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Was ist BLUES? Das Blues-Schema - einfach erklärt!

MusikDurchblick8:17 164.013 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 42 Zeilen
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  1. Hey, let's talk about Blues. [Applaus] [Musik]
  2. Hey und herzlich willkommen bei Musikdurchblick. Ich bin der Sebastian und heute sprechen wir mal über den Blues und das Blu Schema. Der Blues ist
  3. eine Musikform, die um die Wende vom 19. 20. Jahrhundert in den USA entstanden ist. Kurz vorweg die Geschichte des Blues bzw. der afroamerikanischen
  4. Community, die damit unweigerlich fest verknüpft ist, ist natürlich viel komplexer und sensibler, als ich es heute hier erklären kann. Ich erläutere
  5. euch jetzt nur die groben Eckpfeiler und das auch ziemlich sachlich, obwohl zu der Zeit natürlich großes Unrecht und Leid geschehen ist. Bitte behaltet das
  6. im Hinterkopf. Damals herrschte nämlich noch Sklaverei im Land, weil der Teile der afrikanischen Bevölkerung in die USA umgesiedelt und zur Arbeit gezwungen
  7. wurden. Oftandwirtschaft, also auf Feldern oder Plantagen. Um miteinander zu kommunizieren und sich die Zeit während der schweren Arbeit zu
  8. erleichtern, fingen die Arbeiter und Arbeiterinnen an miteinander zu singen. Dabei entstanden sogenannte Worksongs und Spirituals. Die Spirituals gelten
  9. als der Vorläufer von heutigen Gospelsongs, haben also einen geistlichen christlichen Hintergrund. Aus den Worksongs wiederum entstand
  10. später der Blues. Der Name Blues leitet sich von der englischen Redewendung ein Feeling Blue ab. Das bedeutet so viel wie ich bin traurig. Blue Songs klingen
  11. in der Regel also eher traurig, melancholisch und schwer. Kein Wunder bei dem historischen Kontext. In Bluetexten wird deshalb oft von Leid und
  12. Schmerz, Trauer und Liebeskummer gesungen. Musikalisch haben sich mit der Zeit charakteristische Elemente wie Blue Notes,
  13. typische Basslinien, [Musik] klassische Instrumentation und eben das Blues Schema entwickelt. Darauf gehe ich
  14. jetzt genauer ein. Das Standard Blues Schema ist eine festgelegte Abfolge von Akkorden in einem zwölftaktigen Zyklus. Auf englisch sagt man auch 12 Bar Blues.
  15. Das Blues Schema stützt sich auf die sogenannte Stufentheorie. Dabei werden den Tön einer beliebigen Durtonleiter hier C-Dur aufsteigend die Stufen von 1
  16. bis 7 zugeteilt, auf denen wiederum Akkorde gebildet werden. Wenn du noch gar nicht genau weißt, was die Stufentheorie ist, kannst du dir einfach
  17. hier unser passendes Video dazu anschauen, da ich heute nicht ganz so detailliert darauf eingehen werde. Und wenn du schon dabei bist, abonniere doch
  18. gerne unseren Kanal, damit du keine weiteren Videos von uns verpasst. Vielen Dank dafür. Wir bleiben als Beispiel in der Tonart Cour. Um einen klassischen
  19. Blues zu bauen, benötigen wir die Akkorde auf der ersten, vierten und fünften Stufe. Wir bilden also auf den Tön C, F und G jeweils einen Dreiklang
  20. aus den leitereigenen Tönen. Dabei entstehen die Akkorde C-Dur, FD Dur und GD. Zurück zum Blues Schema. Das besteht also aus z Takten, die dann
  21. in der Praxis beliebig oft wiederholt werden können. In den ersten vier Takten wird der Akkord der ersten Stufe gespielt. Danach folgen zwei Takte mit
  22. der vierten Stufe. Dann wieder zwei Takte mit der ersten Stufe. Takt 9 beginnt mit der fünften Stufe, geht danach ein Takt in die vierte Stufe und
  23. zum Schluss für die letzten zwei Takte zurück zur ersten Stufe. Die Bluesform wird in der Regel sehr oft wiederholt. In dem Fall wird dann im letzten Tag
  24. noch mal die fünfte Stufe gespielt, um wieder zum Anfang der Form zu leiten. So sieht das Schema aus. 1 1
  25. 4 4 1 5 4 1 oder optional 5. Auf die Tonart C angewendet können wir jetzt einfach die
  26. Stufen dem Schäber zuordnen. Es wird also vier Takte lang CD gespielt, danach zwei Takte FD, dann wieder zwei Takte CD, ein Takt GD, ein Takt FD Dur und
  27. zurück zu C-Dur für die letzten zwei Takte. Fertig ist ein Blues in C und so klingt er.
  28. [Musik] schon ganz gut, aber noch nicht perfekt. Um die klangliche Spannung zu erhöhen,
  29. kann bei allen Akkorden noch zusätzlich die kleine Septime gespielt werden. Bei CD kommt also noch ein BL dazu. Bei FD ein S und bei GD ein F. Das klingt dann
  30. so. [Musik]
  31. Jetzt legen wir noch den für Jazz und Blues typischen ternären Rhythmus unter die Harmonien, damit die Akkordfolge nicht zu gerade und glatt klingt.
  32. [Musik] Dieses klassische Blues Schema kann natürlich auf alle anderen Tonarten
  33. angewendet werden. Um das noch mal zu verdeutlichen, spielen wir jetzt mal einen Blues in Beflato, was eine typische Jazz Tonart ist. Dafür wird
  34. zuerst z.B. mit Hilfe des Ganzton Halbtonschrittschemas die Beflat du Tonleiter gebildet. Die Töne lauten Bflat, C, D, S, F, G und A.
  35. Auf der ersten, vierten und fünften Stufe stehen die Akkorde Bflatour, Sour und Four. Auf diesen drei Stufen stehen übrigens immer Duakkorde. Das
  36. kannst du dir grundsätzlich merken. Um ein bisschen mehr Spannung zu erzeugen, fügen wir jedem Akkord eine kleine Septime hinzu. Jetzt wird das Ganze dem
  37. Blues Schema entsprechend eingeteilt. 4 x BFAT 7, 2 S 2 BFAT 7 F7, einmal F7 und zum Schluss wieder Bflat 7. Fertig. Und zum Schluss spiele
  38. ich noch mit der Gitarre dazu. Hier ist schließlich das wichtigste Instrument im Blues.
  39. [Musik] Es gibt auch noch mehrere Varianten und Abwandlung des Blußchemas, bei dem einige Akkorde dann ersetzt oder
  40. erweitert werden können. Darüber könnten wir ja auch noch mal in einem zukünftigen Video sprechen. Würde dich das interessieren? Dann schreib es in
  41. die Kommentare. Wenn dir das Video gefallen hat, gib uns doch gerne einen Daumen hoch und wir sehen uns dann in der nächsten Folge. Bis dann.
  42. [Musik]

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