Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Die bezahlte Zivilgesellschaft
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 66 Zeilen
- Früher war die Sache klar, die Zivilgesellschaft war der Bereich, in dem wir Bürger einfach wir selbst waren, fernabatlichen
- Vorschriften oder dem Profitstreben der Wirtschaft. Es war der Fußballverein, die Nachbarschaftshilfe oder die unabhängige Bürgerinitiative. Ein freier
- Raum, in dem das Volk sagte, was es dachte. Heute erleben wir jedoch einen raffinierten Trick mit der Sprache. Der Begriff Zivilgesellschaft wird förmlich
- umprogrammiert. Stellen Sie sich das wie einen Bauchredner vor. Der Staat ist der Bauchredner. Die unabhängigen
- Organisationen sind seine Puppe. Wenn wir heute das Wort Zivilgesellschaft aus dem Munde von Politik, Medien, Schulen und Universitäten hören, spricht oft gar
- nicht mehr das Volk. Stattdessen hat der Staat viele dieser Organisationen finanziell und ideologisch so eng an sich gebunden, [räuspern]
- dass sie nur noch das wiederholen, was die Regierung ohnehin hören will. Früher war die Zivilgesellschaft ein Korrektiv zum Staat, ein pulierendes Herz. Heute
- wird sie oft zu einem verlängerten Arm der Politik, wo früher echte Unabhängigkeit herrschte, wird heute staatliche Ideologie hineingepumpt.
- Man nutzt das positive Image des Wortes Zivilgesellschaft, um staatliche Ziele so ausziehen zu lassen, als kämen sie direkt aus der Mitte der Bürger. Kurz
- gesagt, der Staat klatscht sich durch seine Helfer selbstbeifall. Früher war die Idee der Bürgergesellschaft wie ein Schutzwall. Sie war ein Freiraum, der
- den einzelnen davor bewahrte, komplett vom Staat kontrolliert zu werden. In Vereinen oder Initiativen kamen Menschen nicht zusammen, weil sie einen Befehl
- oder Geld bekamen, sondern weil sie es wollten. Hier zählten keine parteipolitischen Ideologien, sondern das echte Leben. Nachbarschaft,
- gemeinsame Traditionen und Leidenschaft. Es war der Ort, an dem Engagement organisch wuchs und Zusammenhalt nicht mit Geld erkauft wurde. Heute beobachten
- wir jedoch, wie dieser freie Raum systematisch vom Staat übernommen wird. Schaut man sich die heutige Zivilgesellschaft genauer an, sieht man
- unzählige Organisationen, NGOs, die zwar nicht Regierungsorganisationen heißen, aber fast ihr gesamtes Geld direkt von der Regierung beziehen. Statt
- einer echten Bürgerbewegung ist eine Haltungszivilgesellschaft entstanden. Sie funktioniert wie ein verlängerter Arm der Politik. Es
- entstehen künstliche Mehrheiten. Der Staat füttert gezielt jene Gruppen mit Steuergeldern, die ohnehin die Pläne der Regierung unterstützen. Das Ganze ist
- eine Art demokratische Selbstbedienung. Der Staat finanziert den Protest auf der Straße quasi selbst, um sich später diesem Druck der Öffentlichkeit
- scheinbar beugen zu können. So werden radikale Änderungen legitimiert, die eigentlich von oben gewollt sind. Diese Organisationen sind kein Korrektiv mehr,
- dass der Regierung kritisch auf die Finger schaut. Sie sind zu Echokammern der Macht geworden. Sie rufen das zurück, was Parteipolitiker vorgesagt
- haben, tun aber so, als käme diese Stimme direkt aus der Mitte des Volkes. In dieser neuen gesellschaftlichen Ordnung gibt es eine klare Rangordnung
- der Moral. Ganz oben stehen die Profiaktivisten in den Großstädten. Sie kennen sich bestens mit Fachbegriffen aus, schreiben wichtige Berichte und
