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Was steckt hinter dem Feiertag "Pfingsten"? I logo! extra vom 28.05.2023

logo!10:33 46.862 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 97 Zeilen
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  1. Hallo bei "logo!", hallo zu diesem "logo!-extra" zu Pfingsten. Und wenn ihr euch jetzt grad denkt:
  2. Hä? Pfingsten? Boa, ey, Pfingsten? - Pfingsten?
  3. Hä? - Was war das nochmal? Pfingsten, ja! - Pfingsten.
  4. Äääh ... - Äh, nee. Ja, so geht es den meisten Menschen hier in Deutschland.
  5. Sie haben entweder gar keine Ahnung oder wissen nur so ganz grob, was an Pfingsten heute und morgen gefeiert wird.
  6. Dabei ist das ein Feiertag, an dem ihr morgen alle schulfrei habt und die meisten Erwachsenen nicht arbeiten müssen.
  7. Schauen wir uns das mal genauer an. Erstmal ist wichtig zu wissen:
  8. Pfingsten ist ein religiöser Feiertag, und zwar der Religion Christentum.
  9. Von den gut 83 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, sind etwa 45 Millionen Christen, also etwas mehr als die Hälfte.
  10. Die Religion mit den zweitmeisten Gläubigen ist übrigens der Islam, mit rund 5,5 Millionen Muslimen in Deutschland.
  11. Auf Platz 3 ist der Buddhismus mit etwa 250.000 Buddhisten. Und knapp 100.000 jüdische Menschen leben in Deutschland.
  12. Das waren jetzt nur vier von mehr als hundert verschiedenen Religionen, die es tatsächlich in Deutschland gibt.
  13. Hätte ich jetzt auch nicht direkt gedacht, dass es wirklich so viele sind.
  14. Aber, na gut. Im Christentum gibt es, wie in anderen Religionen auch,
  15. noch verschiedene Gruppen. Die größte Gruppe sind die katholischen Christen
  16. mit gut 22 Millionen Anhängern in Deutschland. Zur evangelischen Kirche, das ist die zweitgrößte Gruppe,
  17. gehören gut 20 Millionen, also nur etwas weniger. Und dann gibt es da noch etwa 2,5 Millionen,
  18. die zu anderen christlichen Gruppen gehören. Wie zum Beispiel zu den Orthodoxen Christen.
  19. Und obwohl das verschiedene Gruppen sind, haben sie doch alle eins gemeinsam:
  20. Bei ihnen geht's vor allem um ihn hier: Jesus Christus. Mit ihm haben die christlichen Feiertage meistens auch was zu tun,
  21. so wie jetzt auch Pfingsten. Wir erklären es euch und beginnen ganz am Anfang,
  22. mit der Geburt von Jesus Christus. Jesus Christus – vor allem um ihn geht es im christlichen Glauben.
  23. In der Bibel steht, wie er vor mehr als 2000 Jahren zur Welt kam. Damals reisten seine Eltern Maria und Josef nach ‎Bethlehem
  24. und übernachteten in einem Stall, wo Maria ihr Kind zur Welt brachte. Sie legten es in eine Futterkrippe und nannten es Jesus.‎
  25. Und dieser Jesus war kein normales Baby. Denn Engel erschienen
  26. und später brachten drei Könige ihm auch noch wertvolle Geschenke. Die gibt es auch heute noch an Weihnachten.
  27. Die Christen denken da vor allem an die Geburt von Jesus. Später, als erwachsener Mann, hatte Jesus viele Anhänger.
  28. Die Herrscher, die zu der Zeit das Sagen hatten, ärgerte das so sehr, dass sie ihn zum Tode verurteilten.
  29. An einem Freitag soll Jesus dann an ein Kreuz genagelt worden sein. An seinen Tod denken Christen an Karfreitag.
  30. Laut Bibel wurde Jesus dann in ein Grab gelegt, am Sonntag danach war das Grab aber leer.
  31. Ein Engel sagte, dass Jesus von den Toten auferstanden, er also wieder lebendig sei.
  32. Diese frohe Botschaft feiern Christinnen und Christen weltweit an Ostern.
  33. An einem weiteren Feiertag, nämlich an Christi Himmelfahrt, denken sie daran, dass Jesus in den Himmel aufgestiegen ist.
