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Bestandteile des Immunsystems - Einführung
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 66 Zeilen
- Das Immunsystem ist das Abwehrsystem unseres Körpers. Wir sind überall und zu jeder Zeit einer riesen Menge von
- Krankheitserregern ausgesetzt, wie z.B. Bakterien, Wiren, Pilzen, Parasiten und den Giftstoffen, die von ihnen
- produziert werden. Es schützt uns außerdem vor körper fremden Substanzen wie etwa Asbest oder Schwermetallen wie
- Blei, Quecksilber und zerstört fehlerhafte Körperzellen, die nicht mehr gescheit funktionieren. Das sind also
- die ganzen Angreifer, die unseren Körper krank machen wollen. Schreibt uns mal in die Kommentare, was eurer Meinung nach
- die schlimmste Krankheit ist und von welchem Erreger sie ausgelöst wird. Zum Glück besitzen wir gegen diese ganzen
- Keime und Substanzen ein ausgeklügeltes Amweersystem, das uns schützt so gut es geht. Die erste Hürde, die die Angreifer
- überwinden müssen und an der schon viele scheitern, sind die mechanischen und physiologischen Barrieren. Die sorgen
- dafür, dass die Krankheitserreger erst gar nicht in unseren Körper eindringen können. Unsere Haut z.B. verhindert mit
- ihrem dünnen Säuremantel aus Schweiß und Talk, das Keime in den Körper gelang. Das Wachstum von schädlichen Bakterien
- und Pilzen wird durch diesen Schutzfilm ebenfalls gehemmt. Auch unsere Schleimhäute, die filternden Härchen in
- unserer Nase, Enzyme im Speichel oder in der Tränenflüssigkeit, unsere Magensäure und noch viele weitere Kandidaten
- bekämpfen Krankheitserreger als erstes und verhindern ihr Eindringen in den Körper. Sollten die Keime dann doch mal
- in unseren Körper gelangen, sind sie zwei Arten von Abwehrsystem gegenübergestellt. Da gibt es zum einen
- die angeborene und spezifische Immunabwehr und die erworbene spezifische Abwehr. Bei beiden Systemen
- unterscheidet man einen zellulären und einen humoralen Anteil. Der zelluläre Anteil besteht aus einzelnen
- Abwehrzellen. Das Wort humoral bezieht sich auf die Körperflüssigkeiten. Es handelt sich beim humoralen Anteil also
- um Abwehrstoffe, die in Flüssigkeiten wie dem Plasma oder der Lymphfflüssigkeit gelöst sind. Das
- unspezifische Abwehrsystem ist bei jedem gesunden Menschen angeboren, sofort einsatzbereit und antigen unabhängig.
- Kurz vorweg, Antigene sind bestimmte wiedererkennbare Strukturen an körperfremden Stoffen, auf die das
- Immunsystem reagiert. Außerdem bildet das unspezifische System kein Gedächtnis aus. Keine Angst, falls ihr jetzt nicht
- alles verstanden habt, dieses Video liefert nur einen Überblick über das Immunsystem. Genaue Erklärungen,
- Vertiefungen, noch mehr Details folgen dann in den nächsten Videos. Also dran bleiben. Der zelluläre Anteil der
- unspezifischen Immunabwehr besteht wie gesagt aus Abwehrzellen. Dazu gehören die Granulozyten, die Monozyten,
- Makrophagen, die dendritischen Zellen, die Mastzellen und die natürlichen Killerzellen. Es handelt sich dabei um
- weiße Blutkörperchen, die sogenannten Leukozyten. Die Granulouzzyten, die Monozyten, die Makrophagen und die
- dendritischen Zellen gehören zu den Fagozyten. Das sind sogenannte Fresszellen, die Krankheitserreger
- aufspüren, umschließen und vernichten. Alle diese Fagozyten bis auf die Granulozyten sind Antigen präsentierende
- Zellen. Kurz APZ. Aber was genau ist ein Antigen? Ein Antigen ist das Oberflächenmerkmal eines
- Krankheitserregers oder Eindringlings. Mit diesem Oberflächenmerkmal kann das Abwehrsystem erkennen, dass es sich um
- einen Feind handelt. Ein Antigen ist eine molekulare Struktur an der Außenhöhle des Erregers, quasi wie ein
- Etikett oder Strichcode, mit dem das Abwehrsystem ihn erkennen und zuordnen kann. Nachdem Antigen präsentierende
