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Die CONQUISTA war ein GENOZID – und man verbrennt die Beweise dafür bis heute!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 358 Zeilen
- In einem Genlabor in den Vereinigten Staaten irgendwann im Jahr 2021, legte eine junge Genetikerin, einen Objektträger in einen Sequenzierer.
- Es war Routine. Knochenmaterial aus den Anden, Massengräber, datiert auf die Jahre kurz vor der
- Ankunft der Spanier. Sie erwartete das Übliche, die genetische Signatur eines Volkes, das von einer Katastrophe heimgesucht wurde.
- Was der Computer dann ausspuckte, war keine Katastrophe. Es war ein Exekutionsprotokoll. Die DNA zeigte ein anderes Bild.
- kein gleichmäßiges Sterben, wie es eine solche verursacht hätte, sondern ein präzises Muster. Die Elwelad chromosomalen Linien, die
- man mit der herrschenden [musik] Inkar Aristokratie in Verbindung bringt, waren nahezu vollständig verschwunden. Die Linien der Priesterkaste, der
- Militärelite, der kaiserlichen Verwalter ausgelöscht. Die Linien der einfachen Bauern, der Handwerker und Hirten. Jedoch, sie waren
- noch da, stark und ungebrochen. Diese Daten legen den dringenden Verdacht nahe, dass jemand die Führungsschicht eines Imperiums von 10 Millionen
- Menschen selektiv [musik] ausgelöscht hat. Und zwar bevor Franzco Pizzaro überhaupt [musik] einen Fuß an die Küste Perus gesetzt hatte.
- Dieses stumme Zeugnis des Erbguts [musik] ist der Ausgangspunkt unserer Ermittlungen. Es zwingt uns, die gesamte offizielle
- Geschichte der Eroberung Perus als das zu betrachten, [musik] was sie sehr wahrscheinlich ist. eine höchst unvollständige, an
- entscheidenden Stellen gefälschte [musik] Legende. Die Frage, die uns von nun an leiten wird, lautet nicht: Wie konnten 168
- Männer 10 Millionen besiegen? Diese Frage ist ein Ablenkungsmanöver. Die wahre Frage der Haunting Question, die in diesen Knochen eingeschrieben
- steht, ist sehr viel beunruhigender. Wer löschte gezielt die genetischen Linien der Inkerherrscher aus, noch bevor Pizaro kam? Und tarnte diesen
- [musik] stillen Genozid als heroische Eroberung. Wer entschied, die biologische Waffe einzusetzen, die das größte [musik] Imperium der neuen Welt
- wehrlos machte? Bevor wir dieser Frage in die Tiefe folgen können, müssen wir zunächst [musik] die Legende zertrümmern, die sie
- so lange verdeckt hat. Fragen Sie sich einmal selbst, was wissen Sie [musik] wirklich über die Eroberung des Inkerreiches?
- Die Chancen stehen gut, [musik] dass sie eine Version der Geschichte im Kopf haben, die ungefähr so klingt. Ein genialer, wenn auch grausamer
- Konquistador namens Franzisco Pizarro landete mit einer Handvoll mutiger Abenteurer an einer unbekannten Küste mit überlegener europäischer
- Technologie, Stahl, Pferden und Schießpulver und vor allem mit unerschütterlichem christlichen Glauben gelang ihm das scheinbar Unmögliche.
- Er stürzte ein riesiges rückständiges Reich und eroberte es für die spanische Krone. Eine Heldensager, eine militärische
- Meisterleistung. Diese Geschichte ist nicht nur falsch, sie ist und das ist der entscheidende Punkt, nicht einfach so entstanden. Sie
- wurde konstruiert. Betrachten wir die nackten Zahlen, die jede militärische Erklärung adab Absurdum führen. Zu Beginn des Jahres 1532
- beherrschten die Inker ein Territorium von über zweieinhalb Millionen Quadratkilometern. [musik] Ihr Machtbereich zog sich den gesamten
- Andenkam entlang vom Süden des heutigen Kolumbien bis tief in das zentrale Chile hinein. Innerhalb seiner Grenzen lebten etwa 10
- Millionen Menschen. Es war nach jeder [musik] denkbaren Metrik das größte Reich, das jemals im präkolumbianischen Amerika existiert hatte [musik] und
- eines der größten der Welt zu jener Zeit. Seine Infrastruktur war eine logistische Meisterleistung.
- Ein asphaltiertes Straßennetz von über 40.000 km, [musik] das Gebirgespässe überquerte, die europäische Ingenieure erst 300 Jahre
- später in Angriff nehmen würden. In präzisen Abständen entlang dieser Straßen standen Lagerhäuser voll mit Getreide, Textilien und Waffen. Ein
- System [musik] von Stafettenläufern. konnte eine Nachricht über fast 2000 km in weniger als einer Woche überbringen. Ihre Steinmetzarbeiten waren so perfekt
- gefügt, dass man bis heute keine Klinge [musik] in die Fugen schieben kann. Zahlen, die man wirken lassen muss.
- Gegenüber dieser hochorganisierten Weltmacht stand nun eine Truppe, die in den kritischen Monaten der sogenannten Eroberung aus exakt 168 [musik] Mann
- bestand. Keine Verstärkung traf ein, keine Unterstützung der Marine, keine zweite Armee landete an der Küste. In der
- entscheidenden Konfrontation bei Kajamaka standen diese 168 Spanier [musik] einer Inkar Streitmacht gegenüber, die sie um das 500fache
- übertraf. Ich wiederhole 500:1. Rechnen Sie selbst nach. Selbst wenn
- [musik] jeder einzelne Spanier mit einem modernen Maschinengewehr bewaffnet gewesen wäre, die schiere Masse der Gegner hätte sie innerhalb von Tagen
- überwältigen müssen. Tief im Feindesland, tausende Kilometer von jeglicher Versorgung [musik]
- entfernt. Die traditionellen Erklärungen, die man dafür anführt, sind durchaus real. Die [musik] Akkebusen, die kleinen
- Kanonen, die Stahlrüstungen, die für den Krieg gezüchteten Pferde, ein kühner Hinterhalt. [musik] Aber all das reicht nicht. Es reicht
- nicht, um den fast widerstandslosen Kollaps eines Imperiums zu [musik] erklären. Die offizielle Version hat ein
- Kernproblem über das jahrhundertelang mit Heldenpathos hinweggeredet wurde. Kein noch so zentralistisch in geführtes Reich. zerbricht allein an
- der temporären Gefangennahme eines Monarchen. Es muss bereits vorher etwas anderes im Inkerreich fundamental im Argen gelegen
- haben. Etwas, dass die Spanier selbst nicht verstanden. Und die Spur dieses etwas führt uns zurück in die sterile Stille, der Genlabore zu einem
- unsichtbaren Feind, der 8 Jahre vor Pizaros Ankunft in den Anten landete. 8 Jahre. Das ist die Zeitspanne, die alles verändert.
