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Die CONQUISTA war ein GENOZID – und man verbrennt die Beweise dafür bis heute!

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  1. In einem Genlabor in den Vereinigten Staaten irgendwann im Jahr 2021, legte eine junge Genetikerin, einen Objektträger in einen Sequenzierer.
  2. Es war Routine. Knochenmaterial aus den Anden, Massengräber, datiert auf die Jahre kurz vor der
  3. Ankunft der Spanier. Sie erwartete das Übliche, die genetische Signatur eines Volkes, das von einer Katastrophe heimgesucht wurde.
  4. Was der Computer dann ausspuckte, war keine Katastrophe. Es war ein Exekutionsprotokoll. Die DNA zeigte ein anderes Bild.
  5. kein gleichmäßiges Sterben, wie es eine solche verursacht hätte, sondern ein präzises Muster. Die Elwelad chromosomalen Linien, die
  6. man mit der herrschenden [musik] Inkar Aristokratie in Verbindung bringt, waren nahezu vollständig verschwunden. Die Linien der Priesterkaste, der
  7. Militärelite, der kaiserlichen Verwalter ausgelöscht. Die Linien der einfachen Bauern, der Handwerker und Hirten. Jedoch, sie waren
  8. noch da, stark und ungebrochen. Diese Daten legen den dringenden Verdacht nahe, dass jemand die Führungsschicht eines Imperiums von 10 Millionen
  9. Menschen selektiv [musik] ausgelöscht hat. Und zwar bevor Franzco Pizzaro überhaupt [musik] einen Fuß an die Küste Perus gesetzt hatte.
  10. Dieses stumme Zeugnis des Erbguts [musik] ist der Ausgangspunkt unserer Ermittlungen. Es zwingt uns, die gesamte offizielle
  11. Geschichte der Eroberung Perus als das zu betrachten, [musik] was sie sehr wahrscheinlich ist. eine höchst unvollständige, an
  12. entscheidenden Stellen gefälschte [musik] Legende. Die Frage, die uns von nun an leiten wird, lautet nicht: Wie konnten 168
  13. Männer 10 Millionen besiegen? Diese Frage ist ein Ablenkungsmanöver. Die wahre Frage der Haunting Question, die in diesen Knochen eingeschrieben
  14. steht, ist sehr viel beunruhigender. Wer löschte gezielt die genetischen Linien der Inkerherrscher aus, noch bevor Pizaro kam? Und tarnte diesen
  15. [musik] stillen Genozid als heroische Eroberung. Wer entschied, die biologische Waffe einzusetzen, die das größte [musik] Imperium der neuen Welt
  16. wehrlos machte? Bevor wir dieser Frage in die Tiefe folgen können, müssen wir zunächst [musik] die Legende zertrümmern, die sie
  17. so lange verdeckt hat. Fragen Sie sich einmal selbst, was wissen Sie [musik] wirklich über die Eroberung des Inkerreiches?
  18. Die Chancen stehen gut, [musik] dass sie eine Version der Geschichte im Kopf haben, die ungefähr so klingt. Ein genialer, wenn auch grausamer
  19. Konquistador namens Franzisco Pizarro landete mit einer Handvoll mutiger Abenteurer an einer unbekannten Küste mit überlegener europäischer
  20. Technologie, Stahl, Pferden und Schießpulver und vor allem mit unerschütterlichem christlichen Glauben gelang ihm das scheinbar Unmögliche.
  21. Er stürzte ein riesiges rückständiges Reich und eroberte es für die spanische Krone. Eine Heldensager, eine militärische
  22. Meisterleistung. Diese Geschichte ist nicht nur falsch, sie ist und das ist der entscheidende Punkt, nicht einfach so entstanden. Sie
  23. wurde konstruiert. Betrachten wir die nackten Zahlen, die jede militärische Erklärung adab Absurdum führen. Zu Beginn des Jahres 1532
  24. beherrschten die Inker ein Territorium von über zweieinhalb Millionen Quadratkilometern. [musik] Ihr Machtbereich zog sich den gesamten
  25. Andenkam entlang vom Süden des heutigen Kolumbien bis tief in das zentrale Chile hinein. Innerhalb seiner Grenzen lebten etwa 10
  26. Millionen Menschen. Es war nach jeder [musik] denkbaren Metrik das größte Reich, das jemals im präkolumbianischen Amerika existiert hatte [musik] und
  27. eines der größten der Welt zu jener Zeit. Seine Infrastruktur war eine logistische Meisterleistung.
  28. Ein asphaltiertes Straßennetz von über 40.000 km, [musik] das Gebirgespässe überquerte, die europäische Ingenieure erst 300 Jahre
  29. später in Angriff nehmen würden. In präzisen Abständen entlang dieser Straßen standen Lagerhäuser voll mit Getreide, Textilien und Waffen. Ein
  30. System [musik] von Stafettenläufern. konnte eine Nachricht über fast 2000 km in weniger als einer Woche überbringen. Ihre Steinmetzarbeiten waren so perfekt
  31. gefügt, dass man bis heute keine Klinge [musik] in die Fugen schieben kann. Zahlen, die man wirken lassen muss.
  32. Gegenüber dieser hochorganisierten Weltmacht stand nun eine Truppe, die in den kritischen Monaten der sogenannten Eroberung aus exakt 168 [musik] Mann
  33. bestand. Keine Verstärkung traf ein, keine Unterstützung der Marine, keine zweite Armee landete an der Küste. In der
  34. entscheidenden Konfrontation bei Kajamaka standen diese 168 Spanier [musik] einer Inkar Streitmacht gegenüber, die sie um das 500fache
  35. übertraf. Ich wiederhole 500:1. Rechnen Sie selbst nach. Selbst wenn
  36. [musik] jeder einzelne Spanier mit einem modernen Maschinengewehr bewaffnet gewesen wäre, die schiere Masse der Gegner hätte sie innerhalb von Tagen
  37. überwältigen müssen. Tief im Feindesland, tausende Kilometer von jeglicher Versorgung [musik]
  38. entfernt. Die traditionellen Erklärungen, die man dafür anführt, sind durchaus real. Die [musik] Akkebusen, die kleinen
  39. Kanonen, die Stahlrüstungen, die für den Krieg gezüchteten Pferde, ein kühner Hinterhalt. [musik] Aber all das reicht nicht. Es reicht
  40. nicht, um den fast widerstandslosen Kollaps eines Imperiums zu [musik] erklären. Die offizielle Version hat ein
  41. Kernproblem über das jahrhundertelang mit Heldenpathos hinweggeredet wurde. Kein noch so zentralistisch in geführtes Reich. zerbricht allein an
  42. der temporären Gefangennahme eines Monarchen. Es muss bereits vorher etwas anderes im Inkerreich fundamental im Argen gelegen
  43. haben. Etwas, dass die Spanier selbst nicht verstanden. Und die Spur dieses etwas führt uns zurück in die sterile Stille, der Genlabore zu einem
  44. unsichtbaren Feind, der 8 Jahre vor Pizaros Ankunft in den Anten landete. 8 Jahre. Das ist die Zeitspanne, die alles verändert.
  45. Während die Geschichtsbücher den Eindruck erwecken, Pizzaro habe die Pocken [musik] mitgebracht, zeigen die genetischen und osteologischen Befunde
  46. ein völlig anderes, viel finsteres Bild. Man geht heute davon aus, dass die Pocken Südamerika um das Jahr 1524 [musik] erreichten.
