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BROCKHAUS: "Ich war heute wirklich entsetzt! Ein Verlierer-Move!" MEINUNGSFREIHEIT - ganze Sendung
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 319 Zeilen
- Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, zu einer neuen Folge Meinungsfreiheit. Meine Gäste heute sind und sie sehen sie jetzt hier schon im
- Bild, Susanne Schröter. Sieht man sie jetzt? Ja, man sieht sie. Sie ist Professorin, Ethnologin und Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler
- Islam. Neben ihr sitzt Bern Sigelko, Gründer vom christlichen Kinder und Jugendwerk Die Arche, der seit 30 Jahren gegen Kinderarmut kämpft und ich hoffe,
- das ist mir gestattet. Wenn Sie etwas spenden wollen, gerne an die Arche. Es ist einfach eine tolle Sache, wo wir auch immer wieder aufmerksam drauf
- machen wollen. Und auch neben mir Imam Shari Khali, der seit 2022 auch Mitglied der deutschen Islamkonferenz ist. Jeder von uns hat wie immer eine These
- mitgebracht, die sie hoffentlich informiert, aber auch unterhält. Und ich hoffe, wir haben wie immer eine respektvolle Debattenkultur. Ich möchte
- direkt mit meiner These starten. Meine These heute dreht sich um die CDU. Ich war heute wirklich entsetzt, als ich gesehen habe, dass sich die 8 CDU
- Ministerpräsidenten in einem gemeinsamen Schreiben hinter Friedrich Merz gestellt haben. Was für ein Verlierermove, denn das passiert natürlich nicht aus
- Überzeugung, sondern aus Kalkül, denn wir sind wir jetzt mal alle hier ganz ehrlich, die sind sich doch gar nicht mehr so eins und sie stehen auch gar
- nicht mehr alle hinter März. Es ist reines Kalkül, denn in vier Tagen sind die nächsten Landtagswein in Mecklingburg Vorpommern und in Berlin
- und die CDU hat nach der Sachsenheit wein natürlich eines Angst. Und dann zeigt auch noch die Inservreisprojektion im Auftrag von Bild würde heute gewählt
- werden. Das müssen Sie sich wirklich überlegen. Die AfD hätte 144 von 299 Wahlkreisen würde sie direkt gewinnen. Zur Einordnung [räuspern] bei der
- Bundestagswahl 2025 waren es nur 46 Direktmandate. Das ist mehr als eine Verdreifachung für die AfD. Schon wieder treibt also die AfD die CDU vor sich
- her. [räuspern] Was die CDU einfach nicht begreift. Um gewählt zu werden, muss sie mehr sein als der Antifd Block. Und dann ist das Schreiben der
- Ministerpräsidenten auch noch sehr halbgar. Nicht einmal seinen Namen bringen sie über die Lippen. Es heißt nur der Bundeskanzler. Im Schreiben
- heißt es dann wörtlich: "Der Weg zu neuem Vertrauen der Menschen in die Christdemokratie führt über das Zuhören und politisches Handeln, nicht über
- Personaldiskussionen. Man würde an dieser Stelle den Politikern am liebsten zurufen. Wir wollen nicht mehr zuhören. Keiner möchte ihnen mehr zuhören. Wir
- wollen, dass sich was ändert." Ich wäre sogar dafür. Die Politiker machen jetzt mal ein Monat gar keine Pressekonferenz mehr. Ziehen sich einfach zurück und
- arbeiten und das Land, das sagen die auch in dem Schreiben, brauche eine stabile und handlungsfähige Bundesregierung mit eigener Mehrheit im
- Bundestag. Das ganze Schreiben schreit einfach nur weiter so, während das ganze Land ruft: "Wir brauchen Veränderung." Die CDU war immer dann stark, wenn sie
- aktiv gehandelt hat, wie unter Konrad Adenauer. In diesen Tagen handelt sie aber nur reaktiv. Und genau da liegt das Problem. Was wäre denn eigentlich das
- Problem an einer Minderheitsregierung mit wechseln Mehrheiten? Das möchte ich jetzt gerne wissen von Herrn Sieelko. Sie kandidieren nämlich ja gerade ähm in
- Berlin Marzahn für die CDU und da ist mir natürlich wichtig Sie mal zu fragen, wie stehen Sie denn gerade eigentlich zu dem CDU-Kurs und warum nicht meine
- Minderheitsregierung probieren? Sie machen das gleiche mit mir, was die Wähler auf der Straße machen. Sie gießen mir den einmal Schlamm über den Kopf für
- alles, wofür ich eigentlich gar nichts kann. Ich habe mein ganzes Leben lang dafür gekämpft, für Menschen einzustehen, für Glaubwürdigkeit zu
- stehen, für Gerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit zu stehen. Jeden Tag geh ich auf die Straße und denk, hoffentlich macht die Bundesregierung nicht wieder
- irgendeinen Vorpa, den ich anschließend auf der Straße ausbügeln muss. Natürlich will die CDU Stabilität und deswegen kommen die Ministerpräsidenten zusammen
- und stellen sich hinter Friedrich März. ob sie das so meinet oder nicht, er hat ja schließlich das seine Leute zusammengerufen für den nächsten Sonntag
- am Wahlsonntag, um dann mit ihnen noch mal zu sprechen, weil wahrscheinlich die Befürchtung auch da ist, es könnte jetzt ein anderer Henrik Wüst oder Markus
- Söder an die Regierung kommen, aber ich wünsche mir viel mehr, dass man nicht mehr nur darüber redet, seit Sachsenanhalt über die AfD, sondern dass
- wir mal die Inhalte rausstellen als CDU und ich stehe auch für die CDU, das ja auch meine Partei und sind so viele Kandidaten auch neue Gesichter auf der
- Straße, die aus der Basis kommen, die ihre CD EU nach vorne bringen wollen, die hinter diesen Werten stehen, aber vielleicht auch nicht immer hinter ihrem
- Kan bleiben wir einmal nur noch ganz kurz und übrigens, ich möchte Ihnen keine Schlamm übergießen. Ich wollte Ihnen das, also ich ich sie
- wissen ja, dass ich ihre Arbeit sehr schätze und sehr bewundere, was sie tun, vor allem auch im Kampf über 30 Jahr gegen Kinderarmut, nur dass sie für die
- CDU Kandidieren, da können wir noch mal äh drüber diskutieren, aber bleiben wir mal bei Wüst und Söder. Mein Job besteht ja nicht nur im moderieren vor allem,
- sondern auch im mich umhören und schauen, was im politischen Berlin los ist. Und daher ist es natürlich ganz klar, Markus Söder ist leider extrem
- unbeliebt in der CDU. Dementsprechend bräuchte er natürlich einen Verbündeten. Der Verbündete könnte Wüst sein. Wüst hat jetzt aber zurückgezogen und sich
- gemeinsam natürlich mit dem Ministerpräsidenten da als Front aufgestellt. Aber da muss man doch auch wieder sagen, es kann doch nicht immer
- nur darum gehen, wer unbeliebt ist. Ich glaube wirklich, dass die Bürger gerade Markus Söder lieber hätten als Friedrich März. Und was Herrn Wüst betrifft, da