- Während die Geschichtsbücher den Eindruck erwecken, Pizzaro habe die Pocken [musik] mitgebracht, zeigen die genetischen und osteologischen Befunde
- ein völlig anderes, viel finsteres Bild. Man geht heute davon aus, dass die Pocken Südamerika um das Jahr 1524 [musik] erreichten.
- Pizzaro betrat Kajamaka aber erst im November 1532. Diese Lücke von 8 Jahren ist die [musik] erste monumentale Unmöglichkeit in der
- offiziellen Chronologie. Wie kann ein Erreger ein Imperium verwüsten, lange bevor sein angeblicher Überbringer eintrifft?
- Wer oder was trug ihn in das Herz der Anden? Um die Ungeheuerlichkeit dieses Vorgangs zu verstehen, muss man sich die
- biologische Situation klar machen. Die Völker der Anden lebten [musik] in einem Zustand, den Immunologen als naiv bezeichnen. Das ist ein technischer
- Begriff für ein Todesurteil. Krankheiten der alten Welt, Pocken, Masern, Grippe, Tyfus hatten in Amerika kein Gegenstück. [musik]
- Niemand in der neuen Welt war diesen Erregern je begegnet. Es hatte dort keine jahrhundertelange Auslese gegeben, die schwache
- Immunsysteme aus dem Genpool entfernt [musik] und widerstandsfähige Linien begünstigt hätte. Die Europäer hingegen lebten seit
- Jahrhunderten mit diesen solchen und hatten unter schrecklichen Verlusten eine Immunität [räuspern][musik] auf Bevölkerungsebene entwickelt.
- Als die Erreger schließlich den Ozean überquerten, trafen sie auf Körper, die ihnen völlig schutzlos ausgeliefert waren. Es war, [musik] als würde man ein
- Streichholz in ein Lager mit Fässern voller Schießpulver werfen. [musik] Die Folgen waren apokalyptisch. Die Arbeit [musik] mit alter DNA hat dem
- eine forensische Präzision verliehen, die keinen Raum für Beschwichtigungen lässt. Genetische Untersuchungen von Überresten aus der Zeit vor und nach dem
- Kontakt mit Europäern zeigen ein einen plötzlichen [musik] dramatischen Bevölkerungszusammenbruch, der im Genom selbst eingeschrieben ist.
- Populationsengpässe, [musik] ein massiverlust an genetischer Diversität. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu
- 90% der indigenen Bevölkerung [musik] der Anten im Jahrhundert nach dem Kontakt starben. Die erste und größte Welle dieses
- Massensterbens ereignete sich, bevor Pizzaros Armee auch nur einen [musik] einzigen Inkerkrieger im Kampf gesehen hatte. Stellen Sie sich das vor. Ein
- Reich von zehn Millionen Menschen verliert innerhalb weniger Jahre zwei, drei, [musik] vielleicht 4er Millionen seiner Bewohner durch eine Ursache, die
- niemand verstand, die niemand sehen geschweige denn aufhalten konnte. Doch all das, so schrecklich es war, erklärt noch nicht den selektiven Mord
- an der Elite, den das Genom bezeugt. Eine solche ist in der Regel ein egalitärer Killer. Sie unterscheidet nicht zwischen einem Bauern und einem
- Prinzen, dass nun aber ausgerechnet die Linien der Herrscher fast vollständig aus dem genetischen Archiv verschwinden, während
- die Linien der einfachen Bevölkerung fortbestehen. Das deutet [musik] mit Nachdruck auf einen zweiten, ebenso tödlichen Mechanismus hin. Die Natur
- liebt keine statistischen Ausreißer dieser Größenordnung. Systeme schon. Und genau hier beginnt das eigentliche
- Dunkel. Wenn der biologische Zusammenbruch der erste Schlag war, dann erfolgte der zweite politische Schlag mit einer
- Präzision, [musik] die zufällig nicht zu erklären ist. Der Kaiser des Imperiums Huain Kapak, ein erfahrener Herrierscher, der fast
- [musik] 35 Jahre lang regiert und das Reich zu seiner größten territorialen Ausdehnung geführt hatte. starb im Jahr 1527.
- Er starb an einer Krankheit, [musik] die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Pocken waren. Nur wenige Wochen später starb sein designier Erbe, der Sohn, den er zu
- seinem Nachfolger bestimmt hatte, an derselben Säuche. Ein Doppelschlag, der das Imperium seiner Führung beraubte.
- Man kann das Zufall nennen. Viele Historiker tun das. Aber fragen Sie sich, in einem Polygamensystem, [musik] in dem der Kaiser
- schätzungsweise 250 Kinder mit Haupt und Nebenfrauen [musik] sowie Konkubinen gezeugt hatte, indem es ein komplexes Protokoll der Nachfolge
- [musik] gab. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein einziges Virus, das wahllos durch die Städte zieht, exakt [musik]
- die beiden Männer tötet, deren Ableben den größtmöglichen Schaden anrichtet, den Kaiser und den Kronprinzen. Es ist eine Wahrscheinlichkeit, [musik]
- die so gering ist, dass sie in keiner seriösen Geschichtsschreibung als bloßer Zufall [musik] durchgehen sollte. Es sei denn, man will die folgende
- Entwicklung unbedingt als Gott [musik] gegeben oder schicksalhaft darstellen. Oder aber, und das ist unsere Hypothese, das Virus kam nicht einfach [musik] so
- in den Palast. Vielleicht wurde es in Form eines kontaminierten Geschenks dorthin [musik] expediert.
- Eine Hypothese, für die es keine schriftliche Bestätigung gibt, wohlgemerkt. Aber die Wirkung, die dieser doppelte
- Tod erzielte, entspricht [musik] exakt dem, was ein feindlicher Geheimdienst als Decapitation Strike, als Enthauptungsschlag bezeichnen würde.
- Er schuf ein Machtvakuum in einem System, das auf die absolute Autorität [musik] eines gottgleichen Herrschers
- zugeschnitten war. Der Thron war leer und was dann folgen sollte, war die denkbar schlimmste Krise [musik] zum denkbar ungünstigsten
- historischen Zeitpunkt. Die Thronfolge im Inkerreich war schon immer eine komplizierte Angelegenheit. Mit dem Tod von Jina Kapak und seinem
- Erben brach ein offener Konflikt aus, der das Reich mehr verwüsten sollte als jede solche. Zwei Kandidaten traten auf den Plan. Huaska, der Sohn der
- Hauptfrau, unterstützt vom etablierten Adel in der Hauptstadt Cusco und Attaalpa, der Sohn einer Nebenfrau, unterstützt von vielen der besten
- Generäle [musik] und dem Großteil des stehenden Heeres im Norden. Beide hatten legitime Ansprüche.
- Keiner war bereit zurückzutreten. Die Folge war ein dreijähriger, umfassender Bürgerkrieg, der das Reich bis Ende 1532
- verheeren [musik] sollte. Die Details dieses Krieges sind hier entscheidend, [musik] denn sie führen den im genom begonnen Prozess der
- Elitenauslöschung fort. Der Krieg spaltete den Adel, tötete viele der erfahrensten Generäle [musik] und dezimierte das stehende Heer
- erheblich. Es war kein [musik] Krieg gegen einen äußeren Feind. Es war ein brutaler, blutiger innerer Vernichtungsfeldzug.
