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Thomas McGrath (Schriftsteller)

Thomas McGrath (geboren am 20. November 1916 in Sheldon, North Dakota; gestorben am 20. September 1990 in Minneapolis, Minnesota) war ein amerikanischer …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Herkunft
  2. 2. Krieg, Politik und literarisches Werk
  3. 3. Spätere Laufbahn und Privatleben
  4. 4. Auszeichnungen

Überblick und Herkunft

Thomas McGrath (20. November 1916 in Sheldon, North Dakota – 20. September 1990 in Minneapolis, Minnesota) war ein amerikanischer Dichter. Er wuchs als ältester Sohn von James McGrath und Catherine McGrath, geborene Shea, mit vier Brüdern und einer Schwester auf einer Farm nahe Sheldon auf.

Nach der High School studierte er an der Moorhead State University und an der University of North Dakota in Grand Forks. Dort erwarb er 1939 den Bachelorabschluss. Ein Rhodes-Stipendium konnte er wegen des Kriegsausbruchs zunächst nicht nutzen. Deshalb setzte er sein Studium an der Louisiana State University in Baton Rouge fort, wo er seinen späteren Verleger Alan Swallow kennenlernte.

Krieg, Politik und literarisches Werk

1940/1941 lehrte McGrath am Colby College in Maine. Da ihm die Lehrtätigkeit damals nicht gefiel, zog er anschließend nach New York. Dort war er politisch aktiv, schrieb und arbeitete in einer Werft. 1942 wurde er zum Militärdienst eingezogen. Den größten Teil seiner Dienstzeit verbrachte er auf der Luftwaffenbasis der Aleuteninsel Amchitka. 1945 wurde er im Rang eines Sergeant entlassen. 1947/1948 konnte er schließlich mit seinem Rhodes-Stipendium am New College in Oxford studieren.

Von 1951 bis 1954 unterrichtete McGrath am Los Angeles State College. Seine Entlassung hing unmittelbar damit zusammen, dass er vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe als unkooperativer Zeuge auftrat. Diese Erfahrung verarbeitete er in seinem einzigen Science-Fiction-Roman „The Gates of Ivory, the Gates of Horn“ (1957; deutsch: „Die Tore der Träume“). Der Roman entwirft die dystopische, also bedrückende und negative Zukunftsvision eines von Maschinen kontrollierten Amerika. McGrath bekannte sich sein Leben lang zum Kommunismus.

Spätere Laufbahn und Privatleben

Nach seiner Entlassung arbeitete McGrath als Lehrer an Privatschulen und übte verschiedene weitere Berufe aus, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Ab 1960 war er wieder im akademischen Bereich tätig: zunächst am C. W. Post College im Bundesstaat New York, ab 1962 an der North Dakota State University in Fargo. 1969 wechselte er an seine erste Hochschule, die Moorhead State University in Minnesota. Dort blieb er bis zu seinem Ausscheiden 1983.

McGrath war dreimal verheiratet und hatte einen Sohn. Gemeinsam mit seiner Frau Genia gründete und leitete er die Zeitschrift „Crazy Horse“. Er starb 1990 im Alter von 73 Jahren.

Auszeichnungen

McGrath erhielt mehrere Stipendien und Ehrungen für seine literarische Arbeit:

  • 1965: Amy Lowell Traveling Fellowship in Poetry
  • 1967: Guggenheim Fellow
  • 1974 und 1982: National Endowment for the Arts Fellowships
  • 1976 und 1981: Bush Fellow
  • 1977: Distinguished Achievement Award der Society for Western Literature
  • 1981: Ehrendoktorwürde der University of North Dakota

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