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Nahtoderfahrung eines Philosophen und kath. Theologen | Godehard Brüntrup, München

Einblicke ins Jenseits42:38 77.735 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 271 Zeilen
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  1. Was für eine Rolle spielt der bewusste Glaube an Gott oder an Jesus Christus, um ja, sagen wir Paradies oder in den Himmel, ins Himmelreich oder in die
  2. Erlösung zu kommen oder für das Seelenheil? Es gibt ja da so verschiedene Begriffe. Was glauben Sie, spielt dieser dieser
  3. Glaube für eine Rolle? Nachristlicher Auffassung ist es nicht notwendig an Jesus Christus zu glauben, um das Heil zu erlangen, also um die in
  4. die ähm ewige Gemeinschaft mit Gott zu kommen, weil es gibt ja viele Menschen, die vor Christus gelebt haben oder die nach Christus gelebt haben und
  5. ja, aber bei Christen ist das ja schon sehr verbreitet. Ja, ist aber falsch.
  6. Herr Bröntrup, Sie sind Professor für Philosophie in München. Sie haben auch katholische Theologie studiert und Sie hatten auch selbst eine NATOfahrung.
  7. Könnten Sie uns zuerst erschildern, wie es zu dieser Erfahrung kam? Das war im Zusammenhang eines Herzkreislaufversagens
  8. in einer Klinik. Das ist schon lange her, einige Jahrzehnte und ähm das war eine typische
  9. Nahtoderfahrung äh mit fast allen Elementen. Also nach der berühmten Grayson Scale mit der Nahtoderfahrungen
  10. gemessen werden, war das eine tiefe Nahtoderfahrung. Ich habe zuerst gespürt, dass ich am Sterben bin. Also die Füße
  11. wurden kalt, die Hände wurden kalt. Man spürt, dass das Leben aus dem Körper langsam von außen nach innen zurückweicht
  12. und äh das war verbunden mit einer starken existentiellen Angst äh vor dem Tod oder vor diesem ganzen Erleben. Das war beängstigend.
  13. Das schlug dann schlagartig um, nachdem ich die die Außenwelt nicht mehr wahrgenommen habe. Ähm von einer Sekunde in die andere auf
  14. die andere in eine Erfahrung größer tiefster Gelassenheit. Vielleicht etwas, was Menschen in der
  15. Meditation suchen und nur dann finden, wenn sie irgendwie Erleuchtung erreichen oder eine besonders tiefe Meditation. Ich
  16. würde es so beschreiben, dass alle Bewegungen des Geistes zum Stillstand kommen. Also, das ist ja die bekannte Definition von Yoga. Yoga ist, dass alle
  17. Bewegungen des Geistes zum Stillstand kommen. Genauso war das. kein Gefühl mehr, kein Gedanke, sondern nur nur kristallklares
  18. Bewusstsein. Ähm und das ist ein sehr, wie mir fehlen jetzt die Worte, würde sagen, einzigartiger Zustand,
  19. etwas was ungeheuer friedvoll ist, ohne von einer bestimmten Emotion geprägt zu sein. Ähm, danach habe ich ähm
  20. eine kurze außerkörperliche Erfahrung gehabt, die bei mir nicht sehr ausgeprägt war, dass ich meinen Körper verlassen habe, von außen gesehen habe
  21. und mir da auffiel, das ist eine Sache, die verifiziert werden kann oder konnte, dass da jemand an mir arbeitet, der so eine orangefarbene Jacke anhat und ich
  22. mich gefragt habe, weil all die anderen Personen, die da waren klinikmäßig hell gekleidet waren, warum hat der diese orangefarbene Jacke an? Und dann
  23. nachdem ich später gefragt habe, war das jemand, der vom Not, der vom Notarztwagenteam war und deshalb so eine Warnjacke anhatte, wie man sie im
  24. Straßenverkehr zur Warnung hat. Und da sah ich, wie man an mir arbeitet. Ähm
  25. das daran habe ich aber keine sehr ausgeprägte Erinnerung, dass ich da sehr viel genauer hingeschaut hätte, sondern ich hatte dann sehr schnell
  26. diesen Lebensrückblick, der nicht den ich wesentlich intensiver erlebt habe, wo ich mein ganzes Leben noch einmal erlebt habe in unglaublich vielen
  27. Details. ähm unter der Rücksicht, wo habe ich geliebt, wo habe ich verletzt, bis in
  28. die frühste Kindheit hinein. Und das Ganze war geprägt von einem sehr starken Moment der
  29. Empathie, man würde sagen vielleicht Transpersonalität, dass ich das Leid, was ich zugefügt habe
  30. in anderen selber gespürt habe. Natürlich nicht deren Leid, aber ich war ich kann nicht das Leid der anderen spüren, da bleibt eine Grenze. Aber
  31. meine Empathiefähigkeit war auf ein Maß gesteigert, was wir eben im normalen Bewusstsein nicht kennen und vor allen Dingen auch die Erkenntnis der Wahrheit
  32. über mich selbst, was ich getan habe im Positiven wie im Negativen, ohne zu urteilen, einfach die Fakten wahrgenommen äh in einer unglaublichen
  33. Datei äh Detailfülle. Der nächste Schritt war eine Übergangserfahrung, eine Art Tunnel, ein ein
  34. eine Erfahrung des Übergangs von einer Dimension zu einer anderen, so dass ich plötzlich in einer Welt war, die ich ja als sehr friedvoll empfand, auch mit
  35. positiven Gefühlen jetzt ähm nach einem ersten Moment der Verwunderung oder so: "Was ist jetzt los? So bin ich jetzt ähm die ich eher
  36. so als eine energetische Landschaft auch wieder da fehlen mir die Worte. Es war eine Landschaft von Energien und nicht von
  37. festen Körpern, wie wir es hier gewohnt sind in unserer jetzigen Alltagswelt. Und da habe ich auch gemerkt, dass ich nicht allein bin, sondern dass da andere
  38. Wesen sind, die mir wohl wollen und Liebe entgegenbringen. Es kam da aber bei mir kein zu keinen längeren Gesprächen
  39. ähm wie manche andere Berichten, sondern das ging relativ zügig so wie ich es in Erinnerung habe über in eine Erfahrung, dass diese dass ich
  40. eingetaucht wurde in eine grenzenlose alles übersteigende Liebe, in der ich einfach mich fast aufgelöst habe. Ich war ja noch immer da, weil ich diese
  41. Liebe annehmen konnte und ähm empfangen konnte. Aber ich war der reine Empfänger sozusagen für diese allesumfassende
  42. Liebe. Und das hat mein Leben sehr verändert, weil ich seitdem diese Erfahrung existentiell
  43. irgendwie die Existenz Gottes nicht mehr bezweifeln kann. Ich kann es irgendwie akademisch, intellektuell, aber im Herzen gelingt mir das nicht mehr, weil
  44. die Erfahrung so überwältigend war, dass die letzte Realität Liebe ist, dass ich das als eine Art mystische Gotteserfahrung für mich selbst bewerte.