- Städte wurden von Inkar Truppen selbst geplündert. Tumbes, der reiche Küstenhafen, von dem die Spanier seit Jahren gehört hatten, [musik] lag in
- Trümmern, als sie ihn 1532 endlich erreichten. Nicht von fremden Invasoren zerstört, sondern [musik] von Inker Soldaten im
- Kampf gegeneinander. Die genetische Perspektive macht das Ausmaß dieser Katastrophe erst [musik] vollständig sichtbar.
- Die alten DNA-Analysen aus Gräbern dieser [musik] exakten Kriegsjahre zeigen nicht nur einen allgemeinen Bevölkerungsverlust,
- sie zeigen den [musik] selektiven Verlust bestimmter Abstammungslinien. Jene üxchromosomalen Haplugruppen, [musik] die man mit der Inkerelite, der
- Priesterklasse und der Militäraristokratie verbindet. Sie verschwinden in diesen Jahren praktisch vollständig aus den Knochengruben.
- [musik] Der Bürgerkrieg forderte nicht einfach Menschenleben im Verhältnis zur
- Bevölkerungszahl. Er entfernte die Führungsschicht, deren Nachkommen jeden koordinierten Widerstand gegen [musik] das Kommende
- hätten organisieren können. Es war eine genetische Säuberung. Atawalper siegte schließlich. Huaska wurde gefangenen genommen und auf seinen
- Befehl hingerichtet. Doch das Reich, das Attaalper erbte, war nur [musik] noch ein Schatten des Reiches seines Vaters.
- militärisch völlig ausgelaugt. Der Adel durch den jahrelangen Bruderkampf in sich zerstritten, die Loyalitäten brüchig und nur [musik] noch
- situationsbedingt. Atta Walpers Herrschaft war zu diesem Zeitpunkt kaum ein halbes Jahr alt, ein Imperium [musik]
- im Zustand völliger Erschöpfung. Die Spanier trafen ein, als das Imperium [musik] den Tiefpunkt seiner Lähmung erreicht hatte. eine zeitliche
- Koinzidenz, die jeden Glauben an Zufall sprengt. Und hier an diesem Punkt [musik] der maximalen Schwäche gesellt sich zu den ersten beiden Schlägen, dem
- biologischen und dem politischen, ein drittes noch perfederes Element. Die Frage, die sich jedem unvoreingenommenen Betrachter [musik]
- aufdrängt, lautet: War dieser perfekte Zeitpunkt ein Zufall? war es pures Glück, dass Pizzarus Expedition exakt in der kurzen historischen Sekunde eintraf,
- in der das Imperium führungslos, ausgeblutet und moralisch gebrochen war. Die offizielle Geschichte muss dies annehmen. Sie hat keine andere Wahl.
- Sie muss uns glauben machen, dass eine Kette von katastrophalen, aber voneinander unabhängigen Ereignissen den Spaniern das größte [musik] Geschenk der
- Militärgeschichte machte. Die alternative Sichtweise, [musik] die sich aus der Summe der Indizien ergibt, ist jedoch eine völlig andere, dass die
- Spanier nicht einfach zu diesem Zeitpunkt ankamen, sondern dass dieser Zeitpunkt für sie vorbereitet wurde, dass sie mit anderen Worten den Zeitplan
- kannten und nicht nur kannten, daß sie ihn mitgestaltet [musik] hatten. Am Abend des 15. November 1532
- in einer Hochebene der nördlichen Anten [musik] hielt Francesco Pizzaro Kriegsrat. Um ihn herum [musik] seine Offiziere,
- die Brüder Hernando und Juan, der fanatische Priester Walverde. Sie hatten die Stadt Kachamaka erreicht und vorgefunden, was ihnen wie eine Falle
- erscheinen musste. Die Stadt selbst war verlassen, doch auf den Hügeln ringsum [musik] lagerte eine Armee, deren Feuer in der Nacht wie ein
- zweiter Sternenhimmel leuchteten. waren die Truppen Attaalpers, [musik] des frisch gekrönten siegreichen Kaisers.
- 80.000 Krieger, Kampf erprobt, größtenteils Veteranen des Bürgerkriegs, der gerade erst zu Ende gegangen war. 168 [musik] Spanier saßen in den leeren
- Gemäuern, tausende Kilometer von der nächsten Küste entfernt und wussten, dass sie bei Sonnenaufgang den [musik] zahlenmäßig absurdesten Kampf der
- Militärgeschichte führen würden. Was dann geschah, ist in den Chroniken minuziös, fast protokolarisch festgehalten.
- Aber genau diese Detailtreue ist das Problem, denn die offiziellen Berichte beschreiben eine Abfolge, die bei
- nüchter Betrachtung unerklärlich [musik] ist. Am Morgen des 16. [räuspern] November näherte sich Atta Walper dem zentralen Platz von Kachamaka. Nicht mit
- seiner [musik] Armee, sondern mit einem prunkvollen, fast zeremoniellen Zug. Er wurde auf [musik] einer mit Federn geschmückten Senfte von 80 seiner
- ranghöchsten Beamten getragen. Um ihn herum etwa 6000 Begleiter. Die meisten von ihnen waren unbewaffnet. Priester, Sänger, Tänzer, Diener und
- [musik] Adlige in zeremoniellem Gold und Silber. Die Krieger, die 80.000 Mann, hatte er vor den Toren der Stadt zurückgelassen.
- Sie standen bereit. griff bereit, aber sie waren nicht [musik] Teil der Szenerie. Pizzaro hatte seine 168 [musik]
- Mann im Schutz der leeren Gebäude rund um den Platz in Stellung gebracht. Zwölf arke Buusen, ein paar kleine Feldschlangenkanonen,
- 62 Reiter und Fußsoldaten in Stahl. Der Plan war so einfach wie brutal. warten, bis der Kaiser und sein Gefolge den Platz füllten. Dann das Feuer
- eröffnen und den Kaiser lebend ergreifen. Ein Plan, der das muss man festhalten. Die Mitwirkung des Gegners voraussetzte.
- Denn wenn auch nur ein einziger Speer Atta Walper gewarnt hätte, wenn der Kaiser mit seiner Hauptstreitmacht in die Stadt marschiert wäre, dann wäre
- Pizzaros [musik] Plan in Minuten zusammengebrochen. Aber genau das geschah nicht. Der Dominikanermönch Vicente de Valverde
- trat mit einer Bibel und einem Kreuz auf Attail zu und begann durch einen Dollmetscher das sogenannte Redmiento zu verlesen. Jenes perfide juristische
- Dokument, das die indigene Bevölkerung aufforderte, sich dem Papst und der spanischen Krone zu unterwerfen, bevor Gewalt angewendet wurde.
- Ein Ritual der Einschüchterung. Ata Walper, [musik] so berichten die spanischen Chronisten, nahm die Bibel entgegen, blätterte
- darin, hielt sie an sein Ohr und als er keine Stimme hörte, warf sie zu Boden. Das war das Signal oder der Vorwand.
