Das Hormonsystem / endokrine System des Menschen (Animation) Thomas Schwenke https://www.youtube.com/watch?v=VhWCF27xXRE Transkript (automatisch erstellt) 0:03 Das endokrine System unseres Körpers bestimmt über Hormone, wie wir handeln und wer wir sind. In dieser Animation 0:10 erleben wir unsere hormonabgebenden Organe auf atemberaubende Weise. [musik] Wenn der Körper als eine Einheit agieren 0:19 soll, müssen unsere Zellen miteinander kommunizieren können. Das Nervensystem ist ein möglicher Kommunikationsweg, der 0:27 mit Hilfe von Nervenfasern und elektrischen Signalen funktioniert. Das Endokrinesystem verwendet hingegen in 0:33 aller Regel den Blutstrom, um Signalstoffe, die als Hormone bezeichnet werden, von einem Ort zum anderen zu 0:40 transportieren. Die zum endokrinen System gehörenden Zellen befinden sich z.B. im oder in 0:46 unmittelbare Nähe zum Gehirn. Aber auch in anderen Bereichen des Körpers befinden sich Zellen, die Hormone in das 0:53 Blut abgeben und so mit anderen Zellen kommunizieren. Zum Hormonsystem des Menschen zählen je 1:00 nach Zählart 8 bis 10 endokrine Drüsen. Außerdem existieren in Leber, Herz und vielen weiteren Organen 1:13 hormonproduzierende Zellen. Die Hypophyse gilt als das kompakteste der endokrinen Organe. Der Vorderlappen 1:27 schüttet sechs Hormone aus, der Hinterlappen 2. Ein weitläufig bekanntes Hormon der Hypophyse ist das 1:34 Wachstumshormon HGH, welches auch als Somatotropin bezeichnet und von den Somatotropenzellen im Vorderlappen 1:42 produziert wird. Die Somatotropenzellen gehören zu den azidophilenzellen, weil sie sich bei 1:56 saurem Farbstoff rot einfärben. Das Hormon HGH, ebenso wie viele andere Hormone des Körpers können leicht in den 2:09 Blutstrom gelangen, weil die Kapillaren in der Nähe von hormonproduzierenden Zellen kleine Löcher besitzen. 2:17 Diese dünnen Blutgefäße nennt man fenrierte Kapillaren. Im Blutstrom kann HGH dann einerseits 2:30 frei im Blut zirkulieren, andererseits wird es aber an ein Protein mit Namen GHBP gebunden. Wenn HGH an GHBP gebunden 2:41 wird, steht es für andere Zellen zunächst nicht zur Verfügung, wird später aber bei abnehmendem HGH im Blut 2:47 freigegeben. Sowohl freie als auch gebundene Wachstumshormone treten dann ihre Reise 2:54 durch den Blutstrom des Körpers an und erreichen so jede Zelle des Körpers. Auch unsere Muskelzellen benötigen 3:06 dieses Wachstumshormon. Frei im Blut zirkulierendes HGH kann an zwei Rezeptoren einer Muskelzelle 3:15 andocken, wodurch die beiden Rezeptoren miteinander verbunden werden. Dieser Vorgang, der als Dimerisierung bekannt 3:22 ist, bewirkt zahlreiche Reaktion innerhalb der Zelle. Bei Muskelzellen führen die Reaktionen dann z.B. zum 3:29 Proteinaufbau und damit zum Verdicken der Muskelzelle. Zeitpunkt und Menge der HGH Produktion 3:43 wird insbesondere durch den Hypothalamus gesteuert. Der Hypothalamus befindet sich unter dem 3:50 Talamus und über der Hypophyse. Die genaue Lage kann in der Animation zum Gehirn betrachtet werden. 