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Der Studienschwerpunkt "Musikinformatik" im Studiengang "Musik und Medien"
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 40 Zeilen
- Vielleicht habt ihr euch ja schon mal gefragt, wie ihr euren Laptop zu einem Musikinstrument umbauen könnt. Falls das der Fall ist, seid ihr vielleicht bei
- dem Modul Musikinformatik genau richtig. Wir haben Professor Julian Rohrhuber und Studierende eingeladen, die uns gleich mal erklären, was Musik mit Informatik
- zu tun hat. Hallo Julian, schön, dass du hier bist. Wie würdest du denn dein Modul kurz und knackig für Leute erklären, die wie ich
- früher überhaupt keine Ahnung davon hatten, was das überhaupt ist? Ähm, wenn man überlegen würde, wie würde ich Klang machen, wenn ich keine Instrumente
- hätte, keine Gegenstände, nichts, einfach nur sagen muss, was Klang selber ist, also was der Schall, die Schallwellen, die haben ja eine Form,
- wie kann ich diese Form formen? Dann steht man davor und denkt, ja, was soll das bitte für eine Form sein? Das gibt kein richtige, es gibt keine Vorbild für
- diese Form eigentlich selber. Und dann muss ich mir überlegen, ja, vielleicht gibt es Regeln, nach denen ich diese Formen formen kann. Und das geht
- eigentlich ganz gut mit Programmieren, mit Programmiersprachen, die speziell dafür da sind, dass man diese Formen gestalten kann. Das erstmal so als
- allererstes. Aber man kann auch sagen, ähm also wenn ich ähm wenn ich z.B. Musik machen möchte und anderen ein Instrument bauen möchte, ein
- elektronisches Instrument, dann kann ich das mit Musikinformatik eben z.B. will machen oder ich kann auch Programmieren selber benutzen, um direkt Musik zu
- machen. Das werden wir nachher mit Camilla und den anderen sehen. M generell kann man vielleicht sagen, also man kann forschen, experimentieren in so
- einem Bereich, man kann anderen helfen, einfach irgendwie ein Bestandteil von dem größeren sein. Ähm was auch natürlich eben was ich schon gesagt
- habe, neue Klänge versuchen zu finden oder auch neue Arbeitsweisen wie z.B. Netzwerkmusik, wo man sich Regeln überlegt, wie können Leute
- zusammenarbeiten und es geht dann halt auch weg vom Computer. Man muss nicht nur mit dem Computer das machen, sondern kann sich Regeln überlegen,
- nachdem man Dinge machen kann oder will. Wie sehe denn so eine typische ähm ja, Abschlussarbeit in deinem Modul aus? Also typisch kann ich gar nicht sagen,
- weil es so viele verschiedene sind. Ähm es gibt halt Beispiele, ne? Es geht von ähm so arbeiten, wie man sich so ungefähr vorstellen würde, jemand
- programmiert ein Plugin z.B. oder sowas hat's schon gegeben. Gab auch Leute, die haben eine eigene Live Coding Programmiersprache selber gemacht oder
- haben für sich selber ein System entwickelt, mit dem sie Performances machen. Ähm, es gab schon Leute, die haben einfach ähm so algorithmische
- Choreografien entwickelt, mit denen man dann z.B. das Gehen besser reflektieren kann. Was tut man eigentlich, wenn man geht? Oder das Thema der Unterbrechung,
- also sich selbst zu unterbrechen immer wieder ähm als Thema genommen und daraus was systematisches entwickelt und vielleicht ähnlich auch zu sprachlicher
- Interaktion, also so Störgeräusche in der Sprache, daraus ein Synthesizer gemacht mit diesen Geräuschen und das auch als Bachelorarbeiter gemacht sowas.
- Also mega vielseitig dein Modul. Genau, das ist eigentlich der das ist eigentlich ein wichtiger Punkt. Ja. Ja. Ähm, wir erleben jetzt eine Live
- Coding Performance aus dem Studio neben nebenan und dazu schalten wir zu Kamila, Tobias und Leo. Oh.
- Julian Bila ihren Weg hier zu uns findet, frage ich dich noch eine Frage. Muss man bei dir im Modul Vorkenntnisse im Programmieren haben, um irgendwie
- mithalten zu können? Also definitiv nicht. Das ist so gestaltet, dass man das nicht muss und ist auch nicht unbedingt ein Vorteil,
- weil Klangprogrammieren ist erfahrungsgemäß ein eigener Bereich, das auch für Leute, die schon programmieren können, eigentlich auch gleich schwierig
- ist, weil das muss sich Klänge eben auch vorstellen können und ähm können wir würde sagen, man kann auch mit ganz ganz wenig ganze längere Zeit verbringen ohne
- viel gelernt zu haben, mit zwei Seilencode kann man auch viele Konzerte machen, kann sein eigenes System bauen, mit dem man dann immer arbeitet oder ein
- paar Arbeitsweisen oder manche fangen dann halt auch an sich wirklich an der Programmierung der Programmiersprache zu beteiligen äh die wir verwenden. Und das
- ist halt das Schöne an Open Source, dass man wirklich bis also bis in die in das ähm in das Werkzeug oder in die Umgebung, mit der man arbeitet, selber
- wieder ähm einsteigen kann. Also sind alle äh Tiefen von ähm Engagement eigentlich möglich. Ja, danke dir. Hallo Camila, schön, dass
- du hier auch hingefunden hast. Ja, das war eine Wahnsinnsperformance. Ich habe überhaupt keine Ahnung von Musikinformatik. Erklär mir doch mal,
- wie habt ihr das geschafft irgendwie Musik und Bild jetzt in dem Kontext zusammen zu bringen? Danke für dein Ladung. Äh, wir haben
- zusammen ein Setup von drei Laptops, äh, die miteinander interagieren. Die zwei Laptops, die Sound erzeugen, sind mit dem Netzwerk verbunden. Äh, dadurch
- können wir Sequences und Klangsynthese äh kontrollieren. Und das andere Laptop äh mit dem man Wishs macht äh ist auch mit dem Audio aber verbunden. Ähm und
- ist audio reaktiv, also die Visuals reagieren zum Audio. Ja. Ein Vögelchen hat mir gezwitchert, dass du gerade mitten in deinem
- Bachelorprojekt steckst. Wie bist du denn, wenn man jetzt mal zurückschaut in die Vergangenheit, wie bist du von der klassischen Gitarre zum
- Livecoding und zur Musikinformatik gekommen? äh ja, dass ich diesen weggenommen habe, lag daran vor allem an der Freude an Experimentieren.
- Äh in dem Modul konnte ich diesen Raum finden, wo ich verschiedene Sachen ausprobieren dürfte, wo ich so tief in der Technik gehen könnte, aber auch so
- ähm Gedanken und so kompositeorisch arbeiten könnte. Das war sehr toll.