- Walverde schrie: "Seht ihr, was er tut? Auf sie!" Die Kanonen [musik] feuerten, die Arkebusen knallten, die Reiter brachen aus ihren Verstecken hervor.
- Was nun folgte, dauerte weniger als zwei Stunden. Es war keine Schlacht, es war ein Gemetzel. Die unbewaffnete, eingekesselte [musik]
- Menge auf dem Platz brach in Panik aus. Eine Mauer aus Menschenleibern wurde gegen die [musik] einzige schmale Ausgangsrampe gedrückt, bis die Barriere
- unter dem Gewicht nachgab und Hunderte in [musik] den Tod stürzten. Izaro selbst stürmte auf die Senfte des Kaisers zu, gieen Weg durch die
- verzweifelten Adligen, [musik] die den Kaiser mit bloßen Händen zu schützen versuchten, verhinderte im letzten Moment, dass
- einer seiner eigenen Männer Awalper tötete. Er wollte ihn lebend. Er bekam ihn lebend.
- Die Inker verloren an diesem Nachmittag etwa 3000 Tote. Die Spanier verloren einen Mann, einen afrikanischen Sklaven, der vermutlich nicht einmal kämpfen
- sollte. Der Kaiser war gefangen, das Reich offiziell enthauptet. Das ist die Geschichte, wie wir sie kennen. Eine Geschichte von unerhörter
- Kühnheit, von Technologie, von göttlichem Beistand. Und nun kommen wir zu dem Teil, den diese Geschichte nicht erklären kann.
- 80.000 Inker Krieger, die Elitearmee des Nordens, Sieger des Bürgerkriegs, standen vor den Toren [musik] der Stadt. Sie hörten die Schüsse, sie hörten die
- Schreie, sie sahen die Staubwolken und die fliehenden Überlebenden. Und was [musik] taten sie? Nichts, absolut gar nichts. Kein Gegenangriff.
- Kein Entsatzversuch, kein geordneter Rückzug, um den Kaiser später zu befreien. Die Armee, eine der größten und
- diszipliniertesten Streitmächte der damaligen Welt, löste sich innerhalb von Stunden auf und zerstreute sich in alle Winde, als hätte sie nie existiert.
- Die offizielle Erklärung für dieses vollständige, unbegreifliche Versagen lautet: Schock. Psychologische Lähmung.
- Der Kaiser, der lebende Gott, war in der Hand der Fremden und ohne seinen Befehl wagte kein Offizier, kein Soldat, einen Finger zu rühren. Zugegeben, der
- psychologische Effekt von donnernden Feuerwaffen und gepanzerten Reitern auf Menschen, die so etwas noch nie gesehen hatten, darf nicht unterschätzt werden.
- Doch selbst [musik] dieser initiale Schock erklärt nicht, warum eine intakte Armee von 80.000 Mann, die jahrelang nichts anderes getan hatte, als zu
- kämpfen, in völlige Passivität verfiel. In jedem anderen Kontext der Militärgeschichte würde ein solches Verhalten als das bezeichnet [musik]
- werden, was es ist, Befehlsverweigerung oder Verrat? Fragen Sie sich, was wäre die logische Reaktion? einer kampfbereiten Armee, deren Herrscher in
- eine Falle geraten ist. Sie wäre ein sofortiger massiver Sturmangriff auf die Stadt. 168 Mann hätten keine Stunde gegen 80.000 überlebt.
- Atta Walper wäre befreit [musik] oder im Kampf getötet worden, aber die Invasoren wären ausgelöscht gewesen. Dass dies nicht geschah, dass stattdessen die
- gesamte militärische Macht des Reiches verdampfte. ist ein Faktum, dass die Schockhypothese nicht trägt. Es [musik] trägt nicht einmal das
- Gewicht einer ernsthaften Diskussion. Hier verdichten sich die Indizien zu einem Bild, dass man in den traditionellen Geschichtsbüchern
- Vergebens sucht. Die Geschehnisse auf dem Platz von Kahamaka und das Nichthandeln der Armee sind kaum anders zu erklären als durch
- eine vorherige Absprache. Eine Absprache zwischen den Konquistadoren und Teilen der Inkerführung, die Attawalper opferten.
- Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um diesen Schluss zu ziehen. Man muss nur die spanischen Quellen gegen den Strich lesen.
- Der [musik] Chronist Pedro de Ceza de Leon, der Jahre später die Ereignisse rekonstruierte, erwähnt beiläufig, dass es in der Nacht vor dem Massaker
- Bodengänge zwischen dem spanischen Lager und indigenen Anführern gegeben habe. Man stelle sich das vor. Im flackernden Schein der Lagerfeuer
- hinter den Lehemauern von Kachamka treffen Schatten aufeinander. Spanische Emissäre und Abgesandte [musik]
- der unzufriedenen Inkäle. Der Inhalt dieser Gespräche, er ist [musik] nie aufgezeichnet worden. Der Sekretär Pizzaros, Francisco
- Dixeres, beschreibt minutös die Formation der Inkar Truppen vor der Stadt. Aber kein Wort darüber, warum sie sich nicht bewegten.
- Es ist eine Lehrstelle im Bericht, so groß wie der Platz selbst. Ein unschuldiger Chronist würde die heldenhafte Verteidigung [musik] gegen
- eine Übermacht oder die gegnerische Feigheit beschreiben. Seres beschreibt nur das Resultat. Eine massenhaft fliehende Armee ohne Kampf.
- Wer hatte ein Motiv Atta Walper zu verraten? Die Antwort liegt in den Ruinen des gerade beendeten Bürgerkriegs.
- Atta Walper hatte seinen Bruder Huaska besiegt, aber der Sieg war total und brutal gewesen. Die Anhänger Huaskars, der traditionelle Adel von Cusko, die
- Priesterschaft des Sonnentempels, die Verwandtschaft des unterlegenen Bruders. Sie alle waren gedemütigt, [musik]
- enteignet, viele von ihnen ermordet worden. Der Hass zwischen den Fraktionen schwälte unter der Oberfläche [musik]
- des Sieges weiter. Ataper regierte ein zerrissenes Reich und er regierte es mit der Härte eines [musik] Bürgerkriegssiegers.
- Er hatte sich Feinde im eigenen Lager gemacht, die nur auf eine Gelegenheit warteten, den Spieß umzudrehen. Pizzaro, der meisterhafte Manipulator,
- der Jahre zuvor in Panama mit Stämmen verhandelt hatte, die den Inker feindlich [musik] gesinnt waren, wusste das alles. Er hatte Informationen, er
- hatte Spione. Er wusste, dass [musik] er nicht gegen eine geeinte Nation kämpfte, sondern gegen eine Koalition
- aus Hass und Angst. Die Hypothese, die wir hier verfolgen, lautet: Inn den Tagen vor dem 16. November kam es zu einem Pakt zwischen
- Pizzaro und hohen [musik] Vertretern der unterlegenen Haska Fraktion oder opportunistischen Generellen A Walpers, die ihre eigene Haut retten wollten. Der
- Plan war, den Kaiser in eine Falle zu locken, die Entourage abzuschlachten und die Armee durch den [musik] Befehl zum Stillhalten paralysieren zu lassen.
