Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Unmögliche Figur

Unmögliche Figuren sind grafisch zweidimensionale, vorgeblich dreidimensionale Konstrukte in der Kunst, die körperhaft nicht existieren können.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Definition und Grundprinzip
  2. 2. Typische Formen
  3. 3. Die Penrose-Treppe als Beispiel
  4. 4. Eschers Darstellungsweise

Definition und Grundprinzip

Unmögliche Figuren sind grafisch zweidimensionale Konstrukte in der Kunst, die dreidimensional erscheinen, als reale Körper aber nicht existieren können. Sie bilden entweder Paradoxa oder optische Täuschungen. Der Widerspruch entsteht, weil eine flächige Darstellung in zwei Dimensionen als dreidimensionales Gebilde wahrgenommen wird.

Zuerst wurden solche Figuren von Oscar Reutersvärd entwickelt. Im 20. Jahrhundert schuf der niederländische Grafiker M. C. Escher zahlreiche unmögliche Figuren.

Typische Formen

Zu den Beispielen gehören das Penrose-Dreieck, auch Tribar genannt, der unmögliche Dreizack (Blivet), die Penrose-Treppe sowie eine dazu analoge unmögliche Balkenkonstruktion. Weitere Formen sind unmögliche orthogonale Balken, verschlungene Balken, Pfeile, Lattenkisten und ein unmöglicher Stuhl.

Skulpturen können aus einer bestimmten Perspektive ungefähr wie ein Penrose-Dreieck aussehen. Damit wird jedoch nur für einen festgelegten Blickwinkel ein entsprechender Bildeindruck erzeugt.

Die Penrose-Treppe als Beispiel

Die linke und die rechte Teilansicht der Penrose-Treppe können jeweils einzeln als reale räumliche Formen wahrgenommen werden. Werden beide Teilansichten zur vollständigen Penrose-Treppe zusammengesetzt, passen die räumlichen Beziehungen insgesamt nicht mehr widerspruchsfrei zusammen. So entsteht eine unmögliche Figur.

Eschers Darstellungsweise

Eschers Bilder sind laut Artikel keine optischen Täuschungen, obwohl sie häufig dafür gehalten werden. Er vermischt Ansichten von rechts und links beziehungsweise von oben und unten. Dadurch entsteht ein ebenes Bild, das wie die Darstellung eines dreidimensionalen Gegenstands wirkt, einen solchen Gegenstand aber nicht widerspruchsfrei zeigen kann. Weil das menschliche Auge das Bild dennoch räumlich deutet, werden unmögliche Figuren wahrgenommen.

Weiterlesen