MedAT - Biologie - Nervensystem und Gehirn wirklich verstehen! (Matura, Abitur) Medizin und Biologie mit Dr. Jakob Malik https://www.youtube.com/watch?v=ekYG9uusbCw Transkript (automatisch erstellt) 0:00 ich darf alle Zuhörenden ganz herzlich begrüßen zu einem Überblick über die Anatomie und die Funktionsweise des Nervensystems 0:10 das Nervensystem ist ja neben dem Hormonsystem das zweite große informationsübertragungsnetzwerk im Körper 0:18 und das zeichnet sich dadurch aus dass es deutlich schneller reagiert und den Körper kurzfristiger steuert als das Hormonsystem 0:29 beispielsweise eine Muskel Aktivierung durch einen Nervenimpuls nimmt nur Millisekunden in Anspruch auf der anderen Seite 0:42 braucht es Minuten wenn ich sogar Stunden bis die Schilddrüse nach Ausschüttung ihrer Hormone die Effekte im Körper auslösen kann 0:54 das heißt das Nervensystem ist schneller als das Hormonsystem und deshalb ist es auch so wichtig für uns und für alle Prozesse die sehr schnell und 1:04 kurzfristig gesteuert werden müssen die gröbste Einteilung des Nervensystems ist in zentralen Nervensystem und peripheres Nervensystem abgekürzt seit 1:17 NS und PNs zum zentralen Nervensystem zählen nur Gehirn und Rückenmark wobei das Gehirn dann noch in mehrere Abschnitte 1:28 untergliedert werden kann Gehirn und Rückenmark sind gemeinsam quasi die Steuerzentrale des Körpers hier laufen die ganzen 1:41 Informationsverarbeitungsprozesse ab und hier werden die Aufgaben quasi geplant die der Rest des Körpers dann durchzuführen hat 1:55 damit das Gehirn und das Rückenmark ihre Funktion übernehmen können brauchen Sie Informationen von den Sinnesorganen das heißt von den Augen von der Haut oder 2:09 vielleicht auch von der Zunge und Sie müssen selber Signale zu den verschiedenen Körperbereichen schicken können um zum Beispiel die Muskeln zu 2:22 steuern oder die Organe das heißt Gehirn und Rückenmark müssen verbunden werden mit allen 2:31 Körperbereichen und diese Verbindung ist das periphere Nervensystem das periphere Nervensystem lässt sich einmal grobgliedern Nerven und spinalen 2:43 Nerven der einzige Unterschied ist dass Hirnnerven 2:52 im Hirnstamm vor allem ihren Ursprung haben und von dort aus den gesamten Kopf Halsbereich durchziehen und steuern 3:04 während die Spinalnerven vom Rückenmark ausgehen und den gesamten restlichen Körper versorgen 3:13 wenn jetzt ein Nerv ein Signal von einem Sinnesorgan empfängt und dann zum ZNS leitet spricht man von einer afferenz von auffähre hintragen wohin zum Zeiten 3:30 ist umgekehrt heißen die Signale die vom ZNS zu den Muskeln oder zu den Organen gesendet 3:39 werden Efferenzen ja da steckt wieder das Lateinische e-fähre also das vekttragen drin 3:52 jedes Axon im Körper ist in der Regel entweder eine afferenz oder eine efferenz das heißt es gibt Nervenzellen mit einem Axon die Staaten entweder im 4:08 Gehirn oder Rückenmark und laufen dann ins periphere Nervensystem das wäre dann eine efferenz und umgekehrt gibt es Neurone die bei 4:22 den Sinnesorganen starten und dann mit ihrem Aktion die Information zum ZNS hinleiten das wären die einfachenzen und 4:34 die können beide in ein und demselben Hirn oder spinalner vorkommen denn der Begriff Nerv ist nicht gleich bedeutend mit dem Neuron mit der Nervenzelle eine 4:50 Nervenzelle hat immer nur ein Axon und das ist in der Regel entweder efferent oder affärent auch wenn die Grenze dann quasi verschwimmt wenn man sich da ein 5:03 bisschen genauer damit beschäftigt aber ein Nerv ist immer ein Bündel von Axonen und jetzt gibt es verschiedene Nerven im Körper manche enthalten nur 5:15 efferente Axone man spricht dann von einem reinmotorischen Nerv nur weil diese Efferenzen meistens die Muskeln und 5:25 somit unsere Bewegungen steuern aber es gibt doch Nerven die enthalten nur sensorische also afferente Fasern 5:37 in den meisten nerven des Körpers kommen beide Leitungsbahnen vor also Afferenzen undifferenzen hier sprechen wir dann von 5:46 einem gemischten Nerv die Hirn und Spinalnerven verzweigen sich dann baumartig im Körper und 5:58 erreichen so alle Körperregionen zusätzlich gibt es aber ein Nervengeflecht also ein Nervennetz was dein Körper ein bisschen ungeordnet 6:13 hat durchzieht das vegetative Nervensystem das wird auch noch zum peripheren Nervensystem gerechnet aber die Axone die das 6:24 vegetative Nervensystem bilden Steuern unsere Organfunktionen und nicht die Muskeln also nicht unsere Skelettmuskeln und diese vegetativen Axone laufen 6:37 teilweise in den Hirnnerven teilweise in den Spinalnerven aber teilweise auch unabhängig von denen durchziehen den Körper dann auf andere Weise 6:50 deshalb sind sie jetzt hier nicht gesondert dargestellt wir sollten uns aber merken dass dieser vegetativen nervengeflechter auch zum peripheren 7:00 Nervensystem dazu gerechnet werden sollen histologisch unterscheiden sich seltenes und peripheres Nervensystem durch ihre 7:10 Mühe Limitierung im ZNS wird die nämlich von oligadendrozyten übernommen 7:19 peripher Nervensystem sind das die schwammzellen die die myelinschäden bilden gerade recht primitive Nerven sind aber 7:30 teilweise auch unnötisiert im PMs außerdem ist das Gehirn und das Rückenmark von drei Hirnhäuten umgeben die gibt es im 7:44 peripheren Nervensystem so nicht und die peripher Nerven sind anders als das Gehirn und das Rückenmark auch nicht durch eine 7:55 Flüssigkeitsschicht geschützt Gehirn und Rückenmark schwimmen nämlich im sogenannten Liquor zere pro spinalis 8:07 und den schauen wir uns auch gleich noch näher an also diese Tabelle hier unten fast noch einmal die wichtigsten Unterschiede zwischen ZNS und PNs 8:16 zusammen nun vieles was auf dieser Folie steht haben wir schon angesprochen 8:24 wir haben schon gesagt dass das periphere Nervensystem die hier Nerven die spinal Nerven und die vegetativen Nervengeflechte umfasst 8:35 dazu kommt jetzt aber dass manche Autoren dass Darm Nervensystem noch als eigenes Nervengeflecht rechnen 8:48 wir werden an einer anderen Stelle mal sehen dass zwischen den Muskelschichten im Darm ein Nervengeflecht liegt das den Darm autonom steuert 9:02 also der Darm ist für seine Aktivität nicht vom Gehirn abhängig sondern kann selbstständig aufgrund dieses sogenannten enterischen 9:14 Nervensystems sich bewegen die Nahrung vermischen und voran schieben das Gehirn kann aber über das vegetative Nervensystem die Aktivität des Darm 9:29 Nervensystems Steuern ja das ist so ähnlich wie beim Herz beim Herz haben wir ja gesagt dass das aufgrund von umgewandelten Muskelzellen 9:39 selbstständig Erregungen vor allem im Sinusknoten erzeugen kann und deshalb autonom schlägt aber über das vegetative Nervensystem kann das Gehirn zum 9:51 Beispiel die Herzfrequenz und die Schlagkraft anpassen jetzt wollen wir das ganze noch ein bisschen 10:00 systematischer machen wir können das periphere Nervensystem halt nicht nur anatomisch in einer Nervengeflecht hier Nerven und Spinalnerven untergliedern 10:13 sondern wir können das periphere Nervensystem auch von der Funktion her betrachten und dann teilen wir es einmal in zwei Teile ein nämlich insomatisch 10:23 und vegetativ vegetativ sind all die Elemente des PNs die die Organfunktionen steuern und da gibt es streng genommen zwei 10:35 unterschiedliche vegetative Nervengeflechte im Körper die teilweise als Gegenspieler an den Organen wirken teilweise aber auch 10:47 unabhängig voneinander Aufgaben übernehmen das eine Nervengeflecht ist der Sympathikus der passt den Körper so an 10:59 dass er in einer fight of light also in einer Kampf oder fluchtsituation maximale Leistung bringen kann und der Parasympathikus ist dann dafür 11:11 da dass der Körper in einer Ruhephase seine ganzen Reserven wieder auflädt und sich reinigt und erholt deswegen sagt man dass die 11:24 parasympathikusfunktion Rest und die chest ist also Ruhe und Verdauung am Herz sind diese beiden Systeme zum Beispiel Gegenspieler also das 11:37 Sympathikus beschleunigt die Herzfrequenz der Parasympathikus senkt sie das werden wir dann gleich noch näher besprechen 11:46 aber uns muss bewusst sein dass an anderen Organen entweder der Sympathikus wirkt oder der Parasympathikus zum Beispiel die 11:56 Blutgefäße im Körper werden fast ausschließlich durch den Sympathikus reguliert der wenn er aktiv ist die Blutgefäße verengt und wenn er inaktiv 12:08 ist erweitert dem vegetativen Nervensystem gegenübergestellt sind die somatischen 12:18 Axone oder die somatischen Nerven und die kann man dann in motorisch und sensorisch untergliedern motorisch heißt zu den Skelettmuskeln sensorisch heißt 12:30 von den Sinnesorganen kommend und jetzt ist uns eigentlich bewusst was somatisch heißt denn wenn wir uns das überlegen die Skelettmuskeln können wir 12:42 willkürlich steuern und die Sinneseindrücke nehmen wir ja bewusst wahr das heißt das somatische Nervensystem 12:52 leitet all diejenigen Empfindungen die wir bewusst wahrnehmen können und die wir bewusst steuern können 13:05 widmen wir uns noch den wichtigsten Aspekten der Hirnnerven wir haben schon gesagt das sind peripheren Nerven die ihren Ursprung vor allem im Hirnstamm 13:15 haben das gilt aber nicht für alle denn der erste und zweite hier Nerv der Nervus olfaktorius das ist der rechnerv der nervos opticus das ist der Sehnerv 13:26 die Enden nicht im Hirnstamm sondern im Großhirn der Nervus opticus ist auch in doppelter Hinsicht eine Ausnahme weil er eigentlich keinen peripher Nerven 13:40 darstellt sondern eine Fortsetzung des ZNS denn histologisch gesehen bestehen die myelinschäden des Sehnervs aus oligottentrozyten 13:52 es gibt insgesamt 12 hier Nervenpaare die mit römischen Ziffern durchnummeriert werden 14:02 für manche gibt es einen deutschen Namen zum Beispiel für den olfaktorius den würden wir auch als Riechnerv bezeichnen oder der optikus das ist der Sehnerv 14:13 aber für die meisten anderen hier Nerven existiert eigentlich nur der Fachbegriff ich möchte kurz die wichtigsten 14:23 Funktionen nennen der olfaktorius ja der ist dafür da die Signale von der Riechschleimhaut ins Gehirn zu leiten der optikus empfängt die Lichtsignale 14:38 der Netzhaut Oculomotorius trochlearis und abduzens gemeinsam 14:46 steuern die Augenbewegungen der Oculomotorius darüber hinaus auch die Pupillenbewegung 14:56 der trigem Bereich der Gesichtshaut und der Kopfhaut 15:09 empfängt außerdem Steuer der auch die Kaumuskulatur somit wird der Trigeminus ein Beispiel für einen gemischten Nerv weil er sowohl 15:22 sensorische als auch motorische Anteile hat der fazialis steuert unsere mimische Muskulatur und die Tränendrüsen auch 15:35 manche Speicheldrüsen der Nervus vestibulo cochlearis eigentlich ein zweiteiliger 15:45 ist der Teil der unser Gleichgewichtsorgan quasi innerviert und von dem die Signale empfängt und der Koch learis Teil 15:58 empfängt die Signale von unserer Gehörschnecke der glosso fahren GEOS steuert unsere Rachenmuskulatur 16:08 die Ohrspeicheldrüse also die Parotis und er empfängt auch die geschmackssignale von der Zunge und auch 16:19 von der Mundschleimhaut beim fazialis und beim glosso Fahren GEOS fällt uns jetzt noch etwas auf 16:29 die Steuern beide Muskeln sie steuern aber auch Organe zum Beispiel die Tränendrüse oder die Ohrspeicheldrüse beides sind Funktionen die eigentlich 16:43 der Parasympathikus übernimmt das heißt es gibt Nerven in denen laufen nicht nur motorische und oder sensorische Fasern sondern die können 16:55 auch vegetative Anteile enthalten falls ihr alles und glossophageus werden ein Beispiel und jetzt kommen wir zum Nervus 17:04 vagus der ist sogar hauptsächlich ein vegetativer Nerv das ist der wichtigste Nerv des Parasympathikus der beginnt im Hirnstamm und zieht dann aber bis zum 17:17 Dickdarm nach unten und steuert sehr viele Organfunktionen und zusätzlich hilft er auch noch bei der Steuerung der Rachenmuskulatur mit und er ist der Nerv 17:30 der unsere Kehlkopfmuskeln bewegt und und so das Sprechen überhaupt erst möglich macht 17:38 der Aktie sorius steuert zwei Halsmuskeln und der hypoglossus die Zungenbewegung zu den spinalen Nerven wollen wir an 17:49 dieser Stelle nicht mehr sagen als dass sie motorische und sensorische Anteile haben wir wollen uns aber Sympathikus und 17:58 Parasympathikus noch einmal näher anschauen wie schon gesagt handelt es sich hier nicht um eigenständige Nerven 18:08 sondern um ein System ein Funktionssystem wo die entsprechenden Nerven teilweise in Spinalnerven liegen teilweise in 18:19 Hirnnerven oder teilweise auch eigenständig verlaufen der Sympathikus ist für Fighter flight Reaktionen zuständig der Parasympathikus 18:30 für Rest in die chest das bedeutet wir können uns überlegen was ist wichtig für unseren Körper in einer Kampfsituation 18:41 und können uns so herleiten was wohl die Auswirkungen des Sympathikus auf die Organe sein werden und der Parasympathikus wird dann in der 18:52 Regel des Gegenteil machen wenn wir kämpfen oder fliehen müssen unsere Muskeln ausreichend mit Blut mit Sauerstoff versorgt werden 19:05 dasselbe gilt für unser Gehirn dementsprechend wird die Herzleistung gesteigert in dem die Herzfrequenzen erhöht wird aber auch die Pumpkraft 19:19 der Parasympathikus der senkt die Herzfrequenz hingegen in Ruhe wenn wir kämpfen müssen wir auch unsere Atmung optimieren 19:34 damit wir genug Sauerstoff ins Blut bringen und da ist es wichtig dass es besonders einfach ist zu atmen das heißt dass man 19:43 nicht viel Kraft zum