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Deutsch · Klasse 5–6 · aktualisiert

Imperativ bilden und richtig verwenden

Mach, macht, machen Sie, machen wir: Du lernst, wie du den Imperativ für jede Anrede bildest und wie deine Aufforderung freundlich klingt.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Imperativ bilden und richtig verwenden

Kurz gesagt

Der Imperativ ist die Aufforderungsform des Verbs: „Komm mit!“ Für du nimmst du meist den Verbstamm („Komm!“), für ihr die ihr-Form ohne Pronomen („Kommt!“), für Sie und wir die Grundform mit Pronomen („Kommen Sie!“, „Kommen wir!“). Wechselt e in der du-Form zu i oder ie, bleibt das: „Gib!“, „Lies!“

Mit dem Imperativ forderst du jemanden direkt zu einer Handlung auf: „Komm mit!“ Je nach Situation kann die Form einen Befehl, eine Bitte, einen Rat, eine Anweisung, ein Verbot oder eine Warnung ausdrücken. Du wählst die Form danach, wen du ansprichst. Tonfall, Satzzeichen und Wörter wie bitte entscheiden mit darüber, wie freundlich oder dringend die Aufforderung wirkt.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein Imperativ kann ganz verschieden wirken: als Befehl, Verbot, Bitte, Rat oder Warnung. Welche Wirkung er hat, hängt von der Situation ab. Auch das Satzzeichen spielt mit. Ein Ausrufezeichen kann Nachdruck oder Dringlichkeit zeigen. Ein Punkt kann eine ruhige Bitte weniger scharf wirken lassen.

Definition

Imperativ

Der Imperativ ist die Aufforderungsform eines Verbs. Mit ihm sprichst du eine oder mehrere Personen direkt an und sagst, was sie tun oder nicht tun sollen.

WirkungBeispiel
BefehlHör sofort auf!
VerbotÖffne die Tür nicht!
BitteGib mir bitte das Lineal.
RatZieh besser eine Jacke an.
WarnungPass auf die Straße auf!
gemeinsame AufforderungGehen wir nach Hause!

Teste dich

LeichtWelcher Satz enthält einen Imperativ?

Alles auf einen Blick

Imperativ

  • Funktion

    auffordern, bitten, raten, warnen

  • Adressat

    du, ihr, wir oder Sie

  • Bildung

    Stamm, ihr-Form oder Grundform mit Pronomen

  • Besonderheiten

    -e und Vokalwechsel

  • Verbstruktur

    trennbar oder reflexiv

  • Wirkung

    Ton, bitte, mal und Satzzeichen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Bitte deine Nachbarin, dich morgen anzurufen (anrufen).

  1. 11. Wen sprichst du an? Eine erwachsene Nachbarin, also die Sie-Form.
  2. 22. Form bilden: Grundform + Sie ergibt „Rufen Sie“.
  3. 33. Besonderheit prüfen: „anrufen“ ist trennbar, „an“ kommt ans Satzende.
  4. 44. Ton anpassen: „bitte“ und ein Punkt machen die Aufforderung ruhig.
  5. 55. Ergebnis: „Rufen Sie mich bitte morgen an.“

Fehler finden

Jonas schreibt einen Zettel für seinen kleinen Bruder. In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Bei „geben“ lautet der du-Imperativ . Bei „warten“ heißt er . Obwohl es „du fährst“ heißt, lautet die Aufforderung .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Imperativ

LeichtWelche Beschreibung des Imperativs ist richtig?
MittelWelche Reihe enthält nur richtige Imperativformen?
SchwerEine Trainerin möchte sich selbst in eine ruhige gemeinsame Übung einschließen. Welche Form passt?

Weiterlesen in Deutsch