- Befehl erteilt nicht von Atta Walper, sondern von seinen eigenen verräterischen Kommandeuren, die das Vertrauen der Truppen genossen.
- So und nur so ergibt das Rätsel von Kaamaka einen Sinn. Der Putsch wurde nicht von 168 Mann durchgeführt, sondern von den Spaniern. [musik] Ja, aber mit
- der aktiven, entscheidenden Hilfe von innen. Das ist eine schwerwiegende Anschuldigung. Sie ist, das muss man ehrlich sagen,
- [musik] nicht durch einen schriftlichen Vertrag gedeckt, der triumphierend von Pizzaro und einem General unterzeichnet worden wäre.
- Solche Dokumente würden, [musik] wenn sie je existierten, nicht aufbewahrt. Sie wären die ersten gewesen, die man vernichtet hätte.
- Aber die physische Evidenz des Nichthandelns, die Lehrstelle in den Chroniken und die politische Logik des Bürgerkriegs [musik]
- sind drei voneinander unabhängige Pfeiler, die diese Hypothese stützen. Die Militärgeschichte kennt [musik] kein anderes Beispiel für die kampflose
- Auflösung einer intakten Armee dieser [musik] Größe. Es sei denn, es lag ein Befehl vor. Doch dieser ungeheuerliche Verrat, so
- perfide er war, wäre wirkungslos geblieben, ohne eine letzte [musik] entscheidende Komponente. Eine Komponente, die den wahren
- Charakter der Eroberung offenlegt [musik] und die endgültig mit dem Mythos der 168 aufräumt. Nach der Gefangenname Attaalpas, nachdem
- das erste Chaos sich gelegt hatte und die Spanier den unermesslichen Schatz an Gold und Silber erblickten, den der gefangene Kaiser als Lösegeld anbot,
- begann die eigentliche Eroberung des Reiches. Und diese Eroberung wurde nicht von den Spaniern durchgeführt, sie wurde von
- Indigenen durchgeführt. Betrachten wir die folgende monumentale Zahl, die wie kaum eine andere den Propagandcharakter der Conquister
- Legende enthüllt. Es ist das Jahr 1536. [musik] Atawalpa ist längst tot, er drosselt von den Spaniern, obwohl das Lösegeld in
- einem Raum von [musik] 22 Fuß Länge, 17 Fuß Breite und neun Fuß Höhe in Gold und Silber bezahlt worden war. [musik]
- Ein neuer Inkar Manco Kapak I. Von den Spaniern selbst eingesetzt, hat sich gegen seine Marionettenrolle erhoben und eine gewaltige Armee von geschätzt
- 100000 Mann aufgestellt. Sein Ziel die Heilige Hauptstadt Cusco [musik] zurückzuerobern und die Spanier für immer aus den Anten zu [musik]
- vertreiben. Die spanische Verteidigungsstreitmacht in der belagerten Stadt bestand aus ein paar hundert Konquistadoren.
- Genauere Zahlen variieren, aber es waren um die 190 berittene und Fußsoldaten. [musik] Und jetzt kommt die entscheidende
- Information, die in kaum einem Schulbuch schon schon die Hernung steht. An der Seite [musik] dieser Spanier kämpften rund 30.000 einheimische Krieger.
- 30.000? Rechnen Sie es selbst nach. Die Spanier stellten etwa 0,6% der gesamten Verteidigungsarmee.
- Weniger als 1%. Das ist kein spanischer Sieg. Das ist ein indigenes Gemetzel, befährigt von spanischen Offizieren.
- Die wahre Armee, die das Inkerreich zerschlug, bestand aus den Völkern, die es unterworfen hatte. die Kanyari, die Chapoya, [musik]
- die Wanka und dutzende anderer Stämme. Sie hassten die Inka und die Spanier wussten das. Hier haben wir es mit einer weiteren Ebene der
- Täuschung zu tun. Die Conquista war keine Schlacht zwischen Europäern und Amerikanern. Sie war die letzte blutigste Phase
- [musik] eines Bürgerkriegs, der schon Jahrzehnte vor Pizzaros Ankunft begonnen hatte. Die Spanier [musik] positionierten sich
- geschickt als Befreier, als Rächer der Unterdrückten. Genau wie Herrn Corte ein Jahrzehnt zuvor [musik] in Mexiko, die Feinde der Aztheken um sich geschart
- hatte. Genauso [musik] instrumentalisierte Pizzaro den brodelnden Hass, den die [musik] Inker durch ihre rigide Expansionspolitik
- gesäht hatten. Die Inkerherrerschaft war keine [musik] beliebte sanfte Oberhoheit gewesen. Sie bedeutete Zwangsumsiedlungen ganzer
- Bevölkerungsgruppen, [musik] immense Tributforderungen, die systematische Zerschlagung lokaler Eliten und die Einsetzung [musik]
- eigener Verwalter. Viele der unterworfenen Völker waren erst vor wenigen Jahrzehnten noch in der lebendigen Erinnerung der Großväter
- annektiert [musik] worden. Sie erinnerten sich an ihre Freiheit und sie griffen zu [musik] den Waffen, die ihnen die fremden bärtigen Männer anboten, um
- sie gegen ihre eigenen Herren zu richten. war die geniale zynische Blaupause der spanischen Strategie.
- Nicht die Arkebusen und die Pferde gewannen den Krieg. Es war die tief faule Spaltung innerhalb des Imperiums. Die Spanier lieferten das Kommando, die
- Koordination und die Rechtfertigung. Das Blut, das in Strömen floss, war das Blut von Indigenen, [musik] die auf beiden Seiten kämpften.
- Die offizielle Lesart, die von einem heroischen Sieg der Zivilisation über die Barberei spricht, verschweigt diesen Tatbestand systematisch.
- Sie personalisiert den Triumph in der Figur des Kühnen [musik] Pizaro, um von der unangenehmen Wahrheit abzulenken, dass Europa nicht durch seine Soldaten
- siegte, sondern durch [musik] seine Fähigkeit, Völker gegeneinander aufzuhetzen. Doch auch damit ist die Liste der
- Ungeheuerlichkeiten [musik] noch nicht vollständig. Nach dem militärischen Triumph, nach der Plünderung [musik] der Tempel und
- Paläste, nach der Verteilung des Lösegelds begann der vielleicht wichtigste Teil der gesamten Operation. Ein Teil, [musik] der bis heute
- andauert, die systematische Vernichtung der Beweise. Wenn unsere Hypothese [musik] zutrifft, dass es sich bei der Eroberung um eine orchestrierte durch
- Verrat und Manipulation ermöglichte Machtübernahme handelte, dann mussten alle Spuren, die dieser Version der Geschichte entsprachen, beseitigt
- werden. durfte keine Inker Aufzeichnungen [musik] geben, die den spanischen Berichten widersprachen.
- Keine Chroniken der Besiegten, die den Verrat der Generäle, die geheimen Absprachen und die biologische Schwächung dokumentierten.
