Englisch · Klasse 3–13 · aktualisiert
Text- und Medienkompetenz Englisch einfach erklärt
Du lernst, englische Texte und Medien zu verstehen, zu untersuchen, umzugestalten und kritisch zu prüfen.
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Kurz gesagt
Text- und Medienkompetenz heißt: Du verstehst englische Texte, Bilder und Hörbeiträge. Du prüfst ihre Gestaltung und Wirkung und gestaltest selbst etwas. Bei einem Werbefilm kannst du die Aussage erfassen und einen Bildplan entwerfen.
Text- und Medienkompetenz heißt: Du verstehst englische Texte und Medien. Du untersuchst, wie sie gemacht sind und wirken. Dann nutzt du deine Erkenntnisse für eigene Produkte. Ein Text kann geschrieben, gesprochen oder gezeigt werden. Auch mehrere Formen können zusammenkommen. Hier lernst du den Weg vom Verstehen bis zum geprüften eigenen Produkt.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Ein Text kann ein Zeitungsartikel sein. Auch ein Gespräch oder eine Rede zählt dazu. Ebenso vermitteln Filme, Werbung, Cartoons, Grafiken und Hörbeiträge eine Bedeutung. Dafür nutzen sie Wörter, Bilder, Töne oder Daten. Der erweiterte Textbegriff schließt analoge und digitale Formen ein.
Du kannst einen Beitrag lesen, hören oder ansehen. So verstehst du ihn. Das heißt Rezeption. Danach kannst du selbst schreiben, sprechen oder etwas gestalten. Das heißt Produktion. Prüfe zuerst, welche Form vorliegt. Lies dann den Auftrag: Sollst du zusammenfassen, untersuchen, vergleichen, kommentieren oder gestalten? Suche die Hauptaussage, bestimmte Einzelheiten oder den genauen Aufbau. Notiere Belege aus Text, Bild oder Ton. Das können auch Zeitmarken oder genaue Umschreibungen sein. Passe dein Ergebnis an Zielgruppe und Zweck an. Prüfe Inhalt, Sprache, Gestaltung und den verantwortungsvollen Umgang mit Medien.
Definition
Erweiterter Textbegriff
Der erweiterte Textbegriff umfasst mündliche, schriftliche und visuelle Produkte in ihrem jeweiligen kulturellen und medialen Zusammenhang. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie analog oder digital vermittelt werden.
Beispiel
- 1Du siehst einen kurzen englischen Werbefilm. Zuerst hältst du fest, was beworben wird. Du fragst auch, für wen die Werbung gedacht ist. Danach untersuchst du Bild, Musik, Licht und Sprache. Schließlich zeichnest du einen Bildplan für einen eigenen Film. Dieser Plan heißt Storyboard. Dein Film soll dieselbe Zielgruppe ansprechen.
- 2Du wechselst dabei vom Verstehen über die Analyse zur eigenen Produktion.
Merke: Nicht jede Aufgabe verlangt dieselbe Les-, Hör- oder Sehweise. Kläre zuerst dein Ziel und suche dann gezielt die Informationen, die du dafür brauchst.
Teste dich
Für eine Zusammenfassung suchst du Thema und wichtigste Aussagen. Schreibe sie kurz mit eigenen Worten auf. Einzelheiten bleiben, wenn sie zum Verständnis nötig sind. Notiere erst knappe Stichwörter. Im Ergebnis schreibst du ganze Sätze.
Ein Beleg stützt deine Aussage. Bei Texten kann das eine kurze Umschreibung sein. Bei Audio oder Film beschreibst du eine hörbare Stelle oder Szene. Du kannst auch eine genaue Zeitstelle nennen. Erkläre immer, was der Beleg zeigt. Erst dann wird aus einem Beleg eine Analyse.
