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Das Hormonsystem / endokrine System des Menschen (Animation)

Thomas Schwenke21:28 26.662 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Das endokrine System unseres Körpers bestimmt über Hormone, wie wir handeln und wer wir sind. In dieser Animation
  2. erleben wir unsere hormonabgebenden Organe auf atemberaubende Weise. [musik] Wenn der Körper als eine Einheit agieren
  3. soll, müssen unsere Zellen miteinander kommunizieren können. Das Nervensystem ist ein möglicher Kommunikationsweg, der
  4. mit Hilfe von Nervenfasern und elektrischen Signalen funktioniert. Das Endokrinesystem verwendet hingegen in
  5. aller Regel den Blutstrom, um Signalstoffe, die als Hormone bezeichnet werden, von einem Ort zum anderen zu
  6. transportieren. Die zum endokrinen System gehörenden Zellen befinden sich z.B. im oder in
  7. unmittelbare Nähe zum Gehirn. Aber auch in anderen Bereichen des Körpers befinden sich Zellen, die Hormone in das
  8. Blut abgeben und so mit anderen Zellen kommunizieren. Zum Hormonsystem des Menschen zählen je
  9. nach Zählart 8 bis 10 endokrine Drüsen. Außerdem existieren in Leber, Herz und vielen weiteren Organen
  10. hormonproduzierende Zellen. Die Hypophyse gilt als das kompakteste der endokrinen Organe. Der Vorderlappen
  11. schüttet sechs Hormone aus, der Hinterlappen 2. Ein weitläufig bekanntes Hormon der Hypophyse ist das
  12. Wachstumshormon HGH, welches auch als Somatotropin bezeichnet und von den Somatotropenzellen im Vorderlappen
  13. produziert wird. Die Somatotropenzellen gehören zu den azidophilenzellen, weil sie sich bei
  14. saurem Farbstoff rot einfärben. Das Hormon HGH, ebenso wie viele andere Hormone des Körpers können leicht in den
  15. Blutstrom gelangen, weil die Kapillaren in der Nähe von hormonproduzierenden Zellen kleine Löcher besitzen.
  16. Diese dünnen Blutgefäße nennt man fenrierte Kapillaren. Im Blutstrom kann HGH dann einerseits
  17. frei im Blut zirkulieren, andererseits wird es aber an ein Protein mit Namen GHBP gebunden. Wenn HGH an GHBP gebunden
  18. wird, steht es für andere Zellen zunächst nicht zur Verfügung, wird später aber bei abnehmendem HGH im Blut
  19. freigegeben. Sowohl freie als auch gebundene Wachstumshormone treten dann ihre Reise
  20. durch den Blutstrom des Körpers an und erreichen so jede Zelle des Körpers. Auch unsere Muskelzellen benötigen
  21. dieses Wachstumshormon. Frei im Blut zirkulierendes HGH kann an zwei Rezeptoren einer Muskelzelle
  22. andocken, wodurch die beiden Rezeptoren miteinander verbunden werden. Dieser Vorgang, der als Dimerisierung bekannt
  23. ist, bewirkt zahlreiche Reaktion innerhalb der Zelle. Bei Muskelzellen führen die Reaktionen dann z.B. zum
  24. Proteinaufbau und damit zum Verdicken der Muskelzelle. Zeitpunkt und Menge der HGH Produktion
  25. wird insbesondere durch den Hypothalamus gesteuert. Der Hypothalamus befindet sich unter dem
