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Das Wahlprogramm von Die Linke erklärt | Bundestagswahl 2025

MrWissen2go13:25 681.711 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 134 Zeilen
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  1. In der Geschichte der wiedervereinten Bundesrepublik Deutschland ist es der Partei Die Linke und ihren Vorgängerorganisationen
  2. noch nie gelungen, Teil einer Bundesregierung zu werden. Genau das möchte die Partei jetzt aber ändern.
  3. Mit ihren Spitzenkandidaten Heidi Reichinnek und Jan van Aken will Die Linke nicht nur den Wieder- einzug in den Bundestag schaffen,
  4. sondern sie will auch Regierungsverantwortung übernehmen ab der kommenden Legislaturperiode.
  5. Wie eine Regierung unter der Beteiligung der Linken aussehen könnte,
  6. welche Vorschläge sie in ihrem Wahlprogramm macht und wer Die Linke überhaupt ist.
  7. Darum geht es hier in diesem Video und weitere Videos zu den Wahlprogrammen der größeren Parteien
  8. findet ihr oben auf dem i verlinkt in einer Playlist. Schaut da gerne mal rein.
  9. (Lockere Musik) Wenn man mehr zur Partei Die Linke wissen möchte,
  10. kann man es sich ganz einfach machen. Man geht auf Wikipedia und gibt dort "Die Linke" im Suchfeld ein.
  11. Und hat man das gemacht, dann erscheint eine Seite, auf der unter anderem steht Gründung 16. Juni 2007.
  12. Und damit sind wir direkt fehlgeleitet. Es stimmt zwar, dass sich die Partei Die Linke erst 2007 gegründet hat.
  13. Aber eigentlich gibt es sie schon viel länger, nur in zwei Teile gespalten.
  14. Denn Die Linke ist ein Zusammenschluss aus den Parteien PDS und WASG.
  15. Fangen wir mal an bei der PDS und gehen dafür zurück in das Jahr 1989. Deutschland ist damals zwar noch geteilt in die Bundesrepublik
  16. und in die Deutsche Demokratische Republik. Aber es deutet sich an, die DDR ist am Ende.
  17. Das merkt langsam auch die diktatorisch regierende Staatspartei SED.
  18. Sie fasst im Dezember 1989 einen Beschluss und gründet sich mehr oder weniger neu.
  19. Ab sofort stellt man keinen Alleinherrschungsanspruch mehr, sondern es gibt ein Bekenntnis zur Demokratie.
  20. Und damit diese Erneuerung auch nach außen sichtbar wird, benennt sich die SED um.
  21. Von diesem Moment an heißt sie Partei des Demokratischen Sozialismus, kurz PDS.
  22. Wirklich viel Zuspruch bekommt die PDS allerdings nicht. Bei der ersten und einzigen demokratischen Wahl in der DDR
  23. im März 1990 erhält sie nur 16,4 Prozent der Stimmen. Drittstärkste Kraft.
  24. Und damit ein Ortswechsel. Westdeutschland im Jahr 2004.
  25. Es gründet sich die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit, kurz WASG.
  26. Zuerst als Verein, dann 2005 als Partei. Diese Gründung ist eine Protestreaktion auf die Politik,
  27. die die damalige Kanzlerpartei SPD macht. Die WASG versteht sich als Partei,
  28. die vor allem Arbeiterinnen und Arbeiter vertritt. Im ersten Jahr ihres Bestehens tritt die WASG
  29. auch direkt bei der Bundestagswahl an. Und weil sie vor allem im Osten noch nicht so stark vertreten ist,
  30. führt sie einen gemeinsamen Wahlkampf mit der PDS. Und jetzt gehen wir mal ein bisschen in den Schnelldurchlauf.
  31. Die Wahl läuft für beide erfolgreich. Das Bündnis aus beiden Parteien kommt in den Bundestag.
  32. Und im Juli 2007 beschließen dann sowohl die PDS als auch die WASG: Wir tun es zusammen und bilden ab sofort eine gemeinsame Partei.
