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Bodenbildung: Vom Fels zum Tonmineral - Böden Basics 2

Geographie - simpleclub8:23 286.298 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 73 Zeilen
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  1. Na, ihr geilen Säcke:D Was seht ihr da? Geeenau!
  2. Ein Stück Boden. Der war vorher mal ein Felsen!
  3. Fuck! Und Wie zum Henkel ist das jetzt passiert?
  4. Gleich erfahrt ihr’s! In diesem Video schauen wir uns die Bildung der Mineralischen Bestandteile des Bodens an.
  5. Das is grob alles im Boden, was nicht gelebt hat. Also das, was ihr als Sandkörner kennt.
  6. Der Boden war noch nicht immer da. Hat erst ein paar tausend Jahre gedauert bis er so aussah wie jetzt.
  7. Alles ging los mit dem Ausgangsgestein. Also der äußersten Gesteinsschicht der Erdkruste.
  8. Im Laufe der Jahre hat sich der Fels dann aber an seiner Oberfläche immer weiter in seine Bestandteile aufgelöst.
  9. Die entstehenden Einzelbestandteile heißen Minerale. Wenn diese kleiner als 0,002 Millimeter groß sind heißen die Dinger Tonminerale.
  10. Am besten merken! Die Aufspaltung von einem Felsen in kleine Minerale heißt auch Verwitterung.
  11. Also nochmal: Der Fels verwittert und wird dann zu kleinen Mineralien.
  12. Und wenn die kleiner als 0,002 Millimeter bzw. 2 Mikrometer groß sind, dann heißen die “Tonminerale”.
  13. Die Verwitterung kann man in zwei Arten einteilen. In die physikalische Verwitterung und die chemische Verwitterung.
  14. Physikalische Verwitterung Erst kommt es zur physikalischen Verwitterung.
  15. Physikalische Kräfte zerbrechen dabei den Fels in seine Einzelteile. Dabei bleibt die chemische Struktur, also die Anordnung der Atome aber gleich.
  16. Es entstehen also Felsbruchstücke mit dem gleichen chemischen Aufbau. Es gibt verschiedene Arten der physikalischen Verwitterung.
  17. Sehr wichtig sind die Frostsprengung, die Temperatursprengung und die Salzsprengung. Die drei Formen schauen wir uns mal genauer an.
  18. Bei der Frostsprengung dringt Wasser in das Gestein ein. Bei Frost dehnt sich das Wasser, beziehungsweise dann Eis, aus.
  19. Durch die Ausdehnung entstehen dann Risse im Gestein. Mit Sprengung is also die Rissbildung gemeint und keine Explosion oder sowas.
  20. Als nächstes die Temperatursprengung. Auch bei hohen Temperaturen dehnt das Gestein sich aus.
  21. Wenn die Temperaturen dann wieder abkühlen, schrumpft der Fels dann wieder. Das Ausdehnen und Schrumpfen führt dann zum Abbrechen von flachen, schalenförmigen Gesteinsbruchstücken.
  22. Eine andere wichtige Form ist die Salzsprengung: Dabei kristallisiert Salzwasser.
  23. Das Salz aus dem Wasser wird dabei fest. Bei der Kristallisation entsteht dann auch ein hoher Druck.
  24. und der drückt die Felsspalten dann auseinander. Okay Frost, Temperaturschwankungen und Salzkristallisation spalten das Gestein also in kleinere Bruchstücke.
  25. Es gibt noch andere Formen der physikalischen Verwitterung, die drei sind aber die wichtigsten! Bei der chemischen Verwitterung ändert sich jetzt auch die chemische Struktur der einzelnen
  26. Minerale. Und damit auch die Eigenschaften.
  27. Und was passiert bei der chemischen Verwitterung? Dabei geht’s immer darum, dass Wasser im Boden bestimmte Stoffe aus der Bodenstruktur
  28. rauslöst. Leicht lösliche Salze wie Kaliumchlorid werden einfach durch Wasser aus dem Boden ausgewaschen.
  29. Wenn es also regnet, nimmt das Wasser das Kalium demnach mit in das Grundwasser. Heißt dann einfache Lösungsverwitterung.
  30. Dann gibt es noch die Säureverwitterung. Das Regenwasser hat einen sauren pH-Wert.
  31. Das ist zum Teil natürlich. Aber es liegt auch am Menschen.
  32. Das Regenwasser wird nämlich durch Verbrennung von Dingen wie Kohle oder Heizöl saurer. Man spricht dann auch vom Sauren Regen.
  33. Das saure Wasser löst dann basische Bodenbestandteile wie Kalziumcarbonat, also CaCO3, aus dem Boden.
  34. Landet dann auch wieder im Grundwasser. Es gibt auch noch andere chemische Verwitterungsprozesse.
  35. Merkt euch aber erstma die beiden. Bei der chemischen Verwitterung lösen sich also Stoffe in das Bodenwasser.
  36. Im Wasser gelöst heißt das dann zum Beispiel für das Salz Kaliumchlorid Folgendes: Das Kalium- und das Chlorteilchen sind nicht mehr gebunden, sondern kommen als K+ und Cl-
  37. im Wasser vor. Also als geladene Teilchen oder Ionen.
  38. In dieser Form können Pflanzen die einzelnen Ionen als Nährstoffe aufnehmen. Wichtig sind da vor allem positiv geladene Teilchen oder Kationen.
