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Wie wurden die Pyramiden wirklich gebaut?
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 142 Zeilen
- Das hier ist die große Pyramide von Gese. Seit mehr als 4600 Jahren steht sie in der Wüste von Ägypten. Sie war lange das höchste Bauwerk der
- Menschheitsgeschichte. Sie ist für die Ewigkeit gebaut, denn ein Gott soll in ihr wohnen. Sie hat
- Erdbeben, Erosion und Kriege überlebt. Unzählige Plünderungen. britische Forscher, die sich mit Sprengstoffzugang verschafft haben, sogar Mr. Beast.
- Sie besteht aus etwa 2,3 Millionen Steinblöcken. Einige davon wiegen bis zu 50 Tonnen. Damit gehört die Pyramide zu den schwersten Objekten, die je von
- Menschenhand geschaffen wurden. Außerdem ist sie mit unglaublicher Präzision gebaut. Ihre Grundfläche ist etwa 50.000 1000 quadr groß und fast auf den
- Zentimeter genau waggerecht. Die vier Seiten der Pyramide orientieren sich nahezu perfekt nach den Himmelsrichtungen und das tausende Jahre
- bevor der Kompass überhaupt erfunden wurde. Wir wollten verstehen, wie die alten Ägypter das geschafft haben. In diesem Video schauen wir uns drei
- faszinierende wissenschaftliche Theorien zu ihrem Bau genauer an, denn bis heute weiß niemand, wie die große Pyramide von Ge wirklich entstanden ist.
- Das hier ist Jeobs. Er ist Pharao im alten Ägypten, der König des reichsten Landes weltweit und er ist ein Gott. Um seine Unsterblichkeit auszuleben,
- braucht er ein Zuhause für die Ewigkeit. Es muss ein absolut sicherer Ort sein, damit seine Reichtümer geschützt sind und es soll atemberaubend aussehen. Sein
- Vater Snowfru ist auch ein Gott. Das hier ist eins seiner Werke. Er gilt als der Pharao, der Ägypten den Pyramidenbau gezeigt hat, wobei seine Pyramiden nicht
- ganz perfekt sind. Obs will es besser machen und damit Ägypten zu noch mehr Ruhm verhelfen. Als Nofru stirbt, trauert das ganze Land.
- will die Ägypter neuen Mut schöpfen lassen mit dem vielleicht ambitioniertesten Projekt aller Zeiten. So soll er in Erinnerung bleiben als
- monumentaler Herrscher, der sogar seinen Vater überstrahlt. So ein großes Projekt kann nur ein sehr reiches und gut organisiertes Land
- stemmen. Beides trifft auf Ägypten zu. Das hat vor allem mit dem Nil zu tun. Jedes Jahr überschwemmt die Nilflut die Uferbereiche und sorgt für reichlich
- fruchtbaren Boden. Im alten Ägypten gibt das Nahrung im Überfluss, genug, um die Bevölkerung satt zu halten und ein stehendes Heer zu versorgen. Außerdem
- hat Sops genug Geld, um etwas wirklich außergewöhnliches zu bauen. Aber Geld ist nicht alles. Für das Bauwerk, das ihn unsterblich machen soll, braucht
- auch den besten Architekten. Es gibt nur einen Mann, der dieser Aufgabe gewachsen ist. Kobs Halbbruder Hemi Unu. Ein absolutes Genie seiner
- Zeit und wie gemacht für diesen Job. Doch seine Pyramide soll alles bisherige in den Schatten stellen. Eyunu träumt von einer Pyramide, die größer,
- komplexer und sicherer ist als alles, was je zuvor gebaut wurde. Ein Quantensprung der Ingenieurskunst.
