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Wie wurden die Pyramiden wirklich gebaut?

Simplicissimus22:30 2,6 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Das hier ist die große Pyramide von Gese. Seit mehr als 4600 Jahren steht sie in der Wüste von Ägypten. Sie war lange das höchste Bauwerk der
  2. Menschheitsgeschichte. Sie ist für die Ewigkeit gebaut, denn ein Gott soll in ihr wohnen. Sie hat
  3. Erdbeben, Erosion und Kriege überlebt. Unzählige Plünderungen. britische Forscher, die sich mit Sprengstoffzugang verschafft haben, sogar Mr. Beast.
  4. Sie besteht aus etwa 2,3 Millionen Steinblöcken. Einige davon wiegen bis zu 50 Tonnen. Damit gehört die Pyramide zu den schwersten Objekten, die je von
  5. Menschenhand geschaffen wurden. Außerdem ist sie mit unglaublicher Präzision gebaut. Ihre Grundfläche ist etwa 50.000 1000 quadr groß und fast auf den
  6. Zentimeter genau waggerecht. Die vier Seiten der Pyramide orientieren sich nahezu perfekt nach den Himmelsrichtungen und das tausende Jahre
  7. bevor der Kompass überhaupt erfunden wurde. Wir wollten verstehen, wie die alten Ägypter das geschafft haben. In diesem Video schauen wir uns drei
  8. faszinierende wissenschaftliche Theorien zu ihrem Bau genauer an, denn bis heute weiß niemand, wie die große Pyramide von Ge wirklich entstanden ist.
  9. Das hier ist Jeobs. Er ist Pharao im alten Ägypten, der König des reichsten Landes weltweit und er ist ein Gott. Um seine Unsterblichkeit auszuleben,
  10. braucht er ein Zuhause für die Ewigkeit. Es muss ein absolut sicherer Ort sein, damit seine Reichtümer geschützt sind und es soll atemberaubend aussehen. Sein
  11. Vater Snowfru ist auch ein Gott. Das hier ist eins seiner Werke. Er gilt als der Pharao, der Ägypten den Pyramidenbau gezeigt hat, wobei seine Pyramiden nicht
  12. ganz perfekt sind. Obs will es besser machen und damit Ägypten zu noch mehr Ruhm verhelfen. Als Nofru stirbt, trauert das ganze Land.
  13. will die Ägypter neuen Mut schöpfen lassen mit dem vielleicht ambitioniertesten Projekt aller Zeiten. So soll er in Erinnerung bleiben als
  14. monumentaler Herrscher, der sogar seinen Vater überstrahlt. So ein großes Projekt kann nur ein sehr reiches und gut organisiertes Land
  15. stemmen. Beides trifft auf Ägypten zu. Das hat vor allem mit dem Nil zu tun. Jedes Jahr überschwemmt die Nilflut die Uferbereiche und sorgt für reichlich
  16. fruchtbaren Boden. Im alten Ägypten gibt das Nahrung im Überfluss, genug, um die Bevölkerung satt zu halten und ein stehendes Heer zu versorgen. Außerdem
  17. hat Sops genug Geld, um etwas wirklich außergewöhnliches zu bauen. Aber Geld ist nicht alles. Für das Bauwerk, das ihn unsterblich machen soll, braucht
  18. auch den besten Architekten. Es gibt nur einen Mann, der dieser Aufgabe gewachsen ist. Kobs Halbbruder Hemi Unu. Ein absolutes Genie seiner
  19. Zeit und wie gemacht für diesen Job. Doch seine Pyramide soll alles bisherige in den Schatten stellen. Eyunu träumt von einer Pyramide, die größer,
  20. komplexer und sicherer ist als alles, was je zuvor gebaut wurde. Ein Quantensprung der Ingenieurskunst.
