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Versicherungswirtschaft
Die Versicherungswirtschaft bezeichnet einen Wirtschaftszweig, dessen Gegenstand die Versicherung von Risiken ihrer Kunden ist. Üblicherweise umfasst der …
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Grundbegriff und Bedeutung
Die Versicherungswirtschaft ist ein Wirtschaftszweig, dessen Gegenstand die Versicherung von Risiken ihrer Kunden ist. Gemeint ist üblicherweise vor allem die Privatversicherung. Versicherungen übernehmen dabei bestimmte Risiken gegen eine Prämie und stellen damit Versicherungsschutz bereit.
Die Versicherungswirtschaft ist in entwickelten Dienstleistungsgesellschaften ein bedeutender Teil der Dienstleistungsbranche. Die zugehörige wirtschaftswissenschaftliche Disziplin heißt Versicherungsökonomie. Sie beschäftigt sich unter anderem mit dem Versicherungsmarkt, also mit Angebot und Nachfrage nach Versicherungen.
Wirtschaftliche Betrachtung
In der einzelwirtschaftlichen Betrachtungsweise besteht die Versicherungswirtschaft aus zwei Seiten: Versicherer sind die Produzenten von Versicherungsschutz, Versicherungsnehmer sind die Verwender von Versicherungsschutz.
Gesamtwirtschaftlich wird die Versicherungswirtschaft als Aggregat von Versicherungsangebot und Versicherungsnachfrage verstanden. Dieses Verständnis gehört zur Versicherungsmarkttheorie. Aus volkswirtschaftlicher Sicht kann außerdem untersucht werden, wie Versicherungen auf volkswirtschaftliche Aggregatgrößen wirken, also auf zusammengefasste Größen einer Volkswirtschaft.
Beschäftigung in Deutschland
In Deutschland beschäftigte die Versicherungsbranche im Jahr 2007 rund 218.900 Angestellte in der Individualversicherung. Das war ein Rückgang um etwa 3 % gegenüber dem Vorjahr.
Zählt man auch die als Vermittler beschäftigten Personen hinzu, hatte die Versicherungsbranche 2006 insgesamt 292.010 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Im Vorjahr waren es 299.050, im Vorvorjahr 306.070.
Die Beschäftigtenzahl bei Versicherungsunternehmen ohne Vermittlergewerbe entwickelte sich zwischen 1997 und 2008 insgesamt rückläufig: 1997 waren es 239.300 Arbeitnehmer, 2002 mit 248.100 ein Höchstwert der angegebenen Reihe, 2007 noch 218.900 und 2008 216.300.
Wichtige Standorte
Die Stadt Köln war 2007 mit 26.520 Beschäftigten in der Versicherungsbranche die deutsche Stadt mit den meisten Beschäftigten im Versicherungsgewerbe.
An zweiter Stelle stand München mit 26.030 Beschäftigten, an dritter Stelle Hamburg mit 22.990 Beschäftigten.
Schweiz und Weltmarkt
In der Schweiz beschäftigte die Versicherungsbranche im Jahr 2019 fast 46.000 Angestellte. Davon waren 57 Prozent Männer und 43 Prozent Frauen.
Für den globalen Versicherungsmarkt wird ein Wachstum des Prämienvolumens genannt: Es soll von 4,65 Billionen USD im Jahr 2014 auf 8,18 Billionen USD im Jahr 2035 steigen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 2,8 %.