- Und genau das geschah. Was folgte, war einer der größten [musik] und gründlichsten Akte der kulturellen Auslöschung, die die
- Menschheit [musik] je gesehen hat. Die Inker besaßen keine Schrift im europäischen Sinne, aber sie hatten die Quipu. [musik]
- Ein hochkomplexes, bis heute nicht vollständig entziffertes [musik] System aus geknoteten Schnüren in verschiedenen Farben und Stärken.
- Damit bezeichneten sie nicht nur Zahlen und Steuern auf, sondern [musik] wie neueste Forschungen nahelegen. auch narrative Chroniken, historische
- Ereignisse, Biographien von Herrschern. Die [musik] Quippu waren die Festplatten des Imperiums und sie wurden systematisch
- und flächendeckend verbrannt. Priester und Konquistadoren taten sich dabei hervor. Für sie waren die Quipu Götzenwerk und
- Teufelsäug. Doch die Gründlichkeit, mit der sie vorgingen, [musik] überstieg jeden religiösen Eifer.
- Es wurden nicht nur heilige Schnüre zerstört, sondern auch Verwaltungsarchive, [musik] Lagerverzeichnisse und Steuerregister.
- Alles, was ein koherentes Bild [musik] der vorspanischen Gesellschaft hätte liefern können. Was immer auf [musik] diesen Schnüren
- gespeichert war, die Geschichte des Bürgerkriegs, die Namen der Verräter, die Chronologie der großen Solche, es stieg als Rauch in den Himmel über den
- Anten [musik] auf. Der größte Teil der indigenen Geschichte wurde zu Asche, noch bevor einziger spanischer Historiker die Feder
- ansetzte. um die offizielle Version für die Nachwelt festzuhalten. Ein unschuldiger Akteur hätte die
- Archive des besiegten Feindes studiert, um sich seiner Herrschaft zu versichern. Ein Täter vernichtet sie. Das ist nicht nur ein historisches
- Faktum, es ist ein durch und durch gegenwärtiges Problem. Denn die wenigen Quipu, die Überlebten und die Berichte der ersten spanischen
- Chronisten, die nicht dem offiziellen Hofbericht folgten, sind über Archive verstreut, deren Zugang bis heute reglementiert, erschwert oder schlicht
- verweigert [musik] wird. Das berühmteste Beispiel ist der Fondo Antiguo im Archivo General de Indias [musik] im spanischen Sevilla.
- Kilometer von Regalen, Millionen von Dokumenten zur Kolonialzeit. Viele davon sind nicht einmal katalogisiert, geschweige denn
- digitalisiert. Anträge auf Einsichtnahme [musik] in sensible Bestände dauern Jahre, werden oft ohne Begründung abgelehnt
- oder verlieren sich im bürokratischen nichts. Ich sage nicht, dass dort der unterschriebene Befehl zur Ausbringung
- der Pocken liegt. Das wäre absurd. Aber was dort mit Sicherheit liegt, ist das Material, mit dem man die offizielle
- Version der Conquista endgültig dekonstruieren [musik] könnte. Protokolle der ersten geheimen Erkundungsfahrten, die Jahre vor Pizaro
- stattfanden. Briefe von Missionaren, die das Massensterben beschrieben und verwundert fragten, warum niemand eingriff.
- Vielleicht sogar [musik] die Abschriften jener Quipu, die man eilig von den Schnüren ins Spanische übertrug, bevor man die originale verbrannte.
- 500 Jahre sind eine lange Zeit, [musik] lang genug, um jede legitime Geheimhaltung in bloße Vertuschung zu verwandeln.
- Die Türen des Archivs in Sevilla [musik] bleiben für die heikelsten Fragen dieser Geschichte geschlossen und das [musik] allein ist ein Schuldeingeständnis.
- Was wir über den Untergang des Inkerreiches wissen, ist das, was die Täter und ihre institutionellen Erben uns wissen lassen wollten.
- Es ist eine Geschichte, die auf dem Fundament eines beispiellosen Verrats, einer stillen biologischen Invasion und eines [musik] gigantischen
- Löschungsprozesses errichtet wurde. Und doch gibt [musik] es einen Zeugen, den sie nicht verbrennen konnten. einen Zeugen, der in unseren Tagen zu sprechen
- begonnen [musik] hat und dessen Aussage das gesamte Propagandagebäude zum Einsturz bringt. Diesen Zeugen haben wir im ersten [musik] Teil unserer
- Ermittlungen vorgestellt, die DNA der Toten. Während wir hier sprechen, während Archive verschlossen bleiben und
- Historiker über die Interpretation von Chroniken streiten, wartet der letzte. Unwiderlegbare Beweis [musik] nicht in einem verstaubten Aktenschrank in
- Spanien. Er wartet im Hochland der Anden, in den Knochen der massakrierten Elite, in den Zähnen der an der solche gestorbenen
- Kinder, in den stillen Gräberfeldern, [musik] die bis heute nicht vollständig untersucht sind. Die Frage, mit der wir diesen Abschnitt
- beenden [räuspern] und die den letzten entscheidenden Teil unserer Untersuchung einleiten wird, lautet nicht mehr, ob hier ein Verbrechen stattgefunden hat.
- Sie lautet nur noch, wer waren die wahren Architekten dieses Genozids? Wer zog im Hintergrund die Fäden und welches System aus Macht, Gold und Glauben gab
- den Auftrag, den die Hände der Viren, der Verräter und der Geschichtsfälscher ausführten? Wer waren die wahren Architekten dieses
- Genozids? Die Antwort auf diese Frage findet sich nicht in [musik] einem einzigen Namen. Sie findet sich in einem System.
- einem System, das über Jahrzehnte hinweg jede seiner Entscheidungen auf einziges Ziel ausrichtete. Die Aneignung eines ganzen Kontinents,
- kostte es [musik] was es wolle. Und der Preis, das wissen wir nun, war die planmäßige mehrstufige Vernichtung des größten [musik] Reiches der neuen Welt.
- Lassen Sie uns die Puzzelstücke, die wir in den ersten beiden Teilen dieser Untersuchung [musik] einzeln betrachtet haben, zu einem
- Gesamtbild zusammenfügen. Denn erst in der Zusammenschau offenbart sich die erschreckende Kohenz der Ereignisse. Erstes Puzzlestück.
- Jahre vor der Ankunft Pizzaros um 1524 erreichen die Pocken das Hochland der Anten. Nicht [musik] mit Pizzaro, sondern durch
- eine bis heute ungeklärte Übertragungskette. Alles deutet darauf hin, [musik] dass der Erreger nicht zufällig
- dorthinelangte, sondern mit Absicht eingeschleppt wurde. In einer Bevölkerung ohne jede Immunabwehr entfaltet er eine apokalyptische
- Wirkung. Millionen sterben, aber dieser erste Schlag ist noch nicht präzise genug. Er schwächt das Reich, doch seine Führung steht noch.