  21. Er plant eine Pyramide aus massivem Stein. Innen soll es drei Grabkammern geben, die über Gänge verbunden sind. Die erste Grabkammer soll sich unter der
  22. Erde befinden, für den Fall, dass Jeobs in der frühen Bauphase stirbt. Die zweite wird hinter einer falschen Wand versteckt, damit niemand die Schätze
  23. darin plündern kann. Zur dritten und am höchsten gelegenen Kammer führt ein majestätischer Gang mit einem beeindruckenden Gewölbe, die große
  24. Galerie. Diese Königskammer soll ein Meisterwerk der Architektur werden. Es ist die perfekte Gelegenheit für Hemiunu, sein
  25. Können unter Beweis zu stellen. Für altegyptische Verhältnisse soll die Kammer riesig sein, gebaut aus rosa Granitblöcken, die aus dem weit
  26. entfernten Steinbruch in Asb stammen und so präzise konstruiert, dass nicht einmal eine Rasierklinge zwischen die Steinblöcke passt. In einem Sarkophag
  27. aus Granit sollen Chops sterbliche Überreste dann ihre letzte Ruhe finden. Wenn die Pyramide fertig ist, bekommt sie eine Verkleidung aus markelos
  28. glattem weißen Kalkstein. Sie wird dem Sonnenlicht strahlen und dem Mondlicht schimmern. Zum Schluss bekommt sie eine vergoldete Spitze, das Pyramidion. Dann
  29. ist Sheobs bereit für die Ewigkeit. Schon die Planung der Pyramiden war eine Meisterleistung. Was damals vermutlich auf Papyos Rollen stand, läuft heute
  30. alles digital. Das ist kaum weniger kompliziert, aber wenigstens sitzen wir dabei bequem oder noch besser stehen und sitzen. Z.B. am E7 Pro 2026 von
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  37. Hemion Unionu hat keine Zeit zu verlieren. Die Pyramide soll so schnell wie möglich gebaut werden. Wenigstens eine Grabkammer muss fertig sein, bevor
  38. Chops stirbt. Für das ganze Projekt rechnet Hemi Unahren Bauzeit. Er kalkuliert, dass er bis zu 25 000 Bauarbeiter braucht. Das ist extrem
  39. viel, wenn man bedenkt, dass im alten Ägypten nur rund eine Million Menschen leben. Also startet er eine gewaltige Rekrutierungskampagne.
  40. Aber wie genau wurde die Pyramide gebaut? So richtig weiß es keiner. Seit hunderten Jahren wird darüber spekuliert
  41. und immer wieder kommen neue Theorien auf, weil Forscher auf neue archäologische Funde stoßen. Mal durch moderne Technik, mal durch Zufall. Es
  42. gibt eine Reihe von Ansätzen. Uns interessieren vor allem die, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und nicht auf wilden Spekulationen.
  43. Wir schauen uns drei wissenschaftliche Theorien genauer an. Von simpel überknifflig bis hochkomplex.
  44. Stell dir vor, du stehst vor einem Steinblock so schwer wie ein Doppeldeckerbus und musst ihn mit ein paar anderen knapp 150 m nach oben
  45. hiefen. Als Hilfsmittel hast du nur Seile, Holz und ein bisschen Schutt. Der einfachste Weg, um etwas nach oben zu befördern, ist eine Rampe. Man bindet
  46. ein Seil um den Block und zieht den Stein zusammen hoch. Je höher die Pyramide wird, desto höher und länger muss auch die Rampe sein. Ganz einfach,
  47. ohne irgendwelche komplizierten Maschinen. Lange Zeit haben die meisten Ägyptologen diese Theorie der Außenrampe unterstützt. Noch immer gilt sie als
  48. Standardantwort, wie die Erbauer womöglich vorgegangen sein könnten. Auch viele archäologische Funde zeigen, die alten Ägypter haben bei Bauprojekten
  49. immer wieder große Rampen benutzt. Aber über Größe, Form und Neigungswinkel einer solchen Rampe gibt es bis heute keine einstimmige Meinung, denn ab einer
  50. bestimmten Höhe geht die Rampentheorie nicht mehr auf. Man braucht ca. 12 Arbeiter um einen 2 tonnen schweren Steinblock die Rampe hochzuziehen. Je
  51. höher die Pyramide wird, desto steiler oder länger muss die Rampe sein. Sie darf aber nur eine geringe Steigung haben, sonst wäre die Arbeit zu schwer
  52. und die Leute würden andauernd stürzen. Anhand der Überreste von Arbeiter nimmt man an, dass die meisten in ordentlicher, aber nicht in
  53. außergewöhnlich guter Verfassung waren. Das waren ganz normale Leute, keine Topathleten. Viele sind schon vor 40 gestorben, weil die Arbeit so hart war.