  47. Pizzaro betrat Kajamaka aber erst im November 1532. Diese Lücke von 8 Jahren ist die [musik] erste monumentale Unmöglichkeit in der
  48. offiziellen Chronologie. Wie kann ein Erreger ein Imperium verwüsten, lange bevor sein angeblicher Überbringer eintrifft?
  49. Wer oder was trug ihn in das Herz der Anden? Um die Ungeheuerlichkeit dieses Vorgangs zu verstehen, muss man sich die
  50. biologische Situation klar machen. Die Völker der Anden lebten [musik] in einem Zustand, den Immunologen als naiv bezeichnen. Das ist ein technischer
  51. Begriff für ein Todesurteil. Krankheiten der alten Welt, Pocken, Masern, Grippe, Tyfus hatten in Amerika kein Gegenstück. [musik]
  52. Niemand in der neuen Welt war diesen Erregern je begegnet. Es hatte dort keine jahrhundertelange Auslese gegeben, die schwache
  53. Immunsysteme aus dem Genpool entfernt [musik] und widerstandsfähige Linien begünstigt hätte. Die Europäer hingegen lebten seit
  54. Jahrhunderten mit diesen solchen und hatten unter schrecklichen Verlusten eine Immunität [räuspern][musik] auf Bevölkerungsebene entwickelt.
  55. Als die Erreger schließlich den Ozean überquerten, trafen sie auf Körper, die ihnen völlig schutzlos ausgeliefert waren. Es war, [musik] als würde man ein
  56. Streichholz in ein Lager mit Fässern voller Schießpulver werfen. [musik] Die Folgen waren apokalyptisch. Die Arbeit [musik] mit alter DNA hat dem
  57. eine forensische Präzision verliehen, die keinen Raum für Beschwichtigungen lässt. Genetische Untersuchungen von Überresten aus der Zeit vor und nach dem
  58. Kontakt mit Europäern zeigen ein einen plötzlichen [musik] dramatischen Bevölkerungszusammenbruch, der im Genom selbst eingeschrieben ist.
  59. Populationsengpässe, [musik] ein massiverlust an genetischer Diversität. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu
  60. 90% der indigenen Bevölkerung [musik] der Anten im Jahrhundert nach dem Kontakt starben. Die erste und größte Welle dieses
  61. Massensterbens ereignete sich, bevor Pizzaros Armee auch nur einen [musik] einzigen Inkerkrieger im Kampf gesehen hatte. Stellen Sie sich das vor. Ein
  62. Reich von zehn Millionen Menschen verliert innerhalb weniger Jahre zwei, drei, [musik] vielleicht 4er Millionen seiner Bewohner durch eine Ursache, die
  63. niemand verstand, die niemand sehen geschweige denn aufhalten konnte. Doch all das, so schrecklich es war, erklärt noch nicht den selektiven Mord
  64. an der Elite, den das Genom bezeugt. Eine solche ist in der Regel ein egalitärer Killer. Sie unterscheidet nicht zwischen einem Bauern und einem
  65. Prinzen, dass nun aber ausgerechnet die Linien der Herrscher fast vollständig aus dem genetischen Archiv verschwinden, während
  66. die Linien der einfachen Bevölkerung fortbestehen. Das deutet [musik] mit Nachdruck auf einen zweiten, ebenso tödlichen Mechanismus hin. Die Natur
  67. liebt keine statistischen Ausreißer dieser Größenordnung. Systeme schon. Und genau hier beginnt das eigentliche
  68. Dunkel. Wenn der biologische Zusammenbruch der erste Schlag war, dann erfolgte der zweite politische Schlag mit einer
  69. Präzision, [musik] die zufällig nicht zu erklären ist. Der Kaiser des Imperiums Huain Kapak, ein erfahrener Herrierscher, der fast
  70. [musik] 35 Jahre lang regiert und das Reich zu seiner größten territorialen Ausdehnung geführt hatte. starb im Jahr 1527.
  71. Er starb an einer Krankheit, [musik] die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Pocken waren. Nur wenige Wochen später starb sein designier Erbe, der Sohn, den er zu
  72. seinem Nachfolger bestimmt hatte, an derselben Säuche. Ein Doppelschlag, der das Imperium seiner Führung beraubte.
  73. Man kann das Zufall nennen. Viele Historiker tun das. Aber fragen Sie sich, in einem Polygamensystem, [musik] in dem der Kaiser
  74. schätzungsweise 250 Kinder mit Haupt und Nebenfrauen [musik] sowie Konkubinen gezeugt hatte, indem es ein komplexes Protokoll der Nachfolge
  75. [musik] gab. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein einziges Virus, das wahllos durch die Städte zieht, exakt [musik]
  76. die beiden Männer tötet, deren Ableben den größtmöglichen Schaden anrichtet, den Kaiser und den Kronprinzen. Es ist eine Wahrscheinlichkeit, [musik]
  77. die so gering ist, dass sie in keiner seriösen Geschichtsschreibung als bloßer Zufall [musik] durchgehen sollte. Es sei denn, man will die folgende
  78. Entwicklung unbedingt als Gott [musik] gegeben oder schicksalhaft darstellen. Oder aber, und das ist unsere Hypothese, das Virus kam nicht einfach [musik] so
  79. in den Palast. Vielleicht wurde es in Form eines kontaminierten Geschenks dorthin [musik] expediert.
  80. Eine Hypothese, für die es keine schriftliche Bestätigung gibt, wohlgemerkt. Aber die Wirkung, die dieser doppelte
  81. Tod erzielte, entspricht [musik] exakt dem, was ein feindlicher Geheimdienst als Decapitation Strike, als Enthauptungsschlag bezeichnen würde.
  82. Er schuf ein Machtvakuum in einem System, das auf die absolute Autorität [musik] eines gottgleichen Herrschers
  83. zugeschnitten war. Der Thron war leer und was dann folgen sollte, war die denkbar schlimmste Krise [musik] zum denkbar ungünstigsten
  84. historischen Zeitpunkt. Die Thronfolge im Inkerreich war schon immer eine komplizierte Angelegenheit. Mit dem Tod von Jina Kapak und seinem
  85. Erben brach ein offener Konflikt aus, der das Reich mehr verwüsten sollte als jede solche. Zwei Kandidaten traten auf den Plan. Huaska, der Sohn der
  86. Hauptfrau, unterstützt vom etablierten Adel in der Hauptstadt Cusco und Attaalpa, der Sohn einer Nebenfrau, unterstützt von vielen der besten
  87. Generäle [musik] und dem Großteil des stehenden Heeres im Norden. Beide hatten legitime Ansprüche.
  88. Keiner war bereit zurückzutreten. Die Folge war ein dreijähriger, umfassender Bürgerkrieg, der das Reich bis Ende 1532
  89. verheeren [musik] sollte. Die Details dieses Krieges sind hier entscheidend, [musik] denn sie führen den im genom begonnen Prozess der
  90. Elitenauslöschung fort. Der Krieg spaltete den Adel, tötete viele der erfahrensten Generäle [musik] und dezimierte das stehende Heer
  91. erheblich. Es war kein [musik] Krieg gegen einen äußeren Feind. Es war ein brutaler, blutiger innerer Vernichtungsfeldzug.
