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Extrem-Wetter - Phänomen Tsunami - Doku HD
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 223 Zeilen
- eine Welle der Zerstörung und zwar im wörtlichen Sinn eine Gefahr die schon weit draußen im Ozean entsteht aber erst direkt vor der
- Küste für uns Menschen sichtbar wird [Musik]
- etwas kann der geballten Kraft dieser Wassermassen widerstehen die Rede ist von Tsunamis
- [Musik] solche riesen Wellen vorherzusagen kommt einem Glücksspiel gleich
- [Musik] ohne verlässliche mittelfristige Prognose bleibt nur ein Weg um die Menschen zu schützen ein Frühwarnsystem
- [Musik] [Musik]
- 22 Mai 1960 weil die wir Chile direkt an der Pazifikküste Südamerikas bebte die Erde es handelte sich um das stärkste Beben des 20 Jahrhunderts
- das Erdbeben allein war schon verheerend doch es löste eine noch weitaus gewaltigeren Naturkatastrophe aus riesige Wellen bauten sich vor der Küste
- auf sie sollen bis zu 25 Meter Höhe erreicht haben das Wasser brach mit einer unglaublichen Kraft über die Region herein 2 Millionen Menschen
- wurden obdachlos mehr als tausend starben zwar war der Tsunami dort besonders verheerend aber sogar vor der Küste des rund 10.000 km entfernt
- liegenden Hawaii turmten sich noch Elfmeter hohe Wellen auf der Begriff selbst geht auf japanische Fische zurück zu Nami bedeutet wörtlich
- übersetzt Welle im Hafen [Applaus] Tsunami ist ein japanisches Wort für hafenwelle solche Wellen sind eine Folge
- seismische Aktivität in Form von Erdbeben Vulkanausbrüchen Erdrutschen alles was große Wassermengen verdrängt Tsunamis können große Entfernungen
- zurücklegen mitunter passieren sie ein kompletten Ozean und sind dabei sehr sehr schnell 800 km pro Stunde
- die Wellenlänge liegt im Bereich des offenen Ozeans bei gut 200 km wegen dieser großen Ordnung können die Menschen die Welle als solche nicht
- direkt erkennen sobald diese Welle die Küste erreicht nimmt ihre Höhe beträchtlich zu 30 bis 40 m sind nicht ungewöhnlich
- in Japan wurden bei dem Tsunami im Jahr 2011 sogar 80 Meter genossen da sind gewaltige Kräfte im Spiel
- [Musik] ein Großteil der Tsunamis wird durch Erdbeben ausgelöst
- [Musik] damit sich ein Tsunami bildet muss seine ausreichend große Masse des Meeresbodens verschoben werden
- Folge eines Bebens hängt mehr oder weniger von dessen stärker ab mit Seismographen werden Tsunamis erfasst und zwar deswegen weil die
- meisten Tsunamis von Erdbeben ausgelöst werden die herkömmliche entstehungstheorie ist recht einfach ein Beben hebt einen Teil des Meeresbodens
- Wasser wird dabei bewegt und es bildet sich ein Tsunami [Musik] Stärke von 5,5 kann man davon ausgehen
- dass zwar irgendetwas passiert ist aber dies noch nicht für einen Tsunami ausreicht erst ab einer Stärke von sechs kann man von einem Tsunami ausgehen
- drei Fragen sind dabei von genereller Bedeutung wann wird der Tsunami das Festland erreichen wo wird er die Küste treffen wie groß werden die Wellen
- es gibt keine verlässliche Möglichkeit um Erdbeben vorherzusagen zumindest nicht soweit ich weiß wir können lediglich die
- Wahrscheinlichkeit analysieren indem wir sich wiederholende Beben ähnliche Stärke einer Region betrachten damit bekommt man eine Vorstellung der
- seismischen Aktivität bzw des Potenzials in der Region auch das Ausmaß eines möglichen Babys kann man so abschätzen
- eine genaue Vorhersage also ob es zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem genauen Ort zu einem Beben kommen wird ist leider unmöglich
