Englisch · Klasse 11–13 · aktualisiert
Zitieren auf Englisch: Regeln und Beispiele
Du unterscheidest Zitat und Paraphrase, kennzeichnest Fundstellen und Eingriffe und wertest kurze Belege im Text aus.
0 von 10 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Beim direkten Zitieren übernimmst du den genauen Wortlaut mit Anführungszeichen und Fundstelle. Eine Paraphrase formuliert den Gedanken neu, braucht aber ebenfalls einen Beleg. Auslassungen und Ergänzungen markierst du nach der geltenden Vorgabe.
Ein direktes Zitat übernimmt den genauen Wortlaut und steht in englischen Anführungszeichen. Eine Paraphrase gibt einen Gedanken in eigenen Worten wieder. Beides braucht einen Quellenbeleg, damit fremde Gedanken erkennbar bleiben. Auf dieser Seite lernst du, beide Formen zu unterscheiden, kurze Schulbelege zu schreiben und Zitate sinnvoll in eine Analyse einzubauen. Bei abweichenden Vorgaben gilt immer der Zitierstil deiner Schule, Lehrkraft oder Hochschule.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
3 Abschnitte
Übernimmst du die Wörter einer Quelle genau, verwendest du ein direktes Zitat, auf Englisch quote. Englische Anführungszeichen stehen oben: “…”. Bei einer Paraphrase formulierst du den Inhalt vollständig neu. Du setzt keine Anführungszeichen, belegst die Aussage aber trotzdem. In schulischen Textanalysen beziehen sich häufig alle Belege auf denselben Ausgangstext. Dann können kurze Angaben zu Seite und Zeile genügen. Seite und Zeile lassen sich verbinden: „(p. 5, l. 8)“ oder „(p. 5, ll. 8–10)“. Bei mehreren Ausgangstexten können zusätzlich Name, Jahr oder Titel nötig sein, zum Beispiel „(Lim 2018, p. 5)“. Die genaue Form des Belegs ist nicht überall gleich. Manche Aufgaben verlangen nur Seiten und Zeilen, andere einen Autor-Jahr-Beleg oder Fußnoten. Prüfe deshalb zuerst die Aufgabenstellung und die verbindliche Vorgabe. Eine Paraphrase muss den Sinn der Quelle erhalten; eigene Wörter machen aus einem fremden Gedanken noch keinen eigenen.
Definition
Direktes Zitat
Ein direktes Zitat gibt Wortlaut, Rechtschreibung und Zeichensetzung der Quelle wieder. Jede bewusste Änderung muss sichtbar sein.
Beispiel: Direktes Zitat:
- 1Silvia is described as „an older woman who lives in a small apartment in Brooklyn“ (p. 5, l. 8).
- 2Der übernommene Wortlaut steht in Anführungszeichen. Der Beleg nennt die Seite und die Zeile.
Merke: Fremde Wörter brauchen Anführungszeichen und einen Beleg. Fremde Gedanken in eigenen Worten brauchen keine Anführungszeichen, aber weiterhin einen Beleg.
Teste dich
Manchmal passt ein langer Originalsatz nicht vollständig zu deinem Argument. Du darfst ihn kürzen oder grammatisch einpassen, solange du den Sinn nicht veränderst und jeden Eingriff sichtbar machst. Auslassungen markieren: Im hier gezeigten Schulschema kennzeichnest du ausgelassene Wörter mit „[…]“. Andere Zitierstile können Auslassungspunkte ohne eckige Klammern setzen. Eigene Eingriffe markieren: Eigene Ergänzungen und grammatische Anpassungen stehen in eckigen Klammern. So bleibt erkennbar, welche Zeichen nicht zum ursprünglichen Wortlaut gehören. In einem eigens formulierten Übungssatz kann „The library will open tomorrow“ zu „[It] will open tomorrow“ werden, wenn der Bezug klar ist. Einen Fehler im Original darfst du nicht still korrigieren. Wenn er übernommen werden muss, kann „[sic!]“ zeigen, dass er bereits in der Quelle steht. Verszeilen wiedergeben: In einem kurzen Zitat aus einem Gedicht oder Drama kann „/“ das Ende einer Verszeile anzeigen. Der Schrägstrich gehört dann zur Darstellung des Zeilenwechsels, nicht zum ursprünglichen Satz.
Beispiel: Original:
- 1The door remained closed while the rain continued outside, and the room was dark.