  26. Talamus und über der Hypophyse. Die genaue Lage kann in der Animation zum Gehirn betrachtet werden.
  27. Spezielle Nervenzellen, die als neurosekretorische Neuronen bezeichnet werden, befinden sich dort. Diese
  28. produzieren Hormone wie beispielsweise GHRH, dass sie über ihre Axone an feine
  29. Blutgefäße übergeben. Über Portalvenen werden die Hormone in den vorderen Bereich der Hypophyse
  30. transportiert, wodurch die Somatotropenzellen angeregt werden, das Wachstumshormon HGH zu produzieren. Von
  31. hier aus gelangt es dann in den gesamten Körper. Beim hypophysen Hinterlappen handelt es
  32. sich hingegen um eine direkte neuronale Verbindung vom Hypothalamus zur Hypophyse. Die Hormone werden hierbei
  33. direkt zur Hypophyse transportiert, in der Nähe der Blutkapillaren gespeichert und bei Bedarf in den Blutstrom
  34. ausgeschüttet. Die Vorgänge in Hypothalamus und Hypophysen Vorderlappen lassen sich wie
  35. folgt zusammenfassen. Releasing Hormone werden im Hypothalamus produziert und in den Vorderlappen der
  36. Hypophyse transportiert. Hier regen Sie die Bildung von Hormonen an, die dann in anderen Zellen Reaktionen auslösen, wie
  37. beispielsweise das Produzieren weiterer Hormone in der Schilddrüse. Diese Hormone steuern dann andere Zellen
  38. in unserem Körper, aber auch die Hormonproduktion in Hypothalamus und Hypophyse.
  39. Dies wird als negative Rückkopplung bezeichnet. Sehr einfach lässt sich dieser Vorgang
  40. mit Hilfe des uns bereits bekannten Wachstumshormon HGH erklären. Wie wir bereits gesehen haben, führt das
  41. Releasing Hormon GHRH zur Ausschüttung von HGH in der Hypophyse. HGH gelangt dann zu allen Zellen unseres
  42. Körpers und löst in denjenigen Zellen, welche die nötigen Rezeptoren besitzen, Reaktionen aus.
  43. Sobald es auf die Zellen der Leber trifft, beginnen die Leberzellen große Mengen eines Hormons zu bilden, welches
  44. als IGF1 bekannt ist und Insulinähnlicher Wachstumsfaktor genannt wird.
  45. IGF1 hat viele Funktionen in unserem Körper. Es ist sehr wichtig für das Längenwachstum in der Pubertät.
  46. Wie bei der Schilddrüse findet auch hier eine negative Rückkopplung statt. Dies bedeutet, dass der Wachstumsfaktor IGF1
  47. die Produktionsmenge von HGH direkt beeinflusst. Bei einem hohen IGF1 Spiegel im Blut reduziert sich die Menge
  48. des erzeugten HGH, da der Hypothalamus nun weniger Releasing Hormone und [musik] mehr Inhabiting Hormone
  49. produziert. Die Releasing Hormone führen dazu, dass der Vorderlappen HGH ausschüttet.
  50. Im Gegensatz dazu führen die Inhibiting Hormone des Hypothalamus dazu, dass die Ausschüttung von HGH reduziert oder
  51. eingestellt wird. Nach einem ähnlichen Muster arbeiten auch alle anderen Hormone in unserem
  52. Körper. Die Zielzelle besitzt Rezeptoren, an denen nur ganz bestimmte Hormone andocken können. Hormone, für
  53. die keine Rezeptoren existieren, können nicht an die Zelle andocken und keine Vorgänge in der Zelle auslösen. Welche
  54. Vorgänge in der Zelle ausgelöst werden, hängt sowohl von dem Hormon als auch von der Zelle ab. Eine Zelle kann durch
  55. Hormone dann zum schnelleren Wachsen angeregt werden. Hormone können aber auch die Apoptose,
  56. also den Zelltot, einleiten. Auch das Teil in einer Zelle kann durch Hormone gesteuert werden, wie auch die
  57. Form der Zellen. Wir haben bereits gesehen, dass der Rezeptor für ein bestimmtes Hormon auf
  58. der Zelloberfläche zu finden ist. Allerdings gibt es auch Hormone, die zunächst in die Zelle eindringen müssen,
  59. da sich die Rezeptoren im Inneren befinden. Es existieren intrazelluläre Rezeptoren,
  60. die sich im Zytoplasma der Zelle befinden und solche, die im Zellkern liegen.
