Der Studienschwerpunkt "Musikinformatik" im Studiengang "Musik und Medien" Robert Schumann Hochschule https://www.youtube.com/watch?v=aA9bbaCPQ6c Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Vielleicht habt ihr euch ja schon mal gefragt, wie ihr euren Laptop zu einem Musikinstrument umbauen könnt. Falls das der Fall ist, seid ihr vielleicht bei 0:08 dem Modul Musikinformatik genau richtig. Wir haben Professor Julian Rohrhuber und Studierende eingeladen, die uns gleich mal erklären, was Musik mit Informatik 0:17 zu tun hat. Hallo Julian, schön, dass du hier bist. Wie würdest du denn dein Modul kurz und knackig für Leute erklären, die wie ich 0:26 früher überhaupt keine Ahnung davon hatten, was das überhaupt ist? Ähm, wenn man überlegen würde, wie würde ich Klang machen, wenn ich keine Instrumente 0:33 hätte, keine Gegenstände, nichts, einfach nur sagen muss, was Klang selber ist, also was der Schall, die Schallwellen, die haben ja eine Form, 0:40 wie kann ich diese Form formen? Dann steht man davor und denkt, ja, was soll das bitte für eine Form sein? Das gibt kein richtige, es gibt keine Vorbild für 0:49 diese Form eigentlich selber. Und dann muss ich mir überlegen, ja, vielleicht gibt es Regeln, nach denen ich diese Formen formen kann. Und das geht 0:57 eigentlich ganz gut mit Programmieren, mit Programmiersprachen, die speziell dafür da sind, dass man diese Formen gestalten kann. Das erstmal so als 1:05 allererstes. Aber man kann auch sagen, ähm also wenn ich ähm wenn ich z.B. Musik machen möchte und anderen ein Instrument bauen möchte, ein 1:16 elektronisches Instrument, dann kann ich das mit Musikinformatik eben z.B. will machen oder ich kann auch Programmieren selber benutzen, um direkt Musik zu 1:23 machen. Das werden wir nachher mit Camilla und den anderen sehen. M generell kann man vielleicht sagen, also man kann forschen, experimentieren in so 1:33 einem Bereich, man kann anderen helfen, einfach irgendwie ein Bestandteil von dem größeren sein. Ähm was auch natürlich eben was ich schon gesagt 1:43 habe, neue Klänge versuchen zu finden oder auch neue Arbeitsweisen wie z.B. Netzwerkmusik, wo man sich Regeln überlegt, wie können Leute 1:50 zusammenarbeiten und es geht dann halt auch weg vom Computer. Man muss nicht nur mit dem Computer das machen, sondern kann sich Regeln überlegen, 1:58 nachdem man Dinge machen kann oder will. Wie sehe denn so eine typische ähm ja, Abschlussarbeit in deinem Modul aus? Also typisch kann ich gar nicht sagen, 2:08 weil es so viele verschiedene sind. Ähm es gibt halt Beispiele, ne? Es geht von ähm so arbeiten, wie man sich so ungefähr vorstellen würde, jemand 2:17 programmiert ein Plugin z.B. oder sowas hat's schon gegeben. Gab auch Leute, die haben eine eigene Live Coding Programmiersprache selber gemacht oder 2:26 haben für sich selber ein System entwickelt, mit dem sie Performances machen. Ähm, es gab schon Leute, die haben einfach ähm so algorithmische 2:37 Choreografien entwickelt, mit denen man dann z.B. das Gehen besser reflektieren kann. Was tut man eigentlich, wenn man geht? Oder das Thema der Unterbrechung, 2:45 also sich selbst zu unterbrechen immer wieder ähm als Thema genommen und daraus was systematisches entwickelt und vielleicht ähnlich auch zu sprachlicher 2:53 Interaktion, also so Störgeräusche in der Sprache, daraus ein Synthesizer gemacht mit diesen Geräuschen und das auch als Bachelorarbeiter gemacht sowas. 3:03 Also mega vielseitig dein Modul. Genau, das ist eigentlich der das ist eigentlich ein wichtiger Punkt. Ja. Ja. Ähm, wir erleben jetzt eine Live 3:12 Coding Performance aus dem Studio neben nebenan und dazu schalten wir zu Kamila, Tobias und Leo. Oh. 4:27 Julian Bila ihren Weg hier zu uns findet, frage ich dich noch eine Frage. Muss man bei dir im Modul Vorkenntnisse im Programmieren haben, um irgendwie 4:36 mithalten zu können? Also definitiv nicht. Das ist so gestaltet, dass man das nicht muss und ist auch nicht unbedingt ein Vorteil, 4:45 weil Klangprogrammieren ist erfahrungsgemäß ein eigener Bereich, das auch für Leute, die schon programmieren können, eigentlich auch gleich schwierig 4:54 ist, weil das muss sich Klänge eben auch vorstellen können und ähm können wir würde sagen, man kann auch mit ganz ganz wenig ganze längere Zeit verbringen ohne 5:10 viel gelernt zu haben, mit zwei Seilencode kann man auch viele Konzerte machen, kann sein eigenes System bauen, mit dem man dann immer arbeitet oder ein 5:18 paar Arbeitsweisen oder manche fangen dann halt auch an sich wirklich an der Programmierung der Programmiersprache zu beteiligen äh die wir verwenden. Und das 5:27 ist halt das Schöne an Open Source, dass man wirklich bis also bis in die in das ähm in das Werkzeug oder in die Umgebung, mit der man arbeitet, selber 5:36 wieder ähm einsteigen kann. Also sind alle äh Tiefen von ähm Engagement eigentlich möglich. Ja, danke dir. Hallo Camila, schön, dass 5:47 du hier auch hingefunden hast. Ja, das war eine Wahnsinnsperformance. Ich habe überhaupt keine Ahnung von Musikinformatik. Erklär mir doch mal, 5:55 wie habt ihr das geschafft irgendwie Musik und Bild jetzt in dem Kontext zusammen zu bringen? Danke für dein Ladung. Äh, wir haben 6:03 zusammen ein Setup von drei Laptops, äh, die miteinander interagieren. Die zwei Laptops, die Sound erzeugen, sind mit dem Netzwerk verbunden. Äh, dadurch 6:14 können wir Sequences und Klangsynthese äh kontrollieren. Und das andere Laptop äh mit dem man Wishs macht äh ist auch mit dem Audio aber verbunden. Ähm und 6:29 ist audio reaktiv, also die Visuals reagieren zum Audio. Ja. Ein Vögelchen hat mir gezwitchert, dass du gerade mitten in deinem 6:36 Bachelorprojekt steckst. Wie bist du denn, wenn man jetzt mal zurückschaut in die Vergangenheit, wie bist du von der klassischen Gitarre zum 6:46 Livecoding und zur Musikinformatik gekommen? äh ja, dass ich diesen weggenommen habe, lag daran vor allem an der Freude an Experimentieren. 6:55 Äh in dem Modul konnte ich diesen Raum finden, wo ich verschiedene Sachen ausprobieren dürfte, wo ich so tief in der Technik gehen könnte, aber auch so 7:05 ähm Gedanken und so kompositeorisch arbeiten könnte. Das war sehr toll.