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DEUTSCHLAND: "Das allererste Mal, dass ich sage: 'Merz muss weg'" I MEINUNGSFREIHEIT - Ganze Sendung
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 319 Zeilen
- [musik] Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, zu einer neuen Folge
- Meinungsfreiheit. Ich könnte mir keinen spannenderen Tag vorstellen als heute, um mit meinen Gästen zu debattieren, denn Friedrich mehr hat heute in der
- Generaldebatte, wie stark er Alice Weidel angegriffen hat und dann dieses, na ja, über so 50% wollten sie nicht haben, anstatt doch vielleicht einfach
- mal zu sagen, herzlichen Glückwunsch zur Sachsenanhaltwahl, wir werden Ihnen aber folgen, wir werden das Ergebnis bald wieder haben. Nun gut, darüber möchte
- ich heute mit meinen Gästen debattieren. Zum einen an der ein sitzt der CDU Politiker Marvin Schulz und ich bin sehr gespannt, wie sie heute über März reden
- werden, weil sind ja schon mal als kleiner Rebell mit aufgefallen mit anderen Jungen, als es um die Renthematik ging. Neben ihm sitzt Philip
- Jessen. Er ist Gründer von Story Machine und hat gerade auch ein Buch geschrieben, das heißt Shitfluencer. Ich bin sehr gespannt darauf. Meinem Sohn
- bringe ich Brei das Wort nicht zu sagen. Ich sage hier irgendwie relativ häufig shit, auch wenn Porsch mit Schittbürgertum zu Gast ist. Schön, dass
- Sie da sind. Und last but not least Manuel Ostermann, er ist Polizeigewerkschafter und heute habe ich ein Freund gesagt, dass Sie hier sind,
- hat er gesagt, er muss einschalten. Er folgt ihn auf Instagram. Dementsprechend werden wir mal schauen, ob Sie auch mit Shitfluencer gemeint sind oder nicht.
- Das werden wir besprechen heute in der Sendung und mein Name ist Nena Brockhaus. Ich freue mich wahnsinnig, ihre Gastgeberin sein zu dürfen. Und
- meine These heute ist, ehrlich gesagt, war sie heute morgen noch anders. Doch dann habe ich Friedrich März in der Generaldebatte erlebt und jetzt ist
- meine These eindeutig: März muss weg. Was mir wichtig ist, ich sag das zum allerersten Mal. Es gibt ja Kolumnisten, die jede Woche sagen: "März muss weg,
- jetzt reicht's." Und dann rudern sie wieder zurück und sagen, ach, jetzt war er doch gut in der Außenpolitik. Bei mir ist es nicht so. Es ist das allererste
- Mal, dass ich sage, März muss weg, weil ich auch finde, man sollte da sehr, sehr vorsichtig sein, das in die Kamera zu sprechen, weil er ist immer noch der
- Kanzler von Deutschland. Warum sage ich das also heute? Weil unser Land neue Köpfe braucht. Die Menschen unserem Land möchten nicht mehr von Friedrich Merz,
- der es für sie komplett vergeigt hat hören, dass es jetzt besser wird. Sie glauben Friedrich März nicht mehr. Sie glauben ihm nicht mehr, dass er das Land
- in sichere Fahrwasser führen kann und deswegen braucht es neue Köpfe. Warum kommen denn die neuen Köpfe nie hoch? Weil man muss ja ehrlich sagen, wenn man
- sich die letzten Wochen angeschaut hat, es waren immer nur dieselben, die wieder dieses Weidebakel erklärt haben. Oder natürlich die neue Generalsekretärin,
- Frau Hoppermann, da dachte man wirklich, okay, jetzt weiß man, warum sie das Amt nicht hätte bekommen können sollen. Deswegen ich möchte dafür plädieren,
- dass die CDU endlich schaut, wer kann es denn richten, wer ist ein Kopf in unserem Land, dem die Menschen vertrauen und da gibt es Leute, die die wirklich
- die Menschen erreichen, die auf Social Media und auch sonst wo schaffen, z.B. wie eine Karoline Bossbach. Problem ist, ist es ihre allererste Amtsperiode und
- dann sagen natürlich höhere Politiker, nee, also die ersten vier Jahre sagt man jetzt erstmal gar nichts und genau diese Debattenkultur muss sich ändern. Man
- muss schauen, wer ist der beste Kopf in einer Partei und nicht länger wer hat sich am längsten hochgedient. Und deswegen bin ich heute sehr klar und
- deutlich, Friedrich Merz hat's vergeigt, er muss weg. Kann ich alles unterschreiben? Ähm, ich würde auch wirklich sagen, März weg, ja,
- äh sehe ich eh nicht. Ich glaube auch nicht, dass jemand sich aus so einem historischen Tief widerstimmungsmäßig äh nach vorne arbeiten kann, wenn man heute
- die Generaldebatte auch gesehen hat, äh das war ehrlich gesagt Kraut und Rüben. Ich f ich absolutes Fiasco ähm von Anfang bis zum Ende. Ich würde sogar
- noch ein bisschen. Was fanden Sie am schlimmsten, herr Jessen? Für die Zuschauer, die die General der Butat nicht gesehen haben,
- vielleicht eine kurze Zusammenfassung und dann auch wirklich was sie am schlimmsten fand im März auftreten. Ja, ich ich ehrlich gesagt ich es war
- wie für mich war wie ein Autounfall, da kann ich auch nicht sagen irwi das war am besten oder am wenigsten schlimm. Ich fand erstmal den Anfang erstmal Frau
- Weidel anzugehen, also erstmal gar nicht mit sich anzufangen, sondern wirklich wieder diesen Fehler gemacht, erstmal die Abgrenzung zu ihr zu suchen und zu
- sagen, sie können heute vor Kraft nicht gehen. Und dann als nächstes und da bin ich wirklich versunken und war mir nicht ganz sicher, wirklich nicht ganz sicher,
- weil ich habe es im Netz nachgeguckt, ob es ein KI Video ist, als er sagte 56% haben sie nicht gewählt. Ja, man denkt, ja, aber aber halt 44, ja, das ist sehr
- sehr und wirklich und dann ich fand es so dermaßen unangenehm und dann dieser schnelle Wechsel zu zuur zu Ukraine, es war wirklich man konnte ihm kaum folgen.
- Es war es war einfach wirklich absolut absolut schrecklich und man hat gemerkt, da ist jemand, der der überhaupt gar nicht mehr den Überblick hat und
- überhaupt gar nicht mehr den richtigen Ton trifft. Ja, Herr Schulz, Sie sind CDU Bundestagsabgeordneter und Sie haben ja
- die Generaldebatte heute erlebt. Schämt man sich da als CDUmann? Sitzt man da auch und denkt, oh Gott, das jetzt ein Autounfall und ich gehöre auch noch
- diesem Club an oder sitzt man da und denkt sich, toller Kanzler, ich bin da stolz drauf, ich sehe es mit der AfD genauso. Was haben Sie heute empfunden?
