12,3 Milliarden Euro Onlinehandel: Warum Österreich jeden zweiten Euro ans Ausland verliert Wirtschaftsnachrichten https://www.youtube.com/watch?v=aNjUSqX0Mtw Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Österreich gibt online so viel Geld aus wie noch nie. Super, der heimische Handel kann es brauchen. Doch Moment, fast jeder zweite Euro landet gar nicht 0:08 in Österreich. Es war wegen der Wirtschaft. Willkommen. Heuer wird Österreich rund 12,3 Milliarden Euro im Onlinehandel 0:23 ausgeben. Das ist ein neuer Rekord. Aber wenn davon so viel Geld ins Ausland wandert, warum sprechen dann so viele Expertinnen von der großen Chance 0:32 E-Commerce für Österreich? Schauen wir uns das genauer an. Nische war gestern. 13% aller Konsumausgaben, die man dem Einzelhandel zusprechen könnte, fließen 0:43 mittlerweile in den E-Commerce. Und ja, das spiegelt Wachstum wieder. Aber kein ganz unwichtiges Detail. Die Zahl der fast 6 Millionen Onlineeinkäufer bleibt 0:53 stabil. Das Wachstum kommt also von diesen Menschen selbst. Die, die bereits online gekauft haben, kaufen noch mehr. Was das alles mit einem Gerät zu tun 1:02 hat, das in meine Hand passt, dazu gleich mehr. Warum ist das alles wichtig? Es bedeutet eine neue Phase im österreichischen E-Commerce. Es geht 1:10 nicht mehr darum, möglichst viele Erstkäuferinnen zu gewinnen. Es geht darum, bestehende Kunden mit besseren Angeboten, besserem Service und einem 1:19 besseren Einkaufserlebnis zu überzeugen. Stichwort Smartphone oder besser gesagt die mobile First Strategie. Wenn Sie ein Onlineschäft haben, hören Sie 1:28 hoffentlich nicht das erste Mal davon. Wir verraten Ihnen gleich noch, wer in Österreich das schon besonders gut kann. 44% aller Onlineusgaben werden mobil 1:38 getätigt, also über Smartphone oder Tablet. Das ist fast eine Verdoppelung in nur 3 Jahren. Auch wichtig zu wissen, zwei von drei Personen schließen den 1:47 Einkauf direkt am Handy ab, aber vier von fünf nutzen es schon für die Produktsuche. Und das ist natürlich eine Chance für 1:55 österreichische Händler, denn wer seinen Webshop konsequent für mobile Nutzerinnen optimiert, kann Marktanteile zurückgewinnen. 2:03 Wer hatte nun eigentlich einen richtig guten Webshop in Österreich? Heuer wurde genau das zum ersten Mal vom Handelsverband bewertet und mit dem 2:11 E-Commerce Award belohnt. Dabei ging es nicht um Marketing oder Bekanntheit, sondern um Benutzerfreundlichkeit, technische Qualität, Performance, 2:20 Transparenz, Vertrauen und Customer Experience. Ausgezeichnet wurden Ganz, Kastner und Öler, Jim Bean sowie Hornbach in jeweils 2:30 unterschiedlichen Kategorien. Falls Sie auch eine Webshop haben, die E-Commerce Awards sollen ab jetzt jährlich vergeben werden. 2:38 Teilnahmeberechtigt sind alle in Österreich tätigen Webshops mit Checkout und Versandfunktion und die Einreichphase für 2027 startet diesen 2:47 Herbst. Also Österreich und gute Webshops schließen sich nicht aus. Warum fließt dann trotzdem fast jeder zweite Online Euro ins Ausland? Und was kann 2:57 dagegen getan werden? Es geht wie immer ums Geld. Viele Plattformen locken mit Dumpingpreisen. 47% aller österreichischen E-Commerce 3:06 Ausgaben gehen an ausländische Anbieter. Das sind 5,8 Milliarden Euro. Allein chinesische Plattformen wie AliExpress kommen inzwischen auf rund 1,3 3:15 Milliarden Euro Umsatz allein mit österreichischen Kunden. Von diesen Kunden nennen fast dreiviertel günstigere Angebote als Hauptmotiv. Und 3:25 damit sind wir bei einer Frage, die derzeit intensiv diskutiert wird. Wie kann Europa den heimischen Handel stärken? Seit Anfang Juli gilt die fast 3:34 schon berüchtigte Paketsteuer. Eine neue Abgabe von 3 € auf kleine Pakete aus Trittstaaten. Das gilt auf EU-Ebene. Parallel dazu plant Österreich ab 3:44 Oktober eine eigene Paketabgabe von 2,40 € für große Onlinehändlerinnen. Genau hier gehen die Meinungen allerdings auseinander. Uns interessiert 3:53 natürlich ihre Meinung zu diesem brisanten Thema gerne in den Kommentaren. Zurück zu den Expertisen. Der Handelsverband warnt davor, dass 4:01 eine nationale Paketsteuer fast 3000 Arbeitsplätze kosten und die Wettbewerbsfähigkeit schwächen könnte. Also lieber eine einzige europäische 4:10 Lösung statt nationalem Alleingang. Die Wiener Spediteure lehnen die geplante Paketabgabe ebenfalls grundsätzlich ab. Sie schade dem gesamten 4:19 Wirtschaftsstandort, denn die Sendungsmenge würde vorsätzlich reduziert das Gefährde Betriebe. Gleichzeitig bringen Sie einen konkreten 4:27 Verbesserungsvorschlag ein. Falls die Abgabe kommt, sollen Paketboxen und Paketshops genauso behandelt werden wie Click and Collect im Geschäft. Denn bei 4:37 Click and Collect, also bei der Abholung im Geschäft, soll die Paketsteuer nach derzeitigem Stand nicht anfallen. Warum soll das laut Wiener Spediteituren auch 4:46 auf Paketboxen ausgeweitet werden? Weil auch dort Sendungen gebündelt zugestellt werden und die Kunden den letzten Weg selbst übernehmen. Das könnte Verkehr 4:55 vermeiden und unnötige Zustellfahrten reduzieren. Unterm Strich dieser Diskussion ergibt sich ein spannendes Gesamtbild. Der 5:03 österreichische E-Commerce wächst weiter. Die Menschen kaufen online so viel ein wie noch nie. Mobile Shopping boomt. Österreichische Webshops können 5:12 oder könnten mithalten. Die Nachfrage ist da. Jetzt müssen wir nur noch einen größeren Teil dieser Milliardenze im eigenen Land halten, weil es war wegen 5:21 der Wirtschaft. Bis zum nächsten Mal.