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Wie versteht man einen Dirigenten? - Die Klugscheisserin
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 61 Zeilen
- [Musik] was genau macht eigentlich ein Dirigent und was haben seine Bewegungen zu bedeuten viele vermuten dahinter ja
- einen Ausdruckstanz einen schick gekleideten Herren im Anzug dessen genaue Aufgabe sie nicht verstehen und sich fragen ob man auf dem Dirigenten
- nicht verzichten könnte man könnte doch ein metronomforchester stellen das einfach den Takt angibt außerdem haben doch alle Musiker Noten und sehen was
- sie spielen müssen wie versteht man denn nun eigentlich einen Dirigenten wir sprechen den Satz ohne Startschuss weiß der Sportler auf dem Sportplatz nicht
- wann der Wettkampf beginnt los ohne stschuss weiß der Sport auf dem Sport nicht W der wettk na so wohl nicht kompliziert diese
- [Musik] Klassik
- Herr Metzmacher sie haben gerade eine sehr lange Generalprobe dirigiert ist man jetzt so platt wie nach dem Sport oder wie fühlt sich das an Muskelkater
- nee Muskelkater habe ich nicht aber ich bin immer im Kopf ein bisschen müde weil man ja als Dirigent ständig mit ganz vielen Menschen kommunizieren muss was
- sind genau die Aufgaben von dem Dirigenten also die Koordinierung der der Musik ist eigentlich seine Hauptaufgabe der Dirigent muss das Tempo
- angeben und dann ist wichtig dass er auch dafür sorgt dass dieses Tempo gehalten wird dann ist er dafür zuständig dafür zu sorgen dass es eine
- klangliche Balance im Orchester gibt also nicht dass die Trompeten jetzt alles [Applaus]
- niederspielen muss ich das Vorstellen Partitur ist sowas wie ein Stadtplan aber sie können nicht den ganzen Stadtplan gleichzeitig lesen das geht ja
- gar nicht wenn Sie die Taxifahrer sind dann müssen sie den ganzen Stadtplan auswendig kennen und ich bin sozusagen der Taxifahrer also ich muss ich muss
- alle Straßen kennen die in durf was wird passieren wenn jetzt ein Orchester ohne Dirigenten spielt geht das überhaupt das gibt's ja auch
- allerdings eine gewisse Größe glaube ich kann das nicht übersteigen also es gibt ja Kammerorchester es gab lange in New York glaube ich dieses ORF Chamber
- Orchester hießen die die haben ausdrücklich ohne Dirigenten gespielt da haben sie dann aber das Problem dass sie vorher mit den Entscheid den Leuten also
- die vorne an den ersten Pulten und mit den solobläsern sich verabreden müssen in welche Richtung das gehen soll bei größer besetzten Stücken soas wir was
- sie heute in der Probe gesehen haben halte ich das ehrlich gesagt für ausgeschlossen wie wichtig ist dieser Moment kurz bevor man anfängt also kurz
- vom Stück sammelt man da als Dirigent noch mal die Blicke von jedem einzelnen ein um alle so zu konzentrieren oder ich glaube es ist sehr wichtig haben recht
- es ist sehr wichtig am Anfang irgendwie so ein Moment der Vorbereitung [Musik]
- das ist schon irgendwie was ganz merkwürdig weil man macht so und die fangen an zu spielen also ist ja nicht zwingend wenn jemand die Hand runterf
- dass jemand anders anfängt Musik zu machen das ist das ist eigentlich eine Verabredung Verabredung die heißt das ist die ein und das ist die Z und das
- ist die D und das ist die vi oder das ist die ein und die Z und die D der technische V des Dirigierens ist ja eigentlich ganz leicht aber es ist ja
- nicht so dass wenn man Dirigenten sieht man immer ganz klar jetzt den Takt erkennt sondern dazwischen gibt's auch noch andere Bewegungen mit den Händen
- und ist das zum Teil dann auch eine Verzierung oder hat das alles seinen Sinn also wiederum die klassische Lehre sagt dass die rechte Hand mit dem Stock
- dafür darf den Takt zu schlagen und wozu eigentlich der dirigier Stock wird das nicht auch reichen das mit der Hand zu machen es ist einfach so dass der Stock
- ist eine Verlängerung der Bewegung und ist auf die Entfernung angeblich besser zu sehen das sagen jedenfalls viele Musiker und die linke Hand ist dafür da
- die man Einsatz zu geben z.B oder was eine dynamisches Zeichen zu geben also das würde heißen
- leiser und das würde vielleicht lauter heißen oder wenn jemand nicht nicht nicht intensiv gench spielt dann versuchen Sie darauf einzuwirken das hat
- so ein bisschen so wie ein Fußball triner am Spielfeldrand ja also die Möglichkeiten sind begrenzt wobei die werden immer vom Platz verwiesen wenn