Auch die Gestaltung wirkt auf uns. Bei geschriebenen Texten prüfst du Wortwahl, Aufbau und direkte Ansprache. Achte auch auf Wiederholungen und die Textsorte. Bei Bildern und Cartoons zählen Motiv, Größe, Symbol, Ausschnitt und Beschriftung. Bei Filmen prüfst du Kamera, Licht, Ton, Musik und Schauplatz. Achte darauf, wie Szenen zusammenwirken. Bei Grafiken prüfst du Überschrift, Einheiten, Kategorien und Größen. Frage auch, welche Informationen fehlen. Beschreibe zuerst, was wirklich zu sehen oder zu hören ist. Erkläre dann, wie ein Mittel wirken kann. Bewerte danach, ob es zu Zielgruppe und Zusammenhang passt.
Beispiel: Ausgangstext:
- 1Our school podcast gives students a chance to report on school events. Each episode is checked by a teacher and two students before it is published.
- 2Passende Notizen:
- 3school podcast
- 4students report on events
- 5teacher and students check episodes
- 6Mögliche Zusammenfassung:
- 7The school podcast allows students to report on events, and every episode is checked before publication.
- 8Der Gedanke bleibt erhalten. Einzelheiten wie die genaue Zahl der prüfenden Personen sind für diese knappe Zusammenfassung nicht nötig.
Beispiel: Beobachtung
- 1In einem Werbevideo wechselt die Musik beim Erscheinen des Produkts von ruhig zu schnell und kraftvoll.
- 2Analyse: Der Wechsel hebt das Produkt hervor und verbindet es mit Energie.
- 3Bewertung: Für eine Zielgruppe, die Aktivität wichtig findet, kann diese Gestaltung ansprechend sein. Ob sie tatsächlich überzeugt, hängt auch vom übrigen Inhalt und vom Kontext ab.
Merke: Formuliere Wirkung nicht als automatische Tatsache. Schreibe genauer: Ein Mittel betont, legt nahe, kann Spannung erzeugen oder soll eine Zielgruppe ansprechen.
Teste dich
Bei einer Texttransformation machst du aus einer Vorlage etwas Neues. Du kannst eine Geschichte als Tagebuch erzählen. Ein Sachtext kann zur Präsentation werden. Aus einer Szene kann ein Dialog entstehen. Die wichtigen Informationen der Vorlage müssen erhalten bleiben.
Bestimme zuerst Kernaussage, Situation und wichtige Einzelheiten. Lege Zielgruppe, Zweck und neue Form fest. Wähle nur passende Informationen aus. Passe Aufbau, Sprache und Blickwinkel an. Wenn nötig, ändere auch Bild oder Ton. Prüfe am Ende die Vorlage und die neue Form. Fehlen wichtige Angaben? Widersprechen neue Behauptungen der Vorlage? Weiß eine Figur Dinge, die sie noch nicht wissen kann? Passen Sprache und Aufbau zur neuen Form? Stützen Bilder und Geräusche wirklich die Aussage?
Beispiel: Vorlage:
- 1The youth club will open a recording room next Monday. Students can use it after a short introduction.
- 2Aufgabe: Verwandle die Nachricht in einen kurzen Dialog für einen Audiobeitrag.
- 3Mögliche Lösung:
- 4Alex: Did you hear about the new recording room?
- 5Sam: Yes. It opens next Monday. Can we use it immediately?
- 6Alex: We need a short introduction first. After that, students can work there.
- 7Die Lösung übernimmt Eröffnungstermin, Zielgruppe und Bedingung. Durch Frage und Antwort wird aus der Nachricht ein sprechbarer Dialog.
Beispiel: So gehst du vor
- 1Bestimme Kernaussage, Situation und wichtige Einzelheiten der Vorlage.
- 2Lege Zielgruppe, Zweck und neue Form fest.
- 3Wähle die Informationen aus, die das neue Produkt braucht.
- 4Passe Aufbau, Sprache, Perspektive und gegebenenfalls Bild oder Ton an.
- 5Prüfe, ob das Ergebnis zur Vorlage und zur neuen Form passt.
