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Was steckt hinter dem Feiertag "Pfingsten"? I logo! extra vom 28.05.2023
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 97 Zeilen
- Hallo bei "logo!", hallo zu diesem "logo!-extra" zu Pfingsten. Und wenn ihr euch jetzt grad denkt:
- Hä? Pfingsten? Boa, ey, Pfingsten? - Pfingsten?
- Hä? - Was war das nochmal? Pfingsten, ja! - Pfingsten.
- Äääh ... - Äh, nee. Ja, so geht es den meisten Menschen hier in Deutschland.
- Sie haben entweder gar keine Ahnung oder wissen nur so ganz grob, was an Pfingsten heute und morgen gefeiert wird.
- Dabei ist das ein Feiertag, an dem ihr morgen alle schulfrei habt und die meisten Erwachsenen nicht arbeiten müssen.
- Schauen wir uns das mal genauer an. Erstmal ist wichtig zu wissen:
- Pfingsten ist ein religiöser Feiertag, und zwar der Religion Christentum.
- Von den gut 83 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, sind etwa 45 Millionen Christen, also etwas mehr als die Hälfte.
- Die Religion mit den zweitmeisten Gläubigen ist übrigens der Islam, mit rund 5,5 Millionen Muslimen in Deutschland.
- Auf Platz 3 ist der Buddhismus mit etwa 250.000 Buddhisten. Und knapp 100.000 jüdische Menschen leben in Deutschland.
- Das waren jetzt nur vier von mehr als hundert verschiedenen Religionen, die es tatsächlich in Deutschland gibt.
- Hätte ich jetzt auch nicht direkt gedacht, dass es wirklich so viele sind.
- Aber, na gut. Im Christentum gibt es, wie in anderen Religionen auch,
- noch verschiedene Gruppen. Die größte Gruppe sind die katholischen Christen
- mit gut 22 Millionen Anhängern in Deutschland. Zur evangelischen Kirche, das ist die zweitgrößte Gruppe,
- gehören gut 20 Millionen, also nur etwas weniger. Und dann gibt es da noch etwa 2,5 Millionen,
- die zu anderen christlichen Gruppen gehören. Wie zum Beispiel zu den Orthodoxen Christen.
- Und obwohl das verschiedene Gruppen sind, haben sie doch alle eins gemeinsam:
- Bei ihnen geht's vor allem um ihn hier: Jesus Christus. Mit ihm haben die christlichen Feiertage meistens auch was zu tun,
- so wie jetzt auch Pfingsten. Wir erklären es euch und beginnen ganz am Anfang,
- mit der Geburt von Jesus Christus. Jesus Christus – vor allem um ihn geht es im christlichen Glauben.
- In der Bibel steht, wie er vor mehr als 2000 Jahren zur Welt kam. Damals reisten seine Eltern Maria und Josef nach Bethlehem
- und übernachteten in einem Stall, wo Maria ihr Kind zur Welt brachte. Sie legten es in eine Futterkrippe und nannten es Jesus.
- Und dieser Jesus war kein normales Baby. Denn Engel erschienen
- und später brachten drei Könige ihm auch noch wertvolle Geschenke. Die gibt es auch heute noch an Weihnachten.
- Die Christen denken da vor allem an die Geburt von Jesus. Später, als erwachsener Mann, hatte Jesus viele Anhänger.
- Die Herrscher, die zu der Zeit das Sagen hatten, ärgerte das so sehr, dass sie ihn zum Tode verurteilten.
- An einem Freitag soll Jesus dann an ein Kreuz genagelt worden sein. An seinen Tod denken Christen an Karfreitag.
- Laut Bibel wurde Jesus dann in ein Grab gelegt, am Sonntag danach war das Grab aber leer.
- Ein Engel sagte, dass Jesus von den Toten auferstanden, er also wieder lebendig sei.
- Diese frohe Botschaft feiern Christinnen und Christen weltweit an Ostern.
- An einem weiteren Feiertag, nämlich an Christi Himmelfahrt, denken sie daran, dass Jesus in den Himmel aufgestiegen ist.