  61. Die intrazellulären Rezeptoren vom Typ 1 wandern erst dann in den Zellkern, wenn das Hormon an sie gebunden wurde.
  62. Hier finden dann zahlreiche Vorgänge statt, die wir gleich genauer anschauen werden. Der Ablauf und die Wirkung
  63. [musik] von Kernrezeptoren und Membranrezeptoren sind unterschiedlich. Membranrezeptoren lösen in der Regel
  64. Signalkaskaden aus. Dabei bewirkt nur ein einzelnes Hormon eine Reihe weiterer Aktionen. Hierbei werden bereits
  65. vorhandene Stoffe wie Proteine und Enzyme ein oder ausgeschaltet. Am Ende der Kaskade sprechen wir dann
  66. von der zellulären Antwort, was z.B. das Aktivieren von Enzymen sein kann. Der Vorgang vom ersten Stimulus durch
  67. das Hormon über die Signalkaskade bis zur zellulären Antwort wird als Signaltransduktion bezeichnet.
  68. Bei Kernrezeptoren laufen in der Regel andere Vorgänge ab. Wenn sich das Hormon mit seinem Rezeptor
  69. verbindet, ist das Ziel häufig unsere DNA im Zellkern, in welcher der Bauplan und die Funktionen unseres Körpers
  70. gespeichert sind. Diese DNA besteht aus Abschnitten, die wir als Gene bezeichnen.
  71. In diesen Genen ist z.B. unsere Augenfarbe gespeichert, aber auch die Funktionsweise unserer Zellen. Alle Gene
  72. in dieser DNA bestehen aus einem Code, der sich aus vier Basen zusammensetzt. Adenin undin sowie Guuhanin und Zytosin.
  73. Das Ablesen und Kopieren dieses Codes kann durch den entstandenen Hormonrezeptorkomplex eingeleitet
  74. werden. Dazu binden Hormon und Rezeptor an einen bestimmten Teil der DNA und führen somit zur Hemmung oder aber wie
  75. hier dargestellt zum Startschuss für die sogenannte Transkription. Die Polymerase läuft dann das Gen
  76. entlang und kopiert den Code. Diese Kopie wird als Messenger RNA bezeichnet.
  77. Diese MRNA verlässt den Zellkern und wird innerhalb der Zelle mit Hilfe von Ribosomen in ein Protein umgewandelt.
  78. Wenn die Ribosomen Teil des endoplasmatischen Retikulums sind, sprechen wir von membrangebundenen
  79. Ribosomen. Allerdings können Ribosome auch ungebunden in der Zelle zu finden sein.
  80. Wenn die mRNA an das Ribosom andockt, kommt es zur Proteinbiosynthese. Diesen Vorgang bezeichnen
  81. Wissenschaftler als Translation. Die Proteine können dann zu unterschiedlichen Reaktionen innerhalb
  82. der Zelle führen, können aber auch aus der Zelle zu anderen Zellen gelangen, wenn sie in Ribosomen des
  83. endoplasmatischen Retikulums hergestellt wurden. Die eben gezeigte Genexpression, bei der
  84. häufig aus mRNA Proteine hergestellt werden und die zuvorgezeigte Signaltransduktion, bei der das Hormon
  85. außen an der Zelle andockt und die Signalkaskade auslöst, sind die häufigsten Wirkwege von Hormonen. In
  86. dieser Art und Weise können die endokrinen Drüsen unseres Körpers ihre Arbeit ausführen. Schauen wir uns einmal
  87. sämtliche hormonproduzierenden Drüsen und ihre Funktionen innerhalb des Organismus an.
  88. In unserem Kopf befindet sich nicht nur die Hypophyse, welche auch als Königin der Drüsen bezeichnet wird. Eine weitere
  89. endokrine Drüse ist die Zirbeldrüse. Die Zirbeldrüse liegt im Zentrum des Gehirns und steuert unter anderem den
