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Wirtschaft in der Krise: Braucht Deutschland ein neues Geschäftsmodell? | Wiso

ZDFheute Nachrichten17:13 247.651 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 118 Zeilen
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  1. Eines hört man in letzter Zeit ja immer wieder. Das deutsche Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr. Billige Energie aus Russland ist erstmal Geschichte.
  2. Deutsche Autos sind schon längst nicht mehr so gefragt, besonders nicht in China. Und die USA als Schutz macht, t auf die ist auch kein Verlass mehr. Mit
  3. anderen Worten, wir haben ein Problem. Die deutsche Wirtschaft krieselt. Viele Unternehmen bauen Stellen ab. machen Verluste, schließen Werke oder verlagern
  4. sie ins Ausland. Gerade in unseren eigentlich so starken Industrien, Auto, Maschinenbau, Chemie. Was also tun? Brauchen wirklich ein neues
  5. Geschäftsmodell in Deutschland und wie würde das aussehen? Das ist mein Thema heute.
  6. Bitte nichts vorbereiten, habe ich noch gesagt, als ich mich mit Ali Jelmas verabredete. Keine Chance. Kaffee und Gebäck, der
  7. Tisch ist reichlich gedeckt. Familie Jelmas empfängt mich freudestrahlend, obwohl sie wirklich keinen Grund zur Freude haben.
  8. Ali Yilmas muss um seinen Job bangen. Sein Arbeitgeber Foria, ein Autozuliefer steckt in einer tiefen Krise. Jilmas quält die Sorge, wie es weitergeht für
  9. ihn und für seine Kinder. Ich bin froh, dass die nicht beim Frustier angefangen haben, bei meinen jetzigen Arbeitgeber. Ich bin wirklich
  10. froh, dann sonst hätten wir uns ja noch weitere Gedanken gemacht. Ich hatte damals tatsächlich sogar mich mal beworben als Industriekauffrau. Ich
  11. bin froh, dass ich angenommen wurde, also wirklich, weil das war dann für mich der Grund war, weshalb ich studiert habe.
  12. Okay, habe ich direkt Bauwes studiert. Zum Glück, denn die Chance, dass hier in Stadthagen die Automobilindustrie
  13. überlebt, ist gering. Hali Yilmas nimmt mich mit zu der Firma, für die er immer alles gegeben hat. Früher waren diese Parkplätze voll, oft
  14. auch am Wochenende. Heute sind die alten Schilder längst überklebt und es wächst nur noch der Löwenzahn. Wenn Sie das so sehen, ich meine, das
  15. verwildert tut wie das tut verdammt verdammt wie noch werden hier am Standort Autositze hergestellt. Von ein 2400 Mitarbeitern
  16. sind gerade noch 64 geblieben und auch die bangen jetzt um ihren Job. Das habe ich wieder unseren Kunde hat unseren Verträge 70% reduziert. Jetzt haben wir
  17. momentan nämlich nur 30% Auslastung. Von 5 Tagen haben die nämlich für zwei Tage Arbeit. Er fühlt sich im Stich gelassen. Das
  18. Schicksal seiner Kollegen sei den Chefs egal. klagt alle Jilmars, der seit 20 Jahren als Betriebsrat für seine Leute kämpft. Er glaubt nicht mehr an eine
  19. Zukunft an diesem Standort. Mein Bauchgefühl. Schicht am Schachel. Ende Ende am Gelände. Was mache ich denn
  20. danach? Ich bin momentan kurz vor 60 Rentner zu werden, zu jung, zum Arbeiten, zu alt. Mit Alter 60 61 stellt man nirgendswo irgendwelche Leute ein.
  21. Die Manager wollen nicht mit uns reden. Eine Drägenehmigung im Werk haben wir nicht bekommen. Klar ist, die Zeiten sind hart für die Automobilbranche, da
  22. ändert sich was grundsätzlich, aber kann man das nicht besser managen? Er meint, ja, das geht. Andreas Röders, er leitet ein Familienunternehmen, eine
  23. Gießerei, auch ein Autoieferer. Sein Betrieb ist aber bislang von der Pleite verschont geblieben. Was macht er anders?
