Englisch · Klasse 3–13 · aktualisiert
Sprachlernkompetenz Englisch: Lernen selbst steuern
Du beobachtest dein Englischlernen, setzt passende Ziele, wählst Strategien und nutzt Ergebnisse für den nächsten Schritt.
0 von 10 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Sprachlernkompetenz heißt, dass du dein Sprachenlernen bewusst planst, beobachtest und auswertest. Du erkennst eine konkrete Schwierigkeit, wählst eine passende Strategie und prüfst später an einer neuen Aufgabe, ob sie geholfen hat.
Sprachlernkompetenz bedeutet: Du beobachtest und steuerst, wie du Englisch lernst. Du prüfst deinen Lernstand, setzt ein Ziel, wählst eine passende Strategie und wertest anschließend aus, was sich verbessert hat. Dabei darfst du Erfahrungen aus anderen Sprachen, Rückmeldungen sowie analoge und digitale Hilfsmittel nutzen. Auf dieser Seite lernst du, daraus einen überprüfbaren Lernplan zu entwickeln.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Vielleicht liest du einen englischen Text mehrmals und verstehst ihn trotzdem nicht besser. Einfach nur länger weiterzulernen hilft dann nicht unbedingt. Sprachlernkompetent handelst du, wenn du das Problem genauer untersuchst und dein Vorgehen bewusst veränderst. Sprachlernkompetenz zeigt sich also nicht daran, dass du schon alles kannst. Sie zeigt sich daran, dass du dein Lernen sinnvoll organisierst und aus Ergebnissen Konsequenzen ziehst.
Definition
Sprachlernkompetenz
Sprachlernkompetenz ist die Fähigkeit und Bereitschaft, das eigene Sprachenlernen zu steuern und auszuwerten. Dazu gehören Selbstbeobachtung, Zielsetzung, passende Strategien, Motivation, der Umgang mit Rückmeldungen und die Planung der nächsten Schritte.
Beispiel
- 1Mina schreibt häufig englische Texte, in denen Sätze unverbunden nebeneinanderstehen. Sie sagt nicht nur: „Ich muss besser schreiben.“ Sie untersucht zwei eigene Texte und erkennt das wiederkehrende Problem.
- 2Ihr Ziel lautet: „In meinem nächsten Text verbinde ich mindestens fünf passende Satzpaare mit unterschiedlichen Verknüpfungswörtern.“ Danach prüft sie den neuen Text und plant den nächsten Schritt.
Merke: Ein allgemeiner Wunsch wie „Ich will besser in Englisch werden“ gibt noch keinen klaren Lernweg vor. Ein gutes Lernziel benennt, was du verbessern willst und woran du den Fortschritt erkennst.
Teste dich
Ein vollständiger Lernprozess verläuft als Kreislauf. Nach der Auswertung beginnt er bei Bedarf erneut. Ein Lernziel sollte weder nur eine Tätigkeit noch ein Gefühl nennen. „Ich sehe mir heute Vokabeln an“ beschreibt eine Tätigkeit. „Ich kann morgen fünf Wörter ohne Vorlage in passenden Sätzen verwenden“ macht den gewünschten Lernfortschritt überprüfbar.
Beispiel: Jonas kennt die Übersetzungen vieler Vokabeln, verwendet die Wörter aber selten passend.
- 1Diagnose: Einzelne Bedeutungen sind bekannt, typische Verbindungen fehlen.
- 2Ziel: Er will fünf neue Wörter in passenden Wortverbindungen und Sätzen verwenden.
- 3Strategie: Zu jedem Wort notiert er eine typische Verbindung, einen Beispielsatz und einen Hinweis zur Aussprache.
- 4Anwendung: Er ruft die Einträge mit zeitlichem Abstand aktiv aus dem Gedächtnis ab.
- 5Überprüfung: Nach einer Woche schreibt er ohne Vorlage eigene Sätze.
- 6Anpassung: Unsichere Wörter übt er erneut in einem anderen Zusammenhang.
Beispiel: So gehst du vor
- 1Diagnose: Was kann ich schon? Wo liegt die konkrete Schwierigkeit?
- 2Ziel: Was möchte ich als Nächstes können?
- 3Strategie: Welche Lernhandlung passt genau zu diesem Ziel?
- 4Anwendung: Wie und wann setze ich die Strategie ein?
- 5Überprüfung: Woran erkenne ich eine Veränderung?
- 6Anpassung: Was behalte ich bei, und was ändere ich?
Teste dich
Eine Strategie ist kein Allzweckrezept. Wähle sie nach deiner Schwierigkeit.
Du kannst Wörter vernetzen: Ein Bedeutungsnetz verbindet ein Wort mit Situationen und Wendungen. Zum Thema „food“ sammelst du etwa „apple“, „bread“ und „water“. Ergänze auch „a glass of water“. Eine Übersetzung allein reicht häufig nicht für den Gebrauch. Aussprache, Wortverbindungen und ein Beispielsatz helfen dir weiter.