3:58 Spezielle Nervenzellen, die als neurosekretorische Neuronen bezeichnet werden, befinden sich dort. Diese 4:05 produzieren Hormone wie beispielsweise GHRH, dass sie über ihre Axone an feine 4:11 Blutgefäße übergeben. Über Portalvenen werden die Hormone in den vorderen Bereich der Hypophyse 4:17 transportiert, wodurch die Somatotropenzellen angeregt werden, das Wachstumshormon HGH zu produzieren. Von 4:26 hier aus gelangt es dann in den gesamten Körper. Beim hypophysen Hinterlappen handelt es 4:33 sich hingegen um eine direkte neuronale Verbindung vom Hypothalamus zur Hypophyse. Die Hormone werden hierbei 4:40 direkt zur Hypophyse transportiert, in der Nähe der Blutkapillaren gespeichert und bei Bedarf in den Blutstrom 4:47 ausgeschüttet. Die Vorgänge in Hypothalamus und Hypophysen Vorderlappen lassen sich wie 4:53 folgt zusammenfassen. Releasing Hormone werden im Hypothalamus produziert und in den Vorderlappen der 4:59 Hypophyse transportiert. Hier regen Sie die Bildung von Hormonen an, die dann in anderen Zellen Reaktionen auslösen, wie 5:07 beispielsweise das Produzieren weiterer Hormone in der Schilddrüse. Diese Hormone steuern dann andere Zellen 5:14 in unserem Körper, aber auch die Hormonproduktion in Hypothalamus und Hypophyse. 5:20 Dies wird als negative Rückkopplung bezeichnet. Sehr einfach lässt sich dieser Vorgang 5:26 mit Hilfe des uns bereits bekannten Wachstumshormon HGH erklären. Wie wir bereits gesehen haben, führt das 5:33 Releasing Hormon GHRH zur Ausschüttung von HGH in der Hypophyse. HGH gelangt dann zu allen Zellen unseres 5:41 Körpers und löst in denjenigen Zellen, welche die nötigen Rezeptoren besitzen, Reaktionen aus. 5:52 Sobald es auf die Zellen der Leber trifft, beginnen die Leberzellen große Mengen eines Hormons zu bilden, welches 5:58 als IGF1 bekannt ist und Insulinähnlicher Wachstumsfaktor genannt wird. 6:09 IGF1 hat viele Funktionen in unserem Körper. Es ist sehr wichtig für das Längenwachstum in der Pubertät. 6:19 Wie bei der Schilddrüse findet auch hier eine negative Rückkopplung statt. Dies bedeutet, dass der Wachstumsfaktor IGF1 6:26 die Produktionsmenge von HGH direkt beeinflusst. Bei einem hohen IGF1 Spiegel im Blut reduziert sich die Menge 6:34 des erzeugten HGH, da der Hypothalamus nun weniger Releasing Hormone und [musik] mehr Inhabiting Hormone 6:41 produziert. Die Releasing Hormone führen dazu, dass der Vorderlappen HGH ausschüttet. 6:51 Im Gegensatz dazu führen die Inhibiting Hormone des Hypothalamus dazu, dass die Ausschüttung von HGH reduziert oder 6:58 eingestellt wird. Nach einem ähnlichen Muster arbeiten auch alle anderen Hormone in unserem 7:07 Körper. Die Zielzelle besitzt Rezeptoren, an denen nur ganz bestimmte Hormone andocken können. Hormone, für 7:14 die keine Rezeptoren existieren, können nicht an die Zelle andocken und keine Vorgänge in der Zelle auslösen. Welche 7:22 Vorgänge in der Zelle ausgelöst werden, hängt sowohl von dem Hormon als auch von der Zelle ab. Eine Zelle kann durch 7:29 Hormone dann zum schnelleren Wachsen angeregt werden. Hormone können aber auch die Apoptose, 7:37 also den Zelltot, einleiten. Auch das Teil in einer Zelle kann durch Hormone gesteuert werden, wie auch die 7:46 Form der Zellen. Wir haben bereits gesehen, dass der Rezeptor für ein bestimmtes Hormon auf 7:55 der Zelloberfläche zu finden ist. Allerdings gibt es auch Hormone, die zunächst in die Zelle eindringen müssen, 8:02 da sich die Rezeptoren im Inneren befinden. Es existieren intrazelluläre Rezeptoren, 8:09 die sich im Zytoplasma der Zelle befinden und solche, die im Zellkern liegen. 8:15 Die intrazellulären Rezeptoren vom Typ 1 wandern erst dann in den Zellkern, wenn das Hormon an sie gebunden wurde. 