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Physik · Klasse 6–7 · aktualisiert

Teilchenmodell: Stoffe und Zustände verstehen

Unsichtbare Teilchen, sichtbare Vorgänge: Mit dem Modell erklärst du Druck, Diffusion und Wärme.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Teilchenmodell: Stoffe und Zustände verstehen

Kurz gesagt

Das Teilchenmodell beschreibt Stoffe als Teilchen mit Zwischenräumen, ständiger Bewegung und gegenseitigen Kräften. Es erklärt etwa, warum sich ein Gas zusammendrücken lässt und warum sich Farbe in Wasser verteilt. Gezeichnete Kreise sind Modellzeichen, keine Fotos echter Teilchen.

Alle Stoffe bestehen aus winzigen Teilchen. Wie diese Teilchen angeordnet sind, sich bewegen und aufeinander wirken, erklärt viele sichtbare Stoffeigenschaften. Beim Schmelzen oder Verdampfen werden die Teilchen nicht größer: Vor allem ihre Bewegung, ihre Anordnung und ihre mittleren Abstände ändern sich.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Ein Eisennagel ist ein Körper: Er hat eine Form und nimmt Raum ein. Eisen ist sein Stoff. Im Modell besteht dieser Stoff aus sehr kleinen Teilchen.

Das einfache Modell hat vier Grundannahmen. Stoffe bestehen aus Teilchen. Zwischen ihnen liegt leerer Raum. Die Teilchen bewegen sich ständig. Zwischen ihnen wirken Kräfte: Sie ziehen sich an; wenn sie sehr dicht beieinanderliegen, können sie sich auch abstoßen. Beim Erwärmen nimmt ihre mittlere Bewegung zu.

Reale Teilchen können verschieden sein, zum Beispiel Atome oder Moleküle. Kreise in einer Zeichnung sind jedoch Modellzeichen, keine Bilder ihres Aussehens. Die drei Zustände unterscheiden sich durch Anordnung, Abstand, Bewegung und Zusammenhalt.

Definition

Teilchenmodell

Das Teilchenmodell ist eine vereinfachte Vorstellung vom Aufbau der Stoffe. Es erklärt sichtbare Eigenschaften wie Form, Raumbedarf und die Frage, wie gut sich ein Stoff zusammendrücken lässt.

Merke: Körper, Stoff und Teilchen sind nicht dasselbe: Ein Körper besteht aus einem oder mehreren Stoffen, und ein Stoff wird im Modell aus Teilchen aufgebaut.

Beispiel

  1. 1Warum lässt sich Luft in einer verschlossenen Spritze zusammendrücken?
  2. 2Luft ist ein Gas und besteht aus weit voneinander entfernten Teilchen.
  3. 3Zwischen diesen Teilchen gibt es viel leeren Raum.
  4. 4Beim Hineindrücken des Kolbens wird dieser Zwischenraum kleiner.
  5. 5Die Teilchen selbst müssen dabei nicht kleiner werden.
  6. 6Flüssigkeiten und Feststoffe lassen sich dagegen kaum zusammendrücken, weil ihre Teilchen bereits dicht beieinanderliegen.

Teste dich

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Alles auf einen Blick

Teilchenmodell

  • Grundannahmen

    Stoffe bestehen aus Teilchen; Zwischenräume sind leer; Teilchen bewegen sich ständig; Kräfte wirken zwischen Teilchen

  • Aggregatzustände

    fest: feste Plätze; flüssig: gegeneinander verschiebbar; gasförmig: große Abstände

  • Anwendungen

    Zustandsänderungen; Diffusion und Brownsche Bewegung; Gasdruck und Wärmeleitung

  • Darstellungen

    gleiche Zeichen für denselben Stoff; Farben und Formen sind Konventionen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Ein Farbtropfen verteilt sich

  1. 1Ein Tropfen Lebensmittelfarbe gelangt vorsichtig in ein Glas ruhiges Wasser.
  2. 2Ohne Rühren verteilt sich die Farbe nach und nach im Wasser.
  3. 3Das Teilchenmodell erklärt die Diffusion durch die ungeordnete Bewegung von Farb- und Wasserteilchen.
  4. 4Die Farbteilchen verschwinden nicht; ihre Verteilung ändert sich.

Fehler finden

Luft in einer Spritze zeichnen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

In einem Feststoff sitzen die Teilchen an weitgehend Plätzen. In einer Flüssigkeit können sie . In einem Gas sind ihre Abstände meist .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Teilchenmodell

LeichtWas erklärt die ruckartige Bewegung eines winzigen Korns in ruhigem Wasser?
MittelWarum ist ein Gas gut komprimierbar?
SchwerDieselbe geschlossene Stoffportion ist einmal flüssig und einmal gasförmig. Wie vergleichst du passende Teilchenbilder?

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