- [Musik] wir können keine Erdbeben vorhersagen wie sollen wir dann tsunamisprognostizieren
- [Musik] [Musik] 28 September 2018
- Jean-Marc paresha seine Frau Pascal und ein gemeinsamer Freund erreichen die indonesische Küstenstadt Palu [Musik]
- weder die drei Touristen noch sonst jemand in der Stadt ahnten etwas von einer drohenden Gefahr
- wir lieben das Land das liegt an der Mentalität der Leute dort sie sind sehr relaxt sehr nette Leute und sie haben einen angenehmen Humor außerdem gibt es
- dort wunderschöne Landschaften Indonesien erstreckt sich über mehr als 19.000 Inseln da gibt es also eine Menge zu entdecken
- im Jahr danach waren wir in dem Inselparadies Karim und Jara bei unserer dritten Reise wollten wir eigentlich die tugia-inseln besuchen
- die drei Touristen wollten nur für eine Nacht in der Stadt Palo bleiben und ist das Hotel befand sich etwas außerhalb der Stadt direkt an der Küste
- es gibt da eine Küstenstraße auf der einen Seite befand sich das Hotel auf der anderen Seite der Ozean es war ein schönes Hotel der Urlaub war bis dahin
- einfach traumhaft gewesen gegen 14:59 bebte die Erde in der Region das Beben hatte eine Stärke von 6,1 mit
- einem Epizentrum nur wenige Kilometer vor der Stadt wir gingen am Nachmittag zu einem späten Mittagessen
- meine Frau wie sich der Stuhl bewegte das war nicht weiter schlimm meine Frau schwammte etwas das war alles
- auch der Reporter jafan Bua spürte wie die Erde bebte [Musik] mit meiner Familie zu dem Zeitpunkt
- nicht zu Hause so gegen 15 Uhr bebte ohne irgendwelche Warnzeichen die Erde wir aßen gerade
- außerhalb Gottes [Musik]
- gefeiert werden gegen 18 Uhr versammelten sich hunderte einheimische aber auch etliche Touristen auf dem Festivalgelände nur Minuten später kam
- es zu einer Katastrophe warum kann der Glas gerade die Nachrichten aus Frankreich dabei saß ich
- nahe der Rezeption da dort das WLAN besser war und die aus dem Nichts heraus gab es eine heftige Erschütterung viele der Häuser dort haben sehr dünne Dächer
- ich dachte der Wind hätte vielleicht das Dach angehoben ich ging in dem Moment wirklich nur von einer heftigen windhöhe aus doch es gab keinen Wind
- da fing das Beben an der Tisch vor mir wackelte auch die Bank auf der ich saß bewegte sich da wurde mir klar dass es sich um ein Erdbeben handeln müsste
- [Musik] kurz nach 6 als plötzlich die Erde bebte eine ganze Familie wir alle verließen das Haus dann setzen wir uns auf den
- Boden wir gingen erstmal in Deckung aber eigentlich suchten wir nach einem sicheren Ort einem Ort wo wir weit weg von den hohen Gebäuden wären
- wir hatten Angst dass die höheren Häuser wegen des starken Bebens einstürzen würden
- das war ein sehr heftiges Leben ich will es mal so sagen man konnte kaum noch aufrecht stehen ich stürzte zu Boden eine Frau aus dem Hotel kippte nach
- vorne um und krachte mit der Stirn auf dem Boden auch alle Gegenstände krachten runter die Motorroller wurden alle umgeworfen
- direkt neben meiner Frau sagte der Boden ab er fiel in sich zusammen gedauert hatte ist schwer zu sagen vielleicht so 30 Sekunden eine Minute
- viel mehr war das nicht aber das war ein extrem starkes Beben die Geräusche waren unerträglich wie Tausende Presslufthammer
- das Hauptbeben war nach weniger als einer Minute vorbei es erreichte eine Stärke von 7,5 indonesische Wissenschaftler haben
- später berechnet dass bei dem Beben 200 Mal mehr Energie freigesetzt wurde als beim Atombombenabwurf von Hiroshima so verheerend das Beben und seine Vorleben
