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Vektor (Biologie)

Der Vektor transportiert einen Erreger vom Wirt auf einen anderen Organismus; der Vektor selbst erkrankt nicht. Dies gilt auch für Menschen und Tiere mit …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung von Vektoren
  2. 2. Biologische Übertragung
  3. 3. Mechanische Übertragung

Bedeutung von Vektoren

Ein Vektor, auch Krankheitsüberträger, ist in Biologie und Medizin ein Organismus, der Krankheitserreger von einem Wirt auf einen anderen Organismus transportiert. Dadurch können Infektionskrankheiten ausgelöst werden. Der Vektor selbst erkrankt dabei nicht. Auch Menschen und Tiere mit einer Infektion können Vektoren sein, wenn sie bereits während der Inkubationszeit – also vor dem Auftreten von Krankheitszeichen – ansteckend sind.

Die Weitergabe über einen Vektor ist ein indirekter Infektionsweg. Dabei werden zwei Formen unterschieden: die biologische, auch aktive, und die mechanische, auch passive Übertragung. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob der Erreger im Vektororganismus lebt und sich verändern kann oder nur außen am Vektor haftet.

Biologische Übertragung

Bei der biologischen Übertragung nimmt ein spezieller Vektor, zum Beispiel ein blutsaugendes Insekt, einen Erreger während der Nahrungsaufnahme an einem infizierten Hauptwirt auf. Der Erreger überlebt im Vektororganismus und kann sich dort möglicherweise vermehren und/oder wandeln. Nimmt der Vektor später Nahrung von einem noch nicht infizierten Lebewesen auf, kann dieses infiziert werden. Der Vektor ist in diesem Fall ein Zwischenwirt.

Grundsätzlich kann bei dieser Übertragungsform jeder Vektor nur die für ihn spezifischen Erreger übertragen. Beispiele sind:

  • Stechmücken der Gattung Aedes übertragen Dengue-Virus, Gelbfieber-Virus und Zika-Virus.
  • Die Anopheles-Mücke überträgt Malaria, Filariosen und O’nyong-nyong-Fieber.
  • Zecken übertragen FSME, Lyme-Borreliose und Afrikanische Schweinepest.
  • Ratten können das Seoul-Virus übertragen.
  • Fledertiere und Dromedare werden als Überträger von MERS-CoV genannt.
  • Hufeisennasen und Marderhund werden als Überträger von SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2 genannt.
  • Symptomfreie oder noch symptomfreie Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, können das Virus von Mensch zu Mensch übertragen.

Mechanische Übertragung

Bei der mechanischen Übertragung ist der Vektor äußerlich mit einem oder mehreren Krankheitserregern kontaminiert. Er gibt sie durch Kontaktinfektion, auch Schmierinfektion, an einen anderen Organismus weiter. Im Unterschied zur biologischen Übertragung dient er nicht als Zwischenwirt, sondern als Transportwirt: Der Erreger lebt, vermehrt oder wandelt sich dabei nicht im Vektor.

Als Beispiele nennt der Artikel Stubenfliege, Schmeißfliege und Kakerlake. Anders als bei der biologischen Übertragung kann ein mechanischer Vektor alle möglichen Krankheitserreger transportieren. Ein Transport über längere Zeit ist jedoch nur möglich, wenn der Erreger luftunempfindlich ist.

Ein Beispiel ist die Afrikanische Schweinepest: Berührt ein Mensch oder ein anderes Lebewesen ein erkranktes Wildschwein oder Hausschwein oder dessen Ausscheidungen in der Umgebung, kann der Krankheitserreger äußerlich haften bleiben. Er kann dann zu anderen Wild- oder Hausschweinen gelangen und diese auf diese Weise infizieren.

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