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Wie versteht man einen Dirigenten? - Die Klugscheisserin

Die Klugscheisserin9:02 216.078 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 61 Zeilen
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  1. [Musik] was genau macht eigentlich ein Dirigent und was haben seine Bewegungen zu bedeuten viele vermuten dahinter ja
  2. einen Ausdruckstanz einen schick gekleideten Herren im Anzug dessen genaue Aufgabe sie nicht verstehen und sich fragen ob man auf dem Dirigenten
  3. nicht verzichten könnte man könnte doch ein metronomforchester stellen das einfach den Takt angibt außerdem haben doch alle Musiker Noten und sehen was
  4. sie spielen müssen wie versteht man denn nun eigentlich einen Dirigenten wir sprechen den Satz ohne Startschuss weiß der Sportler auf dem Sportplatz nicht
  5. wann der Wettkampf beginnt los ohne stschuss weiß der Sport auf dem Sport nicht W der wettk na so wohl nicht kompliziert diese
  6. [Musik] Klassik
  7. Herr Metzmacher sie haben gerade eine sehr lange Generalprobe dirigiert ist man jetzt so platt wie nach dem Sport oder wie fühlt sich das an Muskelkater
  8. nee Muskelkater habe ich nicht aber ich bin immer im Kopf ein bisschen müde weil man ja als Dirigent ständig mit ganz vielen Menschen kommunizieren muss was
  9. sind genau die Aufgaben von dem Dirigenten also die Koordinierung der der Musik ist eigentlich seine Hauptaufgabe der Dirigent muss das Tempo
  10. angeben und dann ist wichtig dass er auch dafür sorgt dass dieses Tempo gehalten wird dann ist er dafür zuständig dafür zu sorgen dass es eine
  11. klangliche Balance im Orchester gibt also nicht dass die Trompeten jetzt alles [Applaus]
  12. niederspielen muss ich das Vorstellen Partitur ist sowas wie ein Stadtplan aber sie können nicht den ganzen Stadtplan gleichzeitig lesen das geht ja
  13. gar nicht wenn Sie die Taxifahrer sind dann müssen sie den ganzen Stadtplan auswendig kennen und ich bin sozusagen der Taxifahrer also ich muss ich muss
  14. alle Straßen kennen die in durf was wird passieren wenn jetzt ein Orchester ohne Dirigenten spielt geht das überhaupt das gibt's ja auch
  15. allerdings eine gewisse Größe glaube ich kann das nicht übersteigen also es gibt ja Kammerorchester es gab lange in New York glaube ich dieses ORF Chamber
  16. Orchester hießen die die haben ausdrücklich ohne Dirigenten gespielt da haben sie dann aber das Problem dass sie vorher mit den Entscheid den Leuten also
  17. die vorne an den ersten Pulten und mit den solobläsern sich verabreden müssen in welche Richtung das gehen soll bei größer besetzten Stücken soas wir was
  18. sie heute in der Probe gesehen haben halte ich das ehrlich gesagt für ausgeschlossen wie wichtig ist dieser Moment kurz bevor man anfängt also kurz
  19. vom Stück sammelt man da als Dirigent noch mal die Blicke von jedem einzelnen ein um alle so zu konzentrieren oder ich glaube es ist sehr wichtig haben recht
  20. es ist sehr wichtig am Anfang irgendwie so ein Moment der Vorbereitung [Musik]
  21. das ist schon irgendwie was ganz merkwürdig weil man macht so und die fangen an zu spielen also ist ja nicht zwingend wenn jemand die Hand runterf
  22. dass jemand anders anfängt Musik zu machen das ist das ist eigentlich eine Verabredung Verabredung die heißt das ist die ein und das ist die Z und das
  23. ist die D und das ist die vi oder das ist die ein und die Z und die D der technische V des Dirigierens ist ja eigentlich ganz leicht aber es ist ja
  24. nicht so dass wenn man Dirigenten sieht man immer ganz klar jetzt den Takt erkennt sondern dazwischen gibt's auch noch andere Bewegungen mit den Händen
  25. und ist das zum Teil dann auch eine Verzierung oder hat das alles seinen Sinn also wiederum die klassische Lehre sagt dass die rechte Hand mit dem Stock
  26. dafür darf den Takt zu schlagen und wozu eigentlich der dirigier Stock wird das nicht auch reichen das mit der Hand zu machen es ist einfach so dass der Stock
  27. ist eine Verlängerung der Bewegung und ist auf die Entfernung angeblich besser zu sehen das sagen jedenfalls viele Musiker und die linke Hand ist dafür da
  28. die man Einsatz zu geben z.B oder was eine dynamisches Zeichen zu geben also das würde heißen
  29. leiser und das würde vielleicht lauter heißen oder wenn jemand nicht nicht nicht intensiv gench spielt dann versuchen Sie darauf einzuwirken das hat
  30. so ein bisschen so wie ein Fußball triner am Spielfeldrand ja also die Möglichkeiten sind begrenzt wobei die werden immer vom Platz verwiesen wenn