- Zweites Puzzelstück. Im Jahr 1527 stirbt Kaiser Hina Kpak an der Sole. Wenige Wochen später stirbt sein designier Erbe, ein Doppelschlag, der
- das Imperium enthauptet [musik] und einen mörderischen Bürgerkrieg auslöst. Die Wahrscheinlichkeit, [musik] dass ein zufällig zirkulierendes Virus genau
- diese beiden Männer tötet [musik] und damit das größtmögliche Chaos stiftet, ist verschwindend gering. Die Hypothese, dass der Erreger gezielt in
- die Nähe des Hofes gebracht wurde, ist die einzig plausible Erklärung für diesen statistischen Ausreißer. Ein weiterer Mosaikstein.
- Der Bürgerkrieg, [musik] der nun entbrennt, trägt Züge einer orchestrierten Säuberung. Genetische Analysen beweisen, [musik]
- dass in diesen Jahren nicht einfach nur viele Menschen starben, sondern dass spezifisch die üxen chromosomalen Linien, der Inker Aristokratie, der
- Priesterkaste und der Militärelite [musik] ausgelöscht wurden. Der Krieg eliminierte systematisch die einzige
- Schicht, die später einen koordinierten Widerstand [musik] gegen eine Invasion hätte organisieren können. Ein perfekteres Ergebnis für einen
- externen Feind ist schwer vorstellbar. Das vierte Teil des Bildes Franzisco Pizado betritt die [musik] Bühne exakt zu dem Zeitpunkt, als das Imperium
- ausgeblutet, seine Elite massakriert und der neue Kaiser Atta Walper erst seit 6 Monaten im Amt ist. Diese zeitliche Präzision ist mit Glück
- nicht zu erklären. Sie setzt voraus, dass die Spanier über den Zustand des Reiches bestens informiert waren. Und das führt uns zu einem weiteren noch
- ungeheuerlicheren Indiz. Fünftes Puzzlestück, der 16. November 1532 [musik] in Kacha. Atta Walper gerätt mit seinem
- unbewaffneten Gefolge in einen Hinterhalt, während seine [musik] 80.000 Mann starke Armee tatenlos vor den Toren der Stadt verharhammelt.
- Die offizielle Version spricht von Schock. Die militärische Logik spricht von einem abgekarteten Spiel.
- Die Quellen erwähnen geheime nächtliche Botengänge. Wer führte diese Gespräche und mit welchem [musik] Ergebnis?
- Die wahrscheinlichste Antwort: Ein Teil des Inker Kommandos [musik] hatte sich mit Pizaro arrangiert und lieferte den Kaiser aus. Ein klassischer Verrat,
- ermöglicht durch [musik] die tiefen Risse, die der Bürgerkrieg hinterlassen hatte. Sechstes Puzzelstück. [musik]
- Nach der Gefangenname Attawalpas wird die eigentliche Eroberung nicht von Spaniern durchgeführt, sondern von ztausenden Indigener Krieger. Die
- Völker, die von den Inker unterworfen worden waren, schlagen sich auf die Seite der Invasoren. Die Spanier stellen bei der
- entscheidenden Belagerung von Cusco weniger als 1% [musik] der Truppen. Sie führen das Kommando, sie geben die Strategie vor.
- Aber [musik] das Blutbad vollziehen die Unterdrückten selbst. Ein Meisterstück der psychologischen Kriegsführung, das ohne detaillierte Vorkenntnis der
- politischen Landkarte des Reiches nicht möglich gewesen wäre. Siebtes und letztes Puzzelstück. Die sofortige systematische Vernichtung der
- [musik] Quippu Archive und die bis heute andauernde Blockade des Zugangs zu sensiblen Kolonialdokumenten. Dies ist die Phase der
- Spurenbeseitigung. Man verbrennt die Knotenschnüre, die die Geschichte aus der Sicht der Besiegten erzählt [musik] hätten. Man
- klassifiziert und versteckt die spanischen Berichte, die zu viel verraten könnten. Man schafft ein [musik] Informationsvakuum,
- in dem die Legende der heroischen Konquista das einzige verbleibende Narrativ ist. Fügt man diese sieben Puzzlestücke zusammen, ergibt sich ein
- Bild, das die offizielle Version der Eroberung Perus in einem völlig [musik] neuen, einem finsteren Licht erscheinen lässt.
- Es war kein heroischer Militärfeldzug. [musik] Es war eine mehrphasige verdeckte Operation zur Destabilisierung [musik]
- und Vernichtung eines souveränen Staates, durchgeführt [musik] mit Mitteln, die heute vor jedem internationalen Gericht als
- Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gelten würden. Und nun kommen wir zu der Frage, [musik] die man uns nie beantwortet hat. Wer
- stand hinter dieser Operation? Wer gab die Mittel, [musik] die Logistik, den rechtlichen Deckmantel? Die Spuren führen nicht zu einem
- einsamen Verschwörer, sondern zu den mächtigsten Institutionen des frühneitlichen Europas. Die spanische Krone, repräsentiert durch
- Karl V, hatte ein existenzielles Interesse [musik] an den Edelmetallen der neuen Welt. Sie brauchte Gold und Silber, um ihre
- Kriege in Europa zu finanzieren. Die katholische Kirche, repräsentiert durch den Papst und seine Bullen wie Interketera hatte den Auftrag zur
- Missionierung erteilt [musik] und die Eroberung juristisch legitimiert. Und zwischen [musik] diesen Polen agierte ein Netzwerk aus Gouverneuren,
- Bankiers, Kaufleuten und Konquistadoren, die ihre eigenen Vermögen aufs Spiel setzten und dafür mit Titeln, [musik] Ländereihen und einem Platz in den
- Heldengeschichten belohnt wurden. Dieses System brauchte keinen schriftlichen Befehl, infiziert [musik] die Inka.
- Es brauchte nur eine stillschweigende Übereinkunft, [musik] dass jedes Mittel recht war. Es genügte, Expeditionen zu finanzieren,
- ohne allzu genau nach den Methoden zu fragen. Es genügte, Missionare auszusenden, die in den neuen Ländern ztausende von
- Taufen vornahmen, während um sie [musik] herum die Bevölkerung weggestorben war. Es genügte, Chronisten zu bezahlen, die den Massenmord in eine Heldensage
- umschrieben. Die Akte blieb leer, weil man nie die Absicht hatte, sie zu füllen. Und genau darin liegt die Perfidi dieses Systems.
- Was ist in dieser Sache nun tatsächlich [musik] belegt? Belegt ist, dass die offizielle Version der Eroberung eine mathematische
- Unmöglichkeit darstellt. 168 Mann können kein Reich von 10 Millionen Menschen in 18 Monaten militärisch besiegen.
- Belegt ist, [musik] dass eine verheerende Pockenepidemie, die Anten bereits 8 Jahre vor Pizzaros Ankunft [musik] heimsuchte und die
- Bevölkerung um bis zu 90% dezimierte. Belegt ist, dass Kaiser [musik] und Kronprinz 1527 innerhalb weniger Wochen starben und das
- Reich führungslos zurückließen. Belegt [musik] ist, dass der darauffolgende Bürgerkrieg die Elite genetisch nahezu auslöschte.
