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WTO - Welthandelsorganisation - Merkmale, Mitglieder, Prinzipien, Aufgaben - WTO einfach erklärt!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 55 Zeilen
- Die WTO, World Trade Organization oder auch Welthandelsorganisation. Ein Organ der Globalisierung, von dem du bestimmt schon einmal gehört hast. Doch,
- was steckt dahinter? Was zeichnet die WTO aus? Wer ist Mitglied und welche Aufgaben hat die WTO? All diese Fragen klären wir in diesem Video. Viel Spaß.
- Die Abkürzung WTO steht für World Trade Organization, auf Deutsch Welthandelsorganisation. Gegründet wurde die WTO im Jahre 1995
- als Resultat der Uruguay-Runde. Ihr Ursprung liegt dabei im sogenannten GATT-Abkommen von 1948. Was genau dieses Abkommen besagt,
- erfährst du später. Der entsprechende Vertrag, auf dem die Organisation beruht, trat am 1. Januar 1995 in Kraft. Aber welches grundlegende Ziel verfolgt
- diese 1995 entstandene Organisation? Hauptsächliches Ziel der WTO ist die Liberalisierung der internationalen Wirtschaftsbeziehung, verbunden mit
- freiem Handel. Im Rahmen der Globalisierung könnte man auch von erstens der Deregulierung sprechen, bei der es um die Abschaffung von
- bürokratischen Hürden geht, und zweitens von der Privatisierung, z.B. die Privatisierung ehemals staatlicher Firmen und damit den Übergang in
- privaten Besitz. Insgesamt hat die WTO aktuell 164 Mitgliedstaaten. Eine genaue Übersicht darüber blenden
- wir euch nun kurz ein. Mitgliedstaaten sind dabei grün eingefärbt.
- Schauen wir uns nun die Organe der WTO genauer an. Beginnen wir mit der Ministerkonferenz, dem höchsten Organ der WTO. Die Ministerkonferenz besteht
- aus allen Wirtschafts- und Handelsministern der Mitgliedstaaten und tagt mindestens alle zwei Jahre. In der Konferenz herrscht das Prinzip "One
- State, One Vote", was so viel bedeutet wie jeder Staat hat genau eine Stimme. Entscheidungen werden dabei meist nach dem Konsens getroffen. Geleitet wird die
- Konferenz von der Generaldirektion. Bis 2021 war das der Brasilianer Roberto Azevedo. Ab 2021 hat dieses Amt die nigerianische Politikerin Okonjo-Iweala
- übernommen. Grundsätzliches Ziel der Konferenz ist das Fassen von Beschlüssen über den weltwirtschaftlichen Handel und die
- Diskussion über Abkommen. Ein weiteres wichtiges Organ der WTO ist der Allgemeine Rat. Er ist der höchste Entscheidungsträger der WTO in Genf und
- nimmt die Aufgaben der WTO wahr. So betreut der Rat den Beitritt neuer Mitglieder, leitet die Räte GATT, GATS und TRIPS und überprüft die
- Handelspolitiken der einzelnen Mitgliedstaaten. Im Rat finden sich Mitglieder aus allen Mitgliedstaaten wieder.
- Das nächste, aber durchaus wichtige Organ ist das Streitbeilegungsgremium, auch "Dispute Settlement Body" genannt. Dieses Gremium klärt, wie der Name
- bereits verrät, Streitigkeiten oder Handelskonflikte zwischen Mitgliedstaaten. Dabei hat das Gremium eine Sanktionsbefugnis,
- darf also Sanktionen gegen einen Mitgliedstaat verhängen. Den genauen Ablauf eines Entscheidungsprozesses in diesem Gremium schauen wir uns in einem
- extra Video an. Genau wie im Allgemeinen Rat sitzen im Streitbeilegungsgremium Mitglieder aus allen Mitgliedstaaten.
- Als letztes wichtiges Organ geht das Sekretariat. Geleitet wird es durch die Generaldirektion,
- also die Nigerianerin Okonjo-Iweala. Das Sekretariat sitzt in Genf und berät mit seinen knapp 630 Mitarbeitern unter anderem den allgemeinen Rat und die
- Ministerkonferenz. Weiterhin führt das Sekretariat Verhandlungen zwischen Mitgliedstaaten durch und bereitet diese auch
- dementsprechend vor. Als zusätzliche Aufgabe kommt dem Sekretariat die Analyse und Dokumentation des aktuellen Welthandels hinzu.