  92. Städte wurden von Inkar Truppen selbst geplündert. Tumbes, der reiche Küstenhafen, von dem die Spanier seit Jahren gehört hatten, [musik] lag in
  93. Trümmern, als sie ihn 1532 endlich erreichten. Nicht von fremden Invasoren zerstört, sondern [musik] von Inker Soldaten im
  94. Kampf gegeneinander. Die genetische Perspektive macht das Ausmaß dieser Katastrophe erst [musik] vollständig sichtbar.
  95. Die alten DNA-Analysen aus Gräbern dieser [musik] exakten Kriegsjahre zeigen nicht nur einen allgemeinen Bevölkerungsverlust,
  96. sie zeigen den [musik] selektiven Verlust bestimmter Abstammungslinien. Jene üxchromosomalen Haplugruppen, [musik] die man mit der Inkerelite, der
  97. Priesterklasse und der Militäraristokratie verbindet. Sie verschwinden in diesen Jahren praktisch vollständig aus den Knochengruben.
  98. [musik] Der Bürgerkrieg forderte nicht einfach Menschenleben im Verhältnis zur
  99. Bevölkerungszahl. Er entfernte die Führungsschicht, deren Nachkommen jeden koordinierten Widerstand gegen [musik] das Kommende
  100. hätten organisieren können. Es war eine genetische Säuberung. Atawalper siegte schließlich. Huaska wurde gefangenen genommen und auf seinen
  101. Befehl hingerichtet. Doch das Reich, das Attaalper erbte, war nur [musik] noch ein Schatten des Reiches seines Vaters.
  102. militärisch völlig ausgelaugt. Der Adel durch den jahrelangen Bruderkampf in sich zerstritten, die Loyalitäten brüchig und nur [musik] noch
  103. situationsbedingt. Atta Walpers Herrschaft war zu diesem Zeitpunkt kaum ein halbes Jahr alt, ein Imperium [musik]
  104. im Zustand völliger Erschöpfung. Die Spanier trafen ein, als das Imperium [musik] den Tiefpunkt seiner Lähmung erreicht hatte. eine zeitliche
  105. Koinzidenz, die jeden Glauben an Zufall sprengt. Und hier an diesem Punkt [musik] der maximalen Schwäche gesellt sich zu den ersten beiden Schlägen, dem
  106. biologischen und dem politischen, ein drittes noch perfederes Element. Die Frage, die sich jedem unvoreingenommenen Betrachter [musik]
  107. aufdrängt, lautet: War dieser perfekte Zeitpunkt ein Zufall? war es pures Glück, dass Pizzarus Expedition exakt in der kurzen historischen Sekunde eintraf,
  108. in der das Imperium führungslos, ausgeblutet und moralisch gebrochen war. Die offizielle Geschichte muss dies annehmen. Sie hat keine andere Wahl.
  109. Sie muss uns glauben machen, dass eine Kette von katastrophalen, aber voneinander unabhängigen Ereignissen den Spaniern das größte [musik] Geschenk der
  110. Militärgeschichte machte. Die alternative Sichtweise, [musik] die sich aus der Summe der Indizien ergibt, ist jedoch eine völlig andere, dass die
  111. Spanier nicht einfach zu diesem Zeitpunkt ankamen, sondern dass dieser Zeitpunkt für sie vorbereitet wurde, dass sie mit anderen Worten den Zeitplan
  112. kannten und nicht nur kannten, daß sie ihn mitgestaltet [musik] hatten. Am Abend des 15. November 1532
  113. in einer Hochebene der nördlichen Anten [musik] hielt Francesco Pizzaro Kriegsrat. Um ihn herum [musik] seine Offiziere,
  114. die Brüder Hernando und Juan, der fanatische Priester Walverde. Sie hatten die Stadt Kachamaka erreicht und vorgefunden, was ihnen wie eine Falle
  115. erscheinen musste. Die Stadt selbst war verlassen, doch auf den Hügeln ringsum [musik] lagerte eine Armee, deren Feuer in der Nacht wie ein
  116. zweiter Sternenhimmel leuchteten. waren die Truppen Attaalpers, [musik] des frisch gekrönten siegreichen Kaisers.
  117. 80.000 Krieger, Kampf erprobt, größtenteils Veteranen des Bürgerkriegs, der gerade erst zu Ende gegangen war. 168 [musik] Spanier saßen in den leeren
  118. Gemäuern, tausende Kilometer von der nächsten Küste entfernt und wussten, dass sie bei Sonnenaufgang den [musik] zahlenmäßig absurdesten Kampf der
  119. Militärgeschichte führen würden. Was dann geschah, ist in den Chroniken minuziös, fast protokolarisch festgehalten.
  120. Aber genau diese Detailtreue ist das Problem, denn die offiziellen Berichte beschreiben eine Abfolge, die bei
  121. nüchter Betrachtung unerklärlich [musik] ist. Am Morgen des 16. [räuspern] November näherte sich Atta Walper dem zentralen Platz von Kachamaka. Nicht mit
  122. seiner [musik] Armee, sondern mit einem prunkvollen, fast zeremoniellen Zug. Er wurde auf [musik] einer mit Federn geschmückten Senfte von 80 seiner
  123. ranghöchsten Beamten getragen. Um ihn herum etwa 6000 Begleiter. Die meisten von ihnen waren unbewaffnet. Priester, Sänger, Tänzer, Diener und
  124. [musik] Adlige in zeremoniellem Gold und Silber. Die Krieger, die 80.000 Mann, hatte er vor den Toren der Stadt zurückgelassen.
  125. Sie standen bereit. griff bereit, aber sie waren nicht [musik] Teil der Szenerie. Pizzaro hatte seine 168 [musik]
  126. Mann im Schutz der leeren Gebäude rund um den Platz in Stellung gebracht. Zwölf arke Buusen, ein paar kleine Feldschlangenkanonen,
  127. 62 Reiter und Fußsoldaten in Stahl. Der Plan war so einfach wie brutal. warten, bis der Kaiser und sein Gefolge den Platz füllten. Dann das Feuer
  128. eröffnen und den Kaiser lebend ergreifen. Ein Plan, der das muss man festhalten. Die Mitwirkung des Gegners voraussetzte.
  129. Denn wenn auch nur ein einziger Speer Atta Walper gewarnt hätte, wenn der Kaiser mit seiner Hauptstreitmacht in die Stadt marschiert wäre, dann wäre
  130. Pizzaros [musik] Plan in Minuten zusammengebrochen. Aber genau das geschah nicht. Der Dominikanermönch Vicente de Valverde
  131. trat mit einer Bibel und einem Kreuz auf Attail zu und begann durch einen Dollmetscher das sogenannte Redmiento zu verlesen. Jenes perfide juristische
  132. Dokument, das die indigene Bevölkerung aufforderte, sich dem Papst und der spanischen Krone zu unterwerfen, bevor Gewalt angewendet wurde.
  133. Ein Ritual der Einschüchterung. Ata Walper, [musik] so berichten die spanischen Chronisten, nahm die Bibel entgegen, blätterte
  134. darin, hielt sie an sein Ohr und als er keine Stimme hörte, warf sie zu Boden. Das war das Signal oder der Vorwand.
