Was ist BLUES? Das Blues-Schema - einfach erklärt! MusikDurchblick https://www.youtube.com/watch?v=ANNOLWIpfY4 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hey, let's talk about Blues. [Applaus] [Musik] 0:10 Hey und herzlich willkommen bei Musikdurchblick. Ich bin der Sebastian und heute sprechen wir mal über den Blues und das Blu Schema. Der Blues ist 0:19 eine Musikform, die um die Wende vom 19. 20. Jahrhundert in den USA entstanden ist. Kurz vorweg die Geschichte des Blues bzw. der afroamerikanischen 0:29 Community, die damit unweigerlich fest verknüpft ist, ist natürlich viel komplexer und sensibler, als ich es heute hier erklären kann. Ich erläutere 0:38 euch jetzt nur die groben Eckpfeiler und das auch ziemlich sachlich, obwohl zu der Zeit natürlich großes Unrecht und Leid geschehen ist. Bitte behaltet das 0:46 im Hinterkopf. Damals herrschte nämlich noch Sklaverei im Land, weil der Teile der afrikanischen Bevölkerung in die USA umgesiedelt und zur Arbeit gezwungen 0:55 wurden. Oftandwirtschaft, also auf Feldern oder Plantagen. Um miteinander zu kommunizieren und sich die Zeit während der schweren Arbeit zu 1:03 erleichtern, fingen die Arbeiter und Arbeiterinnen an miteinander zu singen. Dabei entstanden sogenannte Worksongs und Spirituals. Die Spirituals gelten 1:13 als der Vorläufer von heutigen Gospelsongs, haben also einen geistlichen christlichen Hintergrund. Aus den Worksongs wiederum entstand 1:22 später der Blues. Der Name Blues leitet sich von der englischen Redewendung ein Feeling Blue ab. Das bedeutet so viel wie ich bin traurig. Blue Songs klingen 1:32 in der Regel also eher traurig, melancholisch und schwer. Kein Wunder bei dem historischen Kontext. In Bluetexten wird deshalb oft von Leid und 1:40 Schmerz, Trauer und Liebeskummer gesungen. Musikalisch haben sich mit der Zeit charakteristische Elemente wie Blue Notes, 1:51 typische Basslinien, [Musik] klassische Instrumentation und eben das Blues Schema entwickelt. Darauf gehe ich 2:01 jetzt genauer ein. Das Standard Blues Schema ist eine festgelegte Abfolge von Akkorden in einem zwölftaktigen Zyklus. Auf englisch sagt man auch 12 Bar Blues. 2:11 Das Blues Schema stützt sich auf die sogenannte Stufentheorie. Dabei werden den Tön einer beliebigen Durtonleiter hier C-Dur aufsteigend die Stufen von 1 2:21 bis 7 zugeteilt, auf denen wiederum Akkorde gebildet werden. Wenn du noch gar nicht genau weißt, was die Stufentheorie ist, kannst du dir einfach 2:29 hier unser passendes Video dazu anschauen, da ich heute nicht ganz so detailliert darauf eingehen werde. Und wenn du schon dabei bist, abonniere doch 2:36 gerne unseren Kanal, damit du keine weiteren Videos von uns verpasst. Vielen Dank dafür. Wir bleiben als Beispiel in der Tonart Cour. Um einen klassischen 2:45 Blues zu bauen, benötigen wir die Akkorde auf der ersten, vierten und fünften Stufe. Wir bilden also auf den Tön C, F und G jeweils einen Dreiklang 2:58 aus den leitereigenen Tönen. Dabei entstehen die Akkorde C-Dur, FD Dur und GD. Zurück zum Blues Schema. Das besteht also aus z Takten, die dann 3:10 in der Praxis beliebig oft wiederholt werden können. In den ersten vier Takten wird der Akkord der ersten Stufe gespielt. Danach folgen zwei Takte mit 3:19 der vierten Stufe. Dann wieder zwei Takte mit der ersten Stufe. Takt 9 beginnt mit der fünften Stufe, geht danach ein Takt in die vierte Stufe und 3:29 zum Schluss für die letzten zwei Takte zurück zur ersten Stufe. Die Bluesform wird in der Regel sehr oft wiederholt. In dem Fall wird dann im letzten Tag 3:39 noch mal die fünfte Stufe gespielt, um wieder zum Anfang der Form zu leiten. So sieht das Schema aus. 1 1 3:50 4 4 1 5 4 1 oder optional 5. Auf die Tonart C angewendet können wir jetzt einfach die 4:05 Stufen dem Schäber zuordnen. Es wird also vier Takte lang CD gespielt, danach zwei Takte FD, dann wieder zwei Takte CD, ein Takt GD, ein Takt FD Dur und 4:20 zurück zu C-Dur für die letzten zwei Takte. Fertig ist ein Blues in C und so klingt er. 4:32 [Musik] schon ganz gut, aber noch nicht perfekt. Um die klangliche Spannung zu erhöhen, 4:57 kann bei allen Akkorden noch zusätzlich die kleine Septime gespielt werden. Bei CD kommt also noch ein BL dazu. Bei FD ein S und bei GD ein F. Das klingt dann 5:11 so. [Musik] 5:37 Jetzt legen wir noch den für Jazz und Blues typischen ternären Rhythmus unter die Harmonien, damit die Akkordfolge nicht zu gerade und glatt klingt. 5:45 [Musik] Dieses klassische Blues Schema kann natürlich auf alle anderen Tonarten 6:15 angewendet werden. Um das noch mal zu verdeutlichen, spielen wir jetzt mal einen Blues in Beflato, was eine typische Jazz Tonart ist. Dafür wird 6:24 zuerst z.B. mit Hilfe des Ganzton Halbtonschrittschemas die Beflat du Tonleiter gebildet. Die Töne lauten Bflat, C, D, S, F, G und A. 6:40 Auf der ersten, vierten und fünften Stufe stehen die Akkorde Bflatour, Sour und Four. Auf diesen drei Stufen stehen übrigens immer Duakkorde. Das 6:53 kannst du dir grundsätzlich merken. Um ein bisschen mehr Spannung zu erzeugen, fügen wir jedem Akkord eine kleine Septime hinzu. Jetzt wird das Ganze dem 7:01 Blues Schema entsprechend eingeteilt. 4 x BFAT 7, 2 S 2 BFAT 7 F7, einmal F7 und zum Schluss wieder Bflat 7. Fertig. Und zum Schluss spiele 7:18 ich noch mit der Gitarre dazu. Hier ist schließlich das wichtigste Instrument im Blues. 7:27 [Musik] Es gibt auch noch mehrere Varianten und Abwandlung des Blußchemas, bei dem einige Akkorde dann ersetzt oder 7:54 erweitert werden können. Darüber könnten wir ja auch noch mal in einem zukünftigen Video sprechen. Würde dich das interessieren? Dann schreib es in 8:01 die Kommentare. Wenn dir das Video gefallen hat, gib uns doch gerne einen Daumen hoch und wir sehen uns dann in der nächsten Folge. Bis dann. 8:10 [Musik]