  31. die da zu viel rumhampeln und den was wenn Sie Ihre Coachingzone verlassen ja also darf das auch nicht kann ja könnte ja auch jetzt während des Konzerts
  32. plötzlich mitten ins Orchester gehen und sagen Spiel dirigieren sie das auswendig eigentlich nein ich trä selten auswendig weil find das sehr schwer wirklich alles
  33. zu kennen nun gibt's ja im Verlauf von soem Stück auch Tempowechsel und man hat ja als Dirigent jetzt nicht so ein Metronom was immer mitspielt das heißt
  34. man hat ja den den Takt und das Tempo in sich drin wie wie macht man das das was was man lernen muss also der Dirigent ist ja sowieso derjenige der letztlich
  35. die Verantwortung trägt wie die Musik in der Zeit abläuft und deswegen brauch ein sehr gutes Zeitgefühl ich persönlich ich habe ja auch mal mit jemanden wie
  36. Stockhausen zusammengearbeitet der hat immer gesagt man müsste genau wissen wie schnell ist z.B eine Sekunde ja das ist ja Tempo 60 bei uns ist eine Sekunde das
  37. müsste man ganz genau wissen und 80 und 120 und das müsste man sozusagen im Kopf haben weil wenn man moderne Musik dirigiert steht da sehr oft Viertel
  38. gleich irgendwie was ja also was man Metronom abrufen kann wenn man ältere Musik dirigiert dann steht da nur Allegro oder Adagio oder andant und da
  39. ist man dann ein bisschen freier haben sie mal so den Faden verloren während einem Stück und wussten nicht mehr wo sie sind so der schlimmste Fehler eines
  40. Dirigenten ja weil sie vorhin gefragt haben wie wichtig ist der Dirigent manchmal wenn alles gut läuft denkt man es geht auch ohne sie können mit einer
  41. einzigen Bewegung das Orchester dermaßen irritieren dass es auseinander fliegt das passiert ihnen natürlich nur wenn Sie wirklich einen groben Fehler machen
  42. also dann dann merken sie das plötzlich wenn alles gut läuft merken sie nicht wie wie und dann fängt man an zu schwitzen wenn man merkt oh Tempo war
  43. nicht richtig ich kann mich sehr gut erinnern dass ich als ich in Hamburg Generalmusikdirektor war am Schluss einer sehr guten Vorstellung ich GL es
  44. war wer die ein Tempo angegeben habe das unspielbar war fürs Orchester und das dazu führte dass nacheinander alle aufhörten zu spielen weil es war es war
  45. es ging nicht alle kollabiert hatten keine Luft mehr ja und äh ich werde das nie vergessen weil es war so war eine sehr interessante Erfahrung dass das
  46. tatsächlich passieren kann da war irgendeine Schalung in meinem Kopf war falsch ja also learning by doing ich glaube dirigieren kann man nur bei doing
  47. lernen spielt dann Orchester je nach Dirigent anders es gibt so eine Geschichte von dem furtwengler z.B diesen großen alten deutschen Dirigenten
  48. wenn der in den Raum kam da hat jemand anders vorne gestanden beim Orchester gibt's so eine Geschichte dass er kam hinten in den Saal und hat nur zugehört
  49. das Orchester gleich anders gespielt also es gibt das hat hat was mit einer Präsenz von von jemanden zu tun glaube ich mit mit einer Aura die jemand hat
  50. oder nicht [Musik] [Applaus] [Musik]
  51. hat nervt ein das eigentlich als Dirigent diese diese zwischengeräusche weil wenn
  52. wenn man sich die ganze Zeit auf das Orchester konzentriert und dann fängt jemand an so langsam so ein Bonbon auszupacken oh fürchterlich ganz
  53. schrecklich das schlimmer noch als Husten finde ich sie spüren sehr genau im Rücken was hinter ihnen los ist also ob
  54. es da eine große Aufmerksamkeit gibt Neugier eine Offenheit eine Spannung oder nicht das spüren Sie ganz genau das hat großen Einfluss aufs Konzert meiner
  55. Ansicht nach ich glaube auch ein Orchester spürt das was war das ähm bewegendste Erlebnis in ihrer dirigentenlaufbahn ja es gibt so so alle
  56. Jubeljahre sage ich mal so alle fünf bis 10 Jahre gibt's mal ein Konzert wo wirklich alles funktioniert ja wo wo sozusagen das eine aus dem anderen sich
  57. ergeibt und man hat das Gefühl man ist wirklich auf dem Fluss des Stückes das ist eine sehr seltene Erfahrung und ich habe sie ein
  58. paar mal gemacht und das ist das ist überhaupt das allergrößte D z ohne Startschuss weiß der Sportler auf dem Sportplatz nicht wann der Wettkampf
  59. beginnt ah auch die Klugscheißerin hat dazuelernt kann einem Klassik überhaupt gefallen wenn man es nie live gesehen hat wart ihr schon mal in einem
  60. klassischen Konzert nein kein Problem in meinem nächsten Video nehme ich euch einfach mit tja na ja also dann bis [Applaus]
  61. bald ه

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