- sind auf großen Konferenzen vertreten. Ihr eigentlicher Job ist es darauf zu achten, dass nur die richtige Meinung zählt und sich immer wieder neue
- staatliche Fördergelder zu sichern. Ganz unten stehen dagegen die Menschen, die das Land am Laufen halten. Obwohl sie das Fundament unserer Gesellschaft
- bilden, werden sie kaum noch beachtet. In der Politik spielen sie meist nur noch dann eine Rolle, wenn man sie für schöne Bilder in Wahlkampfprospekten
- braucht. Stellen wir uns dabei Menschen vor, die sich einfach so für andere einsetzen. Z.B. die Rentnerin. Sie hilft seit vielen Jahren freiwillig in einer
- Bücherei aus. Ihr geht es nicht um große Veränderungen in der Welt. Sie macht es, weil sie Bücher schätzt und sich freut, wenn Kinder etwas Neues lernen. Der
- Feuerwehrmann steht mitten in der Nacht bei Regen auf, um das Haus eines Fremden vor dem Feuer zu retten. Das ist reine Hilfsbereitschaft, ohne jede
- Hintergedanken. Der Trainer oder der Fahrtfinder, sie verbringen ihr Wochenende auf dem Sportplatz oder im Wald. Dabei bringen
- sie Jugendlichen wichtige Werte bei, wie man selbständig wird, wie man im Team zusammenarbeitet mit Niederlagen umgeht und wie man respektvoll mit der Natur
- umgeht. Diese Menschen handeln nicht aus einer politischen Überzeugung heraus. Sie tun es einfach, weil es richtig und wichtig für die Gemeinschaft ist.
- Diese Menschen zeigen, was echter Einsatz für die Gesellschaft bedeutet. Doch in der heutigen Politik werden sie oft ignoriert. Der Grund: Sie passen
- nicht in das aktuelle politische Schema. Sie setzen sich nicht für modische Ideologien ein und nutzen nicht die typischen Schlagwörter moderne
- Aktivisten. Stattdessen kümmern sie sich um das Wesentliche. Sie löschen Brände, verleihen Bücher oder trainieren Jugendliche. Ein
- Sportverein, der sich einfach nur auf den Sport konzentriert, ohne spezielle politische Demokratie Förderprogramme oder Quoten, wird heute oft skeptisch
- betrachtet und oft als unwichtig abgestempelt. Es ist respektlos gegenüber allen Ehrenamtlichen, wenn ihre bescheidene praktische Arbeit
- weniger zählt, als das laute Auftreten von bezahlten Lobbyisten oder Kampagnenaktivisten. Hier wird die Theorie von Antonio
- Gramski lebendig. Sein Argument: Macht bekommt man nicht nur durch Wahlen und das Parlament. Es ist genauso wichtig, Einfluss in der
- Gesellschaft zu gewinnen, z.B. in Vereinen, Medien oder Schulen. Wer bestimmt, was als gut und modern gilt und was als veraltet oder böse abgelehnt
- wird, beherrscht das Denken der Menschen. So wird festgelegt, worüber man überhaupt noch offen sprechen darf, ohne gesellschaftlich ausgegrenzt zu
- werden. Man nennt das auch das Streben nach der kulturellen Vorherrschaft. Wer sich heute ehrenamtlich engagiert, z.B. Im Schützenverein oder in der Kirche
- gerät oft unerwartet und Rechtfertigungsdruck. Es wird ständig verlangt, Haltung zu zeigen. Früher war damit eine feste
- eigene Meinung gemeint. Heute wirkt es eher wie die Forderung, sich brav der aktuellen Modemeinung anzupassen. In der Praxis führt es dazu, dass
- Vereine ihre Unabhängigkeit aufgeben, um so zu sein, wie der Staat es gerne hätte. Wer da nicht mitmacht, verliert oft Fördergelder oder wird
- gesellschaftlich ausgegrenzt. So wird aus unserer bunten Gesellschaft immer mehr ein Ort, an dem alle dasselbe denken und tun sollen.
