ausgehen und den gesamten restlichen Körper versorgen
  18. wenn jetzt ein Nerv ein Signal von einem Sinnesorgan empfängt und dann zum ZNS leitet spricht man von einer afferenz von auffähre hintragen wohin zum Zeiten
  19. ist umgekehrt heißen die Signale die vom ZNS zu den Muskeln oder zu den Organen gesendet
  20. werden Efferenzen ja da steckt wieder das Lateinische e-fähre also das vekttragen drin
  21. jedes Axon im Körper ist in der Regel entweder eine afferenz oder eine efferenz das heißt es gibt Nervenzellen mit einem Axon die Staaten entweder im
  22. Gehirn oder Rückenmark und laufen dann ins periphere Nervensystem das wäre dann eine efferenz und umgekehrt gibt es Neurone die bei
  23. den Sinnesorganen starten und dann mit ihrem Aktion die Information zum ZNS hinleiten das wären die einfachenzen und
  24. die können beide in ein und demselben Hirn oder spinalner vorkommen denn der Begriff Nerv ist nicht gleich bedeutend mit dem Neuron mit der Nervenzelle eine
  25. Nervenzelle hat immer nur ein Axon und das ist in der Regel entweder efferent oder affärent auch wenn die Grenze dann quasi verschwimmt wenn man sich da ein
  26. bisschen genauer damit beschäftigt aber ein Nerv ist immer ein Bündel von Axonen und jetzt gibt es verschiedene Nerven im Körper manche enthalten nur
  27. efferente Axone man spricht dann von einem reinmotorischen Nerv nur weil diese Efferenzen meistens die Muskeln und
  28. somit unsere Bewegungen steuern aber es gibt doch Nerven die enthalten nur sensorische also afferente Fasern
  29. in den meisten nerven des Körpers kommen beide Leitungsbahnen vor also Afferenzen undifferenzen hier sprechen wir dann von
  30. einem gemischten Nerv die Hirn und Spinalnerven verzweigen sich dann baumartig im Körper und
  31. erreichen so alle Körperregionen zusätzlich gibt es aber ein Nervengeflecht also ein Nervennetz was dein Körper ein bisschen ungeordnet
  32. hat durchzieht das vegetative Nervensystem das wird auch noch zum peripheren Nervensystem gerechnet aber die Axone die das
  33. vegetative Nervensystem bilden Steuern unsere Organfunktionen und nicht die Muskeln also nicht unsere Skelettmuskeln und diese vegetativen Axone laufen
  34. teilweise in den Hirnnerven teilweise in den Spinalnerven aber teilweise auch unabhängig von denen durchziehen den Körper dann auf andere Weise
  35. deshalb sind sie jetzt hier nicht gesondert dargestellt wir sollten uns aber merken dass dieser vegetativen nervengeflechter auch zum peripheren
  36. Nervensystem dazu gerechnet werden sollen histologisch unterscheiden sich seltenes und peripheres Nervensystem durch ihre
  37. Mühe Limitierung im ZNS wird die nämlich von oligadendrozyten übernommen
  38. peripher Nervensystem sind das die schwammzellen die die myelinschäden bilden gerade recht primitive Nerven sind aber
  39. teilweise auch unnötisiert im PMs außerdem ist das Gehirn und das Rückenmark von drei Hirnhäuten umgeben die gibt es im
  40. peripheren Nervensystem so nicht und die peripher Nerven sind anders als das Gehirn und das Rückenmark auch nicht durch eine
  41. Flüssigkeitsschicht geschützt Gehirn und Rückenmark schwimmen nämlich im sogenannten Liquor zere pro spinalis
  42. und den schauen wir uns auch gleich noch näher an also diese Tabelle hier unten fast noch einmal die wichtigsten Unterschiede zwischen ZNS und PNs
  43. zusammen nun vieles was auf dieser Folie steht haben wir schon angesprochen
  44. wir haben schon gesagt dass das periphere Nervensystem die hier Nerven die spinal Nerven und die vegetativen Nervengeflechte umfasst
  45. dazu kommt jetzt aber dass manche Autoren dass Darm Nervensystem noch als eigenes Nervengeflecht rechnen
  46. wir werden an einer anderen Stelle mal sehen dass zwischen den Muskelschichten im Darm ein Nervengeflecht liegt das den Darm autonom steuert
  47. also der Darm ist für seine Aktivität nicht vom Gehirn abhängig sondern kann selbstständig aufgrund dieses sogenannten enterischen
  48. Nervensystems sich bewegen die Nahrung vermischen und voran schieben das Gehirn kann aber über das vegetative Nervensystem die Aktivität des Darm
  49. Nervensystems Steuern ja das ist so ähnlich wie beim Herz beim Herz haben wir ja gesagt dass das aufgrund von umgewandelten Muskelzellen
  50. selbstständig Erregungen vor allem im Sinusknoten erzeugen kann und deshalb autonom schlägt aber über das vegetative Nervensystem kann das Gehirn zum
  51. Beispiel die Herzfrequenz und die Schlagkraft anpassen jetzt wollen wir das ganze noch ein bisschen
  52. systematischer machen wir können das periphere Nervensystem halt nicht nur anatomisch in einer Nervengeflecht hier Nerven und Spinalnerven untergliedern
  53. sondern wir können das periphere Nervensystem auch von der Funktion her betrachten und dann teilen wir es einmal in zwei Teile ein nämlich insomatisch
  54. und vegetativ vegetativ sind all die Elemente des PNs die die Organfunktionen steuern und da gibt es streng genommen zwei
  55. unterschiedliche vegetative Nervengeflechte im Körper die teilweise als Gegenspieler an den Organen wirken teilweise aber auch
  56. unabhängig voneinander Aufgaben übernehmen das eine Nervengeflecht ist der Sympathikus der passt den Körper so an
  57. dass er in einer fight of light also in einer Kampf oder fluchtsituation maximale Leistung bringen kann und der Parasympathikus ist dann dafür
  58. da dass der Körper in einer Ruhephase seine ganzen Reserven wieder auflädt und sich reinigt und erholt deswegen sagt man dass die
  59. parasympathikusfunktion Rest und die chest ist also Ruhe und Verdauung am Herz sind diese beiden Systeme zum Beispiel Gegenspieler also das
  60. Sympathikus beschleunigt die Herzfrequenz der Parasympathikus senkt sie das werden wir dann gleich noch näher besprechen
  61. aber uns muss bewusst sein dass an anderen Organen entweder der Sympathikus wirkt oder der Parasympathikus zum Beispiel die
  62. Blutgefäße im Körper werden fast ausschließlich durch den Sympathikus reguliert der wenn er aktiv ist die Blutgefäße verengt und wenn er inaktiv
  63. ist erweitert dem vegetativen Nervensystem gegenübergestellt sind die somatischen
  64. Axone oder die somatischen Nerven und die kann man dann in motorisch und sensorisch untergliedern motorisch heißt zu den Skelettmuskeln sensorisch heißt
  65. von den Sinnesorganen kommend und jetzt ist uns eigentlich bewusst was somatisch heißt denn wenn wir uns das überlegen die Skelettmuskeln können wir
  66. willkürlich steuern und die Sinneseindrücke nehmen wir ja bewusst wahr das heißt das somatische Nervensystem
  67. leitet all diejenigen Empfindungen die wir bewusst wahrnehmen können und die wir bewusst steuern können
  68. widmen wir uns noch den wichtigsten Aspekten der Hirnnerven wir haben schon gesagt das sind peripheren Nerven die ihren Ursprung vor allem im Hirnstamm
  69. haben das gilt aber nicht für alle denn der erste und zweite hier Nerv der Nervus olfaktorius das ist der rechnerv der nervos opticus das ist der Sehnerv
  70. die Enden nicht im Hirnstamm sondern im Großhirn der Nervus opticus ist auch in doppelter Hinsicht eine Ausnahme weil er eigentlich keinen peripher Nerven
  71. darstellt sondern eine Fortsetzung des ZNS denn histologisch gesehen bestehen die myelinschäden des Sehnervs aus oligottentrozyten
  72. es gibt insgesamt 12 hier Nervenpaare die mit römischen Ziffern durchnummeriert werden
  73. für manche gibt es einen deutschen Namen zum Beispiel für den olfaktorius den würden wir auch als Riechnerv bezeichnen oder der optikus das ist der Sehnerv
  74. aber für die meisten anderen hier Nerven existiert eigentlich nur der Fachbegriff ich möchte kurz die wichtigsten
  75. Funktionen nennen der olfaktorius ja der ist dafür da die Signale von der Riechschleimhaut ins Gehirn zu leiten der optikus empfängt die Lichtsignale
  76. der Netzhaut Oculomotorius trochlearis und abduzens gemeinsam
  77. steuern die Augenbewegungen der Oculomotorius darüber hinaus auch die Pupillenbewegung
  78. der trigem Bereich der Gesichtshaut und der Kopfhaut
  79. empfängt außerdem Steuer der auch die Kaumuskulatur somit wird der Trigeminus ein Beispiel für einen gemischten Nerv weil er sowohl
  80. sensorische als auch motorische Anteile hat der fazialis steuert unsere mimische Muskulatur und die Tränendrüsen auch
  81. manche Speicheldrüsen der Nervus vestibulo cochlearis eigentlich ein zweiteiliger
  82. ist der Teil der unser Gleichgewichtsorgan quasi innerviert und von dem die Signale empfängt und der Koch learis Teil
  83. empfängt die Signale von unserer Gehörschnecke der glosso fahren GEOS steuert unsere Rachenmuskulatur
  84. die Ohrspeicheldrüse also die Parotis und er empfängt auch die geschmackssignale von der Zunge und auch
  85. von der Mundschleimhaut beim fazialis und beim glosso Fahren GEOS fällt uns jetzt noch etwas auf
  86. die Steuern beide Muskeln sie steuern aber auch Organe zum Beispiel die Tränendrüse oder die Ohrspeicheldrüse beides sind Funktionen die eigentlich
  87. der Parasympathikus übernimmt das heißt es gibt Nerven in denen laufen nicht nur motorische und oder sensorische Fasern sondern die können
  88. auch vegetative Anteile enthalten falls ihr alles und glossophageus werden ein Beispiel und jetzt kommen wir zum Nervus
  89. vagus der ist sogar hauptsächlich ein vegetativer Nerv das ist der wichtigste Nerv des Parasympathikus der beginnt im Hirnstamm und zieht dann aber bis zum
  90. Dickdarm nach unten und steuert sehr viele Organfunktionen und zusätzlich hilft er auch noch bei der Steuerung der Rachenmuskulatur mit und er ist der Nerv
  91. der unsere Kehlkopfmuskeln bewegt und und so das Sprechen überhaupt erst möglich macht
  92. der Aktie sorius steuert zwei Halsmuskeln und der hypoglossus die Zungenbewegung zu den spinalen Nerven wollen wir an
  93. dieser Stelle nicht mehr sagen als dass sie motorische und sensorische Anteile haben wir wollen uns aber Sympathikus und
  94. Parasympathikus noch einmal näher anschauen wie schon gesagt handelt es sich hier nicht um eigenständige Nerven
  95. sondern um ein System ein Funktionssystem wo die entsprechenden Nerven teilweise in Spinalnerven liegen teilweise in
  96. Hirnnerven oder teilweise auch eigenständig verlaufen der Sympathikus ist für Fighter flight Reaktionen zuständig der Parasympathikus
  97. für Rest in die chest das bedeutet wir können uns überlegen was ist wichtig für unseren Körper in einer Kampfsituation
  98. und können uns so herleiten was wohl die Auswirkungen des Sympathikus auf die Organe sein werden und der Parasympathikus wird dann in der
  99. Regel des Gegenteil machen wenn wir kämpfen oder fliehen müssen unsere Muskeln ausreichend mit Blut mit Sauerstoff versorgt werden
  100. dasselbe gilt für unser Gehirn dementsprechend wird die Herzleistung gesteigert in dem die Herzfrequenzen erhöht wird aber auch die Pumpkraft
  101. der Parasympathikus der senkt die Herzfrequenz hingegen in Ruhe wenn wir kämpfen müssen wir auch unsere Atmung optimieren
  102. damit wir genug Sauerstoff ins Blut bringen und da ist es wichtig dass es besonders einfach ist zu atmen das heißt dass man
  103. nicht viel Kraft zum ein- und ausatmen braucht das heißt in den Bronchien in den luftleitenden Atemwegen soll ein geringer Widerstand sein
  104. und um den zu verringern werden die Bronchien erweitert dann kann die Luft dort leichter strömen der Parasympathikus verengt hingegen die
  105. Bronchien und jetzt kann man sich natürlich schon fragen warum sollte man die Bronchien überhaupt verengen wer es nicht gut wenn wir die ganze Zeit
  106. leichtatmen könnten nun der Sinn der bronchienverengung beim Sympathikus ist ja nicht dass wir dann
  107. schwerer atmen sondern wir erinnern uns dass in einem engeren Rohr oder in einem Rohr das an eine Engstelle hat sondern dieser Engstelle des Wasser oder die
  108. Luft darin schneller fließt das heißt wenn wir die Bronchien verengen beschleunigen wir die fließende Luft und die kann dann mehr
  109. Schmutzpartikel mitreißen beim Ausatmen und nach oben bringen wo sie dann entweder ausgehustet oder verschluckt werden das heißt die bronchienverengung
  110. ist eigentlich eine Reinigungsfunktion und die wird noch dadurch gesteigert dass der Parasympathikus die Schleimproduktion ankurbelt
  111. wir wissen ja dass es im Epithel der Bronchien schleimbildende Zellen gibt und in diesem Schleim verfängt sich dann der
  112. Staub und der Schleim wird dann einerseits über die Bewegung der Härchen auf dem Epithel nach oben gebracht
  113. andererseits durch den beschleunigten Luftstrom in den verengten Bronchien mitgerissen besonders beim Husten ist es dann sehr effektiv wenn man da mit viel
  114. Kraft die Luft durch die verengten Bronchien hinauspresst während einer Flucht kampfreaktion ist es ja schon zu spät
  115. für die Verdauung ja das heißt wer vielleicht noch gut die letzten Nährstoffe die so im Darm sind aufzunehmen deswegen wird ganz kurz am
  116. Beginn einer Stressreaktion des Blutgefäßsystem des Darmes erweitert und noch möglichst viele Nährstoffe aus dem Darm heraus saugen zu können