ein- und ausatmen braucht das heißt in den Bronchien in den luftleitenden Atemwegen soll ein geringer Widerstand sein 19:55 und um den zu verringern werden die Bronchien erweitert dann kann die Luft dort leichter strömen der Parasympathikus verengt hingegen die 20:06 Bronchien und jetzt kann man sich natürlich schon fragen warum sollte man die Bronchien überhaupt verengen wer es nicht gut wenn wir die ganze Zeit 20:17 leichtatmen könnten nun der Sinn der bronchienverengung beim Sympathikus ist ja nicht dass wir dann 20:28 schwerer atmen sondern wir erinnern uns dass in einem engeren Rohr oder in einem Rohr das an eine Engstelle hat sondern dieser Engstelle des Wasser oder die 20:42 Luft darin schneller fließt das heißt wenn wir die Bronchien verengen beschleunigen wir die fließende Luft und die kann dann mehr 20:54 Schmutzpartikel mitreißen beim Ausatmen und nach oben bringen wo sie dann entweder ausgehustet oder verschluckt werden das heißt die bronchienverengung 21:07 ist eigentlich eine Reinigungsfunktion und die wird noch dadurch gesteigert dass der Parasympathikus die Schleimproduktion ankurbelt 21:18 wir wissen ja dass es im Epithel der Bronchien schleimbildende Zellen gibt und in diesem Schleim verfängt sich dann der 21:27 Staub und der Schleim wird dann einerseits über die Bewegung der Härchen auf dem Epithel nach oben gebracht 21:40 andererseits durch den beschleunigten Luftstrom in den verengten Bronchien mitgerissen besonders beim Husten ist es dann sehr effektiv wenn man da mit viel 21:53 Kraft die Luft durch die verengten Bronchien hinauspresst während einer Flucht kampfreaktion ist es ja schon zu spät 22:02 für die Verdauung ja das heißt wer vielleicht noch gut die letzten Nährstoffe die so im Darm sind aufzunehmen deswegen wird ganz kurz am 22:14 Beginn einer Stressreaktion des Blutgefäßsystem des Darmes erweitert und noch möglichst viele Nährstoffe aus dem Darm heraus saugen zu können 22:26 aber danach wird dann die Verdauung quasi lahmgelegt und auch der Darm wird träge der Parasympathikus hingegen fördert die 22:39 Darmaktivität und die Verdauung bei der Harnblase ist es so dass das Sympathikus verhindert dass wir Haren abgeben das heißt die Blasenmuskulatur 22:52 wird gelähmt und der Schließmuskel wird verstärkt das heißt es kommt zu einer Kontraktion des Schließmuskels und zu einer 23:04 relaxation des Musculus Detrusor das ist der Muskel der die Blase auspresst der basympathikus macht genau das umgekehrte der fördert das Auspressen 23:18 der Blase und führt zu Erschlaffung der Schließmuskel das selbe beobachten wir auch beim Darmausgang dort fördert der Sympathikus 23:31 den Schließmuskel und der Parasympathikus entspannt den Schließmuskel das heißt das Sympathikus will verhindern dass wir 23:42 Haaren oder Stuhl verlieren und jetzt kann man sich die Frage stellen warum das so ist eine mögliche Antwort wäre 23:53 wenn wir gerade vor einem Raubtier flüchten dann wollen wir ja keine Duftspur hinterlassen anhand derer des Raubtier 24:05 uns verfolgen könnte das heißt wir müssen alles was riecht also unsere Körpersäfte bei uns behalten 24:16 nun ist es aber so dass viele von uns beobachtet haben dass bei einer Stresssituation zum Beispiel Prüfung Stress manchmal auch Durchfall 24:29 auftritt das heißt der Darm wird eigentlich eher überaktiv und das passt ja nicht so wirklich zu dem was wir bisher besprochen haben 24:40 und da ist die Interpretation dann folgende bei manchen Menschen macht der Sympathikus etwas anderes nämlich er versucht gleich alles am 24:55 Anfang einer Stresssituation loszuwerden damit man sich danach nicht mehr darum kümmern muss also das sind quasi zwei unterschiedliche Herangehensweisen um 25:06 das selbe Problem zu lösen am Auge erweitert der Sympathikus die Pupille die Pupille ist das Loch 25:18 durch dass das Licht in dieser Auge eintreten und auf die Netzhaut fallen kann und wenn die Pupille erweitert wird dann kann man mehr Licht wahrnehmen das 25:31 bedeutet man sieht besser in der Dämmerung oder in der Dunkelheit und das ist ja wichtig falls wir bei Dunkelheit kämpfen müssen 25:43 der Parasympathikus verengt die Pupille da kann man fangen ja warum sollte man das jetzt überhaupt wollen dass weniger Licht ins Auge kommt 25:55 nun einerseits ist das ein Schutz vor einer UV-Schädigung der Netzhaut denn je mehr Licht wir ins Auge hineinlassen desto mehr schädliches UV-Licht tritt 26:10 auch ins Auge ein andererseits gibt es auch einen Kamera optischen Grund 26:21 wer eine Digitalkamera hat und dort mal mit der Blende experimentiert hat die Blende ist quasi die Pupille einer Kamera der hat 26:33 gemerkt dass eine Verengung der Blende zu einer besseren Bildschärfe führt also die Tiefenschärfe wird verbessert und jetzt könnte man sich vorstellen 26:47 dass das in einer ruhesituation ganz nützlich ist scharf zu sehen wenn man zum Beispiel gerade einen Fisch ist und da die Gräten herauspulen muss dann 26:58 sollte man möglichst gut sehen können damit man nicht an den an einer übersehenden Geräte erstickt oder wenn man gerade im Wald ist und 27:08 Beeren sammelt dann wäre es auch gut sehr scharf zu sehen damit man die Beeren überhaupt den Decken kann und damit man dann diese ganzen Details auch 27:19 gut sehen kann wo man zum Beispiel beurteilen kann ob eine Pflanze giftig ist oder ungiftig 27:27 und zu guter Letzt dann noch die Sexualfunktionen hier kann man festhalten dass der Parasympathikus in einer ruhesituation die Erektion 27:36 ermöglicht jetzt beim Mann und der Sympathikus wird dann beim Orgasmus aktiviert und löst die Ejakulation mit aus das beim Orgasmus der Sympathikus 27:50 aktiviert wird erkennt man ja auch daran dass sich die Pupille erweitert die Herzfrequenz geht in die Höhe und es kommt häufig auch zu Schweißausbrüchen 28:05 das liegt daran dass das Sympathikus auch geschweißdrüsen des Körpers kontrolliert dass beim Orgasmus der Sympathikus 28:16 aktiviert wird erkennt man ja auch daran dass sich die Pupille weitert die Herzfrequenz geht in die Höhe und es kommt häufig auch zu Schweißausbrüchen 28:31 das liegt daran dass das Sympathikus auch geschweißdrüsen des Körpers kontrolliert auch das ist ja sehr sinnvoll denn wenn 28:42 wir kämpfen oder fliehen entsteht durch die hohe Muskelaktivität ja viel Wärme und der Körper würde sich gefährlich aufheizen und deshalb schwitzen wir um 28:55 uns abzukühlen auch die Durchblutung wird wie ich schon gesagt habe vom Sympathikus reguliert 29:04 und zwar erhalten die Organe mehr Blut die in einer Stresssituation vermehrt durchblutet werden müssen und das ist in erster Linie mal die Skelettmuskulatur 29:18 die wird zum Kämpfen laufen etc brauchen die Haut ist in einer Stresssituation kein sehr wichtiges Organ deshalb wird 29:32 die Haut Durchblutung reduziert und wir wirken blass aber an manchen Stellen des Körpers wird sie dann bei länger dauernder 29:44 körperlicher Aktivität auch wieder gesteigert und wir laufen rot an das dient dann auch einfach der Wärmeabgabe weil dann das heiße Blut 29:55 knapp unter der Hautoberfläche vorbei fließt und so Wärme abstrahlen kann das heißt der Einfluss des Sympathikus auf die Haut Durchblutung ist gemischt 30:09 wir kommen jetzt zum zentralen Nervensystem also zu Gehirn und Rückenmark bevor wir diese beiden Strukturen dann gesondert näher 30:19 besprechen schauen wir uns erst einmal ein paar bauliche Gemeinsamkeiten der beiden an 30:26 das erste ist einmal das im Gehirn und im Rückenmark die Nervenzellen auf eine besondere Art und Weise positioniert sind 30:37 so dass sie zwei unterschiedliche mit freiem Auge abgrenzbare Hirn und rückenmarksbereiche bilden nämlich die graue Substanz und die weiße Substanz 30:54 die graue Substanz enthält die Zellkörper der Neuronen die weiße Substanz die myelinisierten Axone er wir erinnern uns dass im Gehirn 31:08 und im Rückenmark eigentlich alle Axone Mühe limitiert sind wie können wir uns das jetzt vorstellen nun wir haben hier 31:20 einen frontalschnitt durch das Gehirn das bedeutet quasi vor unserem Bildschirm wäre jetzt das Gesicht hinter unserem Bildschirm 31:31 der das Hinterhaupt und wir sehen hier also eine hirnfläche die angeschnitten wurde und das wollen wir uns jetzt auch ein 31:41 bisschen näher ansehen es soll jetzt nur um grauer und weiße Substanz gehen die ganzen anderen Strukturen die hier benannt sind 31:51 interessieren uns dann erst zu einem späteren Zeitpunkt wir haben hier einen frontalschnitt durch das Großhirn und das Zwischenhirn 32:01 das sind nur zwei der sechs Hirnabschnitte wir sehen dass im Großhirn die graue Substanz die hier an Oberfläche bildet 32:14 also sie liegt außen die weiße Substanz liegt tiefer drin im Gehirn und wird von der grauen Substanz umschlossen die graues Substanz nennen wir im 32:29 Bereich des Großhirns auch Cortex und diverse Substanz ist das Mark oder das Mark Lager warum sieht jetzt das ganze so aus wie es aussieht nun im kortetext 32:43 liegen dicht gedrängt die Zellkörper der Nervenzellen also die perikarien oder somata 32:55 und die sind aufgrund ihrer Zellkerne und ihrer recht ausgeprägten Bestückung mit Zellorganellen optisch relativ und durchsichtig und 33:09 deshalb erscheinen die Zellkörper dunkel und somit ist auch die Hirnrinde dunkel und wird graue Substanz genannt und jede Nervenzelle hat ja ein Axon 33:26 also einen nervenford Satz der dann die Nervenzelle mit anderen Nervenzellen verbindet und die laufen jetzt in die Tiefe des 33:37 Gehirns hinein etwas so und weil die Axone mit einer Myelinschicht aus Fett 33:52 überzogen sind und das Fett hell ist erscheinen die Bereiche wo die Axone Langlaufen eher hell und werden weiße Substanz genannt und innerhalb dieser 34:07 weißen Substanz ergeben sich jetzt für die Axone ganz unterschiedliche Verläufe manche laufen hier hinunter und gelangen ins Rückenmark 34:20 andere verbinden verschiedene kortex-varialle und somit verschiedene Hirnfunktionen miteinander 34:31 manche verbinden die beiden Gehirn helften des großens Miteinander und so weiter also hier gibt es unzählige Möglichkeiten wie diese 34:42 Neurone mit anderen Neuronen verbunden sind das wird uns dann später noch mehr beschäftigen jetzt was aber mal an der 34:51 Zeit zu erklären dass die graue Substanz aufgrund der Zellkörper und die weiße Substanz aufgrund der myelinschäden so gefärbt sind wie sie sind 35:03 und was man in dieser Abbildung dann aber noch erkennen kann ist dass es Inseln gibt tiefer drin im Gehirn wo nochmals Zellkörper angehäuft 35:15 sind aber von weißer Substanz umschlossen sind ja und diese Gruppen von grauer Substanz in der Tiefe 35:27 des Gehirns nennen wir Kerne und es gibt eine ganz spezielle Kerngruppe im Großhirn die ganz viel bei 35:39 der bewegungsorganisation und bewegungsplanung mitspielt und die haben noch einen eigenen Namen das sind die 35:47 sogenannten Basalganglien die sind jetzt hier eingezeichnet der Name Basalganglien ist eigentlich falsch gewählt denn ein 35:59 Ganglion ist per Definition eine Ansammlung von Zellkörpern außerhalb des zettens also zum Beispiel im vegetativen Nervensystem oder bei den 36:12 Spinalnerven das heißt rein nomenklaturisch müssten wir die Basalganglien 36:24 basalkerne nennen graue und weiße Substanz sind eben Gehirn und im Rückenmark unterschiedlich 36:32 verteilt im Großhirn zumindest liegt die graue Substanz überwiegend an der Hirnoberfläche und bildet vereinzelt Kerne innerhalb des 36:45 Maklers im Rückenmark ist das Ganze invertiert hier liegt die graue Substanz innen im Rückenmark und ist außen von einem 36:55 Mantel aus weißer Substanz umgeben das war also die erste Gemeinsamkeit von Gehirn und Rückenmark dass es eine 37:06 räumliche Trennung von Zellkörpern und Axonen gibt die zweite Gemeinsamkeit ist das Vorhandensein einer 37:17 Bluthirnschranke die müssten wir dann ja eigentlich Blut Hirn rückenmarksschranke nennen 37:24 das ist ein System das ganz streng reguliert welche Substanzen aus dem Blut ins Gehirn gelangen können und welche nicht es ist also ein Mechanismus um das 37:39 Gehirn vor Schadstoffen im Blut zu schützen die Bluthirnschranke kommt durch mehrere Mechanismen zustande 37:52 erstens haben wir bei den Blutgefäßen im Gehirn ein sehr dichtes gefäßendo-titel mit sehr vielen tight chunctions das heißt im Gegensatz zu anderen Organen 38:05 können im Gehirn keine Stoffe zwischen den Endothelzellen durchrutschen und so ins Hirngewebe gelangen alles was ins Gehirn möchte muss durch eine 38:19 Endothelzelle durch und das gibt der Endothelzelle auch die Möglichkeit hier noch einmal ein bisschen zu steuern was denn durch kann und was nicht 38:32 und außenrum ist das Blutgefäß dann noch einmal abgedichtet und zwar von den Fortsätzen der Astrozyten das sind ja die Gliazellen im ZMS oder 38:47 eine Sorte von Gliazellen die wir dort haben die umgreifen die Blutgefäße und dichten sie ab 38:58 sie regulieren somit auch noch einmal welche Stoffe austreten können und die nächste Verteidigungslinie ist dass es ganz viele molekulare Pumpen 39:12 gibt also Transportproteine auf der Oberfläche der Endothelzellen die in die Endothelzelle eingedrungene Substanzen wieder ins Blut 39:25 zurückpunkten können so dass Sie nicht bis zum Gehirn kommen und all diese Strukturen sind zwar schon bei der Geburt angelegt sie brauchen aber einige 39:37 Monate um auszureifen das heißt die Bluthirnschranke ist beim Neugeborenen viel viel weniger dicht als beim Erwachsenen und da gibt es einige 39:49 