  24. Das, was wir hier sehen, ist alles sehr, sehr kleinteilig. So ist das sozusagen ihre Stärke. Das ist unser Geschäftsmodell. Das heißt, also wir
  25. sind in einer Nische, wir bekümmern uns um die Fahrzeuge, die Luxusfahrzeuge, die in kleinen Serien laufen, den Lamborghini und so weiter. Unsere
  26. Wettbewerber sind fokussiert auf die großen Serien für Golf und so weiter. Röders produziert über 1500 Teile für die Autoindustrie, aber auch im Bereich
  27. der Medizintechnik und für den Flugzeugbau. Er hat sich ganz bewusst breit aufgestellt und doch ist sein Angebot hochspezialisiert.
  28. Jetzt muss er dabei zusehen, wie zahlreiche Betriebe um ihn herum schließen. Ob Zuliefer oder Kunden, viele kämpfen ums Überleben, viele
  29. schaffen es nicht. Wie konnt soweit kommen? Hat die Industrie da große Fehler gemacht? Liegt's an der Politik oder hätte man es
  30. verhindern können? Man muss diversifizieren, man muss andere Produkte ins Portfolio auch nehmen. Es gibt natürlich manchmal unvorhersehbare
  31. Ereignisse, die einem das Geschäftsmodell verhageln, aber am Ende muss man drauf reagieren. Man muss die richtigen Lösungen finden. Die Politik
  32. kann das nicht lösen. Das ist Aufgabe des Managements. Die Politik kann in Rahmen stecken und das muss sie auch und sie muss klare Bedingungen schaffen.
  33. Politik und Wirtschaft haben Fehler gemacht, meint Röders den Umbruch zu schlecht gemanaged und so steht eines tatsächlich auf dem Spiel, das
  34. erfolgreiche Geschäftsmodell Deutschland. Also, ich habe das große Angst davor, dass jetzt in diesem Moment Netzwerke zerreißen. Also, wir haben in
  35. Deutschland den riesen Standortvorteil, dass wir ähm die äh Zulieferanten, wir haben die Kunden äh in einem äh Boot, wir haben die Automobilisten, wir haben
  36. die Forschung. Wenn da ein Baustein rausbricht, dann zerfällt dieses Netzwerk und wenn unsere Kunden dann auch noch ins Ausland abwandern, was ist
  37. dann unsere Existenzberechtigung? Gute Frage. Und kann so Industrie in Deutschland überhaupt noch erfolgreich sein? Die Sorge ist groß, auch bei
  38. vielen Ökonomen. Bei Professor Reind Grop z.B. Ist es ein guter Ort in einer Wirtschaft über Wirtschaft zu sprechen?
  39. Absolut, da gehört's auch hin. Deindustrialisierung ist ein großes Wort. Ähm sind wir schon mittendrin? Ich würde sagen, wir sind mitten drin. Wir
  40. sind schon lange mittendrin. Ähm in Deutschland haben wir vielleicht ein bisschen Glück gehabt bisher und sind davon weniger betroffen als andere
  41. Industrieländer, aber wir sind mssen mittendrin und dieser Prozess ist auch nicht aufzuhalten. Das hat einfach damit zu tun, dass die Chinesen eben die
  42. Massenwahen billiger, schneller und am Ende auch besser produzieren können als hier. Müssen wir uns da nicht neu erfinden
  43. jetzt? Ich meine, Teile der Automobilindustrie und Teile der Stahlindustrie sind natürlich zukunftsfähig in Deutschland, aber
  44. vielleicht nicht in der Größe. Das wird schrumpfen, wenn Sie an die großen Unternehmen denken. Die gibt's alle schon seit 100 Jahren. Also, das ist
  45. alles Siemens und Mercedes-Benz und BMW Tüssengrup. Wir haben sozusagen den BMW jedes Jahr ein bisschen besser gemacht und das konnten wir besser als andere
  46. einfach. Also und dieses ein bisschen besser machen jedes Jahr, das ist jetzt leider nicht mehr das, was gefragt ist. Ja. Wenn Politik sich ganz ehrlich
  47. machen würde, müssten wir dann nicht sagen, es werden wirklich viele tausende Arbeitsplätze jetzt wegfallen. Das wäre die ehrliche Aussage der Regierung, dass
  48. das so ist, dass wir aber auch in einer relativ glücklichen Situation sind, dass diese ähm Menschen, die da ihren Job verlieren, wahrscheinlich relativ leicht
  49. in neuen Branchen mit neuen Aufgaben wieder einen Job finden werden, gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.