- hat man wirklich [räuspern] das Gefühl, er zieht die Karte einfach nicht. Die Kinder sind klein, er will in NRW bleiben und man muss sich ja aktuell
- auch das Amt des Kanzlers erstmal zutrauen, weil da müssen wir ehrlich sein am Tisch innenpolitisch und außenpolitisch ist es keine leichte
- Zeit. Natürlich will keiner der Kanzlerkiller sein. Ich meine, das muss uns allen klar sein. Da wird jetzt kein Politiker einstellen, kein
- Ministerpräsident und sagen, ich will das Amt des Kanzlers haben. Und wenn der der neue Kanzler jetzt kommen sollte, wenn es das gibt, hat erstmal ein
- schweres Erbe zu tragen, muss man klar sein. Aber die Menschen auf der Straße haben eher das Gefühl, wir wollen andere Gesichter, wir wollen andere, wir wollen
- Unbelckte, wir wollen nicht die, die da sind, wir wollen dieses nicht weitersuchen. Und [räuspern] da ist die Frage, wenn es tatsächlich dazu kommen
- sollte, eigentlich müsste sich der Kanzler jetzt vor die Nation stellen und mal klare Worte sprechen, sich vielleicht auch für die ein oder anderen
- Dinge entschuldigen, die er vielleicht auch fälschig gesagt hat. Er versucht ja das Richtige zu sagen, aber im falschen Paket und das kommt eben bei den
- Menschen [räuspern] nicht an. Und deswegen glaube ich nicht, dass weder Wüst noch Söder irgendwie ähm da die Alternative sind für die Menschen auf
- der Straße, damit die Glaubwürdigkeit zurückkommt. Man muss auch nicht Politik erklären, das ist ganz furchtbar. Das muss der Bürger weiß schon, was er will,
- aber er will mitgenommen werden. Er will verstanden werden. Und auf der Straße merke ich ganz oft, dass die Leute zu mir kommen und sagen, ich kenne dich,
- dir vertraue ich, aber du hast die falsche Parteianhacke. Und sage ich, bitte mach das Kreuz an der richtigen Stelle. Du weißt, wofür ich stehe. Aber
- das ist im Moment in diesem ganzen Kuddel Muddel so schwierig geworden und davon profitieren die Ränder. Unglaublich gerade in Berlin, die jetzt
- am Sonntag wählen. Also es wird eine große Herausforderung am Ende des Tages, wenn ich am Sonntag nicht gewählt werde, dann muss ich sagen, es lag nicht an
- mir, sondern dann liegt es tatsächlich daran, dass da irgendjemand verkackt hat. Auf Deutsch gesagt, ich würde gerne darauf reagieren, weil
- ich glaube, Glaubwürdigkeit war ein ganz zentraler Begriff, der gerade gesagt wurde auf beiden Seiten wurde der genannt und ich glaube, das Problem ist
- ein viel tiefschürfenderes, ne? Sie haben jetzt also gesagt, dass auch die anderen Kandidaten vielleicht nicht diese Glaubwürdigkeit ausstrahlen
- werden. Ich glaube ähm Friedrich Schmerz, unser Bundeskanzler, steht für etwas, was sinnbildlich ist, generell für die Parteientwicklung. Wir haben
- jetzt über Werte gesprochen, haben sie beispielsweise gesagt, wenn CDU die wirklich glaubweitig vertreten würde, wenn wir jetzt auf die Bundestagswahl
- zurückschauen, gleich am nächsten Tag hat Merz Netano angerufen und hat gesagt, ich werde Wege finden, um dich hier reinzurufen. Also das, was die
- Leute besorgt, das einfach die regelbasierte Werteordnung, dass sie jetzt brüchig wird, dass man da, wo ein Haftbefehl gegen jemanden vorliegt, in
- direkt dann auch noch einlädt, das ist etwas, was für ihn von dem Kopf stößt. Und dann weil sie auch noch gesagt haben, dass also da also auch die das
- was die Menschen umtreibt ist vor allem Krieg und Frieden. Wir sehen jetzt z.B. bei der Gaza Frage Nord Ostfrage, dass 80% der Deutschen nicht einverstanden
- sind mit dem Kurs, sogar 60% sogar bei den AfD-Wlern sagen, dass es ein Genozid ist und wir sind weiterhin dabei da uns durchzulavieren und so wankelmütige
- Aussagen wie bei Venezuela. Die AfD steht ja eh eigentlich nie an der, also AfD ist ja klar, dass die jetzt eher für Palin,
- ne? Bei alle anderen war sogar noch höher, ne? Also ich meine, wenn sich die Zahlen anschauen, es geht nur darum, egal ob es jetzt Venezuela war, ob es
- Iran war, es ist kompliziert, man äußert sich wankelmytig und dann ist doch klar, dass auf der anderen Seite dieses Bild entsteht, was z.B. wie der jüdische
- Sozialphilosoph Sigmund Baumann gesagt hat, dass in der Moderne der Eindruck entsteht, als würde Solidarität nur mit dem Verbündeten gelten und dann ist
- klar, dass ein großer Vertrauensbruch in der Gesellschaft entsteht und es zeigt sich in den Wert und ich weiß nicht, ob ein Personalwechsel diesen
- Vertrauenswechsel wirklich so vollziehen kann, wenn auf der Basis und auf der Parteiebene sich da nicht wirklich jemandiert und gehöder,
- also ich finde es schon ziemlich krass, was Sie da gerade bringen. Die Frage Israel ist nicht die Frage, die die Bürger umtreibt. Die Bürger treibt um
- Migration an erster Stelle, Islamismus an zweiter Stelle. An dritter Stelle ähm das Sozialsystem, dass diejenigen, die arbeiten, das ganze System stemmen und
- diejenigen, die nicht arbeiten, davon profitieren. Das sind die großen Themen, dass die Wirtschaft mittlerweile absolut schwächelt, dass unser Bildungssystem,
- das ja ihr Thema, dass das äh die Bachgas runtergeht, um das mal auf Häsisch zu sagen, aber Migration ist das Topthema, ja, und
- nicht Israel. Also, sie bauen da einen Strommann auf. Äh, das da fällt mir ja schon gar nichts mehr zu ein. Bürger interessiert ja im Moment viel mehr die
- Innenpolitik als die Außenpolitik. Die Menschen sind im Moment interessiert, was passiert in diesem Land. Da geht's um Reformen, da geht's um die Angst der
- Zukunft, da geht's um die Kinder, da geht's um die Rentner, da geht's um das Wohnen, da geht's nicht in erster Linie um Israel, um natürlich die Preise
- steigen ja, weil wir Kriege in der Welt haben und weil wir uns aber ihr also der der Parteivorsitzend der Partei, für die Sie ja kandidieren,
- hat ja diese Woche mehrfach betont, dass die Außenpolitik ja eigentlich quasi, wir haben ja einen Topkanzler, der im in Europa gut da steht, der die Politik
- nach außen bringt, aber er hat hier keinen würdigen Vertreter der das Innland vertritt. Das hat Jens Sparen gemacht, der hat ja auch an
- Glaubwürdigkeit verloren. So, also wir hängen hier schon bisschen in der Kurve. Wir stehen für vernünftige Werte. Wir verstehen stehen eigentlich für eine
- gute Politik, aber wir haben keinen Helmut Schmidt, der jetzt wahrscheinlich in der CDU besser aufgehoben wä als damals in der SP.