  45. Und dann war es eigentlich auch schon zu Ende. Dann bin ich wieder aufgewacht ähm in einen kalten irgendwie nass geschwitzten
  46. ähm Körper ohne viel Schmerzen, aber sehr desorientiert und war wieder in der normalen Welt. Äh und mein Kreislauf wurde
  47. wieder stabilisiert und die Welt hatte mich zurück. Darf ich dann noch auf ein paar Aspekte eingehen und zwar, dass Sie einen
  48. Herzstillstand hatten, wurde Ihnen das gesagt? Die damals habe ich nicht so genau nachgefragt. Es war auf jeden Fall soweit ich wurde
  49. in den Schockraum gebracht und war soweit im Schockzustand, dass ich das Bewusstsein verloren hatte. Also Herzstillstand, ob das jetzt genau
  50. gemessen wurde, ich war ja nicht an einem EKG angeschlossen. Ich hatte auf jeden Fall ein Herzkreislauf versagen, so dass ich das Bewusstsein verloren
  51. habe, wurde im Schockraum wieder zurückgeholt. Und äh haben Sie auch gesehen, dass sie reanimiert wurden oder?
  52. Das habe ich nicht gesehen. Nein, aber diese Person jedenfalls mit dieser orangefarbenen Kleidung, die die haben sie vorher überhaupt nie wahrgenommen.
  53. Die hatte ich vorher nicht wahrgenommen. Nein, also die haben wirklich nur in dieser außerkörperlichen Situation erlebt.
  54. Ja. Und äh zu diesem Lebensfilm. Also manche sagen ja, sie haben da den Schmerz äh gespürt, durchlebt, den sie anderen
  55. zugefügt haben durch Beleidigungen oder was auch immer. Äh und also manche haben da schon gesagt, das war das war vielfach schmerzvoller als wir hier
  56. Schmerzen im körperlichen Leben empfinden können. War das bei Ihnen auch so extrem oder nicht so? Also, das war schmerzvoll, aber auf eine
  57. ganz andere Weise als ein körperlicher Schmerz. Ähm, das war so der Schmerz.
  58. Ähm, einerseits die Wahrheit über mich selber sehen zu müssen oder zu können.
  59. Ähm und dann andererseits eben auch die ist es wirklich auch wieder schwer in Worte zu fassen, weil ich glaube, man
  60. kann nicht, das da bin ich jetzt zu sehr Philosoph, die Schmerzen eines anderen spüren. Jeder kann nur seine eigenen Schmerzen spüren, aber ähnlich wie wir,
  61. wenn jemand, das kennt man ja über die Spiegel Spiegelneuronen, wenn die wenn ein anderer in einen in einen Nagel tritt, dann zucken wir auch ein bisschen
  62. zusammen und haben auch so ziehen auch den Fuß zurück, wenn wir das sehen. Das heißt, wir spiegeln den Schmerz und das würde ich sagen, genau in diese Richtung
  63. ging das aber viel viel heftiger. Ich glaube, das ist das heftigere, dass äh dass dass ich den Schmerz von anderen viel viel heftiger und krasser empfinden
  64. konnte, als ich das im normalen Alltagsbewusstsein, in dem ich mich jetzt befinde kann. Und [schnauben] was meinen Sie mit dem
  65. Begriff Wahrheit? Sie haben diesen Begriff zweimal verwendet, die Wahrheit über sich selber zu sehen. Was meinen Sie damit?
  66. Ja, weil wir natürlich alle unsere Lebenslügen mit uns herumtragen und unsere eigenen Taten beschönigen und die negativen Auswirkungen auf
  67. andere auch geflissentlich verdrängen ähm oder auch unsere Vergangenheit beschönigen. Und diese Verzerrung, die man im eigenen
  68. Interesse unternimmt, ähm die fallen halt in dieser Situation weg und man sieht die Dinge ähm unverzerrt, so würde ich das sagen.