- 2Gekürzt:
- 3“The door remained closed […] and the room was dark.”
- 4Die Auslassung entfernt den Nebensatz; die Aussagen zu Tür und Raum bleiben gleich.
Merke: Eckige Klammern machen deinen Eingriff sichtbar: „[…]“ steht für eine Auslassung, „[Wort]“ für eine Ergänzung oder Anpassung.
Teste dich
Ein Zitat erklärt sich nicht selbst. In einer Analyse verbindest du deine Aussage, den passenden Beleg und die Erklärung seiner Bedeutung. Bei Haus-, Fach- und Abschlussarbeiten reichen Seiten- und Zeilenangaben allein häufig nicht aus. Du brauchst dann einen einheitlichen Zitierstil und ein vollständiges Literaturverzeichnis. Die genaue Reihenfolge von Namen, Titel, Jahr, Verlag, URL oder Abrufdatum hängt vom vorgeschriebenen Stil und vom Quellentyp ab. Mehrere Quellen unterscheiden: Wenn du mehr als einen Text verwendest, muss jeder Kurzbeleg eindeutig zur vollständigen Angabe im Literaturverzeichnis führen. Vermische keine Belegsysteme, sofern deine Vorgabe das nicht ausdrücklich erlaubt. Englische Quellen in deutschen Arbeiten: Ein englischer Originalwortlaut kann sinnvoll sein, wenn du einen Fachbegriff oder die sprachliche Form untersuchst. Oft genügt sonst eine deutsche Paraphrase. Auch eine Übersetzung ist eine fremde Übernahme und braucht einen Quellenbeleg. Kennzeichne eine eigene Übersetzung nach der geltenden Vorgabe, beispielsweise mit „[Übers. d. Verf.]“. Bei einer veröffentlichten Übersetzung muss auch die übersetzende Person in der vollständigen Quellenangabe berücksichtigt werden. Für Übersetzungen, Blockzitate, Fußnoten und Literaturverzeichnisse gibt es keine einzige Form, die überall gilt. Prüfungsordnung, institutionelle Vorgaben und der gewählte Zitierstil haben Vorrang.
Beispiel: Beispiel
- 1Beobachtung: The description emphasizes Silvia's limited living space.
- 2Eingebauter Beleg: She „lives in a small apartment in Brooklyn“ (p. 5, l. 8).
- 3Auswertung: The adjective „small“ draws attention to the restricted size of her home and therefore supports the observation.
- 4Der Beleg steht nicht allein. Die Auswertung nennt mit „small“ ein konkretes Textelement und erklärt dessen Funktion für die Beobachtung.
Merke: Nutze das Muster Aussage – Beleg – Auswertung. Wiederhole nach dem Zitat nicht nur seinen Inhalt, sondern erkläre, was die gewählte Formulierung zeigt.
Beispiel: Ein hilfreicher Ablauf lautet
- 1Formuliere eine klare Beobachtung oder Teilthese.
- 2Baue einen kurzen, passenden Beleg grammatisch in deinen Satz ein.
- 3Untersuche die entscheidenden Wörter oder die sprachliche Gestaltung.
- 4Erkläre, wie der Beleg deine Aussage stützt oder einschränkt.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Zitieren
Übernahme kennzeichnen
direktes Zitat oder Paraphrase
Fundstelle nennen
Seite, Zeile oder vollständigerer Kurzbeleg
Eingriffe zeigen
Auslassung, Ergänzung oder Anpassung
Beleg auswerten
Aussage, Textstelle und Wirkung verbinden
Vorgaben beachten
Schule, Hochschule und Zitierstil
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Ein Zitat sichtbar kürzen
- 1Eigens formulierter Übungssatz: “The door remained closed while the rain continued outside, and the room was dark.”
- 2Kürzung: “The door remained closed […] and the room was dark.”
- 3„[…]“ markiert den ausgelassenen Nebensatz; Tür und Raum werden weiterhin richtig beschrieben.
- 4Bei einem übernommenen Text ergänzt du den nach der Aufgabe verlangten Quellenbeleg.
Fehler finden
Wo wird der Eingriff verborgen? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Die dritte Zeile streicht „while the rain continued outside,“ ohne Kennzeichnung. Richtig: “The door remained closed […] and the room was dark.”; die beiden Aussagen bleiben erhalten.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Für eine Seite ist das passende Kürzel. Für mehrere Seiten ist richtig. Bei mehreren Zeilen verwendest du als Kürzel.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback