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Napoleons Aufstieg, seine Herrschaft und der Code Civil [Geschichte im Überblick]

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  1. Hey zusammen und herzlich willkommen zu diesem neuen Explainer. Heute schauen wir uns einen Mann an, der den europäischen Kontinent wirklich so
  2. radikal umgekrempelt hat, wie kaum eine andere historische Figur vor oder nach ihm, Napoleon Bonapart. War er der absolute geniale Architekt eines völlig
  3. neuen Zeitalters oder doch einfach nur ein gnadenloser, machthungriger Eroberer? Genau dieses Spannungsfeld nehmen wir heute mal unter die Lupe.
  4. Ganz kurz bevor wir loslegen, wenn euch unsere Deepes gefallen, lasst uns doch super gerne jetzt gleich einen Like da und abonniert den Kanal. Das ist völlig
  5. kostenlos und unterstützt unsere Arbeit enorm. Also lasst uns direkt eintauchen. Was steht heute auf dem Plan? Wir schauen uns seinen kometenhaften
  6. Aufstieg an, dann sein bahnbrechendes Gesetzbuch, den Cooivil, die Erschaffung des Reinbundes, seinen erbitterten Wirtschaftskrieg und schließlich seinen
  7. ziemlich dramatischen Fall und das Erbe, dass er uns hinterlassen hat. Kurz gesagt, wir reden heute über Aufstieg, Umbau und den Ruinen eines gigantischen
  8. Imperiums. Kapitel 1: Der Aufstieg zur Macht. Stellt euch vor, wir sind im späten 18. Jahrhundert. Die französische Revolution hat das absolute Königtum und
  9. die alte Ständegesellschaft komplett hinweggefegt. Die Folge: Jahrelanges blutiges Chaos und ziemliche wirtschaftliche Not. Und genau in diesem
  10. Machtvakuum sieht ein junger extrem ehrgeiziger General aus Korsika seine große Chance. Im November 1799 putscht sich dieser Erst 30-jährige an
  11. die Macht und macht sich zum ersten Konsul. Warum das funktionierte? Die Menschen sehnten sich einfach unglaublich nach Ordnung und Stabilität
  12. und Napoleon lieferte genau das. 1801 schließt im Concordat Frieden mit dem Papst. 1802 lässt er sich per Volksabstimmung zum Konsul auf
  13. Lebenszeit machen. Und dann der absolute Wahnsinn. 1804 krönt er sich in Paris kurzer Hand selbst zum Kaiser. Ein unglaublicher Aufstieg vom einfachen
  14. Offizier zum absoluten Alleinherrscher. Kapitel 2 Code Civil, das neue Recht. Wisst ihr, Napoleon hat den Kontinent nicht nur mit Kanonen und Soldaten
  15. erobert. Ein ganz massives Werkzeug von ihm waren Paragraphen. Der 1804 eingeführte Code Civil war dabei aber ein Gesetzbruch der absoluten Kontraste.
  16. Auf der einen Seite gab es extrem progressive Reformen. Plötzlich waren alle männlichen Bürger vor dem Gesetz gleich. Das Privateigentum wurde strikt
  17. geschützt. Es gab Gewerbefreiheit, weil der alte Zunfzwang wegfiel und Kirche und Staat wurden klar getrennt. Das war wirklich revolutionär für die damalige
  18. Zeit. Auf der anderen Seite gab es aber auch massive Rückschritte. Frauen wurden rechtlich wieder extrem benachteiligt und bekamen quasi einen männlichen
  19. Vormund vor die Nase gesetzt. Und noch was, das neue Erbrecht sagte, alle Kinder haben den gleichen Anspruch aus Erbe. In der Praxis führte das oft dazu,
  20. dass Grundstücke in winzige, völlig unrentable Stücke zersplittert wurden. Es war also wirklich ein Gesetzbuch der Gegensätze. Hier kommt ein kleiner, aber
  21. feiner Merktipp für euch, um sich das Wichtigste einzubrägen. Erstens, der Code Civil beendete das absolute Chaos der unzähligen regionalen Gesetze und
  22. schuf ein einheitliches Zivilrecht für ganz Frankreich. Zweitens, Napoleon packte dieses Gesetzbuch buchstäblich in den Rucksack seiner Armee und
  23. exportierte es in alle besetzten Gebiete, auch zu uns nach Deutschland. Und drittens, und das ist das Verrückteste, es bildete die feste
  24. Grundlage für das moderne europäische Zivilrecht. Auch unser heutiges BGB fuß teilweise noch genau auf diesen Prinzipien. Kapitel 3: Der Rheinbund und
  25. Europas neue Grenzen. Wenn wir uns den deutschsprachigen Raum nach seiner Machtübernahme ansehen, dann sehen wir einen regelrechten Karlschlag. Das
  26. Heilige römische Reichglich 1789, einem gigantischen unübersichtlichen Flickenteppich. Das waren über 300 Klein und Mittelstaaten, geistliche Gebiete,
  27. tausende Zölle, ein absolutes bürokratisches Chaos. Napoleon wusste sofort, wenn er hier effektiv macht ausüben und vor allem Truppen ausheben
  28. wollte, musste er mal ordentlich aufräumen. Und das tat er dann auch mit eiserner Hand. Er zog eine radikale Flurbereinigung durch über
  29. Sekäkularisation, also das Enteignen der Kirchen und Mediatisierung, wo kleine Herrschaften einfach in größere geschluckt wurden, schuf erharte Fakten.
  30. Das fast 900 Jahre alte Heilige Römische Reich löste sich einfach formell auf. Weg war es. An seine Stelle trat der Rheinbund. Aus den über 300 kleinen
  31. Territorien wurden etwas mehr als 30 große zentralisierte Staaten, wie z.B. Bayern oder Würtemberg. Aber hey, macht euch keine Illusionen über seine Motive.