- Er plant eine Pyramide aus massivem Stein. Innen soll es drei Grabkammern geben, die über Gänge verbunden sind. Die erste Grabkammer soll sich unter der
- Erde befinden, für den Fall, dass Jeobs in der frühen Bauphase stirbt. Die zweite wird hinter einer falschen Wand versteckt, damit niemand die Schätze
- darin plündern kann. Zur dritten und am höchsten gelegenen Kammer führt ein majestätischer Gang mit einem beeindruckenden Gewölbe, die große
- Galerie. Diese Königskammer soll ein Meisterwerk der Architektur werden. Es ist die perfekte Gelegenheit für Hemiunu, sein
- Können unter Beweis zu stellen. Für altegyptische Verhältnisse soll die Kammer riesig sein, gebaut aus rosa Granitblöcken, die aus dem weit
- entfernten Steinbruch in Asb stammen und so präzise konstruiert, dass nicht einmal eine Rasierklinge zwischen die Steinblöcke passt. In einem Sarkophag
- aus Granit sollen Chops sterbliche Überreste dann ihre letzte Ruhe finden. Wenn die Pyramide fertig ist, bekommt sie eine Verkleidung aus markelos
- glattem weißen Kalkstein. Sie wird dem Sonnenlicht strahlen und dem Mondlicht schimmern. Zum Schluss bekommt sie eine vergoldete Spitze, das Pyramidion. Dann
- ist Sheobs bereit für die Ewigkeit. Schon die Planung der Pyramiden war eine Meisterleistung. Was damals vermutlich auf Papyos Rollen stand, läuft heute
- alles digital. Das ist kaum weniger kompliziert, aber wenigstens sitzen wir dabei bequem oder noch besser stehen und sitzen. Z.B. am E7 Pro 2026 von
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- Hemion Unionu hat keine Zeit zu verlieren. Die Pyramide soll so schnell wie möglich gebaut werden. Wenigstens eine Grabkammer muss fertig sein, bevor
- Chops stirbt. Für das ganze Projekt rechnet Hemi Unahren Bauzeit. Er kalkuliert, dass er bis zu 25 000 Bauarbeiter braucht. Das ist extrem
- viel, wenn man bedenkt, dass im alten Ägypten nur rund eine Million Menschen leben. Also startet er eine gewaltige Rekrutierungskampagne.
- Aber wie genau wurde die Pyramide gebaut? So richtig weiß es keiner. Seit hunderten Jahren wird darüber spekuliert
- und immer wieder kommen neue Theorien auf, weil Forscher auf neue archäologische Funde stoßen. Mal durch moderne Technik, mal durch Zufall. Es
- gibt eine Reihe von Ansätzen. Uns interessieren vor allem die, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und nicht auf wilden Spekulationen.
- Wir schauen uns drei wissenschaftliche Theorien genauer an. Von simpel überknifflig bis hochkomplex.
- Stell dir vor, du stehst vor einem Steinblock so schwer wie ein Doppeldeckerbus und musst ihn mit ein paar anderen knapp 150 m nach oben
- hiefen. Als Hilfsmittel hast du nur Seile, Holz und ein bisschen Schutt. Der einfachste Weg, um etwas nach oben zu befördern, ist eine Rampe. Man bindet
- ein Seil um den Block und zieht den Stein zusammen hoch. Je höher die Pyramide wird, desto höher und länger muss auch die Rampe sein. Ganz einfach,
- ohne irgendwelche komplizierten Maschinen. Lange Zeit haben die meisten Ägyptologen diese Theorie der Außenrampe unterstützt. Noch immer gilt sie als
- Standardantwort, wie die Erbauer womöglich vorgegangen sein könnten. Auch viele archäologische Funde zeigen, die alten Ägypter haben bei Bauprojekten
- immer wieder große Rampen benutzt. Aber über Größe, Form und Neigungswinkel einer solchen Rampe gibt es bis heute keine einstimmige Meinung, denn ab einer
- bestimmten Höhe geht die Rampentheorie nicht mehr auf. Man braucht ca. 12 Arbeiter um einen 2 tonnen schweren Steinblock die Rampe hochzuziehen. Je
- höher die Pyramide wird, desto steiler oder länger muss die Rampe sein. Sie darf aber nur eine geringe Steigung haben, sonst wäre die Arbeit zu schwer
- und die Leute würden andauernd stürzen. Anhand der Überreste von Arbeiter nimmt man an, dass die meisten in ordentlicher, aber nicht in
- außergewöhnlich guter Verfassung waren. Das waren ganz normale Leute, keine Topathleten. Viele sind schon vor 40 gestorben, weil die Arbeit so hart war.