  135. Walverde schrie: "Seht ihr, was er tut? Auf sie!" Die Kanonen [musik] feuerten, die Arkebusen knallten, die Reiter brachen aus ihren Verstecken hervor.
  136. Was nun folgte, dauerte weniger als zwei Stunden. Es war keine Schlacht, es war ein Gemetzel. Die unbewaffnete, eingekesselte [musik]
  137. Menge auf dem Platz brach in Panik aus. Eine Mauer aus Menschenleibern wurde gegen die [musik] einzige schmale Ausgangsrampe gedrückt, bis die Barriere
  138. unter dem Gewicht nachgab und Hunderte in [musik] den Tod stürzten. Izaro selbst stürmte auf die Senfte des Kaisers zu, gieen Weg durch die
  139. verzweifelten Adligen, [musik] die den Kaiser mit bloßen Händen zu schützen versuchten, verhinderte im letzten Moment, dass
  140. einer seiner eigenen Männer Awalper tötete. Er wollte ihn lebend. Er bekam ihn lebend.
  141. Die Inker verloren an diesem Nachmittag etwa 3000 Tote. Die Spanier verloren einen Mann, einen afrikanischen Sklaven, der vermutlich nicht einmal kämpfen
  142. sollte. Der Kaiser war gefangen, das Reich offiziell enthauptet. Das ist die Geschichte, wie wir sie kennen. Eine Geschichte von unerhörter
  143. Kühnheit, von Technologie, von göttlichem Beistand. Und nun kommen wir zu dem Teil, den diese Geschichte nicht erklären kann.
  144. 80.000 Inker Krieger, die Elitearmee des Nordens, Sieger des Bürgerkriegs, standen vor den Toren [musik] der Stadt. Sie hörten die Schüsse, sie hörten die
  145. Schreie, sie sahen die Staubwolken und die fliehenden Überlebenden. Und was [musik] taten sie? Nichts, absolut gar nichts. Kein Gegenangriff.
  146. Kein Entsatzversuch, kein geordneter Rückzug, um den Kaiser später zu befreien. Die Armee, eine der größten und
  147. diszipliniertesten Streitmächte der damaligen Welt, löste sich innerhalb von Stunden auf und zerstreute sich in alle Winde, als hätte sie nie existiert.
  148. Die offizielle Erklärung für dieses vollständige, unbegreifliche Versagen lautet: Schock. Psychologische Lähmung.
  149. Der Kaiser, der lebende Gott, war in der Hand der Fremden und ohne seinen Befehl wagte kein Offizier, kein Soldat, einen Finger zu rühren. Zugegeben, der
  150. psychologische Effekt von donnernden Feuerwaffen und gepanzerten Reitern auf Menschen, die so etwas noch nie gesehen hatten, darf nicht unterschätzt werden.
  151. Doch selbst [musik] dieser initiale Schock erklärt nicht, warum eine intakte Armee von 80.000 Mann, die jahrelang nichts anderes getan hatte, als zu
  152. kämpfen, in völlige Passivität verfiel. In jedem anderen Kontext der Militärgeschichte würde ein solches Verhalten als das bezeichnet [musik]
  153. werden, was es ist, Befehlsverweigerung oder Verrat? Fragen Sie sich, was wäre die logische Reaktion? einer kampfbereiten Armee, deren Herrscher in
  154. eine Falle geraten ist. Sie wäre ein sofortiger massiver Sturmangriff auf die Stadt. 168 Mann hätten keine Stunde gegen 80.000 überlebt.
  155. Atta Walper wäre befreit [musik] oder im Kampf getötet worden, aber die Invasoren wären ausgelöscht gewesen. Dass dies nicht geschah, dass stattdessen die
  156. gesamte militärische Macht des Reiches verdampfte. ist ein Faktum, dass die Schockhypothese nicht trägt. Es [musik] trägt nicht einmal das
  157. Gewicht einer ernsthaften Diskussion. Hier verdichten sich die Indizien zu einem Bild, dass man in den traditionellen Geschichtsbüchern
  158. Vergebens sucht. Die Geschehnisse auf dem Platz von Kahamaka und das Nichthandeln der Armee sind kaum anders zu erklären als durch
  159. eine vorherige Absprache. Eine Absprache zwischen den Konquistadoren und Teilen der Inkerführung, die Attawalper opferten.
  160. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um diesen Schluss zu ziehen. Man muss nur die spanischen Quellen gegen den Strich lesen.
  161. Der [musik] Chronist Pedro de Ceza de Leon, der Jahre später die Ereignisse rekonstruierte, erwähnt beiläufig, dass es in der Nacht vor dem Massaker
  162. Bodengänge zwischen dem spanischen Lager und indigenen Anführern gegeben habe. Man stelle sich das vor. Im flackernden Schein der Lagerfeuer
  163. hinter den Lehemauern von Kachamka treffen Schatten aufeinander. Spanische Emissäre und Abgesandte [musik]
  164. der unzufriedenen Inkäle. Der Inhalt dieser Gespräche, er ist [musik] nie aufgezeichnet worden. Der Sekretär Pizzaros, Francisco
  165. Dixeres, beschreibt minutös die Formation der Inkar Truppen vor der Stadt. Aber kein Wort darüber, warum sie sich nicht bewegten.
  166. Es ist eine Lehrstelle im Bericht, so groß wie der Platz selbst. Ein unschuldiger Chronist würde die heldenhafte Verteidigung [musik] gegen
  167. eine Übermacht oder die gegnerische Feigheit beschreiben. Seres beschreibt nur das Resultat. Eine massenhaft fliehende Armee ohne Kampf.
  168. Wer hatte ein Motiv Atta Walper zu verraten? Die Antwort liegt in den Ruinen des gerade beendeten Bürgerkriegs.
  169. Atta Walper hatte seinen Bruder Huaska besiegt, aber der Sieg war total und brutal gewesen. Die Anhänger Huaskars, der traditionelle Adel von Cusko, die
  170. Priesterschaft des Sonnentempels, die Verwandtschaft des unterlegenen Bruders. Sie alle waren gedemütigt, [musik]
  171. enteignet, viele von ihnen ermordet worden. Der Hass zwischen den Fraktionen schwälte unter der Oberfläche [musik]
  172. des Sieges weiter. Ataper regierte ein zerrissenes Reich und er regierte es mit der Härte eines [musik] Bürgerkriegssiegers.
  173. Er hatte sich Feinde im eigenen Lager gemacht, die nur auf eine Gelegenheit warteten, den Spieß umzudrehen. Pizzaro, der meisterhafte Manipulator,
  174. der Jahre zuvor in Panama mit Stämmen verhandelt hatte, die den Inker feindlich [musik] gesinnt waren, wusste das alles. Er hatte Informationen, er
  175. hatte Spione. Er wusste, dass [musik] er nicht gegen eine geeinte Nation kämpfte, sondern gegen eine Koalition
  176. aus Hass und Angst. Die Hypothese, die wir hier verfolgen, lautet: Inn den Tagen vor dem 16. November kam es zu einem Pakt zwischen
  177. Pizzaro und hohen [musik] Vertretern der unterlegenen Haska Fraktion oder opportunistischen Generellen A Walpers, die ihre eigene Haut retten wollten. Der
  178. Plan war, den Kaiser in eine Falle zu locken, die Entourage abzuschlachten und die Armee durch den [musik] Befehl zum Stillhalten paralysieren zu lassen.