  50. Unvermeidbarer Stellenabbau, also, aber wie könnte das neue Geschäftsmodell Deutschlands aussehen? Wir müssen wir müssen die Hightech Produkte, die
  51. wirklich führenden, technologisch führenden Produkte herstellen und das sind dann kleinere Stückzahlen, spezifische Nischen, da liegt die
  52. Zukunft sehr bildungs und wissenschaftsorientiert, sehr viel das aus den Unis kommt, da müssen wir hinkommen.
  53. [Musik] Die Transformation der Wirtschaft ist eine riesen Herausforderung, ganz besonders natürlich für die klassische
  54. Industrie. Selbst dann, wenn man ein ganz besonderes Produkt herstellt, wie den saubersten von Menschen hergestellten Werkstoff der Welt,
  55. Polysilizium, Polysilizium ist eines der Schlüsselprodukte für den Chemieriesen Wacker. Ein Stoff, der es in sich hat
  56. oder besser gesagt den so viele wichtige Produkte auf der Welt in sich haben. Jeder Chip auf dieser Welt ist aus Hochreinpolis Lizium gemacht. Das
  57. spricht mein Handy würde ohne diesen Stoff aus diesem Berg nicht nicht funktionieren funktionieren
  58. und die Kamera könnte keine digitalen Bilder aufnehmen und jeder zweite Chip, der auf dieser Welt benutzt wird kommt vom Rohstoff her von uns.
  59. Polysilizium besteht eigentlich bloß aus Quarzsand. Das ist einer der häufigsten Naturstoffe der Welt. Wacker macht daraus in einem extrem aufwendigen
  60. Verfahren einen hochreinen Werkstoff und ist damit Weltmarktführer. Wenn Sie Produkte machen, die sie überall kaufen können ähm und in anderen
  61. Regionen billiger, dann wird's schwierig. Aber deswegen muss man halt gucken, dass man dass man immer innovativ bleibt, dass man immer was
  62. Neues kreiert und man muss manchmal auch die Entscheidung treffen aus bestimmten Bereichen auszusteigen. Agieren statt nur reagieren, dann kann
  63. es auch ein Industrieoldi schaffen. Doch auch an Wacker gehen die weltweiten Krisen nicht vorbei. 2024 ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11%
  64. zurück, der Gewinn um 20%. Ein Grund dafür, die teuren Energiekosten am Standort Deutschland.
  65. Wacker hat seine Anlagen über die letzten Jahre massiv umgebaut. Die Produktion funktioniert jetzt größtenteils mit Strom statt mit Gas.
  66. In Deutschland verbrauchen wir 0,7 bis 0,8% des gesamtdeutschen Strombedarfs. Alleine sie alleine Wackerchemie. Das heißt, da ist
  67. jeder Cent Strompreis, der sich nach oben nach unten bewegt, entscheidend. Ist brutal wichtig, dass wir global wettbewerbsfähige Preise haben im
  68. Vergleich zu China, im Vergleich zu den USA, Länder, in denen nicht nur billiger produziert werden kann, sondern auch
  69. schneller und unkomplizierter. Und ganz wichtig, damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt, muss investiert werden, meint CEO Hartel.