  69. Wahrheit im Sinne von objektiv und unverzerrt. Nur noch kurz zu diesem Lebensfilm eine Frage. Könnten Sie sich vorstellen, dass
  70. dieser Lebensfilm das ist, was man so in religiösen Kreisen oft als Gericht bezeichnet? Das Gericht beim Tod? Es hat auf jeden Fall eine gewisse
  71. Ändigkeit damit. Ähm, weil wenn es im Gericht darum geht, die
  72. Wahrheit ans Licht zu bringen, ähm und unverstellt dazu zeigen, darz verstellen, gerade da, wo jemand auch
  73. nicht so gute Dinge getan hat, die eben vom Gericht als negativ eingestuft werden, dann dann ist das sicher das, aber es war nicht so sehr als die
  74. Erfahrung eines Abgeurteilt werden. Sondern eines ähm ruhigen
  75. ähm detailgetreuen objektiven Betrachtens der Realität über mich selbst und über meine zwischenmenschlichen Beziehungen. Ähm
  76. aber nicht, dass ich jetzt das Gefühl habe, ich bin da der arme Sünder, der jetzt eine Standpauge bekommt. In dem Sinne
  77. gar nicht. Und diese Wesenheiten, die Sie angesprochen haben, die sie da
  78. wahrgenommen haben, hatten Sie das Gefühl, dass sie mit denen irgendwie wie wenn das eine Familie wäre, eine Seelenfamilie?
  79. Also, das war bei mir relativ schwach ausgeprägt. Also, ich habe ja mittlerweile mit Hunderten von Leuten gesprochen, die Natoderfahrung haben,
  80. die dann auch ganz spezifische Personen wieder getroffen haben, die schon gestorben waren und sich mit denen unterhalten haben.
  81. Ich habe nur gemerkt, ich bin nicht allein, ich bin in Gemeinschaft und die Gemeinschaft ist äh willkommen heißend, positiv
  82. ähm Wärme und Liebe ausstrahlend. ähm in dem Sinne, aber ich habe erinnere
  83. mich jedenfalls nicht. Vielleicht gab's das auch. Bin auch nicht sicher, ob man sich an alles von der Erfahrung erinnert.
  84. Ähm ich erinnere mich an keine einzelnen Personen oder Gespräche. [schnauben] Und ihr katholisches Theologiestudium äh
  85. war das äh vor diesem Erlebnis oder haben Sie das danach gemacht? Also, ich war schon im Orden Jesuit. Und ähm
  86. aber meine meine Einstellung zur Theologie und zum ähm meinem Glauben hat sich durch die
  87. Erfahrung wesentlich verändert. Also, wie ich schon sagte, ich kann die Existenz Gottes nur noch akademisch anzweifeln, nicht mehr existentiell.
  88. Also Gandhi habe ich gelesen, soll einmal gesagt haben, er sei sich sicher, dass sicherer, dass Gott existiert, als dass er sich sicher sei, dass er sich
  89. jetzt in diesem Raum befindet. Das könne er träumen, dass er sich in diesem Raum befinde, aber er könne sich nicht vorstellen, dass er die Existenz Gottes
  90. nur erträumt habe. Äh, das spricht dafür, dass Gandi eine tiefe Gotteserfahrung hatte und ähm sowas ähnliches war bei mir auch durch
  91. diese Erfahrung und das ändert natürlich die Einstellung zur Theologie. Was sonst noch anders wurde, ist, dass einem die ähm konkreten Glaubensinhalte,
  92. die dogmatischen Feinheiten als all diese Dinge vielleicht weniger wichtig sind und man mehr auf die tiefe Erfahrung schaut und
  93. damit auch der interreligiöse Dialog leichter wird, weil die Menschen, die eine tiefe religiöse Erfahrung haben, die findet man leicht auch in anderen
  94. Glaubenssystemen und mit denen empfinde ich eine Wesensverwand. Mannschaft, auch wenn die dann ihren Glauben begrifflich und theoretisch und rituell ganz anders
  95. ausdrücken und würden Sie trotzdem heute noch sagen, dass Sie Katholik sind? Ja, ich bin glaube ich tieferer Katholik
  96. dadurch geworden. Ich glaube nicht, dass einem eine solche tiefe Erfahrung aus einer religiösen Tradition äh irgendwie herauswirft,
  97. sondern dass es einem verhilft an dem Ort, in dem man steht und die Kultur, in der man aufgewachsen ist, das ist für mich das Christentum, eine Tiefenbohrung
  98. zu machen. Also, man ist da nicht im luftleeren Raum, sondern man kann da, wo man steht, wo man aufgewachsen ist, die Wurzeln
  99. tiefer in die Erde bohren sozusagen. und haben sie sich dann in den Jahren nach diesem Erlebnis auch mit ähm physiologischen, wissenschaftlichen,
  100. rationalen Aspekten befasst und mit der Frage, ob sowas vielleicht doch nur im Gehirn entstehen kann oder ob das tatsächlich ein Jenseitserlebnis war.
  101. Haben Sie sich damit auch befasst und haben Sie diese Diskussionen verfolgt? Ja, das habe ich sehr intensiv verfolgt, weil es ja auch mein Spezialgebiet ist,
  102. Philosophie des Geistes, das Leibselprem ähm und das ein interessantes Anwendungs ein interessanter Anwendungsfall ist für das Leibseleproblem.
  103. die Frage äh ob sich etwa in der Leib in der Naturerfahrung der Geist vom Körper trennen kann. Das wäre ja ein sehr interessantes Ergebnis
  104. für das Leibeleproblem. Und das habe ich über Jahrzehnte verfolgt, aber mehr noch habe ich verfolgt, äh mich mit Menschen zu
  105. treffen, die auch diese Erfahrung hatte in München in einer Selbsthilfegruppe, die ich auch ein bisschen äh
  106. mitgefördert habe und verschiedene Tagungen veranstaltet habe. Ähm auch den einen oder anderen Artikel habe ich darüber geschrieben
  107. und auch viele Interviews wie dieses hier. Es ist ja, es kommen ja immer wieder so Begründungen, ja, lange Zeit war es z.B.
  108. der Sauerstoffmangel, dann kam mal der Kohlendioxidüberschuss, dann das körpereigene DMT. Äh neuerdings habe ich gelesen, ist ist auf einmal das
  109. Seronin, das körpereigene Seronin. Äh sehr populär ist jetzt auch die Behauptung, da ist eine Todeswelle, die nach dem Herzstillstand noch irgendwann
  110. aktiv wird und daraus wird dann oft so pauschal behauptet, ja, das Gehirn ist während des Herzstillstandes noch aktiv. Haben Sie auch diese Diskussion verfolgt
  111. und und was halten Sie davon? Ähm, also ob das Gehirn aktiv ist oder nicht, ist gar nicht so wichtig bei der
  112. Erfahrung. Wichtig ist die Erfahrung selbst. Ähm, also das ist mal das erste, was man sagen muss. Wenn Sie die Einsicht haben,
  113. dass 3 + 7 = 10 ist, dann brauchen Sie dafür ein Gehirn. Aber diese Einsicht ist keine Einsicht in einen Gehirnzustand,
  114. sondern es ist eine Einsicht in eine ewige Wahrheit, eine ewige mathematische Wahrheit. Ähm, das heißt, dadurch, dass man um
  115. etwas zu erfahren ein Gehirn braucht, daraus folgt nicht, dass die Erfahrung selbst ein Gehirnzustand ist in ihrem Inhalt, sondern das Gehirn ist nur ein
  116. Mittel, dass wir benutzen, um bestimmte geistige Inhalte zu erfassen. Aber die geistigen Inhalte selbst sind nicht identisch mit
  117. dem Gehirn. Das wäre zunächst mal das äh das erste, was man sagen muss. Selbst wenn wir das alles neurophysiologisch erklären
  118. könnten, wäre die Botschaft der Nahtoderfahrung damit nicht aus der Welt. Ähm sie können neurophysiologisch verstehen,
  119. was es heißt, ihren Ehepartner zu lieben, aber daraus folgt nicht, dass Liebe ein materieller Zustand ist. Ähm, das ist mal das erste vorweg.
  120. Das zweite, was ich sagen muss, ist, dass ähm [schnauben] die schwierigen Elemente der Nahtoderfahrung, die schwierig zu interpretieren, denn
  121. sind schwer damit in Übereinstimmung zu bringen, dass es sich um einen einfachen Gehirnzustand handelt, so wie wir sie kennen bisher. Denn das erklärt nicht
  122. recht, ähm warum man z.B. diese außerkörperlichen Erfahrungen hat, wo man die Welt
  123. nachweislich aus einer Perspektive sehen kann, die man mit den normalen Sinnesorganen nicht wahrnehmen könnte. Ähm oder dass Leute Menschen, die von
  124. Geburt aus blind sind, in der Nahtoderfahrung plötzlich optisch den Raum wahrnehmen in allen nachprüfbaren Details und nicht in einer warften
  125. Verzerrung wie nach Drogenkonsum. Also, das wäre nicht dadurch zu erklären, dass das Gehirn einfach ähm eine große Welle schlägt. Ähm,
  126. das andere, was schwer zu erklären ist, wenn das Gehirn eine große Welle schlägt, dann sollte das sollte man erwarten, dass das sehr
  127. individuell ist, was dann passiert und dass es vielleicht auch sehr chaotisch ist. so ähnlich wie wenn man Drogen nimmt, ähm LSD oder so, dann
  128. feuern ja auch alle Synapsen, alle Neuronen feuern ähm in einer viel intensiveren Weise als normal, aber dadurch entsteht keine geordnete
  129. Realitätserfahrung, sondern jeder hat seinen eigenen Wirren, wahrnhaften Traum, der vielleicht psychoanalytisch zu deuten ist, aber zunächst mal
  130. entsteht keine wirkliche Ordnung, während bei der Nahtoderfahrung, ob es Kinder sind, sind erwachsene Afrikaner oder Asiaten oder Europäer,
  131. Christen, Atheisten oder Buddhisten, sie machen alle eine sehr ähnliche und ähnlich aufgebaute Erfahrung. Das wäre sehr schwer durch ein chaotisches Feuern
  132. des Gehirns zu erklären. Das wären mal so ein paar Punkte, die ich dagegen vorbringen würde, aber es gibt sicher noch mehr.
  133. Und haben Sie auch mit der Zeit äh eine Erklärung oder eine mögliche Erklärung dafür gefunden, warum die meisten Menschen entweder keine NATOfahrung
  134. hatten nach so einem Zustand, nach so einem körperlichen Zustand oder dass sie sich vielleicht nicht dran erinnern, weil das ist ja oft so ein Argument, ja,
  135. das hat ja nur eine Minderheit. Also bei der Studie von Pim von Nommel waren es glaube ich 18% von denen, die einen Herzstillstand überlebt haben. Haben Sie
  136. so mögliche Erklärungen, warum das eher nur eine Minderheit ist, die davon berichten oder die sich dran erinnern? Also eine physiologische Erklärung habe
  137. ich nicht, weil ich auch keine physiologische Erklärung für die Naturerfahrung bisher kenne. Ähm das spricht sogar gegen eine physiologische
  138. Erklärung. Wenn es eine einfache physiologische Erklärung gäbe, ähm dann müssten eigentlich alle Menschen,
  139. die in diesen Zustand kommen, also z.B. diesen Sauerstoffmangel oder was weiß ich, Dopaminausschüttung oder was auch immer die gerade die Erklärung ist, auch
  140. diese Erfahrung haben. Ähm, das ist offensichtlich nicht der Fall, so dass sie vielleicht nicht einfach durch einen materiellen Vorgang erklärt
  141. werden kann. Dafür spricht auch, dass manche Menschen, die Natoderfahrung haben außerhalb des Kontexts an der lebensbedrohlichen Erkrankung. Die sind
  142. also ganz gesund und haben eine Nahtoderfahrung. Ähm, das heißt, die Erfahrung scheint nicht davon abzuhängen, dass man in
  143. einen bestimmten physiologischen Krisenzustand kommt, sondern der scheint das nur wahrscheinlicher zu machen, sondern und zu begünstigen. Und ich
  144. persönlich sehe die Nahtod als Erfahrung als eine als eine mystische Erfahrung. Und wann eine mystische Erfahrung
  145. eintritt, da kommt sehr vieles zusammen an eigenen subjektiven Faktoren, an objektiven Faktoren, aber es ist unberechenbar, es ist
  146. theologisch gesprochen gnadenhaft und lässt sich nicht einfach in ein Naturgesetz einbetten. Sagen immer wenn die und die Bedingung da ist, dann kommt
  147. mit Notwendigkeit jetzt genau diese Erfahrung raus. Das kennen wir nicht bei der Nahtoderfahrung und das spricht genau dafür, dass es sich um ein
  148. geistiges Phänomen handelt, was nicht einfach mit uns bekannten Naturgesetzen abgebildet werden kann.
  149. Und also ich möchte nur noch kurz auf diesen Aspekt eingehen. Herzstillstand und so soweit ich das verstehe, war ja das für viele Natutforscher, die heute
  150. also die ich eher zu den seriösen zähle, wie z.B. wie Bruce Grayson oder Peter Fennck oder ähm Pim van Lommel, die waren ja deswegen so erstaunt ähm über
  151. diese Phänomene, weil die ja durch ihren klinischen Alltag mitbekommen haben, dass das meistens im zusammen in dem Zusammenhang passiert ist, dass diese
  152. Menschen wirklich einen Herzstillstand hatten. Und die herrschende Ansicht war ja eigentlich bisher immer, dass wenn das
  153. Herz still steht, dann zeigt ist auch das Gehirn sozusagen auf null. Ja. Also ähm und das das ist ja auch ich sehe ja darin auch den Grund, warum sich
  154. Materialisten so an diesen Strohalmen klammern, dass das Gehirn dann noch aktiv ist. Also, könnten Sie vielleicht noch ein bisschen drauf eingehen, ob das
  155. jetzt wirklich der Fall ist oder nicht? Weil natürlich Sie haben das erlebt. Sie tun sich da jetzt leichter zu sagen, ja, das ist schon klar, dass dass das eine
  156. Jenseitserlebnis war, aber für Außenstehende ist das ja immer wieder verunsichernd, die sich dafür interessieren, wenn es auf einmal wieder
  157. heißt, ja, da wurde eine Todeswelle entdeckt und da wurde noch eine Aktivität entdeckt. Ähm, haben Sie das vielleicht genauer überprüft, ob das
  158. wirklich stimmt? Weil für Außenstehende kann das ja schon ein wichtiger Aspekt sein. [schnauben]
  159. Also wir haben keinen letzten Beweis dafür, dass die Nahtoderfahrung gleichzeitig mit einer Nullaktivität im Gehirn
  160. auftritt. Aber wir haben ja auch keinen Beweis, dass da ausreichend Aktivität ist. Das haben wir kan man ja auch nicht die es
  161. ist ganz schwer die Natoderfahrung genau zeitlich zu bestimmen, weil es ja eine subjektive Innenwelt ist, die man mit der objektiven Außenwelt zeitlich
  162. korrelieren muss und in der Situation hat man alles andere alles mögliche zu tun, nämlich dieses Leben zu retten und nicht diese Frage zu klären. Also es ist
  163. ganz schwer herauszufinden, wann genau die Nahtoderfahrung stattgefunden hat. Man weiß in einem Falle bei der Erwährstudie 1, dass jemand eine
  164. Nahtoderfahrung hatte, wo er den ganzen Raum wahrgenommen hat, 3 Minuten nach dem Herzstuhl stillstand. Nach der klassischen Auffassung sollte
  165. jemanden 3 Minuten nach dem Herzstillstand nicht mehr genügend höherstufige Gehirnaktivität haben, also die man im EEG ableiten kann, die uns
  166. erklären würde, dass jemand eine so reiche Wahrnehmung der Außenwelt hat, dass er hören und sehen kann und beschreiben kann, was in einem Raum
  167. stattfindet. Also, da gibt es auf jeden Fall eine große Erklärungslücke ähm
  168. wie das möglich ist, dass man bei einer solchen Unterversorgung des Gehirns noch so genau die Außenwelt wahrnehmen kann. Das ist so, als wenn
  169. jemand ähm zum Autohändler geht und sagt, also seitdem mein Auto ein Kolbenfresser hat, fährt's besonders gut. Ja.
  170. Ähm und dann sagt er auch, also irgendwas haben sie nicht verstanden darüber, wie Motoren funktionieren. Ein Auto kann nicht gut fahren, wenn es ein
  171. Kolbenfresser hat. Und so kann eigentlich ein Gehirn, das seit 3 Minuten keinen Sauerstoff mehr bekommt, Zucker
  172. und was auch immer es für seinen Betrieb braucht, ähm kann nicht optimal arbeiten. Das heißt aber nicht, dass da nicht doch noch
  173. irgendwelche Prozesse ablaufen. Ähm auch solche, die wir vielleicht noch gar nicht messen können, weil sie auf einer tieferen Ebene ablaufen. Wir
  174. wissen ja auch nicht, wo das Bewusstsein erzeugt wird. Wir haben keine wirklich überzeugende Theorie dafür, wie das Gehirn überhaupt das Bewusstsein
  175. hervorbringt oder ob das Gehirn das Bewusstsein hervorbringt oder ob es nur damit korreliert ist. All das wissen wir nicht genau und es könnte sein, dass auf
  176. einer tieferen Ebene, die wir mit dem EEG nicht ableiten, immer noch Aktivität da ist. Deshalb würde ich mich ähm bei der
  177. Interpretation der Nahtoderfahrung nicht zu sehr daran festmachen, zu sagen, dass während der Nahtoderfahrung im Gehirn überhaupt
  178. keine Aktivität mehr ist. Die neuesten Forschungen ähm zum Sterben zeigen, dass der Prozess des Sterbens
  179. ähm das Absterben des Gehirns viel langwieriger und lang andauernd ist und viel gradueller und weniger ruckartig als
  180. bisher angenommen. Ähm, aber es bleibt dabei, dass man a dadurch nicht erklären kann, dass jetzt dieses Gehirn,
  181. was äh langsam in einem absteigenden Ast ist, plötzlich außersinnliche Wahrnehmungen hat. Also z.B. Dinge wahrnehmen kann im
  182. Raum, die wir mit unseren Sinneswahen Augen, also da, wo sich unsere Augen befinden, unsere Ohren befinden, mit unseren Sinnesorganen gar nicht hätten
  183. wahrnehmen können. Und es erklärt auch wenig, dass, wie ich vorher schon sagte, dass in so einem solchen Zerfalls und Stresszustand
  184. oder eines Zustandes des ähm anfallartigens Zuckens und letzten Aufbäumens, eine so
  185. inhaltsreiche, den Sinn des Lebens betreffende, die innere eigene Existenz und das eigene Leben deutende
  186. ähm von daher semantischreiche innere Erfahrung hervortreten sollte. Warum? Also, welchen evolutionären
  187. Vorteil sollte das haben, wenn man paar paar eine Minute später tot ist und sich sowieso nicht mehr fortpflanzen kann? Ähm, also was warum diese tiefe
  188. Erfahrung, diese Aufschlüsselung dessen, was der Sinn der menschlichen Existenz ist, die Aufschlüsselung der eigenen Existenz,
  189. das alles in diesem chaotischen Moment des Zusammenfalls, wo wo alles die neuronale Ordnung zusammenbricht. Man sollte, wenn die neuronale Ordnung
  190. zusammenbricht, Chaos erwarten und nicht das Gegenteil höchste Ordnung. Ja. Äh von daher ist zu sagen, ja, da geht noch mal eine Welle durch und die erklärt das
  191. alles. Ähm das klingt sehr schön, aber es ist wenig überzeugend. Ähm das wäre es dann überzeugend, wenn man diese Welle nachmachen könnte.
  192. Ähm und dann verlässlich jedes Mal, wenn man diese Welle erzeugt, die Menschen eine tiefe Nahoderfahrung hät. Aber selbst das, wenn die Menschen dann
  193. jeweils, wenn wir diese Welle erzeugen würden, eine tiefe Nahtoderfahrung machen würden, würde die Tiefe der Erfahrung in keinster Weise beschränken
  194. oder einschränken. Ähm, also wie ich schon vorher sagte, dadurch, dass sie ein Gehirn brauchen, um zu erkennen, dass 3 + 7 = 10 ist,
  195. dadurch wird diese mathematische Einsicht nicht weniger wahr. Und wenn Sie in einer solchen Nahtoderfahrung
  196. in einem bestimmten Gehirnzustand erkennen würden, nehmen wir an, wie es brauchen einen bestimmten Gehirnzustand dafür, ähm dass der Sinn ihres Lebens
  197. das Schenken von Liebe und das Streben nach Weisheit ist und nicht das Streben nach Macht, Geld und Einfluss, was vorher ihr Leben bestimmt hat, dann ist
  198. die Wahrheit dieser Einsicht nicht dadurch in irgendeiner Weise vermindert, weil das Gehirn noch aktiv war dabei. Also das ähm es geht um die Erfahrung
  199. selbst und nicht so sehr war jetzt das Gehirn aktiv oder nicht, weil wir das nicht so genau wissen. Wir wissen ja wie gesagt nicht mal wie das Gehirn das
  200. Bewusstsein überhaupt erzeugt. Daher können wir auch nicht sagen, ob das diese diese Areale noch aktiv waren. Also, es gibt ja Forscher, die
  201. sagen, das Bewusstsein wird auf einer quantenmechanischen Ebene erzeugt. Denken Sie an Roger Penrose ähm und seine seine Theorie über das Bewusstsein
  202. Nobelpreisträger in Physik. Ähm äh das können wir sowieso nicht messen auf während einer solchen medizinischen Notsituation, was auf der
  203. quantenmechanischen Ebene im Gehirn vor sich geht. Wobei ja in der Medizin meines Wissens schon eher die Ansicht auch verbreitet ist, dass wenn das
  204. Gehirn ein Bewusstsein erzeugt, dann muss ein gewisses Niveau an Gehirnaktivität messbar sein. Also meines Wissens wird ja der Körper oder
  205. das Gehirn schon bewusstlos, wenn das systolische Blutdruck den Wert von 65 bis 70 unterschreitet, dann wird man bewusstlos, das Herz schlägt noch, es
  206. ist noch viel an Aktivität im Gehirn messbar, aber man hat schon längst kein Bewusstsein mehr. Also ähm dieses Argument, da könnte noch irgendeine
  207. minimale Aktivität irgendwo ganz weit drinnen im Gehirn sein. Das ist ja auch was was Skeptiker oft sagen, aber dass Mediziner und Neurologen sind ja meines
  208. Wissens eher der Ansicht, dass da schon noch ein ordentliches Volumen messbar sein muss, damit das Gehirn was erzeugt. Ja, also da ist ist ja nicht so die An
  209. verbreitet, dass so eine minimale Aktivität bereits genügt genügen würde für ein klares Bewusstsein. ähm für unser Wachbewusstsein, unser
  210. normales Wachbewusstsein, in dem wir uns jetzt alle befinden und hoffentlich auch die Zuschauer Zuschauerinnen. Ähm dafür braucht man sicher diese komplexen
  211. Vorgänge ähm auf einen im Kortex. Ähm, aber es ist nicht gesagt, dass wenn diese Vorgänge nach unten gehen, sozusagen und zurückfallen in die Tiefe
  212. der Materie, dass sie dann geringer werden. Es könnte ja sein, dass das Herz der Materie
  213. äh und die tiefste Realität der Materie Geist ist. So dass wenn wir diese Bindung an die höheren Hirnstufen verlieren und der Geist sozusagen sich
  214. tiefer in das holistische Ganze der quantenmechanischen Wirklichkeit zurückzieht, der Geist dann sogar befreit wird und mehr erfahren kann.
  215. Ähm, es ist nicht gesagt, dass der Geist nur dann mehr erfahren kann, wenn er sich von der Materie trennt. Das wä das eine eine Interpretation der
  216. Natoderfahrung, dass die die nichtmaterialistische, die dualistische. Die andere ist, dass der Geist eigentlich das Innere der Materie selbst
  217. ist und dass er in in dieser Nahtoderfahrung in dieses Innere der Materie selbst, die Weltseele um Platon zu sprechen, zurückgeht
  218. und damit in einen größeren, umfassenden, holistischen geistigen Zusammenhang, der uns Zugänge zur Wirklichkeit gibt, die wir
  219. in der normalen Verbindung mit unserer mit unserem Hirn und unserer Großhirnerin dort, unseren Sinnesorgan Organen nicht haben. Also die
  220. Natoderfahrung kann in zwei Richtungen philosophisch interpretiert werden, dass man sagt, ja, das ist ein Beweg dafür, dass der Geist den Körper
  221. irgendwie verlässt oder aber, dass der Geist auf eine tiefere Ebene in der Wirklichkeit, in der materiellen
  222. Möglichkeit geht, in der alles mehr mit allem zusammenhängt und dann zu Dingen fähig ist, die wir im normalen Wachbewusstsein nicht haben. Beides ist
  223. da meiner Ansicht möglich. Also, wenn das dann so wäre, dass da noch eine Aktivität sowas ermöglichen würde, dann müsste man ja eigentlich
  224. auch z.B. die Transplantationsmedizin vorerst wieder abschaffen, weil äh äh es ist ja meines Wissens so ähm, dass das EEEG das sicherste technische Instrument
  225. ist, um den irreversiblen Hirnon festzustellen. Ja, also man verlässt sich offenbar in der Medizin schon sehr auf das EEEG, wenn man damit sogar den
  226. irreversiblen Hirntot feststellen kann und einen Patienten freigeben kann für für die Organspende. Aber wenn das eben so wäre aus
  227. wissenschaftlicher Sicht, dass das alles so offen ist, dass eine minimale Aktivität irgendwo im Gehirn, die vom G nicht erfassbar ist, noch äh Leben oder
  228. Bewusstsein erzeugt, dann dann dann dürfte man ja sowas gar nicht machen eigentlich, oder? Das stimmt. Ähm die das wie eine klare
  229. Todesgrenze lässt sich so einfach nicht definieren. Es ist sicherlich nicht die Abwesenheit von elektrischen Aktivitäten im EWEG, weil wir wissen, dass das
  230. streitet auch kein Mediziner, dass man Menschen zurückholen kann, nachdem diese Ströme abwesend waren. Ähm nach neuesten Untersuchung bei
  231. Schweinen, sogar aber nach einer sehr langen Zeit, kann man die Aktivität des Schweinehirns wieder zurückholen, ähm
  232. nachdem über Stunden die elektrische Aktivität nicht mehr messbar war. Ja, ich möchte nur noch korrekterweise dazu sagen, also in diesen Richtlinien
  233. da steht drinnen, also meines Wissens sind es zwei Messungen innerhalb von 24 Stunden jeweils für 30 Minuten in einem gewissen Abstand, damit das technisch
  234. bestätigt ist. Natürlich kommen diese ganzen Reflex Tests auch noch dazu, aber immerhin nur 24 Stunden, zweimal jeweils äh 30 Minuten. Okay.
  235. Ja, also das ist der entscheidende Faktor, nicht die Abwesenheit der Gehirnaktivität, sondern der lange Zeitraum. Ähm und dann sagt man, dann
  236. sind die Gehirnzellen soweit geschädigt, dass man nicht mehr reanimieren kann, also dass man den Geist sozusagen nicht mehr
  237. in dieses Gehirn zurückkriegt. Wenn er irgendwo anders ist, das geht die Medizin nichts an, aber in dieses Gehirn kann er nicht zurück, weil das Gehirn
  238. unwiderruflich geschädigt ist. Das das ist die Auffassung und das das wird durch die EEG Messung Pluszeit nicht durch die EEGM allein festgestellt.
  239. Dann erlauben Sie mir noch eine abschließende Frage und zwar aus Ihrer jetziger Sicht. Ähm was für eine Rolle spielt der bewusste Glaube an Gott oder
  240. an Jesus Christus, um letztlich äh in dieses ich ja sagen wir Paradies oder in den Himmel, ins Himmelreich oder in die Erlösung zu kommen oder für das
  241. Seelenheil. Es gibt ja da so verschiedene Begriffe. Was glauben Sie, spielt dieser dieser Glaube für eine Rolle?
  242. Nachristlicher Auffassung ist es nicht notwendig an Jesus Christus zu glauben, um das Heil zu erlangen, also um die in die ähm ewige Gemeinschaft mit Gott zu
  243. kommen, weil es gibt ja viele [schnauben] Menschen, die vor Christus gelebt haben oder die nach Christus gelebt haben und
  244. ja, aber bei Christen ist das ja schon sehr verbreitet, also diese Ansicht, dass man bewusst an Jesus Christus glauben muss oder dass das auch der
  245. einzige Weg ist äh überhaupt in die Erlösung oder in Seelenheil, Das ist ja schon sehr verbreitet in Christentum. Ja, ist aber falsch.
  246. Ist auch nicht die offizielle Lehrmeinung der Kirche. Ähm, also ich sehe das immer wieder auch an
  247. Rückmeldung. Ich, also einerseits bin ich selber in so einer christlichen Gemeinschaft aufgewachsen, ich gehöre jetzt nicht mehr dazu, aber ich sehe das
  248. auch an den vielen Rückmeldungen auf solche äh Videos in den Kommentarbereichen, da kommt es ja immer wieder äh in einem erstaunlichen Ausmaß
  249. äh aus gewissen Kreisen, dass dieser Glaube, also dieser bewusste Glaube an Christus und an seine Lehre, dass das unbedingt die Voraussetzung ist für die
  250. Erlösung. Das heiß, das heißt ja, dass alle alttestamentlichen Gestalten, die ganzen Propheten des Alten Testaments und so,
  251. dass die alle nicht erlöst werden konnten, weil die wissen nichts von Christus. Also und äh ich bringe das deswegen im
  252. zusammen in den Zusammenhang mit Natutoderfahrungen, weil Menschen nach solchen Erlebnissen, die sagen, die kommen ja meistens ab von diesen von die
  253. solchen Ansichten, wenn sie das vorher hatten. Ja, da das ist ja auch interessant, dass Menschen nach Nazoderfahrung, die die bleiben zwar oft
  254. in also konfessionell durchaus, aber sie sehen das nicht mehr so eng, nicht mehr so dogmatisch, dass sie jetzt sagen, die Kirche und der Glaube an die Lehre und
  255. an Jesus Christus wä irgend wäre irgendeine Voraussetzung. Also die meisten Natutoderfahrungen Erfahren emanzipieren sich ja von diesen
  256. Dogmen und sagen dann, das hat mit dem bewussten konfessionellen Glauben überhaupt nichts zu tun, ob man in die Erlösung kommt oder nicht.
  257. Ja, wie gesagt, es gibt kein solches Dogma, dass man an Jesus Christus glauben muss, um erlöst zu werden. Ähm, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass man
  258. jetzt konkret von Jesus Christus gehört haben muss und irgendwie seine Lehre nachgefolgt haben muss, aber mit direkten Bezug auf ihm. Ein [schnauben]
  259. solches Dogma gibt es nicht. Ähm natürlich gibt es solche Sätze wie außerhalb der Kirche kein Heil, aber [schnauben] auch das wird so
  260. interpretiert, dass es neben der sichtbaren Kirche eine unsichtbare mystische Kirche gibt, in der man durchaus dringend sein kann, ohne dass
  261. man der sichtbaren Kirche angehört. Ähm, also das ist kein gutes Beispiel dafür, aber sie haben, das ist einfach eine sehr
  262. engstirnige Auffassung, die äh noch nicht mal mit der Lehrmeinung der Kirche viel zu tun hat, aber
  263. wie ich am Anfang schon sagte, alle Nahtoderfahren oder die meisten Nahtoderfahrung haben eine Art mystische Erfahrung
  264. gemacht und Mystiker sehen, dass alle unsere begrifflichen Erklärungsversuche, unsere sprachlichen Ausdrucksweisen, die sich in Theologie und in Dogmen und
  265. alle möglichen ausdrücken können, dass die nur ein ein Abklatsch sind, ein ein ja ein eine mehrfach
  266. aufgeweichte abklatsch will ich wieder fast wieder sagen, also ein nicht das eigentliche der Religion,
  267. das eigent eigentlich die Religion ist die Gotteserfahrung selbst und die ist tatsächlich zwischen den Mystikern, sagen wir im Judentum, im Christentum äh
  268. im Buddhismus gar nicht so unterschiedlich, sodass in der Tiefe der mystischen Erfahrung sich die Religionen sehr ähnlich sind und die ganzen
  269. Streitereien zu schweigen von Religionskriegen und so weiter von daher nicht gerechtfertigt sind, sondern andere Gründe haben. Herr
  270. Professor Bründrup, vielen Dank für diese Beschreibungen und alles Gute Ihnen. Danke für die Fragen und Ihnen auch
  271. alles Gute.

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