  117. aber danach wird dann die Verdauung quasi lahmgelegt und auch der Darm wird träge der Parasympathikus hingegen fördert die
  118. Darmaktivität und die Verdauung bei der Harnblase ist es so dass das Sympathikus verhindert dass wir Haren abgeben das heißt die Blasenmuskulatur
  119. wird gelähmt und der Schließmuskel wird verstärkt das heißt es kommt zu einer Kontraktion des Schließmuskels und zu einer
  120. relaxation des Musculus Detrusor das ist der Muskel der die Blase auspresst der basympathikus macht genau das umgekehrte der fördert das Auspressen
  121. der Blase und führt zu Erschlaffung der Schließmuskel das selbe beobachten wir auch beim Darmausgang dort fördert der Sympathikus
  122. den Schließmuskel und der Parasympathikus entspannt den Schließmuskel das heißt das Sympathikus will verhindern dass wir
  123. Haaren oder Stuhl verlieren und jetzt kann man sich die Frage stellen warum das so ist eine mögliche Antwort wäre
  124. wenn wir gerade vor einem Raubtier flüchten dann wollen wir ja keine Duftspur hinterlassen anhand derer des Raubtier
  125. uns verfolgen könnte das heißt wir müssen alles was riecht also unsere Körpersäfte bei uns behalten
  126. nun ist es aber so dass viele von uns beobachtet haben dass bei einer Stresssituation zum Beispiel Prüfung Stress manchmal auch Durchfall
  127. auftritt das heißt der Darm wird eigentlich eher überaktiv und das passt ja nicht so wirklich zu dem was wir bisher besprochen haben
  128. und da ist die Interpretation dann folgende bei manchen Menschen macht der Sympathikus etwas anderes nämlich er versucht gleich alles am
  129. Anfang einer Stresssituation loszuwerden damit man sich danach nicht mehr darum kümmern muss also das sind quasi zwei unterschiedliche Herangehensweisen um
  130. das selbe Problem zu lösen am Auge erweitert der Sympathikus die Pupille die Pupille ist das Loch
  131. durch dass das Licht in dieser Auge eintreten und auf die Netzhaut fallen kann und wenn die Pupille erweitert wird dann kann man mehr Licht wahrnehmen das
  132. bedeutet man sieht besser in der Dämmerung oder in der Dunkelheit und das ist ja wichtig falls wir bei Dunkelheit kämpfen müssen
  133. der Parasympathikus verengt die Pupille da kann man fangen ja warum sollte man das jetzt überhaupt wollen dass weniger Licht ins Auge kommt
  134. nun einerseits ist das ein Schutz vor einer UV-Schädigung der Netzhaut denn je mehr Licht wir ins Auge hineinlassen desto mehr schädliches UV-Licht tritt
  135. auch ins Auge ein andererseits gibt es auch einen Kamera optischen Grund
  136. wer eine Digitalkamera hat und dort mal mit der Blende experimentiert hat die Blende ist quasi die Pupille einer Kamera der hat
  137. gemerkt dass eine Verengung der Blende zu einer besseren Bildschärfe führt also die Tiefenschärfe wird verbessert und jetzt könnte man sich vorstellen
  138. dass das in einer ruhesituation ganz nützlich ist scharf zu sehen wenn man zum Beispiel gerade einen Fisch ist und da die Gräten herauspulen muss dann
  139. sollte man möglichst gut sehen können damit man nicht an den an einer übersehenden Geräte erstickt oder wenn man gerade im Wald ist und
  140. Beeren sammelt dann wäre es auch gut sehr scharf zu sehen damit man die Beeren überhaupt den Decken kann und damit man dann diese ganzen Details auch
  141. gut sehen kann wo man zum Beispiel beurteilen kann ob eine Pflanze giftig ist oder ungiftig
  142. und zu guter Letzt dann noch die Sexualfunktionen hier kann man festhalten dass der Parasympathikus in einer ruhesituation die Erektion
  143. ermöglicht jetzt beim Mann und der Sympathikus wird dann beim Orgasmus aktiviert und löst die Ejakulation mit aus das beim Orgasmus der Sympathikus
  144. aktiviert wird erkennt man ja auch daran dass sich die Pupille erweitert die Herzfrequenz geht in die Höhe und es kommt häufig auch zu Schweißausbrüchen
  145. das liegt daran dass das Sympathikus auch geschweißdrüsen des Körpers kontrolliert dass beim Orgasmus der Sympathikus
  146. aktiviert wird erkennt man ja auch daran dass sich die Pupille weitert die Herzfrequenz geht in die Höhe und es kommt häufig auch zu Schweißausbrüchen
  147. das liegt daran dass das Sympathikus auch geschweißdrüsen des Körpers kontrolliert auch das ist ja sehr sinnvoll denn wenn
  148. wir kämpfen oder fliehen entsteht durch die hohe Muskelaktivität ja viel Wärme und der Körper würde sich gefährlich aufheizen und deshalb schwitzen wir um
  149. uns abzukühlen auch die Durchblutung wird wie ich schon gesagt habe vom Sympathikus reguliert
  150. und zwar erhalten die Organe mehr Blut die in einer Stresssituation vermehrt durchblutet werden müssen und das ist in erster Linie mal die Skelettmuskulatur
  151. die wird zum Kämpfen laufen etc brauchen die Haut ist in einer Stresssituation kein sehr wichtiges Organ deshalb wird
  152. die Haut Durchblutung reduziert und wir wirken blass aber an manchen Stellen des Körpers wird sie dann bei länger dauernder
  153. körperlicher Aktivität auch wieder gesteigert und wir laufen rot an das dient dann auch einfach der Wärmeabgabe weil dann das heiße Blut
  154. knapp unter der Hautoberfläche vorbei fließt und so Wärme abstrahlen kann das heißt der Einfluss des Sympathikus auf die Haut Durchblutung ist gemischt
  155. wir kommen jetzt zum zentralen Nervensystem also zu Gehirn und Rückenmark bevor wir diese beiden Strukturen dann gesondert näher
  156. besprechen schauen wir uns erst einmal ein paar bauliche Gemeinsamkeiten der beiden an
  157. das erste ist einmal das im Gehirn und im Rückenmark die Nervenzellen auf eine besondere Art und Weise positioniert sind
  158. so dass sie zwei unterschiedliche mit freiem Auge abgrenzbare Hirn und rückenmarksbereiche bilden nämlich die graue Substanz und die weiße Substanz
  159. die graue Substanz enthält die Zellkörper der Neuronen die weiße Substanz die myelinisierten Axone er wir erinnern uns dass im Gehirn
  160. und im Rückenmark eigentlich alle Axone Mühe limitiert sind wie können wir uns das jetzt vorstellen nun wir haben hier
  161. einen frontalschnitt durch das Gehirn das bedeutet quasi vor unserem Bildschirm wäre jetzt das Gesicht hinter unserem Bildschirm
  162. der das Hinterhaupt und wir sehen hier also eine hirnfläche die angeschnitten wurde und das wollen wir uns jetzt auch ein
  163. bisschen näher ansehen es soll jetzt nur um grauer und weiße Substanz gehen die ganzen anderen Strukturen die hier benannt sind
  164. interessieren uns dann erst zu einem späteren Zeitpunkt wir haben hier einen frontalschnitt durch das Großhirn und das Zwischenhirn
  165. das sind nur zwei der sechs Hirnabschnitte wir sehen dass im Großhirn die graue Substanz die hier an Oberfläche bildet
  166. also sie liegt außen die weiße Substanz liegt tiefer drin im Gehirn und wird von der grauen Substanz umschlossen die graues Substanz nennen wir im
  167. Bereich des Großhirns auch Cortex und diverse Substanz ist das Mark oder das Mark Lager warum sieht jetzt das ganze so aus wie es aussieht nun im kortetext
  168. liegen dicht gedrängt die Zellkörper der Nervenzellen also die perikarien oder somata
  169. und die sind aufgrund ihrer Zellkerne und ihrer recht ausgeprägten Bestückung mit Zellorganellen optisch relativ und durchsichtig und
  170. deshalb erscheinen die Zellkörper dunkel und somit ist auch die Hirnrinde dunkel und wird graue Substanz genannt und jede Nervenzelle hat ja ein Axon
  171. also einen nervenford Satz der dann die Nervenzelle mit anderen Nervenzellen verbindet und die laufen jetzt in die Tiefe des
  172. Gehirns hinein etwas so und weil die Axone mit einer Myelinschicht aus Fett
  173. überzogen sind und das Fett hell ist erscheinen die Bereiche wo die Axone Langlaufen eher hell und werden weiße Substanz genannt und innerhalb dieser
  174. weißen Substanz ergeben sich jetzt für die Axone ganz unterschiedliche Verläufe manche laufen hier hinunter und gelangen ins Rückenmark
  175. andere verbinden verschiedene kortex-varialle und somit verschiedene Hirnfunktionen miteinander
  176. manche verbinden die beiden Gehirn helften des großens Miteinander und so weiter also hier gibt es unzählige Möglichkeiten wie diese
  177. Neurone mit anderen Neuronen verbunden sind das wird uns dann später noch mehr beschäftigen jetzt was aber mal an der
  178. Zeit zu erklären dass die graue Substanz aufgrund der Zellkörper und die weiße Substanz aufgrund der myelinschäden so gefärbt sind wie sie sind
  179. und was man in dieser Abbildung dann aber noch erkennen kann ist dass es Inseln gibt tiefer drin im Gehirn wo nochmals Zellkörper angehäuft
  180. sind aber von weißer Substanz umschlossen sind ja und diese Gruppen von grauer Substanz in der Tiefe
  181. des Gehirns nennen wir Kerne und es gibt eine ganz spezielle Kerngruppe im Großhirn die ganz viel bei
  182. der bewegungsorganisation und bewegungsplanung mitspielt und die haben noch einen eigenen Namen das sind die
  183. sogenannten Basalganglien die sind jetzt hier eingezeichnet der Name Basalganglien ist eigentlich falsch gewählt denn ein
  184. Ganglion ist per Definition eine Ansammlung von Zellkörpern außerhalb des zettens also zum Beispiel im vegetativen Nervensystem oder bei den
  185. Spinalnerven das heißt rein nomenklaturisch müssten wir die Basalganglien
  186. basalkerne nennen graue und weiße Substanz sind eben Gehirn und im Rückenmark unterschiedlich
  187. verteilt im Großhirn zumindest liegt die graue Substanz überwiegend an der Hirnoberfläche und bildet vereinzelt Kerne innerhalb des
  188. Maklers im Rückenmark ist das Ganze invertiert hier liegt die graue Substanz innen im Rückenmark und ist außen von einem
  189. Mantel aus weißer Substanz umgeben das war also die erste Gemeinsamkeit von Gehirn und Rückenmark dass es eine
  190. räumliche Trennung von Zellkörpern und Axonen gibt die zweite Gemeinsamkeit ist das Vorhandensein einer
  191. Bluthirnschranke die müssten wir dann ja eigentlich Blut Hirn rückenmarksschranke nennen
  192. das ist ein System das ganz streng reguliert welche Substanzen aus dem Blut ins Gehirn gelangen können und welche nicht es ist also ein Mechanismus um das
  193. Gehirn vor Schadstoffen im Blut zu schützen die Bluthirnschranke kommt durch mehrere Mechanismen zustande
  194. erstens haben wir bei den Blutgefäßen im Gehirn ein sehr dichtes gefäßendo-titel mit sehr vielen tight chunctions das heißt im Gegensatz zu anderen Organen
  195. können im Gehirn keine Stoffe zwischen den Endothelzellen durchrutschen und so ins Hirngewebe gelangen alles was ins Gehirn möchte muss durch eine
  196. Endothelzelle durch und das gibt der Endothelzelle auch die Möglichkeit hier noch einmal ein bisschen zu steuern was denn durch kann und was nicht
  197. und außenrum ist das Blutgefäß dann noch einmal abgedichtet und zwar von den Fortsätzen der Astrozyten das sind ja die Gliazellen im ZMS oder
  198. eine Sorte von Gliazellen die wir dort haben die umgreifen die Blutgefäße und dichten sie ab
  199. sie regulieren somit auch noch einmal welche Stoffe austreten können und die nächste Verteidigungslinie ist dass es ganz viele molekulare Pumpen
  200. gibt also Transportproteine auf der Oberfläche der Endothelzellen die in die Endothelzelle eingedrungene Substanzen wieder ins Blut
  201. zurückpunkten können so dass Sie nicht bis zum Gehirn kommen und all diese Strukturen sind zwar schon bei der Geburt angelegt sie brauchen aber einige
  202. Monate um auszureifen das heißt die Bluthirnschranke ist beim Neugeborenen viel viel weniger dicht als beim Erwachsenen und da gibt es einige
  203. interessante Beispiele warum das wichtig ist zwei davon möchte ich hier noch kurz besprechen
  204. es kommt ja immer wieder mal vor dass Menschen auf Auslandsreisen schwere Durchfälle entwickeln ja und um sich das Leben ein bisschen
  205. leichter zu machen gibt es einen Wirkstoff der sozusagen den Darm lehmt und die durchfallsfrequenz senkt oder den Durchfall sogar gänzlich aufhebt das
  206. Loperamid das erhöht die Lebensqualität natürlich beträchtlich wenn man nicht alle fünf Minuten ans Klo gefesselt wird
  207. aber das Lobbach haben mit hat auch seine Schattenseiten denn wenn man den Darm nicht erlaubt sich zu
  208. entleeren können sich Giftstoffe ansammeln und Krankheitserreger die er eigentlich durch den Durchfall rausgespült werden sollen aus dem Darm
  209. werden auch nicht mehr rausgespült das heißt wenn man Loperamid gibt kann es sein dass die Durchfallerkrankung insgesamt länger dauert
  210. aber das ist gar nicht das worauf wir uns jetzt beziehen wollen sondern das Loperamid entfaltet seine Wirkung weil es im Darm
  211. an sogenannte Opioid Rezeptoren bindet an die würden auch Opiate zum Beispiel Morphin binden weshalb dieser Schmerzmittel also diese Opiate
  212. häufig zu Darm Lähmungen führen aber wenn man Opiate zur Schmerzstillung einsetzt gelangen Sie auch ins Zecken es sie gelangen also über die
  213. Bluthirnschranke und hemmen die Schmerz Weiterleitung und Verarbeitung im ZNS deshalb wirken die Opiate schmerzstillend aber auch darmlähmend
