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Tomahügel
Ein Tomahügel ist eine isolierte hügelförmige Anhäufung aus Gesteinsschutt in einer Ebene. Albrecht Penck und Eduard Brückner führten den Begriff …
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Begriff und Merkmale
Ein Tomahügel ist eine einzelne, hügelförmige Anhäufung von Gesteinsschutt in einer Ebene. Solche Hügel sind meist sehr gleichmäßig und symmetrisch geformt. Nach der Definition von Gerhard Abele aus dem Jahr 1969 besitzt ein Tomahügel meist einen Kern aus Bergsturzmaterial; gewöhnlich kommen außerdem Gerölle vor.
Für Gebiete mit mehreren solchen Erhebungen verwendet man den Begriff Tomalandschaft. In der Schweiz heißt sie auch Tumalandschaft.
Entstehung und Verbreitung
Die Bezeichnung Tomalandschaft führten Albrecht Penck und Eduard Brückner 1901 ein. Sie ist vom surselvischen Wort Tuma abgeleitet, das auf Deutsch „Hügel“ bedeutet. Vorbild waren die Tumas, eine Reihe charakteristischer Erhebungen im Alpenrheintal zwischen Chur und Domat/Ems. Der Schweizer Geologe Adrian Pfiffner schlägt vor, den Ausdruck Tomahügel nach dieser Typlokalität durch Tuma zu ersetzen.
Eine frühere Einordnung der Tomahügel in eiszeitliche Vorgänge gilt als widerlegt, unter anderem durch v. Poschinger & Ruegg (2012). Ebenfalls widerlegt ist die Erklärung, die Hügel seien durch Erosion aus einem größeren Bergsturzareal entstanden: Die Tumas im Umfeld des vermutlich verantwortlichen Flimser Bergsturzes hängen im Untergrund nicht zusammen.
Die „Tomalandschaft bei Domat/Ems“ ist als Landschaftsschutzgebiet im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung eingetragen. In Chur sind noch 4 von ursprünglich 11 Tomahügeln vorhanden.
Tomahügel bei Chur
Die noch genannten Tomahügel bei Chur sind:
- Ackerbühl
- Walserbüel, auch Polentahügel, an der Raschärenstrasse
- Felsenau bei Ringstrasse 38 und Felsenaustrasse 15
- Rheinfels bei Raschärenstrasse 38 und Rheinfelsstrasse
Daneben wird auf eine Liste der Tumas bei Domat/Ems verwiesen.