  32. Diese modernen Staaten dienten ihm vor allem als völlig abhängige militärische Pufferzone gegen Österreich und Preußen. Die mussten ihm vertraglich massenhaft
  33. Soldaten für seine nächsten Feldzüge stellen. Kapitel 4: Die Kontinentalsperre, der Wirtschaftskrieg. Napoleon hatte das europäische Festland
  34. nun militärisch quasi in der Tasche, aber ein Gegner machte ihm das Leben schwer, Großbritannien. Was macht man also, wenn man den größten Rivalen
  35. militärisch einfach nicht besiegen kann? Richtig, man greift direkt seinen Geldbeutel an. 1805 hatte die britische Flotte die Franzosen bei Trafalgar
  36. vernichtend geschlagen. Eine direkte Invasion der Insel war damit komplett vom Tisch. Also verhängte Napoleon 1806 die sogenannte Kontinentalsperre. Das
  37. war eine gigantische beispiellose Wirtschaftsblockade. Dem gesamten europäischen Festland wurde jeglicher Handel mit Großbritannien strengstens
  38. verboten. Kein einziges englisches Schiff durfte mehr in Europa anlegen. Der Plan klang in der Theorie vielleicht gut, ging in der Praxis aber gewaltig
  39. nach hinten los. England hatte ja noch seine globalen Kolonien, war also gar nicht so sehr auf Europa angewiesen und verlagerte den Handel einfach nach
  40. Amerika. Bei uns auf dem Festland hingegen fehlten plötzlich wichtige Waren wie Kaffee, Zucker oder Baumwolle. Die logische Konsequenz: Schmuggel und
  41. zwar massiv. Es war für Frankreich schlicht unmöglich, die riesigen europäischen Küsten lückenlos zu überwachen. Es gab aber auch einen
  42. spannenden Nebeneffekt. Weil die günstigen britischen Waren fehlten, musste sich die heimische Industrie in Europa zwangsweise viel schneller
  43. entwickeln. Trotzdem war und blieb die Sperre für Europa eine enorme wirtschaftliche Belastung. Und hier ist auch schon der nächste Merktipp für
  44. euch. Wenn ihr Napoleons Herrschaftssystem wirklich verstehen wollt, merkt euch diese drei Säulen der Kontrolle. Erstens, die rechtliche
  45. Gleichschaltung durch den Code Zivil, zweitens die Pufferzonen und Truppen durch den Rheinbund und drittens die wirtschaftliche Kriegsführung durch die
  46. Kontinentalsperre. Genau darauf stützte sich sein riesiges Imperium. Kapitel 5: Die Befreiungskriege und das Ende des
  47. Imperiums. Nichts hält ewig und Napoleons System war am Limit. Die ständigen Kriege und die ungeliebte Kontinentalsperre hatten den Bogen
  48. überspannt. Russland litt stark unter der Blockade und trat 1811 einfach aus der Sperre aus. Wie reagiert Napoleon? Er marschiert 1812 mit einer riesigen
  49. Armee nach Russland und das war ein katastrophaler historischer Fehler. Die Eisälte, der Hunger und die Taktik der verbrannten Erde der Russen haben seine
  50. stolze Grande Armee fast restlos vernichtet. Dieser Moment der absoluten Schwäche war das Signal für den Rest Europas. Es folgten die
  51. Befreiungskriege. Im Oktober 1813 kam es zur gigantischen Völkerschlacht bei Leipzig, in der Preußen, Russland, Österreich und Schweden Napoleon
  52. vernichtend schlugen. Das war das Ende für den Rheinbund. 1814 musste er schließlich abdanken, wurde nach Elber verbannt, kam dann noch mal für 100 Tage
  53. zurück, verlor aber 1815 final bei Watteralung. Der Rest ist Geschichte. Verbannung auf die winzige Atlantikinsel St. Helena. Kapitel 6: Napoleons Erbe.
  54. Der Wiener Kongress versuchte ab 1814 zwar die alte aristokratische Ordnung wiederherzustellen, aber die gesellschaftlichen Uhren ließen sich
  55. nicht einfach so zurückdrehen. Schaut euch dieses komplexe Erbe an. Ironischerweise war es genau der blutige Kampf gegen Napoleons Fremdherrschaft,
  56. der im zersplitterten Deutschland den allerersten Funken für ein Nationalbewusstsein entfachte. Die Menschen kämpften gemeinsam und wollten
  57. danach einen vereinten Staat. Dazu kommt, er hat die staatliche Verwaltung dauerhaft zentralisiert, den europäischen Feudalismus und die alte
  58. Ständegesellschaft beerdigt und mit dem Code Zivil ungewollt den Grundstein für moderne demokratische Staaten gelegt und das, obwohl er selbst ein absoluter
  59. Autokrat war. Schon verrückt diese Widersprüchlichkeit, oder? Und das bringt uns zum Schluss zu einer sehr provokanten Frage. War Napoleon am Ende
  60. einfach ein machthungriger Tyrann, der Europa aus purem Egoismus mit Kriegen überzug? Oder war er trotz all der offensichtlichen Härte der ultimative
  61. Modernisierer, ohne den unser heutiges rechtliches und staatliches System in Europa überhaupt nicht denkbar wäre? Denkt da mal in Ruhe drüber nach. Und
  62. hey, wenn euch dieser kleine Explainer geholfen und gefallen hat, verpässt bitte nicht, uns jetzt direkt einen Like daz lassen und den Kanal kostenlos zu
  63. abonnieren. Das hilft uns extrem dabei, weiterhin solche Zusammenfassungen für euch zu machen. Tausend Dank fürs Zuschauen, bleibt neugierig und bis zum
  64. nächsten Mal.

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