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Wie überträgt sich Wärme? (Wärmeströmung/Konvektion) | Physik | planet schule | ARD

planet schule3:26 261.578 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 34 Zeilen
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  1. Wie überträgt sich Wärme? Da gibt's verschiedene Methoden.
  2. Eine ist die Wärmeleitung. Die andere ist die Wärmeströmung.
  3. Die gibt's nur bei Flüssigkeiten und bei Gasen. Aber die Wärmeströmung ist die effektivste Form
  4. der Wärmeübertragung. Was versteht man unter dieser "Wärmeströmung"?
  5. Das kann ich euch mit einem Modellversuch zeigen. Ich hab hier ein rechteckiges Glasrohr, da drin ist Wasser.
  6. Damit ihr sehen könnt, was Spannendes drin passiert, kipp ich einen Pulver rein, das das Wasser
  7. ein bisschen verfärbt. Hier oben ist die Farbe.
  8. Im Moment bleibt sie noch an Ort und Stelle, aber das ändern wir jetzt. Jetzt komm ich mit meinem Gasbrenner an.
  9. Jetzt werde ich dieses Glasrohr an dieser Stelle heiß machen. Das Wasser wird hier aufgewärmt an dieser Stelle.
  10. Es dehnt sich dadurch aus. Die Dichte nimmt ab und das Wasser steigt nach oben.
  11. Hier könnt ihr die Farbe beobachten. Die ist gerade ein bisschen runtergekommen.
  12. Aber wenn ich hier heiß mache, seht ihr auf einmal, jetzt steigt die nach oben.
  13. Denn hier heiz ich auf, warmes Wasser nimmt mehr Raum ein. Die Dichte ist kleiner und es steigt nach oben.
  14. Hier entsteht eine richtige Strömung. Hier oben wärme ich nicht mehr das Wasser auf.
  15. Hier kann es sich abkühlen. Es zieht sich wieder zusammen.
  16. Die Dichte nimmt zu. Wenn es hier unten angekommen ist, beginnt der Kreislauf von vorne.
  17. Das ist *Konvektion*. Aufwärmen, ausdehnen, aufsteigen, abkühlen, zusammenziehen, absinken.
  18. Das wiederholt sich immer wieder. Konvektion spielt in der Natur eine große Rolle.
  19. Z .B. bei der Thermik an einem großen See. Wissenschaftler haben da folgendes Phänomen beobachtet.
  20. Selbst wenn wir an einem heißen Sommertag tagsüber über 30° haben und sich die Temperatur nachts auf
  21. 15° abkühlt, schwankt die Temperatur an der Oberfläche eines großen Sees nicht um
  22. 15°, sondern um nicht mehr als 1-2°. Im Gegensatz dazu sind die Temperaturschwankungen über
  23. den angrenzenden Landflächen weitaus größer. Das bedeutet, nachts kühlt der See weniger ab als das Land.
  24. Warum denn dieser Unterschied? Die Antwort auf all diese Fragen: Die spezifische Wärmekapazität.
  25. Die warme Luft über dem See steigt vom späten Abend bis zum frühen Morgen über der Seeoberfläche auf.
  26. Im Laufe des Tages erwärmt sich das Land wieder stärker als das Wasser. Warum?
  27. Wegen seiner kleineren spezifischen Wärmekapazität. Das ist die Fähigkeit von einem Stoff, die Energie zu speichern.
  28. Da ist das Wasser gegenüber dem Land im Vorteil. Anschließend drehen sich die Strömungsverhältnisse um.
  29. Über dem Land steigt die erhitzte Luft auf. Von der See her strömt kältere Luft auf das Land nach.
  30. Die Folge ist ein kühler Wind, der bewirkt, dass es an der Küste weniger warm
  31. wird als weiter im Landesinneren. Manche von euch kennen das bestimmt aus dem Urlaub.
  32. An der Küste muss man sich oft ein bisschen Wärme anziehen, als wenn man ein paar Kilometer weiter
  33. im Landesinneren spazieren geht. Eine wichtige Form der Wärmeübertragung fehlt uns noch.
  34. Die ist superwichtig, sogar lebenswichtig. Es geht um die Wärmestrahlung.

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