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Carbonsäuren - Was ist das?!

Chemie - simpleclub4:58 633.782 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 48 Zeilen
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  1. Moin Leute, habt ihr euch eigentlich so eine Essensverpackung schon mal ganz genau angeschaut? Wenn man sich so die
  2. Zusatzstoffe auf manchen Lebensmitteln durchliest, kann einem ganz schlecht werden. Überall ist fast nur noch so
  3. Chemiezeugs drin. Z.B. diese Lebensmittelzusatzstoffe mit den E-Nummern. E330 z.B. klingt
  4. schon voll widerlich und wird irgendein künstlich hergestellter Aromastoff sein oder so. Aber falsch gedacht. E330 ist
  5. einfach nur ein Kürzel für die Zitronensäure. Also genau die Säure, die auch wirklich in Zitronen enthalten ist
  6. und die, die in unserem Stoffwechsel im Citratzyklus während des Glukoseabbaus die Runde macht. Allerdings wird die
  7. inzwischen nicht mehr aus Zitronen gewonnen, sondern im großen Maßstab durch gentechnisch veränderte
  8. Schimmelpilze hergestellt und ist fast überall als Säuerungsmittel und Konservierungsstoff drin. Daher sind die
  9. Mengen, die wir in der modernen Zivilisationsgesellschaft so zu uns nehmen, wohl auch nicht mehr allzu
  10. harmlos, denn die Säure hat auch ein paar für uns bedenkliche Eigenschaften. Gilt also wie bei allem wieder mal, die
  11. Menge macht das Gift. Aber das ist jetzt ja nicht Thema. Wir schauen uns jetzt ein bisschen genauer an, zu welcher
  12. chemischen Gruppe die Zitronensäure gehört. Die Zitronensäure gehört zu den
  13. Carbonsäuren. Ähnlich wie die Alkohole oder die Aldehyde handelt es sich hierbei um organische Verbindungen, die
  14. eine bestimmte funktionelle Gruppe besitzen. In dem Fall die Carboxygruppe. Früher wurde die auch Carboxylgruppe
  15. genannt. Lasst euch durch das L nicht verwirren, es ist das Gleiche gemeint. Die sieht folgendermaßen aus und von
  16. diesem Aussehen kommt auch der Name. Es handelt sich nämlich um eine Carbonylgruppe und eine Hydroxygruppe,
  17. die am selben Kohlenstoffatom befestigt sind. Das Anion der Säure nennt man Carboxylat. Salze der Carbonsäuren
  18. werden auch Carboxylate genannt. Auch bei den Carbonsäuren gibt es eine Nomenklatur. Also vom Prinzip her nimmt
  19. man das bekannte griechische Zahlwort für das Alkan, je nach Anzahl der Kohlenstoffatome und hängt Säure hinten
  20. dran. Also z.B. zwei C-Atome, deshalb Ethansäure. Also theoretisch können die Säuren so alle benannt werden, aber
  21. dummerweise klappt das praktisch nicht. Es werden nämlich vor allem die Trivialnamen benutzt. Also nichts was
  22. mit schön das Konzept anwenden, sondern Namen auswendig lernen. Z.B. heißt die Ethansäure im
  23. Sprachgebrauch Essigsäure und ihr dürft jetzt dreimal raten, wieso? Genau, weil sie im Essig, den ihr daheim habt, drin
  24. ist. Ähnlich sieht es auch bei der Methansäure aus. Die heißt dann Ameisensäure. Die Carbonsäure mit vier
  25. Kohlenstoffatomen wird Buttersäure genannt. Man sieht also, die Carbonsäuren sind in der Natur in vielen
  26. verschiedenen Bereichen vertreten und werden nach ihrem Vorkommen benannt. So gibt es z.B. auch noch Äpfel- und
  27. Weinsäure. Zu den Eigenschaften ist zu sagen, dass die Carbonsäuren, wie ihr Name schon vermuten lässt, Säuren sind.
  28. Das heißt, sie können ein Proton leicht abgeben. Wenn wir die Säure jetzt, also z.B. mit
  29. Wasser reagieren lassen, dann entsteht ein Oxoniumion, also H3O+ und das Carboxylat. Die Säure-Base-Reaktion ist
  30. z.B. wichtig, wenn ihr Essigsäure in euren Wasserkocher gebt, um dort Kalk zu lösen. Hier geben die Essigsäuremoleküle
  31. ihre Protonen ab und werden zu Essigsäurecarboxylat, den Anionen der Essigsäure. Die werden
  32. übrigens auch Acetat genannt. Durch die Protonen wird aus dem Kalk ganz einfach ein Calcium 2+ Ion, Kohlenstoffdioxid
  33. und Wasser. Und damit ist der schwerlösliche Kalk entfernt. Kommen wir jetzt aber erstmal zu der Herstellung
  34. von Carbonsäuren. Wie bekommt man überhaupt die Carbonsäuren? Man könnte die ja direkt aus den jeweiligen
  35. Früchten oder Stoffen, in denen sie enthalten sind, isolieren, aber das wäre voll aufwendig. Deshalb schaut man,
  36. durch welche Reaktionen die Carbonsäuren entstehen. Einer der einfacheren Wege, der auch im Körper stattfindet, ist die
  37. Oxidation von primären Alkoholen oder Aldehyden. Es gibt aber noch andere Wege, die Carbonsäuren herzustellen,
  38. z.B. wenn man von einem Ester ausgeht. Also, ein Ester sieht so aus. Wenn dieser hydrolytisch, also durch Wasser
  39. gespalten wird, dann entstehen ein Alkohol und eine Carbonsäure. Damit die Reaktion aber schneller abläuft, nimmt
  40. man hier eher Hydroxidionen, also OH- und damit reagiert alles im alkalischen. Deshalb entsteht hier auch nur das
  41. Carboxylat-Ion und nicht die Säure selber. Wenn ihr euch anschauen wollt, warum die
  42. Carbonsäuren so leicht ein Proton abgeben können, dann klickt einfach mal hier in das Video zur Mesomerie vom
  43. Carboxylat-Anion rein. Und für die Benennung von den Carbonsäuren hilft alles nix. Die muss man einfach die
  44. stumpf auswendig lernen, die ihr in der Schule kennenlernt. Aber zum Glück sind das nicht so viele. Was war eigentlich
  45. das Schlimmste, das ihr mal stumpf auswendig lernen musstet? Bei mir waren es wohl alle Hauptstädte von Europa für
  46. Erdkunde. Boah, habe ich das damals gehasst. Waren es bei euch eher die französischen Vokabeln oder doch die
  47. griechischen Zahlwörter für Chemie? Schreibt einfach mal euer Leid in die Comments. Also, bis zum nächsten Mal und
  48. ciao.

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