  33. Diese Partei heißt seitdem Die Linke. Und wofür steht Die Linke?
  34. Die politische Einordnung ergibt sich schon aus dem Parteinamen Die Linke.
  35. Sie ist also eine linke Partei. Und was das für ihre Politik konkret bedeutet,
  36. das steht in ihrem Grundsatzprogramm. Dort heißt es in der Präambel, also in der Einleitung:
  37. Demokratischer Sozialismus, das ist ein Begriff, der so auch im Grundsatzprogramm der SPD auftaucht.
  38. Für Die Linke bedeutet das laut eigenem Grundsatzprogramm Folgendes: Diese Ziele will Die Linke in einem Prozess umsetzen,
  39. an dessen Ende dann eben der demokratische Sozialismus steht. Und mit welchen politischen Maßnahmen soll das konkret passieren?
  40. Was möchte die Partei für die Zeit nach der Bundestagswahl 2025? Schauen wir uns das mal ein bisschen genauer an
  41. und gucken in das Wahlprogramm rein. Mit diesen Worten hat Die Linke ihr Wahlprogramm überschrieben.
  42. Einerseits möchte Die Linke für eine Gesellschaft eintreten, in der Zitat ...
  43. Andererseits fordert sie, dass Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen mehr von ihrem Lohn haben sollen.
  44. Der Leitsatz dabei ist, so schreibt es Die Linke im Vorwort zu ihrem Wahlprogramm:
  45. Sozial- und Wirtschaftspolitik gehören dabei zu den Schwerpunkten des Programms, aber auch das Thema Frieden spielt eine große Rolle.
  46. Aber immer der Reihe nach. Wir starten, wie bei allen anderen Videos auch
  47. mit erstens die Innenpolitik. Im Vorwort zu ihrem Wahlprogramm schreibt die Linke außerdem:
  48. Und weil die Partei das so einschätzt, schlägt sie in ihrem Programm auch eine Reihe an Maßnahmen vor,
  49. die sich auf genau diesen Punkt beziehen. Zum Beispiel eine Steuerreform.
  50. Nach dem Willen der Linken sollen Einkommen ab 85.000 Euro pro Jahr künftig höher besteuert werden, nämlich mit 53 Prozent.
  51. Bei Einkommen über 250.000 Euro jährlich fordert die Partei einen Steuersatz von 60 Prozent und ab einer Million Euro 75 Prozent.
  52. Außerdem möchte Die Linke Kapitalerträge behandeln, die Einkommen und die Vermögensteuer wieder einführen.
  53. Die Linke erhofft sich dadurch zusätzliche Einnahmen für den Staat, die dann auf der anderen Seite wiederum eingesetzt werden sollen,
  54. um Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen zu entlasten. Die Partei führt auch immer wieder auf,
  55. wie viel Geld das jeweils für den Staat einbringen würde. Gelingen soll das unter anderem durch das Streichen der Mehrwertsteuer
  56. auf Grundnahrungsmittel, Hygieneprodukte und auch Tickets für den Bus und für die Bahn.
  57. Um zu verhindern, dass die Konzerne das nutzen, um die Preise zu erhöhen, will Die Linke eine Preisaufsicht schaffen.
  58. Und diese Behörde soll überwachen, wie sich der Markt verhält und gegebenenfalls eingreifen.
  59. Auch wenn es um die Kosten für Energie geht. Das spielt noch mal eine besonders große Rolle
  60. im Wahlprogramm der Linken. Auch die Mieten sind für Die Linke ein wichtiger Bereich.
  61. Mit einem bundesweiten Mietendeckel und weiteren Maßnahmen sollen die Mietpreise nicht nur nicht weiter steigen in Deutschland,
  62. sondern teilweise auch sinken. Bundesweit will die Partei Mieterhöhungen
  63. für die kommenden sechs Jahre verbieten. Außerdem sollen Immobilienkonzerne,
  64. die mehr als 3.000 Wohnungen besitzen, enteignet werden. Entschädigungen soll es dabei nur für Kleinaktionäre geben,
  65. auch unter Marktwert. Und noch etwas gehört für Die Linke dazu, um etwas gegen die,
  66. wie sie es nennt, Inflation der Ungleichheit zu unternehmen. Die Löhne in Deutschland sollen steigen,
  67. unter anderem der Mindestlohn noch in diesem Jahr auf 15 Euro, auch für Jugendliche.