- Dort im Himmel ist er dem christ- lichen Glauben nach heute noch. Zusammen mit Gott - seinem Vater.
- Und an Pfingsten? Genau 50 Tage nach Ostern passierte der Bibel nach Folgendes:
- Die engsten Freunde von Jesus waren immer noch sehr traurig, dass er nicht mehr bei ihnen war.
- Doch plötzlich wehte ein kräftiger Wind durch das Haus. Und auf einmal konnten sie in vielen verschiedenen Sprachen sprechen.
- Die Freunde waren sich sicher: Das konnte nur der Heilige Geist sein.
- Durch ihn spürten sie, dass Jesus bei ihnen ist. Sie erzählten anderen Menschen von Jesus und seinen Taten.
- So bekam das Christentum immer mehr Anhänger. Weil Pfingsten so etwas wie der Geburtstag der Kirche ist,
- ist auch dieser Feiertag, neben Weihnachten und Ostern, für Christinnen und Christen besonders wichtig.
- Jetzt wissen wir, was Christen an Pfingsten feiern - und das tun sie schon ziemlich lange.
- Das Christentum gibt's nämlich schon seit etwa 2000 Jahren. Begonnen hat das alles nicht hier in Deutschland,
- sondern ganz woanders. Es hat sogar einige Zeit gedauert,
- bis das Christentum überhaupt hier angekommen ist. Wir erzählen es euch.
- Entstanden ist das Christentum im Römischen Reich, in der Gegend Galiläa und Judäa.
- Dort hat Jesus vor etwa 2000 Jahren gelebt. Dass es Jesus wirklich gegeben hat,
- das können Fachleute heute nachweisen. Galiläa und Judäa gehörten damals zum Römischen Reich,
- und das war riesig. Alle Länder um das Mittelmeer gehörten dazu,
- sogar das heutige England und auch der Süden von Deutschland. Die Freunde von Jesus begannen in Galiläa und Judäa
- von Jesus und seinen Taten zu berichten – und schrieben die Geschichten über ihn auch auf.
- Das ist heute ein Teil der Bibel. So verbreitete sich das Christentum nach und nach
- im immer größer werdenden Römischen Reich. Die Herrscher fanden das aber gar nicht gut.
- Die Römer glaubten nämlich an viele verschiedene Götter und fanden es seltsam, dass die Christen nur an einen Gott glaubten.
- Einige Christen mussten sich deshalb verstecken und ihre Gottesdienste heimlich feiern.
- Erst mehr als 300 Jahre nach dem Tod von Jesus wurde das Christentum im Römischen Reich als Religion voll anerkannt.
- In den folgenden Jahrhunderten zogen viele Menschen aus, um in anderen Teilen von Europa von Jesus zu erzählen.
- Zum Beispiel auch da, wo heute Deutschland liegt. Immer mehr Völker schlossen sich der Religion an.
- Das lief aber nicht immer friedlich ab. Menschen wurden auch mit Gewalt dazu gezwungen,
- Christen zu werden. Im 16. Jahrhundert reisten die Christen aus Europa nach Afrika,
- China und Amerika und versuchten dort, die Menschen vom Christentum zu überzeugen –
- auch dabei gab es oft Gewalt. In Europa wurde die Kirche in dieser Zeit immer reicher und mächtiger.
- Die Kirche konnte überall mitbestimmen – auch, was die Menschen lernen sollten.
- Außerdem gab es strenge Regeln für den Alltag. Wer etwas gegen die Ideen der Kirche sagte, wurde ausgegrenzt.
- Vor etwa 500 Jahren gab es einen großen Streit in der Kirche. Und es entstanden unter- schiedliche christliche Gruppen.
- Die beiden wichtigsten in Deutschland sind auch heute noch die katholische und die evangelische Kirche.
- Heute ist das Christentum die größte Religion auf der Erde, auch wenn in Deutschland seit Jahren
- viele Menschen aus der Kirche austreten. Neben dem Christentum gibt es noch andere große Religionen auf der Welt,
- wie Judentum, Islam, Hinduismus oder Buddhismus. Wenn ihr mehr über diese Religionen wissen wollt,
- dann schaut gern mal auf logo.de vorbei. Dort erfahrt ihr zum Beispiel, wie die Fastenzeit bei Muslimen heißt.
- Oder wann im Judentum das neue Jahr beginnt. Die meisten Feiertage hier in Deutschland
- sind übrigens christliche Feiertage. Es gibt auch noch ein paar andere,
- wie zum Beispiel den Tag der Arbeit am 1. Mai oder den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.
- An diesen beiden Tagen haben alle in Deutschland frei. Jedes Bundesland kann aber auch eigene Feiertage bestimmen.
- Thüringen hat das zum Beispiel vor ein paar Jahren getan. Dort ist seit 2019
- der Weltkinder-Tag am 20. September ein Feiertag. Das ist bisher nur dort so, aber wer weiß,
- vielleicht ziehen die anderen Bundesländer irgendwann nach. Ich finde ja, freie Tage, also ich mein natürlich, Feiertage,
- kann man eigentlich gar nicht genug haben. Wenn ihr mir verratet, welche Feiertage ihr euch so wünscht,
- versprochen, verrate ich euch auch meine. Ich würde einen Tag machen,
- wo jedes Kind eine kostenlose Chipstüte bekommt. Dass die Eltern nochmal zur Schule gehen müssen
- und wir Kinder alle frei haben und alles kostenlos machen dürfen. Schokoladen-Feiertag.
- Wo wir den ganzen Tag Schokolade essen dürfen. Wo man keine Hausaufgaben oder Klassenarbeiten aufbekommt
- oder Tests schreiben muss. Ein Feiertag wäre cool, wo nur die Kinder bestimmen können.
- Wo die Eltern nicht zur Arbeit gehen dürfen, die müssen für die Kinder da sein, das wäre ganz cool, glaube ich.
- Ein Tag, an dem man so richtig sein kann, wie man möchte, dass man sich ausleben könnte oder so und einfach das machen,
- worauf man Lust hat. Und jetzt ich: Der Superhelden-Tag.
- Verkehrte-Klamotten-Tag. Klar, der Bademantel-Tag.
- Der Tutu-Tag darf nicht fehlen. Der Sonnenbrillen Tag.
- Der Zunge-Raustrecken-Tag. Immer gut: der Perücken-Tag.
- Und mein persönlicher Liebling: Der Kuschel-Tag. Ja, das wären so meine Wunschfeiertage.
- Wird wahrscheinlich auch Wunsch bleiben, aber naja, dafür hat man vielleicht auch einfach das Wochenende.
- Das war auch schon unser Pfingst-"logo!-extra". Ihr wisst jetzt jede Menge zu Feiertagen
- und was das mit Pfingsten eigentlich soll. Und ich ... Ach, ich glaub, ich kuschel gleich ein bisschen weiter.
- Morgen gibt's dann wieder eine aktuelle "logo!"-Sendung. Nachrichten findet ihr aber natürlich jederzeit
- auch online bei uns auf logo.de. Und damit sag ich - Teddy, sag: Bis bald, macht's gut und tschüss.
- * Türklingeln * Oh, da steht der Heilige Geist vor der Tür!
- Och nee, ist ja die Verwandtschaft!
Zum Nachlesen
PfingstenIkonografisch wird Pfingsten auch Aussendung des Heiligen Geistes oder auch Ausgießung des Heiligen Geistes genannt. Der Pfingstsonntag ist der 50. Tag der …
ChristentumDas Christentum ist eine Weltreligion, die aus dem Judentum hervorging und sich ab dem 4. Jahrzehnt n. Chr. über Judäa hinaus ausbreitete.
ReligionGeschichte konkreter Religionen · Afrikanische Religionen · Bahaitum · Buddhismus · Christentum · Daoismus · Hinduismus · Islam · Jainismus …