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Chemie · Klasse 9–10 · aktualisiert

Hydratation: Hydrathülle einfach erklärt

Erkläre die Hydrathülle mit dem Wasserdipol und sage voraus, welche Ionen Wasser stärker anziehen.

0 von 12 Aufgaben gelöst

Hydratation: Hydrathülle einfach erklärt

Kurz gesagt

Hydratation heißt: Wassermoleküle umgeben ein gelöstes Ion oder polares Molekül. Zum positiven Ion zeigt die teilweise negative Sauerstoffseite des Wassers, zum negativen Ion die teilweise positiven Wasserstoffseiten. Diese bewegliche Umgebung heißt Hydrathülle.

Bei der Hydratation lagern sich Wassermoleküle an gelöste Ionen oder polare Moleküle an. Um ein Ion entsteht dabei eine Hydrathülle. Ihre Ausrichtung lässt sich aus den Teilladungen des Wassermoleküls erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Wasser ist ein Dipol: Das Sauerstoffatom zieht die gemeinsamen Elektronen stärker an, und das Wassermolekül ist gewinkelt. Dadurch ist die Sauerstoffseite teilweise negativ und die Wasserstoffseiten sind teilweise positiv. Wäre das Molekül gerade gebaut, könnten sich die beiden Elektronenverschiebungen aufheben. Das ganze Wassermolekül ist trotzdem ungeladen. Entgegengesetzte Ladungen ziehen sich an. Darum zeigt zum positiven Kation die Sauerstoffseite, zum negativen Anion die Wasserstoffseite. Die Wassermoleküle um das Ion bilden eine Hydrathülle.

Definition

Ion-Dipol-Wechselwirkung

Die elektrostatische Anziehung zwischen einem geladenen Ion und den Teilladungen eines polaren Moleküls heißt Ion-Dipol-Wechselwirkung. Sie hält Wassermoleküle in der Umgebung eines gelösten Ions.

Beispiel: Zwei entgegengesetzt geladene Ionen

  1. 1Bei Li⁺ zeigt die teilweise negative Sauerstoffseite der Wassermoleküle nach innen.
  2. 2Bei F⁻ zeigen die teilweise positiven Wasserstoffseiten nach innen.
  3. 3Die Wassermoleküle um jedes Ion bilden eine bewegliche Hydrathülle.

Teste dich

LeichtWelche Wasserseite zeigt zu einem positiven Ion?
MittelWelche Seite des Wassers zeigt zu einem Fluorid-Ion F⁻?

Alles auf einen Blick

Hydratation

  • Ursache

    polarer Aufbau des Wassers, Ion-Dipol-Wechselwirkung

  • Ausrichtung

    Sauerstoff zu Kationen; Wasserstoff zu Anionen

  • Ergebnis

    Hydrathülle, gekennzeichnet mit (aq)

  • Einflussgrößen

    Ionenradius; Ionenladung; Temperatur und Umgebung

  • Abgrenzung

    Dissoziation trennt das Ionengitter; Solvatation ist der Oberbegriff

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Hydrathüllen um Lithiumchlorid-Ionen deuten

  1. 1Lithiumchlorid enthält Li⁺ und Cl⁻. Beim Lösen werden diese Gitterionen getrennt.
  2. 2Das positive Li⁺ zieht die teilweise negative Sauerstoffseite des Wassers an.
  3. 3Das negative Cl⁻ zieht die teilweise positiven Wasserstoffseiten des Wassers an.
  4. 4(aq) bedeutet gelöst in Wasser; die genaue Anzahl der Wassermoleküle steht nicht in der Formel.

Fehler finden

Wasser um ein Bromid-Ion In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Wasser ist ein . Zum Kation zeigt die mit negativer Teilladung. Das Kürzel (aq) kennzeichnet ein Teilchen in wässriger Lösung. Die Trennung eines Ionengitters in Ionen heißt Dissoziation.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Hydratation

LeichtWas ist eine Hydrathülle?
MittelWarum zeigt bei Li⁺ die Sauerstoffseite des Wassers nach innen?
SchwerZwei Ionen haben gleiche Ladung, aber verschiedene Größe. Welches zieht Wasser meist stärker an?

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