  214. das Loperamid ist jetzt chemisch ein bisschen anders aufgebaut das wirkt zwar im Darm kann aber die Bluthirnschranke nicht überwinden und
  215. hat somit keinen schmerzstillenden Effekt eine weitere Wirkung von Opiaten im Gehirn wäre die Hemmung des Atemreflex
  216. das bedeutet vor allem bei einer Überdosis von Opiaten wie Morphin kann man einen Atemstillstand auslösen
  217. das Gehirn vergisst sozusagen den atembefehl zu geben und das kann zum Tod führen Loperamid könnte diese Wirkung auch
  218. machen tut es aber nicht weil es nicht ins Gehirn eindringen kann denn es gibt eine Pumpe die das Loperamid wenn es in die
  219. Endothelzelle gelangt und auf der anderen Seite wieder hinaus will zurück ins Blut pumpt somit bleibt das blopperamid im Blut und kommt nicht ins
  220. Gehirn aber diese Pumpe ist bei Neugeborenen und Säuglingen noch zu unreif die haben zu weniger davon das heißt dort können
  221. die Endothelzellen des Loperamid nicht wieder ins Blut abgeben und das loparamid kann dann bei einem Baby ins Gehirn eindringen und dort zu einem
  222. Atemstillstand führen und deshalb sollte man das loberamid bei Säuglingen nicht anwenden apropos Neugeborene innerhalb der ersten
  223. Lebenstage entwickeln sehr viele Babys einen Ikterus eine Gelbsucht diese Gelbsucht entsteht weil der kindliche Körper
  224. nach der Geburt sehr viele roten Blutkörperchen abbaut und dabei wird viel vom roten Blutfarbstoff Hämoglobin frei und das
  225. Heben in dem Hämoglobin wird in Abbauprodukte gespalten und eines davon ist Billy Rubin und das Billy Rubin ist jetzt nicht mehr rot sondern gelb und
  226. die Anhäufung von Billy Rubin im kindlichen Blut führt dann zu einer Gelbfärbung der Haut das Bilirubin wird dann über die Leber
  227. weiter verstoffwechselt und in den Darm abgegeben und somit ausgeschieden aber die Leber ist bei solchen Säuglingen noch bisschen unreif und schafft es
  228. nicht dieses Bilirubin so schnell zu entsorgen dass man keine Gelbsucht entwickelt die Gelbsucht selber ist ja gar kein
  229. Problem wenn Erwachsene eine Gelbsucht bekommen zum Beispiel weil sie eine leberfunktionstörung haben oder weil sie
  230. weil es eine Erkrankung gibt die die roten Blutkörperchen des Erwachsenen zerstört dann werden diese Personen zwar gelb sie haben einen Nick daraus aber
  231. sonst eigentlich keine Beschwerden von dem Bilirubin bei Neugeborenen ist es anders wenn die einen Ikterus bekommen
  232. dann zeigt sich Jahre später wenn der Ikarus stark war auch eine Hirnschädigung die Patienten haben dann zum Beispiel
  233. Bewegungsstörungen warum ist das so nun wenn der Erwachsene einen Ikarus entwickelt wenn also das Bilirubin im Blut ansteigt
  234. dann kann es aufgrund der Reifen Bluthirnschranke nicht ins Gehirn eindringen und sich nicht ablagern beim Neugeborenen trinkt das erhöhte
  235. Bilirubin aber auch über die Bluthirnschranke ins Gehirn ein kann sich dort ablagern und das Gehirn schädigen
  236. deswegen muss bei einem sehr starken Bilirubin Anstieg das Kind mit einer Lichttherapie versorgt werden denn das Licht wandelt
  237. das Bilirubin in einer chemisch etwas andere Form um die dann nicht mehr über die Bluthirnschranke transportiert werden kann und dadurch verhindert man
  238. dass es zu solchen neurologischen Spätschäden kommt es gibt noch weitere Gemeinsamkeiten im Aufbau von Gehirn und Rückenmark
  239. und um die zu verstehen hilft uns jetzt diese Abbildung hier wir haben einen sogenannten Sagittalschnitt also einen Schnitt durch die Körpermitte so dass
  240. wir hier Nase und Mund haben und hier hinten rücken und Hinterhaupt wir sehen dass das Gehirn im Schädel eingeschlossen ist
  241. und dass es sich dann nach unten hin in das Rückenmark fortsetzt und das Rückenmark verläuft im sogenannten Wirbelkanal
  242. wenn wir uns die wirbeln ansehen dann sehen wir ja dass sie einen Wirbelkörper haben und von diesem Wirbelkörper geht nach hinten
  243. Wirbelbogen aus und zwischen Wirbelbogen und Wirbelkörper befindet sich der Wirbelkanal und durch den zieht das Rückenmark und hinten am
  244. Wirbelbogen sieht man dann noch den Dornfortsatz und wenn ich jetzt da eine Schnittebene so durchlege dass ich quasi
  245. hier Schneide in der Mitte der Wirbelkörper und durch den Dornfortsatz dann komme ich zu dieser Abbildung hier wo wir in
  246. dem Bereich den Wirbelkörper sehen und dahinter den Dornfortsatz dazwischen den Wirbelkanal in dem das Rückenmark verläuft und was wir jetzt hier sehen
  247. ist dass Gehirn und Rückenmark umgeben sind von einer hier hellblau dargestellten Flüssigkeit und das ist der Liquor zere pro spinalis
  248. der liegt um Gehirn und Rückenmark er verläuft aber auch in Hohlräumen innerhalb des Gehirns außerdem ist das gesamte ZNS von 3
  249. Hirnhäuten den sogenannten Meningen umgeben die teilweise direkt am Gehirn liegen teilweise aber auch eher hier am
  250. Schädelknochen so dass zwischen den Meningen auch dieser Liquor fließt das werden wir uns jetzt genauer ansehen
  251. wir haben drei Minuten die sind entgegen dem Namen Hirn heute auch rund ums Rückenmark zu finden
  252. und von außen nach innen werden das die harte Hirnhaut die duramata die Spinnen gewebt hat die Arachnoidea
  253. und die weiche Hirnhaut die Pia mater sehen wir uns das einmal auf dieser Abbildung an wenn man bei einem Patienten den Schädelknochen entfernen
  254. sieht man das hier eine relativ undurchsichtige Bindegewebsschicht und das ist die duramata die harte Hirn hat
  255. die ist undurchsichtig weil innerhalb der duramata Kollagenfasern in alle Richtungen laufen und sich überkreuzen und so ein dichtes
  256. Geflecht bilden wo die Lichtstrahlen nicht mehr gut durchdringen können wir sehen auch Blutgefäße die auf der duramata verlaufen das ist in dem Fall
  257. die Arterie die verläuft zwischen Schädeldecke und harter Hirnhaut und
  258. versorgt die Dura mit Blut und was wir hier sehen in der Mitte ist ein sogenannter venöser Sinus das ist quasi ein venöses Blutgefäß dass
  259. das Blut aus dem Gehirn wieder zurück zum Herz leitet wir sehen hier jetzt nur einen Sinus es gibt aber mehrere Sinus in dem Fall ist es der Sinus
  260. Superior und dazu muss man wissen dass das eigentlich kein klassisches Blutgefäß ist also es hat nicht den typischen Aufbau eines Blutgefäßes aus
  261. im Thema Media und Adventitia sondern es ist eigentlich ein Kanal innerhalb der Tourer das heißt die Dura ist an einer Stelle hohl und in diesem Hohlraum
  262. fließt das venöse Blut des Gehirns wenn wir jetzt die Dura entfernen würden wir das hier sehen
  263. das schaut ein bisschen so aus als würde da ein eine Spinnennetzen dichtes drüber liegen und deshalb heißt dieser Schicht hier erwachnoidea die so halb
  264. durchsichtig und die Arachnoidea umgibt den Liquor
  265. das heißt zwischen dieser Schicht der rachoidea und der piamata die darunter liegt fließt der Liquor wenn wir jetzt die arachno idea wegnehmen würden
  266. würden wir die weiche Hirnhaut sehen allerdings ist die so dünn und so fest mit dem Gehirn verwachsen dass wir im Grunde die Hirn Oberfläche sehen
  267. wichtig zu wissen ist vielleicht noch dass das Gehirn selbst also die Neuronen und die Gliazellen nicht schmerzempfindlich sind
  268. deshalb aber die duramat also die harte Hirnhaut die ist schon schmerzempfindlich und wenn wir zum Beispiel Kopfschmerzen haben dann kann
  269. zwar das eigentlich ursächliche Problem im Hirngewebe selbst liegen doch der Schmerz kommt immer von der Tura zum Beispiel könnte es sein dass sich das
  270. Gehirn vergrößert weil darin zum Beispiel ein Tumor wächst oder weil es aus einem anderen Grund anschwillt und dadurch wird die Dura rund um das
  271. Gehirn gedehnt und die Schmerzrezeptoren in der Dura aktiviert so dass es zum Kopfschmerz kommt das wäre zum Beispiel die Begründung
  272. warum Hirntumore Kopfschmerzen verursachen können auch wenn Sie das gerade anfangs wenn sie noch klein sind häufig nicht
  273. tun schauen wir uns noch einen frontalschnitt durch den Bereich der Hirnhäute an das heißt wir schauen im Grunde so aufs Gehirn wie auf dieser
  274. Abbildung nur haben wir jetzt zusätzlich die Hirn heute eingezeichnet wie man hier sieht liegt die weiche Hirn hat die Pia mater dem Gehirn direkt auf und
  275. folgt ihm auch in diese ganzen Furchen hinein zwischen der Pia mater und der darüber liegenden Arachnoidea liegt der
  276. superachoidalraum Sub heißt ja unter das heißt der Raum unter der Arachnoidea super rachoidalraum und hier verlaufen sehr viele Blutgefäße
  277. die das Gehirn versorgen über der arachno idea liegt dann noch die duramata die teilweise mit dem Schädelknochen verwachsen ist und hier
  278. sehen wir diesen Hohlraum der von der Tourer gebildet wird das ist der venöse Sinus des Gehirns in dem Fall wieder der Sinus
  279. außerdem sehen wir auch hier wieder die Arteria mening GEA Media die zwischen dura und Schädelknochen verläuft
  280. außerdem möchte ich noch das Augenmerk hier auf lenken das sind die sogenannten brückenvenen na wir haben ja schon gesagt dass Sinus leitet des venöse Blut
  281. wieder zurück zum Herzen die Blutgefäße die das Gehirn versorgen laufen aber im super Arachne idealraum das heißt die venösen Gefäße müssen es
  282. schaffen durch die Arachnoidea und die duramata durchzudringen damit sie in den Sinus eintreten können und dort den Blut abgeben
  283. und diese Brücke zwischen Sinus und super rachmetalraum wird von der brückenvene gebildet
  284. der super-italraum ist der einzige physiologische Spaltraum zwischen denn hier heute die anderen oder an anderen Stellen liegen die hier heute ganz eng
  285. beieinander all die genannten Gefäße können im Krankheitsfall platzen und zu Blutungen führen die je nach Lokalisation
  286. unterschiedlich benannt werden eine Blutung aus der arteriemedia kann zum Beispiel auftreten wenn man einen Schlag auf den Kopf
  287. bekommt er sein hirntrauma in dem Fall verteilt sich das Blut hier in diesem ganz engen Spaltraum zwischendurch und Schädelknochen und
  288. kann die Dura auch vom Knochen wegdrücken dann hat man in diesem Bereich etwas so wie ich das jetzt mit dem Stift darstelle eine Blutansammlung
  289. und dieser krankhafte Hohlraum wo sich das Blut ansammelt der kann dann auch Epiduralraum genannt werden weil er über
  290. der durchreis und EP heißt der oben drauf dementsprechend würden wir hier von einer
  291. epiduralblutung sprechen wenn das Gehirn im Schädel durchgeschüttelt wird zum auch bei einem
  292. Trauma zum Beispiel beim Verkehrsunfall dann kann es sein dass die Tourer die er mit dem Schädelknochen verbunden ist sich ein bisschen anders bewegt als es
  293. darin schwimmende Gehirn das heißt das Gehirn und die Dura verschieben sich gegeneinander und dann entsteht eine Spannung hier auf den
  294. Brücken Venen die dazu führen kann dass diese Gefäße reißen und das tun sie an der Stelle wo sie fixiert sind nämlich hier
  295. das bedeutet es kommt dazu einer venösen Blutung in einen Spalt zwischen dura und Arachnoidea und das bezeichnen wir dann als
  296. subduralblutung wir wollen uns auf dieser Abbildung radiologische Beispiele dieser beiden
  297. blutungsformen ansehen hier haben wir ein CT einer Patientin die ein Schädelhirntrauma erlitten hat und anhand der blutungsform können wir
  298. sagen dass es sich um eine epiduralblutung handelt wir sind hier das normale Hirngewebe das schwarze sind die inneren Hohlräume
  299. des Gehirns in denen bisschen Liquor fließt und das ganze helle hier ist die Blutung der Ring ist der Schädelknochen und wir sehen dass die Blutung
  300. nach beiden Seiten hin kaum weg ist das ist das typische Kennzeichen einer epiduralblutung das heißt wir haben hier das Blut und ich
  301. möchte jetzt kurz einmal darstellen wo denn die Dura verlaufen würde na die Dura hätten wir hier ja und zwischendurch und Schädelknochen liegt
  302. jetzt das Blut und das kommt vermutlich aus der arteriemedia die normalerweise etwa hier verläuft warum ist so eine Blutung
  303. gefährlich nun die Blutung verdrängt das Gehirngewebe drückt es hier in diesem Bereich zusammen und sorgt auch da dafür dass das Gehirn insgesamt nach links
  304. geschoben wird in der Abbildung für den Patienten wäre das eine Rechtsverschiebung weil man auf solche Schnittbilder immer von unten drauf
  305. schaut und in dem Fall wäre hier links und hier rechts das heißt die Mittellinie des Gehirns die eigentlich hier verlaufen sollte ist bei diesem
  306. Patienten nach rechts verschoben wir sprechen von einem mitteleien Schiff und der zeigt uns dass das Gehirn hier einem großen Druck ausgesetzt ist und durch
  307. den mittleren shift kommt es auch dazu dass das Gehirn auf der gegenüberliegenden Seite der Blutung genauso komprimiert wird
  308. das kann ihre versible Schäden verursachen wenn man das Gehirn nicht entlastet und zur Entlastung würde man diesen Teil des Schädelknochens
  309. entfernen dem Gehirn so mehr Raum geben und zusätzlich auch das Blut aus diesem Epiduralraum absaugen und falls das
  310. Gefäß noch immer blutet das Gefäß veröden in der rechten Abbildung haben wir einen Patienten mit einer