interessante Beispiele warum das wichtig ist zwei davon möchte ich hier noch kurz besprechen 39:59 es kommt ja immer wieder mal vor dass Menschen auf Auslandsreisen schwere Durchfälle entwickeln ja und um sich das Leben ein bisschen 40:08 leichter zu machen gibt es einen Wirkstoff der sozusagen den Darm lehmt und die durchfallsfrequenz senkt oder den Durchfall sogar gänzlich aufhebt das 40:22 Loperamid das erhöht die Lebensqualität natürlich beträchtlich wenn man nicht alle fünf Minuten ans Klo gefesselt wird 40:33 aber das Lobbach haben mit hat auch seine Schattenseiten denn wenn man den Darm nicht erlaubt sich zu 40:44 entleeren können sich Giftstoffe ansammeln und Krankheitserreger die er eigentlich durch den Durchfall rausgespült werden sollen aus dem Darm 40:55 werden auch nicht mehr rausgespült das heißt wenn man Loperamid gibt kann es sein dass die Durchfallerkrankung insgesamt länger dauert 41:10 aber das ist gar nicht das worauf wir uns jetzt beziehen wollen sondern das Loperamid entfaltet seine Wirkung weil es im Darm 41:21 an sogenannte Opioid Rezeptoren bindet an die würden auch Opiate zum Beispiel Morphin binden weshalb dieser Schmerzmittel also diese Opiate 41:36 häufig zu Darm Lähmungen führen aber wenn man Opiate zur Schmerzstillung einsetzt gelangen Sie auch ins Zecken es sie gelangen also über die 41:51 Bluthirnschranke und hemmen die Schmerz Weiterleitung und Verarbeitung im ZNS deshalb wirken die Opiate schmerzstillend aber auch darmlähmend 42:04 das Loperamid ist jetzt chemisch ein bisschen anders aufgebaut das wirkt zwar im Darm kann aber die Bluthirnschranke nicht überwinden und 42:16 hat somit keinen schmerzstillenden Effekt eine weitere Wirkung von Opiaten im Gehirn wäre die Hemmung des Atemreflex 42:30 das bedeutet vor allem bei einer Überdosis von Opiaten wie Morphin kann man einen Atemstillstand auslösen 42:44 das Gehirn vergisst sozusagen den atembefehl zu geben und das kann zum Tod führen Loperamid könnte diese Wirkung auch 42:55 machen tut es aber nicht weil es nicht ins Gehirn eindringen kann denn es gibt eine Pumpe die das Loperamid wenn es in die 43:07 Endothelzelle gelangt und auf der anderen Seite wieder hinaus will zurück ins Blut pumpt somit bleibt das blopperamid im Blut und kommt nicht ins 43:18 Gehirn aber diese Pumpe ist bei Neugeborenen und Säuglingen noch zu unreif die haben zu weniger davon das heißt dort können 43:33 die Endothelzellen des Loperamid nicht wieder ins Blut abgeben und das loparamid kann dann bei einem Baby ins Gehirn eindringen und dort zu einem 43:44 Atemstillstand führen und deshalb sollte man das loberamid bei Säuglingen nicht anwenden apropos Neugeborene innerhalb der ersten 43:57 Lebenstage entwickeln sehr viele Babys einen Ikterus eine Gelbsucht diese Gelbsucht entsteht weil der kindliche Körper 44:08 nach der Geburt sehr viele roten Blutkörperchen abbaut und dabei wird viel vom roten Blutfarbstoff Hämoglobin frei und das 44:22 Heben in dem Hämoglobin wird in Abbauprodukte gespalten und eines davon ist Billy Rubin und das Billy Rubin ist jetzt nicht mehr rot sondern gelb und 44:35 die Anhäufung von Billy Rubin im kindlichen Blut führt dann zu einer Gelbfärbung der Haut das Bilirubin wird dann über die Leber 44:45 weiter verstoffwechselt und in den Darm abgegeben und somit ausgeschieden aber die Leber ist bei solchen Säuglingen noch bisschen unreif und schafft es 44:57 nicht dieses Bilirubin so schnell zu entsorgen dass man keine Gelbsucht entwickelt die Gelbsucht selber ist ja gar kein 45:07 Problem wenn Erwachsene eine Gelbsucht bekommen zum Beispiel weil sie eine leberfunktionstörung haben oder weil sie 45:19 weil es eine Erkrankung gibt die die roten Blutkörperchen des Erwachsenen zerstört dann werden diese Personen zwar gelb sie haben einen Nick daraus aber 45:31 sonst eigentlich keine Beschwerden von dem Bilirubin bei Neugeborenen ist es anders wenn die einen Ikterus bekommen 45:43 dann zeigt sich Jahre später wenn der Ikarus stark war auch eine Hirnschädigung die Patienten haben dann zum Beispiel 45:55 Bewegungsstörungen warum ist das so nun wenn der Erwachsene einen Ikarus entwickelt wenn also das Bilirubin im Blut ansteigt 46:09 dann kann es aufgrund der Reifen Bluthirnschranke nicht ins Gehirn eindringen und sich nicht ablagern beim Neugeborenen trinkt das erhöhte 46:21 Bilirubin aber auch über die Bluthirnschranke ins Gehirn ein kann sich dort ablagern und das Gehirn schädigen 46:31 deswegen muss bei einem sehr starken Bilirubin Anstieg das Kind mit einer Lichttherapie versorgt werden denn das Licht wandelt 46:44 das Bilirubin in einer chemisch etwas andere Form um die dann nicht mehr über die Bluthirnschranke transportiert werden kann und dadurch verhindert man 46:55 dass es zu solchen neurologischen Spätschäden kommt es gibt noch weitere Gemeinsamkeiten im Aufbau von Gehirn und Rückenmark 47:06 und um die zu verstehen hilft uns jetzt diese Abbildung hier wir haben einen sogenannten Sagittalschnitt also einen Schnitt durch die Körpermitte so dass 47:19 wir hier Nase und Mund haben und hier hinten rücken und Hinterhaupt wir sehen dass das Gehirn im Schädel eingeschlossen ist 47:33 und dass es sich dann nach unten hin in das Rückenmark fortsetzt und das Rückenmark verläuft im sogenannten Wirbelkanal 47:43 wenn wir uns die wirbeln ansehen dann sehen wir ja dass sie einen Wirbelkörper haben und von diesem Wirbelkörper geht nach hinten 47:54 Wirbelbogen aus und zwischen Wirbelbogen und Wirbelkörper befindet sich der Wirbelkanal und durch den zieht das Rückenmark und hinten am 48:07 Wirbelbogen sieht man dann noch den Dornfortsatz und wenn ich jetzt da eine Schnittebene so durchlege dass ich quasi 48:18 hier Schneide in der Mitte der Wirbelkörper und durch den Dornfortsatz dann komme ich zu dieser Abbildung hier wo wir in 48:30 dem Bereich den Wirbelkörper sehen und dahinter den Dornfortsatz dazwischen den Wirbelkanal in dem das Rückenmark verläuft und was wir jetzt hier sehen 48:42 ist dass Gehirn und Rückenmark umgeben sind von einer hier hellblau dargestellten Flüssigkeit und das ist der Liquor zere pro spinalis 48:58 der liegt um Gehirn und Rückenmark er verläuft aber auch in Hohlräumen innerhalb des Gehirns außerdem ist das gesamte ZNS von 3 49:12 Hirnhäuten den sogenannten Meningen umgeben die teilweise direkt am Gehirn liegen teilweise aber auch eher hier am 49:25 Schädelknochen so dass zwischen den Meningen auch dieser Liquor fließt das werden wir uns jetzt genauer ansehen 49:35 wir haben drei Minuten die sind entgegen dem Namen Hirn heute auch rund ums Rückenmark zu finden 49:46 und von außen nach innen werden das die harte Hirnhaut die duramata die Spinnen gewebt hat die Arachnoidea 49:59 und die weiche Hirnhaut die Pia mater sehen wir uns das einmal auf dieser Abbildung an wenn man bei einem Patienten den Schädelknochen entfernen 50:13 sieht man das hier eine relativ undurchsichtige Bindegewebsschicht und das ist die duramata die harte Hirn hat 50:25 die ist undurchsichtig weil innerhalb der duramata Kollagenfasern in alle Richtungen laufen und sich überkreuzen und so ein dichtes 50:36 Geflecht bilden wo die Lichtstrahlen nicht mehr gut durchdringen können wir sehen auch Blutgefäße die auf der duramata verlaufen das ist in dem Fall 50:48 die Arterie die verläuft zwischen Schädeldecke und harter Hirnhaut und 50:56 versorgt die Dura mit Blut und was wir hier sehen in der Mitte ist ein sogenannter venöser Sinus das ist quasi ein venöses Blutgefäß dass 51:12 das Blut aus dem Gehirn wieder zurück zum Herz leitet wir sehen hier jetzt nur einen Sinus es gibt aber mehrere Sinus in dem Fall ist es der Sinus 51:24 Superior und dazu muss man wissen dass das eigentlich kein klassisches Blutgefäß ist also es hat nicht den typischen Aufbau eines Blutgefäßes aus 51:38 im Thema Media und Adventitia sondern es ist eigentlich ein Kanal innerhalb der Tourer das heißt die Dura ist an einer Stelle hohl und in diesem Hohlraum 51:55 fließt das venöse Blut des Gehirns wenn wir jetzt die Dura entfernen würden wir das hier sehen 52:09 das schaut ein bisschen so aus als würde da ein eine Spinnennetzen dichtes drüber liegen und deshalb heißt dieser Schicht hier erwachnoidea die so halb 52:21 durchsichtig und die Arachnoidea umgibt den Liquor 52:31 das heißt zwischen dieser Schicht der rachoidea und der piamata die darunter liegt fließt der Liquor wenn wir jetzt die arachno idea wegnehmen würden 52:43 würden wir die weiche Hirnhaut sehen allerdings ist die so dünn und so fest mit dem Gehirn verwachsen dass wir im Grunde die Hirn Oberfläche sehen 53:02 wichtig zu wissen ist vielleicht noch dass das Gehirn selbst also die Neuronen und die Gliazellen nicht schmerzempfindlich sind 53:12 deshalb aber die duramat also die harte Hirnhaut die ist schon schmerzempfindlich und wenn wir zum Beispiel Kopfschmerzen haben dann kann 53:26 zwar das eigentlich ursächliche Problem im Hirngewebe selbst liegen doch der Schmerz kommt immer von der Tura zum Beispiel könnte es sein dass sich das 53:40 Gehirn vergrößert weil darin zum Beispiel ein Tumor wächst oder weil es aus einem anderen Grund anschwillt und dadurch wird die Dura rund um das 53:53 Gehirn gedehnt und die Schmerzrezeptoren in der Dura aktiviert so dass es zum Kopfschmerz kommt das wäre zum Beispiel die Begründung 54:04 warum Hirntumore Kopfschmerzen verursachen können auch wenn Sie das gerade anfangs wenn sie noch klein sind häufig nicht 54:14 tun schauen wir uns noch einen frontalschnitt durch den Bereich der Hirnhäute an das heißt wir schauen im Grunde so aufs Gehirn wie auf dieser 54:25 Abbildung nur haben wir jetzt zusätzlich die Hirn heute eingezeichnet wie man hier sieht liegt die weiche Hirn hat die Pia mater dem Gehirn direkt auf und 54:39 folgt ihm auch in diese ganzen Furchen hinein zwischen der Pia mater und der darüber liegenden Arachnoidea liegt der 54:52 superachoidalraum Sub heißt ja unter das heißt der Raum unter der Arachnoidea super rachoidalraum und hier verlaufen sehr viele Blutgefäße 55:05 die das Gehirn versorgen über der arachno idea liegt dann noch die duramata die teilweise mit dem Schädelknochen verwachsen ist und hier 55:16 sehen wir diesen Hohlraum der von der Tourer gebildet wird das ist der venöse Sinus des Gehirns in dem Fall wieder der Sinus 55:29 außerdem sehen wir auch hier wieder die Arteria mening GEA Media die zwischen dura und Schädelknochen verläuft 55:41 außerdem möchte ich noch das Augenmerk hier auf lenken das sind die sogenannten brückenvenen na wir haben ja schon gesagt dass Sinus leitet des venöse Blut 55:53 wieder zurück zum Herzen die Blutgefäße die das Gehirn versorgen laufen aber im super Arachne idealraum das heißt die venösen Gefäße müssen es 56:04 schaffen durch die Arachnoidea und die duramata durchzudringen damit sie in den Sinus eintreten können und dort den Blut abgeben 56:14 und diese Brücke zwischen Sinus und super rachmetalraum wird von der brückenvene gebildet 56:25 der super-italraum ist der einzige physiologische Spaltraum zwischen denn hier heute die anderen oder an anderen Stellen liegen die hier heute ganz eng 56:38 beieinander all die genannten Gefäße können im Krankheitsfall platzen und zu Blutungen führen die je nach Lokalisation 56:50 unterschiedlich benannt werden eine Blutung aus der arteriemedia kann zum Beispiel auftreten wenn man einen Schlag auf den Kopf 57:02 bekommt er sein hirntrauma in dem Fall verteilt sich das Blut hier in diesem ganz engen Spaltraum zwischendurch und Schädelknochen und 57:13 kann die Dura auch vom Knochen wegdrücken dann hat man in diesem Bereich etwas so wie ich das jetzt mit dem Stift darstelle eine Blutansammlung 57:27 und dieser krankhafte Hohlraum wo sich das Blut ansammelt der kann dann auch Epiduralraum genannt werden weil er über 57:39 der durchreis und EP heißt der oben drauf dementsprechend würden wir hier von einer 57:46 epiduralblutung sprechen wenn das Gehirn im Schädel durchgeschüttelt wird zum auch bei einem 57:56 Trauma zum Beispiel beim Verkehrsunfall dann kann es sein dass die Tourer die er mit dem Schädelknochen verbunden ist sich ein bisschen anders bewegt als es 58:09 darin schwimmende Gehirn das heißt das Gehirn und die Dura verschieben sich gegeneinander und dann entsteht eine Spannung hier auf den 58:19 Brücken Venen die dazu führen kann dass diese Gefäße reißen und das tun sie an der Stelle wo sie fixiert sind nämlich hier 58:30 das bedeutet es kommt dazu einer venösen Blutung in einen Spalt zwischen dura und Arachnoidea und das bezeichnen wir dann als 58:43 subduralblutung wir wollen uns auf dieser Abbildung radiologische Beispiele dieser beiden 58:52 blutungsformen ansehen hier haben wir ein CT einer Patientin die ein Schädelhirntrauma erlitten hat und anhand der blutungsform können wir 59:08 sagen dass es sich um eine epiduralblutung handelt wir sind hier das normale Hirngewebe das schwarze sind die inneren Hohlräume 59:21 des Gehirns in denen bisschen Liquor fließt und das ganze helle hier ist die Blutung der Ring ist der Schädelknochen und wir sehen dass die Blutung 59:35 nach beiden Seiten hin kaum weg ist das ist das typische Kennzeichen einer epiduralblutung das heißt wir haben hier das Blut und ich 59:46 möchte jetzt kurz einmal darstellen wo denn die Dura verlaufen würde na die Dura hätten wir hier ja und zwischendurch und Schädelknochen liegt 59:58 jetzt das Blut und das kommt vermutlich aus der arteriemedia die normalerweise etwa hier verläuft warum ist so