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Tobi Krell erklärt Mediensucht

Bundesministerium für Gesundheit12:12 266.062 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 79 Zeilen
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  1. [Musik] euro
  2. nein [Musik]
  3. [Musik] hey was hat das denn nur haben wir eigentlich [Musik]
  4. was wollen die denn jetzt schon alle von mir jetzt schon wieder so viel los später er ist cool [Musik]
  5. viereinhalb stunden könne nicht viereinhalb stunden am handy [Musik]
  6. viereinhalb stunden ich meine das ist so lang wie am vormittag in der schule oder drei
  7. fußballspiele hintereinander das stimmt doch hier nicht also ich meine so schlimm kann's ja nicht sein ich bin jetzt nicht süchtig
  8. oder so echt jetzt [Musik] ich glaube irgendwie viereinhalb stunden sind doch viel ich glaube ich muss mich
  9. darum kümmern marie wen kann ich treffen wenn es um mediennutzung geht treffe ich doch mal mit jakob florrick in berlin
  10. der kennt sich damit richtig gut aus ich schick dir mal seine nummer [Musik]
  11. na dann ab nach berlin bevor ich jetzt jakob treffe bin ich mit daniela ludwig zum video call verabredet
  12. sie ist die drogenbeauftragte der bundesregierung und kümmert sich eben auch um mediensucht und die rufe ich jetzt einfach mal an hallo daniel hey du
  13. sag mal digitaler medien konsum ist ja was ganz selbstverständlich ist und auch eigentlich was gutes warum hat denn die bundesregierung also die wichtigsten
  14. politiker in unserem land eine position geschaffen deine die darauf achtet dass das nicht zu viel wird das ist ganz einfach wir wissen natürlich ohne
  15. digitale medien funktioniert es nicht und es ist super wichtig dass sich kinder damit auskennen wir wissen aber auch dass ziemlich viele kinder
  16. vielleicht soviel am handy sitzen zu viel am pc und dass sie games spielen die gefährlich sind für sie und diese im zweifel auch krank machen
  17. und genau das wollen wir eigentlich verhindern und darum gibt es jemanden für mich der sich darum kümmert hast du vielleicht ein paar zahlen für
  18. mich dass ich mal ins thema reinkommen so als überblick ja wir wissen zum einen zum beispiel aus dem block daun im frühjahr während corona dass die nutzung
  19. von spielen und von chat funktionen bei den kindern und jugendlichen um 70 prozent zugenommen hat es ist schon ziemlich viel durchaus einen teil normal
  20. wenn man keine schule hat wenn man sich nicht aber natürlich auch ein teil der problematisch ist und wir wissen dass 700.000 kinder in deutschland viel zu
  21. viel gamen und zu viel am handys sind und das macht einfach auch krank und wir würden gern verhindern dass es noch mehr werden so vielen dank dann versuche ich
  22. jetzt noch ein bisschen mehr dazu herauszufinden viel erfolg super danke schon mal gerne spannend was daniela sagt und ganz
  23. ehrlich seit der korona pandemie verbringen schon auch ich mehr zeit mit digitalen medien um über gesunden medienkonsum aufzuklären hat die
  24. drogenbeauftragte übrigens die kampagne familie freunde follower gestattet im technikmuseum in berlin treffe ich jetzt jakob er ist psychiater und
  25. behandelt kinder und jugendliche die medien abhängig sind und was das heißt finde ich jetzt raus hallo jakob christ ich jetzt mit spiel total gern wenn es
  26. geht ja klar [Musik] vielen dank schön gespielt verdient
  27. gewonnen danke war ein bisschen weiter gucken sehr gerne weil mein handy hat mir heute morgen gesagt viereinhalb stunden pro
  28. tag nutze ich das wie bewertest du bist als experte wenn du jetzt ein jugendlicher wäre es dann wärst du leicht über dem durchschnitt aber auf
  29. die zeit allein kommt es gar nicht an sondern es kommt darauf an wie du die sachen nutzt um ob die jetzt zum beispiel dich darin verlierst dass du