- Damit normale Arbeiter ihren Job überhaupt schaffen, dürfte die Rampe höchstens 8% Steigung haben. Also muss die Rampe entsprechend länger werden.
- Für eine 147 m hohe Pyramide würde die Rampe damit aber sehr, sehr lang werden, deutlich länger als 1 km. Alleine die Rampe bräuchte mehrere Millionen Tonnen
- Baumaterial, bis zu dreimal so viel wie das Gesamtvolumen der Pyramide. Es gibt keine Überreste, die auf so eine Riesenrampe hindeuten. Außerdem würde
- allein der Bau der Rampe mehrere Jahrzehnte und tausende Arbeiter benötigen. So viel Zeit hatte Sheops nicht.
- Es gibt aber eine Methode für eine kürzere Rampe. Man könnte sie spiralförmig um die Pyramide herum anordnen, wie eine Straße, die sich an
- einem Berg hochschlängelt. Die Rampe würde während des Baus mitwachsen und später Teil der Pyramide werden. Das wäre eine ziemlich geniale Idee, um
- Platz und Material zu sparen. Es würde auch erklären, warum man keine Überreste der Rampe gefunden hat. Gleichzeitig wirft die Theorie neue Fragen auf. Die
- dreieckigen Seiten der Pyramide müssen über die gesamte Höhe hinweg einen Neigungswinkel von exakt 51,9° einhalten. Während des Baus müsste man
- ständig die Kanten vermessen und sicherstellen, dass alles passt. Nur ein paar Zentimeter Abweichung unten und die Pyramide könnte oben mehrere Meter
- daneben liegen. Eine spiralförmige Rampe würde beim Bau die Sicht versperren und es wäre fast unmöglich sicherzustellen, dass die Kanten am Ende gerade sind und
- wir wissen, dass sie eben nicht schiefe Pyramide von Gise heißt, sondern im Gegenteil extrem gleichmäßig ist. Das bringt uns zur zweiten Theorie.
- Die späten 90er. Der französische Ingenieur Ori Odorn sieht einen Dokumentarfilm über die Pyramiden. Darin wird die Theorie der äußeren Rampe
- erklärt. Skeptisch. Für ihn ergibt der Ansatz einfach keinen Sinn. Er ruft seinen Sohn Chanbier Odorn an und will wissen, was
- er als Architekt dazu denkt. Jeanpierre fasziniert das Thema. Er weiß nicht viel über das alte Ägypten und hat die Pyramiden noch nie live gesehen.
- Trotzdem fängt er an sich andere Möglichkeiten zu überlegen, wie man die Steine nach oben transportiert haben könnte. Jahrelang brütet er wie besessen
- über dieser Frage. Dann ist seine Theorie endlich soweit, dass er sie mit Ägyptologen teilt. Die meisten ignorieren ihn. Quereinsteiger werden in
- diesem Bereich nicht wirklich ernst genommen. Doch mit der Zeit gewinnt seine Theorie an Bedeutung. Udonn denkt sich komplett
- in Hemiunu hinein und spielt jedes noch so kleine Detail durch. Seine Theorie könnte sogar erklären, wie selbst die schwersten Granitbalken nach oben
- befördert wurden, ohne dass 600 Arbeiter gleichzeitig schuften mussten. Laut Odon nutzt Hemi Unu tatsächlich eine Außenrampe für den ersten Teil der
- Pyramide bis zu einer Höhe von etwa 60 m. Die Rampe lässt er nicht aus Schutt bauen, sondern aus Kalkstein. Die gleichen Kalksteinblöcke, aus denen
- später der obere Teil der Pyramide gebaut wird. Das würde auch erklären, warum man keine Überreste einer Rampe gefunden hat. Sie sind direkt vor
- unserer Nase. Die kurze Außenrampe dient dazu, die breiten unteren Ebenen der Pyramide zu bauen und um die schweren Granitbalken für die Königskammer nach
- oben zu transportieren. Aber hunderte Arbeiter, die einen 50 Tonnen Block auf engem Raum bewegen, das ist logistisch kaum möglich. Modorn
- glaubt, die große Galerie war Teil eines ausgeklügelten Systems. Seiner Meinung nach wurde der 46 m lange Gang für einen Mechanismus aus Gegengewichten
- eingesetzt. Dieser Mechanismus soll sich gegenüber der äußeren Rampe befunden haben. Mit Hilfe von Gegengewichten sollen die
- Granitblöcke einfacher nach oben zur Königskammer bewegt worden sein. Die große Galerie ist ein ziemlich merkwürdiger Raum in der CEspyramide.
