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Erdkunde Abiturprüfung 2026 - Landwirtschaft [1/2]-Tipps und Aufgabentypen [Abitur Geographie, 3/10]
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 84 Zeilen
- [Musik] In diesem und im nächsten Video geht es um die Auseinandersetzung mit
- Abiturklausuraufgaben und Tipps rund um das Inhaltswert Landwirtschaft, einem von insgesamt fünf Inhaltsfeldern, die im Klerplan der gymnasiellen Oberstufe
- in NRW implementiert sind und gelernt werden müssen. Es ist eingebettet in eine Videoreihe, die sich mit dem Erdconabitour beschäftigt.
- Aus dem letzten Video habt ihr erfahren, Landwirtschaft ist ein Thema, das mit Ausnahme von nur wenigen Jahren immer wieder in den Abiturprüfung vorgekommen
- ist. Aus den drei Abiturprüfungen, von denen ihr eine zur Bearbeitung auswählen könnt, ist also oft eine Landwirtschaftsklausur. Insgesamt gibt
- es drei unterschiedliche inhaltliche Akzentuierungen in diesem Inhaltsfeld, die sich vor allem in ihren räumlichen Schwerpunkten unterscheiden. Einmal
- stehen landwirtschaftliche Prozesse in den Tropen im Vordergrund, einmal in den Subtropen und gemäßigten Breiten. Der letzte inhaltliche Schwerpunkt rund um
- das Spannungsfeld Ressourcengefährdung und Nachhaltigkeit schwingt unabhängig davon, ob das Raum beispiel in den Tropen oder in den Subtropen oder
- gemäßigten Breiten lokalisiert ist, immer mit. Die Analyse der Abiturklausuren der letzten Jahre zeigt für den Elker in NRW: dreimal handelte
- es sich um ein Raumbeispiel in den Truppen, einmal in den Subtropen und dreimal in den gemäßigten Breiten. Ihr werdet im Verlaufe des Videos sehen,
- dass bei der Landwirtschaft in den Truppen andere Aspekte zu beachten sind, als bei der Landwirtschaft in den Subtruppen oder gemäßigten Breiten. Wie
- ihr aus den letzten Videos wisst, gibt es trotzdem wiederkehrende Aufgabenstellung in den unterschiedlichen Inhaltsfeldern, auch
- zur Landwirtschaft. Eine oft vorkommende Aufgabe beim Thema Landwirtschaft ist die naturräumlichen Voraussetzungen, Gegebenheiten bzw. auch schon mal in der
- ein oder anderen Klausur Rahmenbedingung genannt für einen landwirtschaftlichen Sektor, oft aber auch für den Anbau einer Pflanze zu kennzeichnen. Diese
- beliebte Aufgabe, das hat bereits dieses Beispiel aus dem letzten Video gezeigt, kann immer durch das gleiche bewährte Schema werden, was auch die Analyse des
- Erwartungshorizontes zeigt. Man erläutert die naturräumlichen Gegebenheiten des Raumbeispiels, legt die Standortansprüche der jeweiligen
- Pflanze da und stellt dann eine Verknüpfung her zwischen den Standortansprüchen und naturräumlichen Gegebenheiten. Ihr seht also, wenn
- Aufgabenstellung ähnlich sind, dann sind dies auch die Erwartungshorizonte. Denk bei der Kennzeichnung der naturräumlichen Gegebenheiten daran,
- dass ihr nicht nur klimatische Aspekte, also Temperatur, Jahresdurchschnittstemperatur, Temperatur im Jahresverlauf und
- Niederschlag benennt, sondern auch die Höhenlage bzw. das Relief und gegebenenfalls den Boden. Während in den Truppen durch ganzjährig warme
- Temperaturen eine permanente Vegetationsperiode herrscht und auch die hohen Niederschläge und damit verbundene Humidität ein Gunstfaktor für die
- agrarische Nutzung darstellen, ist die Niederschlagsmenge der limitierende Faktor für die landwirtschaftliche Nutzung in den
- Subtren. Die Niederschläge sind recht gering und wenn die agronomische Trockengrenze unterschritten wird, also die Grenze des Regenfeldbaus, bei der
- natürliche Niederschlag ausreicht, um Landwirtschaft zu betreiben, dann muss künstlich bewässert werden. Hier ist es also durchaus üblich, dass man erkennt,
- dass der Niederschlagsbedarf der Pflanze die Niederschlagsmenge aufgrund der Aridität des Klimas deutlich übersteigt. Mit Blick auf das Wasserdagargebot wird
- jedoch häufig deutlich, dass Möglichkeiten der Bewässerung vorhanden sind. z.B. in Form von Flüssen oder Sehen mit noch höheren Breitengraden in
- Richtung gemäßigte Breiten nehmen die Niederschläge tendenziell wieder zu. Allerdings ist dort vor allem in kontinental geprägten Gebieten mit
