Bodenbildung: Vom Fels zum Tonmineral - Böden Basics 2 Geographie - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=BwsAPD_I9bk Transkript (automatisch erstellt) 0:10 Na, ihr geilen Säcke:D Was seht ihr da? Geeenau! 0:13 Ein Stück Boden. Der war vorher mal ein Felsen! 0:16 Fuck! Und Wie zum Henkel ist das jetzt passiert? 0:18 Gleich erfahrt ihr’s! In diesem Video schauen wir uns die Bildung der Mineralischen Bestandteile des Bodens an. 0:30 Das is grob alles im Boden, was nicht gelebt hat. Also das, was ihr als Sandkörner kennt. 0:35 Der Boden war noch nicht immer da. Hat erst ein paar tausend Jahre gedauert bis er so aussah wie jetzt. 0:42 Alles ging los mit dem Ausgangsgestein. Also der äußersten Gesteinsschicht der Erdkruste. 0:47 Im Laufe der Jahre hat sich der Fels dann aber an seiner Oberfläche immer weiter in seine Bestandteile aufgelöst. 0:53 Die entstehenden Einzelbestandteile heißen Minerale. Wenn diese kleiner als 0,002 Millimeter groß sind heißen die Dinger Tonminerale. 1:03 Am besten merken! Die Aufspaltung von einem Felsen in kleine Minerale heißt auch Verwitterung. 1:09 Also nochmal: Der Fels verwittert und wird dann zu kleinen Mineralien. 1:13 Und wenn die kleiner als 0,002 Millimeter bzw. 2 Mikrometer groß sind, dann heißen die “Tonminerale”. 1:20 Die Verwitterung kann man in zwei Arten einteilen. In die physikalische Verwitterung und die chemische Verwitterung. 1:27 Physikalische Verwitterung Erst kommt es zur physikalischen Verwitterung. 1:30 Physikalische Kräfte zerbrechen dabei den Fels in seine Einzelteile. Dabei bleibt die chemische Struktur, also die Anordnung der Atome aber gleich. 1:39 Es entstehen also Felsbruchstücke mit dem gleichen chemischen Aufbau. Es gibt verschiedene Arten der physikalischen Verwitterung. 1:46 Sehr wichtig sind die Frostsprengung, die Temperatursprengung und die Salzsprengung. Die drei Formen schauen wir uns mal genauer an. 1:55 Bei der Frostsprengung dringt Wasser in das Gestein ein. Bei Frost dehnt sich das Wasser, beziehungsweise dann Eis, aus. 2:01 Durch die Ausdehnung entstehen dann Risse im Gestein. Mit Sprengung is also die Rissbildung gemeint und keine Explosion oder sowas. 2:08 Als nächstes die Temperatursprengung. Auch bei hohen Temperaturen dehnt das Gestein sich aus. 2:14 Wenn die Temperaturen dann wieder abkühlen, schrumpft der Fels dann wieder. Das Ausdehnen und Schrumpfen führt dann zum Abbrechen von flachen, schalenförmigen Gesteinsbruchstücken. 2:24 Eine andere wichtige Form ist die Salzsprengung: Dabei kristallisiert Salzwasser. 2:29 Das Salz aus dem Wasser wird dabei fest. Bei der Kristallisation entsteht dann auch ein hoher Druck. 2:35 und der drückt die Felsspalten dann auseinander. Okay Frost, Temperaturschwankungen und Salzkristallisation spalten das Gestein also in kleinere Bruchstücke. 2:44 Es gibt noch andere Formen der physikalischen Verwitterung, die drei sind aber die wichtigsten! Bei der chemischen Verwitterung ändert sich jetzt auch die chemische Struktur der einzelnen 2:54 Minerale. Und damit auch die Eigenschaften. 2:57 Und was passiert bei der chemischen Verwitterung? Dabei geht’s immer darum, dass Wasser im Boden bestimmte Stoffe aus der Bodenstruktur 3:04 rauslöst. Leicht lösliche Salze wie Kaliumchlorid werden einfach durch Wasser aus dem Boden ausgewaschen. 3:11 Wenn es also regnet, nimmt das Wasser das Kalium demnach mit in das Grundwasser. Heißt dann einfache Lösungsverwitterung. 3:18 Dann gibt es noch die Säureverwitterung. Das Regenwasser hat einen sauren pH-Wert. 3:23 Das ist zum Teil natürlich. Aber es liegt auch am Menschen. 3:26 Das Regenwasser wird nämlich durch Verbrennung von Dingen wie Kohle oder Heizöl saurer. Man spricht dann auch vom Sauren Regen. 3:34 Das saure Wasser löst dann basische Bodenbestandteile wie Kalziumcarbonat, also CaCO3, aus dem Boden. 3:40 Landet dann auch wieder im Grundwasser. Es gibt auch noch andere chemische Verwitterungsprozesse. 3:46 Merkt euch aber erstma die beiden. Bei der chemischen Verwitterung lösen sich also Stoffe in das Bodenwasser. 3:52 Im Wasser gelöst heißt das dann zum Beispiel für das Salz Kaliumchlorid Folgendes: Das Kalium- und das Chlorteilchen sind nicht mehr gebunden, sondern kommen als K+ und Cl- 4:03 im Wasser vor. Also als geladene Teilchen oder Ionen. 4:06 In dieser Form können Pflanzen die einzelnen Ionen als Nährstoffe aufnehmen. Wichtig sind da vor allem positiv geladene Teilchen oder Kationen. 