- Einige Fragen bereiten Archäologen schon lange Kopf zerbrechen. Z.B. warum sie so hoch und schmal ist und warum sich entlang der Wände steinernde Bänke
- befinden. Odon glaubt, die große Galerie habe dabei geholfen, die schwersten Steine mit einer Art Schienensystem zu bewegen. Die Steinbänke sind seiner
- Meinung nach als Schienen für Wagen auf Holzrollen genutzt worden. Räder gab es damals noch nicht. Das Prinzip geht in etwa so. Ein riesiger Granitblock wird
- unten an der Außenrampe an ein Seil befestigt und mit einem Wagen oben in der großen Galerie verbunden. Der Wagen wiederum ist selbst mit schweren Steinen
- beladen. Sobald der Wagen die große Galerie herunterrollt, bewegt sich der massive Granitblock über die Außenrampe nach oben. Es gibt sogar
- Abnutzungsspuren in der Galerie, die darauf hindeuten, dass hier offenbar schwere Lasten bewegt wurden. Gut möglich also, dass man diesen
- ungewöhnlichen Gang tatsächlich derartig genutzt haben könnte. Sobald die tonnenschweren Granitbalken erstmal an Ort und Stelle sind, hat die Außenrampe
- ausgedient. Ab dieser Höhe der Pyramide ist die Rampe einfach nicht mehr sinnvoll. Also wird die Strategie geändert. Die Außenrampe wird abgebaut
- und die Blöcke genutzt, um den Rest der Pyramide von innen zu errichten mit einer inneren Rampe. So ähnlich wie die Auffahrt in einem Parkhaus, die
- spiralförmig nach oben führt. Diese zweite Rampe ist laut Udorn von unten nach oben gebaut worden mit einer Steigung von etwa 7%. Sie verläuft erst
- geradeaus, bis sie auf eine der Pyramidenseiten trifft. Dann geht es scharf links ab und an der nächsten Seite entlang weiter nach oben. Immer
- mit der gleichen Steigung. Die einzelnen Abschnitte der Rampe werden dabei immer kürzer, je schmaler die Pyramide wird. Von ganz unten bis ganz nach oben ist
- die innere Rampe über 1 km lang. Es war möglich, schwere Steine über so eine Rampe nach oben zu transportieren, vor allem wenn man sie mit einem Schlitten
- über den glatten Kalkstein zieht. Aber jedes Mal, wenn die Rampe um eine Ecke biegt, müssen auch die Steinblöcke die Richtung ändern. Eine extrem schwierige
- Aufgabe für die Arbeiter. Laut Udons Berechnungen müsste die Rampe schmaler als 3 m sein. Das reicht aber nicht aus, um die Steinblöcke zu drehen. Seiner
- Theorie nach hat es am Ende jedes Rampenabschnitts eine große offene Fläche gegeben, wo die Arbeiter den Stein wenden konnten. Vielleicht haben
- sie dafür Holzhebel oder Kräne benutzt. Die offenen Flächen waren außerdem perfekt, um Pausen einlegen zu können. Tatsächlich gibt es auch Hinweise auf
- genauso einen Bereich. Eine vorher unerklärbare Lücke in etwa 83 m Höhe entspricht genau Udons Angaben, wie so eine Fläche ausgesehen haben könnte.