- Ich glaub, da zeig ich auch, wie groß der Riss ist, ne? Weil Friedrich Schmerz wurde immer als Außenkanzler bezeichnet und ich würde da Frau Schröter widers
- sprechen, weil die evidenzbasierte Forschung empirisch Sozialforschung zeigt ganz klar, dass gerade bei der Bundestagswahl Außenpolitik sehr
- vordergründig war. An zweiter Stelle war eben Krieg und Frieden vor allemost gerade doch doch klar natürlich wenn sich klar gibt die neueste Studie jetzt
- sagt ja klar das das Topthem das auf der AfD die Stimmen zutreibt ist Migration da muss ich uns Frau Schulter recht geben. Die Studienlage zeigt ganz klar
- das Popemonnaie der deutschen, also soziale Sicherheit Migration und so weiter und Sachsenanhalt war es z.B. auch so. Also es ist
- ja klar, aber jetzt bei der Bundestagswe, ich habe ja damit angefangen, weil gerade an zweite Stelle Krieg und Frieden, da war es sehr
- dominant und da hat schon die Krise begonnen, dass er gleich am nächsten Tag danau anruft und als dritt größter Geldgeber für das internationale
- Strafgerichtshof dann sagt, okay, hier uns ist quasi das Völkerrecht egal. Aber das Schöne ist, sie haben eigentlich die perfekte Brücke gebaut,
- da muss ich gar nicht moderieren. [gelächter] Zu der These von Frau Schröter jetzt. Ja, ich meine These ist die, dass der
- Aufstieg der AfD auf einer Repräsentationslücke basiert. äh eine Lücke, die entstanden ist vor etwa 10 Jahren, äh konkret mit der Kanzlerschaft
- von Angela Merkel, die Politik als alternativlos bezeichnet hat und dadurch ist sie unfreiwillige Namensgeber der Alternative für Deutschland geworden.
- Und wenn man sich mal anschaut, was ist eigentlich diese Repräsentationslücke, [räuspern] die von der ähm etablierten Politik nicht mehr behandelt wird, dann
- dann ist das Migration immer noch unter den Teppich gekehrt, nicht mehr ganz so schlimm noch wie vor einigen Jahren. Aber auch da, Herr Mer hat vieles
- versprochen, wenig gehalten. Das hat ihm Vertrauensverlust eingebracht. Das Thema Islamismus, das passt passen alle nur mit Spitzenfingern an. Da punktet die
- AfD ganz ganz sicher und dann eben auch Nachfolgeme, die auch zum Teil natürlich mit der Migration in Verbindung gebracht werden, äh wie Sozialausgaben, wie äh
- Bildungssystem. Also, dass unser Bildungssystem immer schlechter wird, hat natürlich auch etwas mit einer dysfunktionalen Migrations- und
- Integrationspolitik zu tun. Und solange die Politik das nicht angeht, ja, solange auch vor allem die Politik der Mitte das nicht angeht, erstarken die
- Ränder mit die sich beide auf diese Dinge kaprizieren. die Linke Politik der offenen Grenzen, Verwandelung mit islamistischen Organisationen, sagen das
- mal ganz klar, bis hin dazu, dass da Hamasparolen gebrüllt werden und die AfD, die genau das Gegenprogramm hat, Grenzen zu und ähm eine Islam
- Verteufelung letztendlich nicht durchgehend, aber doch in beiden Teilen. Das heißt, diese beiden Pole äh bespielen das Feld, was da durch die
- Repräsentationslücke entstanden ist. Und die Mitte ist zeigt sich als relativ schwach, ja, argumentationsschwach und auch als Handlungsschwach. Ja,
- selbst wenn man mal das richtige Argument gefunden hat, wenn da nichts folgt, dann wendet sich der Bürger natürlich ab. Man kann ja nicht sagen,
- okay, alles versprochen, aber nichts gehalten. Wo soll das denn hinführen? Ich würde gerne darauf auf zweierlei Arten reagieren. Einmal
- eine grundsätzliche Erwiderung und zweit w eine Antithese. Und sie können dann dialektisch versuchen eine Synthese zu bilen. Also die grundsätzliche Frage
- ist, weil sie immer wieder über Islamismus sprechen, ich glaube einfach, wir müssen viel stärker im Kontext von religiös begründeten Extremismus darüber
- sprechen. Es kann nicht sein, dass wir durch einen Begriff wie Ismus, also durch ein Anhängsel, eine ganze Religion zum Schreckgespenst machen. Wir sehen
- gerade in der Welt, dass immer stärker religiös begründeter Extremismus steigt und gerade weil sie von Gefahr sprechen, wir haben über 61 bewaffnete Konflikte
- in der Welt und zwei sind solche, wo ganz explizit religiöse Texte auch verwendet werden, ne? Wir haben jetzt beispielsweise in Amerika ein
- Kriegsminister mit Hexet, der dann von Christian Warriorem heiligen Krieg spricht gegen innere Feinde und äußere Feinde, der im Pentagon für eine
- überwältigende Gewalt betet, der im Kontext vom Irankrieg Bibelverse zitiert, dann wo dann US-Truppen rekrutiert werden sollen für Iran. Dann
- gesagt wird, ja, dann ist die Rückkehr von Jesus da. Also da wird immer wieder auch das christlich konnotiert. Wir haben dann auf israelischer Seite, wo
- immer wieder Amalek gesagt wird, wo auf Erz Israel verwiesen wird, wo mit Brüllender Löwe, also auf den Iran verwiesen wird. Da müsste man eigentlich
- das auch viel also viel stärker anprangern. Also das heißt, wieso sprechen wir da nicht z.B. von Christianismus oder Judaismus? Also wir
- müssen das als intersektionelles Problem sehen, nämlich als religiös begründeter Extremismus. Da meine Antithese ist, wenn wir das Problem lösen wollen, sie
- haben jetzt ein eine beschrieben, ich sehe nicht, dass äh Migration das deutlich verbessern wird. Wir haben jetzt z.B. vom Gesis Leibnitstitut für
- Sozialwissenschaften äh eine Erhebung, dass wenn Leute vor allem diese antimigrantische Rhetorik stärken, dass das dann vor allem der AfD zugute kommt.