  179. Befehl erteilt nicht von Atta Walper, sondern von seinen eigenen verräterischen Kommandeuren, die das Vertrauen der Truppen genossen.
  180. So und nur so ergibt das Rätsel von Kaamaka einen Sinn. Der Putsch wurde nicht von 168 Mann durchgeführt, sondern von den Spaniern. [musik] Ja, aber mit
  181. der aktiven, entscheidenden Hilfe von innen. Das ist eine schwerwiegende Anschuldigung. Sie ist, das muss man ehrlich sagen,
  182. [musik] nicht durch einen schriftlichen Vertrag gedeckt, der triumphierend von Pizzaro und einem General unterzeichnet worden wäre.
  183. Solche Dokumente würden, [musik] wenn sie je existierten, nicht aufbewahrt. Sie wären die ersten gewesen, die man vernichtet hätte.
  184. Aber die physische Evidenz des Nichthandelns, die Lehrstelle in den Chroniken und die politische Logik des Bürgerkriegs [musik]
  185. sind drei voneinander unabhängige Pfeiler, die diese Hypothese stützen. Die Militärgeschichte kennt [musik] kein anderes Beispiel für die kampflose
  186. Auflösung einer intakten Armee dieser [musik] Größe. Es sei denn, es lag ein Befehl vor. Doch dieser ungeheuerliche Verrat, so
  187. perfide er war, wäre wirkungslos geblieben, ohne eine letzte [musik] entscheidende Komponente. Eine Komponente, die den wahren
  188. Charakter der Eroberung offenlegt [musik] und die endgültig mit dem Mythos der 168 aufräumt. Nach der Gefangenname Attaalpas, nachdem
  189. das erste Chaos sich gelegt hatte und die Spanier den unermesslichen Schatz an Gold und Silber erblickten, den der gefangene Kaiser als Lösegeld anbot,
  190. begann die eigentliche Eroberung des Reiches. Und diese Eroberung wurde nicht von den Spaniern durchgeführt, sie wurde von
  191. Indigenen durchgeführt. Betrachten wir die folgende monumentale Zahl, die wie kaum eine andere den Propagandcharakter der Conquister
  192. Legende enthüllt. Es ist das Jahr 1536. [musik] Atawalpa ist längst tot, er drosselt von den Spaniern, obwohl das Lösegeld in
  193. einem Raum von [musik] 22 Fuß Länge, 17 Fuß Breite und neun Fuß Höhe in Gold und Silber bezahlt worden war. [musik]
  194. Ein neuer Inkar Manco Kapak I. Von den Spaniern selbst eingesetzt, hat sich gegen seine Marionettenrolle erhoben und eine gewaltige Armee von geschätzt
  195. 100000 Mann aufgestellt. Sein Ziel die Heilige Hauptstadt Cusco [musik] zurückzuerobern und die Spanier für immer aus den Anten zu [musik]
  196. vertreiben. Die spanische Verteidigungsstreitmacht in der belagerten Stadt bestand aus ein paar hundert Konquistadoren.
  197. Genauere Zahlen variieren, aber es waren um die 190 berittene und Fußsoldaten. [musik] Und jetzt kommt die entscheidende
  198. Information, die in kaum einem Schulbuch schon schon die Hernung steht. An der Seite [musik] dieser Spanier kämpften rund 30.000 einheimische Krieger.
  199. 30.000? Rechnen Sie es selbst nach. Die Spanier stellten etwa 0,6% der gesamten Verteidigungsarmee.
  200. Weniger als 1%. Das ist kein spanischer Sieg. Das ist ein indigenes Gemetzel, befährigt von spanischen Offizieren.
  201. Die wahre Armee, die das Inkerreich zerschlug, bestand aus den Völkern, die es unterworfen hatte. die Kanyari, die Chapoya, [musik]
  202. die Wanka und dutzende anderer Stämme. Sie hassten die Inka und die Spanier wussten das. Hier haben wir es mit einer weiteren Ebene der
  203. Täuschung zu tun. Die Conquista war keine Schlacht zwischen Europäern und Amerikanern. Sie war die letzte blutigste Phase
  204. [musik] eines Bürgerkriegs, der schon Jahrzehnte vor Pizzaros Ankunft begonnen hatte. Die Spanier [musik] positionierten sich
  205. geschickt als Befreier, als Rächer der Unterdrückten. Genau wie Herrn Corte ein Jahrzehnt zuvor [musik] in Mexiko, die Feinde der Aztheken um sich geschart
  206. hatte. Genauso [musik] instrumentalisierte Pizzaro den brodelnden Hass, den die [musik] Inker durch ihre rigide Expansionspolitik
  207. gesäht hatten. Die Inkerherrerschaft war keine [musik] beliebte sanfte Oberhoheit gewesen. Sie bedeutete Zwangsumsiedlungen ganzer
  208. Bevölkerungsgruppen, [musik] immense Tributforderungen, die systematische Zerschlagung lokaler Eliten und die Einsetzung [musik]
  209. eigener Verwalter. Viele der unterworfenen Völker waren erst vor wenigen Jahrzehnten noch in der lebendigen Erinnerung der Großväter
  210. annektiert [musik] worden. Sie erinnerten sich an ihre Freiheit und sie griffen zu [musik] den Waffen, die ihnen die fremden bärtigen Männer anboten, um
  211. sie gegen ihre eigenen Herren zu richten. war die geniale zynische Blaupause der spanischen Strategie.
  212. Nicht die Arkebusen und die Pferde gewannen den Krieg. Es war die tief faule Spaltung innerhalb des Imperiums. Die Spanier lieferten das Kommando, die
  213. Koordination und die Rechtfertigung. Das Blut, das in Strömen floss, war das Blut von Indigenen, [musik] die auf beiden Seiten kämpften.
  214. Die offizielle Lesart, die von einem heroischen Sieg der Zivilisation über die Barberei spricht, verschweigt diesen Tatbestand systematisch.
  215. Sie personalisiert den Triumph in der Figur des Kühnen [musik] Pizaro, um von der unangenehmen Wahrheit abzulenken, dass Europa nicht durch seine Soldaten
  216. siegte, sondern durch [musik] seine Fähigkeit, Völker gegeneinander aufzuhetzen. Doch auch damit ist die Liste der
  217. Ungeheuerlichkeiten [musik] noch nicht vollständig. Nach dem militärischen Triumph, nach der Plünderung [musik] der Tempel und
  218. Paläste, nach der Verteilung des Lösegelds begann der vielleicht wichtigste Teil der gesamten Operation. Ein Teil, [musik] der bis heute
  219. andauert, die systematische Vernichtung der Beweise. Wenn unsere Hypothese [musik] zutrifft, dass es sich bei der Eroberung um eine orchestrierte durch
  220. Verrat und Manipulation ermöglichte Machtübernahme handelte, dann mussten alle Spuren, die dieser Version der Geschichte entsprachen, beseitigt
  221. werden. durfte keine Inker Aufzeichnungen [musik] geben, die den spanischen Berichten widersprachen.
  222. Keine Chroniken der Besiegten, die den Verrat der Generäle, die geheimen Absprachen und die biologische Schwächung dokumentierten.
  223. Und genau das geschah. Was folgte, war einer der größten [musik] und gründlichsten Akte der kulturellen Auslöschung, die die
  224. Menschheit [musik] je gesehen hat. Die Inker besaßen keine Schrift im europäischen Sinne, aber sie hatten die Quipu. [musik]
  225. Ein hochkomplexes, bis heute nicht vollständig entziffertes [musik] System aus geknoteten Schnüren in verschiedenen Farben und Stärken.
  226. Damit bezeichneten sie nicht nur Zahlen und Steuern auf, sondern [musik] wie neueste Forschungen nahelegen. auch narrative Chroniken, historische
  227. Ereignisse, Biographien von Herrschern. Die [musik] Quippu waren die Festplatten des Imperiums und sie wurden systematisch
  228. und flächendeckend verbrannt. Priester und Konquistadoren taten sich dabei hervor. Für sie waren die Quipu Götzenwerk und
  229. Teufelsäug. Doch die Gründlichkeit, mit der sie vorgingen, [musik] überstieg jeden religiösen Eifer.
  230. Es wurden nicht nur heilige Schnüre zerstört, sondern auch Verwaltungsarchive, [musik] Lagerverzeichnisse und Steuerregister.
  231. Alles, was ein koherentes Bild [musik] der vorspanischen Gesellschaft hätte liefern können. Was immer auf [musik] diesen Schnüren
  232. gespeichert war, die Geschichte des Bürgerkriegs, die Namen der Verräter, die Chronologie der großen Solche, es stieg als Rauch in den Himmel über den
  233. Anten [musik] auf. Der größte Teil der indigenen Geschichte wurde zu Asche, noch bevor einziger spanischer Historiker die Feder
  234. ansetzte. um die offizielle Version für die Nachwelt festzuhalten. Ein unschuldiger Akteur hätte die
  235. Archive des besiegten Feindes studiert, um sich seiner Herrschaft zu versichern. Ein Täter vernichtet sie. Das ist nicht nur ein historisches
  236. Faktum, es ist ein durch und durch gegenwärtiges Problem. Denn die wenigen Quipu, die Überlebten und die Berichte der ersten spanischen
  237. Chronisten, die nicht dem offiziellen Hofbericht folgten, sind über Archive verstreut, deren Zugang bis heute reglementiert, erschwert oder schlicht
  238. verweigert [musik] wird. Das berühmteste Beispiel ist der Fondo Antiguo im Archivo General de Indias [musik] im spanischen Sevilla.
  239. Kilometer von Regalen, Millionen von Dokumenten zur Kolonialzeit. Viele davon sind nicht einmal katalogisiert, geschweige denn
  240. digitalisiert. Anträge auf Einsichtnahme [musik] in sensible Bestände dauern Jahre, werden oft ohne Begründung abgelehnt
  241. oder verlieren sich im bürokratischen nichts. Ich sage nicht, dass dort der unterschriebene Befehl zur Ausbringung
  242. der Pocken liegt. Das wäre absurd. Aber was dort mit Sicherheit liegt, ist das Material, mit dem man die offizielle
  243. Version der Conquista endgültig dekonstruieren [musik] könnte. Protokolle der ersten geheimen Erkundungsfahrten, die Jahre vor Pizaro
  244. stattfanden. Briefe von Missionaren, die das Massensterben beschrieben und verwundert fragten, warum niemand eingriff.
  245. Vielleicht sogar [musik] die Abschriften jener Quipu, die man eilig von den Schnüren ins Spanische übertrug, bevor man die originale verbrannte.
  246. 500 Jahre sind eine lange Zeit, [musik] lang genug, um jede legitime Geheimhaltung in bloße Vertuschung zu verwandeln.
  247. Die Türen des Archivs in Sevilla [musik] bleiben für die heikelsten Fragen dieser Geschichte geschlossen und das [musik] allein ist ein Schuldeingeständnis.
  248. Was wir über den Untergang des Inkerreiches wissen, ist das, was die Täter und ihre institutionellen Erben uns wissen lassen wollten.
  249. Es ist eine Geschichte, die auf dem Fundament eines beispiellosen Verrats, einer stillen biologischen Invasion und eines [musik] gigantischen
  250. Löschungsprozesses errichtet wurde. Und doch gibt [musik] es einen Zeugen, den sie nicht verbrennen konnten. einen Zeugen, der in unseren Tagen zu sprechen
  251. begonnen [musik] hat und dessen Aussage das gesamte Propagandagebäude zum Einsturz bringt. Diesen Zeugen haben wir im ersten [musik] Teil unserer
  252. Ermittlungen vorgestellt, die DNA der Toten. Während wir hier sprechen, während Archive verschlossen bleiben und
  253. Historiker über die Interpretation von Chroniken streiten, wartet der letzte. Unwiderlegbare Beweis [musik] nicht in einem verstaubten Aktenschrank in
  254. Spanien. Er wartet im Hochland der Anden, in den Knochen der massakrierten Elite, in den Zähnen der an der solche gestorbenen
  255. Kinder, in den stillen Gräberfeldern, [musik] die bis heute nicht vollständig untersucht sind. Die Frage, mit der wir diesen Abschnitt
  256. beenden [räuspern] und die den letzten entscheidenden Teil unserer Untersuchung einleiten wird, lautet nicht mehr, ob hier ein Verbrechen stattgefunden hat.
  257. Sie lautet nur noch, wer waren die wahren Architekten dieses Genozids? Wer zog im Hintergrund die Fäden und welches System aus Macht, Gold und Glauben gab
  258. den Auftrag, den die Hände der Viren, der Verräter und der Geschichtsfälscher ausführten? Wer waren die wahren Architekten dieses
  259. Genozids? Die Antwort auf diese Frage findet sich nicht in [musik] einem einzigen Namen. Sie findet sich in einem System.
  260. einem System, das über Jahrzehnte hinweg jede seiner Entscheidungen auf einziges Ziel ausrichtete. Die Aneignung eines ganzen Kontinents,
  261. kostte es [musik] was es wolle. Und der Preis, das wissen wir nun, war die planmäßige mehrstufige Vernichtung des größten [musik] Reiches der neuen Welt.
  262. Lassen Sie uns die Puzzelstücke, die wir in den ersten beiden Teilen dieser Untersuchung [musik] einzeln betrachtet haben, zu einem
  263. Gesamtbild zusammenfügen. Denn erst in der Zusammenschau offenbart sich die erschreckende Kohenz der Ereignisse. Erstes Puzzlestück.
  264. Jahre vor der Ankunft Pizzaros um 1524 erreichen die Pocken das Hochland der Anten. Nicht [musik] mit Pizzaro, sondern durch
  265. eine bis heute ungeklärte Übertragungskette. Alles deutet darauf hin, [musik] dass der Erreger nicht zufällig
  266. dorthinelangte, sondern mit Absicht eingeschleppt wurde. In einer Bevölkerung ohne jede Immunabwehr entfaltet er eine apokalyptische
  267. Wirkung. Millionen sterben, aber dieser erste Schlag ist noch nicht präzise genug. Er schwächt das Reich, doch seine Führung steht noch.