  30. eine instagram story nach der anderen liest dass du einfach nur auf dem handy rum bartels ohne ziel oder ob du dir bewusst zeit nimmst du mit deinen
  31. freunden zu spielen gut also da kann man schon mal sagen es gibt einen unterschied zwischen medien konsum auch wenn es viel ist und eben echter
  32. mediensucht kannst du mal ganz einfach erklären was ist der mediensucht von medien sucht spricht man wenn jemand das nicht mehr selbst kontrollieren kann wie
  33. viel die medien nutzt also dass er sich darin verliert und obwohl er sich vornimmt nicht so häufig oder nicht solange die apps zu benutzen oder
  34. videospiele zu benutzen ihm das nicht mehr gelingt jetzt muss ich aber auch sagen als ich so 13 14 15 war habe ich super viel computer gespielt und ich
  35. weiß noch dass ich im urlaub war mit meiner familie und ich lag am strand und habe trotzdem daran gedacht wie es ist wenn ich wieder zu hause bin und wieder
  36. am computer zocken kann war ich dann mal medien süchtig oder wie das kann sein dass wir nicht ich damals als jugendlichen untersucht hätte als
  37. kinderpsychiater dass ich dann gesagt hätte du leidest an einer mediensucht jetzt ist es bei dir zum glück wie bei anderen auch gelaufen dass du da alleine
  38. wieder rauskommen zu der mit hilfe von deinen eltern von deinen freunden aber bei einigen ist aber so dass sie dann nicht mehr alleine oder rauskommen aus
  39. diesem strudel und die brauchen hilfe von uns ob jemand medien abhängig wird liegt oft daran wie online spiele aufgebaut sind
  40. als spielerinnen oder spieler feiert man zum beispiel super schnell und einfach erfolge und wer erfolgreich ist der kriegt anerkennung von anderen
  41. mitspielern und wer will das nicht außerdem wird man immer wieder für können und die spielzeit belohnt mit gadgets outfits oder prämien für die
  42. spielfigur so funktioniert es auch in sozialen netzwerken jedes bild jeder post und jede nachricht die gelesen oder gelegt wird vermittelt
  43. uns wir sind wichtig wir sind toll und wir gehören dazu jetzt fragt ihr euch vielleicht ok aber was ist so schlimm daran
  44. das problem ist jeder spielerfolg am rechner und jedes leykam handy sorgt dafür dass unser körper unter anderem den botenstoff dopamin ausgeschüttet
  45. ein stoff der uns antreibt weiterzumachen bis sich unser leben im schlimmsten fall nur noch darum dreht und wir abhängig werden
  46. [Musik] der journalistin lena ist genau das passiert noch vor einem jahr hat sie täglich vor allem fotos auf sozialen
  47. netzwerken geteilt und war süchtig nach likes und follower sie hat sogar ein buch zum thema geschrieben heute denkt sie beim
  48. fotoshooting zum glück nicht mehr nur die perfekte pose sondern vor allem eins spaß haben sieht man ja so kuck mal dass die fotos gemacht früher hättest du dir
  49. gemacht einfach nur um sie dann so schnell wie geht hochzuladen oder das stimmt aber dann hätte heute noch ein paar mehr von mir machen müssen ich
  50. glaube die weniger auswahl hätte jetzt nicht ausgereicht wann hast du endlich gemerkt dass du zu viel zeit am handy und vor allem auch in den sozialen
  51. medien zu bringen mir ist es persönlich damals daran aufgefallen dass ich nicht mehr ein tolles kleid anhatte und schönen abend
  52. hatte und dann ist vielleicht so ein schnappschuss entstanden die nicht geteilt was auch völlig in ordnung ist sondern ich hab da wo ich trage ein
  53. tolles kleid ich muss aber jetzt noch ein foto machen und ich glaube sobald man immer daran denkt dass man noch ein foto für instagram braucht leidet man
  54. definitiv unter der enns gesucht und soll es insgesamt weniger benutzen du denkst die ganze nur noch an in deinem fall instagram und nicht mehr