- Die Leute wählen es original, nicht dann die Fälschung. So wird das dann oft gesagt. Und wir sehen, wie stark das jetzt auch stärker, also auch was
- Abschiebung betrifft und ähnliches und auch eine Migrationsverschärfung, die zu sehen ist, letztendlich die AfD nur stärker gemacht hat. Wir müssen viel
- stärker die migrantischen Committees und die muslimischen Committees als Partner in diesem Kampf sehen. Der also gerade wenn wir wir reden von Brandmauen und
- alles mögliche, es hat nichts gebracht. Ich denke der Gamechanger, dass die Antithese im Kampf gegen Rechtsextremismus ist vor allem
- muslimisches Leben zu stärken. Also ich gebe ih ein kurzes Beispiel. Meine Moschee ist die erste Moschee, erste Minermoschee in Ostdeutschland und in
- Ostberlin. Und sobald die Moschee gebaut wurde, haben sich breite Bündnisse gebildet von links nach rechts, ne? War Linke, FDP, CDU alle in einem Bündnis
- gerade in der Zeit, wo wir Bündnisschwäche haben und haben zusammen demonstriert für eine werhafte Demokratie. Wir haben jede Woche eine
- Plakataktion samstags mit dem Titel Muslime für Frieden. Wir gehen auf die AfD-Wehler zu, ne? Manchmal laufen die Pöbeln vorbei, aber wenn wir mit denen
- sprechen, sehen wir, dass diese Wahlentscheidung sich einzig und allein teilweise monokausal aus dem Islam Hass speist. Wenn man das dann teilweise
- einordnet und dann noch widerlegt, dann sagen die: "Ey, dann ist ja die AfD doch nicht richtig." Also allein wegen Islam wird dann die Wahlentscheidung
- überdacht. Dann drittes Beispiel, wir haben drei bis vier Schulklassen, die uns jedes Mal besuchen. Manchmal kommen die Lehrer und sagen, das sind Kinder
- ausnahmslos von AfD-WLAN und dann beim nächsten Besuch, wenn die Lehrer wieder da sind mit einer anderen Klasse, dann sagen sie, das war so eine schöne
- Erfahrung, weil die Schüler haben dann zu Hause gegen ihre Eltern debattiert, weil sie hier etwas Neues gelernt haben. Also ich glaube gerade da müssen wir
- einfach viel mehr ein Paradigmenwechsel verziehen. Ja, sorry, ich habe so lange geredet. Nicht schlimm. Ich [gelächter] finde ja
- gut, wenn man Leidenschaft für sein Argument hat, aber ich habe gemerkt, meine anderen beiden Gäste hat es auf ihren Stühlen. Ich würde jetzt sagen
- Herr Sigelko, Frau Schröter, weil sie hatten jetzt auch viel Redezeit, sie können sich den aufteilen untereinander. [gelächter]
- Also, ich möchte jetzt nicht irgendeinen Religionsstreit vom kam brechen. Ich habe andere Erfahrung als sie. Ähm 2015, als die vielen Geflüchteten aus Syrien,
- Afghanistan kam, waren viele Muslime auch in meinen Einrichtungen, die gesagt haben, wir haben Angst vor dem, was passiert. viel ganz starker politischer
- Islamismus, der in unserer Stadt, in unserem Land sich ausgebreitet hat. Die Angst von Muslimen, dass sowas weiter passiert, das dürfen wir nicht schön
- reden und wir haben eine große Gefahr, was das betrifft, weil das müssen Sie auch zugeben, wir haben immer mehr Hassprediger, die versuchen über TikTok
- Kanäle junge Leute zu beeinflussen und zwar extrem schlimm und wir haben auf der äh politisch gesehen auf der linken Seite und auf der rechten Seite sehr
- extreme Parolenschreier. Wir haben aber niemand in der Mitte, der deutlich die Themen benennt, weil man immer Angst hatte, diesen Stempel auf den Kopf zu
- bekommen. Wir sind migrationsunfähig oder sonst irgendwas. Ich habe schon 2016 gesagt, ich konnte es auch sagen, weil die ganzen Menschen ja auch in
- meiner Einrichtung war, wir haben ein Problem mit der Integration. Wir haben ein Krankenhaus, das hat 50 Betten und wir versuchen 5000 Patienten
- aufzunehmen, das geht nicht. Und natürlich haben wir auch in unserer Gesellschaft ein Vakuum geschaffen, indem wir die Menschen unter sich
- gelassen haben, auch die Religion unter sich gelassen haben. Wir haben Subkulturen geschaffen und da entstehen im da entsteht auch Hass und da entsteht
- auch Hetze und da entsteht auch dieses, was Sie nennen, nämlich Islamismus, politischer Islamismus, der gefährlich ist für unsere Demokratie und das kann
- man nicht schön reden und da muss man auch mit Muslimen drüber reden, auch mit den Muslimen, die es gut meinen, die ähm wir wollen sie nicht alle unter
- Generalvertracht stellen. Unser Land lebt ja nun auch davon, dass viele Menschen gekommen sind in den 60er, 70er Jahren und dieses Land mit aufgebaut
- haben. Aber wir haben eben ein Vakuum und das ist gefährlich und das können wir nicht abtun, weil in der Welt überall Kriege sind. Das ist gar keine
- Frage, sondern wir müssen die Themen benennen, wenn wir sie nicht benennen. Wir müssen auch aufpassen, dass wir eben nicht versuchen ähm die Menschen den
- Menschen ein Feuer unterzuhalten und seid, ihr seid schuld an dieser Sache, sondern wir müssen in einer Demokratie darauf achten, dass der Expentremismus
- aus links, aus rechts und auch vom Islamismus oder religiös geprägt äh bekämpft wird und sehr deutlich bekämpft wird. Ich will Ihnen recht geben, dass
- jede Religion eine politisierte Form herausbilden kann, dass es das auch gibt. Ähm ist lange untersucht und haben auch sehr ähnliche Formen, die
- entwickelt werden. Wir müssen aber jetzt ganz klar mal sagen, in Europa gibt es keinen christlichen Extremismus. Äh, wir müssen die Weihnachtsmärkte nicht
- schützen vor Christen, äh, die da mit dem Maschinengewehr oder mit Messern rumlaufen. Wir müssen keine Angst haben in Zügen, auf in Kaufhäusern, in Parks,
- dass wir von ähm äh christlichen Extremisten oder jüdischen Extremisten äh getötet werden, sondern das sind alles und ausnahmslos muslimische
- Extremisten, wenn wir jetzt die Rechts, also wenn wir vom religiös begründeten Extremismus sprechen, ja, von daher ist das Thema Islamismus in der Tat ein
- drängendes und man kann auch nicht ständig alles relativieren. Das führt definitiv in die Irre, meiner Meinung nach. Und das zweite, was Sie gesagt
- haben, man muss mit den muslimischen Gemeinden zusammenarbeiten, das ist meiner Meinung nach auch eine hohle Phrase, mit welchen Gemeinden denn und
- in welchem in welchem in welcher Hinsicht. Sie haben jetzt gleich mal einge ihr Statement auf Frau Bokos mit Israel begonnen. Ja, ich meine, die