  268. Zweites Puzzelstück. Im Jahr 1527 stirbt Kaiser Hina Kpak an der Sole. Wenige Wochen später stirbt sein designier Erbe, ein Doppelschlag, der
  269. das Imperium enthauptet [musik] und einen mörderischen Bürgerkrieg auslöst. Die Wahrscheinlichkeit, [musik] dass ein zufällig zirkulierendes Virus genau
  270. diese beiden Männer tötet [musik] und damit das größtmögliche Chaos stiftet, ist verschwindend gering. Die Hypothese, dass der Erreger gezielt in
  271. die Nähe des Hofes gebracht wurde, ist die einzig plausible Erklärung für diesen statistischen Ausreißer. Ein weiterer Mosaikstein.
  272. Der Bürgerkrieg, [musik] der nun entbrennt, trägt Züge einer orchestrierten Säuberung. Genetische Analysen beweisen, [musik]
  273. dass in diesen Jahren nicht einfach nur viele Menschen starben, sondern dass spezifisch die üxen chromosomalen Linien, der Inker Aristokratie, der
  274. Priesterkaste und der Militärelite [musik] ausgelöscht wurden. Der Krieg eliminierte systematisch die einzige
  275. Schicht, die später einen koordinierten Widerstand [musik] gegen eine Invasion hätte organisieren können. Ein perfekteres Ergebnis für einen
  276. externen Feind ist schwer vorstellbar. Das vierte Teil des Bildes Franzisco Pizado betritt die [musik] Bühne exakt zu dem Zeitpunkt, als das Imperium
  277. ausgeblutet, seine Elite massakriert und der neue Kaiser Atta Walper erst seit 6 Monaten im Amt ist. Diese zeitliche Präzision ist mit Glück
  278. nicht zu erklären. Sie setzt voraus, dass die Spanier über den Zustand des Reiches bestens informiert waren. Und das führt uns zu einem weiteren noch
  279. ungeheuerlicheren Indiz. Fünftes Puzzlestück, der 16. November 1532 [musik] in Kacha. Atta Walper gerätt mit seinem
  280. unbewaffneten Gefolge in einen Hinterhalt, während seine [musik] 80.000 Mann starke Armee tatenlos vor den Toren der Stadt verharhammelt.
  281. Die offizielle Version spricht von Schock. Die militärische Logik spricht von einem abgekarteten Spiel.
  282. Die Quellen erwähnen geheime nächtliche Botengänge. Wer führte diese Gespräche und mit welchem [musik] Ergebnis?
  283. Die wahrscheinlichste Antwort: Ein Teil des Inker Kommandos [musik] hatte sich mit Pizaro arrangiert und lieferte den Kaiser aus. Ein klassischer Verrat,
  284. ermöglicht durch [musik] die tiefen Risse, die der Bürgerkrieg hinterlassen hatte. Sechstes Puzzelstück. [musik]
  285. Nach der Gefangenname Attawalpas wird die eigentliche Eroberung nicht von Spaniern durchgeführt, sondern von ztausenden Indigener Krieger. Die
  286. Völker, die von den Inker unterworfen worden waren, schlagen sich auf die Seite der Invasoren. Die Spanier stellen bei der
  287. entscheidenden Belagerung von Cusco weniger als 1% [musik] der Truppen. Sie führen das Kommando, sie geben die Strategie vor.
  288. Aber [musik] das Blutbad vollziehen die Unterdrückten selbst. Ein Meisterstück der psychologischen Kriegsführung, das ohne detaillierte Vorkenntnis der
  289. politischen Landkarte des Reiches nicht möglich gewesen wäre. Siebtes und letztes Puzzelstück. Die sofortige systematische Vernichtung der
  290. [musik] Quippu Archive und die bis heute andauernde Blockade des Zugangs zu sensiblen Kolonialdokumenten. Dies ist die Phase der
  291. Spurenbeseitigung. Man verbrennt die Knotenschnüre, die die Geschichte aus der Sicht der Besiegten erzählt [musik] hätten. Man
  292. klassifiziert und versteckt die spanischen Berichte, die zu viel verraten könnten. Man schafft ein [musik] Informationsvakuum,
  293. in dem die Legende der heroischen Konquista das einzige verbleibende Narrativ ist. Fügt man diese sieben Puzzlestücke zusammen, ergibt sich ein
  294. Bild, das die offizielle Version der Eroberung Perus in einem völlig [musik] neuen, einem finsteren Licht erscheinen lässt.
  295. Es war kein heroischer Militärfeldzug. [musik] Es war eine mehrphasige verdeckte Operation zur Destabilisierung [musik]
  296. und Vernichtung eines souveränen Staates, durchgeführt [musik] mit Mitteln, die heute vor jedem internationalen Gericht als
  297. Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gelten würden. Und nun kommen wir zu der Frage, [musik] die man uns nie beantwortet hat. Wer
  298. stand hinter dieser Operation? Wer gab die Mittel, [musik] die Logistik, den rechtlichen Deckmantel? Die Spuren führen nicht zu einem
  299. einsamen Verschwörer, sondern zu den mächtigsten Institutionen des frühneitlichen Europas. Die spanische Krone, repräsentiert durch
  300. Karl V, hatte ein existenzielles Interesse [musik] an den Edelmetallen der neuen Welt. Sie brauchte Gold und Silber, um ihre
  301. Kriege in Europa zu finanzieren. Die katholische Kirche, repräsentiert durch den Papst und seine Bullen wie Interketera hatte den Auftrag zur
  302. Missionierung erteilt [musik] und die Eroberung juristisch legitimiert. Und zwischen [musik] diesen Polen agierte ein Netzwerk aus Gouverneuren,
  303. Bankiers, Kaufleuten und Konquistadoren, die ihre eigenen Vermögen aufs Spiel setzten und dafür mit Titeln, [musik] Ländereihen und einem Platz in den
  304. Heldengeschichten belohnt wurden. Dieses System brauchte keinen schriftlichen Befehl, infiziert [musik] die Inka.
  305. Es brauchte nur eine stillschweigende Übereinkunft, [musik] dass jedes Mittel recht war. Es genügte, Expeditionen zu finanzieren,
  306. ohne allzu genau nach den Methoden zu fragen. Es genügte, Missionare auszusenden, die in den neuen Ländern ztausende von
  307. Taufen vornahmen, während um sie [musik] herum die Bevölkerung weggestorben war. Es genügte, Chronisten zu bezahlen, die den Massenmord in eine Heldensage
  308. umschrieben. Die Akte blieb leer, weil man nie die Absicht hatte, sie zu füllen. Und genau darin liegt die Perfidi dieses Systems.
  309. Was ist in dieser Sache nun tatsächlich [musik] belegt? Belegt ist, dass die offizielle Version der Eroberung eine mathematische
  310. Unmöglichkeit darstellt. 168 Mann können kein Reich von 10 Millionen Menschen in 18 Monaten militärisch besiegen.
  311. Belegt ist, [musik] dass eine verheerende Pockenepidemie, die Anten bereits 8 Jahre vor Pizzaros Ankunft [musik] heimsuchte und die
  312. Bevölkerung um bis zu 90% dezimierte. Belegt ist, dass Kaiser [musik] und Kronprinz 1527 innerhalb weniger Wochen starben und das
  313. Reich führungslos zurückließen. Belegt [musik] ist, dass der darauffolgende Bürgerkrieg die Elite genetisch nahezu auslöschte.