  55. daran dass du tatsächlich gerade auch leben lebt sondern alles findet eigentlich da stand genau instagram und tik tok und facebook wie sie alle heißen
  56. lassen uns einsamen wirken weil sagen wir mal dass ich mein handy man sitzt davor und merkt gar nicht was um einen herum passiert und eigentlich ist man ja
  57. nicht mit anderen menschen austauschen was die sozialen netzwerke suggerieren sondern man ist alleine mit seinem handy und das lässt uns einsam werden und
  58. natürlich dass wir uns andauernd mit anderen vergleichen ja ich habe auch manchmal das gefühl dass man dann wenn man anguckt wie die anderen aussehen wie
  59. die anderen leben also weiter dass man im sich selbst im vergleich immer noch schlechteren sachen ja detail also man hat das gefühl jemand ist immer schöner
  60. reicher lustiger ich weiß nich macht die besseren fotos dabei stimmt das ja gar nicht es gibt ja immer nur ein teil der wirklichkeit wieder und sondern wie hast
  61. du es geschafft dann selbst so ich sag mal davon loszukommen dass er im griff zu kriegen also erstmal habe ich die partie die
  62. talks gemacht es nennt man wenn man sein handy einfach mal versteckt es damals im auto versteckten habe einfach mal ein paar tage gar kein handy benutzt
  63. und dabei fällt einem schon sehr auf wie oft man eigentlich was fotografieren will und es ist völlig in ordnung mal bild zu teilen was einen glücklich macht
  64. vom schönen moment man darf auch mal seine arbeit auf den man stolz oder was aus der schule aber man sollte kein leben für instagram
  65. leben oder für tic toc leben sondern wenn überhaupt ein leben mit tik tok instagram und den sozialen netzwerken leben der vielen dank das war super
  66. danke dir sein spaß gemacht hatten schon spannend dass nena die gleichen sachen gesagt hat wie die anderen nämlich das ist so wichtig ist sich selbst im blick
  67. zu behalten und einfach zugucken wie es mit dem eigenen medien konsum so aussieht und jetzt rufe ich nochmal jakob an heißt hallo jakob du ich habe
  68. jetzt gerade nena getroffen und habe ich schon eine ganze menge zum thema mediensucht herausgefunden und dachte vielleicht kannst du mir jetzt zum ende
  69. noch mal sagen ob ein paar konkrete tipps heißt wenn es um gesunden medienkonsum geht also da müssen sich die eltern und die kinder ein bisschen
  70. die verantwortung aufteilen wichtig ist dass beide darauf achten dass es genug ausgleich gibt zwischen aktivitäten an digitalen medien und eben
  71. aktivitäten als familie das familienleben nicht zu kurz kommt dann ist es total wichtig dass auch was den freundeskreis angeht nicht alles digital
  72. stattfindet sondern dass die freunde sich draußen treffen fußball zusammen spielen und das können die eltern vor allem auch erreichen indem sie ein gutes
  73. vorbild sind das heißt dass sie ihr handy zum beispiel beim essen weg legen und das sie medien freie zeiten zu hause haben und dann ist das natürlich total
  74. wichtig dass die eltern ihre kinder bei den ersten schritten an digitalen medien begleiten das heißt die ersten computerspiele sollten zusammen gespielt
  75. werden und vor der fünften klasse soll da noch keine eigene smartphone existieren ja cool jakob vielen vielen dank das war richtig toll hatte mit
  76. derart vielen dank sehr gerne das waldmobil also mach's gut und das handy weg mache ich da aber auf was für ein aufregender tag ich habe
  77. viel über mediensucht erfahren und ich glaube am ende ist es vor allem wichtig sich in videospielen oder apps nicht zu verlieren sondern eine gesunde balance
  78. zwischen digitalen medien und dem echten leben zu finden für mich geht es jetzt wieder nach hause [Applaus]
  79. ok jetzt reicht's aber wie jakob gesagt hat handy weg obwohl ein letztes video nach sehr gut jetzt reicht's aber schluss für heute

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