- die da zu viel rumhampeln und den was wenn Sie Ihre Coachingzone verlassen ja also darf das auch nicht kann ja könnte ja auch jetzt während des Konzerts
- plötzlich mitten ins Orchester gehen und sagen Spiel dirigieren sie das auswendig eigentlich nein ich trä selten auswendig weil find das sehr schwer wirklich alles
- zu kennen nun gibt's ja im Verlauf von soem Stück auch Tempowechsel und man hat ja als Dirigent jetzt nicht so ein Metronom was immer mitspielt das heißt
- man hat ja den den Takt und das Tempo in sich drin wie wie macht man das das was was man lernen muss also der Dirigent ist ja sowieso derjenige der letztlich
- die Verantwortung trägt wie die Musik in der Zeit abläuft und deswegen brauch ein sehr gutes Zeitgefühl ich persönlich ich habe ja auch mal mit jemanden wie
- Stockhausen zusammengearbeitet der hat immer gesagt man müsste genau wissen wie schnell ist z.B eine Sekunde ja das ist ja Tempo 60 bei uns ist eine Sekunde das
- müsste man ganz genau wissen und 80 und 120 und das müsste man sozusagen im Kopf haben weil wenn man moderne Musik dirigiert steht da sehr oft Viertel
- gleich irgendwie was ja also was man Metronom abrufen kann wenn man ältere Musik dirigiert dann steht da nur Allegro oder Adagio oder andant und da
- ist man dann ein bisschen freier haben sie mal so den Faden verloren während einem Stück und wussten nicht mehr wo sie sind so der schlimmste Fehler eines
- Dirigenten ja weil sie vorhin gefragt haben wie wichtig ist der Dirigent manchmal wenn alles gut läuft denkt man es geht auch ohne sie können mit einer
- einzigen Bewegung das Orchester dermaßen irritieren dass es auseinander fliegt das passiert ihnen natürlich nur wenn Sie wirklich einen groben Fehler machen
- also dann dann merken sie das plötzlich wenn alles gut läuft merken sie nicht wie wie und dann fängt man an zu schwitzen wenn man merkt oh Tempo war
- nicht richtig ich kann mich sehr gut erinnern dass ich als ich in Hamburg Generalmusikdirektor war am Schluss einer sehr guten Vorstellung ich GL es
- war wer die ein Tempo angegeben habe das unspielbar war fürs Orchester und das dazu führte dass nacheinander alle aufhörten zu spielen weil es war es war
- es ging nicht alle kollabiert hatten keine Luft mehr ja und äh ich werde das nie vergessen weil es war so war eine sehr interessante Erfahrung dass das
- tatsächlich passieren kann da war irgendeine Schalung in meinem Kopf war falsch ja also learning by doing ich glaube dirigieren kann man nur bei doing
- lernen spielt dann Orchester je nach Dirigent anders es gibt so eine Geschichte von dem furtwengler z.B diesen großen alten deutschen Dirigenten
- wenn der in den Raum kam da hat jemand anders vorne gestanden beim Orchester gibt's so eine Geschichte dass er kam hinten in den Saal und hat nur zugehört
- das Orchester gleich anders gespielt also es gibt das hat hat was mit einer Präsenz von von jemanden zu tun glaube ich mit mit einer Aura die jemand hat
- oder nicht [Musik] [Applaus] [Musik]
- hat nervt ein das eigentlich als Dirigent diese diese zwischengeräusche weil wenn
- wenn man sich die ganze Zeit auf das Orchester konzentriert und dann fängt jemand an so langsam so ein Bonbon auszupacken oh fürchterlich ganz
- schrecklich das schlimmer noch als Husten finde ich sie spüren sehr genau im Rücken was hinter ihnen los ist also ob
- es da eine große Aufmerksamkeit gibt Neugier eine Offenheit eine Spannung oder nicht das spüren Sie ganz genau das hat großen Einfluss aufs Konzert meiner
- Ansicht nach ich glaube auch ein Orchester spürt das was war das ähm bewegendste Erlebnis in ihrer dirigentenlaufbahn ja es gibt so so alle
- Jubeljahre sage ich mal so alle fünf bis 10 Jahre gibt's mal ein Konzert wo wirklich alles funktioniert ja wo wo sozusagen das eine aus dem anderen sich
- ergeibt und man hat das Gefühl man ist wirklich auf dem Fluss des Stückes das ist eine sehr seltene Erfahrung und ich habe sie ein
- paar mal gemacht und das ist das ist überhaupt das allergrößte D z ohne Startschuss weiß der Sportler auf dem Sportplatz nicht wann der Wettkampf
- beginnt ah auch die Klugscheißerin hat dazuelernt kann einem Klassik überhaupt gefallen wenn man es nie live gesehen hat wart ihr schon mal in einem
- klassischen Konzert nein kein Problem in meinem nächsten Video nehme ich euch einfach mit tja na ja also dann bis [Applaus]
- bald ه
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