8:25 Hier finden dann zahlreiche Vorgänge statt, die wir gleich genauer anschauen werden. Der Ablauf und die Wirkung 8:32 [musik] von Kernrezeptoren und Membranrezeptoren sind unterschiedlich. Membranrezeptoren lösen in der Regel 8:38 Signalkaskaden aus. Dabei bewirkt nur ein einzelnes Hormon eine Reihe weiterer Aktionen. Hierbei werden bereits 8:46 vorhandene Stoffe wie Proteine und Enzyme ein oder ausgeschaltet. Am Ende der Kaskade sprechen wir dann 8:54 von der zellulären Antwort, was z.B. das Aktivieren von Enzymen sein kann. Der Vorgang vom ersten Stimulus durch 9:04 das Hormon über die Signalkaskade bis zur zellulären Antwort wird als Signaltransduktion bezeichnet. 9:14 Bei Kernrezeptoren laufen in der Regel andere Vorgänge ab. Wenn sich das Hormon mit seinem Rezeptor 9:21 verbindet, ist das Ziel häufig unsere DNA im Zellkern, in welcher der Bauplan und die Funktionen unseres Körpers 9:28 gespeichert sind. Diese DNA besteht aus Abschnitten, die wir als Gene bezeichnen. 9:35 In diesen Genen ist z.B. unsere Augenfarbe gespeichert, aber auch die Funktionsweise unserer Zellen. Alle Gene 9:43 in dieser DNA bestehen aus einem Code, der sich aus vier Basen zusammensetzt. Adenin undin sowie Guuhanin und Zytosin. 9:59 Das Ablesen und Kopieren dieses Codes kann durch den entstandenen Hormonrezeptorkomplex eingeleitet 10:05 werden. Dazu binden Hormon und Rezeptor an einen bestimmten Teil der DNA und führen somit zur Hemmung oder aber wie 10:12 hier dargestellt zum Startschuss für die sogenannte Transkription. Die Polymerase läuft dann das Gen 10:19 entlang und kopiert den Code. Diese Kopie wird als Messenger RNA bezeichnet. 10:29 Diese MRNA verlässt den Zellkern und wird innerhalb der Zelle mit Hilfe von Ribosomen in ein Protein umgewandelt. 10:37 Wenn die Ribosomen Teil des endoplasmatischen Retikulums sind, sprechen wir von membrangebundenen 10:43 Ribosomen. Allerdings können Ribosome auch ungebunden in der Zelle zu finden sein. 10:53 Wenn die mRNA an das Ribosom andockt, kommt es zur Proteinbiosynthese. Diesen Vorgang bezeichnen 11:01 Wissenschaftler als Translation. Die Proteine können dann zu unterschiedlichen Reaktionen innerhalb 11:08 der Zelle führen, können aber auch aus der Zelle zu anderen Zellen gelangen, wenn sie in Ribosomen des 11:14 endoplasmatischen Retikulums hergestellt wurden. Die eben gezeigte Genexpression, bei der 11:20 häufig aus mRNA Proteine hergestellt werden und die zuvorgezeigte Signaltransduktion, bei der das Hormon 11:27 außen an der Zelle andockt und die Signalkaskade auslöst, sind die häufigsten Wirkwege von Hormonen. In 11:34 dieser Art und Weise können die endokrinen Drüsen unseres Körpers ihre Arbeit ausführen. Schauen wir uns einmal 11:41 sämtliche hormonproduzierenden Drüsen und ihre Funktionen innerhalb des Organismus an. 11:47 In unserem Kopf befindet sich nicht nur die Hypophyse, welche auch als Königin der Drüsen bezeichnet wird. Eine weitere 11:55 endokrine Drüse ist die Zirbeldrüse. Die Zirbeldrüse liegt im Zentrum des Gehirns und steuert unter anderem den 12:02 Schlafwachrhythmus. Sie verfügt über eine Verbindung zu den Netzhäuten unserer Augen. Sofern kein 12:09 Licht auf die Netzhaut des Auges trifft, also bei Dunkelheit, produziert die Zirbeldrüse größere Mengen des Hormons 12:16 Melatonin. Bei Lichteinfall gelangen dann die von der Netzhaut produzierten elektrischen 12:21 Signale zur Zirbeldrüse, die entsprechend die Melatoninproduktion vermindert. 12:31 Zusammenfassend können wir demzufolge sagen, dass das Hormon Melatonin bei Dunkelheit produziert wird und auf die 12:37 Zellen in unserem Körper wirkt, wodurch unsere Augen schwer werden und wir einschlafen. 