- Ahmadia ist eine Gruppe, die schon vor der Gründung Israel gegen Israel war. Sie beschreiten das Existenzrecht Israels. Ähm, sie sind sozusagen ein
- wirklicher Schafmacher. Und dann muss man mal schauen, jetzt sind wir hier in Berlin. In Berlin hat man vor allem ein Problem, dass jüdisches Leben kaum noch
- möglich ist, ja, sichtbar möglich ist. Äh Juden werden, wenn sie erkennbar sind, angegriffen, persönlich angegriffen. Jüdische Lokale äh erleben,
- äh das Fensterscheiben eingeschmissen werden. In den Universitäten sind jüdische Studenten nicht mehr sicher. Wir haben ein massives
- Antisemitismusproblem und dazu fällt Ihnen bislang überhaupt nichts ein. Herr Kar äh darf ich direkt darauf reagieren? Ich
- we ich habe schon sehr lange geredet, aber ich müsste darauf jetzt unbedingt reagieren. Also einmal direkt zu der Israelf Frage. Wir sind die einzige
- muslimische Gemeinschaft, den Israel auch eine Gemeinschaft hat. Wir haben in Heifer eine große Religionsgemeinschaft. Ja, direkt nach dem 7. Oktober hat sie
- mit 600 jüdischen Nachbarn hat sie ein Friedensgebet verrichtet. Wir haben in Deutschland 20 an 20 Orten Friedensgebete mit jüdischen Gemeinden
- organisiert. Ich war selbst am Brandenburger Tor, haben mit den drei Imam und anderen Religionsgemeinden für Frieden demonstriert. Wir haben in
- meiner Moschee in Khadija Moschee dreimal im Jahr Besuchergruppen aus Israel, interreligiöse Gruppen. Eine Organisation, der NGO Sharaka in Israel
- hat aus verschiedenen Ländern Imame geholt, die sich besonders für Antisemitismus einsetzen. Raten Sie mal, welchen er von hier genommen hat, der
- vor ihnen sitzt und der von der Ahmedia Muslimat ist. Also, wir machen sehr, sehr viel gegen Antisemitismus. Deswegen ist ein falscher falscher Vorwurf. Heute
- geschaut, was ihr Kalif sagt zu dem Anschlag, zu dem Massaker der Hammers. Da sagt er wirklich: "Dieser Anschlag hat mehr Schaden als Nutzen
- angerichtet." Ich meine, hallo, bei einem Massaker habe ich auch ganz ruhig gelesen, wo wo Frauen vergewaltigt worden sind, Kinder
- verbrannt worden sind, so etwas zu schreiben ist ein grandios lesen lesen sie. Also das was er gesagt hat, ist genau das was sich danach
- erfüllt hat. Wir sehen ein Gen seines gleichen, was dort in Gaza und Libanon gerade stattfindet. Aber jedenfalls, ich will dazu zurückkommen, wir haben so
- viel also für jüdisches Leben gemacht. Ich habe bei jedem Empfang immer einen Rabi bei mir dabei. Ich habe nach dem 7. Oktober Rabbiner besucht, der inen
- Familien besucht. Also das ist ein haltloser Vorwurf, den sie da reingebracht haben. Wir hatten jetzt am Wochenende in Israel unsere
- Jahresversammlung, das ein Tag nur jüdisch-muslimische Begegnung. Vielleicht sollte man das auch prominent machen. Ganz letzter Punkt, sorry, das
- was Sie gesagt hatten zu TikTok und allem. Genau deswegen sage ich, weil sich die Radikalisierung in den digitalen Raum verschoben habe, müssen
- wir die analogen Kräfte nutzen. Ich gebe ihn Beispiel aus Studien, wir haben beispielsweise eine Metaanalyse von 60 Studien zu Research of Crime, die gesagt
- hat, dass gerade Religion Kriminalitätshemd ist. Und dann hat die Universität in Köln geschaut, dass insbesondere bei Muslim
- Kriminalitätshemd wirkend ist. Und die University of Harvard hat gesagt, dass Leute, die regelmäßig Moscheen besuchen, glaubens praktizieren sind, dass die am
- stärksten sich auch also unter dem Muslimen demokratisieren, also teilhaben kommt die Mosche auf die Attentäter des 11. September waren alle brav in der
- Moschee. Aber ich habe trotzdem eine Frage. Sie haben gerade viel sie haben gerade viel über Israel gesprochen und dass sie in
- Israel waren. In wie viele muslimischen Ländern dürfen Juden auch die Moscheen besuchen oder mit ihren Imanen reden? Ja, wir haben wir haben weil
- sie bringen gerade das Gegenbeispiel von den ich weiß, dass Israel auch sehr offen ist, wenn sie Verwundete aus dem Gaza haben oder Palästinenser, dann
- pflegen sie die in ihren Krankenhäusern. Umgekehrt ist das nicht immer. Wir haben jetzt gestern erst ein Bericht bekommen von Bitzelem, die gesagt haben,
- das dann Aphalzeitsregime ist, auch im Westorderland. Also so ein eindeutig ist nicht, aber ist ganz kurz sorry. Nein, nein, nein, ich bin hier die
- [gelächter] Frau der Zeit. Wir werden noch mal darüber debattieren, aber wir müssen jetzt zu ihrer These kommen, weil sonst kommt Herr Sigel am Ende nicht
- mehr dran. Aber Sieelkurstese muss ich beibehalten. Möchte ich auch beibehalten. Also ihre These
- ja, also meine These ist, dass wir in der moderne individuelle Autonomie ermöglicht haben, aber gleichzeitig gemeinschaft gemeinschaftliche Bindungen
- geschwächt wurden. Und der Islam bietet aus meiner Sicht die Lösung beides zu versöhen. Wenn wir genauer hinschauen, dann stoßen wir dabei auf ein Zitat von
- Lä, der gesagt hat, dass ich Beifall bei den Verständigen darin finden werde, sehr leicht Beifall darin finden werde, dass alles Wesentliche in Mohammeds
- Lehre auf eine natürliche Religion hinausläuft. Wenn wir uns die moderne anschauen, dann sprechen wir immer von der Fortschrittserzählung, ne? Es gab
- viel Errungenschaften, Demokratie, Wohlstand, Wissenschaftsfreiheit, aber gleichzeitig ist auch die Soziologie als eine Krisenwissenschaft entstanden, die
- gesagt hat, wir haben Industrialisierung, wir haben Domestizierung, wir haben Rationalisierung und wir haben
- Schwäschung von gemeinschaftlichen Bindungen. Und gerade Haber hat dann sehr schönes Zitat gesagt, dass er gesagt hat, die Moderne ist ein
- unvollendetes Projekt und er hat gesagt, dass gerade durch die Verschiebung von Wertrationalität zu Zweckrationalität gemeinschaftliche Bindungen geschwächt
- wurden, hat dann ein Dürheim angek, der gesagt hat, in der Moderne gab es einen gesellschaftlichen Wandel, wodurch das Kollektivbewusstsein, die der
- gesellschaftliche Zusammenhalt geschwächt wurde und ein Zustand der Anomie droht. Und das wurde dann von Weber auch noch mal präzisiert, er
- gesagt hat, wir haben ein Polismus der Werte und ein Grundkonsens von Werten wird sehr schwierig werden. Und es interessant ist, wenn man dann z.B.