  90. Schlafwachrhythmus. Sie verfügt über eine Verbindung zu den Netzhäuten unserer Augen. Sofern kein
  91. Licht auf die Netzhaut des Auges trifft, also bei Dunkelheit, produziert die Zirbeldrüse größere Mengen des Hormons
  92. Melatonin. Bei Lichteinfall gelangen dann die von der Netzhaut produzierten elektrischen
  93. Signale zur Zirbeldrüse, die entsprechend die Melatoninproduktion vermindert.
  94. Zusammenfassend können wir demzufolge sagen, dass das Hormon Melatonin bei Dunkelheit produziert wird und auf die
  95. Zellen in unserem Körper wirkt, wodurch unsere Augen schwer werden und wir einschlafen.
  96. Wir wissen bereits, dass die Hypophyse als die Königin der Drüsen bezeichnet wird, weil sie den gesamten
  97. Hormonhaushalt des Körpers steuert. Sie schüttet das Wachstumshormon HGH aus, aber auch viele andere Hormone wie
  98. Prolaktin und Oxytozin. Prolaktin führt bei Frauen dazu, dass die Milchdrüsen die Milch für das Baby
  99. produzieren. Oxytozin löst dann den Milchspendereflex aus, indem es die Muskelzellen an den Milchdrüsen zur
  100. Kontraktion bringt, um die Milch zum Baby fließen zu lassen. Die Ausschüttung von Prolaktin und Oxyozin wird auch vom
  101. Säugling gesteuert. Rezeptoren an der Brust leiten elektrische Signale, die durch das Saugen ausgelöst werden ins
  102. Gehirn, wodurch die Ausschüttung der beiden Hormone erfolgt. So produziert das Kind durch das Saugen nicht nur die
  103. Milch, sondern befördert sie auch durch den Milchspendereflex von der Brust in den Mund.
  104. Eine weitere Drüse, die Hormone produziert, ist die Schilddrüse. Sie hat beim Menschen das Aussehen eines
  105. Schmetterlings und produziert z.B. ein Hormon, welches entweder aus drei oder vier Jodaten besteht. Wir nennen das
  106. Hormon mit 3 Jodaten T3, das mit 4 T4. Schilddrüsenhormone verursachen in fast allen Zellen des menschlichen Körpers
  107. einen erhöhten Stoffwechsel. Die Zelle produziert also mehr Energie und wird wärmer.
  108. Dies geschieht unter anderem dadurch, dass die Hormone in die Zelle eindringen, dort an Rezeptoren andocken
  109. und die zuvor beschriebene Genexpression auslösen, wodurch sich Anzahl und Aktivität der Mitochondrien, welches die
  110. Kraftwerke in den Zellen sind, erhöhen. Die korrekte Anzahl von Schilddrüsenhormonen in unserem Körper
  111. ist somit sehr wichtig. Bei einer erhöhten Produktion von Schilddrüsenhormonen erleidet die
  112. betroffene Hitzegefühle und einen Gewichtsverlust. Bei einer geringen Produktion kommt es zu einer
  113. Gewichtszunahme und einem Kältegefühl. Widmen wir uns nun einem weiteren endokrinen Organ, der Nebenniere. Der
  114. Mensch besitzt zwei Nebennieren, die sich direkt über den Nieren befinden. Die Nebenniere besteht im Grunde aus
  115. zwei verschiedenen Organen. Einmal aus der Nebenniierenrinde, die Steroidhormone produziert und am Wasser,
  116. Mineralstoff und Zuckerhaushalt beteiligt ist und das Mark, welches die Stresshormone Adrenalin und Noadrenalin
  117. bildet. Da unser Körper in einer Gefahrensituation schnell leistungsfähig
  118. sein muss, sind Adrenalin und Noadrenalin bereits im Nebenniierenmark vorhanden und werden bei Bedarf vom
  119. Hypothalamus freigesetzt. Dies geschieht über Nervenbahnen, die vom Hypothalamus über Hirnstamm und Rückenmark zum
  120. Nebenniierenmag führen. Die ausgeschüttelten Hormone können binnen Sekunden zu einer höheren Herzfrequenz
  121. und einer Erweiterung der Blutgefäße führen, wodurch die Muskeln besser mit Blut versorgt werden. Zur Verstärkung
  122. von Adrenalin und Noadrenalin sowie für langhaltenden Stress ist hingegen die Nebenniierenrinde zuständig.