  70. wird schon. Wir haben also gerade letztes Jahr um die 200 Millionen Euro investiert in Forschung und damit sind wir auch eins
  71. der forschintensivsten Unternehmen in der Chemie. Tal geht nach Deutschland, Tal geht aber auch ins Ausland, wo wir einfach gucken, dass wir dort sehr
  72. kundenspezifisch neue Innovationen entwickeln. Investition in Innovation, eigentlich ein altes Erfolgsrezept. Nur eines hat
  73. sich grundlegend geändert, die Innovationsgeschwindigkeit. Innovationen haben uns in den letzten Jahrzehnten Wohlstand gebracht. In einer
  74. Zeit, in der sich aber so viel so schnell verändert, da tun wir uns schwer. Woran liegt's und wie schaffen wir es wieder nach vorne an die Spitze
  75. zu kommen? Schneller werden wäre die einfache Antwort. Aber die Frage ist ja, haben wir überhaupt das nötige Knoow und die
  76. richtigen Köpfe für KI und Co. Ökonomin Hanna Hottenrott meint: Ja. Was mir Hoffnung macht, ist, dass wir Unternehmensgründung sehen in
  77. Zukunftsbereichen, Software, KI, ja, und auch die Unternehmen, die schon länger dabei sind und eigentlich Schwerpunkte in anderen Themenfeldern hatten, haben
  78. sich geöffnet für Zukunftstechnologien. Hottenrott unterrichtet auf Englisch: "Der Bildungsstandort Deutschland ist
  79. gefragt in aller Welt." Den Wirtschaftsstandort aber sehen einige Studierende aus dem Ausland eher skeptisch.
  80. [Musik] Wenn ich das mit meinem Heimatland vergleiche, ist der große Unterschied, dass wir uns mehr auf die Technologie
  81. und die künstliche Intelligenz konzentrieren. Hier in Deutschland hört man mehr über die sozialen Probleme, wie Nachhaltigkeit und so weiter. So sehe
  82. ich das. In Asien ist es so, man kann schnell scheitern, aber auch super schnell was
  83. aufbauen. Während in Deutschland erstmal alle versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Aber das bedeutet eben auch, dass es länger dauert hier. Und ich
  84. denke, da muss man eine bessere Balance finden. Eine bessere Balance finden, ein neues Geschäftsmodell für Deutschland. Wie
  85. könnte das aussehen? Wir sehen da eine Verlagerung, z.B. ähnlich wie das auch in USA seit Jahren schon passiert hin zu
  86. technologieintensiven Dienstleistungen, wissensintensiven Dienstleistungen. Das bedeutet nicht, dass das verarbeitende Gewerbe vollständig
  87. verschwindet. Das wird sicherlich nicht passieren, aber große Chancen und sogar auch ein Boom sehe ich tatsächlich im Bereich der Medizintechnik,
  88. Gesundheitstechnologien, Energietechnologien. Also, da gibt's viele Bereiche, wo Deutschland eine gute Grundlage hat, da international führen
  89. zu werden. So, und jetzt kommt die Lösung. Na ja, zumindest ein Beispiel, wie ein neues Geschäftsmodell vielleicht aussehen
  90. könnte. Was das Team beim Biotech Startup Cellbrex vorhat, ist unglaublich. Ihr Plan: Menschliche Organe herstellen, abgefahren. Aber
  91. jetzt kommt's. Organe aus dem 3D Drucker. Das ist der Drucker. Korrekt. Äh, da drucken wir das
  92. menschliche äh Gewebe. Äh, du siehst auch gerade äh da etwas dran hängen. Ähm, das ist jetzt tatsächlich ein Fettgewebsimplantat.