  311. subduralblutung wir erkennen die subturalblutung daran dass sie im Gegensatz zur epiduralblutung nach innen also zum Gehirn hin konkav ist warum ist
  312. das so wenn wir auf die vorherige Abbildung zurückgehen dann müssen wir feststellen dass die Verwachsung zwischendurch
  313. nicht so fest ist wie zwischen Schädel und dura weil Schädel und dura so stark verbunden sind muss man die Dura erst einmal wegdrücken vom Schädelknochen das
  314. heißt die Blutung kann sich nur langsam nach links und rechts Vorarbeiten und bildet hier erst einmal so eine blutungshöhle die nach unten
  315. erweitert ist bevor Sie links und rechts weiter aufreißt zwischen durch und Arachnoidea ist die Verbindung schwächer das heißt wenn ich
  316. hier eine Blutansammlung habe kann sich die ganz frei in diesem Bereich zwischen dura und arachnoethea verteilen und so ein bisschen der Schädel und gehirnform
  317. folgen und deshalb haben wir hier dieses sichelförmige Blutung und es wieder zu demonstrieren die Dura hätten wir noch immer hier direkt am Schädel den Bereich
  318. hier ist jetzt keine Blutung mehr die Arachnoidea hätten wir hier direkt an der Tourer und hier spaltet sie sich von der Dura
  319. abverläuft so und fließt da hier wieder mit der Dura zusammen und zwischen den beiden Hirnhäuten hätten wir in dem Fall die Blutung auch bei diesem Patienten
  320. haben wir einen mitleinschiff dieses Mal nach links das heißt die mit Linie des Gehirns ist nach links verschoben und das Gehirn ist einer Druckschädigung
  321. ausgesetzt die Therapie eines subduralhämatoms sieht im Grunde genau so aus wie beim epiduralhämatom
  322. wir wollen uns auch den Verlauf der Hirn heute im Bereich des Rückenmarks noch einmal ansehen hier haben finden wir im Grunde ähnliche Verhältnisse nämlich
  323. liegt die Pia mater dem Rückenmark direkt auf sie ist von der Arachnoidea durch den Superreichen vitalraum getrennt in dem
  324. auch Liquor fließt die arachno idea ist ihrerseits mit natura verwachsen die wir hier als diesen dicken gelben Strang dargestellt haben
  325. anders als im Gehirn liegt zwischendurch und dem Knochen ein Fettpolster in dem Venen verlaufen das wäre jetzt ein echter Epiduralraum
  326. also ein Raum über der Dura was man dann hier sieht sind die Spinalnerven die aus dem Wirbelkanal
  327. austreten über die zwischenwirbel Löcher und etwa hier hätten wir die Grenze zwischen zentralen und peripherm Nervensystem
  328. man sieht dass auch der periphere Nerv von einer Hülle umgeben ist eine Bindegewebshülle die im Grunde von Ausläufern der Dura
  329. gebildet wird so wie man das jetzt hier sieht aber man würde ab hier nicht mehr von einer dura sprechen
  330. es gibt zwei Anwendungsbereiche für den Epiduralraum und den super rachenmetalraum nämlich kann man aus dem super rachnoetalraum
  331. Liquor gewinnen für diagnostische Zwecke zum Beispiel ist bei einer Hirnhautentzündung die Menge an weißen Blutkörperchen im Liquor deutlich erhöht
  332. außerdem kann man darin Erreger nachweisen und dementsprechend die Therapie anpassen das heißt es ist relativ wertvoll
  333. diesen Liquor zu gewinnen und in dem Fall führt man eine sogenannte Lumbalpunktion
  334. durch der Patient legt sich hin oder setzt sich hin beugt den Rücken nach vorne so dass die Dornfortsätze
  335. in der Lendenwirbelsäule fächerartig aufklappen so dass man eine Nadel zwischen zwei Wirbeln von hinten bis hier in den Superreichen vitalraum
  336. einführen kann um dort Liquor zu gewinnen man kann da nicht nur was rausnehmen sondern man kann auch was reinspritzen
  337. zum Beispiel kann man eine sogenannte Spinalanästhesie machen das wenn ein Patient
  338. keine Vollnarkose vertragen würde oder eine Vollnarkose zu gefährlich wäre zum Beispiel aufgrund eines Herz Leidens und der Patient muss nur im Bereich der
  339. unteren Körperhälfte operiert werden zum Beispiel eine Knieoperation oder ein Kaiserschnitt dann kann man in diesen super Rachen egal Raum ein Anästhetikum
  340. also quasi ein Betäubungsmittel injizieren dass dann selektiv auf das Rückenmark wird und zwar erst ab der Höhe wo man es reingespritzt hat und
  341. nicht darüber das heißt man betäubt dann quasi nur die untere Körperhälfte diese Spinalanästhesie
  342. kann man auch ein bisschen anders durchführen man nennt sie dann Periduralanästhesie man kann nämlich auch nur bis hier Hineingehen in den
  343. Epiduralraum und dort ein Narkose Mittel injizieren also Betäubungsmittel das dann langsam durch die Tourer hier hinein die fundiert also das geht schon
  344. auch der epidural Zugang ist manchmal auch ein bisschen präferiert weil man weil der eine geringere Infektionsgefahr hat
  345. einfach weil man den Liquor sagt nicht eröffnet und deshalb kann man einen Katheter der in diesen Epiduralraum geht auch länger liegen lassen ja beim
  346. super Nachmittag und kann man keinen Katheter einführen ne da würden ja die Bakterien durch den Katheter bis zum Rückenmark klettern aber wenn der
  347. Katheter nur im Epiduralraum liegt dann ist das nicht so ein Problem und dann kann man über diesen Katheter immer wenn Bedarf ist Schmerzmittel nachgeben das
  348. wird zum Beispiel bei Frauen während der Wehen bei der Geburt gemacht die sich ja Stunden ziehen und wo man regelmäßig wenn die Frau das möchte Schmerzmittel
  349. nachgeben kann wir sind somit fertig mit den Hirnhäuten und jetzt kommen wir eigentlich erst zum Liquor den wir jetzt schon häufig
  350. angesprochen haben diese Gehirn Rückenmarks Flüssigkeit läuft im super Rachen neutralraum rund um Gehirn und Rückenmark aber es gibt doch innere
  351. liquoräume und zwar sind das die sogenannten Ventrikel es gibt im Gehirn zwei Seiten wenn trikel in jeder Größe ihren Hälfte einen
  352. und die sind verbunden mit dem dritten ventikel das ist dieser hier der quasi in der Mitte zwischen den beiden großen Hälften liegt
  353. und der wiederum ist über das sogenannte Aquädukt das ist dieser Kanal hier mit dem vierten Ventrikel hier im Bereich des Kleinhirns verbunden und der hat
  354. jetzt Öffnungen über den die inneren liquorräume mit dem super raffnoetalraum in Verbindung stehen
  355. im Bereich der inneren liquoräume gibt es eine Struktur die hier im seitenventikel liegt den sogenannten Plexus choroideus
  356. das ist das kleine Organ das für die liquorproduktion zuständig ist das heißt der Liquor entsteht hier in den seitenventikeln fließt in den dritten
  357. Ventil dann in den vierten und gelangt dann erst in den super Rachen nidalraum und hier oben im Bereich wo dort darüber der Sinus
  358. liegen würde also dieser venöse Blutleiter dort wird der Liquor dann ins Blut wieder aufgenommen das heißt pro Tag bilden wir etwa einen halben Liter
  359. bis an dreiviertel Liter Liquor nach und nehmen auch wieder ein Lied diese Flüssigkeit auf ins Blutgefäßsystem das heißt der liegt vor zirkuliert ständig
  360. und diese Liquor Zirkulation ist vermutlich deshalb notwendig weil mit dem Liquor Abfallstoffe des hirnstoff
  361. Fotos abtransportiert und entsorgt werden eine zweite wichtige Funktion des Liquors ist dass er wie eine Art Stoßdämpfer wirkt dass ein Wasserkissen
  362. was verhindert dass das Gehirn hart gegen den Schädelknochen prägt und dass das Rückenmark sehr schnell gegen die knöchernen Wände des Wirbelkanals
  363. gepresst wird jetzt kommen wir im Detail zurückmark und Gehirn wir starten mit dem einfacheren Rückenmark die Abbildung hier haben wir schon einmal kurz gesehen
  364. sie zeigt uns noch einmal dass das Rückenmark im Wirbelkanal verläuft und dieser Wirbelkanal wird gebildet von den Wirbelbögen und den Wirbelkörpern wobei
  365. die Wirbelkörper in Richtung Bauch also nach ventral zeigen und der Wirbelbogen mit seinem Dornfortsatz zeigt nach posterior also dorsaal
  366. die zusätzlichen Strukturen die um das Rückenmark herum im Wirbelkanal liegen sind jetzt hier der Einfachheit halber weggelassen da hätten wir ja eigentlich
  367. noch die Hirn Rückenmarks heute sowie diverse Bindegewebsschichten zwischen diesen häuten und wir hätten da auch noch
  368. Blutgefäße die das Rückenmark begleiten zwischen den Wirbelbögen in diesem Bereich hier hinten und zwischen den
  369. Dornfortsätzen würden sich eigentlich Bänder erstrecken die der Wirbelsäule Halt geben und ein bisschen bei der Bewegung der Wirbelsäule mithelfen weil
  370. sie elastisch sind auch die sind jetzt hier nicht dargestellt aber ich erwähnt das deshalb damit man sieht dass eigentlich
  371. der Wirbelkanal vorne und hinten komplett eingeschlossen ist nur an der Seite hier im Bereich wo sich die Bandscheibe zwischen zwei
  372. Wirbelkörpern befindet bleibt ein Loch zwischen den Wirbelbögen frei das sogenannte zwischenwirbel Loch und das ist die einzige Möglichkeit für
  373. das Rückenmark Aktionen nach außerhalb zu schicken bzw von außen in Empfang zu nehmen
  374. wir sehen hier zwei Äste die aus dem Rückenmark austreten und sich dann zu einem Ast vereinigen
  375. wir nennen diesen kleinen Abschnitt der weiter posterior liegt die sogenannte hinterwurzel
  376. den Abschnitt der hier weiter ventral liegt vor der Wurzel hinter und vor der Wurzel vereinigen sich dann zu einem Spinalnerv der jetzt
  377. den Körper durchzieht wenn wir das Rückenmark überblicksmäßig im Spinalkanal betrachten dann fällt uns auf dass es nicht den ganzen Spinalkanal
  378. durchzieht beim erwachsenen Menschen sondern dass er schon etwa auf Höhe des zweiten Lendenwirbels endet das heißt im Bereich des dritten bis
  379. fünften Lendenwirbels sowie im anschließenden Kreuzbein verläuft kein kompaktes Rückenmark mehr aber wie wir hier sehen
  380. zweiten vor dem Ende des Rückenmarks noch einzelne Spinalnerven ab die dann noch weiter nach unten wandern und im unteren Lendenwirbelbereich und im
  381. kreuzbeinbereich erst austreten das heißt ab hier ist der Spinalkanal nur noch mit diesen im Liquor schwimmenden
  382. Spinalnerven gefühlt und die werden gemeinsam als Coda equina oder Pferdeschwanz bezeichnet
  383. wenn man die Situation beim Säugling betrachtet dann sieht man dass das Rückenmark da viel weiter nach unten reicht und fast den gesamten Spinalkanal
  384. durchzieht aber im Verlauf des Wachstums dehnt sich die Wirbelsäule stärker aus als das Rückenmark das Rückenmark zieht sich auch bisschen in die Länge ja aber
  385. das Ausmaß ist viel geringer als bei der Wirbelsäule dementsprechend bleibt das Rückenmark fast dort stehen wo es ist während der
  386. Spinalkanal nach unten hin länger wird und so rutscht relativ zur Wirbelsäule gesehen das Rückenmarks Ende weiter nach oben
  387. aber die Spinalnerven die aus diesen zwischenwirbellöchern hier austreten die müssen daher auch nachwachstum der Wirbelsäule noch austreten können und
  388. dementsprechend verlängern die sich mit und bilden dann diesen Pferdeschwanz dann wir uns jetzt den Querschnitt des Rückenmarks an die Abbildung ist so
  389. orientiert dass diese Seite nach vorne zum Bauch zeigt und diese nach hinten in Richtung Rücken wir kennen dass die weiße Substanz die
  390. kreuzsubstanz umschließt werden also die inverse Situation zum Großhirn wo er die graue Substanz außen liegt die kreuzsubstanz bildet eine
  391. schmetterlingsförmige Figur wobei die Flügel des Schmetterlings als Hörner bezeichnet werden so dass das ja das Vorderhorn ist und dass ihr das
  392. Hinterhorn im Bereich des brustwirbelsäulenmarkes gibt es in diesem Bereich außerdem noch eine
  393. Vorwölbung der grauen Substanz die wir als seitenhorn bezeichnen wie verbindet sich die Anatomie hier mit der Funktion nun in der weißen Substanz
  394. verlaufen auf und absteigende Bahnen also myelinisierte Axone die im Rückenmark nach oben zum Gehirn ziehen oder nach unten vom Gehirn in andere
  395. Körperareale wir können uns das also so vorstellen dass eine Information die von oben also vom Gehirn in den Körper geleitet werden
  396. soll hier entlang der weißen Substanz nach unten zieht um dann das Rückenmark über ein
  397. motorisches Neuron zu verlassen die Zellkörper der motorischen Neurone liegen hier im Vorderhorn und schicken ihr Axon über die sogenannte
  398. vorderwurzel in einen peripheren Nerv oder in einen Spinalnerv und mit dem zieht das motorische Neuron dann zum Beispiel zu einem Muskel
  399. den es innerviert das heißt die Erregung die entlang der weißen
  400. Substanz nach unten läuft wird ab irgendeinem Punkt auf das motorische Neuron hier im Vorderhorn umgeschaltet und gelangt so in periphere Nervensystem
  401. im seitenhorn Liegen die Zellkörper von Sympathikus Neuronen deren Axone verlassen das Rückenmark dann auch über die vorderwurzel
  402. im Hinterhorn hingegen liegen die Zellkörper von sensorischen Neuronen dieses blaue Neuron empfängt also eine afferenz zum Beispiel von einem
  403. Sinnesorgan und wandert dann mit seinem Axon in der weißen Substanz nach oben so gelangt die Information zum Gehirn
  404. wichtig ist dass dieser sensorische Neuron seine Information von einem zweiten sensorischen Neuron erhält das aber im peripher Nervensystem liegt