- Udons Theorien zur großen Galerie und zur inneren Rampe liefern mögliche Antworten auf zwei der größten Rätsel der Pyramide, wie man 2 tonnen schwere
- Steinblöcke auf so eine Höhe gebracht hat und wie man 50 Tonnen Balken befördern konnte, ohne den Platz für Hunderte von Arbeitern zu haben, die man
- dafür eigentlich gebraucht hätte. Wenn er recht hat, wäre der Entwurf einer solchen Rampe hochkomplex gewesen. Der Verlauf hätte extrem sorgfältig geplant
- werden müssen, damit die Rampe keine der Gänge oder Kammern in der Pyramide kreuzt. Gegner seiner Theorie finden entweder die archäologischen Beweise
- nicht überzeugend oder halten die innere Rampe für zu kompliziert. Viele vertreten weiterhin die Theorie der Außenrampe, schlicht, weil sie einfacher
- ist. Aber die alten Ägypter waren meisterhafte Handwerker und in vielen Bereichen außergewöhnlich präzise. Warum nicht auch beim Entwurf eines komplexen
- Rampensystems. Und vielleicht war der Bau der Pyramide von Ge sogar noch viel komplexer als das.
- 2024 verkünden zahlreiche Zeitungen, dass das Geheimnis der Pyramiden endlich gelüftet sei, dank brandneuer archäologischer Funde. Demnach sei der
- Nil der Schlüssel, um den Pyramidenbau zu verstehen. Heute liegt das Gise Plateau in einem trockenen Streifen der Sahara, Kilometer
- von den üppigen Niilufern entfernt. Aber zur Zeit des Pyramidenbaus könnte es dort ganz anders ausgesehen haben. In einer Studie aus dem Jahr 2024 haben
- Forscher Radar Satellitenbilder mit tiefen Bodenbohrungen kombiniert. Dabei sind sie auf einen scheinbar längst verschwundenen Seitenarm des Nils
- gestoßen, der damals vermutlich an den meisten Pyramiden entlang geflossen ist. Womöglich haben sich die Erbauer der Pyramide diesen Flussarm zu Nutze
- gemacht. Statt die schweren Steine aus einem entfernten Steinbruch anzuschleppen, könnten sie sie über den Wasserlauf direkt zum Fuß der Pyramide
- befördert haben. Es klingt erstmal plausibel, dass man den Nil genutzt haben könnte, um die Steinblöcke horizontal zu transportieren. Aber was
- ist mit dem Transport nach oben? Eine andere Studie aus 2024 liefert eine umstrittene Theorie. Die alten Ägypter könnten die schweren Steine mit Hilfe
- von Hydraulik nach oben befördert haben, konkret mit einem wasserbetriebenen Aufzug. Die Idee ist nicht neu. Lange haben
- anerkannte Ägyptologen solche Theorien aber als Randerscheinung und unseriös abgetan, als wilde Spekulationen von sogenannten Pyramidioten.
- Die Idee klingelt zwar interessant, es gäbe aber null Beweise dafür. Na ja, vielleicht bis jetzt. Wissenschaftler aus verschiedenen
- Forschungseinrichtungen haben Hinweise gefunden. Die älteste ägyptische Pyramide könnte tatsächlich mit einem schwimmenden Holzaufzug gebaut worden
- sein. Der soll schwere Steine mit deutlich weniger Muskelkraft nach oben befördert haben. So in etwa könnte der hydraulische Aufzug funktioniert haben.
