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Was ist BLUES? Das Blues-Schema - einfach erklärt!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 42 Zeilen
- Hey, let's talk about Blues. [Applaus] [Musik]
- Hey und herzlich willkommen bei Musikdurchblick. Ich bin der Sebastian und heute sprechen wir mal über den Blues und das Blu Schema. Der Blues ist
- eine Musikform, die um die Wende vom 19. 20. Jahrhundert in den USA entstanden ist. Kurz vorweg die Geschichte des Blues bzw. der afroamerikanischen
- Community, die damit unweigerlich fest verknüpft ist, ist natürlich viel komplexer und sensibler, als ich es heute hier erklären kann. Ich erläutere
- euch jetzt nur die groben Eckpfeiler und das auch ziemlich sachlich, obwohl zu der Zeit natürlich großes Unrecht und Leid geschehen ist. Bitte behaltet das
- im Hinterkopf. Damals herrschte nämlich noch Sklaverei im Land, weil der Teile der afrikanischen Bevölkerung in die USA umgesiedelt und zur Arbeit gezwungen
- wurden. Oftandwirtschaft, also auf Feldern oder Plantagen. Um miteinander zu kommunizieren und sich die Zeit während der schweren Arbeit zu
- erleichtern, fingen die Arbeiter und Arbeiterinnen an miteinander zu singen. Dabei entstanden sogenannte Worksongs und Spirituals. Die Spirituals gelten
- als der Vorläufer von heutigen Gospelsongs, haben also einen geistlichen christlichen Hintergrund. Aus den Worksongs wiederum entstand
- später der Blues. Der Name Blues leitet sich von der englischen Redewendung ein Feeling Blue ab. Das bedeutet so viel wie ich bin traurig. Blue Songs klingen
- in der Regel also eher traurig, melancholisch und schwer. Kein Wunder bei dem historischen Kontext. In Bluetexten wird deshalb oft von Leid und
- Schmerz, Trauer und Liebeskummer gesungen. Musikalisch haben sich mit der Zeit charakteristische Elemente wie Blue Notes,
- typische Basslinien, [Musik] klassische Instrumentation und eben das Blues Schema entwickelt. Darauf gehe ich
- jetzt genauer ein. Das Standard Blues Schema ist eine festgelegte Abfolge von Akkorden in einem zwölftaktigen Zyklus. Auf englisch sagt man auch 12 Bar Blues.
- Das Blues Schema stützt sich auf die sogenannte Stufentheorie. Dabei werden den Tön einer beliebigen Durtonleiter hier C-Dur aufsteigend die Stufen von 1
- bis 7 zugeteilt, auf denen wiederum Akkorde gebildet werden. Wenn du noch gar nicht genau weißt, was die Stufentheorie ist, kannst du dir einfach
- hier unser passendes Video dazu anschauen, da ich heute nicht ganz so detailliert darauf eingehen werde. Und wenn du schon dabei bist, abonniere doch
- gerne unseren Kanal, damit du keine weiteren Videos von uns verpasst. Vielen Dank dafür. Wir bleiben als Beispiel in der Tonart Cour. Um einen klassischen
- Blues zu bauen, benötigen wir die Akkorde auf der ersten, vierten und fünften Stufe. Wir bilden also auf den Tön C, F und G jeweils einen Dreiklang
- aus den leitereigenen Tönen. Dabei entstehen die Akkorde C-Dur, FD Dur und GD. Zurück zum Blues Schema. Das besteht also aus z Takten, die dann
- in der Praxis beliebig oft wiederholt werden können. In den ersten vier Takten wird der Akkord der ersten Stufe gespielt. Danach folgen zwei Takte mit
- der vierten Stufe. Dann wieder zwei Takte mit der ersten Stufe. Takt 9 beginnt mit der fünften Stufe, geht danach ein Takt in die vierte Stufe und
- zum Schluss für die letzten zwei Takte zurück zur ersten Stufe. Die Bluesform wird in der Regel sehr oft wiederholt. In dem Fall wird dann im letzten Tag
- noch mal die fünfte Stufe gespielt, um wieder zum Anfang der Form zu leiten. So sieht das Schema aus. 1 1
- 4 4 1 5 4 1 oder optional 5. Auf die Tonart C angewendet können wir jetzt einfach die
- Stufen dem Schäber zuordnen. Es wird also vier Takte lang CD gespielt, danach zwei Takte FD, dann wieder zwei Takte CD, ein Takt GD, ein Takt FD Dur und
- zurück zu C-Dur für die letzten zwei Takte. Fertig ist ein Blues in C und so klingt er.
- [Musik] schon ganz gut, aber noch nicht perfekt. Um die klangliche Spannung zu erhöhen,
- kann bei allen Akkorden noch zusätzlich die kleine Septime gespielt werden. Bei CD kommt also noch ein BL dazu. Bei FD ein S und bei GD ein F. Das klingt dann
- so. [Musik]
- Jetzt legen wir noch den für Jazz und Blues typischen ternären Rhythmus unter die Harmonien, damit die Akkordfolge nicht zu gerade und glatt klingt.
- [Musik] Dieses klassische Blues Schema kann natürlich auf alle anderen Tonarten
- angewendet werden. Um das noch mal zu verdeutlichen, spielen wir jetzt mal einen Blues in Beflato, was eine typische Jazz Tonart ist. Dafür wird
- zuerst z.B. mit Hilfe des Ganzton Halbtonschrittschemas die Beflat du Tonleiter gebildet. Die Töne lauten Bflat, C, D, S, F, G und A.
- Auf der ersten, vierten und fünften Stufe stehen die Akkorde Bflatour, Sour und Four. Auf diesen drei Stufen stehen übrigens immer Duakkorde. Das
- kannst du dir grundsätzlich merken. Um ein bisschen mehr Spannung zu erzeugen, fügen wir jedem Akkord eine kleine Septime hinzu. Jetzt wird das Ganze dem
- Blues Schema entsprechend eingeteilt. 4 x BFAT 7, 2 S 2 BFAT 7 F7, einmal F7 und zum Schluss wieder Bflat 7. Fertig. Und zum Schluss spiele
- ich noch mit der Gitarre dazu. Hier ist schließlich das wichtigste Instrument im Blues.
- [Musik] Es gibt auch noch mehrere Varianten und Abwandlung des Blußchemas, bei dem einige Akkorde dann ersetzt oder
- erweitert werden können. Darüber könnten wir ja auch noch mal in einem zukünftigen Video sprechen. Würde dich das interessieren? Dann schreib es in
- die Kommentare. Wenn dir das Video gefallen hat, gib uns doch gerne einen Daumen hoch und wir sehen uns dann in der nächsten Folge. Bis dann.
- [Musik]
Zum Nachlesen
BluesBlues ist eine vokale und instrumentale Musikform, die sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der afroamerikanischen Gesellschaft der USA …
JazzbluesBlues meint dabei eine spezielle Chorus-Struktur von 12 Takten, die wiederholt wird und in ihren Harmonien aus dem traditionellen Blues abgeleitet ist. Dabei …
Blue NoteAls Blue Notes (englisch blue notes) oder Bluestöne bezeichnet man Töne, die in besonderem Maß den Bluescharakter von Melodien prägen. Im engeren Sinne …
BluestonleiterDie Bluestonleiter ist eine Tonleiter, die aus der Blues-Musik stammt und die charakteristischen Blue Notes (Bluestöne) enthält.