- Ich habe ja gerade gelernt, dass man nicht ganz so oft das Wort Scheiße benutzen soll und trotzdem muss ich sagen, die Situation ist natürlich für
- meine Partei beschissen. Ähm, ich finde aber auch, dass die These, die Sie aufgemacht haben, Frau Brockhaus, stark anfängt und dann aber trotzdem einen
- Bruch hat, weil zu sagen, März muss weg bedeutet man schießt sich auf eine Person ein. Dann aber zu sagen, und da bin ich wieder bei Ihnen, wir brauchen
- eine andere Debattenkultur ist ja etwas, was systemisch bedingtes, wo wir über ein anderes politisches System miteinander reden müssen. Und ich
- glaube, das ist das wirklich wichtige. Darf ich da einhaken, ich halte März als den Grund und das Übel als Person für die schlechte Debattenkultur innerhalb
- der CDU, um mal zwei Punkte zu sagen. Unter Friedrich Merz traut sich doch gar keiner mehr von ihnen was anderes zu sagen. Man merkt das und man hört
- übrigens auch im Hintergrund. Ich höre es in Hintergrundgespräch mit CDU, dass sie sagen Bena, ich sage jetzt echt nichts, sonst bin ich weg. Ich höre von
- Abgeordneten, dass sie TVAte absagen müssen, weil sie ganz klar wissen, wenn sie jetzt was falsches sagen, dann werden sie keine Karriere unter März
- machen. Und was März dann gesagt hat, fand ich am schlimmsten. Die Wahl war so verloren. Ja, die war so verloren und dann sagt er, wir besprechen es im
- Führungskreis, aber es muss ganz klar sein, wer jetzt was gegen die Partei sagt, derjenige schadet unserer Partei. Damit hat er wieder gesagt, Menschen,
- die nicht zu seinem Führungskreis gehören in der Partei haben nichts zu sagen. Damit sagt er eigentlich Menschen wie ihnen, sie haben nichts zu sagen.
- Na ja, [schnauben] sie haben ja gerade in der Anmoderation gesagt, ich sei Rentenrebell. Ich hatte also in meinem bisherigen Bundestagsleben nicht so
- wahnsinnig das Gefühl, dass ich die Dinge nicht sagen dürfte, dass ich keine Meinung haben dürfte. zu weit gehört, dass wir natürlich intensive Gespräche
- haben und die sind auch hart in der Sache. Man geht aber nicht in die Politik, wenn man die Hitze der Küche nicht aushält, habe ich mal gelernt. Und
- insofern ähm lassen Sie uns gern darüber reden, wie wir dieses politische System ändern können. Sie haben über Fähigkeiten gesprochen, wir werden heute
- über Kommunikation reden, alles gut, aber das auf eine Person runterzubrechen wird wegen der beschissenen Situation, in der meine Partei ist, auf keinen Fall
- ausreichend. Und ich glaube im Übrigen auch nicht, weil das politische System in Deutschland äh sich verändert. Einmal einmal noch ganz kurz zur Generaldebatte
- heute, weil da sind sie da sind sie schon sehr gut als Politiker, genau wie die anderen unterwegs. Da sind sie ganz schnell ausgewichen. Und dann auf meine
- Thesee eingang, was sie aber dürfen, das war gut, das war kommunikativ gut. Die Frage ist jetzt aber trotzdem, wir nehmen nur den Auftritt von März heute,
- also nicht ob er jetzt als Kanzler weg muss oder nicht. Sie haben recht, damit bin ich eingestiegen. Wie fanden Sie sein Auftritt heute?
- Glaube, der Kanzler hat staatstragend gesprochen. Das ist in der Rolle auch in Ordnung. Er hat sicherlich nicht so gesprochen, dass ich daraus jetzt
- unzählige TikTok Clips schneiden würde. Zu weit gehört Ich glaube, dass das glaube, dass das glaube, dass das notwendig ist. Ich glaube, dass ähm wir
- da als Partei [räuspern] auch besser werden müssen, aber auch das sage ich als Partei oder als Fraktion. Mir wird immer wieder gesagt, wenn ich reden im
- deutschen Bundestag halte, na ja, das klingt manchmal so, als sei es für Instagram geschrieben. Ja, obviously, weil halt einfach die Politik
- mittlerweile auch im digitalen Raum stattfindet. Und da glaube ich, kann meine Partei ähm insgesamt ein Stück weit lernen und das hat man an der einen
- oder anderen Stelle in den vergangenen Jahren und Tagen wieder festgestellt. Darf ich da mal ganz kurz anhaken, weil das eine ist sagen, wir reden nachher
- noch mal über Social Media und das das Ding ist Social Media heißt halt Social Media, weil es Social ist und was damit gemeint ist, ist, dass es um ein
- Senden und ein Empfang geht und das Problem, was man ja bei Friedrich März hat von Anfang an ist und darum das eine ist die Debattenkultur, das andere ist
- auch, wenn sie sagen, es ist unfair auf eine Person runterzubrechen. Ich finde es aber kein kein kein keinen schlimmen Vorwurf, weil ein richtigen Vorwurf,
- weil wenn der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland nicht in der Lage ist mit seinem Volk zu kommunizieren von Staat weg und vor
- allen Dingen allen das Gefühl zu geben, gar nicht zuzuhören, nichts zu verstehen, sondern immer zu senden, zu senden, zu senden, aber gar nichts mehr
- zu empfangen, dann haben wir einfach ein großes Problem und das ist dann nicht ein Problem der Debatenkultur, sondern das ist ein Problem des Bundeskanzlers
- und seiner Fähigkeit zu kommunizieren. einmal Manuel Ostermann rein, auch CDU Parteimited. Ich habe eine eine Sache fällt mir immer auf, die CDU will gerne
- Staatstrag gelten. Also wir haben gerade gehört, er hat Staatstrag geredet und ich war letztens bei Inner, da hat auch Dennis Ratke gesagt, wir sind eine
- staatstragende Partei. Ist die CDU noch eine staatstragende Partei? Und wie fandest du heute Friedrich Merz? Nein, ist sie nicht. Ähm und ich bin da
- auch sehr offensiv, weil ich absolut enttäuscht davon bin, was ähm da gerade vollzogen wird. Warum? Friedrich Merz hat im Wahlkampf keine Wahlkampfretorik
- gehabt. Er hat Fundamentalretorik gehabt. Ganz viele Menschen haben ihre Freizeit dafür geopfert, diesen Mann das Vertrauen auszusprechen und haben hart
- in der Sache und wir alle kennen noch die Bundestagswahlkampfbilder, was man sich da alles anhören musste, Wahlkampfstände, die mit Polizeischutz
- gesichert werden mussten, für diesen Mann eingestanden und er hat von Tag 1 an alles mit dem Arsch umgehauen. gelogen und hat am Ende des Tages nichts
- vollzogen. Und man muss halt auch mal sagen, Kommunikation [räuspern] von oben herab schickt sich nicht. Wer ist nicht mein Vorgesetzter, er ist
- eigentlich nichts anderes als mein Servicedienstleister, weil der souverän ist der Chef im Ring und das fehlt so ein bisschen. Es nützt
- übrigens auch nichts alle durchzubeleidigen. Ich weiß das aus meinem familiären Umfeld jetzt auch in der in der ganzen Debatte um
- medizinisches Personal. das Stichwort hier, man würde ja profitieren, [schnauben] das hat alles nichts mehr mit Realitäten zu tun. Und man muss halt
- einfach sagen, ich erwarte nicht von einem politisch verantwortlichen, dass alles das, was er sagt, auch tatsächlich umgesetzt wird. Ich lebe in der
- Realität. Äh, Demokratie funktioniert so nicht, aber es ist ein Unterschied, ob ich Fundamentalretorik mache oder Wahlkampfretorik. Und für
- Fundamentalretorik ist aktuell ziemlich wenig rüber. Eine Sache, die wir heute auf jeden Fall alle schon am Tisch, glaube ich, begriffen haben, zustimmen
- würden und uns dem auch bewusst sind, ist Social Media, wie wichtig es ist. Das war auch gut, wie sie gesagt haben, obviously. Und ich meine, wie viel
- Follower hast du noch mal? 300.000 auf Instagram jetzt? 350 000, ne? Gar nicht. War 330 wie sowas.
- Also über 300.000 Follower. Das heißt Manuel Ostermann hat damit mehr als ich würde sagen jeder Bundestagsabgeordnete CDU, glaube ich, wenn ich jetzt alle
- richtig überblicke. Und damit kommen wir jetzt zu dem so wichtigen Thema. Shitfluencer heißt das Buch und wie es eigentlich unsere Demokratie kaputt
- macht. Ich freue mich auf die These, ich muss aber eine Frage vorab stellen. Ist Manuel Oster mal mit seinen politischen Inhalten ein Schitfluencer, ja oder
- nein? Nein, für mich nicht. Ich habe mich schon ein bisschen geärgert eben äh beim Vorgespräch, dass er nicht im Buch
- vorkommt, weil er ist äh im Buch kommt einmal Markus Söder als positiv Beispiel vor. Äh Herr Ostermann macht ganz ganz ganz viel richtig und da sieht man auch
- ähm ich weiß es jetzt nicht von Ihnen, wie Sie das machen, aber es sieht für mich nicht so aus im besten Sinne, als würde dann ein großes Team dahinter
- stecken und das bei Ihnen machen, sondern ich habe schon das Gefühl, sie sind da, sie sind da mit der Kamera unterwegs und sprechen rein, was sie
- gerade umtreibt und das merken die Leute darum, das ist wahrhaftig, das ist nah, das ist klar, das ist direkt und das funktioniert wahnsinnig, wahnsinnig gut.
- Damit kommen wir zu Ihrer These, ja, die These, du hast es eben vorweggenommen, Social Media kann und wenn man jetzt gerade schaut, wird es
- die Demokratie in Deutschland zerstören. Warum? Die Parteien der Mitte sind leider vollkommen unfähig, dieses Medium zu bespielen. Äh bei allen disruptiven,
- bei allen umstürzlerischen, politischen Bewegung der letzten Jahre sieht man, Social Media ist der ist der aller allergrößte Treiber. Ähm das haben
- begriffen die Parteien links und rechts am Rand, die das leider inhaltlich äh finde ich schrecklich machen, aber handwerklich nahe an der Brillianz sind.
- Ähm und wenn ähm äh wenn es die Machtübernahme gibt, die durch Social Media getrieben worden wird, äh wird der Weg zurück, glaube ich, sehr sehr hart.
- Sehe ich anders. Ähm und zwar nicht, weil ich nicht glaube, dass Social Media in seiner Bedeutung nicht überhöht werden könnte, sondern weil ich nicht
- glaube, dass Social Media die Demokratie am Ende des Tages zerstören wird. Ich glaube, wir erleben eine Demokratisierung von öffentlicher
- Debatte über Social Media. Bundestagsdebatten werden mittlerweile von Social Media beeinflusst und ähm ich stimme durchaus der These zu, dass äh
- meine eigene Partei vielleicht auch ich selber bei Social Media 2, dreipen rauflegen könnten. Aber wir haben ja positiv Beispiele auch in der
- Christdemokratie. Eines sitzt mir gerade gegenüber. Ähm wir haben weitere Klara von Natusius beispielsweise, die das wie ich finde sehr sehr gut macht. Wir
- werden erleben, das ist nämlich meine These, die sich da jetzt mal frech raufsetzt, ähm, dass wir wegkommen von der Möglichkeit, dass nur Menschen in
- Mandaten in der Lage sind äh für Themen zu sprechen. Wir werden Content Creator in Parteien haben. Einmal nur ein eine das beantworten gleich, aber eine Frage.
- Ich muss da einmal rein. Herr Schulz, Sie haben gerade gesagt, dass der Social Media die Bundestagsdebatten beeinflusst, ne? Ähm, genau. Aber das
- kann man ja auch wirklich als städlich für die Demokratie sehen, weil was mich so stört ist, teilweise merkt man, wenn ein Abgeordneter spricht, dass es jetzt
- ein Clip für Social Media ist und ich bin schon der Meinung, ich wüsste ja hier auch als Moderatorin, wie ich aus Meinungsfreiheit am besten zehn Clips
- rauskriege, aber es geht hier am Tischen, das hoffe ich auch, dass wir schaffen, immer um die Debatte, ums Anhören des anderen, um reden. Wenn aber
- also Menschen nur noch senden, ohne zu empfangen und auch ihre Reden so halten für möglichst viele Follower auf Instagram, dann geht ja eine
- Debattenkultur komplett verloren. Und deswegen ist da meine Frage an Sie, wenn Bundestagsdebatten nur noch für Social Media geführt werden, dann schädigt das
- doch unsere Demokratie. Glaube nicht, dass es unsere Demokratie schädigt, weil wir haben ja trotzdem weitere Debattenräume, wo ernsthafte und
- ehrliche Debatten stattfinden können. Erstmal ist es der Wunschzustand, den ich persönlich hätte, dass viel mehr Bundestagsdebatten für Social Media
- gehalten werden. Bisher werden ausnahmsweise Reden für, zumindest an meiner Partei reden für Social Media gehalten. Das
- heißt, ganz überwiegend geht's um die inhaltliche Debatte, aber ich glaube, dass die Aufgabe der Abgeordneten ist, das Volk mitzunehmen in dem, was wir
- politisch machen. Mir wird immer erzählt, früher waren die Bundestagsreden so beeindruckend, da hat man sich das gemeinsam angeschaut, das
- war ein Family happening, dass man gemeinsam ir der Couch gesessen hat, das lief im Radio und überhaupt und das ist heute weg und ich glaube, das erreichen
- sie, indem sie einen entertainenden Faktor in Bundestagsdebatten reinkriegen und den kriegen sie, indem sie ihre Reden auch für Social Media mitdenken.
- Philip Jessen ist hier der absolute Experte, Story Maschinengründer, kaum jemand kennt Social Media so gut. Stimmt es? Sollten Bundestagsdebatten für
- Social Media geführt werden? ähm sollten darum darum darum darum darum geht es gar nicht. Also, ich glaube, sie müssen es und ich also ich muss Ihnen da
- wirklich komplett widersprechen. Also, erstmal sehe ich äh Herr Ostermann jetzt wirklich ausgenommen. Ich sehe da und ich habe dann wirklich sehr sehr viele
- Erfahrungen äh auch sozusagen in meiner Arbeit mit der CDU gemacht. Ich sehe damit überhaupt gar kein positives Beispiel. Ich sehe da eine vollkommene
- einen vollkommen Defitismus auf Seiten der der CDU. wenn ich sehe, wie Herr Herr Sigmund mit viel viel weniger Budget ähäh über Social Media die Leute
- erreicht hat und vor allen Dingen, ob es da jemand auf einer auf auf irgendwelchen unteren Stufen gibt, der das der das macht, ist das eine. Was man
- aber sieht, ist, dass es sozusagen in der Parteispitze und in der Breite 0,0 angekommen ist, wie mächtig diese diese diese Waffe ist und wie ich sie richtig
- nutze. Und es werden immer große Teams zusammengestellt und und große Produktionen gemacht, aber bei Herr Herr [räuspern] Sigmund sieht man ja, wie das
- zu funktionieren hat. Der hat ganz einfache, ganz schnelle Videos aufgenommen. Nehmen wir nur mal das letzte Foto, was er noch am Wahltag
- gemacht hat, wie er da mit seinen Supportern bei sich zu Hause sitzt und irgendwie ein paar Nudeln istst mit mit Wurstgulasch drauf. Ja, das ist ein
- Foto, das zeigt so eine Nähe, so eine Nahbarkeit, so ein Verständnis für die Zielgruppe und dagegen hast du ein Sven Schulze, der zu dem Ben an Scripted
- nicht geht, weil er sagt, da muss ich vier Stunden fahren. Äh, und dann äh äh und dann sich wundert, äh dass äh dass dass er irgendwie dass er nicht dass er
- nicht reisiert. Und ich muss no eine Sache sagen, sorry, dass ich so das so ausführe, aber ähm Social Media ist ja nichts anderes als Privatfernsehen on
- Stairws. Ja, wir haben damals das schon immer gehabt, also ich schreibe ich auch in Schickfluenza. Die erste TV-Debatte, die es jemals gab, das war die Debatte
- Nixon gegen Kennedy. Ja, Nixon kam aus dem Krankenhaus, war nicht gebriefed von seinem Team, hat nicht in die Kamera geguckt, sondern den Moderator geguckt,
- hat sich geweigert, sich schminken zu lassen. Kennedy, frisch gebrannt, aus dem Urlaub, gut gelaunt, top gebriefed. Danach gab es Erhebung. Kennedy hat die
- Wahl ganz ganz ganz knapp äh gewonnen. Ähm, was haben Erhebung im Nachhinein äh ergeben? Die Leute, die im Radio gehört haben, die nsten zugehört haben, haben
- ih mehrheitlich nxen als Sieger dieser Debatte gesehen. Die Leute, die im Fernsehen gesehen haben, die haben ihnen gesehen und genau das das gleiche
- Problem. Das ist Stimmung wird auf Social Media gemacht und aber da haben wir da haben wir überhaupt keinen Widerspruch. Mhm. Einmal nur ganz
- kurz mal mal rein. Ich muss ja eigentlich komisch bei dir muss ich nie schauen, dass du zu wenig redest, aber heute ja eine Frage an dich hier zur
- AfD, weil die AfD war es vielleicht auch nicht nur ein Tum, sondern musste die AfD so stark werden auf Social Media, weil sie wurde ja übrigens bei
- privatenmien nicht eingeladen. Also Media Pioneer, Welt hat's übrigens durchbrochen, da können wir stolz auf diesen Sender sein. Welt hat's mit dem
- Höcke TV-Duell durchbrochen. Ab da haben alle die AfD eingeladen. Vor dem TV-Duell, nur die öffentlichrechtlichen. Da ist also jetzt meine Frage an dich.
- Musste die AfD da dadurch vielleicht auch deswegen so schnell so gut werden, weil sie nicht die klassischen Medien hatte?
- Ich glaube ja, das ist ein Teil der Wahrheit, aber Social Media ist ja so Fluch und Segen zugleich, ne? Ich liebe das eigentlich. Und ich will vielleicht
- noch mal auf diese Parlamentsdebatte hinaus. Wenn sich da Parlamentarier hinstellen für Social Media Clips, sollen diese Parlamentarier ganz schnell
- raus aus dem Bundestag, weil das ist die Arbeitsebene und die Arbeitsebene, da muss es um die Sache gehen. Das größte Geheimnis von Social Media, so maß ich
- mir zumindest einzubilden und gerade im parlamentarischen Raum für Politiker ist nicht Social Media, sondern gute Arbeit Punkt aus. Und die Leute haben gespürt
- dafür, ob die angeflunkert werden oder ob das wirklich glaubhaft ist. Wenn ich mein Social Media Kanal nehme, um das mal so ich bin mach das alleine und ich
- mach's richtig stimperhaft. Ich bin da total kacke drin eigentlich. äh geh da mit dem Hund spazieren oder was auch immer, ist mir auch egal. Bei mir ist
- wichtig, dass die Message dahinter ankommt und ich glaube Parlamentarier sollen sich darauf fokussieren, dass ihre Message ankommt. Und wie kommt die
- Message an, indem man quasi von einem Berufspolitiker zu einem Politiker aus Berufung wird und endlich das macht und auch sagt ähm wofür man steht. Und ich
- glaube, dann ist diese Social Media Geschichte ähm gar nicht mehr von so staatstragender Bedeutung, wenn es darum geht, Reichweite zu erzielen.
- Und auf der anderen Seite muss ich halt auch sagen, die Linken haben doch die Bundestagswahlen so erfolgreich gestaltet wegen Social Media, die machen
- es halt total klug, das ist überhaupt gar keine Frage. Vielleicht muss Politik sich einfach mal trauen, wieder zu sich selbst zurückzufinden. Es muss nicht
- alles gestriegelt sein, sondern Handy. War ja sogar speziell ein Auftritt von Heidi Reichnck, der so wie Reh ging, dass es unfassbar war.
