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Antigenpräsentation - Biochemie - AMBOSS Video

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Das Wichtigste aus dem Video

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  1. Antigen Praesentation Ein Schluesselmerkmal des Immunsystems ist seine Faehigkeit, koerpereigen von koerperfremd
  2. zu unterscheiden. Diese Faehigkeit ist deshalb so wichtig, weil der Koerper permanent Pathogenen, wie beispielsweise
  3. Viren, ausgesetzt ist. Um koerperfremde Faktoren fuer das Immunsystem erkennbar zu machen, koennen den Abwehrzellen
  4. Antigene praesentiert werden. Wird das Antigen erkannt, dann leitet der Koerper eine schuetzende Immunantwort ein.
  5. Fuer die Antigenpraesentation auf der Zelloberflaeche gibt es zwei Klassen von Proteinen: die MHC-Klasse-I- und die MHC-Klasse-II-Molekuele.
  6. Die Abkuerzung MHC steht fuer Haupthistokompatibilitaetskomplex. Dieser sperrige Begriff verweist auf die Bedeutung der Molekuele fuer die Kompatibilitaetsbestimmung
  7. von Organtransplantaten. Lass uns zunaechst schauen, wie die Antigenpraesentation durch MHC-I-Molekuele ablaeuft.
  8. Zytosolische Proteine werden im Proteasom abgebaut. Dabei entstehen kurze Peptide, die ungefaehr 15 Aminosaeuren lang sind.
  9. Die Peptide gelangen mithilfe eines sogenannten TAP-Transporters ins Endoplasmatische Retikulum, wo dieser, vermittelt durch verschiedene Helferproteine, an MHC-I-Molekuele binden kann.
  10. Sobald eines der Peptide an ein MHC-I-Molekuel bindet, loesen sich Helferproteine und TAP-Transporter aus dem Komplex.
  11. Das mit dem Peptid-Antigen beladene MHC-I-Molekuel wird nun in einem Vesikel ueber den Golgi-Apparat zur Zelloberflaeche transportiert.
  12. Dort verschmilzt das Vesikel mit der Zellmembran, so dass der Komplex aus Antigen und MHC-I Molekuel in den Extrazellulaerraum ragt und nun von Effektor-CD8-Zellen erkannt werden
  13. kann. Nun zur Antigenpraesentation durch MHC-II-Molekuele: Exogene Antigene werden von Zellen mittels
  14. Endozytose aufgenommen. Im Endosom kommen die Antigene mit MHC-II-Molekuelen in Kontakt, deren Bindungsstellen zunaechst
  15. noch durch kleine Molekuele blockiert werden. Diese werden jedoch mittels eines ebenfalls im Endosom vorliegenden Helferproteins gegen
  16. die Antigene ausgetauscht. Anschliessend werden die Komplexe aus Antigen und MHC-II-Molekuel im Vesikel zur Zelloberflaeche
  17. transportiert und gelangen dort in den Extrazellulaerraum. Sie koennen nun von CD4-T-Helferzellen erkannt werden.
  18. Du fragst dich jetzt vielleicht warum es zwei verschiedene Mechanismen zur Antigenpraesentation gibt.
  19. Nun, dies hat mit dem Ursprung der praesentierten Antigene zu tun: Antigene, die von MHC-I-Molekuelen praesentiert werden, stammen in der Regel aus dem Inneren
  20. der Zelle und werden daher auch als endogene Antigene bezeichnet. Zu diesen gehoeren unter anderem die normalen koerpereigenen Faktoren, die von Krebszellen
  21. gebildeten Neoantigene, aber auch die bei einer Virusinfektion in der Zelle abgebauten viralen Komponenten.
  22. Die von den MHC-II-Molekuelen praesentierten Antigene werden hingegen aus der Umgebung der Zelle aufgenommen und sind damit koerperfremd.
  23. Sie werden als exogene Antigene bezeichnet, zu denen unter anderem auch Fragmente von Bakterien gehoeren.

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