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Pufferung
Die Pufferung eines Bodens ist seine Widerstandsfähigkeit gegen pH-Wert-Änderungen bei Zufuhr von H 3O +- oder OH −-Ionen. Diese Widerstandsfähigkeit ist …
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Definition und Bedeutung
Die Pufferung eines Bodens bezeichnet seine Widerstandsfähigkeit gegen Änderungen des pH-Wertes, wenn H₃O⁺-Ionen oder OH⁻-Ionen zugeführt werden. Sie ist wichtig, weil Pflanzen und Bodenorganismen sehr empfindlich auf plötzliche Änderungen des Säuregrades reagieren.
Funktionsweise und Einflussfaktoren
Die Pufferungskapazität wird vor allem durch die Kationenaustauschkapazität und die Basensättigung des Bodens bestimmt. Die Kationenaustauschkapazität beschreibt dabei die Fähigkeit des Bodens, positiv geladene Ionen zu binden und auszutauschen.
Werden der Bodenlösung plötzlich H₃O⁺-Ionen zugeführt, werden sie gegen basische Kationen des Sorptionskomplexes ausgetauscht und dadurch neutralisiert. Der Sorptionskomplex ist der Teil des Bodens, an dessen Oberflächen Ionen gebunden werden. Bei einer Zufuhr von OH⁻-Ionen gibt der Boden umgekehrt H₃O⁺-Ionen an die Bodenlösung ab; diese werden gegen basische Kationen ausgetauscht. Der pH-Wert verändert sich erst deutlich, wenn die Pufferkapazität erschöpft ist.
Unterschiede zwischen Böden
Böden mit hoher Austauschkapazität, etwa Tonböden, enthalten wesentlich mehr sorbierte H₃O⁺-Ionen. Deshalb benötigen sie zur Anhebung ihres pH-Wertes deutlich größere Kalkmengen als sorptionsschwache Sandböden. Kalkhaltige Böden besitzen gegenüber Säuren ein besonders großes Pufferungsvermögen.