Teste dich
Beginne eine Recherche mit einer klaren Frage. Suche mit passenden englischen Wörtern. Überfliege mehrere Treffer. Passen sie zu deiner Frage? Vergleiche Angaben aus mehr als einer geeigneten Quelle. Prüfe, wer etwas veröffentlicht hat. Achte auf Datum, Belege und mögliche Absicht. Notiere die Herkunft deiner Informationen. Formuliere das Ergebnis passend zum Auftrag mit eigenen Worten.
Beim eigenen Produkt sind auch Rechte wichtig. Bilder, Musik und Texte sind nicht automatisch frei nutzbar. Beachte Urheberrecht und erlaubte Nutzungen. Hole vor der Veröffentlichung erkennbarer Fotos anderer Menschen die nötige Zustimmung ein. Überlege, welche privaten Angaben sichtbar sind. Wer wird dein Produkt sehen? Prüfe vor der Veröffentlichung auch Inhalt und Sprache.
Überarbeite den ersten Entwurf mit passenden Fragen. Stimmen Inhalt und Belege? Passen Aufbau und Sprache zur Textsorte? Versteht die Zielgruppe deine Erklärung? Helfen Bild, Ton, Kamera oder Layout der Aussage? Ist dein Englisch verständlich und richtig? Sind Quellen, Rechte und private Daten berücksichtigt? Gib bei Partnerarbeiten eine genaue Rückmeldung. Nenne eine Stärke, ein Problem und einen machbaren nächsten Schritt.
Beispiel: Unklare Suche: „New Zealand“
- 1Genauere Suche für eine Reiseplanung: „New Zealand volcanic landscapes travel time“
- 2Die genauere Suchform verbindet Ort, gesuchten Landschaftstyp und Planungszweck. Trotzdem musst du anschließend prüfen, ob ein Treffer aktuell, sachlich passend und zuverlässig ist.
Merke: Technik ist ein Werkzeug. Prüfe, ob dein Medium dem Thema hilft. Gehe mit Informationen und fremden Inhalten verantwortungsvoll um.
Beispiel: Ein Audiobeitrag enthält wichtige Fakten, wird aber sehr schnell gesprochen.
- 1Unbrauchbare Rückmeldung: „Speak better.“
- 2Hilfreiche Rückmeldung: „The facts are clear. Speak more slowly and pause after each place name so that listeners can follow the route.“
- 3Die zweite Rückmeldung nennt eine Stärke, das genaue Problem und einen umsetzbaren nächsten Schritt.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Text- und Medienkompetenz
Textbegriff
Auch Gespräche, Bilder, Filme und Audio können Bedeutung vermitteln.
Verstehen
Kläre Auftrag und Kernaussage; sichere Belege.
Analysieren
Verbinde Gestaltung, Absicht, Zielgruppe und mögliche Wirkung.
Umgestalten
Passe Inhalt an Perspektive, Textsorte und Medium an.
Recherchieren
Prüfe Urheber, Aktualität, Belege und Absicht.
Verantworten
Beachte Quellen, Rechte, private Daten und Rückmeldungen.
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Nachricht als Audiobeitrag umgestalten
- 1Vorlage: „The youth club will open a recording room next Monday. Students can use it after a short introduction.“
- 2Auftrag: Verwandle die Nachricht in einen kurzen Dialog für einen Audiobeitrag.
- 3Alex: Did you hear about the new recording room?
- 4Sam: Yes. It opens next Monday. Can we use it immediately?
- 5Alex: We need a short introduction first. After that, students can work there.
- 6Prüfung: Termin, Zielgruppe und Bedingung bleiben erhalten; der Dialog ist gut hörbar.
Fehler finden
Welche Bedingung fehlt im Dialog? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Der Dialog streicht die notwendige Einführung. Richtig: „We can use the recording room next Monday after a short introduction.“
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Vor der Bearbeitung klärst du zuerst den . Für eine Zusammenfassung suchst du vor allem die . Eine Analyse braucht außerdem passende . Das fertige Produkt prüfst du mit Kriterien, die zu seiner Textsorte passen.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback