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Tortur d’amour – Auf immer und ledig

Tortur d'amour – Auf immer und ledig ist eine französische Filmkomödie von Eric Civanyan aus dem Jahr 2005. Sie beruht auf dem Theaterstück Man soll nichts …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung
  3. 3. Produktion und Veröffentlichung
  4. 4. Besetzung und deutsche Stimmen
  5. 5. Kritik und Auszeichnung

Überblick

Tortur d’amour – Auf immer und ledig ist eine französische Filmkomödie von Eric Civanyan aus dem Jahr 2005. Der Originaltitel lautet Il ne faut jurer de rien!. Der Film ist 101 Minuten lang, die Originalsprache ist Französisch, und die deutsche Altersfreigabe ist FSK 12. Er beruht auf dem Theaterstück Man soll nichts verschwören von Alfred de Musset.

Im Mittelpunkt stehen Cécile, ihre Mutter, die Baronin de Mantes, der wohlhabende Modesalonbesitzer Van Buck und dessen Neffe Valentin. Die Handlung verbindet eine arrangierte Heirat, geschäftliche Interessen, eine Wette um Verführung und die Frage, ob echte Liebe stärker ist als Berechnung.

Handlung

Die Geschichte spielt 1830 in Paris während politischer Unruhen. Georges-Eugène Haussmann plant eine Neugestaltung der Stadt, während Van Buck überlegt, wie er auch den Namen seines Modesalons wirkungsvoller machen kann. Als die Baronin de Mantes bei ihm Waren im Wert von 3000 Francs bestellt, will er eine Vorauszahlung erreichen. Dabei erfährt er, dass die Baronin einen Ball vorbereitet, um ihre Tochter Cécile zu verheiraten, notfalls gegen deren Willen.

Van Buck erkennt eine geschäftliche Chance: Wenn sein Neffe Valentin Cécile heiraten würde, könnte ein „D.M.“ an seinen Namen angehängt werden und seinem Geschäftsnamen mehr Klang geben. Er handelt mit der Baronin aus, dass Valentin als möglicher Ehemann akzeptiert wird, falls Cécile sich in ihn verliebt. Valentin lebt jedoch ausschweifend in Paris, macht Schulden und lehnt eine Heirat ab. Er lässt sich nur auf eine Wette ein: Für 10.000 Francs will er Cécile bis Mitternacht des nächsten Tages verführen; ein Kuss soll als Beweis genügen. Als Bedingung will er ihr nicht als Van Bucks Neffe begegnen.

Valentin gibt sich auf dem Anwesen der de Mantes als Prinz Frédéric aus und täuscht einen Kutschunfall sowie Ohnmacht vor. Cécile kümmert sich um ihn, lässt sich aber nicht leicht verführen. Als er nachts in ihr Zimmer eindringt, vertreibt sie ihn mit einem Degen. Später begegnen sich beide auf einem Jahrmarkt. Cécile zeigt sich selbstständig und widerspenstig, gewinnt beim Hütchenspiel und überzeugt beim Schießen. Valentin hilft ihr, als die Hütchenspieler ihr verlorenes Geld zurückhaben wollen, doch sie gibt ihm den erhofften Kuss nicht. Sie macht deutlich, dass eine Beziehung ohne Liebe für sie undenkbar ist.

Valentin verliebt sich unmerklich in Cécile, will das aber zunächst nicht wahrhaben. Van Buck erkennt seine Gefühle. Als die Wahrheit über den Handel zwischen Van Buck und der Baronin sowie Valentins Identität ans Licht kommt, weist die Baronin Valentin zurück. Valentin beteuert Cécile, dass seine Gefühle echt seien. Am Ende folgt Cécile ihm trotz der Kontrolle ihrer Mutter nach Paris ins Sérail. Dort versucht Valentin zunächst, seine Gefühle hinter einer zynischen Fassade zu verstecken. Schließlich gesteht er Cécile seine Liebe, und beide küssen sich kurz vor Mitternacht. Am nächsten Morgen wird beim Ball der Baronin weitergefeiert; Cécile hat ihren zukünftigen Mann bereits gefunden.

Produktion und Veröffentlichung

Der Film wurde unter anderem in Paris, darunter am Place des Vosges, und in Pontoise gedreht. Das Anwesen der Familie de Mantes wurde im Château de Millemont gefilmt. Die Kostüme stammen von Anne Brault, die Filmbauten von Hoang Thanh At.

Tortur d’amour – Auf immer und ledig kam am 28. September 2005 in die französischen Kinos und erreichte dort rund 870.000 Besucher. In Deutschland erschien der Film am 4. Dezember 2009 direkt auf DVD.

Besetzung und deutsche Stimmen

Zu den wichtigsten Rollen gehören Mélanie Doutey als Cécile, Gérard Jugnot als Van Buck, Jean Dujardin als Valentin und Marie-France Santon als Baronin de Mantes. Weitere Rollen spielen unter anderem Patrick Haudecoeur als Priester, Arno Chevrier als Einäugiger, Henri Garcin als Hinkender, Philippe Magnan als Verwalter, Jean-Luc Porraz als Haussmann, Jacques Herlin als Lafayette, Lorella Cravotta als Henriette, Jean-François Fagour als Mameluk und Michèle Garcia als Inhaberin des Sérail.

In der deutschen Synchronisation spricht Dina Kürten die Rolle der Cécile. Valentin wird von Stephan Schleberger gesprochen.

Kritik und Auszeichnung

Das Lexikon des internationalen Films beschrieb Tortur d’amour – Auf immer und ledig als eine „weitgehend amüsante, solide gespielte Verfilmung einer Komödie von Alfred de Musset […], die sich recht zynisch mit menschlichen Schwächen auseinandersetzt.“

Mélanie Doutey wurde 2006 für ihre Rolle in der Kategorie Beste Nachwuchsdarstellerin für einen César nominiert.

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