  54. Damit normale Arbeiter ihren Job überhaupt schaffen, dürfte die Rampe höchstens 8% Steigung haben. Also muss die Rampe entsprechend länger werden.
  55. Für eine 147 m hohe Pyramide würde die Rampe damit aber sehr, sehr lang werden, deutlich länger als 1 km. Alleine die Rampe bräuchte mehrere Millionen Tonnen
  56. Baumaterial, bis zu dreimal so viel wie das Gesamtvolumen der Pyramide. Es gibt keine Überreste, die auf so eine Riesenrampe hindeuten. Außerdem würde
  57. allein der Bau der Rampe mehrere Jahrzehnte und tausende Arbeiter benötigen. So viel Zeit hatte Sheops nicht.
  58. Es gibt aber eine Methode für eine kürzere Rampe. Man könnte sie spiralförmig um die Pyramide herum anordnen, wie eine Straße, die sich an
  59. einem Berg hochschlängelt. Die Rampe würde während des Baus mitwachsen und später Teil der Pyramide werden. Das wäre eine ziemlich geniale Idee, um
  60. Platz und Material zu sparen. Es würde auch erklären, warum man keine Überreste der Rampe gefunden hat. Gleichzeitig wirft die Theorie neue Fragen auf. Die
  61. dreieckigen Seiten der Pyramide müssen über die gesamte Höhe hinweg einen Neigungswinkel von exakt 51,9° einhalten. Während des Baus müsste man
  62. ständig die Kanten vermessen und sicherstellen, dass alles passt. Nur ein paar Zentimeter Abweichung unten und die Pyramide könnte oben mehrere Meter
  63. daneben liegen. Eine spiralförmige Rampe würde beim Bau die Sicht versperren und es wäre fast unmöglich sicherzustellen, dass die Kanten am Ende gerade sind und
  64. wir wissen, dass sie eben nicht schiefe Pyramide von Gise heißt, sondern im Gegenteil extrem gleichmäßig ist. Das bringt uns zur zweiten Theorie.
  65. Die späten 90er. Der französische Ingenieur Ori Odorn sieht einen Dokumentarfilm über die Pyramiden. Darin wird die Theorie der äußeren Rampe
  66. erklärt. Skeptisch. Für ihn ergibt der Ansatz einfach keinen Sinn. Er ruft seinen Sohn Chanbier Odorn an und will wissen, was
  67. er als Architekt dazu denkt. Jeanpierre fasziniert das Thema. Er weiß nicht viel über das alte Ägypten und hat die Pyramiden noch nie live gesehen.
  68. Trotzdem fängt er an sich andere Möglichkeiten zu überlegen, wie man die Steine nach oben transportiert haben könnte. Jahrelang brütet er wie besessen
  69. über dieser Frage. Dann ist seine Theorie endlich soweit, dass er sie mit Ägyptologen teilt. Die meisten ignorieren ihn. Quereinsteiger werden in
  70. diesem Bereich nicht wirklich ernst genommen. Doch mit der Zeit gewinnt seine Theorie an Bedeutung. Udonn denkt sich komplett
  71. in Hemiunu hinein und spielt jedes noch so kleine Detail durch. Seine Theorie könnte sogar erklären, wie selbst die schwersten Granitbalken nach oben
  72. befördert wurden, ohne dass 600 Arbeiter gleichzeitig schuften mussten. Laut Odon nutzt Hemi Unu tatsächlich eine Außenrampe für den ersten Teil der
  73. Pyramide bis zu einer Höhe von etwa 60 m. Die Rampe lässt er nicht aus Schutt bauen, sondern aus Kalkstein. Die gleichen Kalksteinblöcke, aus denen
  74. später der obere Teil der Pyramide gebaut wird. Das würde auch erklären, warum man keine Überreste einer Rampe gefunden hat. Sie sind direkt vor
  75. unserer Nase. Die kurze Außenrampe dient dazu, die breiten unteren Ebenen der Pyramide zu bauen und um die schweren Granitbalken für die Königskammer nach
  76. oben zu transportieren. Aber hunderte Arbeiter, die einen 50 Tonnen Block auf engem Raum bewegen, das ist logistisch kaum möglich. Modorn
  77. glaubt, die große Galerie war Teil eines ausgeklügelten Systems. Seiner Meinung nach wurde der 46 m lange Gang für einen Mechanismus aus Gegengewichten
  78. eingesetzt. Dieser Mechanismus soll sich gegenüber der äußeren Rampe befunden haben. Mit Hilfe von Gegengewichten sollen die
  79. Granitblöcke einfacher nach oben zur Königskammer bewegt worden sein. Die große Galerie ist ein ziemlich merkwürdiger Raum in der CEspyramide.