  68. Das Kindergeld soll erhöht werden. Die Linke fordert außerdem, dass nach Geburten
  69. der Partner oder die Partnerin für bis zu 28 Tage in bezahlten Elternschutz gehen kann.
  70. Und auch das Thema Bildung nimmt im Wahlprogramm der Linken viel Platz ein.
  71. Die Partei fordert, dass es künftig in Deutschland nur noch eine Schule für alle geben soll.
  72. Also kein Gymnasium mehr, keine Realschule und so weiter, keine anderen Schulformen.
  73. Und außerdem soll das BAföG im Studium oder in der Ausbildung allen offen stehen und nicht am Gehalt der Eltern orientiert sein.
  74. Wer in Rente gehen will, der soll das schon ab einem Alter von 60 Jahren und 40 Beitragsjahren machen können.
  75. Die Regelaltersgrenze soll bei 65 Jahren liegen. Die Renten sollen steigen und das insbesondere im Osten Deutschlands,
  76. dem Die Linke in ihrem Programm ein komplettes Kapitel widmet. Und damit zu unserem nächsten Kapitel,
  77. nämlich zweitens: die Wirtschaft und das Klima. Ein zentraler Punkt im Wahlprogramm der Linken ist,
  78. dass Unternehmen mehr von ihren Gewinnen abgeben sollen als bisher. Vor allem, wenn es um die Steuern geht.
  79. Die Körperschaftssteuer, das ist, wenn man so will, die Einkommensteuer für Unternehmen, soll auf 25 Prozent erhöht werden.
  80. Außerdem will die Partei die Gewerbesteuer überarbeiten. Um in die Infrastruktur zu investieren,
  81. ja nicht ganz unwichtig für die Wirtschaft, will Die Linke die Schuldenbremse abschaffen.
  82. Generell sieht sich die Partei mehr auf der Seite der Arbeitnehmer als auf der der Arbeitgeber.
  83. Die sollten in einigen Bereichen Zugeständnisse machen müssen, fordert Die Linke.
  84. Zum Beispiel, wenn es um Arbeitszeiten geht. Zitat aus dem Wahlprogramm:
  85. Neben der Stärkung von Rechten für Arbeitnehmer, ist, wenn es um die Wirtschaft geht,
  86. für Die Linke vor allem noch eine Sache sehr wichtig. Die Partei möchte einen Zitat:
  87. Konkret heißt es dazu im Wahlprogramm: Das heißt, Die Linke will die Wirtschaft in Deutschland,
  88. wie sie es schreibt, klimagerecht machen. Der Umwelt- und Klimaschutz soll künftig zentral sein,
  89. womit wir auch direkt bei diesem Thema wären. Damit der Industrieumbau gelingt,
  90. fordert Die Linke einen Investitionsfonds in Höhe von 200 Milliarden Euro,
  91. mit dem vor allem Innovationen gefördert werden sollen. Genannt werden zum Beispiel
  92. neue Batterietechnologien und Energiespeicher. Das Geld soll aber immer an Bedingungen geknüpft sein,
  93. wie den langfristigen Erhalt von Arbeitsplätzen und Verpflichtungen, den Standort nicht zu wechseln.
  94. Generell sieht Die Linke es als wichtig an, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, auch im Privaten.
  95. Das soll aber nicht dazu führen, dass ärmere Menschen hohe Kosten hätten. Im Gegenteil, heißt es im Wahlprogramm:
  96. So schreibt es die Partei in ihrem Wahlprogramm. Und damit zu drittens: Migration.
  97. Während einige andere Parteien sich für eine Verschärfung des deutschen und des europäischen Asylrechts einsetzen,
  98. schreibt Die Linke in ihrem Wahlprogramm: Für die Partei steht fest, wie sie schreibt:
  99. Deshalb fordert sie mehr Geld für eine Willkommenskultur, eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis
  100. ab dem ersten Tag für Flüchtlinge und ein Ende von Abschiebungen. Außerdem fordert Die Linke in ihrem Wahlprogramm,
  101. dass es künftig ein Bundesministerium für Migration und Partizipation geben soll, bei dem alles,
  102. was mit Einwanderung zu tun hat, zusammenkommt. Mutmaßlich dort angegliedert wäre dann auch
  103. der Beauftragte für muslimisches Leben in Deutschland, den Die Linke sich wünscht.