eine Blutung 1:00:09 gefährlich nun die Blutung verdrängt das Gehirngewebe drückt es hier in diesem Bereich zusammen und sorgt auch da dafür dass das Gehirn insgesamt nach links 1:00:25 geschoben wird in der Abbildung für den Patienten wäre das eine Rechtsverschiebung weil man auf solche Schnittbilder immer von unten drauf 1:00:35 schaut und in dem Fall wäre hier links und hier rechts das heißt die Mittellinie des Gehirns die eigentlich hier verlaufen sollte ist bei diesem 1:00:46 Patienten nach rechts verschoben wir sprechen von einem mitteleien Schiff und der zeigt uns dass das Gehirn hier einem großen Druck ausgesetzt ist und durch 1:00:59 den mittleren shift kommt es auch dazu dass das Gehirn auf der gegenüberliegenden Seite der Blutung genauso komprimiert wird 1:01:09 das kann ihre versible Schäden verursachen wenn man das Gehirn nicht entlastet und zur Entlastung würde man diesen Teil des Schädelknochens 1:01:20 entfernen dem Gehirn so mehr Raum geben und zusätzlich auch das Blut aus diesem Epiduralraum absaugen und falls das 1:01:30 Gefäß noch immer blutet das Gefäß veröden in der rechten Abbildung haben wir einen Patienten mit einer 1:01:40 subduralblutung wir erkennen die subturalblutung daran dass sie im Gegensatz zur epiduralblutung nach innen also zum Gehirn hin konkav ist warum ist 1:01:54 das so wenn wir auf die vorherige Abbildung zurückgehen dann müssen wir feststellen dass die Verwachsung zwischendurch 1:02:04 nicht so fest ist wie zwischen Schädel und dura weil Schädel und dura so stark verbunden sind muss man die Dura erst einmal wegdrücken vom Schädelknochen das 1:02:18 heißt die Blutung kann sich nur langsam nach links und rechts Vorarbeiten und bildet hier erst einmal so eine blutungshöhle die nach unten 1:02:31 erweitert ist bevor Sie links und rechts weiter aufreißt zwischen durch und Arachnoidea ist die Verbindung schwächer das heißt wenn ich 1:02:41 hier eine Blutansammlung habe kann sich die ganz frei in diesem Bereich zwischen dura und arachnoethea verteilen und so ein bisschen der Schädel und gehirnform 1:02:53 folgen und deshalb haben wir hier dieses sichelförmige Blutung und es wieder zu demonstrieren die Dura hätten wir noch immer hier direkt am Schädel den Bereich 1:03:08 hier ist jetzt keine Blutung mehr die Arachnoidea hätten wir hier direkt an der Tourer und hier spaltet sie sich von der Dura 1:03:18 abverläuft so und fließt da hier wieder mit der Dura zusammen und zwischen den beiden Hirnhäuten hätten wir in dem Fall die Blutung auch bei diesem Patienten 1:03:29 haben wir einen mitleinschiff dieses Mal nach links das heißt die mit Linie des Gehirns ist nach links verschoben und das Gehirn ist einer Druckschädigung 1:03:40 ausgesetzt die Therapie eines subduralhämatoms sieht im Grunde genau so aus wie beim epiduralhämatom 1:03:51 wir wollen uns auch den Verlauf der Hirn heute im Bereich des Rückenmarks noch einmal ansehen hier haben finden wir im Grunde ähnliche Verhältnisse nämlich 1:04:00 liegt die Pia mater dem Rückenmark direkt auf sie ist von der Arachnoidea durch den Superreichen vitalraum getrennt in dem 1:04:12 auch Liquor fließt die arachno idea ist ihrerseits mit natura verwachsen die wir hier als diesen dicken gelben Strang dargestellt haben 1:04:24 anders als im Gehirn liegt zwischendurch und dem Knochen ein Fettpolster in dem Venen verlaufen das wäre jetzt ein echter Epiduralraum 1:04:39 also ein Raum über der Dura was man dann hier sieht sind die Spinalnerven die aus dem Wirbelkanal 1:04:52 austreten über die zwischenwirbel Löcher und etwa hier hätten wir die Grenze zwischen zentralen und peripherm Nervensystem 1:05:05 man sieht dass auch der periphere Nerv von einer Hülle umgeben ist eine Bindegewebshülle die im Grunde von Ausläufern der Dura 1:05:18 gebildet wird so wie man das jetzt hier sieht aber man würde ab hier nicht mehr von einer dura sprechen 1:05:27 es gibt zwei Anwendungsbereiche für den Epiduralraum und den super rachenmetalraum nämlich kann man aus dem super rachnoetalraum 1:05:38 Liquor gewinnen für diagnostische Zwecke zum Beispiel ist bei einer Hirnhautentzündung die Menge an weißen Blutkörperchen im Liquor deutlich erhöht 1:05:53 außerdem kann man darin Erreger nachweisen und dementsprechend die Therapie anpassen das heißt es ist relativ wertvoll 1:06:03 diesen Liquor zu gewinnen und in dem Fall führt man eine sogenannte Lumbalpunktion 1:06:12 durch der Patient legt sich hin oder setzt sich hin beugt den Rücken nach vorne so dass die Dornfortsätze 1:06:24 in der Lendenwirbelsäule fächerartig aufklappen so dass man eine Nadel zwischen zwei Wirbeln von hinten bis hier in den Superreichen vitalraum 1:06:38 einführen kann um dort Liquor zu gewinnen man kann da nicht nur was rausnehmen sondern man kann auch was reinspritzen 1:06:49 zum Beispiel kann man eine sogenannte Spinalanästhesie machen das wenn ein Patient 1:06:57 keine Vollnarkose vertragen würde oder eine Vollnarkose zu gefährlich wäre zum Beispiel aufgrund eines Herz Leidens und der Patient muss nur im Bereich der 1:07:09 unteren Körperhälfte operiert werden zum Beispiel eine Knieoperation oder ein Kaiserschnitt dann kann man in diesen super Rachen egal Raum ein Anästhetikum 1:07:23 also quasi ein Betäubungsmittel injizieren dass dann selektiv auf das Rückenmark wird und zwar erst ab der Höhe wo man es reingespritzt hat und 1:07:36 nicht darüber das heißt man betäubt dann quasi nur die untere Körperhälfte diese Spinalanästhesie 1:07:48 kann man auch ein bisschen anders durchführen man nennt sie dann Periduralanästhesie man kann nämlich auch nur bis hier Hineingehen in den 1:07:59 Epiduralraum und dort ein Narkose Mittel injizieren also Betäubungsmittel das dann langsam durch die Tourer hier hinein die fundiert also das geht schon 1:08:12 auch der epidural Zugang ist manchmal auch ein bisschen präferiert weil man weil der eine geringere Infektionsgefahr hat 1:08:22 einfach weil man den Liquor sagt nicht eröffnet und deshalb kann man einen Katheter der in diesen Epiduralraum geht auch länger liegen lassen ja beim 1:08:34 super Nachmittag und kann man keinen Katheter einführen ne da würden ja die Bakterien durch den Katheter bis zum Rückenmark klettern aber wenn der 1:08:44 Katheter nur im Epiduralraum liegt dann ist das nicht so ein Problem und dann kann man über diesen Katheter immer wenn Bedarf ist Schmerzmittel nachgeben das 1:08:55 wird zum Beispiel bei Frauen während der Wehen bei der Geburt gemacht die sich ja Stunden ziehen und wo man regelmäßig wenn die Frau das möchte Schmerzmittel 1:09:08 nachgeben kann wir sind somit fertig mit den Hirnhäuten und jetzt kommen wir eigentlich erst zum Liquor den wir jetzt schon häufig 1:09:16 angesprochen haben diese Gehirn Rückenmarks Flüssigkeit läuft im super Rachen neutralraum rund um Gehirn und Rückenmark aber es gibt doch innere 1:09:29 liquoräume und zwar sind das die sogenannten Ventrikel es gibt im Gehirn zwei Seiten wenn trikel in jeder Größe ihren Hälfte einen 1:09:40 und die sind verbunden mit dem dritten ventikel das ist dieser hier der quasi in der Mitte zwischen den beiden großen Hälften liegt 1:09:53 und der wiederum ist über das sogenannte Aquädukt das ist dieser Kanal hier mit dem vierten Ventrikel hier im Bereich des Kleinhirns verbunden und der hat 1:10:05 jetzt Öffnungen über den die inneren liquorräume mit dem super raffnoetalraum in Verbindung stehen 1:10:16 im Bereich der inneren liquoräume gibt es eine Struktur die hier im seitenventikel liegt den sogenannten Plexus choroideus 1:10:31 das ist das kleine Organ das für die liquorproduktion zuständig ist das heißt der Liquor entsteht hier in den seitenventikeln fließt in den dritten 1:10:43 Ventil dann in den vierten und gelangt dann erst in den super Rachen nidalraum und hier oben im Bereich wo dort darüber der Sinus 1:10:55 liegen würde also dieser venöse Blutleiter dort wird der Liquor dann ins Blut wieder aufgenommen das heißt pro Tag bilden wir etwa einen halben Liter 1:11:11 bis an dreiviertel Liter Liquor nach und nehmen auch wieder ein Lied diese Flüssigkeit auf ins Blutgefäßsystem das heißt der liegt vor zirkuliert ständig 1:11:22 und diese Liquor Zirkulation ist vermutlich deshalb notwendig weil mit dem Liquor Abfallstoffe des hirnstoff 1:11:33 Fotos abtransportiert und entsorgt werden eine zweite wichtige Funktion des Liquors ist dass er wie eine Art Stoßdämpfer wirkt dass ein Wasserkissen 1:11:45 was verhindert dass das Gehirn hart gegen den Schädelknochen prägt und dass das Rückenmark sehr schnell gegen die knöchernen Wände des Wirbelkanals 1:11:58 gepresst wird jetzt kommen wir im Detail zurückmark und Gehirn wir starten mit dem einfacheren Rückenmark die Abbildung hier haben wir schon einmal kurz gesehen 1:12:09 sie zeigt uns noch einmal dass das Rückenmark im Wirbelkanal verläuft und dieser Wirbelkanal wird gebildet von den Wirbelbögen und den Wirbelkörpern wobei 1:12:22 die Wirbelkörper in Richtung Bauch also nach ventral zeigen und der Wirbelbogen mit seinem Dornfortsatz zeigt nach posterior also dorsaal 1:12:37 die zusätzlichen Strukturen die um das Rückenmark herum im Wirbelkanal liegen sind jetzt hier der Einfachheit halber weggelassen da hätten wir ja eigentlich 1:12:49 noch die Hirn Rückenmarks heute sowie diverse Bindegewebsschichten zwischen diesen häuten und wir hätten da auch noch 1:13:00 Blutgefäße die das Rückenmark begleiten zwischen den Wirbelbögen in diesem Bereich hier hinten und zwischen den 1:13:12 Dornfortsätzen würden sich eigentlich Bänder erstrecken die der Wirbelsäule Halt geben und ein bisschen bei der Bewegung der Wirbelsäule mithelfen weil 1:13:26 sie elastisch sind auch die sind jetzt hier nicht dargestellt aber ich erwähnt das deshalb damit man sieht dass eigentlich 1:13:37 der Wirbelkanal vorne und hinten komplett eingeschlossen ist nur an der Seite hier im Bereich wo sich die Bandscheibe zwischen zwei 1:13:50 Wirbelkörpern befindet bleibt ein Loch zwischen den Wirbelbögen frei das sogenannte zwischenwirbel Loch und das ist die einzige Möglichkeit für 1:14:01 das Rückenmark Aktionen nach außerhalb zu schicken bzw von außen in Empfang zu nehmen 1:14:11 wir sehen hier zwei Äste die aus dem Rückenmark austreten und sich dann zu einem Ast vereinigen 1:14:25 wir nennen diesen kleinen Abschnitt der weiter posterior liegt die sogenannte hinterwurzel 1:14:34 den Abschnitt der hier weiter ventral liegt vor der Wurzel hinter und vor der Wurzel vereinigen sich dann zu einem Spinalnerv der jetzt 1:14:46 den Körper durchzieht wenn wir das Rückenmark überblicksmäßig im Spinalkanal betrachten dann fällt uns auf dass es nicht den ganzen Spinalkanal 1:15:01 durchzieht beim erwachsenen Menschen sondern dass er schon etwa auf Höhe des zweiten Lendenwirbels endet das heißt im Bereich des dritten bis 1:15:13 fünften Lendenwirbels sowie im anschließenden Kreuzbein verläuft kein kompaktes Rückenmark mehr aber wie wir hier sehen 1:15:25 zweiten vor dem Ende des Rückenmarks noch einzelne Spinalnerven ab die dann noch weiter nach unten wandern und im unteren Lendenwirbelbereich und im 1:15:38 kreuzbeinbereich erst austreten das heißt ab hier ist der Spinalkanal nur noch mit diesen im Liquor schwimmenden 1:15:50 Spinalnerven gefühlt und die werden gemeinsam als Coda equina oder Pferdeschwanz bezeichnet 1:15:59 wenn man die Situation beim Säugling betrachtet dann sieht man dass das Rückenmark da viel weiter nach unten reicht und fast den gesamten Spinalkanal 1:16:10 durchzieht aber im Verlauf des Wachstums dehnt sich die Wirbelsäule stärker aus als das Rückenmark das Rückenmark zieht sich auch bisschen in die Länge ja aber 1:16:22 das Ausmaß ist viel geringer als bei der Wirbelsäule dementsprechend bleibt das Rückenmark fast dort stehen wo es ist während der 1:16:33 Spinalkanal nach unten hin länger wird und so rutscht relativ zur Wirbelsäule gesehen das Rückenmarks Ende weiter nach oben 1:16:44 aber die Spinalnerven die aus diesen zwischenwirbellöchern hier austreten die müssen daher auch nachwachstum der Wirbelsäule noch austreten können und 1:16:58 dementsprechend verlängern die sich mit und bilden dann diesen Pferdeschwanz dann wir uns jetzt den Querschnitt des Rückenmarks an die Abbildung ist so 1:17:09 orientiert dass diese Seite nach vorne zum Bauch zeigt und diese nach hinten in Richtung Rücken wir kennen dass die weiße Substanz die 1:17:20 kreuzsubstanz umschließt werden also die inverse Situation zum Großhirn wo er die graue Substanz außen liegt die kreuzsubstanz bildet eine 1:17:33 schmetterlingsförmige Figur wobei die Flügel des Schmetterlings als Hörner bezeichnet werden so dass das ja das Vorderhorn ist und dass ihr das 1:17:46 Hinterhorn im Bereich des brustwirbelsäulenmarkes gibt es in diesem Bereich außerdem noch eine 1:17:57 Vorwölbung der grauen Substanz die wir als seitenhorn bezeichnen wie verbindet sich die Anatomie hier mit der Funktion nun in der weißen Substanz 1:18:14 verlaufen auf und absteigende Bahnen also myelinisierte Axone die im Rückenmark nach oben zum Gehirn ziehen oder nach unten vom Gehirn in andere 1:18:28 Körperareale wir können uns das also so vorstellen dass eine Information die von oben also vom Gehirn in den Körper geleitet werden 1:18:40 soll hier entlang der weißen Substanz nach unten zieht um dann das Rückenmark über ein 1:18:51 motorisches Neuron zu verlassen die Zellkörper der motorischen Neurone liegen hier im Vorderhorn und schicken ihr Axon über die sogenannte 1:19:07 vorderwurzel