  405. das ist das gelbe Neuron in dem Fall das gelbe Neuron hat seine Dendriten irgendwo in der Peripherie an einem Sinus Organ
  406. diese den drittens sind stark verlängert so dass sie im Grunde aussehen wie Axone bringen die Erregung aber in diese Richtung hier zum Zellkörper des
  407. sensorischen neurons und dieser Zellkörper liegt in einer Erweiterung der sogenannten hinterwurzel die wir als Spinalganglion bezeichnen
  408. und ausgehend vom Zellkörper läuft dann ein Axon durch die hinterwurzel hinein ins Hinterhorn und leitet seine Erregung dann an das
  409. blaue sensorische Neuron weiter wir merken uns also dass Efferenzen motorische und sympathische Ausgänge des Rückenmark über die vorderwurzel
  410. verlassen und sensorische Afferenzen gelangen über die hinterwurzel ins Rückenmark etwa am
  411. Austrittspunkt aus dem Spinalkanal verschmelzen Vorder und hinterwurzel dann zum Spinalnerv so dass wir sehen können dass in einem Spinalnerv sowohl
  412. motorische als auch sensorische Leitstrukturen liegen können schauen wir uns jetzt überblicksmäßig den Verlauf
  413. der wichtigsten Bahnen im Rückenmark an es gibt im Rückenmark absteigende Bahnen das sind die motorischen Bahnen und aufsteigende Bahnen die sensorischen
  414. beginnen wir mit der motorischen Bahn die wird auch Pyramidenbahn genannt weil sie durch eine Hirnstruktur hier die Pyramide genannt wird sieht das
  415. Bewegungsprogramm wird in einem Teil der großrierenrinde zusammengesetzt und dann über das violette Bahnsystem an verschiedene Stationen im Rückenmark
  416. weitergeleitet an der jeweiligen Station wird dann das motorische Neuron aktiviert und der
  417. Regung gelangt seine Muskel nahezu denselben Verlauf gibt es auch weiter oben im Hirnstamm auch dort
  418. aktiviert die motorische Bahn Moto Neuronen also motorische Neuronen die dann das den Hirnstamm nicht über Spinalnerven sondern über die Hirnnerven
  419. verlassen aber dann im Endeffekt auch Muskeln steuern bei den sensorischen Bahnen gibt es eigentlich zwei verschiedene
  420. nämlich eine Bahn die den Schmerz und Temperatur sehen leitet und eine Bahn die den vibrationssinn den Sinn für feine
  421. Berührungen und den Lager sind leitet was ist der Lage Sinn der Lage sind ist ein Sinn der uns jederzeit Auskunft darüber gibt in welcher Position sich
  422. unser Körper befindet das heißt er misst zu welchem Grad die verschiedenen Muskeln angespannt sind wie die Gelenke stehen ob sich unser Körper gerade
  423. bewegt oder still steht dieser beiden Bahnsysteme unterscheiden sich in ihrem Verlauf
  424. beginnen wir mit dem einfacheren der tastlage und Vibration sind wird vom ersten sensorischen Neuron hier an das blaue sensorische Neuron weitergeleitet
  425. und die Information wird dann hier im Bereich der weißen Substanz um das Hinterhorn nach oben geleitet
  426. und diesen Bereich der weißen Substanz nennt man hinter Strang also die kreuzsubstanz ist das Hinterhorn
  427. die weiße Substanz in den Bereich ist der hinterstrang deshalb nennen wir die blaue Bahn auch hinter Strand
  428. der Schmerz und Temperatur sind wird vom ersten sensorischen Neuron hier an das zweite sensorische Neuron das in rot dargestellt ist geleitet
  429. und dieses steigt nicht direkt nach oben sondern sein Aktion verläuft auf die gegenseitige Rückenmarks Hälfte um erst
  430. dort in die weiße Substanz einzutreten und nach oben zu ziehen wir sehen also dass die Information über Schmerz und Temperatur
  431. im Rückenmark die Seite wechselt so dass die linke Hälfte der weißen Substanz die Information der rechten Körperseite beinhaltet
  432. und da dieser rote Strand dann ohne noch einmal die Seite zu wechseln nach oben zieht
  433. empfindet die rechte Hirnhälfte den Schmerz und die Temperatur der linken Körperhälfte
  434. das ist beim Tastsinn Lage sind und vibrationssinn übrigens genauso nur findet da der Seitenwechsel also die
  435. sogenannte Kreuzung nicht im Rückenmark statt sondern weiter oben im Hirnstamm und auch bei der motorischen Bahn also bei der Pyramidenbahn ist es so auch
  436. hier kommt es zu einer Kreuzung auf Höhe der Pyramide so dass die rechte Hirnhälfte die Muskulatur der linken Körperseite kontrolliert
  437. wir beschäftigen uns jetzt mit spinalen Reflexen ein Reflex ist eine Reaktion auf einen umweltreiz
  438. und spinal bedeutet dass diese Reaktion im Rückenmark ausgelöst wird nehmen wir ein Beispiel wenn wir mit der Hand auf einer heiße
  439. Herdplatte greifen dann ziehen wir unwillkürlich den Arm zurück damit wir unsere Handfläche schützen
  440. es ist nicht so dass wir uns zuerst einmal bewusst denken müssen oh diese Hitze ist schmerzhaft und gefährlich für die Hand ich sollte sie besser in
  441. Sicherheit bringen und wegziehen das heißt das Gehirn ist nicht an der bewussten Auslösung dieser Reaktion beteiligt
  442. sondern die läuft unterbewusst ab der Grund hierfür ist dass diese Reflexe so wichtig für das Überleben sind dass
  443. sie schon bei Tieren entstanden sind die über noch gar kein ausgeprägtes groß hin und verfügten das heißt da blieb quasi nichts anderes übrig als diese Reflexe
  444. schon im Rückenmark zu kodieren oder eben primitiveren hirnabschnitten wie dem Hirnstamm und bei höheren Tieren wie zum Beispiel dem Menschen sind diese
  445. rückenmarksprogramme aber noch erhalten geblieben weil sie halt so nützlich sind sie laufen sehr schnell ab weil sie keine Beteiligung des Gehirns erfordern
  446. und sie laufen auch dann ab wenn das Gehirn gerade nicht aufmerksam ist sprich die Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt hat als auf die heiße
  447. Herdplatte in unserem Beispiel die Aufgabe des Gehirns ist es jedoch bewusste und komplexere Bewegungen zu planen und dann auch vom Rückenmark
  448. ausführen zu lassen allerdings kann das Gehirn die Auslösung von spinalen Reflexen unterdrücken wenn es zum Beispiel der Meinung ist dass ein
  449. Reflex in der jetzigen Situation entweder nichts bringt oder sogar zu einer zu einem unerwünschten Ergebnis führen könnte
  450. allerdings erfordert diese bewusste reflexblockade ein gewisses Maß an Konzentration und fällt weg sobald man einen Menschen ablenkt dann lassen sich
  451. die Reflexe ununterdrückt wieder auslösen dieser Abbildung zeigt uns nun die sogenannten Reflexbögen das sind die
  452. Neurone die gemeinsam an der Auslösung des Reflexes beteiligt sind das Beispiel mit der Herdplatte entspricht der linken Hälfte der
  453. Abbildung dieser Reflexbogen ist aber der komplexere der beiden möglichen und deshalb schauen wir uns zuerst den
  454. Reflexbogen auf der rechten Seite an stellen wir uns vor ein Mensch sitzt auf einem Stuhl und lässt die Füße in der Luft baumeln
  455. er hat hier im Oberschenkel den Musculus Quadrizeps femoris der eine kniestreckung durchführt das heißt in diesem Beispiel hier zieht er den
  456. Unterschenkel so nach vorne und das schafft er deshalb weil er über eine Szene die sogenannte Patellasehne mit dem Unterschenkel verbunden ist und
  457. den scharnierartig nach vorne klappen kann und wenn wir jetzt einen Reflexhammer nehmen und auf diese Sehne schlagen nur
  458. ganz leicht dann wird dieses Sehne durch diese Einteilung geringfügig gedehnt werden und diese Dehnung wird dann auf den Muskel
  459. übertragen und die Muskel sitzen spezialisierte Muskelfasern die sogenannten muskelspindelfasern
  460. die als Dehnungsrezeptoren fungieren das heißt es gibt Muskelfasern die reagieren darauf wenn sie unerwartet
  461. gedehnt werden und die senden dann ein sensorisches Signal über die afferenten Bahnen direkt ins Vorderhorn des Rückenmarks
  462. und dort sitzt dann ein motorisches Neuron das aktiviert wird und dann den Muskel hier zum kontrahieren bringt das heißt die
  463. Dehnung wird im Muskel gemessen woraufhin der Muskel sich kontrahiert wir können das auch folgendermaßen formulieren reizorgan ist gleich
  464. Erfolgsorgan und weil die reflexantwort durch eine Dehnung des Muskels selbers ausgelöst
  465. wird sprechen wir hier von einem eigenreflex noch ein kurzer Hinweis zur Abbildung hier sieht man dass die sensorischen
  466. Nervenendigungen in der Szene entspringen dass es aber nur der Übersicht halber so gezeichnet eigentlich müssten die sensorischen
  467. Nervenendigungen in der Tiefe des Muskels an den muskelspindelfasern liegen die Funktion bzw der evolutionäre Sinne
  468. des solchen ein reflexes ist jetzt deutlich schwerer zu verstehen als das Hand wegzieren wir vorher als Beispiel angeführt haben
  469. nun prinzipiell schützt ein eigenreflex einen Muskel davor dass er unerwartet überdehnt wird das heißt es ist ein Schutz vor einer Muskelverletzung denn
  470. er wieder setzt sich automatisch einer Dehnung und verhindert dann dass er einreist aber es gibt noch einen tieferen Sinn
  471. zumindest von manchen eigenreflexen die wir im Körper haben stellen wir uns einen gehenden Menschen vor ich möchte den mal kurz zeichnen
  472. der geht hier von links nach rechts das rechte Bein ist gerade noch durchgestreckt das linke Bein ist schon nach vorne gesetzt worden
  473. und jetzt wird er folgendes Passieren der Mensch wird hier sein rechtes Bein aufheben denn das möchte er ja jetzt nach vorne bringen
  474. in dem Moment wo er das rechte Bein als Stütze entfernt wird es passieren dass er ein klein wenig mit dem Hintern nach unten
  475. sinkt wenn das passiert dann wird er im linken Bein die
  476. Oberschenkelmuskulatur gedehnt
  477. wie hier unten in unserem Beispiel denn wenn der hinten ein bisschen absinkt dann wird ja das Knie stärker gebeugt und das führt dazu dass sich der Weg
  478. zwischen dem Sehnenansatz und dem Muskel verlängert und diese Dehnung überträgt sich dann auf den Muskel
  479. das heißt wir nehmen das rechte Bein vom Untergrund weg der Hintern sinkt ein bisschen ein die Oberschenkelmuskulatur wird gespannt
  480. das Knie versucht sich dann zu strecken und weil der Fuß hier fest am Boden steht für die kniestreckung dazu dass der Oberschenkel
  481. und damit der ganze Körper nach oben gezogen wird das heißt beim Gehen verhindert dieser Muskel eigenreflex des
  482. Oberschenkelmuskels dass wir ein knicken wenn wir den anderen Fuß gerade nach vorne setzen
  483. das war jetzt dann nur ein Teil des g-prozesses den ich hier herausgegriffen habe im Endeffekt können wir uns das Ganze gehen also all die Bewegungen die
  484. für das Gen notwendig sind als eine Reihe von muskeleigen Reflexen vorstellen das heißt
  485. das Gehen funktioniert deshalb so automatisch bei uns weil die das Rückenmark über die muskeleigenreflexe sehr gut mithilft
  486. beim g-akt natürlich gehören dann noch steuerprozesse vom Großhirn dazu aber es gibt Experimente die das eindrucksvoll demonstrieren wie wichtig
  487. Reflexe für das Gehen sind denn es gibt Katzen bei denen man das Rücken mag so durchtrennt hat dass das Gehirn die Hinterbeine nicht mehr steuern kann
  488. in Ruhe wenn man die Katze einfach herumliegen lässt sind die Hinterbeine dann wie gelähmt wenn man die Katze jedoch auf ein
  489. Laufband stellt dann können Sie sich die Hinterbeine genauso bewegen wie die Vorderbeine das heißt die Katze kann nahezu normal gehen auf dem Laufband und
  490. das ist deshalb möglich weil das Gehirn zwar die Hinterbeine jetzt nicht mehr steuern kann aber der g-prozess von den Muskel eigenreflexen
  491. in den Hinterbeinen übernommen wird beim Menschen ist dieses System dann natürlich noch verfeinert
  492. und bei Menschen ist das gehen dann insofern viel schwieriger als das bei einer Rückenmarks Durchtrennung zwar noch die Muskel eigenreflexe
  493. funktionieren würden aber die Muskelkraft ist dann zum Beispiel doch stark geschwächt
  494. und der Körper des Menschen ist wiegt er um einiges mehr als das einer Katze beispielsweise beim eigenreflex müssen wir mit bedenken
  495. dass die sensorische Endigung ja im selben Organ liegt wie die Einigung des motoneurons und dementsprechend sind auch das
  496. sensorische Zentrum und das motorische Zentrum im Rückenmark die für diesen Muskel zuständig sind ungefähr auf selber Höhe deswegen kann
  497. eine direkte Verbindung des sensorischen neurons mit dem motorischen Neuron erfolgen das ist jetzt in unserem nächsten
  498. Beispiel etwas anderes auf der linken Seite der Abbildung haben wir einen sogenannten fremdreflex demonstriert so eine Art von Reflex wird
  499. ausgelöst wenn wir die Hand von einer heißen Herdplatte zurückziehen oder wenn wir wie in diesem Beispiel hier gezeigt auf einen reißnagel steigen
  500. in dem Fall registrieren die Schmerzrezeptoren der Fußsohle den reißnagel diese senden ihr Signal an das sensorische Hinterhorn des Rückenmarks
  501. und das Vorderhorn reagiert dann so dass motorische Neuronen aktiviert werden die denn beinhebermuskeln also mehrere
  502. hüftmuskeln aktivieren somit wird dann das Bein aufgehoben so dass wir uns nicht vollständig auf den
  503. Reis Nagel stellen und in uns in die Haut hineindrücken nun muss man aber mit bedenken dass das sensorische Signal hier unten an der
