Antigenpräsentation - Biochemie - AMBOSS Video AMBOSS DE https://www.youtube.com/watch?v=NHunyKjEf6c Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Antigen Praesentation Ein Schluesselmerkmal des Immunsystems ist seine Faehigkeit, koerpereigen von koerperfremd 0:16 zu unterscheiden. Diese Faehigkeit ist deshalb so wichtig, weil der Koerper permanent Pathogenen, wie beispielsweise 0:23 Viren, ausgesetzt ist. Um koerperfremde Faktoren fuer das Immunsystem erkennbar zu machen, koennen den Abwehrzellen 0:30 Antigene praesentiert werden. Wird das Antigen erkannt, dann leitet der Koerper eine schuetzende Immunantwort ein. 0:38 Fuer die Antigenpraesentation auf der Zelloberflaeche gibt es zwei Klassen von Proteinen: die MHC-Klasse-I- und die MHC-Klasse-II-Molekuele. 0:51 Die Abkuerzung MHC steht fuer Haupthistokompatibilitaetskomplex. Dieser sperrige Begriff verweist auf die Bedeutung der Molekuele fuer die Kompatibilitaetsbestimmung 1:00 von Organtransplantaten. Lass uns zunaechst schauen, wie die Antigenpraesentation durch MHC-I-Molekuele ablaeuft. 1:09 Zytosolische Proteine werden im Proteasom abgebaut. Dabei entstehen kurze Peptide, die ungefaehr 15 Aminosaeuren lang sind. 1:18 Die Peptide gelangen mithilfe eines sogenannten TAP-Transporters ins Endoplasmatische Retikulum, wo dieser, vermittelt durch verschiedene Helferproteine, an MHC-I-Molekuele binden kann. 1:29 Sobald eines der Peptide an ein MHC-I-Molekuel bindet, loesen sich Helferproteine und TAP-Transporter aus dem Komplex. 1:38 Das mit dem Peptid-Antigen beladene MHC-I-Molekuel wird nun in einem Vesikel ueber den Golgi-Apparat zur Zelloberflaeche transportiert. 1:47 Dort verschmilzt das Vesikel mit der Zellmembran, so dass der Komplex aus Antigen und MHC-I Molekuel in den Extrazellulaerraum ragt und nun von Effektor-CD8-Zellen erkannt werden 1:59 kann. Nun zur Antigenpraesentation durch MHC-II-Molekuele: Exogene Antigene werden von Zellen mittels 2:07 Endozytose aufgenommen. Im Endosom kommen die Antigene mit MHC-II-Molekuelen in Kontakt, deren Bindungsstellen zunaechst 2:15 noch durch kleine Molekuele blockiert werden. Diese werden jedoch mittels eines ebenfalls im Endosom vorliegenden Helferproteins gegen 2:23 die Antigene ausgetauscht. Anschliessend werden die Komplexe aus Antigen und MHC-II-Molekuel im Vesikel zur Zelloberflaeche 2:31 transportiert und gelangen dort in den Extrazellulaerraum. Sie koennen nun von CD4-T-Helferzellen erkannt werden. 2:38 Du fragst dich jetzt vielleicht warum es zwei verschiedene Mechanismen zur Antigenpraesentation gibt. 2:45 Nun, dies hat mit dem Ursprung der praesentierten Antigene zu tun: Antigene, die von MHC-I-Molekuelen praesentiert werden, stammen in der Regel aus dem Inneren 2:55 der Zelle und werden daher auch als endogene Antigene bezeichnet. Zu diesen gehoeren unter anderem die normalen koerpereigenen Faktoren, die von Krebszellen 3:04 gebildeten Neoantigene, aber auch die bei einer Virusinfektion in der Zelle abgebauten viralen Komponenten. 3:11 Die von den MHC-II-Molekuelen praesentierten Antigene werden hingegen aus der Umgebung der Zelle aufgenommen und sind damit koerperfremd. 3:19 Sie werden als exogene Antigene bezeichnet, zu denen unter anderem auch Fragmente von Bakterien gehoeren.