  104. Wer ein Visum für Deutschland haben möchte, soll das künftig einfacher bekommen als bisher,
  105. vor allem wenn es um das Arbeiten geht. Genauso wie Aufenthalts- und generell Arbeitserlaubnisse.
  106. Wer langfristig in Deutschland lebt, soll das Wahlrecht erhalten. Und alle Kinder, die hier bei uns geboren werden,
  107. sollen automatisch deutsche Staatsbürger sein, unabhängig von der Staatsbürgerschaft der Eltern.
  108. So fordert es Die Linke in ihrem Wahlprogramm. Jetzt zum letzten Punkt, nämlich viertens:
  109. Außen- und Sicherheitspolitik. Ihre Vorstellungen von Politik bezieht Die Linke
  110. nicht nur auf Deutschland, sondern auch auf Europa, genauer gesagt auf die Europäische Union.
  111. Im Wahlprogramm heißt es dazu: Die Militarisierung Europas stoppen, damit meint Die Linke vor allem,
  112. dass in Deutschland und darüber hinaus abgerüstet werden soll. Den Krieg Russlands gegen die Ukraine
  113. verurteilt Die Linke zwar in ihrem Wahlprogramm, fordert aber gleichzeitig,
  114. dass es statt weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine eine "Friedensinitiative" geben solle,
  115. unter anderem zusammen mit China. Sanktionen gegen Russland
  116. lehnt die Partei zwar nicht grundsätzlich ab, wünscht sich aber einen anderen Schwerpunkt,
  117. der vor allem auf einzelne Personen ausgerichtet ist. Was die Bundeswehr angeht,
  118. will Die Linke generell keine Einsätze mehr im Ausland. Außerdem sollen Rüstungsexporte aus Deutschland
  119. generell verboten werden. Und die Partei spricht sich nicht nur
  120. gegen eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht aus, sondern auch dagegen, dass an Schulen und Universitäten
  121. für den Wehrdienst geworben werden darf. "Werben fürs Sterben" nennt Die Linke das.
  122. So viel zu den wesentlichen Punkten aus dem Wahlprogramm der Linken. Natürlich steht da aber noch viel mehr drin.
  123. Wenn euch das interessiert, dann gilt auch hier: Schaut einfach in die Infobox, dort findet ihr einen Link,
  124. übrigens auch wie immer zum Grundsatzprogramm der Partei. Und bitte im Hinterkopf haben:
  125. Wahlprogramme sind auch ein wichtiger Teil von Wahlwerbung. Versprechen können die Parteien viel,
  126. aber was am Ende davon eingehalten wird, das steht natürlich auf einem anderen Blatt.
  127. Die Wahlprogramme der anderen größeren Parteien werden nach und nach hier auf dem Kanal folgen.
  128. Dabei gilt für uns das Prinzip der sogenannten abgestuften Chancengleichheit.
  129. Zu dem hab ich euch auch unten in der Infobox etwas verlinkt. Da könnt ihr euch darüber informieren.
  130. Wenn ihr die anderen Videos nicht verpassen wollt, dann abonniert diesen Kanal hier einfach
  131. und schaut auch in die Playlist zur Bundestagswahl 2025 rein. Die ist hier neben mir verlinkt.
  132. Außerdem empfehle ich euch den Kanal der Kollegen von "DIE DA OBEN!", darunter verlinkt.
  133. "DIE DA OBEN!" beschäftigen sich auch ausführlich mit der Bundestagswahl 2025.
  134. Ich sage danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.

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