  123. Hierbei bewirkt der Hypothalamus über das Releasing Hormon CRH die Ausschüttung eines Hormons in der
  124. Hypophyse, welches schließlich die Produktion von Kortisol in der Nebenniierenrinde auslöst.
  125. Dieser Regelkreis wird als HHNE bezeichnet, der bei Verletzungen bewirkt, dass Kortisol in unseren Zellen
  126. mehr Energie bereitstellt, überschießende Entzündungen verhindert und dem Körper hilft, besser mit Stress
  127. und Blutverlust umzugehen. Unsere Bauchspeicheldrüse ist ein weiteres endokrines, aber auch exokrines
  128. Organ, welches sich in der Nähe des Magens und des Zwölfingerdarms befindet. Exokrin, weil die Bauchspeicheldrüse
  129. sogenannte Verdauungsenzyme in den zwölfingerdarm abgibt und Endokrin, weil Hormone gebildet und
  130. in den Blutstrom abgegeben werden. Die Bauchspeicheldrüse produziert verschiedene Hormone wie z.B. Insulin
  131. und Glucagon. Wenn Insulin auf den entsprechenden Hormonrezeptor auf der Oberfläche einer
  132. Muskelzelle trifft, führt dies dazu, dass Transportproteine an der Zelloberfläche den Zucker in die Zelle
  133. passieren lassen. Die Muskelzelle speichert diesen Zucker für spätere Muskelarbeit als Glykogen.
  134. Insulin wird vermehrt nach dem Essen produziert, sofern durch die Nahrung Zucker und Kohlenhydrate aufgenommen
  135. werden, die dann zu einem höheren Blutzuckerspiegel führen. Die Leber nimmt auch ohne Insulin einen
  136. Teil des Zuckers auf. Muskel und Fettzellen hingegen benötigen ausreichende Mengen Insulin.
  137. Bei einem hohen Blutzuckerspiegel schüttet die Bauchspeicheldrüse höhere Mengen Insulin aus.
  138. Neimmt der Blutzuckerspiegel dann ab, schüttet sie vermehrt Glucagon aus und veranlasst so die Leber zur Produktion
  139. und Ausschüttung von Glucose, also Einfachzucker. So stellt die Bauchspeicheldrüse einen
  140. optimalen Blutzuckerspiegel im Blut her. Sofern die Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin produziert, spricht man in
  141. der Regel von Diabetes Melitus Typ 1. Beim Diabetes Melitus Typ 2 wird hingegen ausreichend Insulin produziert,
  142. aber die Zellen nehmen kaum noch Zucker auf, wie wir hier im rechten Bild sehen können.
  143. Auch die Eierstöcke bei der Frau und die Hoden beim Mann sind sowohl Exokrine als auch endokrine Drüsen. Exokrin, da zum
  144. einen die Eierstöcke die Eizelle an die Eileiter abgeben, zum anderen, weil die Hoden die Samenzellen produzieren und an
  145. den Samenleiter abgeben. Boden und Eierstöcke bilden jedoch auch Geschlechtshormone wie Testosteron,
  146. Progesteron und Östrogene, welche sie in die Blutgefäße abgeben. Progesteron und Östrogene werden stärker in Frauen
  147. produziert. Testosteron hingegen stärker in Männern. So ist es nicht verwunderlich, dass
  148. Frauen und Männer unterschiedliche Körpermerkmale insbesondere während der Wachstumsphase ausbilden. Der hohe
  149. Testosteronspiegel bei Männern bewirkt unter anderem mehr Muskelmasse, eine tiefere Stimme und starken Haar und
  150. Bartwuchs. Da Frauen über einen höheren Östrogenspiegel verfügen, bildet sich die typische weibliche Brustform heraus.
  151. Progesteron ist insbesondere in der Schwangerschaft sehr wichtig. unter anderem, damit das Baby nicht vom Körper
  152. der Mutter abgestoßen wird. Die Sexualhormone haben starken Einfluss auf eine weitere endokrine Drüse, die
  153. als Thymus bezeichnet wird. Der Thymus produziert verschiedene Hormone wie Thymosin, Thymopohetin und
  154. Thymolin. Diese Hormone werden sowohl Endokrin, also in den Blutstrom, als auch Parakrin, also an Zellen im Thymus
  155. abgegeben. Durch die parakrine Sekretion der Hormone reifen die Tezellen heran, die
  156. ein wichtiger Teil unseres Immunsystems sind. Nähere Informationen hierzu gibt es in der Animation zum Immunsystem.
  157. Da sich das adaptive Immunsystem insbesondere vor der Pubertät ausbildet, ist hier der Thümus relativ groß. Vor
  158. allem durch die Ausschüttung der Sexualhormone in der Pubertät schrumpft der Thmus zunehmend und er wird durch
  159. Fett und Bindegewebe ersetzt.

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