  80. Einige Fragen bereiten Archäologen schon lange Kopf zerbrechen. Z.B. warum sie so hoch und schmal ist und warum sich entlang der Wände steinernde Bänke
  81. befinden. Odon glaubt, die große Galerie habe dabei geholfen, die schwersten Steine mit einer Art Schienensystem zu bewegen. Die Steinbänke sind seiner
  82. Meinung nach als Schienen für Wagen auf Holzrollen genutzt worden. Räder gab es damals noch nicht. Das Prinzip geht in etwa so. Ein riesiger Granitblock wird
  83. unten an der Außenrampe an ein Seil befestigt und mit einem Wagen oben in der großen Galerie verbunden. Der Wagen wiederum ist selbst mit schweren Steinen
  84. beladen. Sobald der Wagen die große Galerie herunterrollt, bewegt sich der massive Granitblock über die Außenrampe nach oben. Es gibt sogar
  85. Abnutzungsspuren in der Galerie, die darauf hindeuten, dass hier offenbar schwere Lasten bewegt wurden. Gut möglich also, dass man diesen
  86. ungewöhnlichen Gang tatsächlich derartig genutzt haben könnte. Sobald die tonnenschweren Granitbalken erstmal an Ort und Stelle sind, hat die Außenrampe
  87. ausgedient. Ab dieser Höhe der Pyramide ist die Rampe einfach nicht mehr sinnvoll. Also wird die Strategie geändert. Die Außenrampe wird abgebaut
  88. und die Blöcke genutzt, um den Rest der Pyramide von innen zu errichten mit einer inneren Rampe. So ähnlich wie die Auffahrt in einem Parkhaus, die
  89. spiralförmig nach oben führt. Diese zweite Rampe ist laut Udorn von unten nach oben gebaut worden mit einer Steigung von etwa 7%. Sie verläuft erst
  90. geradeaus, bis sie auf eine der Pyramidenseiten trifft. Dann geht es scharf links ab und an der nächsten Seite entlang weiter nach oben. Immer
  91. mit der gleichen Steigung. Die einzelnen Abschnitte der Rampe werden dabei immer kürzer, je schmaler die Pyramide wird. Von ganz unten bis ganz nach oben ist
  92. die innere Rampe über 1 km lang. Es war möglich, schwere Steine über so eine Rampe nach oben zu transportieren, vor allem wenn man sie mit einem Schlitten
  93. über den glatten Kalkstein zieht. Aber jedes Mal, wenn die Rampe um eine Ecke biegt, müssen auch die Steinblöcke die Richtung ändern. Eine extrem schwierige
  94. Aufgabe für die Arbeiter. Laut Udons Berechnungen müsste die Rampe schmaler als 3 m sein. Das reicht aber nicht aus, um die Steinblöcke zu drehen. Seiner
  95. Theorie nach hat es am Ende jedes Rampenabschnitts eine große offene Fläche gegeben, wo die Arbeiter den Stein wenden konnten. Vielleicht haben
  96. sie dafür Holzhebel oder Kräne benutzt. Die offenen Flächen waren außerdem perfekt, um Pausen einlegen zu können. Tatsächlich gibt es auch Hinweise auf
  97. genauso einen Bereich. Eine vorher unerklärbare Lücke in etwa 83 m Höhe entspricht genau Udons Angaben, wie so eine Fläche ausgesehen haben könnte.
