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Vesikel (Biologie)
Vesikel (lateinisch vesicula ‚Bläschen') sind sehr kleine, in der Zelle gelegene, rundliche bis ovale Bläschen, die von einer einfachen Doppellipidschicht oder …
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Vesikel: Aufbau und Aufgabe
Vesikel sind sehr kleine, rundliche bis ovale Bläschen innerhalb von Zellen. Sie sind von einer einfachen Doppellipidschicht oder einer netzartigen Hülle aus Proteinen umgeben. Mit etwa einem Mikrometer Größe bilden sie eigene Zellkompartimente, also abgegrenzte Bereiche der Zelle, in denen unterschiedliche Prozesse ablaufen.
Ihre zentrale Aufgabe ist der Transport vieler Stoffe innerhalb der Zelle sowie in die Zelle hinein oder aus ihr heraus.
Wichtige Arten von Vesikeln
Exozytotische Vesikel speichern Stoffe, die aus der Zelle abgegeben werden sollen. Dazu verschmelzen sie mit der Zellmembran. Auch Membranproteine können so transportiert werden: Sie liegen zunächst in der Vesikelmembran und gehören nach der Fusion zur Zellmembran.
Synaptische Vesikel sind ein Beispiel für exozytotische Vesikel. Sie schütten Neurotransmitter aus, also Botenstoffe zur Signalübertragung zwischen Nervenzellen.
Endozytotische Vesikel nehmen Stoffe in die Zelle auf und dienen dem Recycling von Membranproteinen.
Weitere Vesikel transportieren neu erzeugte Proteine vom Endoplasmatischen Retikulum (ER) zum Golgi-Apparat.
Gasvesikel kommen bei aquatisch lebenden Einzellern vor. Sie verleihen Auftrieb und ermöglichen den Zellen, sich in einer für sie optimalen Wassertiefe aufzuhalten.