12:44 Wir wissen bereits, dass die Hypophyse als die Königin der Drüsen bezeichnet wird, weil sie den gesamten 12:50 Hormonhaushalt des Körpers steuert. Sie schüttet das Wachstumshormon HGH aus, aber auch viele andere Hormone wie 12:58 Prolaktin und Oxytozin. Prolaktin führt bei Frauen dazu, dass die Milchdrüsen die Milch für das Baby 13:05 produzieren. Oxytozin löst dann den Milchspendereflex aus, indem es die Muskelzellen an den Milchdrüsen zur 13:11 Kontraktion bringt, um die Milch zum Baby fließen zu lassen. Die Ausschüttung von Prolaktin und Oxyozin wird auch vom 13:19 Säugling gesteuert. Rezeptoren an der Brust leiten elektrische Signale, die durch das Saugen ausgelöst werden ins 13:27 Gehirn, wodurch die Ausschüttung der beiden Hormone erfolgt. So produziert das Kind durch das Saugen nicht nur die 13:34 Milch, sondern befördert sie auch durch den Milchspendereflex von der Brust in den Mund. 13:40 Eine weitere Drüse, die Hormone produziert, ist die Schilddrüse. Sie hat beim Menschen das Aussehen eines 13:47 Schmetterlings und produziert z.B. ein Hormon, welches entweder aus drei oder vier Jodaten besteht. Wir nennen das 13:55 Hormon mit 3 Jodaten T3, das mit 4 T4. Schilddrüsenhormone verursachen in fast allen Zellen des menschlichen Körpers 14:10 einen erhöhten Stoffwechsel. Die Zelle produziert also mehr Energie und wird wärmer. 14:16 Dies geschieht unter anderem dadurch, dass die Hormone in die Zelle eindringen, dort an Rezeptoren andocken 14:22 und die zuvor beschriebene Genexpression auslösen, wodurch sich Anzahl und Aktivität der Mitochondrien, welches die 14:29 Kraftwerke in den Zellen sind, erhöhen. Die korrekte Anzahl von Schilddrüsenhormonen in unserem Körper 14:40 ist somit sehr wichtig. Bei einer erhöhten Produktion von Schilddrüsenhormonen erleidet die 14:46 betroffene Hitzegefühle und einen Gewichtsverlust. Bei einer geringen Produktion kommt es zu einer 14:52 Gewichtszunahme und einem Kältegefühl. Widmen wir uns nun einem weiteren endokrinen Organ, der Nebenniere. Der 15:02 Mensch besitzt zwei Nebennieren, die sich direkt über den Nieren befinden. Die Nebenniere besteht im Grunde aus 15:09 zwei verschiedenen Organen. Einmal aus der Nebenniierenrinde, die Steroidhormone produziert und am Wasser, 15:17 Mineralstoff und Zuckerhaushalt beteiligt ist und das Mark, welches die Stresshormone Adrenalin und Noadrenalin 15:24 bildet. Da unser Körper in einer Gefahrensituation schnell leistungsfähig 15:30 sein muss, sind Adrenalin und Noadrenalin bereits im Nebenniierenmark vorhanden und werden bei Bedarf vom 15:37 Hypothalamus freigesetzt. Dies geschieht über Nervenbahnen, die vom Hypothalamus über Hirnstamm und Rückenmark zum 15:44 Nebenniierenmag führen. Die ausgeschüttelten Hormone können binnen Sekunden zu einer höheren Herzfrequenz 15:52 und einer Erweiterung der Blutgefäße führen, wodurch die Muskeln besser mit Blut versorgt werden. Zur Verstärkung 15:59 von Adrenalin und Noadrenalin sowie für langhaltenden Stress ist hingegen die Nebenniierenrinde zuständig. 16:07 Hierbei bewirkt der Hypothalamus über das Releasing Hormon CRH die Ausschüttung eines Hormons in der 16:13 Hypophyse, welches schließlich die Produktion von Kortisol in der Nebenniierenrinde auslöst. 