- Zellen einen Krankheitserreger vernichtet haben, präsentieren sie das Antigen des Erregers an ihrer
- Oberfläche. So können sie der spezifischen Immunabwehr wichtige Informationen über den Angreifer
- übermitteln. Die natürlichen Killerzellen erkennen Tumorzellen und virusinfizierte Körperzellen und
- zerstören sie. Mehr über Antigen präsentierende Zellen und die Funktion der zellulären Bestandteile der
- unspezifischen Abwehr seht ihr später. Jetzt kommen wir zum humoralen Anteil des unspezifischen Abwehrsystems. Da
- haben wir zum einen das Komplementsystem, ein System aus Plasmaeinweißen. Diese Eiweiße haben die
- Funktion Eindringlige zu binden, zu zerstören oder zu markieren. Markierte Erreger werden von den Fagozyten besser
- erkannt und schneller vernichtet. Man spricht bei der Markierung auch von Obsonierung. Andere wichtige
- Bestandteile der humoralen und spezifischen Abwehr bilden die Zytokine. Diese hormonartigen Bodenstoffe sind
- zuständig für die Regulierung des Wachstums und der Entwicklung von Abwehrzellen. Außerdem lösen die Fieber
- aus, signalisieren den Abwehrzellen, wo sie hin müssen und beeinflussen die lokale Gefäßdurchblutung. Sie agieren
- auch als Nachrichtenübermittler zwischen den beteiligten Abwehrsystemen und Zellen. Wir kommen nun zum erworbenen,
- spezifischen Abwehrsystem. Diese Immunabwehr ist nicht angeboren, sondern wird im Laufe des Lebens in Kontakt mit
- Erregern erst entwickelt. Sie greift nicht sofort ein, sondern ist erst nach einigen Tagen wirksam. Es handelt sich
- dabei um eine antigen spezifische Abwehr. Das bedeutet, sie ist genau auf den Angreifer abgestimmt, nur auf ihn
- gerichtet und daher äußerst treffsicher. Außerdem bildet dieses Abwehrsystem eine Gedächtnisfunktion aus. Das bedeutet, es
- merkt sich, was das für ein Angreifer war. Wenn später dann der gleiche Erreger wiederkommt, ist die Immunabwehr
- ohne Verzögerung sofort einsatzfähig und höchst wirksam. Der zelluläre Anteil des spezifischen Abwehrsystems besteht
- hauptsächlich aus T und B-Lhozyten. Beide sind weiße Blutkörperchen. Ein Tylymphozy reagiert nur auf ein ganz
- bestimmtes Antigen. Es gibt also für jeden Erreger eine Anzahl an Lymphozyten, die als einzige auf ihn
- reagieren. Treffen T-Lymphozyten dann auf ihren Erreger, entwickelt sich die Abwärtzelle weiter. Es bilden sich dann
- Telferzellen, zytotoxische Tezellen und Tgedächtniszellen. werden die B-Lymphozyten aktiviert, entwickeln sie
- sich zu Plasmazellen und zu B-Gedächtniszellen. Die B-Lymphozyten gehören außerdem zu den Antigen
- präsentierenden Zellen, wie auch die Monozyten, Makrophagen und so weiter. Das humorale spezifische Abwehrsystem
- besteht aus Antikörpern. Diese Proteine befinden sich in den Lymph- und Körperflüssigkeiten und bilden das
- Gegenstück zum Antigen des Erregers. Antigen und Antikörper passen zusammen wie Schlüssel und Schloss. Die
- Antikörper spüren die Erreger auf und optionieren bzw. markieren sie. So sind sie für Faggozyten leichter zu erkennen
- und zu vernichten. Antikörper werden von den Plasmazellen millionenfach hergestellt und dann in die
- Körperflüssigkeiten ausgeschüttet. Ihr habt jetzt also gesehen, wer sich alles an der Immunabwehr beteiligt und was für
- Abwehrsysteme unterschieden werden. In den nächsten Videos der Playlist gehen wir noch genauer auf die unspezifische
- und spezifische Immunabwehr ein und zeigen euch, wie sie zusammen Erreger und Keime bekämpfen. Also lasst das
- Video einfach fertig laufen und klickt nirgends drauf. Das nächste folgt automatisch. Falls ihr wissen wollt, wie
- Antikörper bzw. Proteine hergestellt werden, dann klickt auf dieses Video hier. Dort erklären wir euch die
- Proteinbiosynthese einfach und Schritt für Schritt. Also, haut rein Leute. Danke fürs Zuschauen.
Zum Nachlesen
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