Beim Hören und Lesen musst du nicht jedes Wort kennen. Nutze Situation, Mimik, Gestik, Bilder, Betonung, bekannte Wörter und Wortteile. Prüfe danach, ob deine Vermutung zur ganzen Aussage passt. Eine Strategie hilft bei einer Schwierigkeit, ersetzt aber nicht jede Sprachgrundlage. Kontext ist ein Hinweis, kein Beweis für deine erste Vermutung.
| Lernziel | Passende Lernhandlung | Mögliche Überprüfung |
|---|---|---|
| Wörter behalten | Wörter nach Bedeutung ordnen und aktiv abrufen | Wörter später ohne Vorlage nennen |
| Wörter passend verwenden | Wortverbindungen und Beispielsätze lernen | eigene Sätze in einem neuen Kontext bilden |
| Einen Hörtext verstehen | Bilder, Situation, Betonung und Schlüsselwörter nutzen | Hauptaussage und wichtige Einzelheiten wiedergeben |
| Einen Text verstehen | bekannte Wörter, Wortbestandteile und Kontext verbinden | Vermutung begründen und am Text prüfen |
| Freier sprechen | Redemittel erproben und fehlende Wörter umschreiben | ein Gespräch trotz Wortlücke fortführen |
| Grammatik sicherer anwenden | Beispiele vergleichen und eine vermutete Regel erproben | die Form in einer neuen Aufgabe passend einsetzen |
Teste dich
Fehler zeigen, wo dein Wissen noch unsicher ist. Frage nach der Ursache. Beim Sprechen zählen auch Verständlichkeit, Ausdruck und Flüssigkeit. Brich ein Gespräch nicht bei jedem Fehler ab. Untersuche ausgewählte Fehler danach gezielt. Nervosität kann das Lernen erschweren. Verkleinere dann die Aufgabe oder übe zunächst mit einer Hilfe.
Deine bekannten Sprachen sind Lernhilfen. Vergleiche Wörter, Satzmuster und Höflichkeitsformen. Ähnlichkeit beweist aber keine gleiche Aussprache oder Verwendung. „name“ und „Name“ sehen ähnlich aus, klingen aber verschieden. Übertrage eine Struktur deshalb nicht ungeprüft.
Wörterbücher und digitale Hilfen können beim Nachschlagen und Überarbeiten helfen. Kläre zuerst, welche Information du brauchst. Suche veränderte Wörter nötigenfalls unter ihrer Grundform. Prüfe Bedeutung, Aussprache, Wortart, Beispiel und Wortverbindung. Vergleiche das Ergebnis mit deinem Satz. Teste später, ob du die Sprache auch ohne Hilfe verwenden kannst.
Beispiel
- 1Lea schreibt wiederholt „He play football.“ Die verbesserte Form lautet „He plays football.“
- 2Die bloße Korrektur reicht noch nicht. Lea erkennt, dass sie die Form bei „he“ unsicher verwendet. Ihr nächster Schritt: fünf neue Sätze mit „he“ oder „she“ bilden und die Verbform prüfen. So wird aus Rückmeldung ein konkretes Lernziel.
Beispiel: Du kannst einen Fehler so auswerten
- 1Markiere die problematische Stelle.
- 2Beschreibe, was du ausdrücken wolltest.
- 3Vergleiche deine Form mit einer passenden Rückmeldung oder einem verlässlichen Hilfsmittel.
- 4Vermute eine Ursache, etwa eine unsichere Wortverbindung, eine übertragene Regel oder fehlende Kontrolle.
- 5Formuliere eine neue Übung, die genau diese Ursache prüft.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Sprachlernkompetenz
Beobachten
eine konkrete Schwierigkeit erkennen
Ziel setzen
das gewünschte Können überprüfbar beschreiben
Strategie wählen
die Lernhandlung an das Ziel anpassen
Anwenden
neue Wörter und Formen selbst verwenden
Auswerten
Fehlerursachen und Rückmeldungen prüfen
Anpassen
den nächsten Schritt aus dem Ergebnis ableiten
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Eine Hörlücke untersuchen
- 1Du hörst einen kurzen Dialog und verstehst die Hauptaussage.
- 2Ein einzelnes Wort ist unklar. Du nutzt Situation und bekannte Wörter.
- 3Du vermutest eine Bedeutung und prüfst sie am ganzen Dialog.
- 4Beim nächsten Dialog testest du, ob dir diese Strategie hilft.
Fehler finden
Was machst du mit einer Rückmeldung? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Abschreiben allein prüft keine Anwendung. Richtig ist: Ich bilde neue Sätze mit „he“ und prüfe die Verbform. „He plays football.“ zeigt die passende Form.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Beim selbstständigen Lernen beginne ich mit einer . Danach formuliere ich ein überprüfbares . Ich wähle eine passende , überprüfe das Ergebnis und passe meinen nächsten Schritt an.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback