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So funktionierte der DDR-Staat
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 59 Zeilen
- in diesem Video erklären wir euch kurz und knapp das politische System der DDR ohne große Vorrede los
- geht's die DDR versteht sich als sozialistischer Staat das bedeutet dass die Macht in den Händen der Sozialistischen Einheitspartei
- Deutschlands der SED liegt Entscheidungen sind also zentralisiert eine Stelle entscheidet und das führt dazu dass die staatlichen Gewalten also
- die gesetzgebende Gewalt oder Legislative die Regierungsgewalt oder Exekutive und die richterliche Gewalt die jud tive nicht wie z.B in der
- Bundesrepublik Deutschland getrennt sind statt einer Gewalten Teilung gibt es eine Gewalten Einheit alle Gewalten sind den von der SED vorgegebenen Zielen
- verpflichtet die Partei und die Staatsverwaltung sind nach dem Prinzip des sogenannten demokratischen Zentralismus aufgebaut was bedeutet das
- was in der Gesellschaft und im Staat passiert wird alles zentral gelenkt und die zentrale regiert im Sinne des Volkswillens so die Theorie da merkt ihr
- schon dass diese Idee vielleicht gut klingt wenn man an der Uni in einem Seminar sitzt oder wenn man eben seine Weltanschauung aufs Papier bringt aber
- in der Realität funktioniert das nicht wirklich in der Verwaltung des Staates steht oben die Regierung mit Ministerien und der plankommission denn im
- Sozialismus der DDR legt die Regierung einen Plan fest der weil er den Zeitraum von 5 Jahren abdeckt fünf Jahresplan heißt in diesem Plan wird festgelegt mit
- welchen Mitteln und in welcher Menge produziert wird was wie viel kostet und wer wie viel davon abbekommt tatsächlich sind diese grämien aber nur ausführende
- Organe der SED angewiesen und kontrolliert von den entsprechenden Abteilungen der Partei gegliedert ist die DDR in 14 Bezirke dazu kommt
- Ostberlin das in der DDR ebenfalls die Funktion eines Bezirks ausübt die Bundesländer die es heute wieder gibt sind zur Zeit der DDR abgeschafft nach
- den Bezirken kommen die Kreise und dann die einzelnen Gemeinden die jeweils übergeordnete Einheit weiß die untergeordnete Einheit an so
- funktioniert die DDR Verwaltung auf der Politis Seite in der Legislative steht oben der Staatspräsident bzw ab 1960 der Staatsrat in diesem Staatsrat sitzen ein
- Vorsitzender formal ein wichtiger Posten aber in Wirklichkeit hat der Chef der SED das Sagen Walter Ulbricht und Erich honneker machen es sich dann auch leicht
- und besetzen einfach beide Posten neben dem Vorsitzenden gibt es ca 20 bis 30 Mitglieder diese Zahl ändert sich im Laufe der Zeit das Gremium ist
- kollektives Staatsoberhaupt der DDR es gibt also ab 1960 keinen präsid mehr der als Staatsoberhaupt fungiert sondern den Staatsrat der das als Ganzes tut
- zunächst hat der Staatsrat auch formal eineig gemacht er kann beispielsweise Erlasse herausgeben die wie Gesetze wirken er ratifiziert Verträge mit
- anderen Staaten er schreibt die Wahlen zu den Parlamenten aus er Verleih Orden spätestens ab 1974 aber ist der Staatsrat dann nur noch ein
- repräsentatives grenium gewählt wird der Staatsrat vom Parlament der sogenannten Volkskammer dieses Parlament ist formal das höchste Staatsorgan in dem Parlament
- sitzen fünf Parteien neben der SED sind das die vier sogenannten Blockparteien das sind Parteien die verschiedene gesellschaftliche und politische
- Bandbreiten abdecken konkret sind das die ostcdu die liberaldemokratische Partei LDPD die demokratische Bauernpartei DBD und die
- Nationaldemokratische Partei NDPD diese vier Parteien sind nicht wirklich eigenständig denn sie sind zusammen mit der SED in einer Liste verbunden die
- übrigen sitze im Parlament verteilen sich auf Vertreter der Massenorganisationen dazu gehören die Gewerkschaft die Jugendorganisation FDJ
- und der Frauenbund diese drei Gruppen zusammen die SED die Blockparteien und die Massenorganisationen treten mit der Einheitsliste der Nationalen Front zur
- Wahl an komische Wahl wenn die Abgeordneten vorher schon feststehen wie gesagt in der DDR entscheidet die Partei die SED was passiert und auch die SED
- ist natürlich nach dem demokratischen Zentralismus organisiert an der Spitze steht das Politbüro das politische Büro es besteht aus anfangs 10 später über 20
- Mitgliedern und sogenannten Kandidaten die aber kein Stimmrecht haben übrigens fast ausschließlich eine männerriegel nur eine Handvoll Frauen schafft es in
- 40 Jahren DDR Kandidatin des Politbüros zu werden zum Vollmitglied befördert wird keine einzige eine Kandidatin ist Margarete Müller die von 1963 bis zum
- Ende der DDR also mehr als 25 Jahre in der Warteposition festhängt die Mitglieder des büros sind vor allem Chefs von den SED Abteilungen die den
- Ministerien übergeordnet sind oder Vorsitzende von Massenorganisationen Chef des politbüos ist der Generalsekretär dieser Generalsekretär
- ist der mächtigste Mann in der DDR er und eben auch das Politbüro sagen der Regierung der Verwaltung letztlich dem Parlament und den Gerichten was sie zu
- tun haben der Generalsekretär ist auch Chef des Sekretariats des Zentralkomitees das ist die Verwaltung der Partei jetzt habe ich gerade der den
- Begriff Zentralkomitee verwendet das Zentralkomitee oder auch ZK ist das höchste Gremium der SED zwischen den Parteitagen ihm gehören am Ende der DDR
- etwa 200 Mitglieder und Kandidaten an die vom Parteitag gewählt werden vorgeschlagen werden diese Mitglieder wiederum vom Sekretariat der Partei und
- dem Politbüro die oberen grämien schlagen den unteren gremmien ihre eigenen Mitglieder zur Wahl vor der Vorstand legt Kandidaten für den neuen
- Vorstand vor und geht dann zur Mitgliederversammlung und sagt hier bitteschön die wählt ihr jetzt fragt ihr euch vielleicht warum denn diese
- Wahlversammlungen sich das gefallen lassen und so wählen na ja das liegt am fraktionsverbot das Lenin erlassen hat er hat bestimmt dass es in
- kommunistischen Parteien vor allem in der Kommunistischen Partei der Sowjetunion nur eine politische Meinung geben darf das gleiche gilt für die DDR
- die höchste Ebene also das Politbüro gibt die Richtung vor und wer davon abweicht ist ein Verräter und wird mit Strafen verfolgt deshalb wählt der
- Parteitag so wie es ihm gesagt wird und deshalb stimmt das Parlament die Volkskammer so ab wie von oben angeordnet für die DDR gilt was für alle
- Diktaturen gilt sie erhält ihre Macht mit brutaler Gewalt das ist das entscheidende die Sozialistische Einheitspartei bzw das Politbüro des
- Zentralkomitees der Partei das aus scheinbar demokratischen parteiinternen Wahlen hervorgeht und in Wirklichkeit eine Gruppe von Diktatoren rund um den
- Generalsekretär ist bestimmt was die Regierung macht was das Parlament macht was die Armee macht was die Staatssicherheit macht sogar was die
- Gerichte machen die DDR ist kein Rechtsstaat denn in einem Rechtsstaat können die Bürger vor Gericht gehen wenn die Regierung ihnen etwas anordnet oder
- auch wenn das Parlament ein Gesetz erlässt und man meint dass seine Rechte deshalb verletzt werden diese Möglichkeit gegen den Staat zu klagen
- die gibt es in der DDR nicht die Justiz ist auch nicht unabhängig von der Politik wer überhaupt werden darf das bestimmt ihr werdet euch gedacht haben
- die Partei und allgemein gilt die Gerichte haben in der DDR nicht die Aufgabe dafür zu sorgen dass Recht und Gesetz gelten sie sind eher dazu da die
- Bürger im Sinne des Sozialismus zu erziehen und anzuleiten wer es in der DDR zu etwas bringen will der muss Mitglied in der Partei sein die SED hat
- in ihrer höchstphase 2,3 Millionen Mitglieder in den anderen Blockparteien sind es noch mal ungefähr 500.000 und dann kommen die Massenorganisationen
- dazu die Jugendorganisation FDJ die freie deutsche Jugend beispielsweise erreicht neun von 10 Jugendlichen Staat und Gesellschaft in der DDR sind so
- aufgebaut dass die Massen also die Bürgerinnen und Bürger Kollektiv gelenkt und kontrolliert werden können dieser Staatsaufbau würde aber sofort in sich
- zusammenbrechen wenn die Menschen frei nach ihrem Willen entscheiden könnten das zeigt sich dann ja auch 1989 um den Staat zu stabilisieren
- braucht das Regime Machtinstrumente wie die Polizei und vor allem die stad Sicherheit ja das war zugegebenermaßen alles etwas technisch aber es ist eben
- wichtig zu verstehen wie solche Systeme wie die DDR funktionieren die DDR nennt sich demokratisch ist aber in Wirklichkeit das komplette Gegenteil
- davon das zeigt sich am 17 Juni 1953 als mehr als eine Million Menschen für mehr Freiheiten auf die Straße gehen das Video zu diesem Tag verlinken wir euch
- hier schaut da gerne mal rein und hier noch die erste Folge der aktuellen Reihe Kinder der Einheit auch das sehr interessant danke euch für zchauen und
- bis zum nächsten Mal
Zum Nachlesen
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