- selbst scharfe Religionskritiker sieht, wie Marx oder Nietz, die dann auch gesagt haben, dass also Marx z.B. dass Religion seufzer der bedrängten Kreatur
- ist oder dass das Gemüt einer herzlosen Welt und Nietz als er gesagt hat Gott ist tot direkt danach gesagt hat, dass er befürchtet, dass wir durch ein
- unendliches nichts irren und Hheim hat es dann sehr gut auf den Punkt gebracht und gesagt, wenn das Theologische verschwindet wird wahrscheinlich auch
- das, was wir Sinn nennen, verschwinden. Und deshalb das interessante ist, um auch zu Lessing zurückzukommen, der wohl renommierteste Religionssoziologe zur
- heutigen Zeitrose Casanova hatte gesagt, dass es dann eine Ironie wäre, dass ausgerechnet das, was Habam sagt, diese Vollendung des Versprechens der Moderne
- die Religion erfüllen würde und hat dann gesagt, dass wir in der Moderne sehen, dass es zwei oszillierende Therapievorschläge gibt. einmal
- Differenzierung und auf der anderen Seite Uniformierung und [schnauben] ne, wenn wir jetzt Reckwitz und Haw und DKheim beispielsweise sehen, die sagen
- das auch immer wieder, dass zwei Stränge gibt nach Individualität und nach Gemeinschaft und dass wir eine Ethik brauchen, wie Paul Verhag sagt, die
- beides kombiniert. Und wenn wir uns die islamische Ethik anschauen, die Liturgie anschauen, ist sie genau auf diese zwei Prinzipien angelegt. Das Gebet, was fünf
- mal am Tag stattfindet, ist einmal individuell und in Gemeinschaft. Wenn man die Hatsch, die Pilgerfahrt im Maker anschaut, ist man ein große kollektive
- Einheit eingebettet, aber vollzieht das ganze für sich. Und zum Schluss ein letzter Punkt und noch mal zu Lin zurückzukommen, eine zweite Sehnsucht
- wurde in der moderne artikuliert, beispielsweise durch Schiller, der gesagt hat, wir haben jetzt ein Phnunf Priat und wir brauchen wieder quasi eine
- Harmonie zu der Sinnlichkeit. Und dann, wenn wir uns jetzt wieder Lessing anschauen, der gesagt hat, dass es auf eine natürliche Religion hinausläuft, er
- hat noch einen zweiten Satz gesagt. Er hat gesagt, wirf einen Blick auf die Lehre Mohammed und sag mir, was ist darin, was nicht mit der allerstrengsten
- Vernunft übereinkommt. Und wenn jetzt die großen Dichter und Denker, die wir immer wieder zitieren, auch die AfD und ähnliche zitieren, so ein Bild hatten,
- müssen wir dann nicht wie Läing sagt, vielleicht auch einen weiteren Blick auf die islamische Lehre werfen, wenn sogar Gohtee sagt, dass der dass der Koran das
- Buch der Bücher sei, glaube ich, aus Musliminenpflicht, ne? Also so eine, also ein Zitat. Also vielleicht wir hier bald mal bei den Verständigen, wie
- Lessing sagt. Ja, [gelächter] bin ich jetzt mal gespannt, was Frau Schröter sagt, aber ich muss noch eine Sache, Frau Schöter
- merken bitte Argument. Herr Kid, wenn man jetzt nicht ganz so klug und belesen ist wie Sie, würden Sie für mich die These noch mal in einem Satz
- zusammenfassen? Ich habe so viel Ha und Schilling und dann kann er und ich fand das sehr sehr sehr philosophisch. Ich werde mir das zu
- Hause auch noch mal anhören. Ganz aber jetzt für mich auf die schnelle in einem Satz. Ich glaube, wir haben in der modernen auch eine Krise, gerade auch
- politisch, dass wir besprochen haben und der Islam bietet eine Lösung, diese Krise der Moderne zu erfüllen und auch die Sehnsüchte der Moderne, die die
- großen Dichter und Denker artikuliert haben, die zu erfüllen. Okay. Das heißt, Islam versöhnt und bietet gemeinschaftliche Bindung und
- Rückkehr zur Religion. So ein bisschen. Ja, ich denke die Vollendung des Versprechens der moderne, wie Haber gesagt hat.
- Okay. Ja, das hört sich jetzt [gelächter] auch intelligenter an als wie ich rede. Also auch gemeint hat, dass der Islam die veränderte moderne
- ist. Das habe ich bis [gelächter] jetzt no hab ich bis jetzt noch nicht gelesen. Sehr eigenwillige Interpretation davorgelegt haben. Aber ja, eine Sache
- äh ist tatsächlich wahr. Die Moderne ist ja ein äh ein Projekt, das die Freiheit des Einzelnen geschaffen hat. Ein großartiges zivilisatorisches
- Projekt äh das dem einzelnen Rechte gegeben hat. Dabei sind und das ist immer die Kritik natürlich auch die kommunitären Aspekte ein bisschen hinten
- runtergefallen. Die werden jetzt aber adressiert ausgerechnet von den Rändern vom Linksextremismus ganz starkes kommunitäres Programm, vom
- Rechtsextremismus [räuspern] ein genauso starkes kommunitäres Programm und von ihnen, von von den Muslimen, wobei sie sprechen jetzt nicht für die Muslime,
- die meisten Muslime, die meisten Suniten erkennen ja die Achmed überhaupt nicht als Religion an. Für die sind sie ja Heretiker. Auch in Palästina sind wissen
- sie ja, dass sie selber unterdrückt sind. Ja, sie machen da immer brechen eine Lanze. Aber die Achmadier ist ja überhaupt nicht wohl gelitten. Da in
- Israel ist ja wohl gelitten, aber nicht in den palästinensischen Gebieten. Also von daher äh der Islam, den gibt es nicht. Es gibt auch nicht die eine
- Auslegung der Texte, sondern es gibt sehr, sehr viele unterschiedliche Auslegung der Texte, sehr viele unterschiedliche
- Formen der Praxis. Äh und da ist die Aadier eben auch nur eine kleine äh Gruppe davon und deshalb muss man differenzieren. Ja, was kann denn was
- können denn Muslime beitragen? Wenn sie jetzt bei der Achmadia sind und ihr kommunitäres Projekt sozusagen äh anbieten, da muss ich sagen, habe ich
- meine deutlichen Zweifel auf, dass der eine Versöhnung in der Moderne anbieten kann. Sie sind ja sozusagen ein Close Chop. Man könnte auch sagen so eine
- wandelnde Parallelgesellschaft. Ja, richtet sich alles nach innen. Es wird untereinander geheiratet. Die Ehen sind arrangiert, da kann keiner aussteigen.