in einen peripheren Nerv oder in einen Spinalnerv und mit dem zieht das motorische Neuron dann zum Beispiel zu einem Muskel 1:19:21 den es innerviert das heißt die Erregung die entlang der weißen 1:19:31 Substanz nach unten läuft wird ab irgendeinem Punkt auf das motorische Neuron hier im Vorderhorn umgeschaltet und gelangt so in periphere Nervensystem 1:19:44 im seitenhorn Liegen die Zellkörper von Sympathikus Neuronen deren Axone verlassen das Rückenmark dann auch über die vorderwurzel 1:19:58 im Hinterhorn hingegen liegen die Zellkörper von sensorischen Neuronen dieses blaue Neuron empfängt also eine afferenz zum Beispiel von einem 1:20:11 Sinnesorgan und wandert dann mit seinem Axon in der weißen Substanz nach oben so gelangt die Information zum Gehirn 1:20:25 wichtig ist dass dieser sensorische Neuron seine Information von einem zweiten sensorischen Neuron erhält das aber im peripher Nervensystem liegt 1:20:40 das ist das gelbe Neuron in dem Fall das gelbe Neuron hat seine Dendriten irgendwo in der Peripherie an einem Sinus Organ 1:20:52 diese den drittens sind stark verlängert so dass sie im Grunde aussehen wie Axone bringen die Erregung aber in diese Richtung hier zum Zellkörper des 1:21:04 sensorischen neurons und dieser Zellkörper liegt in einer Erweiterung der sogenannten hinterwurzel die wir als Spinalganglion bezeichnen 1:21:19 und ausgehend vom Zellkörper läuft dann ein Axon durch die hinterwurzel hinein ins Hinterhorn und leitet seine Erregung dann an das 1:21:33 blaue sensorische Neuron weiter wir merken uns also dass Efferenzen motorische und sympathische Ausgänge des Rückenmark über die vorderwurzel 1:21:47 verlassen und sensorische Afferenzen gelangen über die hinterwurzel ins Rückenmark etwa am 1:21:58 Austrittspunkt aus dem Spinalkanal verschmelzen Vorder und hinterwurzel dann zum Spinalnerv so dass wir sehen können dass in einem Spinalnerv sowohl 1:22:10 motorische als auch sensorische Leitstrukturen liegen können schauen wir uns jetzt überblicksmäßig den Verlauf 1:22:19 der wichtigsten Bahnen im Rückenmark an es gibt im Rückenmark absteigende Bahnen das sind die motorischen Bahnen und aufsteigende Bahnen die sensorischen 1:22:34 beginnen wir mit der motorischen Bahn die wird auch Pyramidenbahn genannt weil sie durch eine Hirnstruktur hier die Pyramide genannt wird sieht das 1:22:47 Bewegungsprogramm wird in einem Teil der großrierenrinde zusammengesetzt und dann über das violette Bahnsystem an verschiedene Stationen im Rückenmark 1:23:02 weitergeleitet an der jeweiligen Station wird dann das motorische Neuron aktiviert und der 1:23:11 Regung gelangt seine Muskel nahezu denselben Verlauf gibt es auch weiter oben im Hirnstamm auch dort 1:23:24 aktiviert die motorische Bahn Moto Neuronen also motorische Neuronen die dann das den Hirnstamm nicht über Spinalnerven sondern über die Hirnnerven 1:23:35 verlassen aber dann im Endeffekt auch Muskeln steuern bei den sensorischen Bahnen gibt es eigentlich zwei verschiedene 1:23:48 nämlich eine Bahn die den Schmerz und Temperatur sehen leitet und eine Bahn die den vibrationssinn den Sinn für feine 1:24:01 Berührungen und den Lager sind leitet was ist der Lage Sinn der Lage sind ist ein Sinn der uns jederzeit Auskunft darüber gibt in welcher Position sich 1:24:16 unser Körper befindet das heißt er misst zu welchem Grad die verschiedenen Muskeln angespannt sind wie die Gelenke stehen ob sich unser Körper gerade 1:24:30 bewegt oder still steht dieser beiden Bahnsysteme unterscheiden sich in ihrem Verlauf 1:24:41 beginnen wir mit dem einfacheren der tastlage und Vibration sind wird vom ersten sensorischen Neuron hier an das blaue sensorische Neuron weitergeleitet 1:24:55 und die Information wird dann hier im Bereich der weißen Substanz um das Hinterhorn nach oben geleitet 1:25:07 und diesen Bereich der weißen Substanz nennt man hinter Strang also die kreuzsubstanz ist das Hinterhorn 1:25:18 die weiße Substanz in den Bereich ist der hinterstrang deshalb nennen wir die blaue Bahn auch hinter Strand 1:25:29 der Schmerz und Temperatur sind wird vom ersten sensorischen Neuron hier an das zweite sensorische Neuron das in rot dargestellt ist geleitet 1:25:41 und dieses steigt nicht direkt nach oben sondern sein Aktion verläuft auf die gegenseitige Rückenmarks Hälfte um erst 1:25:53 dort in die weiße Substanz einzutreten und nach oben zu ziehen wir sehen also dass die Information über Schmerz und Temperatur 1:26:07 im Rückenmark die Seite wechselt so dass die linke Hälfte der weißen Substanz die Information der rechten Körperseite beinhaltet 1:26:22 und da dieser rote Strand dann ohne noch einmal die Seite zu wechseln nach oben zieht 1:26:30 empfindet die rechte Hirnhälfte den Schmerz und die Temperatur der linken Körperhälfte 1:26:40 das ist beim Tastsinn Lage sind und vibrationssinn übrigens genauso nur findet da der Seitenwechsel also die 1:26:50 sogenannte Kreuzung nicht im Rückenmark statt sondern weiter oben im Hirnstamm und auch bei der motorischen Bahn also bei der Pyramidenbahn ist es so auch 1:27:04 hier kommt es zu einer Kreuzung auf Höhe der Pyramide so dass die rechte Hirnhälfte die Muskulatur der linken Körperseite kontrolliert 1:27:18 wir beschäftigen uns jetzt mit spinalen Reflexen ein Reflex ist eine Reaktion auf einen umweltreiz 1:27:28 und spinal bedeutet dass diese Reaktion im Rückenmark ausgelöst wird nehmen wir ein Beispiel wenn wir mit der Hand auf einer heiße 1:27:42 Herdplatte greifen dann ziehen wir unwillkürlich den Arm zurück damit wir unsere Handfläche schützen 1:27:53 es ist nicht so dass wir uns zuerst einmal bewusst denken müssen oh diese Hitze ist schmerzhaft und gefährlich für die Hand ich sollte sie besser in 1:28:04 Sicherheit bringen und wegziehen das heißt das Gehirn ist nicht an der bewussten Auslösung dieser Reaktion beteiligt 1:28:16 sondern die läuft unterbewusst ab der Grund hierfür ist dass diese Reflexe so wichtig für das Überleben sind dass 1:28:30 sie schon bei Tieren entstanden sind die über noch gar kein ausgeprägtes groß hin und verfügten das heißt da blieb quasi nichts anderes übrig als diese Reflexe 1:28:43 schon im Rückenmark zu kodieren oder eben primitiveren hirnabschnitten wie dem Hirnstamm und bei höheren Tieren wie zum Beispiel dem Menschen sind diese 1:28:55 rückenmarksprogramme aber noch erhalten geblieben weil sie halt so nützlich sind sie laufen sehr schnell ab weil sie keine Beteiligung des Gehirns erfordern 1:29:06 und sie laufen auch dann ab wenn das Gehirn gerade nicht aufmerksam ist sprich die Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt hat als auf die heiße 1:29:18 Herdplatte in unserem Beispiel die Aufgabe des Gehirns ist es jedoch bewusste und komplexere Bewegungen zu planen und dann auch vom Rückenmark 1:29:30 ausführen zu lassen allerdings kann das Gehirn die Auslösung von spinalen Reflexen unterdrücken wenn es zum Beispiel der Meinung ist dass ein 1:29:41 Reflex in der jetzigen Situation entweder nichts bringt oder sogar zu einer zu einem unerwünschten Ergebnis führen könnte 1:29:52 allerdings erfordert diese bewusste reflexblockade ein gewisses Maß an Konzentration und fällt weg sobald man einen Menschen ablenkt dann lassen sich 1:30:06 die Reflexe ununterdrückt wieder auslösen dieser Abbildung zeigt uns nun die sogenannten Reflexbögen das sind die 1:30:16 Neurone die gemeinsam an der Auslösung des Reflexes beteiligt sind das Beispiel mit der Herdplatte entspricht der linken Hälfte der 1:30:27 Abbildung dieser Reflexbogen ist aber der komplexere der beiden möglichen und deshalb schauen wir uns zuerst den 1:30:36 Reflexbogen auf der rechten Seite an stellen wir uns vor ein Mensch sitzt auf einem Stuhl und lässt die Füße in der Luft baumeln 1:30:48 er hat hier im Oberschenkel den Musculus Quadrizeps femoris der eine kniestreckung durchführt das heißt in diesem Beispiel hier zieht er den 1:30:59 Unterschenkel so nach vorne und das schafft er deshalb weil er über eine Szene die sogenannte Patellasehne mit dem Unterschenkel verbunden ist und 1:31:12 den scharnierartig nach vorne klappen kann und wenn wir jetzt einen Reflexhammer nehmen und auf diese Sehne schlagen nur 1:31:26 ganz leicht dann wird dieses Sehne durch diese Einteilung geringfügig gedehnt werden und diese Dehnung wird dann auf den Muskel 1:31:38 übertragen und die Muskel sitzen spezialisierte Muskelfasern die sogenannten muskelspindelfasern 1:31:49 die als Dehnungsrezeptoren fungieren das heißt es gibt Muskelfasern die reagieren darauf wenn sie unerwartet 1:31:59 gedehnt werden und die senden dann ein sensorisches Signal über die afferenten Bahnen direkt ins Vorderhorn des Rückenmarks 1:32:13 und dort sitzt dann ein motorisches Neuron das aktiviert wird und dann den Muskel hier zum kontrahieren bringt das heißt die 1:32:25 Dehnung wird im Muskel gemessen woraufhin der Muskel sich kontrahiert wir können das auch folgendermaßen formulieren reizorgan ist gleich 1:32:37 Erfolgsorgan und weil die reflexantwort durch eine Dehnung des Muskels selbers ausgelöst 1:32:48 wird sprechen wir hier von einem eigenreflex noch ein kurzer Hinweis zur Abbildung hier sieht man dass die sensorischen 1:32:58 Nervenendigungen in der Szene entspringen dass es aber nur der Übersicht halber so gezeichnet eigentlich müssten die sensorischen 1:33:07 Nervenendigungen in der Tiefe des Muskels an den muskelspindelfasern liegen die Funktion bzw der evolutionäre Sinne 1:33:18 des solchen ein reflexes ist jetzt deutlich schwerer zu verstehen als das Hand wegzieren wir vorher als Beispiel angeführt haben 1:33:32 nun prinzipiell schützt ein eigenreflex einen Muskel davor dass er unerwartet überdehnt wird das heißt es ist ein Schutz vor einer Muskelverletzung denn 1:33:46 er wieder setzt sich automatisch einer Dehnung und verhindert dann dass er einreist aber es gibt noch einen tieferen Sinn 1:33:57 zumindest von manchen eigenreflexen die wir im Körper haben stellen wir uns einen gehenden Menschen vor ich möchte den mal kurz zeichnen 1:34:12 der geht hier von links nach rechts das rechte Bein ist gerade noch durchgestreckt das linke Bein ist schon nach vorne gesetzt worden 1:34:24 und jetzt wird er folgendes Passieren der Mensch wird hier sein rechtes Bein aufheben denn das möchte er ja jetzt nach vorne bringen 1:34:34 in dem Moment wo er das rechte Bein als Stütze entfernt wird es passieren dass er ein klein wenig mit dem Hintern nach unten 1:34:47 sinkt wenn das passiert dann wird er im linken Bein die 1:34:58 Oberschenkelmuskulatur gedehnt 1:35:04 wie hier unten in unserem Beispiel denn wenn der hinten ein bisschen absinkt dann wird ja das Knie stärker gebeugt und das führt dazu dass sich der Weg 1:35:15 zwischen dem Sehnenansatz und dem Muskel verlängert und diese Dehnung überträgt sich dann auf den Muskel 1:35:26 das heißt wir nehmen das rechte Bein vom Untergrund weg der Hintern sinkt ein bisschen ein die Oberschenkelmuskulatur wird gespannt 1:35:39 das Knie versucht sich dann zu strecken und weil der Fuß hier fest am Boden steht für die kniestreckung dazu dass der Oberschenkel 1:35:51 und damit der ganze Körper nach oben gezogen wird das heißt beim Gehen verhindert dieser Muskel eigenreflex des 1:36:02 Oberschenkelmuskels dass wir ein knicken wenn wir den anderen Fuß gerade nach vorne setzen 1:36:12 das war jetzt dann nur ein Teil des g-prozesses den ich hier herausgegriffen habe im Endeffekt können wir uns das Ganze gehen also all die Bewegungen die 1:36:26 für das Gen notwendig sind als eine Reihe von muskeleigen Reflexen vorstellen das heißt 1:36:35 das Gehen funktioniert deshalb so automatisch bei uns weil die das Rückenmark über die muskeleigenreflexe sehr gut mithilft 1:36:47 beim g-akt natürlich gehören dann noch steuerprozesse vom Großhirn dazu aber es gibt Experimente die das eindrucksvoll demonstrieren wie wichtig 1:37:00 Reflexe für das Gehen sind denn es gibt Katzen bei denen man das Rücken mag so durchtrennt hat dass das Gehirn die Hinterbeine nicht mehr steuern kann 1:37:15 in Ruhe wenn man die Katze einfach herumliegen lässt sind die Hinterbeine dann wie gelähmt wenn man die Katze jedoch auf ein 1:37:25 Laufband stellt dann können Sie sich die Hinterbeine genauso bewegen wie die Vorderbeine das heißt die Katze kann nahezu normal gehen auf dem Laufband und 1:37:40 das ist deshalb möglich weil das Gehirn zwar die Hinterbeine jetzt nicht mehr steuern kann aber der g-prozess von den Muskel eigenreflexen 1:37:53 in den Hinterbeinen übernommen wird beim Menschen ist dieses System dann natürlich noch verfeinert 1:38:02 und bei Menschen ist das gehen dann insofern viel schwieriger als das bei einer Rückenmarks Durchtrennung zwar noch die Muskel eigenreflexe 1:38:12 funktionieren würden aber die Muskelkraft ist dann zum Beispiel doch stark geschwächt 1:38:21 und der Körper des Menschen ist wiegt er um einiges mehr als das einer Katze beispielsweise beim eigenreflex müssen wir mit bedenken 1:38:31 dass die sensorische Endigung ja im selben Organ liegt wie die Einigung des motoneurons und dementsprechend sind auch das 1:38:44 sensorische Zentrum und das motorische Zentrum im Rückenmark die für diesen Muskel zuständig sind ungefähr auf selber Höhe deswegen kann 1:38:56 eine direkte Verbindung des sensorischen neurons mit dem motorischen Neuron erfolgen das ist jetzt in unserem nächsten 1:39:07 Beispiel etwas anderes auf der linken Seite der Abbildung haben wir einen sogenannten fremdreflex demonstriert so eine Art von Reflex