- Diese Entwicklung schwächt unser Miteinander massiv. Wir zerstören den Zusammenhalt, der eine Gesellschaft eigentlich ausmacht. Echter Einsatz für
- andere entsteht nicht durch Befehle von oben, sondern aus Leidenschaft, Treue und Gemeinschaft und eigener Verantwortung. Dafür braucht es weder
- Geld vom Staat noch Vorschriften aus einem fernen Ministerium. Im Gegenteil, wenn der Staat sich hier zu sehr einmischt, wirkt das oft wie Gift. Es
- zerstört das gegenseitige Vertrauen der Menschen. Wenn der Staat beginnt, sich massiv in das Privatleben und die Organisationen der Menschen
- einzumischen, geschieht das oft durch Geld und feste politische Vorgaben. Man könnte sagen, der Staat besetzt Bereiche, die eigentlich unabhängig sein
- sollten. Dadurch verlieren Vereine, Verbände und Initiativen ihre Freiheit. Anstatt stolze Bürger dem Staat selbstbewusst
- gegenüberstehen, werden sie zu Empfängern von Fördergeldern. Sie werden zu Bitstellern, die auf das Wohlwollen der Politik angewiesen sind, um
- finanziell zu überleben. Eigentlich sollte die Zivilgesellschaft also wir alle in unseren Ehrenämtern, Vereinen oder Gruppen eine Kontrollinstanz
- gegenüber der Macht sein. Die Zwiegesellschaft ist stattdessen viel mehr eine Kulisse, hinter der sich die politische Macht versteckt, um sich von
- um sich vor echter Kritik zu schützen. Wenn jemand die Regierung kritisiert, wird das nicht mehr sachlich diskutiert, sondern als Angriff auf die gesamte
- Gesellschaft oder die demokratischen Werte umgedeutet. Kritik wird oft als unbürgerlich oder sogar feindsäelig abgestempelt. Beinder steckt eine sehr
- wirksame Methode. Die Politik erklärt ihre eigenen Ansichten einfach zum allgemeinen Standard, also zu dem, was angeblich alle guten Bürger denken. Wer
- der Regierung zustimmt, gehört dazu. Wer eine andere Meinung vertritt, wird automatisch zum Außenseiter erklärt. Man schafft so künstlich einen Zustand, in
- dem es so aussieht, als gäbe es gar keinen legitimen Widerstand mehr. Wer widerspricht, steht plötzlich nicht mehr. nur gegen die Politik, sondern
- angeblich gegen die gesamte Gesellschaft. Wir müssen uns wieder darauf besinnen, was eine Gemeinschaft wirklich ausmacht. Menschen, die einfach
- helfen, weil sie es wollen, ohne eine politische Absicht dahinter. Wenn die Feuerwehrfrau oder der Trainer im Sportverein nur noch danach beurteilt
- werden, ob sie politisch richtig denken, hören sie irgendwann auf. Damit verlieren wir die Seele unserer Freiheit. Eine Gesellschaft funktioniert
- nicht mehr, wenn sie nur noch aus Leuten besteht, die vom Staat bezahlt werden oder strickt, dessen Vorgaben folgen. Wenn der Staat alles vorgibt, gibt es
- keinen Platz mehr für eigene Ideen und echtes Engagement. Eine solche Gesellschaft ist innerlich tot, weil die Freiheit des Einzelnen fehlt. Kurz
- gesagt, echte Gemeinschaft lebt davon, dass Menschen freiwillig und aus eigener Kraft anpacken, anstatt nur staatliche Anweisungen auszuführen. Wenn Sie mehr
- zu diesem Thema wissen wollen, dann empfehle ich Ihnen in meinem Video, das finden Sie hier, wie Ideologie unsere Demokratie zersetzt. Viel Spaß dabei.
Zum Nachlesen
ZivilgesellschaftZivilgesellschaft bezeichnet umgangssprachlich einen Teilbereich der gesellschaftlichen Öffentlichkeit, in dem in Abgrenzung von Staat und Privatwirtschaft …
BürgergesellschaftUnter Bürgergesellschaft oder Zivilgesellschaft wird in den westlichen Demokratien eine Gesellschaftsform verstanden, welche durch die aktive Partizipation …