  504. Fußsohle ausgelöst wird der Muskel der aktiviert werden muss um das Bein zu heben liegt allerdings im Bereich der Hüfte
  505. Situation ähnlich dort liegt das sensorische Hinterhorn Neuron deutlich weiter unten im Rückenmark als das motorische vorderhornneuron das heißt
  506. die liegen in unterschiedlichen Rückenmarks Segmenten oder in unterschiedlicher Höhe und dementsprechend kann jetzt dieses
  507. sensorische Neuron aus der Fußsohle nicht direkt mit dem motorischen Neuron kommunizierend so wie wir das hier beim eigenreflex dargestellt haben sondern
  508. das sensorische Signal wird auf eine hinterhornzelle neu übertragen die schickt dann ihr Axon im Rückenmark ein bisschen nach oben bis
  509. in die passende Schicht und dort wird dann erst das Motoneuron stimuliert und dieses verbindungsneuron zwischen dem
  510. ursprünglichen sensorischen und dem Motor Neuron wird auch interneuron genannt solche Interneuronen sind ein
  511. Kennzeichen des fremdreflexes weil eben hier sehensorisches Organ und kontrahierender Muskel nicht gleich sind
  512. hier ist reizorgan nicht gleich erfolgsreflexes ich möchte allerdings noch dazu sagen dass auch eigenreflexe Interneurone
  513. haben zwar nicht um mit diesem motone und hier zu kommunizieren aber um mit anderen Motoneuronen zu kommunizieren
  514. es ist nämlich nie so dass nur der gedehnte Muskel dann aktiviert wird sondern das Rückenmark löst noch ein paar
  515. weitere Reaktionen aus damit der Reflex so gut ablaufen kann nämlich wird der antagonistische Muskel der der also das Knie beugt in diesem
  516. Fall gehemmt damit die Streckung durch den Reflex gut erfolgen kann und diese Hemmung des Antagonisten wird über ein interneuron vermittelt das aber hier
  517. nicht eingezeichnet ist zusätzlich zu den spinalen Reflexen gibt es auch sogenannte hirnstabenreflexe
  518. dabei verlaufen die sensorischen Afferenzen und die motorischen Efferenzen des Reflexbogens in den Hirnnerven und nicht in den Spinalnerven
  519. so dass das reflexzentrum wo also die Umschaltung von sensorisch auf motorisch stattfindet im Hirnstamm gelegen ist es gibt mehrere verschiedene solche
  520. Hirnstamm Reflexe das sind eigentlich zum überwiegenden Teil fremdreflexe zum Beispiel der bürgerreflex bei dem ein bestreichen der hinteren Rachenwand
  521. bzw das gaumenzäpfchens oder der hinteren zungenabschnitte zu einem Würgereiz führt
  522. das ist natürlich ein Schutzreflex der vor der Aspiration von Gegenständen bzw Flüssigkeiten schützen soll daneben gibt es auch noch den
  523. Lidschlussreflex der läuft folgendermaßen ab die Hornhaut wird berührt zum Beispiel mit einem Wattestäbchen und daraufhin werden die
  524. Augen zusammengekniffen das ist auch wieder mein Schutzmechanismus für die empfindliche Augenoberfläche
  525. wird uns direkt zur Besprechung des Gehirns das Gehirn ist unsere übergeordnete Kontrollinstanz im Körper
  526. die so gut wie alle Körperfunktionen steuert angefangen von der Atmung über die kreislaufkontrolle bis hin zur Planung von Bewegung und natürlich auch
  527. die ganzen kognitiven Funktionen wie das Denken erinnern und planen außerdem werden im Gehirn die bewusst wahrgenommenen Sinne ausgewertet so viel
  528. erneut zu den vielfältigen Funktionen des Gehirns jetzt wollen wir uns die Gliederung des Gehirns in seine verschiedenen Abschnitte ansehen wir
  529. blicken hier von links auf die Hirn Oberfläche wobei links im Bild vorne wäre rechts im Bild wäre hinten das heißt wir müssen uns den
  530. Schädel bzw Kopf so vorstellen dass die Augen nach links zeigen farbcodiert sehen wir jetzt schon einige verschiedene Abschnitte von unten nach
  531. oben während des das verlängerte Mark die Brücke das Mittelhirn des Kleinhirn und das große Hirn die haben auch relativ bekannte
  532. lateinische Begriffe nämlich heißt das verlängerte mag auch Medulla oblongata die Brücke ist die Pommes das Mittelhirn ist das meesen
  533. das Kleinhirn ist das cerebellum und das Grosshirn ist das zerebrum und man merkt schon das Kleinhirn ist so ähnlich wie das groß hier nämlich sehr repromotive
  534. im Lateinischen quasi die Verkleinerungsform von cerebrum ist außerdem ist hier noch das Zwischenhirn angegeben das auf dieser Abbildung nicht
  535. ersichtlich ist weil es sich etwa in diesem Bereich in der Mitte des Gehirns befindet und deshalb von außen nicht sichtbar ist sondern erst wenn man das
  536. Gehirn der Länge nach in der Mitte durchschneidet ein wesentlicher Begriff ist aus dem noch der Hirnstamm das ist nur ein Sammelbegriff für Mittelhirn
  537. Brücke und verlängertes mag denn dieser drei Gebiete haben ein paar Sachen gemeinsam nämlich dass sie die Hirn nervenkerne beinhalten und dass sie von
  538. einer Struktur namens Formatio retikularis durchzogen sind die Formatio retikularis ist auch eine weitläufige Ansammlung von kleinen
  539. Kernen die sehr wichtige Körperfunktionen Steuern nämlich die vegetativen Körperfunktionen wie die Kontrolle der Atmung die Steuerung von
  540. Blutdruck und Herzfrequenz sowie das Erbrechen und den Schlaf-Wachrhythmus und es ist nicht überraschend dass diese formatioretikularis mit ihren
  541. lebenswichtigen Funktionen im Hirnstamm liegt denn der Hirnstamm ist der evolutionär älteste Teil des Gehirns das heißt das
  542. Gehirn sehr primitiver Tiere bestand aus kaum mehr als einem Hirnstamm und dementsprechend sind dort schon die wichtigsten Körperfunktionen verankert
  543. später im Verlauf der Evolution kamen dann weitere hirnanteile dazu wie zum Beispiel das Kleinhirn das Kleinhirn ist sehr wichtig für die
  544. Bewegungskoordination und man sieht dass Tiere die sich im dreidimensionalen Raum bewegen also zum Beispiel Fische oder Vögel ein größeres
  545. Kleinhirn entwickelt haben mit zunehmender Komplexität der Lebewesen kam auch ein Zwischenhirn dazu
  546. und das zwischen Hirn steuert nämlich komplexere Lebensfunktionen als der Hirnstamm alleine zwischen Hirn
  547. beschäftigt sich mit Hunger Durst Sexualfunktionen der Regulation des Körpergewichts außerdem steuert es zwischen Hirn über den Hypothalamus das
  548. Hormonsystem und schlussendlich hat sich besonders unter den Säugetieren das Großhirn
  549. entwickelt das Großhirn ist der Sitz aller bewusst wahrgenommenen Sinne und Körperfunktionen das heißt im Großhirn werten wir alle Sinne aus die wir
  550. bewusst erleben können zum Beispiel Geruch sehen fühlen schmerztemperatur wir können uns aber auch dazu entscheiden willkürliche Bewegungen
  551. durchzuführen das wird auch vom großen übernommen die Sprache wird vom großen übernommen das Planen denken Moralvorstellungen etc das sind alles
  552. großhirnleistungen und besonders dieser sehr hochentwickelten kognitiven Funktionen liegen in großhirnarealen die sehr neu
  553. sind evolutionär und die eigentlich erst beim Menschen so wirklich stark ausgebildet worden sind ich möchte noch einmal die Abbildung von
  554. vorher zeigen weil wir hier in diesem Längsschnitt durch die hirnmitte die in rosa gefärbten Areale des Zwischenhirns sehen die von außen betrachtet nicht
  555. sichtbar werden wir haben wieder die Gliederung des Hirnstamms in seine drei Abschnitte das dahinter gelegene Kleinhirn und das
  556. Großhirn zu beachten ist dass im Vergleich zu Foren Abbildung vorne und hinten jetzt vertauscht sind
  557. als nächstes werden wir gedanklich das Großhirn etwa in diesem Bereich zerteilen und dann von vorne auf die Schnittfläche schauen wobei wir dann
  558. einen sogenannten frontalschnitt durch das Großhirn sehen werden wir werden aber auch von vorne noch die Vorderseite des hirnstammes sehen können
  559. die Färbung ist jetzt weg aber wir sehen noch einmal ganz grob unterteilt die Hirnstamm Abschnitte verlängertes mag Brücke und Hirnstamm und wir sehen schon
  560. dass der Hirnstamm sich in zwei Hirn Schenkel teilt und das ist deshalb so weil jeder Hirn Schenkel
  561. die Informationen in und aus einer der beiden großhirnhälften leitet wie man hier sieht ist das Großhirn in der Mitte
  562. eingekerbt so dass es zwei mehr oder weniger symmetrische großhirnhälften gibt die sogenannten Hemisphären
  563. und jeder Hemisphäre ist über einen hirnschenkel mit dem Hirnstamm verbunden etwa in diesem Bereich hier sind die beiden Hemisphären über das
  564. zwischenhirnverbunden also die vorher rosa gekennzeichneten Strukturen sind etwa hier lokalisiert
  565. weiter kranial also weiter oben sind die beiden Hemisphären außerdem durch den sogenannten Balken verbunden die Oberfläche des Großhirns ist
  566. sozusagen aufgefaltet so dass es Erhebungen gibt und Vertiefungen der Erhebungen heißen Windungen oder güri die Anzahl wäre
  567. die Furchen heißen auch Sulky Einzahl wäre Sulcus das dient der Oberflächenvergrößerung so dass ein breiteres Gebiet vom
  568. sogenannten Cortex besiedelt werden kann die Hirnrinde ist der Ort wo die Nervenzellkörper liegen und somit bittert ein ausgedehnterer
  569. Kortex mehr Nervenzellen Platz und dementsprechend komplexer sind die möglichen Verschaltungen das kann man zum Beispiel daran sehen dass das Gehirn
  570. des Menschen also eines hochintelligenten Lebewesens deutlich stärker gewunden ist als das eines weniger hochentwickelten Säugetiers wie
  571. zum Beispiel eines Löwen im maklager des Gehirns liegen die vorhin schon erwähnten Kerne die werden hier zum Beispiel
  572. Basalganglien genannt das sind ein paar der großen Kerne tiefer drin in diesem Bereich gibt es auch Kerne wieder ein Hypothalamus oder
  573. den talamus die werden dann jedoch nicht mehr dem großhirnzugeordnet sondern dem Zwischenhirn
  574. widmen wir uns jetzt noch ein bisschen eingehender den Funktionen der verschiedenen hirnabschnitten wir haben schon erwähnt dass der Hirnstamm
  575. lebenswichtige Kontrollzentren beinhaltet zum Beispiel wird hier die Atmung tatsächlich gesteuert und der Atemantrieb ausgelöst
  576. außerdem wird hier der Blutdruck und die Herzfrequenz kontrolliert Achtung der Herzschlag wird im Gegensatz zur Atmung nicht im Hirnstamm ausgelöst sondern im
  577. Herzen selbst durch den Sinusknoten der Hirnstamm enthält eine Reihe von Chemo Rezeptoren die auf eine Reihe von
  578. mitunter giftigen Stoffen im Blut bzw im Liquor reagieren können und die lösen dann Erbrechen aus die Idee dahinter ist wenn der Hirnstamm
  579. mitbekommt dass im Blut ein Giftstoff vorhanden ist dann kommt dieser Giftstoff in den meisten Fällen aus der Nahrung weil die zum Beispiel verdorben
  580. war und in dem Fall möchte der hirnstampfer hindern dass noch mehr von diesem Giftstoff aufgenommen wird falls davon
  581. noch etwas im Magen vorhanden ist und deshalb versuchen wir unseren Magen zu entleeren indem wir erbrechen es gibt dazu eine Reihe von spannenden
  582. Theorien eine davon betrifft dass Erbrechen das in der Frühschwangerschaft häufig auftritt in der Frühschwangerschaft entwickeln
  583. sich ja die Organanlagen des Embryos und in dieser Phase der Entwicklung ist der Embryos sehr sehr anfällig für schädliche Umwelteinflüsse wie zum
  584. Beispiel Giftstoffe die aus dem mütterlichen Blut über die Plazenta ins kindliche Blut gelangen das bedeutet dass sich der mütterliche
  585. Organismus in der Frühschwangerschaft besonders gut vor Giftstoffen schützen muss
  586. und vermutlich läuft das Ganze so ab dass die Nahrung der Frau viel Verdächtiger vorkommen soll ja sie soll
  587. möglicherweise verdorbene Nahrung viel eher meiden als wenn sie nicht schwanger wäre und dementsprechend wird die
  588. Sensitivität also die Reizbarkeit dieses Zentrums für Erbrechen im Hirnstamm nach oben gedreht so dass viel leichter Erbrechen ausgelöst werden kann
  589. gut kommen wir zu einer weiteren sehr wichtigen hirnstammfunktion und zwar ist das die Kontrolle des Bewusstseins im sogenannten aufsteigend retikulär
  590. aktivierenden System kurz Aas die Funktion des Aras ist recht interessant wir springen dazu in dieser
  591. Abbildung zurück ein Teil des Zwischenhirns ist der sogenannte talamus der in der seitlichen Wand des dritten Ventrikels liegt dieser
  592. kleine rosa Knödel ist das und der Teiler muss ist eine Art Schaltzentrale für alle Informationen die von unten ins Grosshirn eindringen
  593. wollen zum Beispiel für den Tastsinn oder für den Sehsinn oder das schmecken und hören
  594. die Afferenzen von all diesen Sinne so Organen treten entweder im Bereich des Rückenmarks oder im Bereich des Hirnstamms ins ZNS ein und verlaufen
  595. dann von dort in Richtung Großhirn müssen aber durch den Taler musst durch und der talamus ist dann eine Art verteilungszentrum der die verschiedenen
  596. Sinne an die richtigen Hirn Areale weiterleitet denn unterschiedliche Sinne werden in unterschiedlichen Gebieten der Großhirnrinde verarbeitet und wir müssen
  597. uns merken dass ein sinneseindrucken nur dann bewusst wahrgenommen wird wenn er in die Großhirnrinde geleitet wird denn die
  598. Großhirnrinde ist quasi der Sitz unseres Bewusstseins alles was innerhalb der Rinde abläuft also alles was ich jetzt in