wird 1:39:19 ausgelöst wenn wir die Hand von einer heißen Herdplatte zurückziehen oder wenn wir wie in diesem Beispiel hier gezeigt auf einen reißnagel steigen 1:39:32 in dem Fall registrieren die Schmerzrezeptoren der Fußsohle den reißnagel diese senden ihr Signal an das sensorische Hinterhorn des Rückenmarks 1:39:44 und das Vorderhorn reagiert dann so dass motorische Neuronen aktiviert werden die denn beinhebermuskeln also mehrere 1:39:55 hüftmuskeln aktivieren somit wird dann das Bein aufgehoben so dass wir uns nicht vollständig auf den 1:40:05 Reis Nagel stellen und in uns in die Haut hineindrücken nun muss man aber mit bedenken dass das sensorische Signal hier unten an der 1:40:15 Fußsohle ausgelöst wird der Muskel der aktiviert werden muss um das Bein zu heben liegt allerdings im Bereich der Hüfte 1:40:26 Situation ähnlich dort liegt das sensorische Hinterhorn Neuron deutlich weiter unten im Rückenmark als das motorische vorderhornneuron das heißt 1:40:39 die liegen in unterschiedlichen Rückenmarks Segmenten oder in unterschiedlicher Höhe und dementsprechend kann jetzt dieses 1:40:47 sensorische Neuron aus der Fußsohle nicht direkt mit dem motorischen Neuron kommunizierend so wie wir das hier beim eigenreflex dargestellt haben sondern 1:41:00 das sensorische Signal wird auf eine hinterhornzelle neu übertragen die schickt dann ihr Axon im Rückenmark ein bisschen nach oben bis 1:41:12 in die passende Schicht und dort wird dann erst das Motoneuron stimuliert und dieses verbindungsneuron zwischen dem 1:41:23 ursprünglichen sensorischen und dem Motor Neuron wird auch interneuron genannt solche Interneuronen sind ein 1:41:33 Kennzeichen des fremdreflexes weil eben hier sehensorisches Organ und kontrahierender Muskel nicht gleich sind 1:41:44 hier ist reizorgan nicht gleich erfolgsreflexes ich möchte allerdings noch dazu sagen dass auch eigenreflexe Interneurone 1:41:58 haben zwar nicht um mit diesem motone und hier zu kommunizieren aber um mit anderen Motoneuronen zu kommunizieren 1:42:11 es ist nämlich nie so dass nur der gedehnte Muskel dann aktiviert wird sondern das Rückenmark löst noch ein paar 1:42:21 weitere Reaktionen aus damit der Reflex so gut ablaufen kann nämlich wird der antagonistische Muskel der der also das Knie beugt in diesem 1:42:34 Fall gehemmt damit die Streckung durch den Reflex gut erfolgen kann und diese Hemmung des Antagonisten wird über ein interneuron vermittelt das aber hier 1:42:47 nicht eingezeichnet ist zusätzlich zu den spinalen Reflexen gibt es auch sogenannte hirnstabenreflexe 1:42:58 dabei verlaufen die sensorischen Afferenzen und die motorischen Efferenzen des Reflexbogens in den Hirnnerven und nicht in den Spinalnerven 1:43:10 so dass das reflexzentrum wo also die Umschaltung von sensorisch auf motorisch stattfindet im Hirnstamm gelegen ist es gibt mehrere verschiedene solche 1:43:24 Hirnstamm Reflexe das sind eigentlich zum überwiegenden Teil fremdreflexe zum Beispiel der bürgerreflex bei dem ein bestreichen der hinteren Rachenwand 1:43:38 bzw das gaumenzäpfchens oder der hinteren zungenabschnitte zu einem Würgereiz führt 1:43:48 das ist natürlich ein Schutzreflex der vor der Aspiration von Gegenständen bzw Flüssigkeiten schützen soll daneben gibt es auch noch den 1:44:00 Lidschlussreflex der läuft folgendermaßen ab die Hornhaut wird berührt zum Beispiel mit einem Wattestäbchen und daraufhin werden die 1:44:09 Augen zusammengekniffen das ist auch wieder mein Schutzmechanismus für die empfindliche Augenoberfläche 1:44:20 wird uns direkt zur Besprechung des Gehirns das Gehirn ist unsere übergeordnete Kontrollinstanz im Körper 1:44:30 die so gut wie alle Körperfunktionen steuert angefangen von der Atmung über die kreislaufkontrolle bis hin zur Planung von Bewegung und natürlich auch 1:44:43 die ganzen kognitiven Funktionen wie das Denken erinnern und planen außerdem werden im Gehirn die bewusst wahrgenommenen Sinne ausgewertet so viel 1:44:57 erneut zu den vielfältigen Funktionen des Gehirns jetzt wollen wir uns die Gliederung des Gehirns in seine verschiedenen Abschnitte ansehen wir 1:45:08 blicken hier von links auf die Hirn Oberfläche wobei links im Bild vorne wäre rechts im Bild wäre hinten das heißt wir müssen uns den 1:45:21 Schädel bzw Kopf so vorstellen dass die Augen nach links zeigen farbcodiert sehen wir jetzt schon einige verschiedene Abschnitte von unten nach 1:45:35 oben während des das verlängerte Mark die Brücke das Mittelhirn des Kleinhirn und das große Hirn die haben auch relativ bekannte 1:45:48 lateinische Begriffe nämlich heißt das verlängerte mag auch Medulla oblongata die Brücke ist die Pommes das Mittelhirn ist das meesen 1:46:01 das Kleinhirn ist das cerebellum und das Grosshirn ist das zerebrum und man merkt schon das Kleinhirn ist so ähnlich wie das groß hier nämlich sehr repromotive 1:46:19 im Lateinischen quasi die Verkleinerungsform von cerebrum ist außerdem ist hier noch das Zwischenhirn angegeben das auf dieser Abbildung nicht 1:46:33 ersichtlich ist weil es sich etwa in diesem Bereich in der Mitte des Gehirns befindet und deshalb von außen nicht sichtbar ist sondern erst wenn man das 1:46:45 Gehirn der Länge nach in der Mitte durchschneidet ein wesentlicher Begriff ist aus dem noch der Hirnstamm das ist nur ein Sammelbegriff für Mittelhirn 1:46:57 Brücke und verlängertes mag denn dieser drei Gebiete haben ein paar Sachen gemeinsam nämlich dass sie die Hirn nervenkerne beinhalten und dass sie von 1:47:10 einer Struktur namens Formatio retikularis durchzogen sind die Formatio retikularis ist auch eine weitläufige Ansammlung von kleinen 1:47:21 Kernen die sehr wichtige Körperfunktionen Steuern nämlich die vegetativen Körperfunktionen wie die Kontrolle der Atmung die Steuerung von 1:47:33 Blutdruck und Herzfrequenz sowie das Erbrechen und den Schlaf-Wachrhythmus und es ist nicht überraschend dass diese formatioretikularis mit ihren 1:47:47 lebenswichtigen Funktionen im Hirnstamm liegt denn der Hirnstamm ist der evolutionär älteste Teil des Gehirns das heißt das 1:47:58 Gehirn sehr primitiver Tiere bestand aus kaum mehr als einem Hirnstamm und dementsprechend sind dort schon die wichtigsten Körperfunktionen verankert 1:48:10 später im Verlauf der Evolution kamen dann weitere hirnanteile dazu wie zum Beispiel das Kleinhirn das Kleinhirn ist sehr wichtig für die 1:48:22 Bewegungskoordination und man sieht dass Tiere die sich im dreidimensionalen Raum bewegen also zum Beispiel Fische oder Vögel ein größeres 1:48:33 Kleinhirn entwickelt haben mit zunehmender Komplexität der Lebewesen kam auch ein Zwischenhirn dazu 1:48:45 und das zwischen Hirn steuert nämlich komplexere Lebensfunktionen als der Hirnstamm alleine zwischen Hirn 1:48:55 beschäftigt sich mit Hunger Durst Sexualfunktionen der Regulation des Körpergewichts außerdem steuert es zwischen Hirn über den Hypothalamus das 1:49:07 Hormonsystem und schlussendlich hat sich besonders unter den Säugetieren das Großhirn 1:49:16 entwickelt das Großhirn ist der Sitz aller bewusst wahrgenommenen Sinne und Körperfunktionen das heißt im Großhirn werten wir alle Sinne aus die wir 1:49:31 bewusst erleben können zum Beispiel Geruch sehen fühlen schmerztemperatur wir können uns aber auch dazu entscheiden willkürliche Bewegungen 1:49:46 durchzuführen das wird auch vom großen übernommen die Sprache wird vom großen übernommen das Planen denken Moralvorstellungen etc das sind alles 1:49:56 großhirnleistungen und besonders dieser sehr hochentwickelten kognitiven Funktionen liegen in großhirnarealen die sehr neu 1:50:07 sind evolutionär und die eigentlich erst beim Menschen so wirklich stark ausgebildet worden sind ich möchte noch einmal die Abbildung von 1:50:17 vorher zeigen weil wir hier in diesem Längsschnitt durch die hirnmitte die in rosa gefärbten Areale des Zwischenhirns sehen die von außen betrachtet nicht 1:50:31 sichtbar werden wir haben wieder die Gliederung des Hirnstamms in seine drei Abschnitte das dahinter gelegene Kleinhirn und das 1:50:42 Großhirn zu beachten ist dass im Vergleich zu Foren Abbildung vorne und hinten jetzt vertauscht sind 1:50:52 als nächstes werden wir gedanklich das Großhirn etwa in diesem Bereich zerteilen und dann von vorne auf die Schnittfläche schauen wobei wir dann 1:51:06 einen sogenannten frontalschnitt durch das Großhirn sehen werden wir werden aber auch von vorne noch die Vorderseite des hirnstammes sehen können 1:51:20 die Färbung ist jetzt weg aber wir sehen noch einmal ganz grob unterteilt die Hirnstamm Abschnitte verlängertes mag Brücke und Hirnstamm und wir sehen schon 1:51:32 dass der Hirnstamm sich in zwei Hirn Schenkel teilt und das ist deshalb so weil jeder Hirn Schenkel 1:51:42 die Informationen in und aus einer der beiden großhirnhälften leitet wie man hier sieht ist das Großhirn in der Mitte 1:51:55 eingekerbt so dass es zwei mehr oder weniger symmetrische großhirnhälften gibt die sogenannten Hemisphären 1:52:07 und jeder Hemisphäre ist über einen hirnschenkel mit dem Hirnstamm verbunden etwa in diesem Bereich hier sind die beiden Hemisphären über das 1:52:23 zwischenhirnverbunden also die vorher rosa gekennzeichneten Strukturen sind etwa hier lokalisiert 1:52:33 weiter kranial also weiter oben sind die beiden Hemisphären außerdem durch den sogenannten Balken verbunden die Oberfläche des Großhirns ist 1:52:46 sozusagen aufgefaltet so dass es Erhebungen gibt und Vertiefungen der Erhebungen heißen Windungen oder güri die Anzahl wäre 1:53:00 die Furchen heißen auch Sulky Einzahl wäre Sulcus das dient der Oberflächenvergrößerung so dass ein breiteres Gebiet vom 1:53:14 sogenannten Cortex besiedelt werden kann die Hirnrinde ist der Ort wo die Nervenzellkörper liegen und somit bittert ein ausgedehnterer 1:53:26 Kortex mehr Nervenzellen Platz und dementsprechend komplexer sind die möglichen Verschaltungen das kann man zum Beispiel daran sehen dass das Gehirn 1:53:39 des Menschen also eines hochintelligenten Lebewesens deutlich stärker gewunden ist als das eines weniger hochentwickelten Säugetiers wie 1:53:52 zum Beispiel eines Löwen im maklager des Gehirns liegen die vorhin schon erwähnten Kerne die werden hier zum Beispiel 1:54:04 Basalganglien genannt das sind ein paar der großen Kerne tiefer drin in diesem Bereich gibt es auch Kerne wieder ein Hypothalamus oder 1:54:13 den talamus die werden dann jedoch nicht mehr dem großhirnzugeordnet sondern dem Zwischenhirn 1:54:21 widmen wir uns jetzt noch ein bisschen eingehender den Funktionen der verschiedenen hirnabschnitten wir haben schon erwähnt dass der Hirnstamm 1:54:31 lebenswichtige Kontrollzentren beinhaltet zum Beispiel wird hier die Atmung tatsächlich gesteuert und der Atemantrieb ausgelöst 1:54:42 außerdem wird hier der Blutdruck und die Herzfrequenz kontrolliert Achtung der Herzschlag wird im Gegensatz zur Atmung nicht im Hirnstamm ausgelöst sondern im 1:54:55 Herzen selbst durch den Sinusknoten der Hirnstamm enthält eine Reihe von Chemo Rezeptoren die auf eine Reihe von 1:55:06 mitunter giftigen Stoffen im Blut bzw im Liquor reagieren können und die lösen dann Erbrechen aus die Idee dahinter ist wenn der Hirnstamm 1:55:21 mitbekommt dass im Blut ein Giftstoff vorhanden ist dann kommt dieser Giftstoff in den meisten Fällen aus der Nahrung weil die zum Beispiel verdorben 1:55:30 war und in dem Fall möchte der hirnstampfer hindern dass noch mehr von diesem Giftstoff aufgenommen wird falls davon 1:55:40 noch etwas im Magen vorhanden ist und deshalb versuchen wir unseren Magen zu entleeren indem wir erbrechen es gibt dazu eine Reihe von spannenden 1:55:52 Theorien eine davon betrifft dass Erbrechen das in der Frühschwangerschaft häufig auftritt in der Frühschwangerschaft entwickeln 1:56:03 sich ja die Organanlagen des Embryos und in dieser Phase der Entwicklung ist der Embryos sehr sehr anfällig für schädliche Umwelteinflüsse wie zum 1:56:14 Beispiel Giftstoffe die aus dem mütterlichen Blut über die Plazenta ins kindliche Blut gelangen das bedeutet dass sich der mütterliche 1:56:26 Organismus in der Frühschwangerschaft besonders gut vor Giftstoffen schützen muss 1:56:34 und vermutlich läuft das Ganze so ab dass die Nahrung der Frau viel Verdächtiger vorkommen soll ja sie soll 1:56:45 möglicherweise verdorbene Nahrung viel eher meiden als wenn sie nicht schwanger wäre und dementsprechend wird die 1:56:55 Sensitivität also die Reizbarkeit dieses Zentrums für Erbrechen im Hirnstamm nach oben gedreht so dass viel leichter Erbrechen ausgelöst werden kann 1:57:11 gut kommen wir zu einer weiteren sehr wichtigen hirnstammfunktion und zwar ist das die Kontrolle des Bewusstseins im sogenannten aufsteigend retikulär 1:57:22 aktivierenden System kurz Aas die Funktion des Aras ist recht interessant wir springen dazu in dieser 1:57:36 Abbildung zurück ein Teil des Zwischenhirns ist der sogenannte talamus der in der seitlichen Wand des dritten Ventrikels liegt dieser 1:57:49 kleine rosa Knödel ist das und der Teiler muss ist eine Art Schaltzentrale für alle Informationen die von unten ins Grosshirn eindringen 1:58:03 wollen zum Beispiel für den Tastsinn oder für den Sehsinn oder das schmecken und hören 1:58:15 die Afferenzen von all diesen Sinne so Organen treten entweder im Bereich des Rückenmarks oder im Bereich des Hirnstamms ins ZNS ein und verlaufen 1:58:29 dann von dort in Richtung Großhirn müssen aber durch den Taler musst durch und der talamus ist dann eine Art verteilungszentrum der die verschiedenen 