- Ja, aber übrigens im Bundestag und am Pult des deutschen Bundestages, also das als Beispiel zu nehmen, um dann zu begründen, dass Politiker keine Reden
- für den aus dem Bundestag für Social Media halten sollen, passt ja irgendwie nicht zusammen. Ich bin ja in der Analyse dabei, aber die Arbeit des
- deutschen Bundestages, die findet nicht in den 3 Minuten Redezeit statt, die ich am Pult habe, sondern die findet in den vielen Stunden darüber hinaus statt. Und
- im Sinne von Tue Gutes und redest rede drüber, ist es nach meinem Verständnis eines Politikers meine Pflicht dafür zu sorgen, dass ich die Irrungen und
- Wirrungen deutscher und europäischer KI Politik so erkläre, dass die nicht nur meine Kolleginnen und Kollegen verstehen, die oftmals gar nicht
- Digitalpolitiker sind, sondern auch die Menschen in meinem Wahlkreis, Bürgerinnen und Bürger. Und das funktioniert, indem ich Sachen Social
- Media isiere. Zu KI kommen wir heute noch erst jetzt zur These von Manuel Ostermann und das betrifft nicht KI, sondern ich finde ganz ganz schlimmes
- Thema und das sind Abschiebungen, die auch dringnötig sind. Ja, Deutschland, du wankener Riese, der Asylskandal aus Köln. Jeder kennt ihn.
- Es ist kein Einzelfall, es ist ein strukturelles Versagen. Es ist kein strukturelles Versagen von Sachbearbeiten in den
- Ausländernbehörden, sondern ist ein politisches Versagen. In Köln vielleicht ein super Beispiel. Wollte man das Ausländeramt zu einer Willkommensbehörde
- umfunktionieren mit Millionen von Steuergeldern. Jeder macht seins. Es gibt für jede Lösung ein Problem. Politik guckt weg, sucht die
- Verantwortung jetzt bei den Mitarbeitern in den unterschiedlichen Behörden. Eigentlich dürfte kein Stein mehr auf den anderen stehen. Wo ist die
- Konsequenz? Wo ist die versprochene Abschieberoffensive? Wo bitte sind die Bundesländer, die hier in der Verantwortung sind? Ein steht mal fest.
- Ohne die Überprüfung des besonderen Ausweisungsinteresses, ohne eine echte Installierung einer Abschieberoffensive, ohne die Anwendung von Bettbrot und
- Seife, wird folgendes passieren. Die Kriminalität wird weiter steigen und Deutschland wird weiter ausgenutzt als soziale Hängematte. Möglicherweise
- drastische Worte, aber Gegenstand der Realität. Und deswegen sage ich: "Guten Morgen Deutschland, endlich wach werden, liebe Politiker. Weniger reden und
- endlich machen." Das war das perfekte Instagram Real gerade eingesprochen übrigens. Also ja, [gelächter] mit dem wankenden. Ich
- habe auch, ich musste auch lachen, aber kommen wir zu dem wichtigen Thema einmal zurück. Manuel, man fragt sich ja als Bürger eine Sache, warum gehen so viel
- Abschiebungen schief? Also die Wahrheit ist ja manchmal hat man den Täter schon. Du kannst es viel besser erklären als ich. Aber als Bürgerin frage ich mich
- wirklich, ich blick dahin und sag, es kann doch nicht sein, also wenn jemand in unserem Land straffällig ist, dann erwarte ich doch, dass der abgeschoben
- wird. Warum funktioniert das nicht? Und dann erklären viele Politiker, ja, wegen tausend Gründen, aber wir müssen doch Menschen, die in unserem Land strafällig
- sind, abschieben können. Völlig richtig. Aber warum passiert es? Warum geht es nicht?
- Ich versuch's mal, ist relativ komplex. Ich versuch es mal echt einfach zu machen. Das erste ist vielleicht das Wichtigste. Die Verantwortung liegt
- nicht bei der Bundesregierung, die hat da nämlich gar keine Verantwortlichkeit. Wir haben bis zu sieben Behörden, die für ein für einen Migranten zuständig
- sind. Wir brauchen eine Abschiebeinfrastruktur, die da heißt Abschieberhaft. Wir haben Deutschlandweit ungefähr 800 Abschieber
- auf Plätze bei über 40.000 Menschen, die da eigentlich rein müssten. So, zeigt also wir haben schon die Kapazität Gründe nicht. Und der größte Faktor ist
- eigentlich ganz simpel. Bett, Brot und Seife sage ich immer wieder, das habe ich mir nicht ausgedacht. Das steht in einem OVG-Uteil aus dem Jahr 2021 in
- Münster und das Dänemark macht uns das ja vor. Die bereichern sich hier, die betrügen, belügen. Es gibt ja diesen Radikalprediger, der jetzt sogar nicht
- mehr rechtfertigen muss und trotzdem seine Sozialleistung bekommen. Wir haben ja keine Infrastruktur hinter uns, solange das nicht bundseitig gesteuert
- wird. Und das ist das föderale Problem, was wir eigentlich haben. Zentralisiert wird das hier nicht funktionieren und wir lassen uns wirklich mit dem
- Nasenring durch die Manäge führen. Das ist eine Vollkatastrophe. führt zu Radikalisierung, führt zu Politik Verdrossenheit, fühlt zu ähm
- extremistischen Strömungen, zu Kriminalität und wir könnten ewig so weitermachen und deswegen muss das zentralisiert werden und das fängt an
- bei der Anwendung von Bett, Brot und Seife. Warum wird das nicht angewendet, Herr Schulz? Ich will jetzt meine eigenen
- These vorweggreifen, aber auch da muss ich auf künstliche Intelligenz zu sprechen kommen. Bevor ich in den Bundestag gewählt wurde, war ich
- Mitarbeiter des Berliner Amtes für Flüchtlingsangelegenheiten. Also, ich kenne das aus jahrelangem eigenem Erleben, dass da staatliche Strukturen,
- für die letztinstanzlich immer die Politik verantwortlich ist. Insofern ist das vollkommen richtig, das nicht auf Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter der
- Verwaltung abzuschieben, sondern das ist bei der Politik verortet. ähm teilweise gar nicht aus bösen aus Bösartigkeiten oder aber auch aus politischen
- Schwerpunktsetzungen schlicht und ergreifend nicht vernünftig zusammenarbeiten, wo Menschen, sieben Behörden miteinander teilweise über
- Ortsteil und Landesgrenzen hinweg arbeiten, geht ganz viel Kommunikation verloren. Und ich glaube, dass die richtige Forderung nach Zentralisierung
- beispielsweise durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz machbar wäre. Also, das ist, weil man diesen Wahnsinn einfach mal zusammenfassen muss. Ähm,
- das hängt ja auch ganz unterschiedlich äh damit zusammen, wie die im Bundes in den Bundesländern gerade drauf sind. Wenn hier im September es so ausgehen
- könnte, wie es möglicherweise ausgeht, also rot, rot, grün, können wir den Laden hier abschließen, dann war's das mit einer Abschieberoffensive und
- ehrlich gesagt und d die Dynamik dahinter, man guckt ja dann auch immer auf die Bundesregierung und kloppt da wie wild drauf. Das ist einfach, aber
- die Menschen müssen verstehen, dass die Dynamiken dahinter anders sind. Die haben gar keine Zuständigkeit und ich kann wirklich ewig so weitermachen.
- Nordrin-Westfalen, Köln, was ist denn passiert? Da wollen uns die Landespolitiker ernsthaft erklären, dass sie von diesem ganzen Skandal nichts
- geahnt haben bei einer Millionenstadt wie Köln. Sag mal, wen wollen die eigentlich verarschen? Ja, das ist mein Ernst. Und da muss man
- halt auch einfach mal sagen, Leute, wenn ihr das Problem nicht in den Griff kriegen wollt, kein Problem. Dann sagt es aber wenigstens oder aber packt das
- Problem endlich an. Und ich weiß gar nicht, wie oft ich das hier noch sagen muss. Äh, die ganzen Lösungen liegen ja auf dem Tisch. Die Lösungen liegen auf
- den Tisch. Und jetzt muss man sich Friedrich Merz könnte jetzt aus seiner Fundamentalretorik mal in die MPK reingehen und sich für eine
- Zentralisierung einsetzen. Das wäre fantastisch. Und aus der aus der kommunikativen Brille muss ich auch mal sagen, also
- unterschreibe ich komplett, was Sie sagen. Es ist ja auch vor allen Dingen, was das auslöst. Ja, es ist ja auch immer der gleiche Ablauf. Also, sie
- haben gerade eben von Radikalisierung gesprochen, wenn wir z.B. sogenannte Sentimentanalysen machen. Ja, bei bestimmten politischen Themen hast du
- eigentlich immer eine ähnliche Verteilung. Du hast 10 %, die sind komplett gegen etwas, 10 % die sind komplett für etwas und die die 80% in
- der Mitte, die haben gar keine so richtig festgelegte Meinung. Ja, die überlegen und die schauen, was wird mir in die Timelines gespült, was sagt meine
- Peergroup etc etc. Und genau wie sagen diese ganzen Fälle, die man immer hört von Kriminellen, die nicht abgeschoben werden, von dem Clanchef, glaube ich,
- auch aus NRW, der irgendwie 100.000 1000 € der auch schlässt hätte abgeschoben werden müssen 100.000 1000 € Kindergeld mit irgendwie von irgendwie für
- irgendwie 48 Kinder bekommt. Das sind so Fälle da sagte immer gerne einige auf der linken Seite, ja, das ist das sind Einzelfälle, aber ich glaube, das ist
- auch kommunikativ bei diesen Leuten aus, dass so viele Leute eigent die eigentlich in der Mitte sind dann irgendwann sagen, jetzt reicht es mir,
- es ist genug und sich dann einfach radikalisieren und ich kann es nachvollziehen, woher dieser Frust kommt. Ja,
- also vielleicht auch mal die die Menschen werden ja permanent kriegen sie gesagt bekommen ähm dass die soziale dass die sozialen Sicherungssysteme so
- nicht mehr haltbar sind. Wir müssen länger arbeiten. Wir müssen hier, wir müssen das, dann kommt die nächste Gesundheitsreform, die nächste
- Vollkatastrophe. Äh und dann auf der anderen Seite kriegt man genau das mit. Da kriegt einer äh Bürgergeld ausgezahlt und weil er radikal ist, weil er
- gefährlich ist für die Mitarbeiter im Amt, muss er sich gar nicht mehr melden. Er kriegt einfach so. ähm Millionen über Millionen, wo wir Steuergelder
- reinfinanzieren, wo wir missbraucht und ausgenutzt werden. Und deswegen müssen wir da jedes jeden Stein umdrehen. Wir müssen das
- überprüfen und ich will niemanden pauschalen vor äh äh ja, ich will niemanden pauschal angreifen. Lass es mich vielleicht so formulieren, aber
- Fakt ist doch eins. Wie lange wollen wir denn noch zugucken? Und warum kann man sich nicht hinstellen und sagen, das was über Jahrzehnte verpennt worden ist,
- geht nicht von heute auf morgen, aber irgendwann müssen wir doch mal starten. Dieses Ammärchen von jetzt ist die Wende da. Wer glaubt das denn?
- Aber geben wir einmal den Ball hier zu Henschulz. Ich weiß es jetzt nicht schon seit 30 Jahren in der CDU sind und dementsprechend auch nicht die
- Verantwortung dafür tragen, aber nehmen wir mal die aktuelle Lage. Warum schafft die Partei es nicht die Sorgen der Menschen abzuholen? Weil das ist ja der
- Punkt. Die Menschen unserem Land haben das Gefühl, die CDU nimmt sich unseren Sorgen und Nöten nicht an. Also wie ich Manuel gerade verstanden
- habe, haben die Menschen eher genug und sind fett ab. Ähm und gar nicht so sehr Sorgen oder das Gefühl, dass Sorgen nicht wahrgenommen werden. Das heißt,
- ich würde eher an der Problemlösung arbeiten wollen. Ich will jetzt nicht schon wieder irgendwie mit persönlichen Anekdoten um die Ecke kommen, aber in
- meinem Wahlkreis liegen die beiden Ankunftszentren in Berlins. Also ich weiß wirklich, was Migrationsdruck bedeutet. Und ich kann nur noch mal
- sagen, wenn wir in die Problemlösung reingehen wollen und das müssen wir ohne Frage übrigens egal auf welcher Ebene, ob jetzt Bund, Land, Kommune in die
- Problemlösung reingehen wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass wir Automatismen reinbekommen, dass nicht an irgendeiner Stelle in der
- Verwaltungskette ein Stopp gemacht wird, im Zweifel auch aus politischen Interessen und das bekommen wir nur hin, indem wir automatisieren und das wieder
- dürfen irritisiert sagen, weil wenn sich anscheinend alles durch KI in unserem Land verbessert, dann freue ich mich jetzt ihre These zu hören, wenn Sie den
- Masterplan für Deutschland mit KI dabei haben als CDUpolitik. Vieles, vieles lässt sich verbessern, Frau Brokus, denn [räuspern] Deutschland
- braucht Disruption und künstliche Intelligenz ist dafür das Werkzeug. 2017 schon haben wir uns entschieden, Verwaltungsaufgaben
- zu digitalisieren. Frist war übrigens 2022, Anfang diesen Jahres waren gerade mal 11% unserer Verwaltungsdienstleistung online
- abrufbar und das nervt die Menschen. Nehmen wir Berlin als Beispiel, zwei Wochen vor der Wahl, ist das größte Problem dieser Stadt Wohnung zu finden.
- Die Linken wollen enteignen, bekannterweise führen Enteignungen aber nicht dazu, dass eine einzige zusätzliche Wohnung gebaut wird. Das
- heißt, wer Wohnungsmangel bekämpfen will, der muss bauen. Und bauen und Disruption bedeutet für mich nicht, den Bauantrag zu digitalisieren, das wäre
- Optimierung. Ich will den Bauantrag abschaffen und trotzdem mehr Wohnungen. Also eine künstliche Intelligenz, die Grundstücksdaten und Planungsdaten
- automatisiert zusammenbringt und entscheidet, dann ist der Mensch nur noch notwendig in Ausnahmefällen. Und dann kommen wir von einer Genehmigungs
- zu einer Gestaltungsbehörde. Und ehrlicherweise diese Disruption, die brauchen wir nicht nur im Staat, die brauchen wir auch im politischen System.
- Weg von Abhängigkeiten im Parteiapparat, weniger Berufspolitikertum. Künstliche Intelligenz bietet Politikern die Möglichkeit, tausende Nachrichten aus
- dem Wahlkreis systematisch zu sammeln und trotzdem Zielgruppen spezifisch zu kommunizieren. KI darf keine politischen Entscheidungen ersetzen, aber sie gibt
- uns die Möglichkeit jetzt unser politisches System grundlegend neu zu bauen. Ich find es super interessant, deshalb
- super interessant, weil vieles davon würde ich sofort unterschreiben und ist auch notwendig. Jetzt leben wir in einem Land, wo wir uns selber eins
- übergeholfen haben, die schon wahnsinnig gewordene Datenschutzgrundverordnung noch mal zu optimieren. Also, wir sind ja das Paradebeispiel, wie man es
- eigentlich nicht machen soll, weil wir liegen immer noch eine Schippe oben drauf. Ähm und wenn ich mal diese ganzen Digitalisierungsprozesse anschaue, wo
- wir eigentlich stehen, ich mache das mal ganz plastisch fest. Am Sonntag habe ich natürlich Welt eingeschaltet, um den Wahltag ähm äh zu sehen. Und zwischen
- den Sendungen lief ein Bericht aus Spanien und Griechenland, dass die KI Einsätze und Kameratechnik z.B. um ähm um zu überprüfen, ob jemand
- angeschnallt ist oder aber ob jemand ein Handy am Ohr hat und das dann zu sanktionieren. Da stehen also andere Länder.
- Ich kann nicht mal über die A2 fahren, 10 Minuten mit einem vernünftigen Handyempfang. So, das hat jetzt nichts direkt miteinander zu tun, aber da
- stehen wir in der digitalen Welt oder näher anders gesagt mancher Orts in den Bug heute wieder sind wir näher daran, den
- Tageslichtprojektor wieder reinzufahren als andersrum. Ich finde das super. Da muss man unbedingt dran bleiben. Eine Frage habe ich, weil ich super spannend
- finde. Wie möchtest du das hinbekommen, dass endlich diese notwendige politische Kertwende kommt? Also die diese Gedankenklick, dass die das Datenschutz
- vereinbar ist mit technischen Innovation und dass man dieser Technik auch vertrauen kann. Wir haben nicht einen korrupten Staat, wo überall das Böse
- lauert, aber diese Debatte, ich führe sie häufig genug und es ändert immer gleich. eine Frage noch anschließen. Ähm, also, also meine Erfahrung und ich
- glaube ihr Parteifreund aus Thüringen war es, der seine seine Rede äh mit Chatb hat schreiben lassen und deshalb irgendwie das ist dann das ist so
- ungefähr die KI Kompetenz, die ich da äh mittlerweile verorte. Ähm meine Frage wäre viel mehr, also ich unterschreibe das, dass wir mehr KI brauchen und dass
- es nur hilfreich sein kann. Jeder, der mal gebaut hat oder in Berlin was bauen wollte, weiß, wie wie schrecklich und wie langwierig das ist. ähm und auch wie
- ähm äh wie wie hilflos man ist im Kontakt mit den Behörden. Meine Frage ist aber eher, welche KI soll das machen? Also, ich hätte die technisch
- frage, macht es dann eine amerikanische KI für uns oder glauben Sie, also ich sehe die Kompetenz weder in Europa noch schon gar nicht in Deutschland, dass wir
- in der Lage sind da dementsprechend KI so zu programmieren und aufzubauen, dass es in irgendeiner Art und Weise hilfreich sind, wie wie wir so vielen im
- Techbereich sind wir da einfach meilenweit sind uns die anderen entilt. Also, wie will ich das erreichen? Kommunikativ über eine neue Art der
- Ansprache, über mehr Social Media auch in meiner eigenen Partei dafür werben, dass im Sinne von Stätertropfen höht den Stein das immer wieder erzählt wird, bis
- wir in der Lage sind, auch notwendige Veränderungsprozesse anzustoßen. Und äh bei der Frage ähm welche KI im einzelnen notwendig ist, glaube ich, muss man ein
- Stück weit differenzieren. Das ist so eine Politikerfloskel, aber sie stimmt an der Stelle ausnahmsweise wirklich mal. Ich glaube, dass die Bundesrepublik
- Deutschland z.B. in dem ganzen Bereich KI und Verteidigung, das ist so der Bereich, der könnte großen Schaden anrichten. Klammer auf, der gute Bereich
- ist KI und Gesundheit. Da wird KI sehr viel helfen. Klammer zu bei KI und Verteidigung sehr, sehr gutes. Wir haben brutal gute Startups, die im Deathftech
- Bereich, die bei AI und Warfare nicht nur hier in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch an unterschiedlichen Stellen beispielsweise
- in Osteuropa eine tolle Arbeit leisten. So, wie kriegen wir das aber jetzt im einzelnen hin? Na ja, mit der Betrachtung der Realität. Ich halte
- nichts davon zu sagen, amerikanische KI ist böse, chinesische KI ist böse, wir bauen jetzt hier unser eigenes Chat GPT. Ich würde mir wünschen, dass das
- funktioniert. Wir haben aber keinen dreistelligen mittleren Milliardenbetrag, also müssen wir das nehmen, was da ist. Also am einmal in
- den Bundestag blicken. Sie haben mir die These mitgebracht, Herr Schulz heute. Letztens hat ein CDU Bundestagsabgeordneter, auch ein junger
- Typ übrigens jung, ja doch noch jung zu mir gesagt, Chatchubit benutzt mein Team nicht. Wir haben noch unseren eigenen Kopf. Da habe ich gesagt, okay, wow, es
- ist wie das Faxgerät, was auch noch da letztens im Büro stand. Also da meine Frage jetzt mal an Sie, bevor wir das ganz große KI Bild hier aufbauen. Wie
- stark wird es denn schon im Bundestagstand jetzt bei den einzeln Abgeordneten genutzt KI? Mehr oder weniger stark ist tatsächlich
- eine Einzelfallgeschichte. Sie dürfen mir glauben, dass wir im Rahmen der bescheidenen Möglichkeiten meines Teams alles, was irgendwie mit KI zu machen