16:20 Dieser Regelkreis wird als HHNE bezeichnet, der bei Verletzungen bewirkt, dass Kortisol in unseren Zellen 16:27 mehr Energie bereitstellt, überschießende Entzündungen verhindert und dem Körper hilft, besser mit Stress 16:33 und Blutverlust umzugehen. Unsere Bauchspeicheldrüse ist ein weiteres endokrines, aber auch exokrines 16:40 Organ, welches sich in der Nähe des Magens und des Zwölfingerdarms befindet. Exokrin, weil die Bauchspeicheldrüse 16:49 sogenannte Verdauungsenzyme in den zwölfingerdarm abgibt und Endokrin, weil Hormone gebildet und 16:57 in den Blutstrom abgegeben werden. Die Bauchspeicheldrüse produziert verschiedene Hormone wie z.B. Insulin 17:04 und Glucagon. Wenn Insulin auf den entsprechenden Hormonrezeptor auf der Oberfläche einer 17:13 Muskelzelle trifft, führt dies dazu, dass Transportproteine an der Zelloberfläche den Zucker in die Zelle 17:19 passieren lassen. Die Muskelzelle speichert diesen Zucker für spätere Muskelarbeit als Glykogen. 17:40 Insulin wird vermehrt nach dem Essen produziert, sofern durch die Nahrung Zucker und Kohlenhydrate aufgenommen 17:47 werden, die dann zu einem höheren Blutzuckerspiegel führen. Die Leber nimmt auch ohne Insulin einen 17:53 Teil des Zuckers auf. Muskel und Fettzellen hingegen benötigen ausreichende Mengen Insulin. 18:01 Bei einem hohen Blutzuckerspiegel schüttet die Bauchspeicheldrüse höhere Mengen Insulin aus. 18:08 Neimmt der Blutzuckerspiegel dann ab, schüttet sie vermehrt Glucagon aus und veranlasst so die Leber zur Produktion 18:14 und Ausschüttung von Glucose, also Einfachzucker. So stellt die Bauchspeicheldrüse einen 18:21 optimalen Blutzuckerspiegel im Blut her. Sofern die Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin produziert, spricht man in 18:29 der Regel von Diabetes Melitus Typ 1. Beim Diabetes Melitus Typ 2 wird hingegen ausreichend Insulin produziert, 18:39 aber die Zellen nehmen kaum noch Zucker auf, wie wir hier im rechten Bild sehen können. 18:50 Auch die Eierstöcke bei der Frau und die Hoden beim Mann sind sowohl Exokrine als auch endokrine Drüsen. Exokrin, da zum 18:58 einen die Eierstöcke die Eizelle an die Eileiter abgeben, zum anderen, weil die Hoden die Samenzellen produzieren und an 19:06 den Samenleiter abgeben. Boden und Eierstöcke bilden jedoch auch Geschlechtshormone wie Testosteron, 19:17 Progesteron und Östrogene, welche sie in die Blutgefäße abgeben. Progesteron und Östrogene werden stärker in Frauen 19:25 produziert. Testosteron hingegen stärker in Männern. So ist es nicht verwunderlich, dass 19:35 Frauen und Männer unterschiedliche Körpermerkmale insbesondere während der Wachstumsphase ausbilden. Der hohe 19:42 Testosteronspiegel bei Männern bewirkt unter anderem mehr Muskelmasse, eine tiefere Stimme und starken Haar und 19:49 Bartwuchs. Da Frauen über einen höheren Östrogenspiegel verfügen, bildet sich die typische weibliche Brustform heraus. 19:57 Progesteron ist insbesondere in der Schwangerschaft sehr wichtig. unter anderem, damit das Baby nicht vom Körper 20:03 der Mutter abgestoßen wird. Die Sexualhormone haben starken Einfluss auf eine weitere endokrine Drüse, die 20:11 als Thymus bezeichnet wird. Der Thymus produziert verschiedene Hormone wie Thymosin, Thymopohetin und 20:21 Thymolin. Diese Hormone werden sowohl Endokrin, also in den Blutstrom, als auch Parakrin, also an Zellen im Thymus 20:28 abgegeben. Durch die parakrine Sekretion der Hormone reifen die Tezellen heran, die 20:34 ein wichtiger Teil unseres Immunsystems sind. Nähere Informationen hierzu gibt es in der Animation zum Immunsystem. 20:48 Da sich das adaptive Immunsystem insbesondere vor der Pubertät ausbildet, ist hier der Thümus relativ groß. Vor 20:56 allem durch die Ausschüttung der Sexualhormone in der Pubertät schrumpft der Thmus zunehmend und er wird durch 21:02 Fett und Bindegewebe ersetzt.