- Sie haben einen Kalifen, der gibt ihnen vor, was sie zu tun haben. Das wird alles befolgt. Ja, dieses Programm 100 Moscheen zu bauen, das kommt von ihrem
- Kalifen. Selbst da, wo es kaum Ahmadis gibt, die jetzt da irgendwie beten wollten, da wird eine Moschee gebaut. Also da muss ich sagen, ja, Gemeinschaft
- schön und gut, aber diese Form autoritär strukturierter, führerzentrierter Gemeinschaft, die ist sozusagen die Antithese zur Moderne und ist auch die
- Antithese zur Aufklärung, die Antithese zu dem, was äh ja, sagen wir auch mal, bei uns ähm diese säkulare Rechtsstaat, dieser liberale Rechtsstaat bedeutet.
- Und von daher muss ich sagen, also das überzeugt mich nun wirklich und wir einmal Herr Segelko auch rein. Ich will jetzt einfach nur mal sagen,
- wir reden hier über viele Fremdworte, die die Zuschauer gar nicht alle verstehen, die sich nicht mit Religion abgeben. M bisschen aufpassen, dass wir
- da ein bisschen auf dem Teppich bleiben. Leute, ich bin übrigens ganz vorhersägek, ich bin nicht der einzige, der sich heute
- etwas dämlich fühlt in der Sendung. Ich fühle mich nicht, aber Theologiestudie bisschen we, [gelächter]
- aber ich möchte ich möchte ein Stück weiterkommen. Ich habe so ein bisschen die Angst davor, dass man da so ein bisschen so ein ein
- Alleinstellungsmerkmal herstellt. Ja. Ähm, wenn ein Muslim konvertiert als Christ, dann haben wir schon ein Problem mit dem, was sie gerade gesagt haben.
- Ich gehe noch ein Stück weiter. Ich habe in meiner Einrichtung ähm ein Kind gehabt, das sollte zwangs verheiratet werden. Dann ist meine Mitarbeiterin mit
- dem Kind zum Jugendamt gegangen. Dann wurde es der Familie weggenommen, weil es in Deutschland ja nicht erlaubt ist. Daraufhin stand an der Wand unserer
- Einrichtung, dass meine Mitarbeiter umgebracht werden sollen. Und da fängt es schon an für mich, wo die Freiheit äh beim Islamismus oder bei beim Islam,
- nicht beimismus nicht falsch verstehen, ähm nicht nur eine Auslegungssache [räuspern] ist, sondern wo es klare
- Regeln gibt, die man nicht äh verstoßen darf, wenn man Muslim ist. Und da ist die Freiheit für mich ein bisschen in Gefahr. Und das ist die Angst, die viele
- Bürger haben, die den Islam nicht verstehen. Und als Angela Merkel gesagt hat oder ich weiß nicht wer es war, gesagt hat, der Islam gehört zu uns,
- hatte ich ein bisschen Bauchschmerzen. Da habe ich gesagt, äh die Muslime gehören zu Deutschland, weil in letzter Instanz haben wir sie hierherge geholt,
- ein Teil unserer Bevölkerung und unsere Toleranz auch als christlich jüdisch geprägtes Abendland ist eine andere Toleranz als der Islam lebt.
- Und das müssen wir uns auch vor Augen halten. Wir müssen, ich glaube, wir müssen noch mal die Runde machen und dann etwas weiter auch erklären. Aber
- ja, jetzt [gelächter] brauchen wir aber Herrn Siegelko mit seiner These, wir sind schon nur noch 8 Minuten in der Sendung. Das ist nicht um Ihnen das Wort
- nicht zu erteilen, sondern wir wollen auch Herrn Siegel, aber da waren viele Vorilfe, die nicht richtig waren. Das müssen wir noch mal
- einorden. Wir werden es noch mal einordnen. Los. Gut, ich habe es aufgeschrieben, damit es kurz und knapp ist. Das Land
- [gelächter] der Dichter und Denker gehen erst die Kinder und dann die Denker aus. Deutschland schafft seine Zukunft ab, demografisch und intellektuell. immer
- weniger Nachwuchst trifft auf immer größere Bildungsdefizite, eine gefährliche Kombination, die Deutschlands Wohlstand
- und Innovationskraft und gesellschaftliche Stabilität Stabilität langfristig bedroht. Die Hütte brennt. Es werden immer weniger Deutsche
- geboren. Und wenn wir uns die letzte Piserastudie angucken, die haut uns den Boden unter den Füßen weg, denn unsere Bildung von den Kindern war noch nie so
- schlecht, wie wir sie haben jetzt haben. Wir haben unglaublich viele 15-jährige, ich glaube 30%, die wir da richtig lesen noch rechnen können. Bei der Polizei,
- beim Diktat, wenn man da seinen Einstellungstest macht, hauen wirklich viele durch. Und wenn das so weitergeht, dann schafft Deutschland sich ab. Nicht
- nur wie Tilo Sarazin das sagt, sondern wir sterben aus und wir schaffen es einfach nicht mehr die jungen Leute dort abzuholen, wo sie sind. Wir haben in
- Berlin das Schulgesetz ein bisschen verändert. Wir haben die Vorschule eingeführt. Super. Nach der Schule 65 000 Schulabgängerschaften in Deutschland
- ihren Schulabschluss nicht. Da versucht man in Berlin zumindest durch ein weiteres Jahr sie noch an die Schule zu binden, noch die Möglichkeiten geben,
- die Ausbildung zu machen. Wir haben Schulen, in dem 14% der Schüler gar nicht zur Schule gehen. Wir kommen den gar nicht mehr hinterher. Also möchte
- ich fast die These aufstellen, wir verdummen und wir sterben aus und das ist ein gewaltiges Problem für uns. Her Segelko, das Problem ist absolut
- klar und für mich auch das drängendste Problem unserer Zeit, aber ich habe direkt eine Frage an Sie. Warum interessiert es die Deutschen so wenig?