- auch waren das Schlimmste sollte erst noch kommen Vorhersage von Tsunamis ist schwierig das ist etwas ganz anderes als im Fall
- einer Sturmflut bei einem Hurrikan oder bei anderen Überflutungen die von Stürmen verursacht werden bei der Prognose von Sturmfluten haben wir einen
- alles entscheidenden Vorteil wir wissen Tage im voraus was meteorologisch vor sich geht der Sturm ist die treibende Kraft doch bei Tsunamis nimmt ein Vulkan
- oder ein Erdbeben diese Rolle ein deswegen sind sie schwierig vorherzusagen dass sie sich soweit ausbreiten ist auch ein großes Problem
- für die Vorhersage nehmen wir den Tsunami im Indischen Ozean aus dem Jahr 2004 der Tsunami breitete sich weit in Richtung Westen aus selbst in Gebiete wo
- vom Leben an sich nichts zu spüren war auf das eigentliche Erdbeben folgte eine gigantische zunami-welle sie erreichte
- bis zu 30 Meter Höhe [Musik] die Ortschaften an der Küste hatten kaum eine Chance
- es gab kaum Warnungen und viele Menschen waren den Riesenwellen schutzlos ausgeliefert [Musik]
- rund 231.000 Opfer forderte der Tsunami im Jahr 2004
- das Sulawesi Erdbeben von 2018 war nicht ganz so verheerend es erreichte die Stärke 7,5 während bei dem Beben 2004 9,1 gemessen wurde doch der Ablauf war
- im Grunde gleich erst bebte die Erde dann folgte der Tsunami indonesien liegt am Rand des sogenannten pazifischen Feuerrings gut zwei Drittel
- aller aktiven Vulkane finden sich in genau dieser Zone 9 von 10 aller weltweit registrierten Erdbeben fanden hier statt das Leben vor der Küste
- sumatraz im Jahr 2004 war das dritte stärkste jemals protokollierte Beben auch damals bestätigte sich einem starken Beben folgt in aller Regel ein
- starker Zunami und wir hatten einen Erdbeben der Stärke 9,1 bis 9,3 wir graben ist auf eine Länge von mehr als 1.000 km aufgebracht
- und 30 Minuten später erreichte eine gut 30 Meter hohe Welle die Küste wir können Tsunamis im Indischen Ozean nicht messtechnisch erfassen
- das Erdbeben hat uns überrascht der Tsunami aber noch viel mehr [Musik] Sache war ganz und gar bemerkenswert das
- Wasser hatte sich zuerst weit vom Ufer zurückgezogen es war bestimmt ein guter Kilometer sie müssen sich das mal vorstellen sie laufen da am Strand und
- innerhalb von nur 20 Minuten zieht sich das Wasser um einen Kilometer zurück das zeigt mit welcher Kraft ist dann anschließend zuschlagen wird
- [Musik] [Musik] 2018 schlug dann ein weiterer Tsunami zu
- da Indonesien indonesien liegt zwischen dem indischen und dem Pazifischen Ozean die Plattentektonik in dem betreffenden Gebiet ist recht komplex im Osten haben
- wir die sogenannte philippinenseeplatte lässt sich davon befindet sich die indische Platte südlich Grenzen hingegen gleich mehrere
- kleinere Platten an da hätten wir die sunderplatte und die yannc-platte
- treffen also in diesem Gebiet zusammen sie kollidieren sie schieben sich übereinander
- schnell zu Erdbeben kommen das Beben von 2018 hatte seinen Ursprung in der sogenannten palukoro-zentrum 70 km nördlich von Palu
- selbst in der Stadt sorgte das Beben noch für erhebliche Verschiebungen an der Oberfläche dies wurde auch von den Seismographen
- erfasst die eine automatisierte Warnung vor einem Tsunami auslösten das war eine große Herausforderung für das tsunami-warnsystem gerade auch für
- die indonesischen Behörden es gab eine Warnung in Bezug auf einen möglichen Tsunami aber die konnte nicht übermittelt werden
- das Erdbeben hatte die Stromleitungen beschädigt und dadurch konnten die Menschen nicht im Vorfeld gewarnt werden
