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Antigenpräsentation - Biochemie - AMBOSS Video
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 23 Zeilen
- Antigen Praesentation Ein Schluesselmerkmal des Immunsystems ist seine Faehigkeit, koerpereigen von koerperfremd
- zu unterscheiden. Diese Faehigkeit ist deshalb so wichtig, weil der Koerper permanent Pathogenen, wie beispielsweise
- Viren, ausgesetzt ist. Um koerperfremde Faktoren fuer das Immunsystem erkennbar zu machen, koennen den Abwehrzellen
- Antigene praesentiert werden. Wird das Antigen erkannt, dann leitet der Koerper eine schuetzende Immunantwort ein.
- Fuer die Antigenpraesentation auf der Zelloberflaeche gibt es zwei Klassen von Proteinen: die MHC-Klasse-I- und die MHC-Klasse-II-Molekuele.
- Die Abkuerzung MHC steht fuer Haupthistokompatibilitaetskomplex. Dieser sperrige Begriff verweist auf die Bedeutung der Molekuele fuer die Kompatibilitaetsbestimmung
- von Organtransplantaten. Lass uns zunaechst schauen, wie die Antigenpraesentation durch MHC-I-Molekuele ablaeuft.
- Zytosolische Proteine werden im Proteasom abgebaut. Dabei entstehen kurze Peptide, die ungefaehr 15 Aminosaeuren lang sind.
- Die Peptide gelangen mithilfe eines sogenannten TAP-Transporters ins Endoplasmatische Retikulum, wo dieser, vermittelt durch verschiedene Helferproteine, an MHC-I-Molekuele binden kann.
- Sobald eines der Peptide an ein MHC-I-Molekuel bindet, loesen sich Helferproteine und TAP-Transporter aus dem Komplex.
- Das mit dem Peptid-Antigen beladene MHC-I-Molekuel wird nun in einem Vesikel ueber den Golgi-Apparat zur Zelloberflaeche transportiert.
- Dort verschmilzt das Vesikel mit der Zellmembran, so dass der Komplex aus Antigen und MHC-I Molekuel in den Extrazellulaerraum ragt und nun von Effektor-CD8-Zellen erkannt werden
- kann. Nun zur Antigenpraesentation durch MHC-II-Molekuele: Exogene Antigene werden von Zellen mittels
- Endozytose aufgenommen. Im Endosom kommen die Antigene mit MHC-II-Molekuelen in Kontakt, deren Bindungsstellen zunaechst
- noch durch kleine Molekuele blockiert werden. Diese werden jedoch mittels eines ebenfalls im Endosom vorliegenden Helferproteins gegen
- die Antigene ausgetauscht. Anschliessend werden die Komplexe aus Antigen und MHC-II-Molekuel im Vesikel zur Zelloberflaeche
- transportiert und gelangen dort in den Extrazellulaerraum. Sie koennen nun von CD4-T-Helferzellen erkannt werden.
- Du fragst dich jetzt vielleicht warum es zwei verschiedene Mechanismen zur Antigenpraesentation gibt.
- Nun, dies hat mit dem Ursprung der praesentierten Antigene zu tun: Antigene, die von MHC-I-Molekuelen praesentiert werden, stammen in der Regel aus dem Inneren
- der Zelle und werden daher auch als endogene Antigene bezeichnet. Zu diesen gehoeren unter anderem die normalen koerpereigenen Faktoren, die von Krebszellen
- gebildeten Neoantigene, aber auch die bei einer Virusinfektion in der Zelle abgebauten viralen Komponenten.
- Die von den MHC-II-Molekuelen praesentierten Antigene werden hingegen aus der Umgebung der Zelle aufgenommen und sind damit koerperfremd.
- Sie werden als exogene Antigene bezeichnet, zu denen unter anderem auch Fragmente von Bakterien gehoeren.
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