- ist, versuchen mit KI zu lösen. Natürlich habe ich Kolleginnen und Kollegen, die das eher übrigens gar nicht nur in meiner Partei, aber die
- halten das eher für ein Eingeständnis von Schwäche, wenn man künstliche Intelligenz nutzen muss, weil man ja auch einen eigenen Kopf hat. Es geht
- aber genau, es geht gar nicht darum, dass ich das Wissen, was ich habe, mir von irgendwo anders hole. Es geht darum, dass ich, weil wir in einer schnellbigen
- Zeit leben, schneller, klarer, zielgruppenrechter kommunizieren. Gibt gibt es eine gibt es eine zentrale Stelle in ihrer Partei, die wirklich
- schaut so, da kommen wir dran vorbei. Ich kenne viele Mittelständen Unternehmer übrigens, die haben sogar ihr eigenes GBT, das geht heutzutage
- über Deutschland GBT, das heißt dann z.B. Ich weiß nicht, bei me Mann in der Firma heißt es Broki, bei anderen Unternehmern heißt es anders und die
- haben ihre eigenes Ding. Also gibt es denn in der CDU so einer mächtigen Partei so eine Person, die sagt so, ich bin der KI Beauftragter, let's go oder
- ist das Thema da nicht so woke? Es müssen andere beurteilen, aber ich würde sagen, diese Person sitzt vor ihnen. Ähm, man muss halt am Ende des Tages,
- glaube ich, sich ein Stück weit auch die Verantwortung nehmen. Also, wenn da on a Green Field eine Option ist und KI ist wirklich eine wahnsinnige Chance, nicht
- nur für Politik, für die Bundesrepublik Deutschland, dann äh sollte man nicht darauf warten, dass irgendein Parteimensch [räuspern] will ich ihn
- jetzt die Frage stellen, ich wusste ja nicht, dass Sie sogar der Mr. KI sind hier von der CDU. Das macht sie jetzt noch spannender. Würden Sie Bürgerbriefe
- und Leserbriefe mit KI beantworten? Ja, und da muss ich Ihnen sagen, ich bekomme hier auch glücklicherweise viele Zuschriften und selbst wenn ich manchmal
- bis 4 Uhr nachts da sitze, kein einziger hat je von mir eine KI Antwort bekommen. Und ich sage ihn auch den Grund, wenn die Menschen sich die Zeit nehmen, diese
- Sendung anzuschauen und mir dann eine E-Mail zu schreiben und die ist lang, ja, dann dann fände ich es so schrecklich, wenn sie nicht Nena
- Brockhaus als Antwort hätten, sollen ChatBT. Und deswegen ist das auch meine Frage an Sie, wenn da ein Bürger wirklich besorgt ist und der schreibt
- ihnen, ja, also jetzt ohne Moralf, einfach, weil es mich interessiert, der setzt sich dahin zwei Stunden und überlegt, wie schreibe ich das jetzt und
- dann antwortet ihm KI. Das finde ich irgendwie aber das können wir gerne mal in der Runde debattieren, aber da habe ich so eine harte Meinung
- dagegen, dass ich wirklich teilweise bis 2 Uhr nachts da sitze, weil ich einfach möchte, dass ich die auch lese und
- antworte und auch in der Sendung unterbringe die Sachen dann. Aber machen wir mal die Runde auf, weil es fä ich mal eine ganz spannende Debatte. Nein,
- Bürgerbriefe mit KI oder? Nein, würde ich genau. Ich glaube, man muss mal ganz genau sehen, wo setzt man es ein, wo setzt man es nicht an. Und
- der Human Touch und Human Blood und Human Interaction ist natürlich total wichtig. Ich habe das witzigerweise den gleichen Gedanken hatte ich aber eher
- bei dem Thema von Herrn Ostermann, also wenn es darum geht, Asylanträge zu bewerben. Wenn wir damit anfangen in Deutschland das quasi mit einer KI
- maschinell zu machen, da kommen wir glaube ich eher in eine Problematik. Ja, so sehr die Leute dieses ganze Hickahack und diese Unfähigkeit äh der Länder
- nicht verstehen, die Leute abzuschieben, glaube ich, dass da KI einzusetzen, da bin ich mal gespannt auf die Debatte. Also, wenn wenn in Deutschland sozusagen
- KI über Asylanträger entscheidet und das alles verschnellert, wie das kommt, aber nein, ich glaube, es gibt immer bestimmte Bereiche und genau, wenn sich
- genau wie du gesagt hast, wenn sich jemand die Mühe macht und es um eine menschliche Interaktion geht, geht ja jede Glaubwürdigkeit verloren, wenn man
- das dann anfängt mit Ja, aber Moment mal, also ich weiß nicht, wie euer KI Verständnis ist, vielleicht ein Satz zu äh der ganzen ähm
- Migrationsthematik. Ich habe nicht gesagt, dass KI über Asylanträge entscheidet. Ich habe gesagt, dass es klug wäre, wenn in sieben Behörden
- unterschiedliche Dokumente über eine Person liegen, eine KI, die zusammenfassen könnte und wenn das Problem ist, dass keine
- Passersatzpapiere beantragt wurden, dass eine Automatisierung in einem System mit künstlicher Intelligenz aufploppt und diese Pässe von alleine anfordert, damit
- wir nicht die Probleme der Kursfeder Liste haben. Und ähm ich würde nicht sagen, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz automatisch wie so ein Ull
- oder ein System dazu führt, dass da keine Human Interaction mehr ist. Ich rede seit 3 Jahren stundenlang jeden Tag mit Chat GPT. Ich würde behaupten, es
- gibt vielleicht Leute, die ähm mir da auch zustimmen würden, das bin ich. Und natürlich lese ich jeden einzelnen Bürgerbrief, weil ich sag ja nicht im
- Prompt, Chat GPT antwortet darauf, sondern ich sage folgendes ist die Situation. Das möchte ich bitte gesagt haben. Das möchte ich bitte gesagt
- haben. Ich weiß nicht, wie viel Briefe sie am Tag bekommen, aber der Anspruch ist ja, dass die alle und möglichst auch schnell eine Rückmeldung bekommen und da
- kann do KI helfen. Also nach meinem Innernerauftritt sah ich 12 Stunden nur am Rechner und habe selber beantwortet. Also es ist nicht
- der Mangel an Zschriften, sondern es ist nee, ich bin da immer, das wollte ich auch nicht unterstellen. Nein,
- nein, aber ich muss jetzt leider, ich hätte weiter gerne über KI debattiert. Dementsprechend, wenn Sie auch mitdebattieren wollen, schreiben Sie mir
- weiterhin gerne und ich verspreche Ihnen, es antwortet immer Nener Brockhaus, kein promt. Danke an meine Gäste, das hat großen Spaß gemacht
- heute. Marvin Schulz, Philip Jessen und Manuel Ustermann natürlich. Machen Sie es gut. Morgen erwartet Sie um 16:10 Uhr anderer spannender Talk, nicht moderiert
- von mir, sondern von Sebastian Vorbach und Anna Schneider. Einschalten lohnt sich. Tschüss, machen Sie es gut. Wir sehen uns am Dienstag wieder.
- [musik]