4:15 Bei der Verwitterung entstehen so also Pflanzennährstoffe. Okay, In Folge der chemischen Verwitterung trennen sich also nach und nach die Einzelnen 4:24 Minerale aus den Gesteinen, wobei Kationen ins Bodenwasser gelangen. Wenn die Strukturen dann kleiner sind als 2 Mikrometer sind es Tonminerale. 4:33 Schauen wir uns das mal an, wie Tonminerale aus Granit entstehen. Granit seht ihr hier. 4:37 Das ist unser Ausgangsgestein. Durch die physikalische Verwitterung entstehen dann kleinere Bruchstücke. 4:43 Dann geht’s los mit der chemischen Verwitterung. Durch Lösungsverwitterung und Säureverwitterung teilt sich der Granit dann in die Minerale 4:51 Quarz, Feldspäte und die Glimmer auf. Ihr könnt in dem Granit-Block die einzelnen Bestandteile noch erkennen. 4:57 Die schwarzen Bestandteile gehören zu den Glimmern, genauer gesagt dem Biothit. Das is ein bestimmter Glimmer. 5:03 Quarz is hellgrau. Die Rostbraunen und weißen Bestandteile sind verschiedene Feldspäte. 5:09 Okay, jetzt geht’s aber noch weiter. Die Glimmer und die Feldspäte verwittern noch weiter. 5:14 Wieder durch die chemische Verwitterung. Dabei entstehen dann Minerale, kleiner sind als 2 Mikrometer. 5:20 Wie nennt ihr die dann nochmal? Genau Tonminerale! 5:23 Dabei lösen sich Kationen wie Kalium, Kalzium, Magnesium oder Eisen aus dem Ton. Die Kationen können dann wieder von Pflanzen aufgenommen werden. 5:31 Okay, die physikalische Verwitterung zerkleinert den Granit. Dann entstehen daraus durch chemische Verwitterung Quarz, Glimmer und Feldspäte. 5:41 Glimmer und Feldspäte werden dann noch unter Abgabe von Kationen zu Tonmineralen. Schaut euch das ruhig nochmal an, wenn es euch zu schnell ging. 5:48 Okay, jetzt haben wir die Tonminerale schon ganz schön oft erwähnt. Aber das wichtigste zu den Tonmineralen kommt jetzt noch! 5:55 Tonminerale können Pflanzennährstoffe speichern. Wie läuft das ab? 6:00 Hier haben wir mal so ein Tonmineral. Tonminerale sind negativ geladen. 6:04 Viele Pflanzennährstoffe wie Kalzium, Kalium oder Magnesium sind Kationen, also positiv geladene Teilchen. 6:11 Deshalb werden die Nährstoffe von den negativ- geladenen Tonmineralen festgehalten; Also gespeichert. 6:17 Die meisten Kationen können dann wieder an die Pflanzen ausgetauscht werden. Das Maß für die Fähigkeit die Kationen festzuhalten heißt Kationenaustauschkapazität. 6:26 Also je mehr Kationen das Tonmineral festhalten kann, desto größer ist die Kationenaustauschkapazität. Merkt euch am besten den Begriff. 6:34 Und warum müssen die Kationen gespeichert werden? Nur wenn die Kationen im Bodenwasser gelöst bleiben, dann fließen sie so tief in den 6:42 Boden, dass die Pflanze sie nicht mehr erreichen kann. Das heißt: Je höher die Kationenaustauschkapazität, desto mehr Nährstoffe bleiben der Pflanze 6:50 erhalten. Und je mehr Nährstoffe die Pflanze zur Verfügung hat, desto besser ist die Bodenfruchtbarkeit.. 6:56 Das solltet ihr euch merken. Dann sollte euch auch klar sein, dass, wenn viele Tonminerale da sind, auch viele 7:02 Nährstoffe gebunden sind. Je nach Verwitterungsgrad schwankt deshalb auch die Fruchtbarkeit des Bodens. 7:08 Wenn noch keine Tonminerale entstanden sind, dann ist die Fruchtbarkeit noch nicht so groß. Wenn die Tonminerale entstehen, steigt die Kationenaustauschkapazität dann erstma an. 7:17 Aber die Bodenentwicklung geht noch weiter. Irgendwann verändern sich die Tonminerale so, dass sie wieder weniger Kationen aufnehmen 7:24 können. Die Bodenfruchtbarkeit hängt also immens von dem Verwitterungsgrad des Bodens ab. 7:29 Wenn ihr eine Sache aus dem Video mitnehmt, dann die. Okay gehen wir das wichtigste Nochmal durch. 7:35 Damit sich ein Boden bildet muss das Ausgangsmittel in kleinere Minerale zerlegt werden. Sind die Minerale kleiner als 0,002 Millimeter heißen sie Tonminerale. 7:44 Der Prozess vom Ausgangsgestein zum Mineral heißt Verwitterung. Da gibt’s einmal die physikalische und einmal die chemische. 7:51 Bei der chemischen Verwitterung ändert sich die chemische Struktur der Minerale. Dann solltet ihr euch merken, dass Pflanzen vor allem Kationen als Nährstoffe aufnehmen. 8:00 Und merkt euch auch: Tonminerale können Kationen gut aufnehmen und wieder an die Pflanze geben. Stichwort Kationenaustauschkapazität. 8:07 So leute, wenn ihr jetzt noch richtig Bock habt auf unsere eigene Lernplattform, dann kommt auf www.thesimpleclub.de.