  93. Ist das schon fertig? Genau, das ist das fertige Stück. Das ist schon krass, oder? Also begeistert euch das auch noch so wie
  94. mich, oder? Das sind menschliche Zellen, die ich jetzt hier einfach Manchmal vergisst man das so ein bisschen, aber es ist eigentlich wie
  95. Sci-Fi, ne? Plus real. Ist schon echt abgefahren. Ja, ist echt abgefahren. Echt abgefahren.
  96. Menschliche Zellen aus dem Drucker. So sehen sie aus. Es ist schon verrückt und der Plan für die Zukunft ist noch verrückter. Ganze Organe, Herz, Lunge,
  97. Leber aus dem Drucker, alles denkbar. Koschef Alexander Leutner denkt in ganz großen Dimensionen. Das ist wirklich brachial, das
  98. Potenzial. Ähm im Grunde ähm ne kann man sich vorstellen, dass wir hier die Technologie haben, mit der wir alle schwierigen äh Erkrankungen ähm eben auf
  99. der Welt eben eines jeden Patienten ähm heilen können. Das ist mal eine Ansage, aber bis zur fertigen Niere ist es noch ein weiter
  100. Weg und zugelassen ist bislang noch keines ihrer Produkte. Aktuell arbeitet Zelbricks an simpleren menschlichen Geweben, erklärt mir Kogründer Tobias
  101. Lam. im besten Fall primär gerade Fettgewebe, die dann eingesetzt werden, um chronische Wunden
  102. und tiefe Wundherde heilen zu können. Ähm parallel dazu arbeiten wir aber auch an der Leber und zwar um tatsächlich eine Organion der Leber zu ersetzen.
  103. Bioprinting ist ein schnellwachsender Milliardenmarkt. Selbcks will den Sprung an die Spitze unbedingt schaffen. Allerdings die Voraussetzungen dafür
  104. seien in Deutschland nicht gerade ideal. Ich glaube, es liegt hauptsächlich daran, dass wir sehr viel Zeit verlieren. Z. bei der Zulassung und das
  105. bedeutet dann auch, dass es entsprechend viel Geld braucht, um diese Zeit zu überbrücken und wenn das Geld dann nicht kommt, weil die Investoren z.B. nicht
  106. bereit sind in so einen Hochrisikomarkt zu investieren, so schnell dann sterben die Unternehmen. Und genau das darf nicht passieren.
  107. Gerade in der Biotech Branche könnte ein Teil der Lösung stecken. Arbeitsplätze, Spitzenforschung, Produktion. Vielleicht sind es bald nicht mehr die deutschen
  108. Verbrennermotoren, die die ganze Welt haben will. Vielleicht sind es bald Herz, Niere und Leber made in Germany. Habt ihr das Gefühl, dass diese
  109. Zeitenwende auch, was die Wirtschaft betrifft ähm bei den verantwortlichen äh Politikern, Politikerinnen angekommen ist?
  110. Ich glaube, dass ich da jetzt schon einiges tut. Ich meine gerade der Biotech Sektor ist jetzt auch als Kerntechnologie beschrieben und das ist,
  111. glaube ich, ein großer Schritt, dass die Politik entsprechend das anerkennt und sieht, okay, das ist das nächste große Ding und wenn wir quasi nicht auf diesen
  112. Zug aufspringen als Deutschland, als EU, dann wird's auf der anderen in anderen Bereichen der Welt halt passieren in anderen Ländern. Solche Ideen mögen sie
  113. noch so ungewohnt, vielleicht sogar für manche gruselig sein. Sie müssen wir zum Fliegen bringen. Unbedingt. Vielleicht muss es nicht gleich ein neues
  114. Geschäftsmodell für ganz Deutschland sein, aber die großen Veränderungen bringen große Chancen mit sich und die müssen genutzt werden. Dann hat Made in
  115. Germany auch in Zukunft eine Chance. Wir haben ja alles, was ein neues Geschäftsmodell braucht. Die Ideen sind da, die Köpfe. Aber klar ist, viele Jobs
  116. werden in Zukunft anders aussehen, viele Fabriken auch. Diese Umbrüche werden ganze Regionen verändern und Wohlstand wird vor allem dort gesichert werden
  117. können, wo Neues entstehen kann. Und das alles muss ziemlich schnell passieren, denn viel Zeit dürfen wir nicht mehr verlieren.
  118. Entschuldigung, wir dürfen gar keine Zeit mehr verlieren. [Musik]

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