- [Musik] irgendwo in der Ferne gab es einen Alarm das war so eine Sirene wie wir sie auch
- hier bei uns in Frankreich für den Katastrophenfall haben wir hatten nun also diese eine Alarmsirene gut da werden sie doch wohl den Leuten noch
- mehr Informationen geben auch wenn wohl alle mitbekommen haben was passiert war aber nichts das war's es gab keine Anweisungen für eine Evakuierung es war
- niemand von den offiziellen Stellen da keine Hilfe nichts spannend geht es weiter bleiben Sie dran 2018 die indonesische Insel Sulawesi in
- der Stadt Palu sollte an jedem Septemberabend ein Festival stattfinden doch dann gab es einen schweres Erdbeben und gegen 18:10 brach die erste der drei
- Tsunami-Wellen über die Stadt herein recht schnell dass der Ozean wie soll ich es beschreiben es sah aus als ob das Wasser kocht
- das hat mir wirklich Angst gemacht so wie an diesem Tag hatte ich das Meer noch nie gesehen in dem Moment kam mir die Zeitspanne zwischen den Beben und
- dem Tsunami wie zehn vielleicht auch 15 Minuten vor aber in Wahrheit vergingen gerade einmal drei Minuten drei Minuten
- die Welle raste auf uns zu sie haben wirklich wahnsinnig schnell was ich sagen will das Wasser stieg nicht einfach so langsam an da kam eine echte
- Welle auf uns zu die erste Welle brach sich am Pier der direkt vor dem Hotel war es gab eine gewaltige Gicht in dem Moment wurde mir das wahre Ausmaß der
- Ereignisse bewusst da kommt noch etwas ganz Großes auf uns zu ich hatte nicht wirklich bewusst über das alles nachgedacht das kam wie eine Stimme in
- mir hoch da kommt noch was wir treten auf der Stelle um und rannten zu den Bungalows es war wie ein Instant keiner von uns hat wirklich nachgedacht
- ich habe ein Bild wo ein alter Mann sich an einen Baum klammert weil in die Fluten Weg reißen wollen er hält sich am Baum fest also sagte ich zu meiner Frau
- und unserem Freund dass wir uns an einen Baum Klammern müssen wir schaffen das gerade noch bis zu dem Baum als uns schon die Welle einholte in dem Moment
- zählte nur eins sich immer weiter festklammern und nicht loslassen immer weiter festhalten gleich drei Wellen trafen das Gelände
- Wellen mit einer Höhe zwischen vier und sieben Metern ich würde schätzen dass wir so für 10 Minuten in dem wasserfest saßen
- natürlich gerieten die in Panik kein Wunder denn schließlich verließen und so langsam die Kräfte doch dann begann das Wasser abzufliessen wir konnten den Baum
- endlich loslassen das war's dann wohl das Schlimmste sollte vorbei sein [Musik]
- keiner hatte mehr zu dem Zeitpunkt gesagt was wegen der Tsunamis los war [Musik] Stunden nach den ersten Vorbeben hatte
- der Tsunami die gesamte Bucht heimgesucht ich war dort und hat mir das angesehen es war eine wirkliche Tragödie
- Leichen lagen offen auf den Straßen [Musik] überall waren Motorräder und Autos wie
- weggeworfenes Spielzeug auch Menschen lagen auf den Straßen meine Kurban vital manche waren nur verletzt andere hatten weniger Glück
- ganz ehrlich ganz ist alles war wie eine Apokalypse der Fahrzeuge wurden von der starken Strömung mitgerissen manche hängen halb
- in Palmen oder Bäumen ein Auto wurde regelrecht aufgerissen einige der Alarmanlagen heulten sogar noch [Musik]
- hier ist eine äußerst ernste Situation das ganze ist ein einziges großes disaster unsere Gedanken drehten sich im Kreis
- die große Frage war doch was nun was wollen wir machen wie kommen wir von hier weg um ehrlich zu sein haben wir uns nicht groß umgeschaut uns ging es