  98. Udons Theorien zur großen Galerie und zur inneren Rampe liefern mögliche Antworten auf zwei der größten Rätsel der Pyramide, wie man 2 tonnen schwere
  99. Steinblöcke auf so eine Höhe gebracht hat und wie man 50 Tonnen Balken befördern konnte, ohne den Platz für Hunderte von Arbeitern zu haben, die man
  100. dafür eigentlich gebraucht hätte. Wenn er recht hat, wäre der Entwurf einer solchen Rampe hochkomplex gewesen. Der Verlauf hätte extrem sorgfältig geplant
  101. werden müssen, damit die Rampe keine der Gänge oder Kammern in der Pyramide kreuzt. Gegner seiner Theorie finden entweder die archäologischen Beweise
  102. nicht überzeugend oder halten die innere Rampe für zu kompliziert. Viele vertreten weiterhin die Theorie der Außenrampe, schlicht, weil sie einfacher
  103. ist. Aber die alten Ägypter waren meisterhafte Handwerker und in vielen Bereichen außergewöhnlich präzise. Warum nicht auch beim Entwurf eines komplexen
  104. Rampensystems. Und vielleicht war der Bau der Pyramide von Ge sogar noch viel komplexer als das.
  105. 2024 verkünden zahlreiche Zeitungen, dass das Geheimnis der Pyramiden endlich gelüftet sei, dank brandneuer archäologischer Funde. Demnach sei der
  106. Nil der Schlüssel, um den Pyramidenbau zu verstehen. Heute liegt das Gise Plateau in einem trockenen Streifen der Sahara, Kilometer
  107. von den üppigen Niilufern entfernt. Aber zur Zeit des Pyramidenbaus könnte es dort ganz anders ausgesehen haben. In einer Studie aus dem Jahr 2024 haben
  108. Forscher Radar Satellitenbilder mit tiefen Bodenbohrungen kombiniert. Dabei sind sie auf einen scheinbar längst verschwundenen Seitenarm des Nils
  109. gestoßen, der damals vermutlich an den meisten Pyramiden entlang geflossen ist. Womöglich haben sich die Erbauer der Pyramide diesen Flussarm zu Nutze
  110. gemacht. Statt die schweren Steine aus einem entfernten Steinbruch anzuschleppen, könnten sie sie über den Wasserlauf direkt zum Fuß der Pyramide
  111. befördert haben. Es klingt erstmal plausibel, dass man den Nil genutzt haben könnte, um die Steinblöcke horizontal zu transportieren. Aber was
  112. ist mit dem Transport nach oben? Eine andere Studie aus 2024 liefert eine umstrittene Theorie. Die alten Ägypter könnten die schweren Steine mit Hilfe
  113. von Hydraulik nach oben befördert haben, konkret mit einem wasserbetriebenen Aufzug. Die Idee ist nicht neu. Lange haben
  114. anerkannte Ägyptologen solche Theorien aber als Randerscheinung und unseriös abgetan, als wilde Spekulationen von sogenannten Pyramidioten.
  115. Die Idee klingelt zwar interessant, es gäbe aber null Beweise dafür. Na ja, vielleicht bis jetzt. Wissenschaftler aus verschiedenen
  116. Forschungseinrichtungen haben Hinweise gefunden. Die älteste ägyptische Pyramide könnte tatsächlich mit einem schwimmenden Holzaufzug gebaut worden
  117. sein. Der soll schwere Steine mit deutlich weniger Muskelkraft nach oben befördert haben. So in etwa könnte der hydraulische Aufzug funktioniert haben.