  34. Dort im Himmel ist er dem christ- lichen Glauben nach heute noch. Zusammen mit Gott - seinem Vater.
  35. Und an Pfingsten? Genau 50 Tage nach Ostern passierte der Bibel nach Folgendes:
  36. Die engsten Freunde von Jesus waren immer noch sehr traurig, dass er nicht mehr bei ihnen war.
  37. Doch plötzlich wehte ein kräftiger Wind durch das Haus. Und auf einmal konnten sie in vielen verschiedenen Sprachen sprechen.
  38. Die Freunde waren sich sicher: Das konnte nur der Heilige Geist sein.
  39. Durch ihn spürten sie, dass Jesus bei ihnen ist. Sie erzählten anderen Menschen von Jesus und seinen Taten.
  40. So bekam das Christentum immer mehr Anhänger. Weil Pfingsten so etwas wie der Geburtstag der Kirche ist,
  41. ist auch dieser Feiertag, neben Weihnachten und Ostern, für Christinnen und Christen besonders wichtig.
  42. Jetzt wissen wir, was Christen an Pfingsten feiern - und das tun sie schon ziemlich lange.
  43. Das Christentum gibt's nämlich schon seit etwa 2000 Jahren. Begonnen hat das alles nicht hier in Deutschland,
  44. sondern ganz woanders. Es hat sogar einige Zeit gedauert,
  45. bis das Christentum überhaupt hier angekommen ist. Wir erzählen es euch.
  46. Entstanden ist das Christentum im Römischen Reich, in der Gegend Galiläa und Judäa.
  47. Dort hat Jesus vor etwa 2000 Jahren gelebt. Dass es Jesus wirklich gegeben hat,
  48. das können Fachleute heute nachweisen. Galiläa und Judäa gehörten damals zum Römischen Reich,
  49. und das war riesig. Alle Länder um das Mittelmeer gehörten dazu,
  50. sogar das heutige England und auch der Süden von Deutschland. Die Freunde von Jesus begannen in Galiläa und Judäa
  51. von Jesus und seinen Taten zu berichten – und schrieben die Geschichten über ihn auch auf.
  52. Das ist heute ein Teil der Bibel. So verbreitete sich das Christentum nach und nach
  53. im immer größer werdenden Römischen Reich. Die Herrscher fanden das aber gar nicht gut.
  54. Die Römer glaubten nämlich an viele verschiedene Götter und fanden es seltsam, dass die Christen nur an einen Gott glaubten.
  55. Einige Christen mussten sich deshalb verstecken und ihre Gottesdienste heimlich feiern.
  56. Erst mehr als 300 Jahre nach dem Tod von Jesus wurde das Christentum im Römischen Reich als Religion voll anerkannt.
  57. In den folgenden Jahrhunderten zogen viele Menschen aus, um in anderen Teilen von Europa von Jesus zu erzählen.
  58. Zum Beispiel auch da, wo heute Deutschland liegt. Immer mehr Völker schlossen sich der Religion an.
  59. Das lief aber nicht immer friedlich ab. Menschen wurden auch mit Gewalt dazu gezwungen,
  60. Christen zu werden. Im 16. Jahrhundert reisten die Christen aus Europa nach Afrika,
  61. China und Amerika und versuchten dort, die Menschen vom Christentum zu überzeugen –
  62. auch dabei gab es oft Gewalt. In Europa wurde die Kirche in dieser Zeit immer reicher und mächtiger.
  63. Die Kirche konnte überall mitbestimmen – auch, was die Menschen lernen sollten.
  64. Außerdem gab es strenge Regeln für den Alltag. Wer etwas gegen die Ideen der Kirche sagte, wurde ausgegrenzt.
  65. Vor etwa 500 Jahren gab es einen großen Streit in der Kirche. Und es entstanden unter- schiedliche christliche Gruppen.