- Regen und Hochwasser werden in der Nähe der Pyramide gesammelt und wie durch einen Damm aufgestaut. Unterirdische Kanäle leiten das Wasser dann in einen
- Schacht. Der führt von genau mittig unterhalb der Pyramide nach oben, wie bei einem Vulkan. Auf der Wasseroberfläche im Schacht schwimmt
- eine schwere Holzplattform. Die Arbeiter beladen sie unten mit schweren Steinen. Dann öffnen oder schließen sie Ventile am Boden des Schachts, damit Wasser rein
- oder rausströmen kann. So lassen sich die Wasserstände ändern und die Holzplattform steigt oder sinkt wie ein Aufzug. Mit dieser Technik könnten Sie
- Höhen von mindestens 17 m erreicht haben. Die Arbeiter laden die Steine dann oben ab und bauen die Pyramide von innen nach außen. Die Wissenschaftler
- der Studie sind überzeugt, dass ihre Theorie eine ganz neue Forschungsrichtung zum Pyramidenbauer öffnet. Vielleicht ist auch die große
- Pyramide so gebaut worden. Laut dem Hauptautor der Studie könnte diese Theorie zudem erklären, warum spätere Pyramiden kleiner sind als die Chops
- Pyramide. Mit der Zeit sei das Klima in der Region trockner geworden und die Pyramidenbauer hätten nicht mehr genug Wasser für ein hydraulisches Hebesystem
- gehabt. Daher wären sie beim Transport der schweren Steine wieder auf reine Muskelkraft angewiesen gewesen. Aber ist die Theorie wasserfest?
- Experten sind größtenteils skeptisch. Die Pyramide in der Studie ist kleiner als die große Pyramide und sie ist aus viel leichteren Steinen gebaut. Wenn es
- beim Bau der Cheopspyramide tatsächlich einen hydraulischen Aufzug gegeben hätte, dann hätte er deutlich größer und vermutlich komplexer sein müssen. Bisher
- hat man aber keinen vergleichbaren Schacht in der großen Pyramide von Gise gefunden. Rampen hingegen findet man bei Ausgrabungen immer wieder. Deshalb
- setzen die gängigsten Theorien weiterhin auf irgendeine Art von Rampe als wichtigstes Bauprinzip. Frank Müller Römer, ein Ägyptologe, mit
- dem wir für dieses Video gesprochen haben, meint, es könnte vielleicht mehrere kleinere Rampen an allen Seiten der Pyramide gegeben haben, um die
- Bauzeit zu verkürzen. Bis heute gibt es keine allgemein akzeptierte Theorie, wie die Pyramiden gebaut wurden. Die große Pyramide von Gise ist das einzige noch
- erhaltene Weltwunder der Antike. Sie ist so alt, dass schon Kleopatra sie für uralt hielt. Das Seltsame ist, obwohl sie schon so lange existieren, hat man
- nie Baupläne zu den Pyramiden gefunden. Dabei haben die alten Ägypter wirklich alles dokumentiert. Es gibt Steuerunterlagen, Liebesgedichte und
- sogar 4000 Jahre alte Quittungen für Eselfutter. Aber Papyrusrollen mit Bauplänen für die Pyramiden Fehlanzeige, nichts. Ob die Pläne verloren gegangen
- sind, versteckt oder sogar absichtlich zerstört wurden, ist nicht geklärt. Was wir aber bisher wissen, ist auch schon ziemlich unglaublich.
- 2017 haben Forscher einen mysteriösen Hohlraum in der großen Pyramide entdeckt, den bisher noch niemand betreten hat, nicht mal Mr. Beast.
- Einige Archäologen halten den riesigen Hohlraum für nicht besonders geheimnisvoll. Er sei wahrscheinlich einfach als
- statische Entlastung gebaut worden, damit die Kammern im Innern nicht einstürzen. Andere sind der Meinung, der Hohlraum könne Udons Idee von
- Gegengewichten in der großen Galerie unterstützen und wieder andere vermuten, es könnte Chops eigentliche Grabstätte sein, denn das ist das andere große
- ungelöste Rätsel der Pyramide. Jeovs Mumie und all seine Schätze wurden nie gefunden. Der mysteriöse Hohlraum ist jedenfalls nicht das letzte
- Geheimnis der großen Pyramide von Gise Cheers.
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