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Der Studienschwerpunkt "Musikinformatik" im Studiengang "Musik und Medien"

Robert Schumann Hochschule7:13 157 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 40 Zeilen
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  1. Vielleicht habt ihr euch ja schon mal gefragt, wie ihr euren Laptop zu einem Musikinstrument umbauen könnt. Falls das der Fall ist, seid ihr vielleicht bei
  2. dem Modul Musikinformatik genau richtig. Wir haben Professor Julian Rohrhuber und Studierende eingeladen, die uns gleich mal erklären, was Musik mit Informatik
  3. zu tun hat. Hallo Julian, schön, dass du hier bist. Wie würdest du denn dein Modul kurz und knackig für Leute erklären, die wie ich
  4. früher überhaupt keine Ahnung davon hatten, was das überhaupt ist? Ähm, wenn man überlegen würde, wie würde ich Klang machen, wenn ich keine Instrumente
  5. hätte, keine Gegenstände, nichts, einfach nur sagen muss, was Klang selber ist, also was der Schall, die Schallwellen, die haben ja eine Form,
  6. wie kann ich diese Form formen? Dann steht man davor und denkt, ja, was soll das bitte für eine Form sein? Das gibt kein richtige, es gibt keine Vorbild für
  7. diese Form eigentlich selber. Und dann muss ich mir überlegen, ja, vielleicht gibt es Regeln, nach denen ich diese Formen formen kann. Und das geht
  8. eigentlich ganz gut mit Programmieren, mit Programmiersprachen, die speziell dafür da sind, dass man diese Formen gestalten kann. Das erstmal so als
  9. allererstes. Aber man kann auch sagen, ähm also wenn ich ähm wenn ich z.B. Musik machen möchte und anderen ein Instrument bauen möchte, ein
  10. elektronisches Instrument, dann kann ich das mit Musikinformatik eben z.B. will machen oder ich kann auch Programmieren selber benutzen, um direkt Musik zu
  11. machen. Das werden wir nachher mit Camilla und den anderen sehen. M generell kann man vielleicht sagen, also man kann forschen, experimentieren in so
  12. einem Bereich, man kann anderen helfen, einfach irgendwie ein Bestandteil von dem größeren sein. Ähm was auch natürlich eben was ich schon gesagt
  13. habe, neue Klänge versuchen zu finden oder auch neue Arbeitsweisen wie z.B. Netzwerkmusik, wo man sich Regeln überlegt, wie können Leute
  14. zusammenarbeiten und es geht dann halt auch weg vom Computer. Man muss nicht nur mit dem Computer das machen, sondern kann sich Regeln überlegen,
  15. nachdem man Dinge machen kann oder will. Wie sehe denn so eine typische ähm ja, Abschlussarbeit in deinem Modul aus? Also typisch kann ich gar nicht sagen,
  16. weil es so viele verschiedene sind. Ähm es gibt halt Beispiele, ne? Es geht von ähm so arbeiten, wie man sich so ungefähr vorstellen würde, jemand
  17. programmiert ein Plugin z.B. oder sowas hat's schon gegeben. Gab auch Leute, die haben eine eigene Live Coding Programmiersprache selber gemacht oder
  18. haben für sich selber ein System entwickelt, mit dem sie Performances machen. Ähm, es gab schon Leute, die haben einfach ähm so algorithmische
  19. Choreografien entwickelt, mit denen man dann z.B. das Gehen besser reflektieren kann. Was tut man eigentlich, wenn man geht? Oder das Thema der Unterbrechung,
  20. also sich selbst zu unterbrechen immer wieder ähm als Thema genommen und daraus was systematisches entwickelt und vielleicht ähnlich auch zu sprachlicher
  21. Interaktion, also so Störgeräusche in der Sprache, daraus ein Synthesizer gemacht mit diesen Geräuschen und das auch als Bachelorarbeiter gemacht sowas.
  22. Also mega vielseitig dein Modul. Genau, das ist eigentlich der das ist eigentlich ein wichtiger Punkt. Ja. Ja. Ähm, wir erleben jetzt eine Live
  23. Coding Performance aus dem Studio neben nebenan und dazu schalten wir zu Kamila, Tobias und Leo. Oh.
  24. Julian Bila ihren Weg hier zu uns findet, frage ich dich noch eine Frage. Muss man bei dir im Modul Vorkenntnisse im Programmieren haben, um irgendwie
  25. mithalten zu können? Also definitiv nicht. Das ist so gestaltet, dass man das nicht muss und ist auch nicht unbedingt ein Vorteil,
  26. weil Klangprogrammieren ist erfahrungsgemäß ein eigener Bereich, das auch für Leute, die schon programmieren können, eigentlich auch gleich schwierig
  27. ist, weil das muss sich Klänge eben auch vorstellen können und ähm können wir würde sagen, man kann auch mit ganz ganz wenig ganze längere Zeit verbringen ohne
  28. viel gelernt zu haben, mit zwei Seilencode kann man auch viele Konzerte machen, kann sein eigenes System bauen, mit dem man dann immer arbeitet oder ein
  29. paar Arbeitsweisen oder manche fangen dann halt auch an sich wirklich an der Programmierung der Programmiersprache zu beteiligen äh die wir verwenden. Und das
  30. ist halt das Schöne an Open Source, dass man wirklich bis also bis in die in das ähm in das Werkzeug oder in die Umgebung, mit der man arbeitet, selber
  31. wieder ähm einsteigen kann. Also sind alle äh Tiefen von ähm Engagement eigentlich möglich. Ja, danke dir. Hallo Camila, schön, dass
  32. du hier auch hingefunden hast. Ja, das war eine Wahnsinnsperformance. Ich habe überhaupt keine Ahnung von Musikinformatik. Erklär mir doch mal,
  33. wie habt ihr das geschafft irgendwie Musik und Bild jetzt in dem Kontext zusammen zu bringen? Danke für dein Ladung. Äh, wir haben
  34. zusammen ein Setup von drei Laptops, äh, die miteinander interagieren. Die zwei Laptops, die Sound erzeugen, sind mit dem Netzwerk verbunden. Äh, dadurch
  35. können wir Sequences und Klangsynthese äh kontrollieren. Und das andere Laptop äh mit dem man Wishs macht äh ist auch mit dem Audio aber verbunden. Ähm und
  36. ist audio reaktiv, also die Visuals reagieren zum Audio. Ja. Ein Vögelchen hat mir gezwitchert, dass du gerade mitten in deinem
  37. Bachelorprojekt steckst. Wie bist du denn, wenn man jetzt mal zurückschaut in die Vergangenheit, wie bist du von der klassischen Gitarre zum
  38. Livecoding und zur Musikinformatik gekommen? äh ja, dass ich diesen weggenommen habe, lag daran vor allem an der Freude an Experimentieren.
  39. Äh in dem Modul konnte ich diesen Raum finden, wo ich verschiedene Sachen ausprobieren dürfte, wo ich so tief in der Technik gehen könnte, aber auch so
  40. ähm Gedanken und so kompositeorisch arbeiten könnte. Das war sehr toll.