- Weil ich kann Ihnen heute eine Sache sagen, die jetzt in der Livequote passieren wird. Ist ganz schlimm und wir machen es trotzdem. Wir werden das Thema
- immer wieder hier machen in meiner Sendung, aber bei Migration geht die Livequote so hoch und bei Bildungsgerechtigkeit geht die Quote so
- runter. Da mus anderen zu tun. Klar, aber warum interessiert es die Deutschen nicht? Also jetzt mal weg von der Politik. Warum interessiert es
- unsere Gesellschaft nicht das Thema? Da müsste doch eigentlich jeder infalls hat wurde die Wahl gewonnen, weil das Thema Bildung ganz oben stand. Wir haben immer
- andere Themen, die wir nach oben schreien, die wir in die Welt possauen, aber es muss uns doch klar sein, wir haben keine Kraft mehr im Land unds
- fehlen die Fachkräfte, aber im Bildungssystem da hauen wir in Sack, sage ich mal. Es werden keine Kinder mehr geboren, weil wir kein
- familienfreundliches Land sind. Die Leute fühlen sich unsicher auf den Straßen, die Infrastruktur fehlt, wir haben kein Baukindergeld mehr, wir haben
- keine Wohnung mehr. Natürlich möchten sich Mann und Frau auch verwirklichen, aber im Grunde wünscht sich jemand jeder ja auch Familie und da müssen wir wieder
- zurückkommen. Deswegen ist Bildung das der Schlüssel überhaupt. Ähm John F. Kennedy hat mal gesagt, das einzige was teurer ist als Bildung ist keine
- Bildung. Und wenn wir darüber nicht reden, dann haben [räuspern] wir ein Problem, dass wir nicht nur über die fehlenden Renten sprechen, sondern wir
- haben ja niemand, der in die Rentenkasten einzahlt, wenn keiner mehr geboren wird. Und deswegen müssen wir dieses Thema ganz deutlich machen und da
- muss man nicht abschalten, sondern muss man zuhören. Absolut. Deswegen direkt die Frage, was kann man tun? Was könnte die Politik
- tun? Ich meine, sie seit 30 Jahren ja beschäftigen sich mit diesem Thema. Warum ist es so? Wir sind eins der reichsten Länder der Welt und trotzdem
- sind wir da so prekär. Warum? Weiß ich nicht. Ich habe sechs Kinder und ich bin froh, [gelächter] dass ich sechs Kinder hab und ich bin glücklich
- mit meinen sechs Kind. Ich meine, warum haben wir z.B. in in Düsseldorf, wo ich wo ich lebe, da wächst jedes siebte Kind in Armut auf. Ich meine, wie können
- diese Zahlen sein? Wir sorgen schlechter für die Kinder in unserem Land als Slowenien beispielsweise. Nein, wir sind ja auch beim Kindesw auf
- Platz 25 bei abgesto eins ist ganz wichtig, wir haben immer mehr Menschen in unserem Land, die die Sprache nicht können
- und wir haben die Hälfte der Schüler sprechen gar nicht richtig Deutsch, wenn sie in die Schule kommen. Und wir haben das Problem und das ist meine Forderung.
- Wir brauchen Deutsch als Pflichtsprache für alle Menschen, die in Deutschland leben, weil Sprache ist Integration. Wir haben gerade gesehen, dass bei der
- UNICEF Studie die Niederländer auf Platz 1 sind und wir auf Platz 25. selbst Rumänien und andere Länder kommen noch vor uns. Und in diesen Ländern ist die
- Landessprache die Pflichtsprache. Ich saß, ich bin ja auf in Hamburg St. Pauli aufgewachsen und sehr viel Türken, bisschen türkisch verstehe ich und dann
- saß ich im Flieger nach Stockholm, bin ausgestiegen, bin in die Bahn eingestiegen, da saß eine Gruppe von türkischen Männern und ich dachte mal
- gucken, ob ich noch ein bisschen türkisch verstehe. Da haben die flie fließen Schwedisch gesprochen. Das kannte ich überhaupt nicht, aber das ist
- Integration. Und dahin müssen wir kommen, weil das führt die Menschen schneller in Arbeit und wenn die Kinder zu Hause auch Deutsch sprechen und ihre
- Familien auch, denn 67% aller Jugendlichen sprechen zu Hause nicht Deutsch, sondern eben die andere Sprache und sprechen dadurch auch nur gebrochen
- Deutsch. Und das ist eins der Gründe. Da sind wir wieder beim Thema Migration. Aber wir müssen auch in Deutschland Kindern wieder mehr Perspektiven geben
- und Familien mehr fördern, denn das ist die Gruppe, die am wenigsten gefördert wird von unserer Politik. Ja, vor allem die Familie, die die äh
- die mittelständische Familie, die nicht reich ist. Ja, also die alles bezahlen, keine Zuschüsse kriegen und trotzdem viel arbeiten müssen. Das sind das sind
- die Leute, die sich Kinder wünschen, die Familie aufbauen wollen und die dann auch an materielle Grenzen stoßen. Ganz klar. Die andere Sache ist aber die, wir
- haben äh seit ja bestimmt seit 30 Jahren haben wir ein Ideal, das extrem ein gesellschaftliches Ideal, auch ein Frauenideal, auch ein Männerideal, das
- absolut individuell ist, sich individuell selbst zu verwirklichen. Äh das geht nicht in Richtung Familie. Kinder werden als Bürde betrachtet. Wenn
- eine Frau schwanger wird, dann heißt es: "Hast du dir überlegt, was das für deinen Job und für deine Figur bedeutet?" Ja, und
- da sagt man nicht, wie wunderbar das ist. Da muss ich übrigens sagen, da kann man von den Muslimen noch ein bisschen lernen.
- Ich hab nur einen Sohn [gelächter] nicht se also [gelächter] darf nicht. Also ich habe auch mehr Kinder und mehr
- Enkelkinder. Also von daher äh da müssen wir einfach noch mal eine ganz andere Idee haben von Leben. Was ist denn ein gutes Leben? Und meiner Meinung nach
- sind Kinder keine Bürde, sondern die Zukunft auch für die Menschen, die heute jung sind. Aber dazu muss ich was in der Gegenwart tun, damit ich die Zukunft
- hab. Ich würde dazu, weil die Pisa Studie jetzt auch erwähnt wurde, Andrea Schleicher, ne, der quasi Mr. Pisa, der
- Finder davon war, hat auch gesagt, wir haben ein Problem, dass da soziale Disparität auch vor allem steig soziale Ungleichheit sehr stark steigt. Das hat
- auch wieder festgestellt ein großes Problem ist und er hat gesagt, wir verstehen Bildung immer mehr als Transaktion und es muss mehr als
- Beziehungsarbeit verstanden werden. Es gibt diesen also bekannten jetzt Berliner direk kurz unterbrechen, es gibt gar keine Beziehung in der Bildung
- und das ist das Problem. Wir haben keine Vertrauenspersonen mehr im Bildungssystem. Hätten wir da mehr Leute, die verlässlich da sind. Der
- Grundschullehrer wechselt in der Hälfte der Grundschulzeit und alle Kinder brauchen diese Vertrauenspersonen, wenn die Familie immer mehr
- auseinanderbricht. Wir sehen jetzt übrigens, wir sind zum Ende der Sendung angekommen. Man sieht es, [gelächter] wir sind alle vier im
- Bild. Ganz lieben Dank an meine Gäste heute. Ich hatte zwar wirklich 15 Punkte in Religion, aber heute war es auch mir etwas hoch. Ich werde noch mal zu Ihnen
- eine Vorlesung kommen, Frau Schröter, nächste Woche, nee, wir sind diesen Sonntag für Sie da, mit einer Sondersendung zur Wahl Mecklingburg
- Vorpann 12:10 Uhr am Sonntag. Schalten Sie ein, machen Sie es gut, bleiben Sie kritisch und überfordern Sie sich auch gerne mal in der Debatte, wie es mir
- heute ging. Bis Sonntag. Tschüss.
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