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Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (Film)

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2007. Der Filmkomödie von Leander Haußmann liegt das …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung
  3. 3. Konzept und Stil
  4. 4. Musik
  5. 5. Kritische Reaktionen
  6. 6. Kinostart und Publikumserfolg

Überblick

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2007. Die Filmkomödie wurde von Leander Haußmann inszeniert und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Allan und Barbara Pease. Der Film ist 103 Minuten lang, die Originalsprache ist Deutsch. Die Altersfreigabe liegt bei FSK 12 und JMK 10.

Zu den wichtigsten Mitwirkenden gehören Benno Fürmann als Jan, Jessica Schwarz als Katrin, Matthias Matschke als Rüdiger und Annika Kuhl als Melanie. Das Drehbuch schrieben Rochus Hahn und Alexander Stever, produziert wurde der Film von Oliver Berben und Herman Weigel. Die Musik stammt von James Last, Kamera führte Tilman Büttner, der Schnitt stammt von Peter R. Adam.

Der Film verknüpft eine Liebesgeschichte mit Thesen über angeblich typische Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Diese Thesen stammen aus dem Sachbuch von Allan und Barbara Pease und werden im Film komödiantisch zugespitzt.

Handlung

Im Mittelpunkt stehen Jan und Katrin. Jan ist ein erfolgreicher Anwalt und Frauenschwarm. Eines Abends sieht er aus seiner teuer eingerichteten Wohnung, wie unten ein Auto sein rotes Cabrio schrammt. Die Fahrerin ist Katrin, eine ebenfalls erfolgreiche Mitarbeiterin in einem Verlag. Obwohl sich beide zunächst gegenseitig Vorwürfe machen, werden sie bald ein Paar.

Anhand von Jan und Katrin sowie von Jans Bruder Rüdiger und dessen schwangerer Freundin Melanie werden verschiedene Vorstellungen über männliches und weibliches Verhalten durchgespielt. Dabei geht es vor allem um Kommunikation, Denken, Fühlen, Sexualität und Beziehungskonflikte.

Die Beziehung von Jan und Katrin wird mehrfach belastet. Jan stellt die blonde Angie als Sekretärin ein, wobei sein Verhalten als triebgesteuert gezeigt wird. Katrin wiederum ist beeindruckt von dem Weltenabenteurer Jonathan Armbruster. Jan kommt einem Seitensprung mit Angie nahe, doch Angies eifersüchtiger Exfreund Sven taucht auf und verhindert die Situation. Jan gesteht Katrin den Beinahe-Seitensprung. Daraufhin lässt Katrin sich mit Armbruster ein. Jans Versuche, Katrin zurückzugewinnen, scheitern zunächst. Am Ende entscheidet sich Katrin jedoch für Jan.

Konzept und Stil

Der Film verbindet mehrere Stilrichtungen. Genannt werden klassische Screwball-Komödien, die Aufklärungsfilme von Oswalt Kolle aus den 1960er Jahren, Grzimek und der Schulmädchen-Report. Visuell fiel besonders eine „bonbonbunte Sauberkeit“ auf, die an die 1950er Jahre erinnert.

Die Grundlage des Drehbuchs waren die Thesen von Allan und Barbara Pease. Ihr gleichnamiges Sachbuch verkaufte sich auch in der deutschen Ausgabe sehr gut. Nach diesen Thesen seien heutige Verhaltensweisen von Männern und Frauen auf genetisch vererbte, triebgesteuerte Handlungsmuster zurückzuführen. Diese Muster hätten sich in der Steinzeit entwickelt, als Menschen in Höhlen lebten und von Wildtierjagd und Futtersammeln abhängig waren.

Leander Haußmann setzt diese Idee als Erzählprinzip ein. Jede neue Filmsequenz wird mit einer weiteren These eingeleitet. Dabei spricht Haußmann selbst als Erzählstimme im „Onkelton“ über ein Bild, das wie ein Dia eingefroren wird. So erklärt der Film seine Szenen immer wieder durch vermeintliche Grundregeln über Männer und Frauen.

Musik

Der Soundtrack wurde von James Last komponiert. Der Titelsong heißt „Der kleine Unterschied“ und wird von der Chanson-Sängerin Annett Louisan gesungen.

Außerdem ist Francesco Wilking von der Band Tele zu hören. Er singt die Stücke „Mi Lascerai“ und „Unsere Melodie (Jan & Katrin)“.

Kritische Reaktionen

Die Kritiken fielen sehr unterschiedlich aus. Negative Rezensionen richteten sich besonders gegen die Grundthesen von Allan und Barbara Pease. Kritiker warfen diesen Thesen vor, Menschen könnten sich dadurch von eigener Verantwortung entlastet fühlen: Nicht sie selbst handelten, sondern angeblich ein uralter Trieb in ihnen.

Mehrfach wurde kritisiert, die Figuren seien flach gezeichnet. Eine Rezension fasste die Grundannahme so zusammen: „Nicht wir handeln, sondern der Primat in uns – diese Behauptung stimmt natürlich, wenn kein Charakter da ist, der dem Primaten etwas entgegensetzen könnte.“ Auch der Stil wurde teilweise als pubertär oder vulgär beschrieben; Lachen entstehe eher aus Verlegenheit.

Leander Haußmann erklärte dagegen, der Film beantworte Fragen nur scheinbar und sei ironisch gemeint. Er sagte, der Buchtitel wirke in seiner Behauptung nur scheinbar rückschrittlich und scheinbar reaktionär; auf einer kleinen Ebene politisch inkorrekt zu sein, habe ihm Spaß gemacht. Einige Kritiker sahen diese Ironie jedoch eher als Absicherung gegen Vorwürfe. Sie meinten, überzeichnete Szenen und Figuren könnten im Zweifel immer damit verteidigt werden, dass alles nicht so gemeint sei.

Weitere Kritik betraf die Dramaturgie. Einzelne Pointen seien aneinandergereiht, ohne eine durchgehende Spannung aufzubauen. Auch die Kulissen der Steinzeit-Szenen wurden als unglaubwürdig und künstlich beschrieben.

Positivere Kritiker fanden den Film amüsant, hatten aber teilweise Vorbehalte gegenüber den verhaltenstheoretischen Grundannahmen. Andere hielten die Pease-Thesen für zutreffend. Besonders gelobt wurden die schauspielerischen Leistungen. Jessica Schwarz wurde hervorgehoben, weil sie der überdrehten Inszenierung Natürlichkeit entgegensetze.

Kinostart und Publikumserfolg

Constantin brachte den Film mit knapp 400 Kopien in die Kinos. Der Start erfolgte in der besucherstarken, aber auch stark umkämpften Vorweihnachtszeit. Premiere war am 27. November 2007 im Berliner Cinemaxx am Potsdamer Platz.

Beim Publikum war der Film erfolgreich: Bereits Anfang Januar 2008 hatte die Produktion eine Million Zuschauer erreicht. Trotz dieser guten Aufnahme wurde der Film nicht für den Deutschen Filmpreis nominiert. Leander Haußmann reagierte darauf mit der Drohung, aus der Deutschen Filmakademie auszutreten, die den Preis vergibt.

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