  66. Die beiden wichtigsten in Deutschland sind auch heute noch die katholische und die evangelische Kirche.
  67. Heute ist das Christentum die größte Religion auf der Erde, auch wenn in Deutschland seit Jahren
  68. viele Menschen aus der Kirche austreten. Neben dem Christentum gibt es noch andere große Religionen auf der Welt,
  69. wie Judentum, Islam, Hinduismus oder Buddhismus. Wenn ihr mehr über diese Religionen wissen wollt,
  70. dann schaut gern mal auf logo.de vorbei. Dort erfahrt ihr zum Beispiel, wie die Fastenzeit bei Muslimen heißt.
  71. Oder wann im Judentum das neue Jahr beginnt. Die meisten Feiertage hier in Deutschland
  72. sind übrigens christliche Feiertage. Es gibt auch noch ein paar andere,
  73. wie zum Beispiel den Tag der Arbeit am 1. Mai oder den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.
  74. An diesen beiden Tagen haben alle in Deutschland frei. Jedes Bundesland kann aber auch eigene Feiertage bestimmen.
  75. Thüringen hat das zum Beispiel vor ein paar Jahren getan. Dort ist seit 2019
  76. der Weltkinder-Tag am 20. September ein Feiertag. Das ist bisher nur dort so, aber wer weiß,
  77. vielleicht ziehen die anderen Bundesländer irgendwann nach. Ich finde ja, freie Tage, also ich mein natürlich, Feiertage,
  78. kann man eigentlich gar nicht genug haben. Wenn ihr mir verratet, welche Feiertage ihr euch so wünscht,
  79. versprochen, verrate ich euch auch meine. Ich würde einen Tag machen,
  80. wo jedes Kind eine kostenlose Chipstüte bekommt. Dass die Eltern nochmal zur Schule gehen müssen
  81. und wir Kinder alle frei haben und alles kostenlos machen dürfen. Schokoladen-Feiertag.
  82. Wo wir den ganzen Tag Schokolade essen dürfen. Wo man keine Hausaufgaben oder Klassenarbeiten aufbekommt
  83. oder Tests schreiben muss. Ein Feiertag wäre cool, wo nur die Kinder bestimmen können.
  84. Wo die Eltern nicht zur Arbeit gehen dürfen, die müssen für die Kinder da sein, das wäre ganz cool, glaube ich.
  85. Ein Tag, an dem man so richtig sein kann, wie man möchte, dass man sich ausleben könnte oder so und einfach das machen,
  86. worauf man Lust hat. Und jetzt ich: Der Superhelden-Tag.
  87. Verkehrte-Klamotten-Tag. Klar, der Bademantel-Tag.
  88. Der Tutu-Tag darf nicht fehlen. Der Sonnenbrillen Tag.
  89. Der Zunge-Raustrecken-Tag. Immer gut: der Perücken-Tag.
  90. Und mein persönlicher Liebling: Der Kuschel-Tag. Ja, das wären so meine Wunschfeiertage.
  91. Wird wahrscheinlich auch Wunsch bleiben, aber naja, dafür hat man vielleicht auch einfach das Wochenende.
  92. Das war auch schon unser Pfingst-"logo!-extra". Ihr wisst jetzt jede Menge zu Feiertagen
  93. und was das mit Pfingsten eigentlich soll. Und ich ... Ach, ich glaub, ich kuschel gleich ein bisschen weiter.
  94. Morgen gibt's dann wieder eine aktuelle "logo!"-Sendung. Nachrichten findet ihr aber natürlich jederzeit
  95. auch online bei uns auf logo.de. Und damit sag ich - Teddy, sag: Bis bald, macht's gut und tschüss.
  96. * Türklingeln * Oh, da steht der Heilige Geist vor der Tür!
  97. Och nee, ist ja die Verwandtschaft!

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