  599. noch einmal einkreise all diese gehirnabschnitte Arbeiten unterbewusst nur die Hirnrinde nur der Kortex arbeitet bewusst
  600. das heißt wann immer wir denken oder etwas wahrnehmen findet dieser Prozess in der Hirnoberfläche des Großhirns statt
  601. und nun ist es so dass der Taler muss unterschiedlich durchlässig sein kann das heißt manchmal nämlich wenn wir wach sind leitet er die Sinne viel leichter
  602. zur Großhirnrinde so dass selbst schwache Sinneseindrücke bewusst wahrgenommen werden wenn wir jedoch schlafen wird der talamus zu einer Art
  603. Filter nun haben es die Sinneseindrücke die zum Teiler muss geleitet werden viel schwerer durch den Taler muss durchzukommen das
  604. heißt der Großteil der Sinneseindrücke wird geblockt erreicht die Großhirnrinde nicht und wir nehmen Sie deshalb nicht bewusst wahr
  605. soll heißen unsere Augen und unsere Tastsinnes Rezeptoren etc schicken auch während des Schlafes ständig Signale zum Teiler muss der
  606. Taler muss lässt sie nur nicht mehr durch und deshalb nehmen wir sie nicht bewusst wahr und wachen nicht auf davon nur wenn ein Sinneseindruck so stark ist
  607. dass er die talamussperre überwinden kann wird er ins große geleitet deshalb können wir von sehr lauten Geräuschen oder von
  608. Schmerzen durchaus aufwachen und die Durchlässigkeit des talamos wird eben von diesem angesprochenen Hirnareal
  609. beeinflusst von dem aufsteigenden retikulären aktivierenden System dass sich in diesem Bereich des Hirnstamms befindet
  610. und mit dem Taler muss kommuniziert und wenn das Aras aktiv wird dann wird die Durchlässigkeit des talamus erhöht deswegen aktivieren das
  611. System gehen wir hier gleich weiter zur nächsten Hirnstruktur nämlich zum
  612. zerebellum dem kleinen Hirn das hier hinter dem Hirnstamm liegt das Kleinhirn ist eine sehr wichtige Struktur bei der Koordination von
  613. Bewegungen es bekommt Signale von der Großhirnrinde aber auch vom Rückenmark was macht es mit diesen Signalen nun die
  614. Großhirnrinde plant etwa in diesem Bereich ein Bewegungsprogramm wo sie quasi festlegt welche Muskeln zu welchem Zeitpunkt wie stark aktiviert
  615. werden sollen und dieser Signal wird dann von der Großhirnrinde über das Rückenmark zu den Muskeln geleitet
  616. das Kleinhirn bekommt aber eine Kopie von diesem bewegungsplan das heißt dieselbe Information gelangt auch ins Kleinhirn und jetzt
  617. kann man sich das etwa folgendermaßen vorstellen ja also die große hier drin Rinde ist der Architekt von dieser Bewegung
  618. die Muskeln sind die Bauarbeiter und das Kleinhirn ist sozusagen der Baumeister das kleine Hirn schaut immer wieder nach ob die Bauarbeiter also die Muskeln eh
  619. das machen was sie machen sollen also ob die sich an den Plan halten und das funktioniert so dass die Muskeln über ihre ganzen Sinnesorgane also über
  620. ihren dehnungssinn und über die Sinneszellen die die Muskelkraft registriert ständig Informationen zurück zum ZNS
  621. leiten das heißt es kommen ganz viele Afferenzen vom Muskel wieder zurück ins Rückenmark und vom Rückenmark aus dann ins Kleinhirn
  622. das Kleinhirn ist außerdem noch dafür zuständig dass es ständig die Lage des Körpers im Raum überwacht das bedeutet es weiß ob wir stehen liegen und
  623. vorbeugen zurücklehnen oder zur Seite neigen das erfährt des kleinhirnwaldes von den Sinnesorganen der Muskulatur im ganzen
  624. Körper ständig Rückmeldungen bekommt über das Rückenmark dieser sogenannte Lage oder Stellung sind wird auch Propriozeption genannt
  625. wird unterbewusst ständig im kleinen Hirn verarbeitet wenn es kein Hirn merkt dass wir aus der Balance geraten dann macht es wieder ein Korrektursignal und
  626. schickt das über das Rückenmark zur Muskulatur wie können wir uns diesen stellungs- oder Lage sind vorstellen und bildlich
  627. machen wenn wir unsere Augen schließen können wir ja trotzdem beurteilen in welcher
  628. Position sich unsere Arme und Beine befinden und ob wir die Arme ausgestreckt oder abgewinkelt haben das heißt wir wissen zu jedem Zeitpunkt in
  629. welcher Position sich unsere Gliedmaßen befinden und unser Kleinhirn verarbeitet diese Informationen halt in jeder Sekunde
  630. unterbewusst und passt unsere Gleichgewicht so an und damit nicht genug das Kleinhirn hat noch eine ganz wichtige Funktion bei der
  631. Abstimmung der Aktivität von verschiedenen Muskelgruppen das heißt es ist eine Art Impulsgeber der den Muskeln sagt wann sie sich
  632. aktivieren sollen und das merkt man besonders dann wenn es darum geht schneller abwechselnde Bewegungen zu machen zum Beispiel den Kopf schnell von
  633. links nach rechts zu drehen und das immer wieder links rechts links rechts links rechts das kann ein gesunder Mensch sehr flüssig machen weil die
  634. Muskeln die den Kopf nach rechts drehen immer dann aktiviert werden wenn die Muskeln die ihn nach links drehen abgeschaltet werden und umgekehrt das
  635. heißt es ist immer nur die Muskulatur von einer Kopfseite oder Halsseite aktiv die andere wird in dem Moment gestoppt wenn es kleinhin jetzt nicht
  636. funktioniert auch diese Koordination nicht mehr das heißt es gibt Momente wo die Muskeln von beiden Seiten gleichzeitig angespannt
  637. sind oder die Muskeln auf der rechten Seite versuchen den Kopf nach rechts zu drehen bevor die Muskeln auf der linken Seite sich entspannt haben ja und dann
  638. wird diese Bewegung ganz ruckartig und sie verläuft nicht mehr flüssig sie wird langsam dass es ein
  639. typisches Zeichen eines kleinen Hirnschadens außerdem aufgrund der verringerten Bewegungskontrolle wird
  640. auch die Feinmotorik schlechter das heißt mit einem kleinen Hirnschaden ist es dann beispielsweise schwieriger zu schreiben oder zu sprechen weil auch die
  641. ganzen Rachen und zungenmuskeln beim Sprechen ja ganz genau abgestimmt werden müssen und mit einer kleinen Hirnschädigung ist
  642. das dann viel schwieriger das heißt die Sprache wird dann sehr undeutlich und das dritte was man bei einem Menschen mit einer kleinen
  643. Hirnschädigung beobachtet ist dass sie sich schwer tun das Gleichgewicht zu halten das heißt sie fallen auf die Seite oder nach hinten wenn sie stehen
  644. und wenn sie gehen sieht das sehr unsicher aus und sie haben einen sehr breitbeinigen und ein bisschen ruckartigen Gang der nicht so flüssig
  645. ist wie von jemandem mit einem intakten kleinen Hirn als nächstes kommen wir zum Zwischenhirn viele der Strukturen des zwischenwirtens
  646. haben wir schon ein anderer Stelle erwähnt zum Beispiel die Hirnanhangsdrüse die Hypophyse spielt eine wichtige Rolle im Hormonsystem
  647. genauso wie die Zirbeldrüse und die Zirbeldrüse produziert zur Erinnerung Melatonin das uns müde macht wenn die Augen nicht viel Licht
  648. wahrnehmen das heißt wenn es rundherum um uns dunkel ist der Hypothalamus heißt so weil er unter dem talamus liegt
  649. und das ist die zentrale Schaltstelle für unsere vegetativen Körperfunktionen das heißt der Hypothalamus kontrolliert unseren Energiehaushalt der macht uns
  650. hungrig oder satt der macht uns durstig der kontrolliert die Körpertemperatur wenn die niedriger ist als der hypothaler
  651. muss das möchte dann ist uns kalt wenn sie höher ist als das was der hypothaler muss vorgibt dann ist uns heiß und zusätzlich steuert der hypothaler muss
  652. ja auch unser Hormonsystem und unser vegetatives Nervensystem das ist ganz viele Funktionen die der Hypothalamus da ausübt
  653. dann ein bisschen darüber haben wir den talamus da haben wir schon besprochen dass das eine zentrale Schaltstelle ist wo die Afferenzen der unterschiedlichen
  654. Sinne eintreten und dann ans Großhirn verteilt werden vielleicht eine Ausnahme der Geruchssinn ist der einzige Sinn der direkt ins Bewusstsein also in die große
  655. ihren Rinde kommt ohne dass er vorher den Taler muss passieren muss das mag die Erklärung sein warum bestimmte Gerüche bei Menschen sehr
  656. starke Emotionen auslösen können oder sehr belebte Erinnerungen hervorrufen können denn diese Geruchsinformationen gehen
  657. direkt in die Gehirnareale die für die Emotionen und das Gedächtnis zuständig sind ohne dass sie vorher im Taler muss
  658. gefiltert werden zum Abschluss kommen wir jetzt zum am höchsten entwickelten gehirnabschnitt
  659. beim Menschen nämlich zum Großhirn das Großhirn ist ein zwei Hälften unterteilt die beiden Hemisphären und weil sie
  660. halbkugelartig sind ganz grob und Hemi heißt der halb und Sphäre ist die Kugel wir schauen hier von links auf die Hirn Oberfläche wobei links in der Abbildung
  661. vorne also die Gesichtsseite ist und rechts in der Abbildung ist die Seite vom Hinterhaupt bzw vom Nacken und weil wir hier auf die
  662. Gehirnoberfläche blicken sehen wir nicht den Balken der die beiden himmisphären verbindet und wir können noch die rechte Hemisphäre nicht sehen weil die sich
  663. hier hinter der linken versteckt und wir sehen aber dass die Oberfläche des Großhirns gefaltet ist und also Windungen die Jury
  664. und Furchen die sulzy bildet und besonders große Furchen nämlich diese hier und diese und eine kleinere die hier an der Innenseite des
  665. das hemisphärenspaltes liegen würde Grenzen sogenannte Lappen voneinander ab diese Furche grenzt den frontal oder
  666. Stirnlappen vom Scheitel oder parietallappen ab und diese Furche hier begrenzt den Schläfen oder temporalappen und hier hinten hätten wir noch den
  667. hinterhauptslappen oder okzipitallappen jeder dieser Lampen enthält nun mehrere verschiedene Hirnareale die
  668. unterschiedliche Funktionen haben wir betrachten nur ausgewählte Beispiele die sehr bekannt sind wenn wir im frontalappen starten dann haben wir hier
  669. an der Grenze zum paretarlappen die sogenannte motorische Rinde oder den motokortex wo eben Bewegungsprogramme geplant werden die dann ans Kleinhirn
  670. und an das Rückenmark weitergeleitet werden und direkt dahinter im paretallappen liegt die sensible Rinde wo der Tast
  671. Schmerz und Temperatur sind hingelangen und interpretiert werden das heißt hier werden Programme für den Körper geplant den
  672. motokortex und die in der sensiblen Rinde werden Informationen aus dem Körper gefühlt
  673. am hinteren Pol des Gehirns haben wir die seerinde oder visueller Cortex da gelangen die Informationen
  674. die die Augen zum Gehirn senden hin und dort wird dann interpretiert was wir überhaupt sehen
  675. und hier im temporal Lappen da liegt die sogenannte Hörrinde da werden die Informationen die von den Ohren zum Gehirn geleitet werden interpretiert das
  676. heißt hier findet quasi unser bewusstes Hören statt eine sehr wichtige und vor allem bei Menschen ausgebildete Struktur
  677. liegt hier vorne und quasi frontalsten Pol des Stirnlappens und es handelt sich hier um den sogenannten präfrontalen Cortex
  678. der wird manchmal auch als Sitz der Persönlichkeit bezeichnet wie kam dieser präfrontale Cortex zu diesem Begriff
  679. nun es gab vor 200 Jahren den interessanten Fall von Phineas cage das war ein US-amerikanischer
  680. eisenbahnvorarbeiter der damit beschäftigt war Felsmassen aus dem Gebiet einer zukünftigen Eisenbahnstrecke zu
  681. entfernen und dafür haben sie auch Dynamit verwendet um den Felsen Weg zu sprengen und dabei gab es einen Unfall in dessen Zuge eine Metallstange durch
  682. Phineas Kopf geschossen wurde die ist also hier im Bereich des Oberkiefers eingetreten und dann durch den frontal Lappen nach oben geschossen worden und
  683. sie ist dann auch wieder aus einem Schädel ausgetreten der hat das wie durch ein Wunder überlebt
  684. aber seine Familie hat bemerkt dass sich Phineas Persönlichkeit nach diesem Unfall sehr stark verändert hat
  685. das heißt vor dem Unfall soll er ein sehr zuverlässiger geduldiger und besonnener Arbeiter gewesen sein der von seinen Kollegen sehr geschätzt wurde
  686. nach dem Unfall war er ungeduldig leicht aufbrausend er war sozial enthemmt
  687. und war auch nicht mehr diszipliniert genug seinen Job genauso zu machen wie vorher in den Berichten seiner Ärzte
  688. steht und dieser Wesensveränderung ist wohl auf eine Schädigung des präfrontalkortex
  689. zurückzuführen der sich in diesem Bereich befunden hat und geschädigt wurde deswegen nennt man so eine Art von
  690. Wesensveränderung auch frontalhirnsyndrom und von anderen Patienten mit frontalhirnsyndrom kennt man noch ganz andere Symptome zum
  691. Beispiel dass sie obwohl sie vorher ganz normale vielleicht sogar schüchterne Leute waren
  692. nachher nach einer Schädigung des frontalhieren sondern wenn man sexuell enthemmt sind andere Leute angrapschen oder sexuelle
  693. Avancen machen was komplett unangebracht ist dass sie anfangen exzessiv Glücksspiel zu betreiben wo sie das vorher nie
  694. gemacht haben dass sie ihren Job hinschmeißen dass sie drogensüchtig werden dass sie andere riskante Verhaltensweisen an den Tag
  695. legen und so weiter das heißt wir können ableiten dass in diesem präfrontal cortex
  696. drei Dinge stattfinden erstens werden dort soziale Regeln gespeichert und verarbeitet das heißt dort wird prozessiert wie sich ein Mensch in