- ausgeprägten Jahreszeitlich bedingten Schwankungen der Temperatur die Verkürzung der Vegetationsperiode der limitierende
- Faktor für die agrarische Nutzung. Je weiter ein Ort in den gemäßigten Breiten weg vom Meer entfernt ist, desto kontinentaler ist er. geprägt
- und neben einer hohen jahreszeitlichen Temperaturamplitude sind die Niederschläge deutlich geringer als Orte, die in dieser Klimazone näher am
- Meer lokalisiert sind und als maritim bezeichnet werden. Egal, ob es sich um Raumbeispielen in den Truppen, Subtropen oder gemäßigten Breiten handelt, bei der
- Lokalisation sollte im Inhaltswert Landwirtschaft immer auch die Klima sowie die Vegetationszone mit Hilfe des Atlasses benannt
- werden. In den Abiturklausuren des Grundkurses ist eine solche Aufgabe, die naturräumlichen Voraussetzung für den Anbau einer Pflanze zu kennzeichnen,
- fast immer Bestandteil der Klausur. Trotzdem gibt es keine Garantie, dass diese Aufgabenstellung vorkommt. In zwei der insgesamt acht Abiturklausuren des
- Leistungskurses sollten naturräumliche Voraussetzung für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung gekennzeichnet werden. Letztlich
- unterscheidet sich aber auch diese Aufgabe nicht sonderlich von der eben besesprochenen. nur, dass ihr diesmal mit Hilfe der naturräumlichen
- Gegebenheiten nicht die Eignung eines landwirtschaftlichen Erzeugnisses, sondern die Eignung für eine generelle landwirtschaftliche Nutzungleiten sollt.
- Auch hier charakterisiert ihr die klimatischen Gegebenheiten, die Höhenlage bzw. das Relief und die Bodeneigenschaften und leitet Gunst bzw.
- Ungunstfaktoren für die Landwirtschaft ab. Vor allem in den AK Klausuren erfordert die Aufgabe 1 noch einen zusätzlichen Teilaspekt, z.B. wie die
- Lage entsprechender Anbaugebiete zu beschreiben. Wie ihr aus dem ersten Video wisst, ist die Aufgabe 2 Erdkunde Abiturklausur immer assoziiert mit der
- Erläuterung einer Entwicklung bzw. einer Bedeutung. Im Fall von Landwirtschaft soll also immer die Entwicklung und Bedeutung des Kakaoanbaus, des
- Sojaanbaus, des jeweiligen landwirtschaftlichen Sektors analysiert werden. In Aufgabe 3 geht es immer um die Bewertung eines Sachverhaltes. Im
- Kontext von Landwirtschaft um die Bewertung der Zukunftsfähigkeit des jeweiligen Agrarsektors. Und noch etwas seht ihr in
- einer Landwirtschaftsklausur. Die Verknüpfung mit dem Thema globale Disparitäten Entwicklungsstände. In manchen Klausuren wie der aus dem Jahr
- 2023 gibt es Teilaufgaben, die diesem Inhaltsfeld zuzuordnen sind. Welche Aspekte eine Rolle spielen. Wenn ihr die Entwicklung bzw. die Bedeutung des
- jeweiligen Anbauproduktes erläutern sollt, ist natürlich abhängig vom jeweiligen Raumbeispiel. Letztlich ist es aber egal, ob die Entwicklung des
- Kakaoanbaus, des Sojaanbaus oder des Maisanbaus erläutert werden soll. Oft kann die Entwicklung immer anhand derselben Indikatoren festgemacht
- werden, z.B. gilt durch Abbildung zur Entwicklung der Anbaufläche, der Erntefläche, der Exportmenge, des Exportwertes und der Entwicklung der
- Weltmarktpreise für den jeweiligen agrarischen Rohstoff. Hier gilt, wie auch in den vorherigen Videos bereits besprochen,
- eine Entwicklung möglichst detailliert wiederzugeben. Anstatt zu schreiben, dass die Anbaufläche von Avocados im Zeitraum von 1950 bis 2020 gestiegen
- ist, müsste hier z.B. verwiesen werden auf eine zunächst leichte Zunahme der Anbaufläche, die vor allem seit dem 21. Jahrhundert stark gestiegen ist und
- ihren Höhepunkt ca. im Jahr 2015 hat, seitdem aber leicht rückläufig ist bzw. stagniert. Ihr müsst also nicht die Entwicklung für jedes Jahr beschreiben,
- dennoch ist sie auch nicht mit einem Satz abgegoldten. Ebenso detailliert geht ihr mit den anderen Materialien vor, die eine zeitliche Entwicklung
- wiedergeben. Eine reine Beschreibung der Entwicklung wird dem Operator erläutern. In der Aufgabenstellung allerdings nicht gerecht, der dem höheren
- Anforderungsbereich zwei zuzuordnen ist und von euch verlangt, Sachzusammenhänge mit Hilfe ergänzender Information zu verdeutlichen. Dieser Teil des Videos
