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Trockene Mittelbreiten
Die Trockenen Mittelbreiten kennzeichnen vier unterschiedlich ausgeprägte Jahreszeiten: ein heißer und trockener Sommer, ein kalter Winter, ein kurzer Frühling …
Trockene Mittelbreiten
Die Trockenen Mittelbreiten sind eine von neun weltumspannenden Ökozonen nach J. Schultz. Sie umfassen Gebiete der kühlgemäßigten Klimazone mit aridem Klima, also einem trockenen Klima, in dem insgesamt wenig Niederschlag fällt. Die Ökozone ist wichtig, weil Klima und Wasserverfügbarkeit hier die Pflanzenwelt und damit die Landschaft stark bestimmen.
Heute bedeckt sie etwa 11,1 % der irdischen Landoberfläche. Anfang des 21. Jahrhunderts waren davon noch etwa 40 % weitgehend naturnah.
Je nach vorherrschender Vegetation werden die Trockenen Mittelbreiten in Grassteppe, Strauchsteppe, Trockensteppe, winterkalte Halbwüste und winterkalte Wüste gegliedert. Grassteppen sowie Wüsten und Halbwüsten sind damit typische Landschaften dieser Ökozone.
Kennzeichnend sind vier unterschiedlich ausgeprägte Jahreszeiten: ein heißer, trockener Sommer, ein kalter Winter, ein kurzer Frühling mit raschem Temperaturanstieg und einem Niederschlagsmaximum sowie ein kurzer Herbst mit schnellem Temperaturabfall.
Ihre Grenzen sind in der Realität fließend. Daher lässt sich ihre genaue Ausdehnung nicht eindeutig festlegen, auch wenn Karten feste Grenzlinien zeigen. Vergleichbare geozonale Modelle weichen teilweise deutlich voneinander ab; genannt werden das Zonobiom VII der winterkalten Trockengebiete nach Walter und Breckle sowie die FAO Ecozones.