1:58:41 Sinne an die richtigen Hirn Areale weiterleitet denn unterschiedliche Sinne werden in unterschiedlichen Gebieten der Großhirnrinde verarbeitet und wir müssen 1:58:57 uns merken dass ein sinneseindrucken nur dann bewusst wahrgenommen wird wenn er in die Großhirnrinde geleitet wird denn die 1:59:09 Großhirnrinde ist quasi der Sitz unseres Bewusstseins alles was innerhalb der Rinde abläuft also alles was ich jetzt in 1:59:23 noch einmal einkreise all diese gehirnabschnitte Arbeiten unterbewusst nur die Hirnrinde nur der Kortex arbeitet bewusst 1:59:37 das heißt wann immer wir denken oder etwas wahrnehmen findet dieser Prozess in der Hirnoberfläche des Großhirns statt 1:59:50 und nun ist es so dass der Taler muss unterschiedlich durchlässig sein kann das heißt manchmal nämlich wenn wir wach sind leitet er die Sinne viel leichter 2:00:06 zur Großhirnrinde so dass selbst schwache Sinneseindrücke bewusst wahrgenommen werden wenn wir jedoch schlafen wird der talamus zu einer Art 2:00:18 Filter nun haben es die Sinneseindrücke die zum Teiler muss geleitet werden viel schwerer durch den Taler muss durchzukommen das 2:00:31 heißt der Großteil der Sinneseindrücke wird geblockt erreicht die Großhirnrinde nicht und wir nehmen Sie deshalb nicht bewusst wahr 2:00:40 soll heißen unsere Augen und unsere Tastsinnes Rezeptoren etc schicken auch während des Schlafes ständig Signale zum Teiler muss der 2:00:54 Taler muss lässt sie nur nicht mehr durch und deshalb nehmen wir sie nicht bewusst wahr und wachen nicht auf davon nur wenn ein Sinneseindruck so stark ist 2:01:07 dass er die talamussperre überwinden kann wird er ins große geleitet deshalb können wir von sehr lauten Geräuschen oder von 2:01:19 Schmerzen durchaus aufwachen und die Durchlässigkeit des talamos wird eben von diesem angesprochenen Hirnareal 2:01:30 beeinflusst von dem aufsteigenden retikulären aktivierenden System dass sich in diesem Bereich des Hirnstamms befindet 2:01:41 und mit dem Taler muss kommuniziert und wenn das Aras aktiv wird dann wird die Durchlässigkeit des talamus erhöht deswegen aktivieren das 2:01:54 System gehen wir hier gleich weiter zur nächsten Hirnstruktur nämlich zum 2:02:00 zerebellum dem kleinen Hirn das hier hinter dem Hirnstamm liegt das Kleinhirn ist eine sehr wichtige Struktur bei der Koordination von 2:02:12 Bewegungen es bekommt Signale von der Großhirnrinde aber auch vom Rückenmark was macht es mit diesen Signalen nun die 2:02:24 Großhirnrinde plant etwa in diesem Bereich ein Bewegungsprogramm wo sie quasi festlegt welche Muskeln zu welchem Zeitpunkt wie stark aktiviert 2:02:37 werden sollen und dieser Signal wird dann von der Großhirnrinde über das Rückenmark zu den Muskeln geleitet 2:02:48 das Kleinhirn bekommt aber eine Kopie von diesem bewegungsplan das heißt dieselbe Information gelangt auch ins Kleinhirn und jetzt 2:02:58 kann man sich das etwa folgendermaßen vorstellen ja also die große hier drin Rinde ist der Architekt von dieser Bewegung 2:03:08 die Muskeln sind die Bauarbeiter und das Kleinhirn ist sozusagen der Baumeister das kleine Hirn schaut immer wieder nach ob die Bauarbeiter also die Muskeln eh 2:03:23 das machen was sie machen sollen also ob die sich an den Plan halten und das funktioniert so dass die Muskeln über ihre ganzen Sinnesorgane also über 2:03:36 ihren dehnungssinn und über die Sinneszellen die die Muskelkraft registriert ständig Informationen zurück zum ZNS 2:03:48 leiten das heißt es kommen ganz viele Afferenzen vom Muskel wieder zurück ins Rückenmark und vom Rückenmark aus dann ins Kleinhirn 2:03:58 das Kleinhirn ist außerdem noch dafür zuständig dass es ständig die Lage des Körpers im Raum überwacht das bedeutet es weiß ob wir stehen liegen und 2:04:12 vorbeugen zurücklehnen oder zur Seite neigen das erfährt des kleinhirnwaldes von den Sinnesorganen der Muskulatur im ganzen 2:04:23 Körper ständig Rückmeldungen bekommt über das Rückenmark dieser sogenannte Lage oder Stellung sind wird auch Propriozeption genannt 2:04:37 wird unterbewusst ständig im kleinen Hirn verarbeitet wenn es kein Hirn merkt dass wir aus der Balance geraten dann macht es wieder ein Korrektursignal und 2:04:48 schickt das über das Rückenmark zur Muskulatur wie können wir uns diesen stellungs- oder Lage sind vorstellen und bildlich 2:04:58 machen wenn wir unsere Augen schließen können wir ja trotzdem beurteilen in welcher 2:05:08 Position sich unsere Arme und Beine befinden und ob wir die Arme ausgestreckt oder abgewinkelt haben das heißt wir wissen zu jedem Zeitpunkt in 2:05:19 welcher Position sich unsere Gliedmaßen befinden und unser Kleinhirn verarbeitet diese Informationen halt in jeder Sekunde 2:05:29 unterbewusst und passt unsere Gleichgewicht so an und damit nicht genug das Kleinhirn hat noch eine ganz wichtige Funktion bei der 2:05:41 Abstimmung der Aktivität von verschiedenen Muskelgruppen das heißt es ist eine Art Impulsgeber der den Muskeln sagt wann sie sich 2:05:53 aktivieren sollen und das merkt man besonders dann wenn es darum geht schneller abwechselnde Bewegungen zu machen zum Beispiel den Kopf schnell von 2:06:05 links nach rechts zu drehen und das immer wieder links rechts links rechts links rechts das kann ein gesunder Mensch sehr flüssig machen weil die 2:06:17 Muskeln die den Kopf nach rechts drehen immer dann aktiviert werden wenn die Muskeln die ihn nach links drehen abgeschaltet werden und umgekehrt das 2:06:30 heißt es ist immer nur die Muskulatur von einer Kopfseite oder Halsseite aktiv die andere wird in dem Moment gestoppt wenn es kleinhin jetzt nicht 2:06:41 funktioniert auch diese Koordination nicht mehr das heißt es gibt Momente wo die Muskeln von beiden Seiten gleichzeitig angespannt 2:06:53 sind oder die Muskeln auf der rechten Seite versuchen den Kopf nach rechts zu drehen bevor die Muskeln auf der linken Seite sich entspannt haben ja und dann 2:07:05 wird diese Bewegung ganz ruckartig und sie verläuft nicht mehr flüssig sie wird langsam dass es ein 2:07:15 typisches Zeichen eines kleinen Hirnschadens außerdem aufgrund der verringerten Bewegungskontrolle wird 2:07:27 auch die Feinmotorik schlechter das heißt mit einem kleinen Hirnschaden ist es dann beispielsweise schwieriger zu schreiben oder zu sprechen weil auch die 2:07:38 ganzen Rachen und zungenmuskeln beim Sprechen ja ganz genau abgestimmt werden müssen und mit einer kleinen Hirnschädigung ist 2:07:49 das dann viel schwieriger das heißt die Sprache wird dann sehr undeutlich und das dritte was man bei einem Menschen mit einer kleinen 2:08:01 Hirnschädigung beobachtet ist dass sie sich schwer tun das Gleichgewicht zu halten das heißt sie fallen auf die Seite oder nach hinten wenn sie stehen 2:08:12 und wenn sie gehen sieht das sehr unsicher aus und sie haben einen sehr breitbeinigen und ein bisschen ruckartigen Gang der nicht so flüssig 2:08:22 ist wie von jemandem mit einem intakten kleinen Hirn als nächstes kommen wir zum Zwischenhirn viele der Strukturen des zwischenwirtens 2:08:34 haben wir schon ein anderer Stelle erwähnt zum Beispiel die Hirnanhangsdrüse die Hypophyse spielt eine wichtige Rolle im Hormonsystem 2:08:44 genauso wie die Zirbeldrüse und die Zirbeldrüse produziert zur Erinnerung Melatonin das uns müde macht wenn die Augen nicht viel Licht 2:08:56 wahrnehmen das heißt wenn es rundherum um uns dunkel ist der Hypothalamus heißt so weil er unter dem talamus liegt 2:09:07 und das ist die zentrale Schaltstelle für unsere vegetativen Körperfunktionen das heißt der Hypothalamus kontrolliert unseren Energiehaushalt der macht uns 2:09:21 hungrig oder satt der macht uns durstig der kontrolliert die Körpertemperatur wenn die niedriger ist als der hypothaler 2:09:32 muss das möchte dann ist uns kalt wenn sie höher ist als das was der hypothaler muss vorgibt dann ist uns heiß und zusätzlich steuert der hypothaler muss 2:09:43 ja auch unser Hormonsystem und unser vegetatives Nervensystem das ist ganz viele Funktionen die der Hypothalamus da ausübt 2:09:55 dann ein bisschen darüber haben wir den talamus da haben wir schon besprochen dass das eine zentrale Schaltstelle ist wo die Afferenzen der unterschiedlichen 2:10:06 Sinne eintreten und dann ans Großhirn verteilt werden vielleicht eine Ausnahme der Geruchssinn ist der einzige Sinn der direkt ins Bewusstsein also in die große 2:10:21 ihren Rinde kommt ohne dass er vorher den Taler muss passieren muss das mag die Erklärung sein warum bestimmte Gerüche bei Menschen sehr 2:10:33 starke Emotionen auslösen können oder sehr belebte Erinnerungen hervorrufen können denn diese Geruchsinformationen gehen 2:10:46 direkt in die Gehirnareale die für die Emotionen und das Gedächtnis zuständig sind ohne dass sie vorher im Taler muss 2:10:58 gefiltert werden zum Abschluss kommen wir jetzt zum am höchsten entwickelten gehirnabschnitt 2:11:06 beim Menschen nämlich zum Großhirn das Großhirn ist ein zwei Hälften unterteilt die beiden Hemisphären und weil sie 2:11:19 halbkugelartig sind ganz grob und Hemi heißt der halb und Sphäre ist die Kugel wir schauen hier von links auf die Hirn Oberfläche wobei links in der Abbildung 2:11:34 vorne also die Gesichtsseite ist und rechts in der Abbildung ist die Seite vom Hinterhaupt bzw vom Nacken und weil wir hier auf die 2:11:48 Gehirnoberfläche blicken sehen wir nicht den Balken der die beiden himmisphären verbindet und wir können noch die rechte Hemisphäre nicht sehen weil die sich 2:11:59 hier hinter der linken versteckt und wir sehen aber dass die Oberfläche des Großhirns gefaltet ist und also Windungen die Jury 2:12:12 und Furchen die sulzy bildet und besonders große Furchen nämlich diese hier und diese und eine kleinere die hier an der Innenseite des 2:12:26 das hemisphärenspaltes liegen würde Grenzen sogenannte Lappen voneinander ab diese Furche grenzt den frontal oder 2:12:40 Stirnlappen vom Scheitel oder parietallappen ab und diese Furche hier begrenzt den Schläfen oder temporalappen und hier hinten hätten wir noch den 2:12:56 hinterhauptslappen oder okzipitallappen jeder dieser Lampen enthält nun mehrere verschiedene Hirnareale die 2:13:10 unterschiedliche Funktionen haben wir betrachten nur ausgewählte Beispiele die sehr bekannt sind wenn wir im frontalappen starten dann haben wir hier 2:13:23 an der Grenze zum paretarlappen die sogenannte motorische Rinde oder den motokortex wo eben Bewegungsprogramme geplant werden die dann ans Kleinhirn 2:13:39 und an das Rückenmark weitergeleitet werden und direkt dahinter im paretallappen liegt die sensible Rinde wo der Tast 2:13:51 Schmerz und Temperatur sind hingelangen und interpretiert werden das heißt hier werden Programme für den Körper geplant den 2:14:02 motokortex und die in der sensiblen Rinde werden Informationen aus dem Körper gefühlt 2:14:13 am hinteren Pol des Gehirns haben wir die seerinde oder visueller Cortex da gelangen die Informationen 2:14:26 die die Augen zum Gehirn senden hin und dort wird dann interpretiert was wir überhaupt sehen 2:14:35 und hier im temporal Lappen da liegt die sogenannte Hörrinde da werden die Informationen die von den Ohren zum Gehirn geleitet werden interpretiert das 2:14:46 heißt hier findet quasi unser bewusstes Hören statt eine sehr wichtige und vor allem bei Menschen ausgebildete Struktur 2:14:58 liegt hier vorne und quasi frontalsten Pol des Stirnlappens und es handelt sich hier um den sogenannten präfrontalen Cortex 2:15:11 der wird manchmal auch als Sitz der Persönlichkeit bezeichnet wie kam dieser präfrontale Cortex zu diesem Begriff 2:15:23 nun es gab vor 200 Jahren den interessanten Fall von Phineas cage das war ein US-amerikanischer 2:15:35 eisenbahnvorarbeiter der damit beschäftigt war Felsmassen aus dem Gebiet einer zukünftigen Eisenbahnstrecke zu 2:15:45 entfernen und dafür haben sie auch Dynamit verwendet um den Felsen Weg zu sprengen und dabei gab es einen Unfall in dessen Zuge eine Metallstange durch 2:16:02 Phineas Kopf geschossen wurde die ist also hier im Bereich des Oberkiefers eingetreten und dann durch den frontal Lappen nach oben geschossen worden und 2:16:17 sie ist dann auch wieder aus einem Schädel ausgetreten der hat das wie durch ein Wunder überlebt 2:16:25 aber seine Familie hat bemerkt dass sich Phineas Persönlichkeit nach diesem Unfall sehr stark verändert hat 2:16:36 das heißt vor dem Unfall soll er ein sehr zuverlässiger geduldiger und besonnener Arbeiter gewesen sein der von seinen Kollegen sehr geschätzt wurde 2:16:51 nach dem Unfall war er ungeduldig leicht aufbrausend er war sozial enthemmt 2:17:04 und war auch nicht mehr diszipliniert genug seinen Job genauso zu machen wie vorher in den Berichten seiner Ärzte 2:17:17 steht und dieser Wesensveränderung ist wohl auf eine Schädigung des präfrontalkortex 2:17:27 zurückzuführen der sich in diesem Bereich befunden hat und geschädigt wurde deswegen nennt man so eine Art von 2:17:37 Wesensveränderung auch frontalhirnsyndrom und von anderen Patienten mit frontalhirnsyndrom kennt man noch ganz andere Symptome zum 2:17:48 Beispiel dass sie obwohl sie vorher ganz normale vielleicht sogar schüchterne Leute waren 2:17:58 nachher nach einer Schädigung des frontalhieren sondern wenn man sexuell enthemmt sind andere Leute angrapschen oder sexuelle 2:18:09 Avancen machen was komplett unangebracht ist dass sie anfangen exzessiv Glücksspiel zu betreiben wo sie das vorher nie 2:18:19 gemacht haben dass sie ihren Job hinschmeißen dass sie drogensüchtig werden dass sie