- Belegt ist, dass die indigene Allianz über 99% der tatsächlichen Kampfkraft auf spanischer Seite stellte und belegt ist
- schließlich. dass die Archive der Besiegten systematisch vernichtet wurden und dass [musik] wesentliche Teile der spanischen Kolonialakten
- bis heute unter Verschluss gehalten werden. [musik] Diese Fakten allein und jedes einzelne von ihnen ist durch Dokumente,
- Knochenfunde und genetische Analysen abgesichert, reichen aus, um das Vertrauen [musik] in die offizielle Geschichtsschreibung unwiderbringlich zu
- zerstören. Was ist darüber hinaus, mit hoher [musik] Wahrscheinlichkeit anzunehmen? Alles deutet darauf hin, dass die erste
- Pockenwelle nicht zufällig in die Anten gelangte, sondern durch geheime Erkundungsmissionen oder kontaminierte Handelswaren gezielt
- eingeschleppt wurde. Die achtjährige Lücke zwischen dem Ausbruch der Solche und dem Eintreffen der Hauptstreitmacht ist mit einem
- natürlichen Übertragungsweg nicht plausibel zu machen. Alles deutet darauf hin, dass der Tod Huaina Kaks und seines Erben mehr als
- ein tragischer Zufall war. Die statistische Unwahrscheinlichkeit ist zu groß, um sie ohne die Annahme einer Manipulation hinzunehmen.
- Alles deutet darauf hin, dass der Bürgerkrieg von außen geschürt oder zumindest [musik] für die eigenen Zwecke maximal eskaliert wurde.
- Die Gründlichkeit, [musik] mit der die Führungsschicht ausradiert wurde, trägt die Handschrift einer strategischen Planung und alles deutet
- darauf hin, dass die Gefangenname Atta Walpas in Kachamaka durch einen vorherigen Pakt mit Teilen des Inker Kommandos ermöglicht wurde.
- Das Verhalten der [musik] 80.000 Mannstarken Armee ist anders nicht zu erklären. Was schließlich bleibt offen?
- Offen bleiben die Namen derjenigen, die im Einzelnen die Handlungen ausführten. Und [musik] wir kennen nicht die Kapitäne der ersten unregistrierten
- Erkundungsfahrten. [musik] Wir kennen nicht den Emissar, der das kontaminierte Tuch in den Palast von Kapak brachte, falls es ihn [musik] gab.
- Wir kennen nicht die Einzelheiten der Verhandlungen, die in der Nacht vor dem Massaker von Kahamaraka geführt wurden und wir kennen den Inhalt jener [musik]
- Quipu nicht, deren Rauch über den Anden aufstieg. Doch dieses Offene ist nicht das Eingeständnis einer Schwäche unserer
- Hypothese. Es ist der Kern des [musik] Skandals. Die Täter und ihre institutionellen Nachfolger haben ganze Arbeit geleistet.
- Sie haben nicht nur gemordet, sie haben die Beweise für den Mord vernichtet. Die Lehre, auf die wir stoßen, ist nicht die Abwesenheit von Schuld.
- Sie [musik] ist der letzte. vielleicht der stärkste Beweis für sie und diese Lehre wird bis heute [musik] verteidigt. Das ist der Punkt, an dem aus einer
- historischen Untersuchung ein gegenwärtiger Skandal wird. Das Archivo General der Indias in Sevilla wirkt in seinen kilometerlangen
- Regalen die Korrespondenz zwischen den Konquistadoren und der Krone, die Berichte der ersten Gouverneure, die Briefe der [musik] Geistlichen, die das
- Massensterben dokumentierten. Viele dieser Dokumente sind nie digitalisiert worden. Einige sind nicht einmal katalogisiert.
- Forscher, die Zugang zu bestimmten Beständen beantragen, berichten von jahrelangen Verzögerungen, von unerklärlichen Ablehnungen, von dem
- Gefühl, gegen eine unsichtbare Wand [musik] zu laufen. Warum? Was haben die Nachfahren der damaligen Profiteure? Was haben die heutigen Hüter der Archive zu
- befürchten? Hätten Sie nichts zu verbergen, gäbe es keinen Grund, [musik] diese Akten unter Verschluss zu halten. Die Tatsache, dass
- der Zugang blockiert wird, spricht Bände. Ein halbes Jahrtausend nach den Ereignissen diktiert uns das System der
- Sieger immer noch, was wir über den Untergang des Inkeriches wissen dürfen und was nicht. 500 Jahre, in denen Schulkinder auf der
- ganzen Welt die Geschichte von den 168 tapferen Spaniern lernen, die ein rückständiges Imperium bezwangen. 500 Jahre, in denen die Wahrheit über den
- ersten großen biopolitischen Genozid der Neuzeit unter einer Lawine aus Heldenpathos, kolonialer Propaganda und archivarische Obstruktion begraben
- liegt. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Teilen Sie dieses Wissen nicht, weil es bequem wäre, nicht weil es in eine
- einfache Weltsicht passt, sondern weil die Opfer von damals und ihre Nachfahren, [musik] die noch heute in den Anden leben, ein
- Recht darauf haben, dass die Welt erfährt, was wirklich geschah. Die DNA, die Knochen, die letzten unverbrannten Quipu, sie alle bezeugen
- dasselbe Verbrechen. Der Untergang des Inkeriches war kein Akt des [musik] Schicksals und keine militärische Glanzleistung.
- Er war ein kalkuliertes, mehrstufiges Verbrechen, begangen von einem System, [musik] das sich selbst als zivilisatorische
- Mission tarnte. Die tiefsten Schatten dieses Verbrechens aber harren noch immer in den Regalen Sevillas [musik] ihrer Enthüllung. In
- den Katakompen des Archivo General de Indias hinter unscheinbaren Türen, die nur ein kleiner [musik] Kreis von Archivaren öffnen darf, lagern die
- Papiere, die das letzte Kapitel dieser Geschichte schreiben könnten. [räuspern] Vielleicht liegen sie in einer schlichten [musik] braunen Kiste ohne
- große Beschriftung, übersehen oder absichtlich falsch einsortiert. [musik] Vielleicht tragen sie den Vermerk vernichtet. ein Vermerk, der dann
- [musik] selbst eine Fälschung wäre. Vielleicht sind sie auch noch vollständig intakt und warten nur auf den einen [musik] unbestechlichen
- Forscher, der den Antrag stellt, der nicht abgelehnt werden kann. Bis dahin werden diese [musik] Archive schweigen.
- Schwer undurchdringlich wie die dicke eisenbeschlagene Tür, die den innersten Bereich des Fondo Antigo sichert. Ein halbes Jahrtausend Staub
- hat sich auf ihre Angeln gelegt. Ein halbes Jahrtausend, indem das Echo [musik] des Verrats, der Schrei der sterbenden Kaiser und das Knistern der
- brennenden Quepu ungehört in diesen Mauern gefangen blieben. Die Tür ist zu und wer auch immer den
- Schlüssel dazu verwahrt, hat kein Interesse daran, dass sie sich öffnet. M.
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