- ist mit am wichtigsten, weil ich euch jetzt zeige, welche Sachzusammenhänge im Kontext von Landwirtschaftsklausuren besonders relevant sind und auch
- entsprechend oft im Erwartungshorizont auftauchen. Natürlich gibt's einen Sachzusammenhang zwischen der Anbaufläche und der Erntemenge. Auf mehr
- Anbaufläche kann tendenziell auch mehr geerntet werden. Dennoch unterliegen vor allem die jährlichen Erntemengen deutlichen Schwankung. Die Gründe dafür
- sind oft in anderen Materialien zu finden. Beispielsweise könnte gerade in den Tropen Naturkatastrophen wie z.B. Zyklone zum Missernten einzelner
- Anbaujahre führen, wohingegen in den gemäßigten Breiten vor allem klimatische Schwankung, erntebedingte Ausfälle evozieren. Beispielsweise Dürrejahre,
- Extremwetterereignisse wie z.B. Hagel, späte Nachtfröste und so weiter. Von dem, was geerntet wird, kann auch etwas exportiert werden. Anhand des
- Verhältnisses von Erntemenge und Exportmenge lassen sich wichtige Zusammenhänge ableiten. Wenn nur wenig von dem, was geerntet wird, exportiert
- wird, wird überwiegend für den heimischen Markt produziert. Dann wird es nur innerhalb des Landes exportiert oder aber es dient zur
- Subsistenzwirtschaft, wird also für den Eigenbedarf genutzt. Hauptsächlich werden agrarische Produkte aus den Tropen und auch in den Subtropen für den
- Weltmarkt produziert. Fast alles an produzierten Kakao oder Avocados wird auch exportiert. Oft ist im Verlauf einer zeitlichen Entwicklung eine
- zunehmende Exportorientierung erkennbar, indem ein immer größerer Anteil der Produktion auch exportiert wird. Hier sollte man unbedingt die Bedeutung im
- Hinterkopf haben, dass es sich um einen Cashcrop handelt mit Hilfe dessen der Staat Deviseneinnahmen
- generiert. Zwischen der Exportmenge und dem Exportwert bzw. Exporterlös gibt es natürlich auch eine Korrelation. Je mehr exportiert wird, desto höher sind
- tendenziell auch die Einnahmen durch den Export. Trotzdem, es kann auch vorkommen, dass trotz steigender Exportmenge der Exporterlös sinkt. Der
- Grund hierfür lässt sich oft in einer weiteren Abbildung finden und zwar die Entwicklung der Weltmarktpreise. Weltmarktpreise für ein
- jeweiliges agrarisches Erzeugnis unterliegen oft starken Schwankung. Fällt der Weltmarktpreis in einem Jahr stark, kann es sein, dass trotz
- steigender Exportmenge der Exporterlös sinkt, weil man für 1 kg Kaffeebohen beispielsweise weniger bekommt. Schwankende Exporterlöse sind also die
- Konsequenz von schwankenden Produktionsmengen und ebenso volatilen Weltmarktpreisen. Vor allem die zuletzt aufgezeigten Sachzusammenhänge können
- vor allem in Raumbeispielen der Truppen oft entwicklungs- und Schwellenländern angewendet werden. Grafiken zu Weltmarktpreisen gibt es hier, weil
- diese Länder auf das Rohprodukt wie z.B. Kakaobohnen exportieren, welche dann in den Abnehmerländern weiter verarbeitet werden zur Schokolade und so weiter.
- Insofern insofern nichts gegenteiliges dem Material zu entnehmen. Es kann davon ausgegangen werden, dass es nur selten eine nachgelagerte Beschäftigung gibt
- aufgrund fehlender Industrien zur Weiterverarbeitung. Dies führt zu einem geringen Anteil an der innländischen Wertschöpfungskette.
- Trotzdem schafft der Anbau des jeweiligen landwirtschaftlichen Erzeugnisses Arbeitsplätze und diese Bedeutung ist oftmals direkt aus dem
- Material mit Informationen der jeweiligen Pflanze ableitbar. Oft steht dort, dass z.B. die Ernte der Frucht oder die Bestäubung mit
- Hand erfolgen muss, was bedeutet, dass dieser Bereich kaum mechanisiert werden kann. Wenn die hohe Qualität der Ernte nur durch Pflücken per Hand
- gewährleistet werden kann, dann sichert das Beschäftigte. Diese Aspekte sind so wichtig, sie tauchen immer wieder im
- Erwartungshorizont auf. Welche Aspekte bei der Entwicklung in der landwirtschaftlichen Produktion in den Subtropen bzw. gemäßigten Breiten von
- Bedeutung sind, dann im nächsten Video. Ebenso welche Aspekte bei der Bedeutung und auch bei der Bewertung des Sachverhaltes wichtig sind.
- [Musik]