andere riskante Verhaltensweisen an den Tag 2:18:28 legen und so weiter das heißt wir können ableiten dass in diesem präfrontal cortex 2:18:39 drei Dinge stattfinden erstens werden dort soziale Regeln gespeichert und verarbeitet das heißt dort wird prozessiert wie sich ein Mensch in 2:18:53 seiner Gruppe zu verhalten hat was von ihm erwartet wird was er von anderen erwarten kann und da gibt es auch interessante 2:19:02 Beispiele aus der Forschung nämlich hat man bei Affen beobachtet dass dieser präfrontalkortex umso größer wird je größer die Gruppen sind in denen die 2:19:16 Affen Leben und wenn man einen Affen in eine größere Gruppe übersiedelt hat dann ist nach ein paar Monaten sein präfrontalkortex gewachsen das zeigt uns 2:19:28 je größer die Gruppen sind je mehr soziale Regeln und soziale Interaktionen der stattfinden umso wichtiger ist dieser präfrontale 2:19:40 Cortex weil der uns zu sozialen Lebewesen macht die guten miteinander auskommen 2:19:49 das zweite was im präfrontalen Kortex geschieht ist eine Risikobewertung ziehen wir als Beispiel den Drogenkonsum heran 2:19:59 die Drogen verschaffen ja dem Gehirn kurzzeitig schon diesen Kick das heißt sie führen zur Ausschüttung von Neurotransmittern die unser Gehirn als 2:20:09 gut bzw belohnend empfindet das heißt in einem drogenhaus fühlen wir uns gut warum werden wir nicht alle drogensüchtig wenn unsere Gehirn das 2:20:23 doch als gut empfindet vermutlich auch deshalb weil dieser präfrontale Kortex so was sagt wie ja du könntest dich zwar 2:20:36 jetzt mit Drogen Heim machen aber bedenke wenn du diese Drogen nimmst zerstörst du dir langfristig die Gesundheit 2:20:45 du belastest deine sozialen Beziehungen du wirst vielleicht aus der sozialen Gruppe verstoßen und das wollen wir alles nicht das heißt verzichte lieber 2:20:56 auf die Drogen wir können das auch anders formulieren der 2:21:05 frontalappen ist dafür wichtig dass wir kurzfristige Vergnügungen aufschieben können um ein langfristig positives Ziel zu erreichen 2:21:19 das heißt wenn wir die Entscheidung treffen ich spiele jetzt nicht Computer sondern lerne für die Prüfung in einer Woche 2:21:30 dann opfern wir ja ein bisschen Spaß für ein langfristigeres Ziel und dieser Überlegung die kommt aus dem frontalappen also aus dem präfrontalen 2:21:43 Cortex der dritte Aufgabenbereich des frontalcortex ist das logische nachdenken und planen Patienten mit frontalhieren Läsion tun 2:21:56 sich schwer Logikrätsel zu lösen aber sie haben auch Schwierigkeiten wenn es darum geht eine Spielstrategie oder Taktik zu 2:22:08 modifizieren stellen wir uns vor ein Mensch spielt ein Spiel bei dem es nötig wäre dass er seine Taktik also die 2:22:20 Spielweise immer leicht anpasst um gewinnen zu können Menschen mit einer frontalen Läsion können das nicht oder nur stark 2:22:31 eingeschränkt das heißt sie spielen das ganze Spiel so wie sie es am Anfang gemacht haben und auch wenn sich die Umstände ändern passen sie ihre 2:22:42 Spielweise nicht an das heißt auch wenn sie ganz ganz oft hintereinander verlieren spielen sie genauso weiter obwohl ihnen 2:22:53 eigentlich klar ist dass sie mit dieser Taktik jetzt nicht mehr gewinnen können sie müssten jetzt anders spielen um zu gewinnen aber das 2:23:03 frontalchen schafft dann einfach nicht die Spielstrategie zu verändern sehr viele Hirnareale zeigen eine sogenannte Lateralisierung das bedeutet 2:23:16 dass beispielsweise der motocortex der linken Hemisphäre die Bewegungen der rechten Körperhälfte steuert und das die der tasts in der Schmerzen und 2:23:30 Temperatur sind der rechten Körperseite in der linken Hirnhälfte im sensiblen Kortex verarbeitet werden das heißt linke Hirnhälfte steuert rechte 2:23:44 Körperhälfte und das ist ein ganz vielen Bereichen so aber es gibt doch genug Ausnahmen zum Beispiel bekommen die Hörenden beider 2:23:55 Seiten von beiden Ohren Informationen der präfrontale Cortex hat natürlich ganz wenig Lateralisierung 2:24:06 das heißt es gibt ja nicht eine linke und eine rechte Persönlichkeit sondern die beiden präfrontal-koordins der beiden 2:24:14 Hemisphären arbeiten immer zusammen einen wichtigen Spezialfall der Lateralisierung im Großhirn finden wir wenn wir uns die Seebahn ansehen die 2:24:26 verläuft von der Foto Rezepte Schicht in den Augen von der sogenannten Retina bis nach hinten zum visuellen Cortex im Occipitallappen des Großhirns 2:24:38 und wir wollen unsere Besprechung mal vorne beim Auge starten schauen wir uns zunächst einmal nur das rechte Auge an wir betrachten es hier von oben 2:24:52 in dem Fall erkennen wir dass das Licht wenn es auf die Netzhaut des Auges Auftreffen will zuerst durch ein Loch in der Regenbogen hat das Auges treten muss 2:25:04 und dieses Loch nennen wir Pupille in schwarz habe ich jetzt die Mittellinie durch das Auge skizziert und wer kennen jetzt folgende Besonderheit 2:25:16 dadurch dass das Licht zunächst durch die Pupille durchtreten muss fallen die Strahlen die von rechts der Mittellinie kommen auf die linke Seite 2:25:28 der Netzhaut und umgekehrt wir nennen den Teil der Umgebung rechts von der Mittellinie des Auges rechtes Gesichtsfeld und den Teil links von der 2:25:42 Mitte im Linie linkes Gesichtsfeld somit ist uns jetzt auch klar dass das linke Gesichtsfeld jeweils von der rechten Retina Hälfte wahrgenommen wird 2:25:55 und das rechte Gesichtsfeld von der Linken Netzhaut Hälfte dasselbe Spiel haben wir natürlich auch beim linken Auge mit der Zeit wäre es 2:26:07 ziemlich aufwendig ständig von linker und rechter Netzhaut Hälfte sprechen zu müssen vor allem weil wir ja auch zwei verschiedene Augen haben und deshalb 2:26:17 führen wir jetzt noch zwei weitere Begriffe ein die Augen stehen ja links und rechts der Nase das heißt diese Netzhaut hilft es rechten Auges und 2:26:28 diese Netzhaut Hälfte des linken Auges sind beide auf der Seite der Nase und deshalb sprechen wir hier von den beiden nasalen 2:26:39 netzhauthälften jeweils gegenüberliegend also zur Schläfe hingerichtet sind die lateralen Netzhaut und wir wollen jetzt die Nervenbahnen 2:26:52 die von diesen netzhauthälften ausgehen weiter verfolgen fürs erste verlaufen die Informationen der nasaalen und lateralen Netzhaut Hälfte gemeinsam im 2:27:03 sogenannten Sehnerv aber auf Höhe des Zwischenhirns kommt dann zur sogenannten 2:27:11 seekreuzung dem Chiasma opticum und was hier passiert ist dass die Bahnen die von der nasaalen netzhauthälfte kommen die Seite wechseln und sich dann den 2:27:26 Bahnen von der lateralen Netzhaut Hälfte der Gegenseite anschließen das bedeutet das jetzt hinter dem Chiasma opticum die 2:27:37 Informationen von der Nase ein Netz hat Hälfte des linken Auges und der lateralen netzhauthälfte des 2:27:47 rechten Auges gemeinsam verlaufen und gemeinsam in der rechten seherinde münden und wenn wir uns jetzt anschauen welche 2:27:59 gesichtsfeldarialle der rechten See in der entsprechend dann stellen wir fest dass sie die jeweils linken Gesichtsfeld Anteile bei der Augen empfängt 2:28:12 umgekehrt erhält die Linke Serie die Informationen aus dem rechten Gesichtsfeld bei der Augen 2:28:22 es ist so mit nicht richtig zu sagen dass die Linke Serie die Informationen des rechten Auges erhält und umgekehrt denn das stimmt ja nicht weil 2:28:34 jeweils die Hälfte der netzhautinformation kreuzt und die anderen nicht somit entspricht die seriende dem gegenüberliegenden 2:28:45 Sichtfeld aber nicht dem gegenüberliegenden Auge warum ist das ganze so konstruiert nun das hat damit zu tun dass wir ja 2:28:58 Binokular sehen das bedeutet wir haben einen Bereich das Gesichtsfeldes einen sehr großen Bereich der von beiden Augen gesehen 2:29:09 wird das heißt wenn wir hier diese gesichtsfilter einmal ein bisschen mehr verlängern dann sehen wir das der Bereich der sich 2:29:18 hier zwischen den beiden schwarzen Linien befindet von beiden Augen gleichzeitig wahrgenommen wird das heißt das ist dieses schwarze Areal hier 2:29:33 und wenn sich jetzt ein Objekt hier in diesem schwarzen Bereich befindet dann haben das linke und das rechte Auge eine leicht unterschiedliche Sicht auf 2:29:46 dieses Objekt und aus der Differenz dieser unterschiedlichen Ansichten kann das Gehirn errechnen wie weit dieses Objekt entfernt ist 2:30:00 aber damit dass die Differenz zwischen den beiden Augen berechnen kann ist es notwendig dass das selbe Hirnareal die Information von beiden Augen erhält und 2:30:12 nicht nur von einem und das ist durch diesen Verlauf der Seebahn gewährleistet eine der beiden Hemisphären eines 2:30:23 Menschen ist immer die sogenannte dominante Hemisphäre man würde anfangs vielleicht denken dass bei 2:30:32 Linkshändern die rechte Hirnhälfte dominantes weil der linke Arm der besser kontrollierbare ist und bei Rechtshändern die linke Hirnhälfte 2:30:44 dominant das ist aber nicht richtig denn sowohl bei links also per rechts hendern ist in den meisten Fällen die linke Hirnhälfte 2:30:55 die dominante also hat der Begriff dominante Hemisphäre nichts damit zu tun welcher Arm besser kontrolliert werden kann sondern er bezieht sich darauf auf 2:31:07 welcher Hirnhälfte die sogenannten sprachareale sitzen und bei den meisten Menschen befinden sich die auf der linken Hemisphäre und 2:31:17 von den spracharealien gibt es nur zwei sehr prominente eines hier im temporal Lappen das sogenannte wernikarial und eines im frontal Lappen das prokarreal 2:31:32 wenn wir das stark vereinfachen wollen können wir sagen dass das werniger Areal immer dann aktiv wird wenn wir Sprache empfangen und verstehen bzw 2:31:44 interpretieren und das prokarreal ist aktiv wenn wir Sprache produzieren machen wir es eine Spur genauer das werniger Areal empfängt die Sprache die 2:31:58 wir hören die Sprache die wir lesen oder die wir zum Beispiel mit der Zeichensprache gezeigt bekommen und dieses Symbole werden dann interpretiert 2:32:11 als Information die dann im Gehirn verteilt wird Patienten bei denen das werniger Areal nicht mehr funktioniert die eine 2:32:22 sogenannte wernicker Aphasie haben die verstehen nicht mehr was man ihnen sagt sie können in extrem vielen selbst leichterste Anweisungen nicht mehr 2:32:34 befolgen sowas wie kennt ihr deine Haare oder dergleichen sie können häufig auch nicht mehr lesen oder es gibt auch Fälle von gehörlosen 2:32:47 Menschen die die Zeichensprache fließend beherrscht haben und dann eine Verletzung hier im wernigerial erlitten haben so dass sie nachher nicht mehr 2:32:59 verstanden haben was man ihnen per Zeichensprache mitteilen wollte interessanterweise merken die Patienten mit einer vernika Aphasie nicht so 2:33:14 wirklich dass ihr Sprachverständnis gestört ist und sie sprechen auch selbst oft auch sehr ausgiebig aber die Sprache die sie sprechen ist 2:33:26 nahezu Sinn befreit und für einen Außenstehenden schwer verständlich weil die Sätze zwar grammatikalisch korrekt sind aber nicht mehr wirklich informativ 2:33:40 sind hier in diesem Youtube Link findet man ein Beispiel für eine recht ausgeprägte vernika Aphasie 2:33:52 das procareal ist dafür zuständig die richtigen Worte für eine Information die man weitergeben will zu finden und die dann in einen grammatikalisch richtigen 2:34:06 Satz einzubauen wenn das prokarreal schwer geschädigt ist können die Patienten so gut wie gar nicht mehr sprechen nicht mehr schreiben 2:34:17 und auch nicht mehr gestikulieren sie können dann oft nur einzelne Worte mit Mühe herausbringen und verwenden sehr sehr 2:34:29 viele Füllwörter weil offenbar die Sprache nicht mehr so leicht zusammengesetzt werden kann sie können auch nicht selbstständig 2:34:39 schreiben weil die interne Sprachproduktion gestört ist sie können aber wenn man ihnen Buchstaben zeigt diese sozusagen abmalen das heißt es ist 2:34:51 hier keine motorische Beeinträchtigung da die Patienten können mit ihren Händen noch alles machen aber nicht eigenständig Sprache produzieren der 2:35:03 Sprachverständnis ist hingegen weitgehend ungestört das heißt alles was die Patienten lesen oder hören verstehen sie und befolgen es auch 2:35:14 nun noch ein Randthema das wir ganz kurz anschneiden wollen es gibt im Gehirn besonders im Großhirn und Zwischenhirn eine Reihe von Strukturen die allesamt 2:35:27 bei der Steuerung von Emotionen und beim Gedächtnis eine Rolle spielen und dieser Strukturen werden gesammelt als limbisches System bezeichnet 2:35:42 ich möchte nicht mehr vom limbischen System erzählen sondern nur zwei Punkte herausgreifen ein sehr wichtiger Teil des limbischen 2:35:52 Systems ist die Amygdala der sogenannte Mandelkern der offenbar das Angstzentrum des Gehirns darstellt die amygdöller wird 2:36:04 immer dann aktiv wenn wir befürchten dass etwas Negatives geschehen könnte bzw wenn schon etwas Negatives geschehen ist 2:36:17 bei einem Schaden der amyktur werden Affen beispielsweise sehr furchtlos sie verlieren ihre Scheu von Menschen und auch Menschen mit amygdaler Schaden 2:36:28 zeigen mehr risikobehaftetes Verhalten und scheinen sehr Angst befreit 2:36:37 den Hippocampus können wir hier gefärbt auf diesen Hirnschnitten sehen der ist sozusagen die wichtigste Struktur 2:36:46 für die Ausbildung des Langzeitgedächtnisses und hippocampusläsionen führen zu einer Amnesie wenn sie beidseitig sind zu 2:36:58 einem Gedächtnisverlust das war es insgesamt auch schon von diesem ersten Überblick über das Nervensystem des Menschen 2:37:08 bei Fragen oder Anregungen kann man mir gerne in die Kommentarsektion schreiben