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Udo Dahmen

Udo Dahmen (* 12. Juli 1951 in Aachen) ist ein Schlagzeuger. ... Von 2003 bis 2023 war er künstlerischer Direktor, Geschäftsführer und Professor der Popakademie …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Person und Bedeutung
  2. 2. Ausbildung und Musikerlaufbahn
  3. 3. Lehre und Institutionen
  4. 4. Beitrag zur Popmusik-Ausbildung
  5. 5. Auszeichnungen und Veröffentlichungen
  6. 6. Tonträger

Person und Bedeutung

Udo Dahmen, geboren am 12. Juli 1951 in Aachen, ist ein deutscher Schlagzeuger, Musikpädagoge und wichtiger Vertreter der Popularmusik-Ausbildung in Deutschland. Popularmusik meint hier Musikrichtungen wie Rock, Pop und Jazz, die nicht zur klassischen Kunstmusik gehören.

Besonders bedeutsam ist Dahmen durch seine Arbeit an Ausbildungsinstitutionen: Von 2003 bis 2023 war er künstlerischer Direktor, Geschäftsführer und Professor der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim. Von 2003 bis 2025 war er außerdem Vizepräsident des Deutschen Musikrats. Er prägte damit nicht nur als Musiker, sondern auch als Organisator und Lehrer die Entwicklung der Popmusik-Förderung in Deutschland.

Ausbildung und Musikerlaufbahn

Dahmen studierte an der Musikhochschule Rheinland in Aachen und Köln klassisches Schlagzeug. Zusätzlich studierte er in Paris bei Dante Agostini. Nach dem Studium arbeitete er als freiberuflicher Musiker in Aachen, unter anderem bei Rufus Zuphall, und als Drummer der Jazzrock-Gruppe Out mit Theo Jörgensmann, Hendrik Schaper und Micki Meuser.

Später war er in Köln und seit 1980 in Hamburg tätig. In dieser Zeit wirkte er an zahlreichen Tonträgern und Konzertreisen mit, unter anderem mit Kraan, Lake, Eberhard Schoener feat. Sting, Nervous Germans, Gianna Nannini, Nina Hagen, Jack Bruce, Gary Brooker, Känguru und Sarah Brightman.

Lehre und Institutionen

Von 1983 bis 2003 war Dahmen Dozent für Popularmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Gleichzeitig leitete er ab 1988 die Yamaha Music Station. Von 1994 bis 2003 war er Sprecher des Popkurs, eines Kontaktstudiengangs für Popularmusik an der Hochschule.

Von 2003 bis 2023 leitete Dahmen die Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim als künstlerischer Direktor, Geschäftsführer und Professor. Sein Nachfolger wurde 2023 Derek von Krogh. Zugleich leitete Dahmen von 2003 bis 2021 die Schlagzeugabteilung der Popakademie; seine Nachfolgerin dort ist Anika Nilles. Er ist weiterhin Dozent an der Popakademie Baden-Württemberg.

Seit 2013 erklärt er im Kulturprogramm SWR2 samstags in der Rubrik „Erklär mir Pop“ bekannte Popsongs der letzten Jahrzehnte. Von 2023 bis 2024 war er Berater für das Projekt POPLÄND des Landes Baden-Württemberg.

Beitrag zur Popmusik-Ausbildung

Dahmen war maßgeblich an der Entwicklung der Aus- und Weiterbildung im Bereich der populären Musik beteiligt, besonders im Zusammenhang mit Schlagzeug. Den Popkurs an der Hochschule für Musik in Hamburg prägte er über 20 Jahre von 1983 bis 2003; seit 1994 war er dort Sprecher und Leiter des Studiengangs.

Von 1994 bis 2003 baute er den Studiengang Rock, Pop, Jazz an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl auf. Seit 1996 initiierte er Weiterbildungsmaßnahmen für Schlagzeuger und Musiker in der Populären Musik an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen.

Auch die Entwicklung der Popakademie Baden-Württemberg, die aus der Rockstiftung Baden-Württemberg hervorging, wurde von Dahmen wesentlich mitgestaltet. Als Vizepräsident des Deutschen Musikrates trieb er die Modernisierung des Musikrates voran. Zu den Entwicklungen, die ihm zugeschrieben werden, gehören das Popcamp und die Einführung der Populären Musik bei „Jugend musiziert“. Von 1995 bis 2015 war er Präsident des Deutschen Schlagzeugerverbandes Percussion Creativ; seit Dezember 2015 ist er dessen Ehrenpräsident.

Auszeichnungen und Veröffentlichungen

Zu Dahmens Auszeichnungen gehört die Ehrenpräsidentschaft des Schlagzeugverbands Percussion Creativ e. V. seit 2015. Im April 2023 erhielt er den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Ebenfalls im April 2023 wurde ihm die Ehrennadel der Deutschen Jazzunion überreicht.

Dahmen veröffentlichte Fachtexte und Bücher zur Musikpädagogik, zum Schlagzeugspiel und zur Popularmusik. Dazu zählen „Zwischen Kunst und Pädagogik. Profimusiker unterrichten Jazz und Rock“ (1992), „Drumbook“ (1994), Beiträge wie „Rhythmisches Training“ (1994), „Musikalische Reisen für Amateure und Profis“ (1996) und „Bodypercussion“ (1997) sowie „Best of 15: 15 Jahre Popakademie“ mit Andreas Margara (2018).

Tonträger

Dahmen wirkte an vielen CD-Veröffentlichungen mit. Genannt werden unter anderem Aufnahmen mit Charly Mariano, Kraan, Inga Rumpf, Anne Haigis, Lake, Eberhard Schoener, Tao, Achim Reichel, Die Dozenten, SWED, Men in Space, Hellmut Hattler und Andreas von Wangenheim.

Außerdem werden CD-Veröffentlichungen genannt, bei denen Dahmen als Produzent beteiligt war, darunter Michael Sagmeisters „Motion & Emotion“ sowie Veröffentlichungen von Das Auge Gottes.

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