  118. Regen und Hochwasser werden in der Nähe der Pyramide gesammelt und wie durch einen Damm aufgestaut. Unterirdische Kanäle leiten das Wasser dann in einen
  119. Schacht. Der führt von genau mittig unterhalb der Pyramide nach oben, wie bei einem Vulkan. Auf der Wasseroberfläche im Schacht schwimmt
  120. eine schwere Holzplattform. Die Arbeiter beladen sie unten mit schweren Steinen. Dann öffnen oder schließen sie Ventile am Boden des Schachts, damit Wasser rein
  121. oder rausströmen kann. So lassen sich die Wasserstände ändern und die Holzplattform steigt oder sinkt wie ein Aufzug. Mit dieser Technik könnten Sie
  122. Höhen von mindestens 17 m erreicht haben. Die Arbeiter laden die Steine dann oben ab und bauen die Pyramide von innen nach außen. Die Wissenschaftler
  123. der Studie sind überzeugt, dass ihre Theorie eine ganz neue Forschungsrichtung zum Pyramidenbauer öffnet. Vielleicht ist auch die große
  124. Pyramide so gebaut worden. Laut dem Hauptautor der Studie könnte diese Theorie zudem erklären, warum spätere Pyramiden kleiner sind als die Chops
  125. Pyramide. Mit der Zeit sei das Klima in der Region trockner geworden und die Pyramidenbauer hätten nicht mehr genug Wasser für ein hydraulisches Hebesystem
  126. gehabt. Daher wären sie beim Transport der schweren Steine wieder auf reine Muskelkraft angewiesen gewesen. Aber ist die Theorie wasserfest?
  127. Experten sind größtenteils skeptisch. Die Pyramide in der Studie ist kleiner als die große Pyramide und sie ist aus viel leichteren Steinen gebaut. Wenn es
  128. beim Bau der Cheopspyramide tatsächlich einen hydraulischen Aufzug gegeben hätte, dann hätte er deutlich größer und vermutlich komplexer sein müssen. Bisher
  129. hat man aber keinen vergleichbaren Schacht in der großen Pyramide von Gise gefunden. Rampen hingegen findet man bei Ausgrabungen immer wieder. Deshalb
  130. setzen die gängigsten Theorien weiterhin auf irgendeine Art von Rampe als wichtigstes Bauprinzip. Frank Müller Römer, ein Ägyptologe, mit
  131. dem wir für dieses Video gesprochen haben, meint, es könnte vielleicht mehrere kleinere Rampen an allen Seiten der Pyramide gegeben haben, um die
  132. Bauzeit zu verkürzen. Bis heute gibt es keine allgemein akzeptierte Theorie, wie die Pyramiden gebaut wurden. Die große Pyramide von Gise ist das einzige noch
  133. erhaltene Weltwunder der Antike. Sie ist so alt, dass schon Kleopatra sie für uralt hielt. Das Seltsame ist, obwohl sie schon so lange existieren, hat man
  134. nie Baupläne zu den Pyramiden gefunden. Dabei haben die alten Ägypter wirklich alles dokumentiert. Es gibt Steuerunterlagen, Liebesgedichte und
  135. sogar 4000 Jahre alte Quittungen für Eselfutter. Aber Papyrusrollen mit Bauplänen für die Pyramiden Fehlanzeige, nichts. Ob die Pläne verloren gegangen
  136. sind, versteckt oder sogar absichtlich zerstört wurden, ist nicht geklärt. Was wir aber bisher wissen, ist auch schon ziemlich unglaublich.
  137. 2017 haben Forscher einen mysteriösen Hohlraum in der großen Pyramide entdeckt, den bisher noch niemand betreten hat, nicht mal Mr. Beast.
  138. Einige Archäologen halten den riesigen Hohlraum für nicht besonders geheimnisvoll. Er sei wahrscheinlich einfach als
  139. statische Entlastung gebaut worden, damit die Kammern im Innern nicht einstürzen. Andere sind der Meinung, der Hohlraum könne Udons Idee von
  140. Gegengewichten in der großen Galerie unterstützen und wieder andere vermuten, es könnte Chops eigentliche Grabstätte sein, denn das ist das andere große
  141. ungelöste Rätsel der Pyramide. Jeovs Mumie und all seine Schätze wurden nie gefunden. Der mysteriöse Hohlraum ist jedenfalls nicht das letzte
  142. Geheimnis der großen Pyramide von Gise Cheers.

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