- nur darum selbst irgendwie in Sicherheit zu kommen [Musik] auch wenn sich das Wasser ins Meer
- zurückgezogen hatte war die Gefahr noch nicht gebannt immer mehr Gebäude stürzten in sich zusammen das Trinkwasser war verunreinigt überall
- lagen Verletzte auf den Straßen zudem war jederzeit mit Nachbeben zu rechnen und jedes neue Beben könnte einen weiteren Tsunami verursachen die
- Menschen in Palu kämpften ums nackte Überleben [Musik] es war kurz nach 18 Uhr vielleicht zu
- 18:15 Uhr es würde also bald dunkel werden wir müssen uns daher recht bald entscheiden wie es weitergehen soll wie können wir uns schützen es könnte
- schließlich jederzeit zum nachbiegen kommen vielleicht kommen dann auch weitere Tsunamis auf uns zu alle Menschen in der Region haben versucht
- Land einwärts zu flüchten nicht nur Palu wurde von dem Tsunami heimgesucht die ganze Bucht war von der
- Katastrophe betroffen der Regierungsbezirk Sigi war auf Hilfe von außen angewiesen
- [Musik] das Hauptbeben hatte eine Stärke von 7,5 dies allein wäre schon katastrophal
- gewesen doch durch den Tsunami der auf das Beben folgte wurde die Region noch schlimmer heimgesucht
- aber nicht nur die Erschütterungen durch das Beben und die Tsunami-Wellen richteten massive Schäden an es gab noch einen weiteren katastrophalen Effekt die
- Boden Verflüssigung so wurden in pedobo 700 Häuser regelrecht vom Boden verschluckt in balaroa sollen es sogar 1700 Häuser gewesen sein durch das
- Erdbeben hatte sich der Boden verflüssigt und verhielt sich wie Treibsand und das großflächig
- balaya und janoge zu einer Boden Verflüssigung kamen wurde wässrig wurde zu einer Art Schlamm alles was da drauf stand wurde
- verschluckt Häuser verschwanden einige Meter tief ein mitunter würden sie auch einfach nur
- verschoben die Häuser standen plötzlich woanders hunderte Meter entfernt auch Menschen versanken im Boden manchmal mit samt
- ihrer Häuser hatte vor der Katastrophe rund 2000 Einwohner um die 600 Menschen starben
- weitere tausend wurden als vermisst gemeldet die Siedlung liegt nun einem Trümmerfeld zusammengerechnet sollen schätzungen
- zufolge 68.000 Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden sein
- wegen der Dunkelheit hatten wir das ganze Ausmaß noch nicht erfasst erst am nächsten Tag erkannten wir was passiert war ich ging am Morgen vom Hotel runter
- zum Meer alles an der Küste war zerstört jedes noch so kleine Gebäude alle Restaurants alle Geschäfte alles war regelrecht niedergemährt worden das war
- die Welle selbst die Straße war kaum noch zu erkennen es war als hätte man die Stadt bombardiert kein Stein stand mehr auf dem anderen alle dort hielten
- zusammen wir waren auch ein Teil dieser Gemeinschaft alle waren wir Opfer manche der Menschen dort hatten ihr Haus verloren es gab keine Nahrungsmittel
- kein Wasser einige machten sich auf ihre Familien zu suchen wer weiß wer vielleicht doch überlebt hatte das alles war echt schwer
- laut Hochrechnungen der UNO brauchten 121000 Menschen dringend Hilfe das indonesische Rote Kreuz versuchte Hilfe zu leisten doch aufgrund der
- Verwüstungen gestaltete sich das schwierig beschlossen dass ich mich als Freiwilliger melden sollte
- etliche Helfer kamen aus Jakarta darunter waren noch viele Studenten [Musik] zusammen mussten wir erstmal eine
- Logistik für die Verteilung aufbauen man kann ein Nahrungsmittel Babynahrung auch Windeln und so weiter
- es gab verschiedene Teams mit unterschiedlichen Aufgaben eins musste zum Beispiel Leichenberg
- um Essen zu verteilen [Musik] die Leute dort hatten nichts mehr um
- ehrlich zu sein fühlten wir uns ein wenig schuldig weil wir sie einfach so zurücklassen mussten wir hatten das Gefühl sie mit ihren Problemen allein
- gelassen zu haben [Musik]
- 2019 veröffentlichte die indonesische Regierung offizielle Zahlen 2100 Menschen starben demnach bei der Katastrophe 1.300 Menschen galten zu dem
- Zeitpunkt noch als vermisst rund 133.000 wurden obdachlos viele der Einwohner Lippen zudem unter den psychischen Folgen der Katastrophe
- wurde uns klar dass wir an einem posttraumatischen schocklitten in unserem Universitätskrankenhaus haben wir eine gut ausgestattete Abteilung für
- sowas wir waren für etwas mehr als zwei Monate in der Abteilung für psychische Krankheiten wir trauten uns nicht raus [Musik]
- später untersuchten Wissenschaftler die Katastrophe jedoch kamen die Forscher zu unterschiedlichen Ergebnissen die kontrovers diskutiert wurden
- [Musik] aus dem Jahr 2018 und der damit verbundene Tsunami sorgen noch immer für
- Diskussionen Typs und der Stärke sind sich die Seismologen einig es handelte sich um
- eine blattverschiebung eine Seitenverschiebung ich Magnitude betrug 7,5 viele bezweifeln jedoch dass ein Beben
- dieser Stärke und dieses Typs ausreicht um einen Tsunami entstehen zu lassen laut der am weitesten verbreiteten Theorie braucht es für einen Tsunami
- eine vertikale Bewegung unter Wasser dies ist der Fall wenn sich eine Platte unter eine andere schiebt und es in der Folge zu Verwerfungen kommt
- doch 2018 gab es keine vertikale Verschiebung sondern eine Seitenverschiebung die beiden Platten schoben sich nicht übereinander sondern
- schlitterten gewissermaßen aneinander vorbei bei einer blattverschiebung bewegen sich zwei Platten aneinander entlang Seite an
- Seite keine der Platten wird dabei signifikant angehoben dies widerspricht der bisher üblichen these für Tsunamis daher vermuteten einige Wissenschaftler
- einen erdrosch als Ursache das Tsunami Wissenschaftler aus Japan vertraten die These dass es im Bereich der Bucht von Palu zu mehreren größeren Erdrutschen
- gekommen sein könnte ihrer Studie zufolge geschah dies an neuen verschiedenen Stellen nahezu
- zeitgleich durch diese masseverschiebungen soll der Tsunami entstanden sein in der Tat sind Erdrutsche speziell
- Erdrutsche unter Wasser für etliche bekannte Tsunamis verantwortlich ein Beispiel dafür ist der Atlantik Tsunami 858 der sich bis weit in die Nordsee
- ausbreitete andere Wissenschaftler widersprechen der Theorie von einem Erdrutsch als Ursache für den Tsunami nahe Paulo
- um ihre Hypothese zu testen greifen einige Wissenschaftler auf den sogenannten Modellierungsansatz zurück nach der Katastrophe wurden wir von
- mehrer en Forschergruppen gebeten das betreffende Gebiet zu untersuchen in es handelte sich sowohl um Anfragen aus Indonesien als auch um eine Anfrage
- eine internationalen Forschergruppe finden sich keine stichhaltigen Beweise für einen massiven
- erdrochter aber die hätten nicht gereicht für einen Tsunami Forscher aus Kalifornien verfolgen einen anderen Ansatz sie stützen ihre Annahmen
- auf dem Beben von 2004 wir haben Satellitendaten von dem Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami
- laut der herkömmlichen Theorie sollte eine Hebung des Meeresbodens für die Flutwelle verantwortlich sein dies würde es sich in Anomalien der Schwerkraft im
- Bereich der Verwerfungslinie zeigen eine entsprechende Änderung müsste mit dem Volumen des bewegten Wassers übereinstimmen dies müssten wir an der
- Oberfläche mittels der Satellitendaten sehen können sich nicht mit den Satelliten Daten
- [Musik] in dem Fall scheinen die bisher üblichen Erklärungen nicht ausreichend zu sein es
- muss noch weitere Auslöser für solche Flutwellen geben welche das sein könnten erfahren Sie nach einer kurzen Unterbrechung gleich geht es weiter
- bleiben Sie dran 2018 Indonesien ein Erdbeben nahe der Stadt Palu löste
- einen gewaltigen Tsunami aus beide Katastrophen zusammen waren verheerend für die Region es gab viele Opfer tausende Häuser wurden zudem vom
- Erdboden regelrecht verschluckt [Musik] kömmliche Theorie bezüglich der
- Entstehung von Tsunamis schienen in diesem Fall nicht zu greifen der normalerweise führt eine seitliche plattenverschiebung wie sie hier vorlag
- nicht zu einer Flutwelle kennen die seismischen Daten gemeint sind das Epizentrum des Lebens und auch
- die Stärke der Erschütterung gerade die Stärke kein sehr guter Hinweis in Sachen zu Nami
- kleine Beben können große Tsunamis erzeugen währenddessen einige große Erdbeben zu keinerlei messbaren Flutwellen geführt haben
- die Behörden Indonesiens waren nicht in der Lage den Tsunami von 2018 vorauszusagen bzw die Bevölkerung zu warnen zwar gab es 22 Bojen für einen
- entsprechendes Warnsystem doch diese waren seit einem Beben 2016 außer Dienst auch das System an Land versagte da die Daten und Stromleitungen aufgrund der
- weben ausfielen schon seit etlichen Jahren fordern Wissenschaftler die Installation
- besserer Systeme für die Überwachung von Tsunamis nach der Katastrophe von 2004 befassten sich auch nasawissenschaftler aus Kalifornien intensiv mit dem Thema
- ihr Ansatz sah vor bestehende GPS-Systeme mit anderen wissenschaftlich genutzten Satelliten zu koppeln dabei könnten sowohl die Bewegung der
- Landmasse als auch der Tsunamis verfolgt werden anhand der Daten des Babys von 2004 konnten sie eine neue Theorie bezüglich
- der Entstehung von Tsunamis entwickeln [Musik] das eigentliche Kernproblem ist doch wie die Energie eines Erdbebens dazu führt
- dass sich solch eine Flutwelle bildet darum geht es das ist es doch was wir noch ergründen müssen
- unserer Meinung nach hat die horizontale Verschiebung des Meeresbodens erheblich zu der Bildung eines Tsunamis beigetragen generell haben wir es mit
- zwei möglichen Energiearten in so einem Fall zu tun die vertikale Hebung des Meeresbodens führt zu einer potentiellen Energie in unserem Fall war sie jedoch
- nicht sonderlich ausgeprägt da es kaum eine Hebung gab dann hätten wir noch die horizontale Bewegung die zu einer kinetischen Energie führt diese war
- hingegen sehr groß das ist auch der Grund warum wir in küstenne stark ausgeprägte Tsunamis finden
- [Musik] das Beben nahe der indonesischen Stadt Palu von 2018 konnte auf eine blattverschiebung zurückgeführt werden
- eine horizontale Verschiebung so wild eine Platte drückte das Wasser gewissermaßen in Richtung Bucht die andere Platte entfaltete ihre Wirkung
- zwar auch in Richtung Bucht aber eher in nördliche Richtung da sich die beiden Krafteinwirkungen überschnitten haben wurde der Tsunami genau auf Palu gelenkt
- die gesamte dem Tsunami innewohnende Energie wurde gebündelt und musste sich schließlich irgendwo entladen deshalb war der Tsunami so stark und deshalb
- mussten so viele Menschen sterben der neue Erklärungsansatz steht nicht im Widerspruch zur herkömmlichen Theorie er ist nur eine Erweiterung
- von der Theorie braucht es auch hier wieder ein auslösendes Ereignis ein Erdbeben einen Erdrutsch einen Vulkanausbruch das könnten wir für ein
- Frühwarnsystem ausnutzen die Frage ist nur wie wir die modernen Technologien dafür einsetzen könnten
- Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Tsunami wird in aller Regel vom Medium Wasser festgelegt sie ist nicht von der Größe bzw Stärke der Tsunamis abhängig
- wenn es irgendwo zu einem Beben kommt dann können wir also ausrechnen wann der Tsunami die Küste erreichen wird die effektive Höhe der Wellen können wir
- hingegen nicht bestimmen GPS können wir die Verschiebung am Festland messen dadurch wiederum können
- wir die Bewegung am Meeresboden berechnen diese Daten können wir für einen Tsunami Frühwarnsystem heranziehen die NASA
- unterstützt uns dabei aktiv wir nutzen ihr GPS denn wir brauchen unbedingt Daten in Echtzeit
- jedoch sind die echtzeit-daten nicht ausreichend für ein hinreichend genaues Frühwarnsystem auch muss die Topographie der Küstenlinien genau bekannt sein
- aus wissenschaftlicher Sicht steht einem entsprechenden Frühwarnsystem nichts im Weg doch bringt das beste System nichts wenn die Warnung die Menschen vor Ort
- nicht schnell genug erreicht wir haben dafür einen Warnsystem basierend auf Mobilfunktechnik entwickelt die Meldungen kommen also
- direkt auf die Smartphones der Nutzer das Telefon weiß ob man zum Beispiel gerade in einem Betroffenen Küstenbereich ist wenn es dann zu einem
- Beben kommt können die Menschen in dem Gebiet zielgerichtet gewarnt werden ein ausgereiftes Warnsystem ist dringend von Nöten denn es besteht das Risiko das
- Tsunamis in Zukunft noch häufiger auftreten infolge des globalen Klimawandels die steigenden Temperaturen lösen zwar keine Erdbeben aus aber es
- gibt auch meteorologische Tsunamis wo das Wetter der Auslöser ist viele hier sind noch immer davon überzeugt dass es bei uns nur selten zu
- Erdbeben kommt deshalb wollen sie hier bleiben genau deswegen wird es immer wieder so viele Opfer geben
- und was ist mit den Warnungen der Behörden oder den vom Wetterdienst [Musik]
- Metrologie ich denke nicht dass die früh genug all die vielen hunderttausende Menschen hier erreichen zumindest nicht schnell genug um größere
- Tragödien zu vermeiden [Musik] das ganze war eine gewaltige Katastrophe
- wir sind doch so etwas nicht vorbereitet [Musik] ich werde nicht wegziehen ich werde hier bleiben hier bin ich aufgewachsen meine
- Familie lebt hier ein Umzug ist für mich also keine Option die Frage ist doch wie wir mit solch einer potentiellen Gefahr umgehen
- wie können wir uns auf die Erdbeben die Tsunamis und die Boden Verflüssigung vorbereiten
- wir leben Indonesien daher werden wir auch wieder in das Land reisen und wir möchten natürlich all die Menschen die uns dort geholfen haben auch Wiedersehen
- da war so viel Menschlichkeit im Spiel mit vielen von damals stehen wir noch immer in Kontakt aber wenn wir wieder nach Indonesien wollen dann müssen wir
- unsere Ängste und Bedenken überbracht werfen wir müssen all das überwinden wenn wir so eine Reise noch mal machen wollen
- [Musik] internationale Forschergruppen verbessern das Frühwarnsystem immer
- weiter nur wenn man komplett versteht wie und warum sich Tsunamis bilden können die Menschen auch gewarnt werden Tsunamis wird es immer geben wir
- Menschen können sie nicht aufhalten aber wir können uns in Sicherheit bringen und damit Opfer und humanitäre Katastrophen vermeiden
- [Musik]
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