  697. seiner Gruppe zu verhalten hat was von ihm erwartet wird was er von anderen erwarten kann und da gibt es auch interessante
  698. Beispiele aus der Forschung nämlich hat man bei Affen beobachtet dass dieser präfrontalkortex umso größer wird je größer die Gruppen sind in denen die
  699. Affen Leben und wenn man einen Affen in eine größere Gruppe übersiedelt hat dann ist nach ein paar Monaten sein präfrontalkortex gewachsen das zeigt uns
  700. je größer die Gruppen sind je mehr soziale Regeln und soziale Interaktionen der stattfinden umso wichtiger ist dieser präfrontale
  701. Cortex weil der uns zu sozialen Lebewesen macht die guten miteinander auskommen
  702. das zweite was im präfrontalen Kortex geschieht ist eine Risikobewertung ziehen wir als Beispiel den Drogenkonsum heran
  703. die Drogen verschaffen ja dem Gehirn kurzzeitig schon diesen Kick das heißt sie führen zur Ausschüttung von Neurotransmittern die unser Gehirn als
  704. gut bzw belohnend empfindet das heißt in einem drogenhaus fühlen wir uns gut warum werden wir nicht alle drogensüchtig wenn unsere Gehirn das
  705. doch als gut empfindet vermutlich auch deshalb weil dieser präfrontale Kortex so was sagt wie ja du könntest dich zwar
  706. jetzt mit Drogen Heim machen aber bedenke wenn du diese Drogen nimmst zerstörst du dir langfristig die Gesundheit
  707. du belastest deine sozialen Beziehungen du wirst vielleicht aus der sozialen Gruppe verstoßen und das wollen wir alles nicht das heißt verzichte lieber
  708. auf die Drogen wir können das auch anders formulieren der
  709. frontalappen ist dafür wichtig dass wir kurzfristige Vergnügungen aufschieben können um ein langfristig positives Ziel zu erreichen
  710. das heißt wenn wir die Entscheidung treffen ich spiele jetzt nicht Computer sondern lerne für die Prüfung in einer Woche
  711. dann opfern wir ja ein bisschen Spaß für ein langfristigeres Ziel und dieser Überlegung die kommt aus dem frontalappen also aus dem präfrontalen
  712. Cortex der dritte Aufgabenbereich des frontalcortex ist das logische nachdenken und planen Patienten mit frontalhieren Läsion tun
  713. sich schwer Logikrätsel zu lösen aber sie haben auch Schwierigkeiten wenn es darum geht eine Spielstrategie oder Taktik zu
  714. modifizieren stellen wir uns vor ein Mensch spielt ein Spiel bei dem es nötig wäre dass er seine Taktik also die
  715. Spielweise immer leicht anpasst um gewinnen zu können Menschen mit einer frontalen Läsion können das nicht oder nur stark
  716. eingeschränkt das heißt sie spielen das ganze Spiel so wie sie es am Anfang gemacht haben und auch wenn sich die Umstände ändern passen sie ihre
  717. Spielweise nicht an das heißt auch wenn sie ganz ganz oft hintereinander verlieren spielen sie genauso weiter obwohl ihnen
  718. eigentlich klar ist dass sie mit dieser Taktik jetzt nicht mehr gewinnen können sie müssten jetzt anders spielen um zu gewinnen aber das
  719. frontalchen schafft dann einfach nicht die Spielstrategie zu verändern sehr viele Hirnareale zeigen eine sogenannte Lateralisierung das bedeutet
  720. dass beispielsweise der motocortex der linken Hemisphäre die Bewegungen der rechten Körperhälfte steuert und das die der tasts in der Schmerzen und
  721. Temperatur sind der rechten Körperseite in der linken Hirnhälfte im sensiblen Kortex verarbeitet werden das heißt linke Hirnhälfte steuert rechte
  722. Körperhälfte und das ist ein ganz vielen Bereichen so aber es gibt doch genug Ausnahmen zum Beispiel bekommen die Hörenden beider
  723. Seiten von beiden Ohren Informationen der präfrontale Cortex hat natürlich ganz wenig Lateralisierung
  724. das heißt es gibt ja nicht eine linke und eine rechte Persönlichkeit sondern die beiden präfrontal-koordins der beiden
  725. Hemisphären arbeiten immer zusammen einen wichtigen Spezialfall der Lateralisierung im Großhirn finden wir wenn wir uns die Seebahn ansehen die
  726. verläuft von der Foto Rezepte Schicht in den Augen von der sogenannten Retina bis nach hinten zum visuellen Cortex im Occipitallappen des Großhirns
  727. und wir wollen unsere Besprechung mal vorne beim Auge starten schauen wir uns zunächst einmal nur das rechte Auge an wir betrachten es hier von oben
  728. in dem Fall erkennen wir dass das Licht wenn es auf die Netzhaut des Auges Auftreffen will zuerst durch ein Loch in der Regenbogen hat das Auges treten muss
  729. und dieses Loch nennen wir Pupille in schwarz habe ich jetzt die Mittellinie durch das Auge skizziert und wer kennen jetzt folgende Besonderheit
  730. dadurch dass das Licht zunächst durch die Pupille durchtreten muss fallen die Strahlen die von rechts der Mittellinie kommen auf die linke Seite
  731. der Netzhaut und umgekehrt wir nennen den Teil der Umgebung rechts von der Mittellinie des Auges rechtes Gesichtsfeld und den Teil links von der
  732. Mitte im Linie linkes Gesichtsfeld somit ist uns jetzt auch klar dass das linke Gesichtsfeld jeweils von der rechten Retina Hälfte wahrgenommen wird
  733. und das rechte Gesichtsfeld von der Linken Netzhaut Hälfte dasselbe Spiel haben wir natürlich auch beim linken Auge mit der Zeit wäre es
  734. ziemlich aufwendig ständig von linker und rechter Netzhaut Hälfte sprechen zu müssen vor allem weil wir ja auch zwei verschiedene Augen haben und deshalb
  735. führen wir jetzt noch zwei weitere Begriffe ein die Augen stehen ja links und rechts der Nase das heißt diese Netzhaut hilft es rechten Auges und
  736. diese Netzhaut Hälfte des linken Auges sind beide auf der Seite der Nase und deshalb sprechen wir hier von den beiden nasalen
  737. netzhauthälften jeweils gegenüberliegend also zur Schläfe hingerichtet sind die lateralen Netzhaut und wir wollen jetzt die Nervenbahnen
  738. die von diesen netzhauthälften ausgehen weiter verfolgen fürs erste verlaufen die Informationen der nasaalen und lateralen Netzhaut Hälfte gemeinsam im
  739. sogenannten Sehnerv aber auf Höhe des Zwischenhirns kommt dann zur sogenannten
  740. seekreuzung dem Chiasma opticum und was hier passiert ist dass die Bahnen die von der nasaalen netzhauthälfte kommen die Seite wechseln und sich dann den
  741. Bahnen von der lateralen Netzhaut Hälfte der Gegenseite anschließen das bedeutet das jetzt hinter dem Chiasma opticum die
  742. Informationen von der Nase ein Netz hat Hälfte des linken Auges und der lateralen netzhauthälfte des
  743. rechten Auges gemeinsam verlaufen und gemeinsam in der rechten seherinde münden und wenn wir uns jetzt anschauen welche
  744. gesichtsfeldarialle der rechten See in der entsprechend dann stellen wir fest dass sie die jeweils linken Gesichtsfeld Anteile bei der Augen empfängt
  745. umgekehrt erhält die Linke Serie die Informationen aus dem rechten Gesichtsfeld bei der Augen
  746. es ist so mit nicht richtig zu sagen dass die Linke Serie die Informationen des rechten Auges erhält und umgekehrt denn das stimmt ja nicht weil
  747. jeweils die Hälfte der netzhautinformation kreuzt und die anderen nicht somit entspricht die seriende dem gegenüberliegenden
  748. Sichtfeld aber nicht dem gegenüberliegenden Auge warum ist das ganze so konstruiert nun das hat damit zu tun dass wir ja
  749. Binokular sehen das bedeutet wir haben einen Bereich das Gesichtsfeldes einen sehr großen Bereich der von beiden Augen gesehen
  750. wird das heißt wenn wir hier diese gesichtsfilter einmal ein bisschen mehr verlängern dann sehen wir das der Bereich der sich
  751. hier zwischen den beiden schwarzen Linien befindet von beiden Augen gleichzeitig wahrgenommen wird das heißt das ist dieses schwarze Areal hier
  752. und wenn sich jetzt ein Objekt hier in diesem schwarzen Bereich befindet dann haben das linke und das rechte Auge eine leicht unterschiedliche Sicht auf
  753. dieses Objekt und aus der Differenz dieser unterschiedlichen Ansichten kann das Gehirn errechnen wie weit dieses Objekt entfernt ist
  754. aber damit dass die Differenz zwischen den beiden Augen berechnen kann ist es notwendig dass das selbe Hirnareal die Information von beiden Augen erhält und
  755. nicht nur von einem und das ist durch diesen Verlauf der Seebahn gewährleistet eine der beiden Hemisphären eines
  756. Menschen ist immer die sogenannte dominante Hemisphäre man würde anfangs vielleicht denken dass bei
  757. Linkshändern die rechte Hirnhälfte dominantes weil der linke Arm der besser kontrollierbare ist und bei Rechtshändern die linke Hirnhälfte
  758. dominant das ist aber nicht richtig denn sowohl bei links also per rechts hendern ist in den meisten Fällen die linke Hirnhälfte
  759. die dominante also hat der Begriff dominante Hemisphäre nichts damit zu tun welcher Arm besser kontrolliert werden kann sondern er bezieht sich darauf auf
  760. welcher Hirnhälfte die sogenannten sprachareale sitzen und bei den meisten Menschen befinden sich die auf der linken Hemisphäre und
  761. von den spracharealien gibt es nur zwei sehr prominente eines hier im temporal Lappen das sogenannte wernikarial und eines im frontal Lappen das prokarreal
  762. wenn wir das stark vereinfachen wollen können wir sagen dass das werniger Areal immer dann aktiv wird wenn wir Sprache empfangen und verstehen bzw
  763. interpretieren und das prokarreal ist aktiv wenn wir Sprache produzieren machen wir es eine Spur genauer das werniger Areal empfängt die Sprache die
  764. wir hören die Sprache die wir lesen oder die wir zum Beispiel mit der Zeichensprache gezeigt bekommen und dieses Symbole werden dann interpretiert
  765. als Information die dann im Gehirn verteilt wird Patienten bei denen das werniger Areal nicht mehr funktioniert die eine
  766. sogenannte wernicker Aphasie haben die verstehen nicht mehr was man ihnen sagt sie können in extrem vielen selbst leichterste Anweisungen nicht mehr
  767. befolgen sowas wie kennt ihr deine Haare oder dergleichen sie können häufig auch nicht mehr lesen oder es gibt auch Fälle von gehörlosen
  768. Menschen die die Zeichensprache fließend beherrscht haben und dann eine Verletzung hier im wernigerial erlitten haben so dass sie nachher nicht mehr
  769. verstanden haben was man ihnen per Zeichensprache mitteilen wollte interessanterweise merken die Patienten mit einer vernika Aphasie nicht so
  770. wirklich dass ihr Sprachverständnis gestört ist und sie sprechen auch selbst oft auch sehr ausgiebig aber die Sprache die sie sprechen ist
  771. nahezu Sinn befreit und für einen Außenstehenden schwer verständlich weil die Sätze zwar grammatikalisch korrekt sind aber nicht mehr wirklich informativ
  772. sind hier in diesem Youtube Link findet man ein Beispiel für eine recht ausgeprägte vernika Aphasie
  773. das procareal ist dafür zuständig die richtigen Worte für eine Information die man weitergeben will zu finden und die dann in einen grammatikalisch richtigen
  774. Satz einzubauen wenn das prokarreal schwer geschädigt ist können die Patienten so gut wie gar nicht mehr sprechen nicht mehr schreiben
  775. und auch nicht mehr gestikulieren sie können dann oft nur einzelne Worte mit Mühe herausbringen und verwenden sehr sehr
  776. viele Füllwörter weil offenbar die Sprache nicht mehr so leicht zusammengesetzt werden kann sie können auch nicht selbstständig
  777. schreiben weil die interne Sprachproduktion gestört ist sie können aber wenn man ihnen Buchstaben zeigt diese sozusagen abmalen das heißt es ist
  778. hier keine motorische Beeinträchtigung da die Patienten können mit ihren Händen noch alles machen aber nicht eigenständig Sprache produzieren der
  779. Sprachverständnis ist hingegen weitgehend ungestört das heißt alles was die Patienten lesen oder hören verstehen sie und befolgen es auch
  780. nun noch ein Randthema das wir ganz kurz anschneiden wollen es gibt im Gehirn besonders im Großhirn und Zwischenhirn eine Reihe von Strukturen die allesamt
  781. bei der Steuerung von Emotionen und beim Gedächtnis eine Rolle spielen und dieser Strukturen werden gesammelt als limbisches System bezeichnet
  782. ich möchte nicht mehr vom limbischen System erzählen sondern nur zwei Punkte herausgreifen ein sehr wichtiger Teil des limbischen
  783. Systems ist die Amygdala der sogenannte Mandelkern der offenbar das Angstzentrum des Gehirns darstellt die amygdöller wird
  784. immer dann aktiv wenn wir befürchten dass etwas Negatives geschehen könnte bzw wenn schon etwas Negatives geschehen ist
  785. bei einem Schaden der amyktur werden Affen beispielsweise sehr furchtlos sie verlieren ihre Scheu von Menschen und auch Menschen mit amygdaler Schaden
  786. zeigen mehr risikobehaftetes Verhalten und scheinen sehr Angst befreit
  787. den Hippocampus können wir hier gefärbt auf diesen Hirnschnitten sehen der ist sozusagen die wichtigste Struktur
  788. für die Ausbildung des Langzeitgedächtnisses und hippocampusläsionen führen zu einer Amnesie wenn sie beidseitig sind zu
  789. einem Gedächtnisverlust das war es insgesamt auch schon von diesem ersten Überblick über das Nervensystem des Menschen
  790. bei Fragen oder Anregungen kann man mir gerne in die Kommentarsektion schreiben

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