  39. Bei der Verwitterung entstehen so also Pflanzennährstoffe. Okay, In Folge der chemischen Verwitterung trennen sich also nach und nach die Einzelnen
  40. Minerale aus den Gesteinen, wobei Kationen ins Bodenwasser gelangen. Wenn die Strukturen dann kleiner sind als 2 Mikrometer sind es Tonminerale.
  41. Schauen wir uns das mal an, wie Tonminerale aus Granit entstehen. Granit seht ihr hier.
  42. Das ist unser Ausgangsgestein. Durch die physikalische Verwitterung entstehen dann kleinere Bruchstücke.
  43. Dann geht’s los mit der chemischen Verwitterung. Durch Lösungsverwitterung und Säureverwitterung teilt sich der Granit dann in die Minerale
  44. Quarz, Feldspäte und die Glimmer auf. Ihr könnt in dem Granit-Block die einzelnen Bestandteile noch erkennen.
  45. Die schwarzen Bestandteile gehören zu den Glimmern, genauer gesagt dem Biothit. Das is ein bestimmter Glimmer.
  46. Quarz is hellgrau. Die Rostbraunen und weißen Bestandteile sind verschiedene Feldspäte.
  47. Okay, jetzt geht’s aber noch weiter. Die Glimmer und die Feldspäte verwittern noch weiter.
  48. Wieder durch die chemische Verwitterung. Dabei entstehen dann Minerale, kleiner sind als 2 Mikrometer.
  49. Wie nennt ihr die dann nochmal? Genau Tonminerale!
  50. Dabei lösen sich Kationen wie Kalium, Kalzium, Magnesium oder Eisen aus dem Ton. Die Kationen können dann wieder von Pflanzen aufgenommen werden.
  51. Okay, die physikalische Verwitterung zerkleinert den Granit. Dann entstehen daraus durch chemische Verwitterung Quarz, Glimmer und Feldspäte.
  52. Glimmer und Feldspäte werden dann noch unter Abgabe von Kationen zu Tonmineralen. Schaut euch das ruhig nochmal an, wenn es euch zu schnell ging.
  53. Okay, jetzt haben wir die Tonminerale schon ganz schön oft erwähnt. Aber das wichtigste zu den Tonmineralen kommt jetzt noch!
  54. Tonminerale können Pflanzennährstoffe speichern. Wie läuft das ab?
  55. Hier haben wir mal so ein Tonmineral. Tonminerale sind negativ geladen.
  56. Viele Pflanzennährstoffe wie Kalzium, Kalium oder Magnesium sind Kationen, also positiv geladene Teilchen.
  57. Deshalb werden die Nährstoffe von den negativ- geladenen Tonmineralen festgehalten; Also gespeichert.
  58. Die meisten Kationen können dann wieder an die Pflanzen ausgetauscht werden. Das Maß für die Fähigkeit die Kationen festzuhalten heißt Kationenaustauschkapazität.
  59. Also je mehr Kationen das Tonmineral festhalten kann, desto größer ist die Kationenaustauschkapazität. Merkt euch am besten den Begriff.
  60. Und warum müssen die Kationen gespeichert werden? Nur wenn die Kationen im Bodenwasser gelöst bleiben, dann fließen sie so tief in den
  61. Boden, dass die Pflanze sie nicht mehr erreichen kann. Das heißt: Je höher die Kationenaustauschkapazität, desto mehr Nährstoffe bleiben der Pflanze
  62. erhalten. Und je mehr Nährstoffe die Pflanze zur Verfügung hat, desto besser ist die Bodenfruchtbarkeit..
  63. Das solltet ihr euch merken. Dann sollte euch auch klar sein, dass, wenn viele Tonminerale da sind, auch viele
  64. Nährstoffe gebunden sind. Je nach Verwitterungsgrad schwankt deshalb auch die Fruchtbarkeit des Bodens.
  65. Wenn noch keine Tonminerale entstanden sind, dann ist die Fruchtbarkeit noch nicht so groß. Wenn die Tonminerale entstehen, steigt die Kationenaustauschkapazität dann erstma an.
  66. Aber die Bodenentwicklung geht noch weiter. Irgendwann verändern sich die Tonminerale so, dass sie wieder weniger Kationen aufnehmen
  67. können. Die Bodenfruchtbarkeit hängt also immens von dem Verwitterungsgrad des Bodens ab.
  68. Wenn ihr eine Sache aus dem Video mitnehmt, dann die. Okay gehen wir das wichtigste Nochmal durch.
  69. Damit sich ein Boden bildet muss das Ausgangsmittel in kleinere Minerale zerlegt werden. Sind die Minerale kleiner als 0,002 Millimeter heißen sie Tonminerale.
  70. Der Prozess vom Ausgangsgestein zum Mineral heißt Verwitterung. Da gibt’s einmal die physikalische und einmal die chemische.
  71. Bei der chemischen Verwitterung ändert sich die chemische Struktur der Minerale. Dann solltet ihr euch merken, dass Pflanzen vor allem Kationen als Nährstoffe aufnehmen.
  72. Und merkt euch auch: Tonminerale können Kationen gut aufnehmen und wieder an die Pflanze geben. Stichwort Kationenaustauschkapazität.
  73. So leute, wenn ihr jetzt noch richtig Bock habt auf unsere eigene Lernplattform, dann kommt auf www.thesimpleclub.de.

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