- Werfen wir nun einen genauen Blick auf die Prinzipien, die der Arbeit der WTO zugrunde liegen. Dabei findet man in Schulbüchern oder im Internet nicht
- immer eine einheitliche Definition der Prinzipien. Grundsätzlich gilt aber die nun folgende Aufzählung. Allerdings ist noch wichtig zu wissen, dass
- Entwicklungsländer zum Teil eine Sonderbehandlung bei den Prinzipien bekommen, die helfen soll, eine wirtschaftliche Stärke zu entwickeln.
- Als erstes Prinzip gibt es das Meistbegünstigungsprinzip. Das besagt, dass alle Handelspartner gleich behandelt werden müssen und somit
- auch Zollvorteile allen Mitgliedern gewährt werden müssen. Das Inländerprinzip besagt, dass ausländische Waren und deren Anbieter
- nicht schlechter behandelt werden dürfen als einheimische Waren und Anbieter. Zusammen werden diese Prinzipien auch manchmal als
- Nichtdiskriminierungsprinzip bezeichnet, da es um den Ausschluss bzw. die Diskriminierung einzelner Mitgliedstaaten oder deren Unternehmen
- geht. Weiterhin gibt es das sogenannte Gegenseitigkeitsprinzip, auch Reziprozität genannt. Dieses Prinzip besagt, dass wenn Land A Land B
- Vorteile gewährt, Land B Land A diese Vorteile auch gewähren muss. Das letzte Prinzip, die Transparenz, besagt, dass Regelungen und
- Beschränkungen des Auslands veröffentlicht werden sollen. Das heißt, es darf keine Geheimabkommen geben. [räuspern]
- Schauen wir uns zum Abschluss noch die Abkommen der WTO an, die wir bereits am Anfang des Videos angesprochen haben. Wichtig ist dabei zu wissen, dass diese
- Abkommen von allen Mitgliedern der WTO in ihr jeweiliges nationales Recht übernommen werden müssen. Das wohl wichtigste Abkommen ist das
- sogenannte GATT, General Agreement on Tariffs and Trade, auf Deutsch Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen. Dieses Abkommen trat bereits schon 1948
- in Kraft und ist, wie vorhin bereits erwähnt, der Ursprung der WTO. Das Abkommen beinhaltet Prinzipien, um handelspolitischen Beschränkungen
- entgegenzuwirken und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum Abbau von Zöllen. Mit der Gründung der WTO 1995 wurde dieses Abkommen in die WTO
- aufgenommen. Ein weiteres Abkommen ist das sogenannte GATS, General Agreement on Trade in Services, oder auch Allgemeines
- Übereinkommen über den Handel von Dienstleistung. Dieses Abkommen trat 1995 in Kraft und deckt alle Dienstleistungen im Bereich
- Tourismus, Niederlassungen im Ausland, Versicherung, Transport und Banken ab. Das letzte Abkommen ist das TRIPS-Abkommen. Ausgeschrieben heißt es
- Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights. Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen
- Eigentums. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich um Vereinbarungen zum Schutz immaterieller Güter, also geistigen
- Eigentum, wie Urheberrechten, Patenten, Coding oder Marken. Auf diesem Abkommen beruhen also beispielsweise internationale Patente von Produkten.
- Fassen wir das Ganze noch einmal kurz zusammen. Die WTO wurde 1995 gegründet und leistet seitdem einen wichtigen Beitrag zur Globalisierung.
- Sie hat insgesamt 164 Mitglieder. Neben der Ministerkonferenz, die Beschlüsse fasst, gibt es den Allgemeinen Rat zur Durchführung der Aufgaben der WTO. Das
- Streitbeilegungsgremium zum Schlichten von Streitigkeiten zwischen Mitgliedern und das Sekretariat, das vor allem Verhandlungen vorbereitet und
- durchführt, aber auch den Welthandel analysiert. Insgesamt beruht die WTO auf vier Prinzipien, die von allen Mitgliedern eingehalten werden müssen.
- Dem Meistbegünstigungsprinzip, dem Inländerprinzip, dem Gegenseitigkeitsprinzip und dem Prinzip der Transparenz.
- Die drei Abkommen der WTO, GATT, GATS und TRIPS, müssen in das nationale Recht der Mitglieder aufgenommen werden und tragen so zu einem generell geregelten
- Handel bei. So, wir hoffen, euch hat das Video gefallen. Wenn ja, lasst gerne eine positive Bewertung da und abonniert den
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Zum Nachlesen
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