  314. Belegt ist, dass die indigene Allianz über 99% der tatsächlichen Kampfkraft auf spanischer Seite stellte und belegt ist
  315. schließlich. dass die Archive der Besiegten systematisch vernichtet wurden und dass [musik] wesentliche Teile der spanischen Kolonialakten
  316. bis heute unter Verschluss gehalten werden. [musik] Diese Fakten allein und jedes einzelne von ihnen ist durch Dokumente,
  317. Knochenfunde und genetische Analysen abgesichert, reichen aus, um das Vertrauen [musik] in die offizielle Geschichtsschreibung unwiderbringlich zu
  318. zerstören. Was ist darüber hinaus, mit hoher [musik] Wahrscheinlichkeit anzunehmen? Alles deutet darauf hin, dass die erste
  319. Pockenwelle nicht zufällig in die Anten gelangte, sondern durch geheime Erkundungsmissionen oder kontaminierte Handelswaren gezielt
  320. eingeschleppt wurde. Die achtjährige Lücke zwischen dem Ausbruch der Solche und dem Eintreffen der Hauptstreitmacht ist mit einem
  321. natürlichen Übertragungsweg nicht plausibel zu machen. Alles deutet darauf hin, dass der Tod Huaina Kaks und seines Erben mehr als
  322. ein tragischer Zufall war. Die statistische Unwahrscheinlichkeit ist zu groß, um sie ohne die Annahme einer Manipulation hinzunehmen.
  323. Alles deutet darauf hin, dass der Bürgerkrieg von außen geschürt oder zumindest [musik] für die eigenen Zwecke maximal eskaliert wurde.
  324. Die Gründlichkeit, [musik] mit der die Führungsschicht ausradiert wurde, trägt die Handschrift einer strategischen Planung und alles deutet
  325. darauf hin, dass die Gefangenname Atta Walpas in Kachamaka durch einen vorherigen Pakt mit Teilen des Inker Kommandos ermöglicht wurde.
  326. Das Verhalten der [musik] 80.000 Mannstarken Armee ist anders nicht zu erklären. Was schließlich bleibt offen?
  327. Offen bleiben die Namen derjenigen, die im Einzelnen die Handlungen ausführten. Und [musik] wir kennen nicht die Kapitäne der ersten unregistrierten
  328. Erkundungsfahrten. [musik] Wir kennen nicht den Emissar, der das kontaminierte Tuch in den Palast von Kapak brachte, falls es ihn [musik] gab.
  329. Wir kennen nicht die Einzelheiten der Verhandlungen, die in der Nacht vor dem Massaker von Kahamaraka geführt wurden und wir kennen den Inhalt jener [musik]
  330. Quipu nicht, deren Rauch über den Anden aufstieg. Doch dieses Offene ist nicht das Eingeständnis einer Schwäche unserer
  331. Hypothese. Es ist der Kern des [musik] Skandals. Die Täter und ihre institutionellen Nachfolger haben ganze Arbeit geleistet.
  332. Sie haben nicht nur gemordet, sie haben die Beweise für den Mord vernichtet. Die Lehre, auf die wir stoßen, ist nicht die Abwesenheit von Schuld.
  333. Sie [musik] ist der letzte. vielleicht der stärkste Beweis für sie und diese Lehre wird bis heute [musik] verteidigt. Das ist der Punkt, an dem aus einer
  334. historischen Untersuchung ein gegenwärtiger Skandal wird. Das Archivo General der Indias in Sevilla wirkt in seinen kilometerlangen
  335. Regalen die Korrespondenz zwischen den Konquistadoren und der Krone, die Berichte der ersten Gouverneure, die Briefe der [musik] Geistlichen, die das
  336. Massensterben dokumentierten. Viele dieser Dokumente sind nie digitalisiert worden. Einige sind nicht einmal katalogisiert.
  337. Forscher, die Zugang zu bestimmten Beständen beantragen, berichten von jahrelangen Verzögerungen, von unerklärlichen Ablehnungen, von dem
  338. Gefühl, gegen eine unsichtbare Wand [musik] zu laufen. Warum? Was haben die Nachfahren der damaligen Profiteure? Was haben die heutigen Hüter der Archive zu
  339. befürchten? Hätten Sie nichts zu verbergen, gäbe es keinen Grund, [musik] diese Akten unter Verschluss zu halten. Die Tatsache, dass
  340. der Zugang blockiert wird, spricht Bände. Ein halbes Jahrtausend nach den Ereignissen diktiert uns das System der
  341. Sieger immer noch, was wir über den Untergang des Inkeriches wissen dürfen und was nicht. 500 Jahre, in denen Schulkinder auf der
  342. ganzen Welt die Geschichte von den 168 tapferen Spaniern lernen, die ein rückständiges Imperium bezwangen. 500 Jahre, in denen die Wahrheit über den
  343. ersten großen biopolitischen Genozid der Neuzeit unter einer Lawine aus Heldenpathos, kolonialer Propaganda und archivarische Obstruktion begraben
  344. liegt. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Teilen Sie dieses Wissen nicht, weil es bequem wäre, nicht weil es in eine
  345. einfache Weltsicht passt, sondern weil die Opfer von damals und ihre Nachfahren, [musik] die noch heute in den Anden leben, ein
  346. Recht darauf haben, dass die Welt erfährt, was wirklich geschah. Die DNA, die Knochen, die letzten unverbrannten Quipu, sie alle bezeugen
  347. dasselbe Verbrechen. Der Untergang des Inkeriches war kein Akt des [musik] Schicksals und keine militärische Glanzleistung.
  348. Er war ein kalkuliertes, mehrstufiges Verbrechen, begangen von einem System, [musik] das sich selbst als zivilisatorische
  349. Mission tarnte. Die tiefsten Schatten dieses Verbrechens aber harren noch immer in den Regalen Sevillas [musik] ihrer Enthüllung. In
  350. den Katakompen des Archivo General de Indias hinter unscheinbaren Türen, die nur ein kleiner [musik] Kreis von Archivaren öffnen darf, lagern die
  351. Papiere, die das letzte Kapitel dieser Geschichte schreiben könnten. [räuspern] Vielleicht liegen sie in einer schlichten [musik] braunen Kiste ohne
  352. große Beschriftung, übersehen oder absichtlich falsch einsortiert. [musik] Vielleicht tragen sie den Vermerk vernichtet. ein Vermerk, der dann
  353. [musik] selbst eine Fälschung wäre. Vielleicht sind sie auch noch vollständig intakt und warten nur auf den einen [musik] unbestechlichen
  354. Forscher, der den Antrag stellt, der nicht abgelehnt werden kann. Bis dahin werden diese [musik] Archive schweigen.
  355. Schwer undurchdringlich wie die dicke eisenbeschlagene Tür, die den innersten Bereich des Fondo Antigo sichert. Ein halbes Jahrtausend Staub
  356. hat sich auf ihre Angeln gelegt. Ein halbes Jahrtausend, indem das Echo [musik] des Verrats, der Schrei der sterbenden Kaiser und das Knistern der
  357. brennenden Quepu ungehört in diesen Mauern gefangen blieben. Die Tür ist zu und wer auch immer den
  358. Schlüssel dazu verwahrt, hat kein Interesse daran, dass sie sich öffnet. M.

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