Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Bestandteile des Immunsystems - Einführung

Biologie - simpleclub6:36 1 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 66 Zeilen
Herunterladen
  1. Das Immunsystem ist das Abwehrsystem unseres Körpers. Wir sind überall und zu jeder Zeit einer riesen Menge von
  2. Krankheitserregern ausgesetzt, wie z.B. Bakterien, Wiren, Pilzen, Parasiten und den Giftstoffen, die von ihnen
  3. produziert werden. Es schützt uns außerdem vor körper fremden Substanzen wie etwa Asbest oder Schwermetallen wie
  4. Blei, Quecksilber und zerstört fehlerhafte Körperzellen, die nicht mehr gescheit funktionieren. Das sind also
  5. die ganzen Angreifer, die unseren Körper krank machen wollen. Schreibt uns mal in die Kommentare, was eurer Meinung nach
  6. die schlimmste Krankheit ist und von welchem Erreger sie ausgelöst wird. Zum Glück besitzen wir gegen diese ganzen
  7. Keime und Substanzen ein ausgeklügeltes Amweersystem, das uns schützt so gut es geht. Die erste Hürde, die die Angreifer
  8. überwinden müssen und an der schon viele scheitern, sind die mechanischen und physiologischen Barrieren. Die sorgen
  9. dafür, dass die Krankheitserreger erst gar nicht in unseren Körper eindringen können. Unsere Haut z.B. verhindert mit
  10. ihrem dünnen Säuremantel aus Schweiß und Talk, das Keime in den Körper gelang. Das Wachstum von schädlichen Bakterien
  11. und Pilzen wird durch diesen Schutzfilm ebenfalls gehemmt. Auch unsere Schleimhäute, die filternden Härchen in
  12. unserer Nase, Enzyme im Speichel oder in der Tränenflüssigkeit, unsere Magensäure und noch viele weitere Kandidaten
  13. bekämpfen Krankheitserreger als erstes und verhindern ihr Eindringen in den Körper. Sollten die Keime dann doch mal
  14. in unseren Körper gelangen, sind sie zwei Arten von Abwehrsystem gegenübergestellt. Da gibt es zum einen
  15. die angeborene und spezifische Immunabwehr und die erworbene spezifische Abwehr. Bei beiden Systemen
  16. unterscheidet man einen zellulären und einen humoralen Anteil. Der zelluläre Anteil besteht aus einzelnen
  17. Abwehrzellen. Das Wort humoral bezieht sich auf die Körperflüssigkeiten. Es handelt sich beim humoralen Anteil also
  18. um Abwehrstoffe, die in Flüssigkeiten wie dem Plasma oder der Lymphfflüssigkeit gelöst sind. Das
  19. unspezifische Abwehrsystem ist bei jedem gesunden Menschen angeboren, sofort einsatzbereit und antigen unabhängig.
  20. Kurz vorweg, Antigene sind bestimmte wiedererkennbare Strukturen an körperfremden Stoffen, auf die das
  21. Immunsystem reagiert. Außerdem bildet das unspezifische System kein Gedächtnis aus. Keine Angst, falls ihr jetzt nicht
  22. alles verstanden habt, dieses Video liefert nur einen Überblick über das Immunsystem. Genaue Erklärungen,
  23. Vertiefungen, noch mehr Details folgen dann in den nächsten Videos. Also dran bleiben. Der zelluläre Anteil der
  24. unspezifischen Immunabwehr besteht wie gesagt aus Abwehrzellen. Dazu gehören die Granulozyten, die Monozyten,
  25. Makrophagen, die dendritischen Zellen, die Mastzellen und die natürlichen Killerzellen. Es handelt sich dabei um
  26. weiße Blutkörperchen, die sogenannten Leukozyten. Die Granulouzzyten, die Monozyten, die Makrophagen und die
  27. dendritischen Zellen gehören zu den Fagozyten. Das sind sogenannte Fresszellen, die Krankheitserreger
  28. aufspüren, umschließen und vernichten. Alle diese Fagozyten bis auf die Granulozyten sind Antigen präsentierende
  29. Zellen. Kurz APZ. Aber was genau ist ein Antigen? Ein Antigen ist das Oberflächenmerkmal eines
  30. Krankheitserregers oder Eindringlings. Mit diesem Oberflächenmerkmal kann das Abwehrsystem erkennen, dass es sich um
  31. einen Feind handelt. Ein Antigen ist eine molekulare Struktur an der Außenhöhle des Erregers, quasi wie ein
  32. Etikett oder Strichcode, mit dem das Abwehrsystem ihn erkennen und zuordnen kann. Nachdem Antigen präsentierende
  33. Zellen einen Krankheitserreger vernichtet haben, präsentieren sie das Antigen des Erregers an ihrer
  34. Oberfläche. So können sie der spezifischen Immunabwehr wichtige Informationen über den Angreifer
  35. übermitteln. Die natürlichen Killerzellen erkennen Tumorzellen und virusinfizierte Körperzellen und
  36. zerstören sie. Mehr über Antigen präsentierende Zellen und die Funktion der zellulären Bestandteile der
  37. unspezifischen Abwehr seht ihr später. Jetzt kommen wir zum humoralen Anteil des unspezifischen Abwehrsystems. Da
  38. haben wir zum einen das Komplementsystem, ein System aus Plasmaeinweißen. Diese Eiweiße haben die
  39. Funktion Eindringlige zu binden, zu zerstören oder zu markieren. Markierte Erreger werden von den Fagozyten besser
  40. erkannt und schneller vernichtet. Man spricht bei der Markierung auch von Obsonierung. Andere wichtige
  41. Bestandteile der humoralen und spezifischen Abwehr bilden die Zytokine. Diese hormonartigen Bodenstoffe sind
  42. zuständig für die Regulierung des Wachstums und der Entwicklung von Abwehrzellen. Außerdem lösen die Fieber
  43. aus, signalisieren den Abwehrzellen, wo sie hin müssen und beeinflussen die lokale Gefäßdurchblutung. Sie agieren
  44. auch als Nachrichtenübermittler zwischen den beteiligten Abwehrsystemen und Zellen. Wir kommen nun zum erworbenen,
  45. spezifischen Abwehrsystem. Diese Immunabwehr ist nicht angeboren, sondern wird im Laufe des Lebens in Kontakt mit
  46. Erregern erst entwickelt. Sie greift nicht sofort ein, sondern ist erst nach einigen Tagen wirksam. Es handelt sich
  47. dabei um eine antigen spezifische Abwehr. Das bedeutet, sie ist genau auf den Angreifer abgestimmt, nur auf ihn
  48. gerichtet und daher äußerst treffsicher. Außerdem bildet dieses Abwehrsystem eine Gedächtnisfunktion aus. Das bedeutet, es
  49. merkt sich, was das für ein Angreifer war. Wenn später dann der gleiche Erreger wiederkommt, ist die Immunabwehr
  50. ohne Verzögerung sofort einsatzfähig und höchst wirksam. Der zelluläre Anteil des spezifischen Abwehrsystems besteht
  51. hauptsächlich aus T und B-Lhozyten. Beide sind weiße Blutkörperchen. Ein Tylymphozy reagiert nur auf ein ganz
  52. bestimmtes Antigen. Es gibt also für jeden Erreger eine Anzahl an Lymphozyten, die als einzige auf ihn
  53. reagieren. Treffen T-Lymphozyten dann auf ihren Erreger, entwickelt sich die Abwärtzelle weiter. Es bilden sich dann
  54. Telferzellen, zytotoxische Tezellen und Tgedächtniszellen. werden die B-Lymphozyten aktiviert, entwickeln sie
  55. sich zu Plasmazellen und zu B-Gedächtniszellen. Die B-Lymphozyten gehören außerdem zu den Antigen
  56. präsentierenden Zellen, wie auch die Monozyten, Makrophagen und so weiter. Das humorale spezifische Abwehrsystem
  57. besteht aus Antikörpern. Diese Proteine befinden sich in den Lymph- und Körperflüssigkeiten und bilden das
  58. Gegenstück zum Antigen des Erregers. Antigen und Antikörper passen zusammen wie Schlüssel und Schloss. Die
  59. Antikörper spüren die Erreger auf und optionieren bzw. markieren sie. So sind sie für Faggozyten leichter zu erkennen
  60. und zu vernichten. Antikörper werden von den Plasmazellen millionenfach hergestellt und dann in die
  61. Körperflüssigkeiten ausgeschüttet. Ihr habt jetzt also gesehen, wer sich alles an der Immunabwehr beteiligt und was für
  62. Abwehrsysteme unterschieden werden. In den nächsten Videos der Playlist gehen wir noch genauer auf die unspezifische
  63. und spezifische Immunabwehr ein und zeigen euch, wie sie zusammen Erreger und Keime bekämpfen. Also lasst das
  64. Video einfach fertig laufen und klickt nirgends drauf. Das nächste folgt automatisch. Falls ihr wissen wollt, wie
  65. Antikörper bzw. Proteine hergestellt werden, dann klickt auf dieses Video hier. Dort erklären wir euch die
  66. Proteinbiosynthese einfach und Schritt für Schritt. Also, haut rein Leute. Danke fürs Zuschauen.

Zum Nachlesen